Posts by gertrud

    kekkomachine

    Trau nur den Zahlen, die Du selber manipuliert hast . . .

    Ich komm auf andere, z.B. der EBITDA ist von Oerlikon selber für 9 Mte auf 374 ausgewiesen. Deine 384 für's ganze Jahr müssten falsch sein.

    Aber egal. Was nützt's wenn Kirschbaum, Du und ich das so sehen, aber der Rest der Menschheit nicht.


    Was die Analysten angeht, da bin ich bei Dir, dass die hinterher hinken. Auf einigen Finanzportalen ist das sogar schön graphisch dargestellt. Ich teste jetzt grad mal die Möglichkeiten des neuen Cash Forums, Quelle ist Marketscreener, falls es gelöscht wird, weil nicht erlaubt. Die violette Kurve der Analysten kommt etwa 3 Monate zu spät, wenn man sie um das vorverlegt, kommt es einigermassen hin mit den Wendepunkten.


    ]


    Deshalb wollen wir hier im Forum ja den Ehrgeiz pflegen ein paar Monate früher zu erahnen, wann der Wind drehen könnte.

    kekkomachine


    Immer gut, wenn noch jemand anders genauer in die Kennzahlen schaut.

    Wie berechnest Du die Leverage bei Oerl? In wieweit könnten die Schulden mittelfristig problematisch werden?


    Meine Ueberlegung ist:

    Nettoschulden 400 Mio, EBITDA 500 Mio, ratio 0.8

    Das finde ich sehr komfortabel, bei einer Firma, die 120 Mio an Dividenden ausschüttet.


    Vielleicht befürchtet "der Markt" eine Dividenden Kürzung.

    Ich bin keine Freundin von Dividenden, da man darauf CH Steuern zahlt. Von mir aus kann Oerlikon gerne das Geld zum rascheren Schuldenabbau einsetzten.


    NB die aktuellsten Einschätzungen: Bank of Canada kürzt auf 8 (8.50) Fr. mit OUTPERFORM, Credit Suisse auf 8.30(10) Fr. ebenfalls mit OUTPERFORM und Vontobel auf 8.90 (10.30) Fr. mit BUY.


    Aber eben, "der Markt" weiss alles und hat immer recht

    Vielleicht ist es noch zu früh, solange Margenrückgang befürchtet wird.

    ...

    Klar: Das Geschäft ist zyklisch, Adecco hat ein bisschen Schulden und eine Übernahme zu verdauen, die Verwaltungskosten sind zu hoch (=Verbesserungspotenzial). Vielleicht wird auch die Dividende mal für ein paar Jahre gekürzt, who cares ob 4% oder 7%?

    Dieses Temporär-Geschäft ist doch eigentlich unkaputtbar, oder? Flexible Arbeitskräfte wird es immer brauchen.
    Auch falls jetzt eine Rezession droht, kommt danach unweigerlich wieder der Aufschwung. Und die Verwaltungskosten, wie geschrieben: Sollte doch kein Problem sein, die mittelfristig zu optimieren.

    ...

    matjung
    Eher 2 als 4 Jahre, Adecco muss m.E. nicht total umgekrempelt werden, nur optimiert, siehe mein Text oben von vor ein paar Wochen.
    Und wenn sich der Erfolg abzeichnet, wird der Kurs Monate vorher reagieren. Ob er zuerst - vielleicht in einem allgemeinen finalen Börsen-Ausverkauf - noch auf 25 fällt, spielt mir keine Rolle.


    Das soll keine Empfehlung sein - "der Markt" weiss definitiv besser als ich, wann Adecco dreht.
    Aber sehen wir's mal so:

    Ich halte (u.a.) auch Novartis und als gute Hausfrau Nestle. Langfristig, ohne gross zu handeln.

    Wenn ich jetzt darauf wetten müsste, ob Novartis, Nestle oder Adecco zuerst 50% plus vom aktuellen Level aus erreicht, wäre mein Einsatz 90% auf Adecco, 10% auf Novartis und 0% auf Nestle.


    matjung

    Seh das bei Adecco mittelfristig positiver als Du.


    Ja, es droht eine Rezession und die Akka Uebernahme lässt einige Kennzahlen schlecht aussehen.

    Ersteres ist eingepreist und die Kennzahlen kann man über 1-2 Jahre optimieren.
    Wenn die Schulden abbauen statt Dividende zahlen ist mir das auch recht.

    fanti2017


    Ja, und "der Markt" hat immer recht.
    Das macht es ja so spannend: Wo liege ich falsch? Was übersehe ich?


    Wobei ich einen Horizont auf 2 Jahre habe, während "der Markt" es wohl kurzfristiger sieht.

    Mit ein paar Prozent Dividende kann man den Zyklus aussitzen und danach sollte Oerlikon überproportional profitieren.

    Oerlikon liefert einmal mehr.
    Meiner Meinung nach eine von der Börse unterschätzte Firma:
    Gute Margen, kaum Verschuldung. Damit genug Puffer, um auch durch eine mögliche Rezession zu kommen.

    Ein sauberes intra day reversal bis jetzt zumindest

    Sowas ist eigentlich eine feine Sache.


    Könnte schon sein, dass der Markt bei AMSOsram honoriert, dass Probleme angegangen werden:
    Finanzierung, Goodwilll.
    Und die mittelfrist Margenziele der Realität angepasst werden und die kurzfrist nicht weiter gesenkt.
    Von "think big" to "get real".

    ist das alles gelogen?

    Nein. Man kann von allem möglichen "ausgehen".
    Dass 30 Mio /32% 2023 eintrifft ist allerdings für alle einigermassen des Denkens Fähigen unmöglich.

    Nach einer Phase der relativen Ruhe war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis nummelin seelig auch in dem neuen Cash Forum würdige Nachfolger im Schrotthandel finden würde.

    Sehen wir's mal positiv:
    In den letzten Quartalen hat Everke jedesmal die kurzfrist Margenaussicht gekürzt, sodass er dann 3 Monate später die fette Ueberschrift platzieren konnte: AMS hat die Erwartungen voll erfüllt.


    Diesmal lässt er das Zielband bei 6-9% - ein Grund zur Hoffnung???


    jan_dietrich: Wie vorausgesagt, eine lange Phase von Wertberichtigungen nimmt ihren Anfang. Deshalb Vorsicht mit dem Buchwert.

    crusider

    Ja, ich war in der SAN17, das war eine Zitterpartie, aber wie Du selber weisst, mit glücklichem Ausgang. Ich habe nicht in SAN21 getauscht, sondern das Cash genommen und dann einen kleinen Teil direkt in etwas SANN investiert.

    Aber die Position ist für mich unbedeutend klein.

    Daher nur eine Einschätzung aus dem Bauch, ohne gross zu recherchieren:



    Positiv:

    • Eigentlich ist Vamorolone, ein nebenwirkungsarmer Corticosteroid Ersatz ein interessantes Medikament, das auch für andere Indikationen ein grosses Potential haben könnte.


    Negativ:

    • Santhera ist gescheitert, indem die Firma wohl nie die verbrauchten 600 Mio. zurückverdienen wird.
    • Ja, Santhera hatte Pech, hat aber auch schlampig gearbeitet.
    • Santhera verbrennt - für mich unverständlich - aktuell viel Geld. Deshalb arbeitet die Zeit gegen Santhera und wenn kein priority review gegeben wird, wird es schnell wieder kritisch.
    • Idorsia engagiert sich nicht über den bestehenden Anteil hinaus. Sieht entweder zu wenig Potential, oder braucht das Geld halt dringend selber.
    • Santhera hat Raxone in Frankreich auf dem Markt, gibt es aber gratis ab, weil es auf bessere Konditionen zockt. Frankreich hat Zeit, Santhera nicht.


    Zu Deiner Frage: SAN21 ist mit grossem Spread praktisch illiquid.

    Wenn Santhera ab jetzt alles perfekt nach Wunsch läuft, sehe ich die SANN bei Zulassung nächsten Sommer vorübergehend auf 2-3 CHF steigen, also das 3-5fache.

    SAN21 würde sich aber nur verdoppeln.

    Wenn die Zulassung nicht kommt, sind alle denkbaren Kollapse und Rettungen möglich. Zwar wäre bei Liquidation SAN21 weniger schlecht gestellt als SANN. Aber falls gestorben wird, ist es ein schwacher Trost, wenn man als letzter stirbt.

    Wenn jemand die Trümmer oder Pipeline mit Santhera-Hülle übernehmen sollte, wäre SAN21 allerdings sofort auf 100%. Wenn wenn wenn ...


    Mein Fazit: Santhera ist ein Rennen gegen die Zeit.

    Bis Montag muss jetzt der HJ Bericht kommen - sonst gibt es Ärger mit der SIX.

    Danach würde ich auf jeden Fall die zwei Monate abwarten, bis klar wird, ob die FDA den priority review erteilt.

    Und wenn schon mit Santhera spekulieren, dann eher mit SANN, die Aktien sind liquider. Raketen, die in den Himmel schiessen, verpasst man da nicht, dafür ist der Überhang an Aktien bei Highbridge zu gross.

    SAN21 wird erst zur Alternative, wenn sich die Situation für Santhera zuspitzten sollte und es wieder um's nackte Überleben geht.


    Nur weil es einmal gut ausgegangen ist (SAN17), muss man ja nicht jeden Höllenritt mitmachen.

    .... JPM ist die Bude am trocken saugen... und Santhera hatte wohl keine bessere Lösung als dies so zu akzeptieren, aber die bekommen ja ihre Löhne so oder so...

    kekkomachine
    Im grossen Ganzen bin ich Deiner Meinung, dennoch würde ich etwas umformulieren:

    JPM ist von Santhera beauftragt, soviel Cash aus dem Markt zu saugen, wie dieser hergibt. Mit dem Resultat, dass der Markt mit immer mehr SANN Aktien zu immer niederigen Kursen bedient wird.
    Weil Santhera keine bessere Möglichkeit zur Geldaufnahme hat. Und Geld bauchen sie halt, um sich ihre Löhne zu zahlen . . .


    (Dieselbe Symbiose wie bei Relief Therapeutics und GEM)


    Wenn keine weitere Verzögerung bekannt wird, ist die Hoffnung noch nicht ganz gestorben bei Santhera.

    Kann es sein, dass durch diese "Nötigung" der Kleinaktionäre versucht wird die Banken aussen vor zu halten? Je mehr Instis drin sind umso grösser ist doch der Druck auf das Management sich zu rechtfertigen und deren strategischen Wünsche zu berücksichtigen. Dieser Druck hat man mit vielen Kleinanlegern nicht.

    Ich weiss auch nicht, was dahinter steckt, und wie der Ausgabepreis festgelegt wurde.
    Zum Vergleich: Bei der letzten KE 2021, einer Privatpatzierung von 80 Mio. wurde der Ausgabepreis 4% unter dem Durchschnittskurs festgesetzt. Damit war die Verwässerung minimal.


    Ich will das jetzt mal nicht überbewerten, ist einfach eine Beobachtung.

    Der hohe Abschlag des Ausgabepreises erstaunt mich.


    Faustregel: Je grösser der Abschlag, desto mehr werden die Aktionäre genötigt, mitzumachen.


    Ja, für geschickte Trader mag dies Möglichkeiten eröffenen.
    Aber sonst immer noch kein Grund zur Freude: Eine KE ist NIE, NIEMALS, UNTER KEINEN UMSTAENDEN etwas Positives für Bestandsaktionäre.
    Bestenfalls ist eine KE neutral, ein notwendiges Element einer Expansion, die sich nicht billiger finanzieren lässt, als mit Eigenkapital.

    comforteagle
    Ich habe mich mehrdeutig ausgedrückt, sorry.

    Heute nehmen wir es genau:

    Mein "mehr von seinem Geld" bezog sich nicht auf die Höhe des Kurses, sondern auf das finanzielle Engagement vor und nach der KE.
    Jemand, der mitmacht, ist nachher mit mehr Geld exponiert. Aber behält dafür seinen prozentualen Gewinnanteil unverändert.
    Jemand, der seine Bezugsrechte verkauft, nimmt damit etwas Geld aus seinem Engagement, aber sein Gewinnanteil wird überproportional reduziert (verwässert).


    Deine Berechnungen sind korrekt, auch das mit Elon Musk, aber es soll für Dich keine Rolle spielen, ob Du mehr oder weniger neue Aktien bekommst.
    Entscheidend ist, wie gross Dein Anteil am (zukünftigen) Gewinn der Firma ist. Vor der KE, und nach der KE.
    Oder noch einfacher: Wieviel Prozent von Meyer Burger Technologies Dir gehören. Vorher und nachher.

    vabazu

    Die Rechnung geht so:

    Es gibt aktuell gut 2600 Mio MBTN. MBT will 250 Mio CHF, also knapp 10 Rappen Neugeld pro bestehende Aktie.

    Das Beispiel 3:1@0.30 auf das Du anspielst, hätte beim damaligen MBTN Kurs von 0.39 Sinn gemacht.


    Beim aktuellen Kurs von 0.44 ist auch 4:1@0.38 oder 15:4@0.35 denkbar - es gibt viele Möglichkeiten.

    Effektiv wird es stark vom MBTN Kurs in der letzten Oktoberwoche abhängen.
    Wenn MBT an den 250 Mio KE festhält, laufen alle Kombinationen auf 9-10 Rappen Zuzahlung pro Altaktie hinaus.


    Nachtrag: Im Verlauf der KE werden 600-800 Mio neue Aktien ausgegeben, also gibt es nach der KE über 3 Mrd MBTN


    Um es mal in MBTN forumsgerechter Sprache auszudrücken:

    • Ein möglichst hoher Kurs bei der KE ist vorteilhaft für die "Guten"
      Die Firma selber, Altaktionäre, Teilnehmer der letzten KE um 0.50, Wandelgläubiger, alle, die bisher das Risiko getragen haben.
    • Ein möglichst tiefer Kurs bei der KE ist vorteilhaft für die "Bösen"
      Leerverkäufer, Daytrader, Neuanleger, die bisher noch kein Geld riskiert haben.


    comforteagle: Ja, wenn jemand ohnehin entschieden hat, die KE mitzumachen, könnte ihm das Kursniveau egal sein. Aber er wird dann eben mehr von seinem Geld riskieren, ohne dass er deswegen einen grösseren Gewinnanspruch bekommt. Mehr Geld einsetzen will oder kann aber nicht jeder Altaktionär.
    Deshalb schliesse ich mich der Meinung von vabazu an: Aus Sicht der Altaktionäre ist eine möglichst geringe Verwässerung zu wünschen.


    Interessant wird sein, wie gross der Abschlag des Ausgabekurses sein wird:
    Je kleiner er gewählt wird, desto besser wieder für die "Guten".
    Je grösser er gewählt wird, desto sicherer geht die KE durch.

    Die Frage hatte einen Hintergedanken:

    Die Strategie, nur lange genug zu warten, dann kommen in einigen Jahren schon viel höhere Kurse, kann durch so ein Angebot abrupt beendet werden.


    Aktuell schiessen die Zinsen in die Höhe und das macht ein Angebot von einem nicht-industriellen Investor weniger wahrscheinlich.

    Der Investor übernimmt ja auch die Schulden und HO-Verpflichtungen. Bei einem Angebot von 9.50 CHF würde der Kauf 5 Mrd kosten, die finanziert werden müssen.

    (Zeigt aber auch, dass die Bewertung gar nicht sooo unrealistisch ist: 3.5 Mrd für Osram, 1.5 Mrd for AMS)


    kekkomachine: Die meisten von Dir aufgezählten Aktionäre ausser TEMASEK sind Vermögensverwalter. Die halten AMSOsram in ihren Fonds, weil diese proportional Indices nachbilden. Ich denke, die würden sich bei einem Angebot vollkommen opportunistisch passiv verhalten.
    Uebrigens sehr informative Graphik von Dir, letzthin! Danke! Zeigt doch deutlich, wie sehr sich das aktuelle Unternehmen von der "alten" AMS unterscheidet.


    donald duck1 Muss mir Deine Berechnung erst noch ansehen. Wenn Schulden eine Rolle spielen, ist die Marktkapitalisierung nicht die geeignetste Kennzahl, da nimmst Du besser den "Enterprise Value" (= BöKap +netto Schulden +Minderheitsaktionäre)

    Interessant, Deine klare Ansage gestern schmelzpunkt. Du bist mit dieser Sichtweise ja nicht alleine hier.

    Da fragt man sich, wie viele sind es, "die es verstanden haben"? Und wo sind sie?


    An der Börse können sie nicht sein, sonst hätten wir andere Kurse.

    Deshalb glaub ich, so ein Angebot - vielleicht ein bisschen nachgebessert - könnte durchaus Erfolg haben.