Posts by gertrud

    Diese 3 Firmen könnten für Horizon Therapeutics angeblich 20-30 Mrd bieten. Also werden sie in der Due Dilligence genau hinschauen, was die einzelnen Teile wert sind. Ravicti ist eines der Top 5 Produkte von Horizon.

    Wenn Ravicti "ungestört" bleibt, schätze ich den aktuellen Wert von Ravicti allein auf mind. 3 Mrd.

    Wenn Acer-001 allerdings eine ernst zu nehmende Konkurrenz ist, dann ist Ravicti viel weniger wert.

    Ich glaube nicht, dass da viel Unterstützung mit gezielten Käufen ist.

    Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Artikel in der Sonntagspresse "orchestriert" waren. Das ist günstige Art, den Markt in CSGN ein paar Tage zu beeinflussen und der Schweizer Grossfinanz eine Peinlichkeit zu ersparen.


    Wo ist die Entrüstung derer, die wenn es runter geht, auch immer gleich "Manipulation" vermuten?


    Ich habe kein Problem damit, sowenig wie mit Leerverkäufern.
    Mal schauen, wie sich CSGN in den nächsten zwei Wochen entwickelt.

    aloe – man kann Relief Therapeutics nicht viel vorwerfen. In der heissen Phase 2020 waren das ein halbes Dutzend Leute im Nebenamt, die wären nie in der Lage gewesen, eine klinische Studie selber durchzuziehen.


    Die Aviptadil Zulassung in Indien gibt es ja schon eine ganze Weile.

    Das heisst aber nicht, dass Zuventus ein Medikament auch wirklich auf den Markt bringt und das heisst nicht, dass es auch angewendet wird.

    Die Meldung, die cheeseburger unlängst verlinkt hat, ist nicht von Zuventus selber.


    Zuventus/Emcure ist nicht grad die erste Sahne der Indischen Pharmafirmen.

    Wenn ich bissig wäre, würde ich erwähnen, dass Zuventus grad kürzlich Lizuvira (Molnupiravir) und Scavista (Ivermectin) gelaunched hat und daraus schliessen, dass da eine Expertise vorhanden ist, die alle möglichen Covid Therapieansätze unterstützt.


    Aber ich seh es heute nur positiv:

    Wenn wirklich bald ein Aviptadil basiertes Medikament gegen ARDS in Indien auf den Markt kommt und sich in den Kliniken bewähren muss, ist das doch enorm hilfreich für Relief Therapeutics.


    Dann kann RT besser abschätzen, wieviel sie noch in die Weiterentwicklung von RLF-100 investieren sollten.

    Dass Zuventus / Emcure Aviptadil selber in US/EU vermarktet, halte ich auf Jahre hinaus für ausgeschlossen.


    Eh, Tech, das mit dem "freue mich für die Menschheit" war jetzt etwas gesülzt wegen Advent und so, oder?


    Wo wir grad im Gossip-Modus sind:

    Aktuell schauen sich die M&A Teams von Amgen, J&J und Sanofi am Rande ihrer Horizon Therapeutics DD auch Acer-001 genauer an.

    karma6 Ich denke, Du siehst das alles richtig.

    Nur geschenkt wird so eine Rendite eben nicht. Die reflektiert das Risiko, dass eine Refinanzierung auf den Fälligkeitstermin nicht gelingt. Und der Glaube allein, dass eine Insolvenz ausgeschlossen ist, reicht vielen nicht als Basis für ein Invest.
    Wenn man mit ein paar Tausend Franken ZurRose zocken will, wählt man auf 1-2 Jahre doch eher die Aktie, da ist das Gewinnpotenzial schon höher.
    Die Bonds sind aber ein zuverlässigerer Indikator als die Aktie für die aktuelle Einschätzung der Lage durch die Profis.

    Ich hab ja geschrieben: "weitgehend, und Bob arbeitet noch dran".


    Wenn Bob Pooler 100 schreibt, dann heisst das 20.
    Wenn Bob Pooler "WILD CARD" schreibt mit Value 0.00, dann heisst das, es muss ein zweites Relief Wunder geschehen.


    Nimm Dir etwas Zeit und lies den Report.

    Dann können wir gerne darüber diskutieren, was realistisch ist, lieber mount pilatus.

    Der neue ValuationLab Report ist veröffentlicht.


    Man merkt, Bob Pooler arbeitet dran und es geht in die richtige Richtung, aber es ist doch noch ein weiter Weg bis zu einer realistischen Einschätzung.
    Klar, er will ja auch noch ein paar weitere Updates in Rechnung stellen.


    Zumindest hat auch er inzwischen weitgehend realisiert, dass vor 2027 kein Aviptadil basiertes Produkt von Relief Therapeutics auf den Markt kommen wird.

    CS ist mir ein zu heisses Eisen - da möchte ich auf gar keinen Fall missverstanden werden. Ich würde niemand zu einem Einstieg auf keinem Niveau raten, der nicht ganz genau weiss, was er tut und was er riskieren will.


    Wenn man jetzt rein technisch auf die Tiefs schauen will, habe ich es mit tolggoe28 :
    Ich denke, man verpasst nichts, wenn man bis zum Wochenende wartet und sich die Sache dann nochmals gründlich überlegt.

    🙄 Der Abwärtsdruck hält an, aber wie lange noch?

    Haben sich die Leerverkäufer eingedeckt?

    Tun sie das überhaupt schon während dieser KE?

    Wann werfen die Banken all die ungeliebten Bezugsrechte der Privatanleger bestens auf den Markt? Nächsten Montag?


    Ich denke, wir haben die Tiefs noch nicht gesehen.

    matjung  party2998

    Ja, die KLM85 mit etwa 3.8% direkter Rendite und die KLM863 mit gut 6%

    Dann gibt KLM AF einen neuen Convertible aus, der, wenn nicht gewandelt, ab 2025 über 13% Zinsen zahlt. Und schon sind die beiden Uralt Bonds oben wieder ganz unten in der Hackordnung.


    Andererseits: Eine Investition in KLM863 in 1986 von 10'000 hat seither 20'070 Zinsen abgeliefert.

    Oder, wenn die Zinsen immer in dieselbe Anleihe reinvestiert wurden, ist das Investment heute 75'000 wert.

    Aber wer hat schon einen Anlagehorizont in Jahrzehnten?


    Den Prospekt für die KLM85 häng ich als pdf an.

    Das eine echte Trouvaille für Nostalgiker: Damals hatte so ein Prospekt noch 11 (!) Seiten.

    Ich nutze auf jeden Fall jeden Rücksetzer für einen Zukauf. Wie bereits geschrieben wurde, Banken braucht es immer und die Saudis lassen diese Bank sicherlich nicht unter gehen. X(

    Diese CS KE wird ganz bestimmt nicht so ablaufen wie die letzte von Meyer Burger, wo Rücksetzer tatsächlich Gelegenheiten waren.


    Bei CS ist die erste Schwelle, 3.82 CHF, dem Einstieg der Saudis, wie Butter durchstossen worden.

    Die nächste liegt bei 2.52 CHF, da würde es dann peinlich, und für die Emissionsbanken sogar potentiell zum Verlustgeschäft. Kann sein, dass "man" das nicht zulässt, eben um die Peinlichkeit und weitern Reputationsverlust zu vermeiden.


    Bei einer anderen höchst unpopulären KE, Aryzta 2018, ist das BZR während der Bezugsdauer auf einen Drittel gesunken, um sich dann gegen Ende wieder etwas zu erholen.
    Auf die aktuelle CS KE gerechnet wäre das bei 6 Rappen für das Bezugsrecht und 2.73 CHF für die CS Aktie.

    Wie geschrieben, darunter wird es hässlich.

    Aber es kam vor, dass die Aktie auf den Emissionspreis fällt und das BZR auf 0.
    Bei Züblin 2015 etwa.

    leea
    Wenn am Montagmorgen die CS Aktie ohne Bezugsrecht (Ex) eröffnet, ist der späte Freitagnachmittag der letzte und nächste Termin, um noch mit Bezugsrecht (Cum) zu verkaufen. Wenn über das Wochenende nichts Aussergewöhnliches passiert sollte die Differenz Verkauf - Rückkauf dem theoretischen Wert des Bezugsrechts entsprechen.

    momoa one Ich muss jetzt bald mal passen, ich beschäftige mich nicht mehr oft mit Relief.

    Aus der Erinnerung: Acer-001 konkurriert doch eher mit BUPHENYL, dem eklig schmeckenden Natriumsalz.
    Horizon Therapeutics bleibt mit RAVICTI auf jeden Fall der Spielmacher.


    Zur Leuppi Studie
    Wie Du selber schreibst, da kommen Resultate bis Ende Jahr, da brauchen wir nicht mehr gross spekulieren.
    Etwas spitzig orakelt: Aviptadil wird wieder das gemacht haben, was es am besten kann: Nicht schaden.
    Wenn Leuppi allerdings nochmals um Monate verlängert, ist das dann auch eine Antwort..

    matjung
    An die Prospekte zu kommen, ist kompliziert. Ich habe mir damals den von SAN21 besorgt.

    Bei den andern Anleihen denk ich, dass ich die Zinsanpassungsmodalitäten kenne, und auch wenn sie nachrangig sind. Das sind die beiden wesentlichen Punkte.

    (am Beispiel KLM konnte man letzte Woche wieder mal erleben, aus welch dünner Suppe man als Nachranggläubigerin löffelt, wenn man ganz am Ende der Schlange steht...)


    party2998
    Selecta und Gategroup:

    Ich persönlich lasse grundsätzlich die Finger von Firmen, die nicht an einer Börse kotiert sind. Denn so sind sie nicht zu einem öffentlichen Reporting verpflichtet.

    Also sind sie für Privatanleger ein ziemlicher Blindflug.

    leea

    Kann das gut nachvollziehen, Du willst dem schlechten Geld kein gutes hinterherwerfen. Aber auch nicht in diesem Moment alles verkaufen und Schlussstrich ziehen.


    Das logische ist, die BZR zu verkaufen oder durch Deine Bank verkaufen zu lassen. Das gibt aber wohl einen schlechten Kurs.


    Es gibt noch zwei andere Möglichkeiten die KE zu neutralisieren:

    Das gilt jetzt für einen CS Kurs 4 CHF, zweistufige KE angenommen, pro 1000 Aktien. Und wenn Du soviele CS Aktien hast, dass die Spesen nicht gross ins Gewicht fallen.


    1. Du verkaufst am Freitag 25. Nov zwischen 16-17h alle Deine CS Aktien und kaufst am Montag bestens bei Eröffnung 1080 Aktien pro 1000 am Freitag verkaufte Aktien wieder zu. Da brauchts noch ein bisschen Glück mit dem Kurs, aber das sollte bei so einem liquiden Titel aufgehen.


    2. Oder Du verkaufst am Freitag 25. Nov pro 1000 Aktien die Du hältst 160 an der Börse und lässt Deine Bank Deine Bezugsrechte auf den verbleibenden 840 Aktien ausüben und neue Aktien kaufen. Die Kosten dafür sind etwa der Erlös aus dem Verkauf der 160 Aktien..
    Diese Vorgehensweise ist wohl die einfachste.


    Wenn am Mittwoch an der GV die zweistufige KE nicht durchkommt, oder der Kurs weit von 4 CHF ist, dann ändern sich die Zahlen oben.

    otth


    1. Natürlich kenn ich die Relief Interna nicht.
    These: Im Q1/2021 war im Relief VR unterschiedliche Meinung, wie weit man JJ unterstützen sollte, und das führte zum sofortigen Rücktritt von Thomaz Buckhardt (pro NeuroRX Strategie) am 9. Februar. Ab dem Moment wurden die NeuroRX Initiativen nicht mehr vollumfänglich vom Relief VR unterstützt.

    Indien: Bist Du sicher, otth, dass Aviptadil in Indien in Verwendung ist?

    Soviel ich weiss, hat Biophore ein DMF (Drug Master File) eingereicht und es wurde die Markt Zulassung in Indien schon lange erteilt. Aber weder Biophore noch Zuventus haben das Projekt weiterverfolgt und Aviptadil auch wirklich kommerziell verwertet.

    Wenn Du mehr weisst über die Verwendung in Indien, schreib es bitte. Ich würde dem gerne nachgehen.


    2. APR hat viele Jahre existiert. Es gibt es keinen Grund an der Lebensfähigkeit zu zweifeln, denn durch die Relief Kotierung haben sie Zugang zum Kapitalmarkt bekommen.
    Ich vermute, APR war vor einigen Jahren profitabler als zum Zeitpunkt der Übernahme durch Relief. Die APR Private Equity Eigentümer um HBM waren wohl erleichtert, dass sie die Beteiligung weitergeben konnten.

    Was die Zukunft angeht, kopiere ich mich selber vom April dieses Jahres:

    Quote

    Meine Prognose für die zwei Jahre, wenn keine weiteren M&A Ereignisse und Wunder kommen:

    Das Verhältnis BöKap/Umsatz (40x heute) wird Richtung 12x gehen, entweder in dem die Umsätze entsprechend wachsen oder sich der Aktienpreis anpasst.


    Seither - ein Viertel der zwei Jahre ist um - ist der RLF Kurs schon ein schönes Stück in diese Richtung gegangen.

    Jede gute Nachricht wird gleich wieder im Keim erstickt und der Kurs landet wieder im Minus.

    Lies mal in einer ruhigen Minute die Beiträge, die hier vor 3-4 Jahren geschrieben wurden.


    Aber da auch bei IGEA Aktivitäten starten, hier mal wieder eine kurze Zusammenfassung, wie diese SEDA finanzierten Firmen funktionieren:

    Das gilt für WISeKey, IGEA Pharma, Edisun, ASmallWorld, Achiko und galt für Blackstone R, LumX, Gottex - einige Firmen brennen aus, andere kommen dafür neu.


    • Diese Firmen haben einen absolut bestimmenden Mehrheitsaktionär, der allein über Aktienausgabe entscheiden kann.
    • In der Regel hat der Mehrheitsaktionär auch eine leitende Funktion in der Firma
    • Sie haben einen (SEDA) Finanzierer, der die Aktien gegen Rabatt abnimmt und an der Börse "verwertet".
    • Diese Firmen haben ein interessantes, verfängliches Thema: Cybersecurity, Erneuerbare Energien, Cannabis, Social Media, Festkörperbatterie.
    • Diese Firmen machen nach dem Börsengang NIE eine öffentliche KE mit Bezugsrecht. Damit bleiben sie moralisch sauber: Sie haben nie die Anleger gedrängt, Geld zu geben. Sondern darauf vertraut, dass diese freiwillig ihr Geld hergeben.
    • Dieses System funktioniert, solange genug Anleger da sind, die der Aktie eine gewisse Liquidität an der Börse geben. Meistens klappt das am Anfang sehr gut, geht dann aber mit den Jahren immer mehr zurück, und damit auch der Kurs, weil die Schweiz einfach zu klein ist um immer genug neue unerfahrene Anleger zu generieren.


    Die Finanzierer haben ein grosses Interesse daran, dass diese Aktien immer mal wieder von einer Spekulationswelle erfasst werden, denn dann können sie grössere Mengen Aktien über die Börse absetzen.

    Und wegen diesen Wellen sind diese Aktien auch für Zocker interessant und geeignet. Man muss sich nur bewusst sein: Der Finanzierer kann entscheiden, wenn die Welle hoch genug ist. Er kann sie jederzeit mit seinen vielen Aktien beenden.
    Und der Durchschnittszocker zahlt logischerweise drauf. Nur die early birds und geschickten Trader gewinnen.


    Wieso lohnt sich die Kotierung für die Besitzer, wenn der Kurs doch langfristig immer sinkt?

    Weil die Besitzer in der Regel auch Management Funktionen haben, und sich jedes Jahr beliebig hohe Gehälter auszahlen können. Solange das funktioniert, brauchen sie keine Gewinne/Dividenden.

    starlight hat das eigentlich sehr treffend zusammengefasst.


    Die Umstände dieses nun beigelegten Streits sind etwas komplex, wie Du selber am besten weisst, mount pilatus.

    Meine Interpretation der wesentlichen Punkte des Agreements ist einfach:

    Zwei Parteien, von denen beide glauben, dass sie Ansprüche / Besitz haben an dem selben Objekt / Potenzial, treffen eine Einigung:

    Die eine Partei erhält alle Ansprüche und relative Handlungsfreiheit.

    Die andere Partei wird im Gegenzug mit einer variablen, gedeckelten Geldsumme entschädigt.


    Die gemeinsamen Ansprüche entstanden, als Relief Therapeutics im Sommer 2020 NeuroRX mit der Entwicklung von RLF-100 beauftragte, gegen ein Gewinnbeteiligungsmodell.


    Was wäre im Erfolgsfall möglich gewesen?

    Zulassung in US noch zu Covid Zeiten und - realistisch - Umsätze von 200 Mio p.a..

    So ein Medikament wäre etwa 3 Mrd wert. Also, wenn der NPV zwischen den Partnern in einem vernünftigen Verhältnis geteilt würde, wäre jeder Partei mind. 1 Mrd. zurechenbar.

    Und in dieser Grössenordung war ja auch die BöKap der Firmen in den besten Zeiten 20/21, was eine gewisse Bestätigung der obigen Annahmen ist.


    Was ist wirklich passiert?

    NeuroRX hat übertrieben mit Aktivitäten und PR Auftritten, weil JJ sein SPAC wichtig war, während Relief Therapeutics schon Ende Q1/2021 nicht mehr richtig an Aviptadil/Covid geglaubt hat. Damit war der Keim des Streits gelegt, weil NeuroRX natürlich Kosten durch die Studien und Formulierungsentwicklung erwachsen sind, die RT nicht autorisiert hat und an denen RT sich nicht beteiligen wollte.

    Die Entwicklung Aviptadil bei Covid ist gescheitert (anders kann man eine 3x Ablehnung nicht nennen) und ab dem Punkt ging es im Streit nicht mehr um zukünftige Gewinne, sondern um Abgeltung vergangener Ausgaben im Austausch gegen IP.


    Wenn etwas, was vor zwei Jahren (siehe Erfolgsfall oben) mal für jede Partei potentiell über eine Mrd wert gewesen ist, jetzt im Bereich von 30 Mio bereinigt wird, zeigt, dass sich beide Seiten über den aktuellen realistischen NPV einig sind.

    Ich denke, das ist ziemlich offensichtlich geworden mit den Terms in diesem Agreement.


    NeuroRX wird, falls sie diese Gelder je bekommen sollte, nicht mal die Entwicklungsausgaben und Anwaltskosten decken können.


    Relief Therapeutics hat auf den ersten Blick den besseren Deal gemacht. Aber die Resultate von den US Studien reichen nicht für ein Filing aus.

    Also wird RF wohl mindestens noch eine Phase II Studie finanzieren, um zu zeigen, dass sie die Aviptadil - Entwicklung konstruktiv und mit "vertretbarem Aufwand" versucht haben.

    Schwierig (und teuer) wird dann eine allfällige Entscheidung, noch in Phase III zu gehen. Das muss aber nicht vor 2024 entschieden werden.


    Der wahrscheinlichste und realistische Fall ist:

    NRx wird auf den Ausgaben der letzten 2 Jahre sitzen bleiben

    RT wird ein paar Millionen für 2 Jahre Right-to-Try und Phase II ausgeben. Nichtstun ist keine Option, denn sie haben eine Verpflichtung zu "commercially reasonable efforts".

    Vor 2027 wird RT kein Aviptadil basiertes Medikament auf den US/EU Markt bringen, weil ein ausreichend fundiertes, mit Studiendaten unterlegtes Filing bis 2025 nicht machbar ist.

    Ich persönlich denke, auch nach 2027 wird kein Aviptadil auf den Markt kommen. Und zwar, weil sich die Entwicklung schlicht nicht lohnt. Das wird die Knacknuss für RT: Bis wohin sind die Entwicklungsausgaben "commercially reasonable"?


    Im Kern ist Relief Therapeutics heute eine etwas abenteuerlich an die Börse gekommene Applied Pharma Research. Und das ist viel mehr, als Relief Therapeutics vor 3 Jahren war.

    Relief Therapeutics hat doch in den letzten 2 Jahren die Bodenhaftung nie verloren, @düse.

    Und es ist ihnen zu gönnen, dass sie sich nicht mehr mit dem Streit beschäftigen müssen und sich auf die APR Integration und Entwicklung fokussieren können.


    Allerdings wird jetzt auch klar:
    Mit den Terms des Agreements ist offensichtlich, wie begrenzt die beiden Firmen das Potenzial eines Aviptadil basierten Medikaments mittlerweile noch einschätzen.

    Danke für die mehrheitlliche Unterstützung. Natürlich wird Santhera die Traktanden durchbringen, da ist unser Protest eher symbolisch.


    Aber trotzdem ist es wichtig, dass wir hier ordentlich schimpfen!

    Social Media kann heute keine Firma mehr ignorieren.


    Santhera ist 2006 bei CHF 90 an die Börse gegangen. Hat seither etwa 550 Mio CHF verbraucht.
    Dieses Geld ging in den laufenden Betrieb und klinische Studien, also letztlich Löhne.

    Das heisst, wir Santhera Aktionäre haben während 16 Jahren durchschnittlich 150 Menschen in Lohn und Brot gehalten und dabei den grössten Teil des Einsatzes verloren..


    Wenn Vamorolone zugelassen wird, hat das Medikament etwa einen Netto-Wert von 500 Mio.
    Damit kann Santhera entweder weitere 10 Jahre existieren und entwickeln, dann werden die Einnahmen von Vamorolone laufend aufgebraucht.
    Oder eben Santhera "monetarisiert" und lässt die 500 Mio den Aktionären zukommen.


    Ist doch eigentlich klar, was das Management jetzt anstreben muss, nachdem wir Aktionäre jetzt soviele Misserfolge mitgetragen haben!


    Das Beispiel Basilea - auch da wurde in Cash Forum seit langem geschimpft - hat letztes Jahr gezeigt, dass ein Management auch nach jahrelangem teuren Irrweg die Strategie zugunsten seiner Geldgeber anpassen kann. Und damit den jahrelangen Kurszerfall zumindest gestoppt.

    Santhera wartet auf die Zulassung von Vamorolone.
    In der Kasse hatten sie im Juni noch 12.7 Mio CHF, aber das scheint für's Warten nicht auszureichen.

    Also wollen sie jetzt eine Blanko Vollmacht im Gegenwert von 40 Mio Aktien. Damit es sich bequemer warten lässt?

    Und weil Warten so extrem anstrengend ist, noch eine zusätzliche variable Vergütung für die Geschäftsleitung von 2.5 Mio.?


    Aha, sie wollen "operative Vorbereitungen" vorantreiben.
    Ich finde, sie sollen jetzt einen feuchten GarNix vorantreiben. Sie hatten jetzt 16 Jahre Zeit, alles mögliche voranzutreiben. Dabei rausgekommen ist nichts, zumindest nichts für die Aktionäre.


    Ich stimme: NEIN


    Das Santhera Management sollte die Ausgaben minimieren und ernsthaft danach streben, gleich nach einer Vamorolone Zulassung die Firma zu "monetarisieren" und das Produkt einer fähigeren und finanzstarken Pharmafirma zu überlassen. Teil-Monetarisieren (Raxone) taten sie in der Vergangenheit ja gerne, um dann aber mit dem Erlös wieder ein paar Monate weiterwursteln zu können.

    Eine saubere Übernahme in 2023, das Büro in Pratteln besenrein übergeben und dann das Licht ausknipsen. Wenn grad was passendes läuft, im Z7 noch bei einem Bier abhängen und die Sache ausklingen lassen.


    Je weniger Aktien sie bis dann ausgeben, desto mehr wird ein Interessent pro SANN Aktie bieten.