Posts by zyndicate

    Deutsche Industrie erhält wieder mehr Aufträge

    Die deutsche Industrie hat im Oktober nach zwei Dämpfern in Folge wieder mehr Aufträge bekommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag lag der Auftragseingang 0,8 Prozent höher als im Monat zuvor. Ökonomen hatten zwar einen Anstieg erwartet, aber im Schnitt nur um 0,1 Prozent.


    06.12.2022 08:23


    Das Bundeswirtschaftsministerium sprach in einer Stellungnahme von einer Stabilisierung der Bestellungen. "Das leichte Plus im Vormonatsvergleich ist vor allem auf eine Erholung der Auslandsnachfrage zurückzuführen", hiess es.

    Während sich die Aufträge aus dem Inland im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Prozent verringert haben, stiegen die Auslandsaufträge hingegen um 2,5 Prozent. Dabei erhöhten sich die Auftragseingänge aus der Eurozone um 2,6 Prozent und die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland um 2,5 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit.

    Im September war der Auftragseingang noch um 2,9 Prozent im Monatsvergleich gefallen und im August um 2,0 Prozent. Allerdings wurde der Wert für September deutlich nach oben revidiert, nachdem zuvor ein Rückgang um 4,0 Prozent gemeldet worden war. Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang im Oktober um 3,2 Prozent, wie es weiter in der Mitteilung hiess./jkr/jha

    (AWP)

    Porsche AG ersetzt Puma im Dax - Stühlerücken in MDax, SDax

    Noch vor Weihnachten wird mit der Volkswagen-Tochter Porsche AG ein weiterer Autobauer in den Dax aufgenommen. Zudem gibt es im MDax und SDax einige Veränderungen. Wegen der Aufnahme der Porsche AG in den Dax steigt der Sportartikelhersteller Puma in den MDax ab und verdrängt dort den Batteriehersteller Varta , der in den Nebenwerteindex SDax absteigt. Das teilte die Deutsche Börse am späten Montagabend mit. Dadurch fällt der Online-Modehändler About You aus dem SDax.


    06.12.2022 08:22


    Zudem werden die aktuell noch im MDax notierte Deutsche Wohnen und der im SDax gelistete Bioethanolhersteller Verbio die Plätze tauschen.

    Mit dem Chiphersteller Elmos Semiconductor und der Tochter des US-Telekomausrüsters Adtran, Adva (Optical) gibt es zudem zwei Aufsteiger in den SDax. Im Gegenzug werden der Immobilienentwickler Instone und der Spezialpharma-Anbieter und -Grosshändler Medios aus dem Nebenwerteindex herausgenommen.

    Abgesehen von Adva und Medios hatten Experten die Veränderungen weitgehend erwartet. Die Änderungen treten am Montag, 19. Dezember, in Kraft. Sie sind wichtig für Fonds, die Indizes nachbilden. Sie müssen dann entsprechend umschichten./mis/tih

    (AWP)

    EZB-Chefvolkswirt sieht Inflation in der Nähe des Höhepunkts

    In der Eurozone hat die Inflation nach Einschätzung des Chefvolkswirtes der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip Lane, ihren Höhepunkt wohl nahezu erreicht. Er sei "einigermassen zuversichtlich", dass sich die Teuerung in der Nähe ihres Zenits befinde, sagte Lane in einem am Dienstag auf der Internetseite der Notenbank veröffentlichten Interview mit der italienischen Wirtschaftszeitung "Milano Finanza". Noch sei es aber unsicher, ob die Inflation ihren Höhepunkt bereits erreicht hat, oder ihn erst Anfang 2023 erreichen wird.


    06.12.2022 08:07


    Im November war die Inflationsrate in der Eurozone auf 10,0 Prozent gesunken, nachdem sie im Oktober ein Rekordhoch seit Einführung des Euro bei knapp über zehn Prozent erreicht hatte. Zuletzt hatte die EZB mit starken Zinserhöhungen um 0,75 Prozentpunkte gegen die hohe Inflation angekämpft.

    "Wir gehen davon aus, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein werden, aber es wurde bereits viel getan", sagte Lane. Bei den weiteren Zinsschritten sollte nach Einschätzung des Chefvolkswirts das Ausmass dessen berücksichtigt werden, "was wir bereits erledigt haben".

    Am Markt wird derzeit über das Ausmass der Zinserhöhung auf der kommenden Zinssitzung Mitte Dezember spekuliert. Derzeit ist nicht klar, ob die EZB die Leitzinsen erneut um 0,75 Prozentpunkte oder um 0,50 Punkte anheben will./jkr/jha/

    (AWP)

    Implenia gewinnt Auftrag für über 100 Millionen Euro in Deutschland

    Implenia hat einen Auftrag für den Ersatzneubau einer Autobahnbrücke in Deutschland gewonnen. Der Auftrag hat für den grössten Schweizer Baukonzern ein Volumen von über 100 Millionen Euro.


    06.12.2022 07:58


    An der Arbeitsgemeinschaft für den Neubau der Rader Hochbrücke an der A7 in Schleswig-Holstein sind neben Implenia auch die deutschen Unternehmen Plauen Stahl Technologie und Zwickauer Sonderstahlbau beteiligt. Implenia habe dabei die technische Federführung und sei Ansprechpartner für den Auftraggeber Deges (Deutsche Einheit Fernstrassenplanungs und -bau GmbH), wie der Schweizer Baukonzern am Dienstag in einem Communiqué bekannt gab.

    Das Gesamtprojektvolumen betrage mehr als 250 Millionen Euro. Daran habe Implenia einen Anteil von mehr als 100 Millionen, während auf Plauen Stahl Technologie (kaufmännische Federführung) zusammen mit Zwickauer Sonderstahlbau circa 150 Millionen Euro entfallen würden.

    Die neue Autobahnbrücke sei 1500 Meter lang sowie 42 Meter hoch und führe die Autobahn A7 östlich vom schleswig-holsteinischen Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge. Die Brücke werde in Stahlverbundbauweise erstellt und spiele eine wichtige Rolle für den Verkehr nach Dänemark, schrieb Implenia. Das Projekt beginnt im Januar 2023 und wird voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein.

    (AWP)

    Arbonia übernimmt portugiesische HLK-Vertriebsgesellschaft Cirelius

    Der Bauzulieferer Arbonia stärkt seine Position in den Bereichen Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) mit einer Übernahme in Portugal.


    06.12.2022 08:13


    Mit dem Kauf der Vertriebsgesellschaft Cirelius werden die Thurgauer zu einer laut eigenen Angaben führenden Anbieterin von HLK-Systemlösungen auf der iberischen Halbinsel. Cirelius mit Sitz in Porto ist laut einem Communiqué vom Dienstag auf den Vertrieb von HLK-Systemlösungen für den Wohnungsbau in Portugal spezialisiert. Das Unternehmen mit 60 Mitarbeitenden habe 2021 einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erzielt sowie eine EBITDA-Marge, die "signifikant" höher sei als die der eigenen HLK-Division.

    Ein Kaufpreis wird nicht genannt, Arbonia gibt aber Hinweise darauf. Der der Transaktion zugrundeliegende EV/EBITDA-Multiplikator betrage rund 6x auf Basis des EBITDA 2021 und des prognostizierten EBITDAs 2022 vor Synergien, so die Mitteilung.

    Die Akquisition werde aus zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert, heisst es weiter. Die "möglichen" Synergien würden sich bereits im Geschäftsjahr 2023 positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Synergien ortet Arbonia vor allem auf der Umsatzseite mit der früher erworbenen Tecna aus Spanien.

    (AWP)

    TX-Group etabliert Geschäftsbereich für Immobilien und lanciert Fintech-Fonds

    Die TX Group fasst ihre Immobilien ab Anfang 2023 in einer eigenständigen Division auf Gruppenebene zusammen.


    06.12.2022 07:52


    Künftig will die TX Group ihre Immobilien in einem eigenen, gewinnorientierten Geschäftsbereich weiterentwickeln. Der neue Bereich bildet ab Anfang 2023 eine eigenständige Division auf Gruppenebene, wie die Zürcher Mediengruppe am Dienstag im Vorfeld eines Investorentages schreibt. Das Portfolio beinhalte die drei Druckzentren in Zürich, Bern und Bussigny sowie vier Bürogebäude in Zürich und Bern an attraktiven Standorten. Es biete genügend Potenzial für eine eigenständige Entwicklung, so die Mitteilung weiter. Noch geprüft würden verschiedene Möglichkeiten für die optimale Eigentümerstruktur.

    Fintech-Investmentfonds mit 100 Millionen Franken

    TX Ventures lanciert derweil einen eigenen Fintech-Investmentfonds. Dieser ist auf eine Zielgrösse von 100 Millionen Franken ausgelegt. Mit dem neu geschaffenen Fonds will der Venture-Arm der Gruppe die Diversifizierung fortsetzen. Dazu werde das geografische Mandat auf Europa mit Fokus auf die DACH-Region ausgeweitet. Das Kapital des neuen Fonds stamme zum Teil aus früheren Verkäufen von TX Ventures; genannt werden in der Mitteilung explizit Olmero, Star Ticket und Moneypark. Investiert werden soll in neue FinTech-Unternehmen.

    Neu Margenziele für Tamedia, Goldbach und 20 Minuten

    Die TX Group plant darüber hinaus, für die drei Segmente Tamedia, Goldbach und 20 Minuten neu Margenziele zu veröffentlichen. Dies soll bis zum Jahresergebnis 2023 erfolgen. Die Ziele würden sich an vergleichbaren Unternehmen orientieren, heisst es.

    Für das vierte Segment TX Markets, in dem insbesondere die Marktplätze und Classifieds-Plattformen angesiedelt sind, stehe die Kommunikation der Guidance aufgrund der Beteiligungsstruktur bei SMG und JobCloud noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der anderen Aktionäre, so die Mitteilung weiter.

    (AWP)

    Kinarus-Kandidat KIN001 zeigt starke Wirkung gegen SARS-CoV-2-Varianten

    Das Biotechunternehmen Kinarus Therapeutics hat neue präklinische Daten zu seinem Kandidaten KIN001 vorgelegt. So habe der Wirkstoff eine starke antivirale Wirksamkeit gegen die SARS-CoV-2 Omikron Untervarianten BA.2 und BA.5 gezeigt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.


    06.12.2022 07:41


    Die Studie ergänze bereits zuvor veröffentlichte Daten und zeige die anhaltende Beständigkeit der antiviralen Aktivität von KIN001 gegen Omikron-Subvarianten. Laut Mitteilung ist die BA.5-Subvariante derzeit für etwa ein Viertel der Covid-19-Fälle in den USA verantwortlich.

    hr/uh

    (AWP)

    Ölpreise legen etwas zu

    Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Sie haben damit die starken Verluste, die am Montagnachmittag eingesetzt hatten, vorerst nicht fortgesetzt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 82,97 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 25 Cent auf 77,18 Dollar.


    06.12.2022 07:32


    Zum Wochenauftakt war es am Ölmarkt zu starken Preisschwankungen gekommen, wobei die Notierungen am Montagabend kräftig unter Druck geraten waren. Marktbeobachter verwiesen auf das Inkrafttreten eines weitgehenden Embargos der Europäischen Union gegen Rohöl aus Russland und die Corona-Politik der Regierung in China, die zuletzt immer wieder für Kursbewegung am Ölmarkt sorgte.

    Der Anstieg der Ölpreise am Morgen wird damit erklärt, dass es in China Hinweise gibt, dass sich das Land ein Stück weit von den harten Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verabschiedet. Mit einer Lockerung der Massnahmen sollte die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt wieder stärker Fahrt aufnehmen, was die Nachfrage nach Rohöl verstärken dürfte./jkr/jha/

    (AWP)

    Devisen: Euro kaum verändert zum US-Dollar - EUR/CHF nimmt 0,99 ins Visier

    Der Euro hat sich am Dienstagmorgen nur wenig verändert. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0479 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.


    06.12.2022 07:31


    Das Euro/Franken-Paar nimmt bei einem Stand von 0,9896 die 0,99er Marke wieder ins Visier. Bewegt hat sich das Paar seit dem Vorabend aber ebenfalls kaum. Dies gilt ebenso für den US-Dollar, der mit 0,9440 Franken in etwa so viel kostet wie am Montagabend.

    Der Euro setzt damit seine deutlichen Vortagesverluste nicht fort. Am Montag hatten unerwartet starke Konjunkturdaten auf eine robuste konjunkturelle Entwicklung in den USA hingedeutet, was der US-Notenbank Fed mehr Spielraum für Zinserhöhungen im Kampf gegen die hohe Inflation eröffnet. Dies sorgte für Auftrieb beim US-Dollar und setzte den Euro im Gegenzug unter Druck.

    Unterdessen hat sich der Chefvolkswirt der EZB, Philip Lane, am Morgen zur weiteren Entwicklung der Inflation in der Eurozone geäussert. Lane zeigte sich zuversichtlich, dass der Höhepunkt der Inflation nahe sei. Der Chefökonom der Notenbank geht davon aus, dass die Inflationsrate im gemeinsamen Währungsraum im nächsten Jahr in Richtung sechs bis sieben Prozent sinken dürfte. Zuletzt lag die Teuerung in der Eurozone im November bei 10,0 Prozent.

    /jkr/stk

    (AWP)

    Kühne+Nagel erweitert Filiale am Flughafen in Johannesburg

    Der Logistiker Kühne+Nagel erweitert sein Angebot in Südafrika. Dafür wird die dortige Niederlassung mit einer zusätzlichen Präsenz im Flughafenbereich des OR Tambo International Airport in Johannesburg erweitert, dem grössten und verkehrsreichsten Flughafen von Afrika.


    06.12.2022 07:22


    Das neue Zentrum biete seinen Kunden eine Reihe von Logistiklösungen, teilte Kühne+Nagel am Dienstag mit. Unter anderem eine umfassende Kühlkettenlösung, die eine Temperaturkontrolle rund um die Uhr gewährleiste, um die Integrität hochsensibler Pharmaprodukte zu sichern. Das neue Angebot sei zentral für Afrikas Ziel, im Gesundheitswesen unabhängiger zu werden, heisst es.

    dm/rw

    (AWP)

    Schaffner steigert Umsatz und Gewinn

    Der Komponentenhersteller Schaffner hat den Umsatz im prognostizierten Rahmen gesteigert. Das Reinergebnis war zudem wieder positiv, nachdem im Vorjahr bedingt durch einen Sondereffekt ein Verlust resultiert hatte.


    06.12.2022 06:58


    Der Umsatz legte im Geschäftsjahr per Ende September um 7,4 Prozent auf 158,2 Millionen Franken zu, wie der Spezialist für Elektromagnetverträglichkeit am Dienstag mitteilte. Die Wachstumsrate lag damit über dem Mitte August in Aussicht gestellten Niveau von rund +5 Prozent.

    Der Auftragseingang nahm um 2,3 Prozent auf 170,3 Millionen Franken zu. Die Vorjahreszahlen sind dabei um den Verkauf der Division Power Magnetics bereinigt.

    Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT reduzierte sich hingegen um 4,2 Prozent auf 15,4 Millionen Franken. Entsprechend ging auch die EBIT-Marge um 1,2 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent zurück. Als negative Faktoren werden hier unter anderem die hohen Logistik- und Materialkosten angeführt.

    Die ausgewiesenen Zahlen entsprechen aber auch hier in etwa den Angaben des Unternehmens vom August. Damals wurde eine Marge von über 9 Prozent aber knapp unter der angestrebten Bandbreite zwischen 10 und 12 Prozent prognostiziert.

    Reinergebnis wieder positiv

    Das Reinergebnis lag mit 12,6 Millionen Franken wieder deutlich im positiven Bereich, nachdem im Jahr davor wegen der Rückführung des Goodwill aus dem Verkauf von Power Magnetics ein Verlust von 2,3 Millionen resultierte. Die Dividende soll bei 9 Franken je Aktie stabil bleiben.

    Gewachsen ist das Unternehmen dank der Division Industrial, wogegen die kleinere Division Automotive sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang einen Rückgang verzeichnete. Schaffner begründet dies insbesondere mit den Engpässen in den Lieferketten, dem Krieg in der Ukraine und den Einschränkungen in China.

    Zu den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022/23 macht das Unternehmen noch keine konkreten Angaben. Der Start ins neue Jahr sei indes für beide Divisionen erfreulich verlaufen.

    Der Auftragsbestand sei derzeit stark, der Auftragseingang habe zuletzt wegen der Vorsicht der Kunden leicht nachgelassen. Schaffner verweist denn auch auf die anhaltend hohen Unsicherheiten mit Blick auf eine mögliche Rezession, die hohen Energiepreise, die Inflation insgesamt und mögliche Engpässe bei der Verfügbarkeit von Komponenten.

    Die Mittelfristziele werden einmal mehr bestätigt. Das Zielband für die EBIT-Marge lautet unverändert 10 bis 12 Prozent und das organische Wachstum soll bei über 5 Prozent liegen.

    (AWP)

    Deutscher Finanzminister will Kapital für Aktienrente deutlich aufstocken

    Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will das Kapital für die sogenannte Aktienrente, mit der der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung in Schach gehalten werden soll, deutlich aufstocken. "Wir brauchen mittel- bis langfristig eine dreistellige Milliardensumme, damit die Erträge der Aktienanlage einen spürbaren Effekt auf die Stabilisierung der Rentenbeiträge und des Rentenniveaus haben können", sagte Lindner dem "Tagesspiegel" (Dienstag). Für 2023 wurde als Startschuss lediglich eine Summe von zehn Milliarden Euro in den Haushalt eingestellt.


    06.12.2022 06:42


    Die Aktienrente ist kein Angebot für eine zusätzliche Altersvorsorge, sondern ein Instrument, mit dem starke Beitragserhöhungen für die gesetzliche Rentenversicherung verhindert werden sollen, die sich mittelfristig aus der demografischen Entwicklung ergeben könnten. Das Verbraucherportal "Finanztip" hatte ausrechnen lassen, dass die Aktienanlage des Bundes ein Volumen von mehr als 210 Milliarden Euro haben müsste, um eine Beitragssteigerung von einem Prozent zu verhindern. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich am Aktienmarkt jährliche Renditen von acht Prozent erwirtschaften lassen - was zwar historisch betrachtet zutreffend, aber keineswegs garantiert ist.

    Zur Finanzierung der dreistelligen Milliardensumme sagte der Finanzminister der Zeitung, er habe dazu Ideen, es gebe aber "noch keine abgeschlossene Willensbildung der Bundesregierung". Lindner verwies dabei auf die Finanzierung der ersten zehn Milliarden Euro, die vollständig über neue Schulden erfolgt und als Darlehen des Bundes an die neue Aktienrücklage fliesst. "Wir machen uns zunutze, dass der Staat für seine Anleihen weniger zahlen muss als die Kapitalmärkte an Rendite bringen."/mi/DP/zb

    (AWP)

    Chefwechsel bei Büro-Chatdienst Slack

    Der Bürokommunikationsdienst Slack bekommt eine neue Vorstandsspitze. Firmengründer Stewart Butterfield räumt im Januar seinen Posten, wie der Mutterkonzern Salesforce am Montag (Ortszeit) bestätigte. Zur Nachfolgerin wurde Lidiane Jones befördert, die bereits eine ranghohe Management-Position innehat. "Ich bin stolz, zu Slacks neuer Vorstandschefin ernannt worden zu sein", verkündete Jones bei Twitter. Slacks Mission bleibe es, das Arbeitsleben "simpler, angenehmer und produktiver" zu machen.


    06.12.2022 06:39


    Bei Anlegern kam Butterfields Rücktritt jedoch nicht gut an, sie liessen die Aktien von Salesforce am Montag um über sieben Prozent sinken. Der SAP-Rivale hatte vergangene Woche bereits den Abgang von Co-Konzernchef Bret Taylor angekündigt, was an der Börse ebenfalls für Missmut sorgte. In diesem Jahr ist die Aktie um fast 50 Prozent eingebrochen. Künftig liegt die Konzernführung nur noch in den Händen von Mitgründer Marc Benioff als alleinigem Vorstands- und Verwaltungsratschef.

    Salesforce hatte Slack 2021 für rund 28 Milliarden Dollar gekauft./hbr/DP/zb

    (AWP)

    Credit Suisse-VRP: Abflüsse von Kundengeldern haben sich stabilisiert

    Bei der Credit Suisse haben sich die Abflüsse von Kundengeldern beruhigt. "Glücklicherweise haben sich die Abflüsse stabilisiert", sagte Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann am Montagabend konkret gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF in der Sendung "ECO Talk".


    05.12.2022 20:01


    Das Geschäft der angeschlagenen Bank sei "definitiv stabil", führte der Bankmanager im Interview aus. Auch die Gelder kehrten allmählich in die Bank zurück, vor allem in ihrem Schweizer Heimatmarkt, sagte er.

    Dass der Kurs der CS-Aktie unlängst unter 3 Franken gefallen ist, sei für ihn "kein Schock" gewesen. Dies sei im Rahmen der Kapitalerhöhung zu erwarten gewesen. "Zum Glück war der Kurs heute wenigstens wieder ein bisschen drüber", so der Manager mit einem Schmunzeln im Gesicht.

    Konkret ging das Papier am Montag bei 3,034 Franken aus dem Handel. Und unter 2,52 Franken könne der Kurs - zumindest theoretisch - derzeit nicht fallen. Zu diesem Kurs können die bestehenden Aktionäre in der laufenden Kapitalerhöhung nämlich neue Aktien kaufen. Und die Kapitalerhöhung ist für die CS durch die Emissionsbanken bereits gesichert.

    Die Aussagen gegenüber dem Schweizer Fernsehen sind in dieser Form nicht neu. Am Freitag hatte Lehmann bereits gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass die massiven Kapitalabflüsse vom Oktober mittlerweile gestoppt seien und sogar zumindest teilweise wieder gedreht hätten. Zudem hätten nur wenige Kunden die Bank ganz verlassen - entsprechend habe er Hoffnung, diese Kundengelder wieder zurück zu gewinnen, sagte er am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur.

    Die Credit Suisse hatte vor knapp zwei Wochen über massive Abflüsse von Kundengeldern vor allem in der Vermögensverwaltung berichtet. Insgesamt zogen demnach CS-Kunden von Anfang Oktober bis Mitte November rund 6 Prozent der verwalteten Vermögen ab, was rund 84 Milliarden Franken entspricht.

    kw/

    (AWP)

    "Planted Chicken" ist laut Zürcher Gericht nicht irreführend

    Die Zürcher Firma Planted, die Fleischersatzprodukte aus Erbsenprotein herstellt, darf ihre Produkte weiterhin mit Tierbezeichnungen anschreiben. Dies hat das Verwaltungsgericht entschieden. Das kantonale Labor wollte dies der Firma untersagen.


    05.12.2022 18:32


    Das kantonale Labor des Kantons Zürich beanstandete im Jahr 2021 verschiedene Produkte der Firma Planted, die in Kemptthal ihren Sitz hat. Sie kritisierte insbesondere, dass Planted Tierartenbezeichnungen für die veganen Produkte verwendet, wie "planted.chicken" oder "planted.chicken güggeli".

    Das Labor entschied damals, dass Planted diese Bezeichnungen nicht mehr verwenden dürfe, weil sie irreführend seien. Das Unternehmen rekurrierte daraufhin bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich und schliesslich beim Verwaltungsgericht - mit Erfolg, wie aus dem Entscheid hervorgeht, der am Montag publiziert wurde.

    "Wie Schwein" ist nicht irreführend

    Durch die Angabe einer Tierbezeichnung auf den Produkten könne den Konsumentinnen und Konsumenten der Verwendungszweck des Lebensmittels erläutert werden. Dieser werde erst durch Hinweise "wie Poulet" oder "wie Schwein" klar.

    Die Sachbezeichnung "pflanzliches Lebensmittel aus Erbsenprotein" sei hingegen nicht geeignet, dem Publikum aufzuzeigen, dass dieses Lebensmittel wie Fleisch verwendet werden könne. Es liege somit keine Täuschung der Konsumentinnen und Konsumenten vor.

    Dieser Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Der Kanton Zürich kann ihn noch ans Bundesgericht weiterziehen.

    (AWP)

    Düstere Aussichten prägen Budgetdebatte im Ständerat

    Der Ständerat hat am Montagnachmittag die Beratung das Budget 2023 aufgenommen. Die finanziellen Aussichten verdüstern sich nach 2023. Finanzminister Ueli Maurer betonte, dass Lösungen gefunden werden müssten.


    05.12.2022 18:27


    Einleitend fasste die Sprecherin der vorberatenden Finanzkommission die finanzielle Situation der Schweiz zusammen: "Die Schuldenbremse wird dieses Jahr noch eingehalten, ab 2024 nicht mehr", sagte Johanna Gapany (FDP/FR). Danach steigt das Defizit gemäss Hochrechnung jährlich an. Im schlechtesten Fall könnte das Finanzierungsdefizit gemäss Bundesrat bis 2026 auf sieben Milliarden Franken steigen.

    Auch wenn man jetzt vom Budget 2023 spreche, dürfe man die Aussichten nicht ignorieren, sagte Gapany. Die Situation sei nicht einfach. Neue Schulden dürften wegen der Schuldenbremse nicht gemacht werden. Konkret sieht das Budget Einnahmen in Höhe von 79,8 Milliarden Franken und Ausgaben in Höhe von 80,5 Milliarden Franken vor. Daraus ergibt sich ein Defizit von 669 Millionen Franken. Der Nationalrat hat vergangene Woche gegenüber dem Vorschlag des Bundesrats Aufstockungen von 14,1 Millionen Franken beschlossen.

    Ausserordentliche Ausgaben führen zu Defizit

    Finanzminister Ueli Maurer seinerseits betonte, dass das Budget insgesamt für 4,8 Milliarden Franken ein Finanzierungsdefizit ausweise. Dieses entstehe insbesondere durch die ausserordentlichen Ausgaben - etwa für die Schutzsuchenden aus der Ukraine. "Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Jahr 100'00 Personen mit Schutzstatus S hier haben, heute sind es rund 80'000 Personen." Budgetiert sind dafür 1,7 Milliarden Franken.

    Vier Milliarden Franken seien ausserdem vorgesehen für den Rettungsschirm der Axpo. "Der Kredit wurde noch nicht beansprucht und wir sind zuversichtlich, dass er auch im kommenden Jahr nicht beansprucht wird", sagte Maurer. Eine Finanzierungslücke komme wegen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zustande. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Zahlungen der SNB nicht erfolgen werden für 2023." Der Abbau der ausserordentlichen Schulde werde sich daher verzögern.

    Insgesamt aber sei das Budget für das Jahr 2023 im Rahmen der Schuldenbremse noch auf Kurs, sagte Maurer. "Für die kommenden Jahren rechnen wir mit Finanzierungsdefiziten von 1 bis 3 Milliarden Franken." Da gehe es darum, keine neuen Ausgaben zu beschliessen, die nicht finanziert seien. "Das führt sonst zu Sparmassnahmen." Maurer fasste schliesslich zusammen: "Für 2023 können wir ruhig schlafen, für die folgenden Jahre lohnt es sich, wach zu werden und zu schauen, was man machen kann."

    Nicht mehr Geld für Meldestelle im Sport

    Zum Einstieg in die Debatte fällte der Ständerat zwei erste materielle Entscheide im Sportbereich. Nicht einverstanden war die kleine Kammer mit dem Entscheid des Nationalrats, zusätzliche 360'000 Franken zugunsten der Verbesserung der Ethik-Situation im Sport zu sprechen. Der Nationalrat beantragte dies, weil bei der Meldestelle von Swiss Sport Integrity eine höhere Zahl von Meldungen eingeht als prognostiziert. Der Entscheid dagegen im Ständerat fiel mit 23 zu 18 Stimmen.

    Ebenfalls abgelehnt hat der Ständerat den Beschluss des Nationalrats, zusätzliche 650'000 Franken zugunsten der Staffel-Weltmeisterschaft 2024 in Lausanne zur Verfügung zu stellen. Die Weltmeisterschaft sei in der Zwischenzeit auf die Bahamas vergeben worden, sagte Finanzminister Ueli Maurer. Entsprechend lehnte der Ständerat dies stillschweigend ab.

    (AWP)

    Biden hofft in Georgia auf Polster im Senat - Testwahl für Trump

    Im US-Bundesstaat Georgia wird am Dienstag in einer Stichwahl entschieden, ob die Demokraten von Präsident Joe Biden ihre hauchdünne Mehrheit im Senat ausbauen können.


    05.12.2022 18:08


    Der demokratische Amtsinhaber Raphael Warnock tritt gegen den von Ex-Präsident Donald Trump unterstützten früheren Football-Profi Herschel Walker an. Sollte der Baptistenpfarrer und erste schwarze Senator aus Georgia sich behaupten, kämen die Demokraten im Senat künftig auf 51 der insgesamt 100 Sitze. Gewinnt hingegen sein republikanischer Herausforderer Walker, bleibt es wie in den vergangenen zwei Jahren bei einem 50-zu-50-Gleichstand. Die entscheidende Stimme hat dann bei einem Patt weiterhin Bidens Stellvertreterin Kamala Harris, die als Vizepräsidentin auch Senats-Vorsitzende ist.

    Die Stichwahl wurde nötig, weil bei den landesweiten Zwischenwahlen vor einem Monat in dem US-Südstaat keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erhielt. Auch diesmal wird mit einem knappen Ausgang gerechnet. Erste Ergebnisse werden hierzulande wegen der Zeitverschiebung frühestens in der Nacht zu Mittwoch erwartet.

    An den grundsätzlichen Mehrheitsverhältnissen im neuen Kongress, der Anfang Januar vereidigt wird, ändert die Abstimmung in Georgia nichts mehr. Die Demokraten konnten den Senat verteidigen. Im Repräsentantenhaus haben künftig dagegen die Republikaner das Sagen. Für Bidens Partei wäre ein zusätzlicher Sitz im Senat dennoch hilfreich - etwa wenn es um die Mehrheit in zahlreichen Ausschüssen geht oder die Besetzung wichtiger Posten an Gerichten. Auch parteiinterne Abweichler liessen sich einfacher überstimmen. Die Republikaner wiederum würden mit einem Sieg ihre Chancen erhöhen, Bidens Regierungspolitik auch im Senat leichter zu durchkreuzen.

    Stimmungstest für Trump

    Die Stichwahl gilt zudem als wichtiger Stimmungstest für Trump, der kürzlich angekündigt hat, bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2024 erneut kandidieren zu wollen. Viele Republikaner geben ihm die Schuld, dass die Wahlen im November aus ihrer Sicht nicht so erfolgreich verliefen wie erhofft. Trump hatte eine ganze Reihe von Kandidaten gefördert, von denen viele letztlich scheiterten. Auch der Politik-Quereinsteiger Walker zählt zu den von ihm protegierten Kandidaten. Der Wahlkampf des ehemaligen Spitzensportlers wurde jedoch überschattet von mehreren Skandalen. Der erklärte Abtreibungsgegner soll Frauen missbraucht und für Schwangerschaftsabbrüche bezahlt haben. Auch soll er seinen Hauptwohnsitz in Texas unterhalten statt in Georgia. Walker hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

    (Reuters)

    Flatexdegiro kappt Prognose und Bafin sieht Mängel - Kurssturz

    (Zusammenfassun) - Schlechte Nachrichten vom Online-Broker Flatexdegiro : Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat die Gesellschaft einer Sonderprüfung unterzogen und dabei Mängel in der Organisation und der Unternehmensführung festgestellt, wie das Unternehmen überraschend am Samstagabend in Frankfurt mitteilte. Der Broker reagiert auf die Kritik und erweitert seinen Vorstand. Das Tagesgeschäft läuft derweil noch schlechter als zuletzt gedacht: So kappte der Vorstand seine bereits gedämpfte Prognose für das laufende Jahr. Auch die zuvor erwogene Dividende wird es wohl nicht geben. Für die Aktie des Sponsors der Fussball-Clubs Borussia Mönchengladbach und FC Sevilla ging es am Montag um mehr als ein Drittel abwärts.


    Flatexdegiro kappt Prognose und Bafin sieht Mängel - Kurssturz
    (Zusammenfassun) - Schlechte Nachrichten vom Online-Broker Flatexdegiro : Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat die Gesellschaft einer Sonderprüfung unterzogen…
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