Posts by f1

    Denn dann müsste man auch die leveraged Aktienkäufe auf Kredit

    Ich weiss, wir könnten noch ellenlange Diskussionen darüber führen. Trotzdem:


    Wertschriftenkredite und Leerverkäufe sind aus meiner Sicht zwei unterschiedliche Vorgänge:


    Banken kreditieren Wertschriften, in unserem Fall Aktien, mit max. 50-60% des jeweiligen Kurswertes, je nach Bank. Mit diesem Kredit werden immerhin Aktien gekauft/gehalten.Bei einem Crash von, sagen wir mal 40%, hat der Kreditnehmer immer noch die Möglichkeit, Cash nachzuschiessen, um eine Liquidation seines We-Depots zu verhindern. Also die Handlungsfreiheit liegt beim Kreditnehmer, freilich nur solange, als er im Notfall noch genügend Cash hat.


    Als Börsenteilnehmer bin ich -sofern ich eine entsprechende Aktie halte- Leerverkäufern gegenüber machtlos und kann nur zusehen, wie eine Aktie nach unten gedrückt wird. Im schlimmsten Fall -und je nach Portfeuillebestand- müsste ich gar noch Cash nachschiessen. Und wenn dann die Leerverkäufer endlich ihre Pos. glattstellen müssen, dann ist der Aktienkurs meistens immer noch unter dem Wert, als sie mit Leerverkäufen begonnen haben.


    Also ich bleibe dabei: es will mir grundsätzlich nicht in den Kopf, wie man etwas verkaufen kann, das man nicht besitzt. Dass man es trotzdem an den Börsen machen kann, trägt im Wesentlichen dazu bei, dass enorme Blasen entstehen, welche irgendenwann mit entsprechendem Knall platzen werden. Die Südkoreaner sind ja nicht dümmer als der Rest der Börsenwelt und haben mindestens für die jetzige Krisenzeit reagiert.


    Dass Banken Hypothekarkunden raten, anstelle Amortisationen We-Käufe zu tätigen, ist aus steuerlicher Sicht interessant und ansich begrüssenswert. Die Kapitalgewinne und Dividenden sind meistens steuerfrei, die Hypothekarzinsen der nicht getätigten Amortisationen können hingegen noch bei den Steuern noch abgezogen werden. Win-Win Situation der Banken und ihres Kunden (jedoch immer nur dann, wenn die Hypothek im Rahmen von 65% des Verkehrswertes liegt!)

    @GertrudZum Verbot von Leerverkäufen:

    Grundsätzlich einverstanden mit deinen Darlegungen, welche m.M. nach für ordentliche Zeiten gelten, wobei längst nicht bei allen Unternehmungen, welche von Leerverkäufern heimgesucht werden, der Wurm drinn ist (jedoch u.U. böswillig gestreute Gerüchte...)


    JETZT wir befinden uns aber in einer sehr speziellen Situtaion bzw. Krisensituation. Dass Leerverkäufer in diesen Zeiten noch Gewinne machen können, ist aus meiner Sicht unmoralisch und gehört während dieser Zeit verboten. Die Südkoreaner sind diesbezüglich bespielhafter.

    @ Gertrud/Falls der Crash kommt

    Dass ich einen neuen Threat eröffnete, war ein Irrtum meinerseits (habe den Bestehenden eben nicht gefunden), sorry. Und jemand hier anpöbeln liegt mir nicht und ist auch nicht meine Sache.


    Betreffend: "Falls der Crash kommt": ja was haben wir den jetzt? Wohl kaum ein laues Frühlingslüftchen.


    Vielleicht könntest du ja noch deine Meinung zu meinem Einwand bezüglich begrenztemLeerverkaufsverbot kundtun.



    Schönes Wochenende -daheim trotzdem- und danke für deine geschätzten Beiträge.

    Ja Chris, derzeit ist wirklich nichts mehr normal, alles schlägt in eine gewisse Hysterie um, nicht nur bei den Börsen....


    Südkorea verbietet für 6 Monate Leerverkäufe. In diesen Zeiten, wo alles drunter und drüber geht, wäre meiner Meinung nach auch bei uns ein solcher, sofortiger Schritt für eine begrenzte Zeit (warum nicht auch bis 30. April 2020?...) notwendig. Aber das wird dann so lange heiss diskutiert, bis sich die Situation wieder entschärft hat....


    Schönes Wochenende, F1 (auch das F1 Rennen in Melbourne wurde abgesagt....)

    Was ist denn bloss mit Aryzta los? Fast 50% Kursverlust in den letzten Tagen geht offenbar am Cash-Forum spurlos vorbei. Vor einigen Wochen/Monate wurde fast jeder Rappen Kursveränderung diskutiert, jetzt lähmendes Schweigen.


    Ich war bisher der Meinung, dass das am 10.3.2020 veröffentlichte Ergebnis so schlecht auch wieder nicht ist, um ein einen solchen massiven Rückgang zu rechtfertigen. Corona allein kann es auch nicht sein, Brot und Backwaren müssen wir doch alle weiterhin essen/konsumieren. Und dass die Deutsche Bank ihre Beteiligung unter 3% gefahren hat, kann dieses Kursdesaster auch nicht erklären.


    Also, was meint die geneigte Gemeinde? Seid ihr überhaupt noch dabei?

    gertrud

    Ich verfolge deine Beiträge seit einiger Zeit. Deine Ausdrucksweise hebt sich wohltuend ab von vielen anderen Teilnehmern. Jüngstes Beispiel: Dein Vergleich mit dem Lotteriechef finde ich einfach köstlich. Du hättest auch Anlagen, um schriftstellerisch tätig zu sein. Weiter so!

    Gesundes Verhalten/Nachtrag

    ist das ja nicht, was die Konzernspitze wiederum absahnt. Warum zum Teufel lässt sich die Konzernspitze immer wieder derart vergolden, wohl wissend, dass die Bevölkerung/Kunden dies absolut nicht goutieren? Und dann gleichzeitig dem mittleren/unteren Kader den Bonus kürzen, obschon es ja diejenigen sind, die die Alltagsaufgaben/Lasten tragen müssen. Die bei dieser Gelegenheit immer wieder geäusserte "Rechtfertigung" dieser ach so erfolgreichen Manager lautet dann immer wieder synchron, dass die Konkurrenz bzw. der internationale Markt halt dies eben so vorgebe. Dabei weiss man ja eigentlich grundsätzlich, dass Vergleichen jegwelcher Art unglücklich macht (auch im Alltags-Leben...)


    Man kann noch so viele komplizierte Bonussysteme aufstellen wie man will, letztlich muss der sog. gesunde Menschenverstand als Massstab herhalten, wer für wieviel und was entschädigt werden soll. Offenbar ist aber dieser gesunde Menschenverstand in der heutigen Zeit völlig verloren gegangen. Dieser könnte m.M.nach so aussehen, als dass ein CEO einer schweizerischen Grossbank höchstens ein Bonus von 5 Mio. zugestanden werden sollte, dies notabene auch bei Übertreffen der Ziele. Die ihm direkt unterstellten Konzernmitglieder entsprechend weniger.


    Diese übermässige Bereicherung -nicht nur in der Bankbranche- ist ungesund, wird es gar in der Schweiz künftig auch "gilets jaunes" geben??


    ÜBRIGENS: Bonussysteme sind sehr kompliziert und für Aktionäre nur schwer -wenn überhaupt- nachvollziehbar. Dabei gäbe es doch eine einfache und auch für Aktionäre eine transparente Lösung (mindestens meiner Meinung nach): Der Bonus für -und nur für die- Konzernstufe leitet sich allein aus dem im Jahreschnitt gemittelten Aktienkurs ab. Hat die Firma Erfolge auszuweisen, steigt normalerweise der Aktienkurs und umgekehrt. Das wäre fair für die Konzernspitze und Aktionäre.

    @Rockstar2020

    auf's falsche Pferd gesetzt? UBS Dividendenrendite bei meinem heutigen Einstieg liegt bei 5.9%! In dieser Aktie ist schon so viel Negatves eingepreist (inkl. Megabusse in Paris und weiterhin tiefe Zinsen EZB usw.), dass ich mittelfristig mit einem Anstieg bis in die Region von 18-20 rechne.


    Leider sehe ich bei der AMS Aktie eher schwarz (analog Swissrain), eine Aktie, die mich seit Oktober letzten Jahres mit ihrer Megavolatilität nur noch nervt, daher konsequenterweise Abbau um 2/3 des Bestandes. Der restliche Drittel reflektiert nur noch mein letzter Hoffnungsschimmer, dass es v i e l l e i c h t so kommt, wie du es vorhersagst. Immerhin hätte ich dann noch ein kleines Trostpflaster ehalten...

    gertrud

    Es gibt für mich 3 sehr wichtige Parameter für eine Aktienbewertung:


    1. Produkte müssen wettbewerbsfähig sein (ist hier stimmig)


    2. Bilanzstruktur, und hier v.a. das Verhältnis Fremdkapital zu EK (Verbesserungspotential vorhanden)


    3. Fähigkeit des Managments, rechtzeitig Nachfrageveränderungen wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren (wahrscheinlich auch stimmig)


    Es fehlt eigentlich ein 4. Punkt: die Psycholgie der Anleger. Alle Bewertungen/Überlegungen nützen rein nichts, wenn der "Markt" eben anderer Ansicht ist. Bei dieser Aktie sieht man dieses Phänomen wie sonst selten bei einer Aktie.


    Also die Psychologie ausgeblendet: ich bleibe bei AMS dabei.

    Und, was macht ihr jetzt?

    1. heute in Erwartung keine positiven Überraschungen verkaufen, um in ein paar Tagen bei nunmehr tieferen Kursen wieder einzusteigen?


    2. Hoffen auf überraschend gute Zahlen und dann sich an erholenden Kursen erfreuen?

    @ gertrud: sich über seine eigene Naivität aufregt....

    Soviel ich mich erinnern mag, bist du doch auch bei einem Aktienkurs etwas unter 50 "schwach" geworden. Hast du diese noch?

    Danke Gertrud

    für Dein ausführliches Statement. Wie ich richtig vermutet habe, bist Du quasi eine Insiderin in dieser Branche. Also ich jedenfalls befolge Deinen Rat und lasse es bleiben, bei Idorsia einzusteigen. Vermutlich werde ich eher wieder in Bankaktien investieren, denn in diesem Bereich kenne ich mich besser aus, als in der Pharma....

    gertrud

    Du hast Dich einmal als diejenige im Forum bezeichnet, welche die Pharmabranche bzw. Pharmaentwicklung wahrscheinlich am Besten beurteilen kann. Deinen bisher sehr fundierten und realistischen Beurteilungen auch zu anderen Aktien zufolge finde ich diese Aussage glaubwürdig.


    Mich würde deshalb Dein Statement zu Idorsia sehr interessieren. Welche Chancen gibst Du diesem Unternehmen? Kennst Du ev. auch den Forschungsstand etwas näher? Könntest Du Dir ein Engagement vorstellen, oder noch zuwarten, bis klinische Phase III eines Produktes erreicht wurde?


    Vielen Dank

    Ja das ist schon

    richtig, aber der "Blockbuster" ist erst in Entwicklung und bis 2022 fliesst noch viel Wasser die Aare hinab bzw. schläft die Konkurrenz nicht. Aber hoffen wir doch das Beste.

    Diese Nachrichten

    sind eben nicht gut genug. Es müsste sein wie in der Pharma-Branche: Lancierung eines neuen, revolutionären Produktes, welches den Charakter eines "Blockbusters" einnehmen könnte. Oder ein neuer, ausgewiesener CEO, oder Übernahmegerüchte durch einen Konkurrenten usw.

    EINE gute Nachricht von AMS selbst und dann

    geht die Rakete ab. Diese enorme Volatilität in den letzten Tagen/Wochen (plus 7%, dann minus 6 usw.) zeigt meiner Meinung, dass EINE Einzige, aber gute Nachricht von AMS selbst, die Rakete zünden lässt. Und die Leerverkäufer tragen dann ihren Boost dazu bei. Die Rakete wrd dann in eine Umlaufbahn von sagen wir mal um die 50 eindrehen, um nach guten Zahlen und gutem Ausblick Schwung für die Weiterreise zu holen. Zuver-Sicht ist auch eine -hoffentlich gute- Aus-Sicht, sie ist nötiger denn je in diesen triste Börsentagen.

    AMS 97%

    Dieser Wert bezieht sich auf 30.9.2018. Er betrug per 31.12.2017 stolze 143%. Es geht immerhin in die richtige Richtung.