Posts by elias

    Verwaltungsratspräsident Ermotti ist mit Profitabilität des Konzerns nicht zufrieden

    Swiss Re-Verwaltungsratspräsident Sergio Ermotti ist mit der Profitabilität seines Rückversicherungskonzerns nicht zufrieden: Die Risiken seien gestiegen, die Häufigkeit der Risiken sei gestiegen, die Kapitalkosten für die Swiss Re seien gestiegen.

    "Deshalb müssen wir die Preise überprüfen, um unsere Profitabilität zu verbessern. Wir können mit unserer aktuellen Profitabilität nicht zufrieden sein", sagte der Tessiner in einem Interview mit der "Handelszeitung" vom Donnerstag (Vorabdruck). Die Erstversicherer hätten auf Kosten der Rückversicherer gelebt.


    "Ich sehe zwei Treiber für diese schiefe Situation: die Inflation und die erhöhten Risiken. Ich rede jetzt nicht nur von Naturkatastrophen, sondern beispielsweise auch von den Unterbrechungen der Versorgungskette, von geopolitischen Risiken und der sozialen Inflation, entstanden durch Rechtsfälle", sagte Ermotti: So hätten zum Beispiel die Schäden aus den Haftpflichtdeckungen für Manager enorm zugenommen.

    Sammelklagen-Geier kreisen

    In den USA habe sich eine Branche von Anwälten und Anwältinnen etabliert, die nur darauf warteten, Firmen oder Führungskräfte zu verklagen, um mit Sammelklagen Geld zu verdienen. "Aber wir beobachten ähnliche Grundtendenzen in unterschiedlichem Ausmass auch in anderen Regionen", sagte Ermotti.


    "Wir sind langfristige Partner, aber wir müssen eine faire Entschädigung für unser Kapital haben. Sonst müssen wir unser Angebot an Kapazitäten überprüfen", sagte der Swiss Re-Präsident.

    Auf die Frage, ob dann nicht die Erstversicherer zur Konkurrenz oder an den Kapitalmarkt gehen würden, wenn die Swiss Re die Preise erhöhe, sagte Ermotti: "So what? Wir werden vielleicht Marktanteile verlieren. Aber für uns ist zentral: Wir wollen einen vernünftigen Return für unsere Aktionäre und Aktionärinnen verdienen und gleichzeitig unsere Kundschaft nachhaltig zufriedenstellen."


    Das Spiel müsse für beide aufgehen. "Wir sind da, um Schocks und Katastrophen zu absorbieren. Unsere Rolle ist es aber nicht, die Profitabilität der Erstversicherer zu stützen. Wir absorbieren heute eine viel höhere Volatilität und höhere Risiken als die Erstversicherer, und unter dem Strich müssen wir über den Zyklus mindestens so gute oder höhere Kapitalrenditen als die Erstversicherer haben", sagte Ermotti.

    Prämien teilweise um ein Vielfaches höher

    Auf die Frage, um wie viel die Swiss Re die Prämien erhöhen müsste, damit Ermotti zufrieden wäre, sagte er: "Das hängt natürlich von den jeweiligen Risiken ab. Bei einigen Risiken müssten wir womöglich ein Vielfaches in Erwägung ziehen. Darüber hinaus kann der Selbstbehalt der Erstversicherer angepasst werden."


    Wenn die Swiss Re nicht in der Lage sei, ihre Kapitalkosten zu decken, müsse man den Mut haben, das Kapital einzubehalten, und die Kapitalrendite verbessern. Und wenn man das Kapital langfristig nicht profitabel einsetzen könne, dann sei es kein Problem, dieses an die Aktionäre in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen zurückzuzahlen, sagte Ermotti.


    Papiere von Swiss Re steigen im Schweizer Handel zeitweise um 1,67 Prozent auf 86,34 Franken.


    jb/tp

    Zürich (awp)

    Novartis vs Roche: Das Momentum liegt bei Narasimhan & Co

    Die Aktien von Novartis, die an der Börse lange im Schatten des Rivalen Roche standen, kommen immer mehr in Fahrt. Die Aktie hat in diesem Jahr 7 Prozent zugelegt und ist damit zweitbeste im Swiss Market Index (SMI). Der Genussschein von Roche ist 2022 dagegen mit 21 Prozent im Hintertreffen. Der Geamtmarkt gemessen am SMI hat 14 Prozent nachgegeben.


    Das Jahreshoch von 88,42 Franken, erreicht am 25. Mai, liegt für Novartis mit CEO Vasant "Vas" Narasimhan in Griffweite. Grund für die Performance sind mitunter die zahlreichen Studienerfolge, die Novartis in jüngster Zeit veröffentlichen konnte. Diese versprechen zukünftiges Wachstum, wie AWP Marktteilnehmer zitiert. Dagegen hat Roche vor allem mit einem Alzheimer-Kandidaten einen herben Rückschlag erlitten.


    Zu den Studienerfolgen gehörten etwa Resultate einer Phase-II-Studie, dass Brustkrebspatientinnen, die mit Kisqali (Ribociclib) behandelt wurden, länger lebten, wie Novartis diese Woche mitteilte. Letzte Woche hatte Novartis mitgeteilt, dass das Radioligand Pluvicto seine Wirksamkeit in der Behandlung von Prostatakrebs in einer weiteren zulassungsrelevanten Studie bestätigt habe. Das Mittel ist bereits zur Behandlung einer bestimmten Variante von Prostatakrebs zugelassen. Analysten erhöhten nach dieser Mitteilung ihre Kursziele für die Novartis-Aktie.


    Händler weisen aber darauf hin, dass nicht selten, wenn zwei grosse Player im Raum seien, die Anleger immer wieder ihren Favoriten wechseln würden. Zudem wiesen beide Werte über eine lange Betrachtungsdauer gesehen eine ähnliche Performance auf.

    (cash/AWP)

    Credit-Suisse-Bezugsrechte wohl weitgehend ausgeübt

    Nachdem die Kapitalerhöhung letzte Woche noch auf wackligen Beinen zu stehen schien, scheint sie nun doch ein Erfolg zu werden.


    Wie zu hören ist, werden die Aktionäre aus Sicht der Banken weit über 90 Prozent der angebotenen Aktien abnehmen. Das verbleibende Volumen sollte so gering sein, dass es grösstenteils von den Sub-Underwritern absorbiert werden dürfte, also Großinvestoren, die sich bereit erklärt haben, nicht gezeichnete Aktien zu übernehmen.


    Die Banken, die die Emission arrangiert haben, gehen informierten Kreisen zufolge nicht davon aus, dass sie eine größere Menge an Credit-Suisse-Aktien in ihren Büchern halten müssen. Das Angebot wurde gegen 12 Uhr Zürcher Zeit abgeschlossen. Zum endgültigen Zeichnungsvolumen liegen noch keine Zahlen vor.

    (Bloomberg)

    Ich habe keine PK, nur 3a.


    Das 2. Jahr meiner ETF-Vorsorge-Ausschüttungen

    Die 3a-Konti sind noch nicht alle aufgelöst.


    Das sind nur die Erträge aus den ETF's, zusätzlich gab es auch noch Dividenden.

    Die Erträge reinvestiere ich wieder in ETF.


    Nächstes Jahr bekomme ich noch zusätzlich AHV. Ich arbeite weiter, dem demografischen Wandel sei Dank.




    Credit Suisse erhält grünes Licht für Softbank-Klage

    Ein Richter in London hat der Credit Suisse erlaubt, in der Greensill-Affäre gegen die japanische Investmentgesellschaft Softbank zu klagen.


    Die Credit Suisse (CS) ist offenbar mit einer Klage gegen die japanische Investmentgesellschaft Softbank wegen der Greensill-Fonds in London einen Schritt weitergekommen. Ein Richter in London soll der Schweizer Grossbank als Geschädigter erlaubt haben, selbst als Klägerin aufzutreten, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» am Mittwochabend berichtete.


    Bei der Klage dürfte es um Ansprüche in Höhe von rund 440 Millionen Dollar gehen, welche die Firma Greensill gegenüber dem US-Bauunternehmen Katerra geltend macht. Die Softbank ist eine der Hauptinvestorinnen des Bauunternehmens, das inzwischen seine Bilanz deponiert hat. Die CS wirft der Softbankoffenbar vor, im Wissen um die Schieflage von Greensill Geld abgezogen zu haben.


    Das CS Asset Management verfolge weiterhin alle Möglichkeiten, Gelder für die Anlegerinnen und Anleger in die Lieferketten-Finanzierungs-Fonds zurückzuerhalten, erklärte ein CS-Sprecher am Mittwocabend auf Anfrage.

    Novartis-Kandidat Iptacopan erhöht Hämoglobinspiegel bei PNH-Patienten

    Der Basler Pharmariese Novartis hat in einer Phase-III-Studie mit dem Kandidaten Iptacopan den primären Endpunkt der Untersuchung erreicht.


    Sein Einsatz in einer 24 Wochen dauernden Behandlung habe bei Patientinnen und Patienten zu einem klinisch bedeutsamen Anstieg der Hämoglobinwerte gegenüber dem Ausgangswert geführt, ohne dass Bluttransfusionen erforderlich wurden, teilte Novartis am Donnerstag mit.


    Zum Einsatz kam Iptacopan bei Patienten, die an paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) leiden. Ein Synonym für diese seltene, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung des Blutes ist Marchiafava-Micheli-Syndrom. Durch einen Gendefekt kommt es dabei durch einen Teil des Immunsystems zu einer Zerstörung vor allem roter Blutkörperchen.


    Das Marchiafava-Micheli-Syndrom kann den Ärzten etwa durch eine Anämie mit Kurzatmigkeit und schnellem Herzschlag, Thromboseneigung, starke Erschöpfung, Bauch- und Rückenschmerzen sowie eine Dunkelfärbung des Urins durch Hämoglobin auffallen.


    Doch gibt es für die Patienten nun neue Hoffnung. In der Studie von Novartis entsprach das Sicherheitsprofil der Iptacopan-Monotherapie den bereits zuvor berichteten Daten. Weitere, detailliertere Daten sollen nun auf einem bevorstehenden medizinischen Kongress vorgestellt und im Rahmen der weltweiten Zulassungsanträge im Jahr 2023 eingereicht werden, teilte Novartis weiter mit.

    (AWP)

    Aktienausblick eines bekannten Brokers macht nicht nur Schweizer Börsenbeobachter sprachlos

    Kepler Cheuvreux ist im Hinblick auf das Börsenjahr 2023 wieder zuversichtlicher für Aktien. Jenen aus Europa räumt der bekannte Broker sogar ein überdurchschnittliches Gewicht ein. Es gibt allerdings ein grosses «Aber».


    Alle Jahre wieder beglücken uns die Banken und ihre Anlagestrategen ab Mitte November mit Ideen fürs kommende Börsenjahr. Wie schon im vergangenen Jahr meldete sich auch heuer wieder die UBS als eine der ersten Banken zu Wort – und zwar in einem nicht weniger als 314 Seiten starken Strategiepapier.

    Nicht nur, dass sich die Strategen von Kepler Cheuvreux fast vier Wochen länger mit ihrem eigenen Papier beschäftigt haben. Mit "nur" 52 Seiten fällt dessen Umfang um einiges bescheidener aus. Dennoch ist das Strategiepapier des Brokers von Sprengkraft :/ kaum zu überbieten.


    Im Hinblick auf das kommende Börsenjahr räumen die Autoren um den Chefdenker Arnaud Girod den Aktien zwar wieder mehr Gewicht in den Kundenportefeuilles ein, wie die Heraufstufung von "Underweight" auf "Neutral" verrät. Den europäischen Aktienmärkten wird dabei sogar ein überdurchschnittliches Gewicht beigemessen. Dennoch wäre es etwas voreilig, deswegen aus Schweizer Sicht nun in Jubel zu verfallen.


    Im Zuge einer Abstufung des europäischen Pharmasektors von "Overweight" auf "Strong Underweight" gehen die Autoren nämlich auch beim Schweizer Aktienmarkt von "Overweight" auf "Strong Underweight". Auch dass europäische Bankaktien wie UBS, Credit Suisse oder Julius Bär neuerdings mit "Strong Overweight" eingestuft werden, ändert nichts an dieser Abkehr von Aktien aus der Schweiz. Zu prominent sind die beiden Pharmavaloren von Roche und Novartis in den hiesigen Aktienindizes vertreten.


    Während die Strategen ihre "European Large Caps List" um BNP Paribas, Stellantis und STMicroelectronics ergänzen, gelten Air Liquide, Hapag-Lloyd, Volvo Cars sowie Roche neuerdings als "Stocks to Avoid". Auf der Liste der Aktien, um welche man als Anleger besser einen grossen Bogen macht, räumen Ocado, Ryanair, Whitbread und Zalando ihren Platz. Weiterhin auf der Liste verbleiben aus Schweizer Sicht Geberit.

    Roche erhält US-Zulassung für Alzheimer-Test

    Der Pharmakonzern Roche hat für ein Testverfahren, mit dem die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert werden kann, die US-Zulassung erhalten. Konkret geht es um zwei Elecsys-CFS-Tests (Cerebrospinal Fluid), wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.


    Diese Test mit den Namen Elecsys(R) beta-Amyloid (1-42) CSF II und Elecsys(R) Phospho-Tau (181P) CSF hätten das Potenzial, mehr Menschen mit Verdacht auf Alzheimer als je zuvor zu einer Diagnose zu verhelfen. Sie messen laut den Angaben zwei Biomarker, welche auf Alzheimer hindeuten. Das Testverfahren ist bereits in 45 Ländern zugelassen, so die Mitteilung - unter anderem in Europa.


    Schon im Sommer hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA einem Alzheimer-Testverfahren von Roche den Therapiedurchbruch-Status verliehen. Dieses Verfahren befinde sich aber noch in der Entwicklung, heisst es im jetzigen Communiqué.

    (AWP)

    Experte einer US-Grossbank sieht viel Potenzial bei Swiss Re - Aktie auf Acht-Monate-Hoch

    Die Bedingungen auf dem Rückversicherungsmarkt seien so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr, meint die US-Bank JPMorgan und stuft die Aktie von Swiss Re hoch. Derweil ist VR-Präsident Serio Ermotti unzufrieden mit der Profitabilität des Konzerns.


    Die Aktie von Swiss Re steigt am Donnerstag im frühen Handel bis 1,9 Prozent auf 86,50 Franken: Das ist der höchste Stand seit Mitte April 2022. Das Jahreshoch Anfang Februar betrug 102,20 Franken.

    JPMorgan stufte in einer Sektorstudie das Rating für den Schweizer Rückversicherer auf "Overweight" von zuvor "Neutral" hoch und erhöhte das Kursziel auf 100 von 85 Franken. Die Analysten rechnen im kommenden Jahr mit einer Outperformance des europäischen Versicherungssektors. Für Swiss Re gehen die Analysten dabei im Hinblick auf das kommende Jahr von einem zunehmend attraktiven Risiko/Ertragsverhältnis aus.

    Die Bedingungen auf dem Rückversicherungsmarkt seien so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr, heisst es. Gleichzeitig hinke die Kursentwicklung der des gesamten europäischen Versicherungssektors hinterher, so die Experten von JPMorgan weiter. Entsprechend sehen sie nun eine deutliches Aufwärtspotenzial für die Aktie.


    Derweil ist der VR-Präsident von Swiss Re, Sergio Ermotti, mit der Profitabilität seines Rückversicherungskonzerns nicht zufrieden: Die Risiken seien gestiegen, die Häufigkeit der Risiken sei gestiegen, die Kapitalkosten für die Swiss Re seien gestiegen. "Deshalb müssen wir die Preise überprüfen, um unsere Profitabilität zu verbessern. Wir können mit unserer aktuellen Profitabilität nicht zufrieden sein", sagte der Tessiner in einem Interview mit der "Handelszeitung" vom Donnerstag. Die Erstversicherer hätten auf Kosten der Rückversicherer gelebt.


    "Ich sehe zwei Treiber für diese schiefe Situation: die Inflation und die erhöhten Risiken. Ich rede jetzt nicht nur von Naturkatastrophen, sondern beispielsweise auch von den Unterbrechungen der Versorgungskette, von geopolitischen Risiken und der sozialen Inflation, entstanden durch Rechtsfälle", sagte Ermotti: So hätten zum Beispiel die Schäden aus den Haftpflichtdeckungen für Manager enorm zugenommen.


    Auf die Frage, um wie viel die Swiss Re die Prämien erhöhen müsste, damit Ermotti zufrieden wäre, sagte er: "Das hängt natürlich von den jeweiligen Risiken ab. Bei einigen Risiken müssten wir womöglich ein Vielfaches in Erwägung ziehen. Darüber hinaus kann der Selbstbehalt der Erstversicherer angepasst werden."


    Wenn die Swiss Re nicht in der Lage sei, ihre Kapitalkosten zu decken, müsse man den Mut haben, das Kapital einzubehalten, und die Kapitalrendite verbessern. Und wenn man das Kapital langfristig nicht profitabel einsetzen könne, dann sei es kein Problem, dieses an die Aktionäre in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen zurückzuzahlen, sagte Ermotti.

    (AWP/cash)

    für mich immer noch erstaunlich wie man CS kaufen kann .....vor 2024 kann man den Titel zwischendurch traden aber investieren no way !!

    Um einen Short-Call zu schreiben, muss man die Titel im Depot haben.

    Mich erstaunen andere Sachen.

    CS hat sich offenbar Rechte für Marke "First Boston" gesichert

    Die Credit Suisse hat sich laut einem Bericht der "Financial Times" die Rechte für die Marke "First Boston" gesichert.


    Die Grossbank Credit Suisse hatte Ende Oktober im Rahmen ihrer tiefgreifenden Restrukturierung angekündigt, einen Teil ihrer Investmentbank unter dem Namen "CS First Boston" abzuspalten.

    Die neue Investmentbank-Einheit hätte laut dem Artikel in der "Financial Times" vom Mittwoch eigentlich "First Boston" heissen sollen. Allerdings habe die CS entdeckt, dass der Name von einem anderen Unternehmen beansprucht wurde. In der Folge sei die Credit Suisse dann auf die Bezeichnung "CS First Boston" umgeschwenkt, schrieb die britische Wirtschaftszeitung.

    Schwache globale Nachfrage lässt Chinas Exporte einbrechen

    Chinas Exporte sind im November überraschend stark zurückgegangen. Es ist schon der zweite monatliche Rückgang in Folge. Wie der Zoll am Mittwoch in Peking berichtete, gingen die Ausfuhren in Dollar berechnet um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.


    Die Importe sackten um 10,6 Prozent kräftiger ab als vorhergesagt. Ein wichtiger Grund für den Rückgang der Ausfuhren sind die schwache globale Nachfrage durch hohe Inflation und Energiepreise in Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Aber auch die Probleme in den Lieferketten in China, die durch die Beschränkungen infolge der strikten chinesischen Null-Covid-Politik weiter gestört sind, erschweren die Produktion.


    Die weit verbreiteten Lockdowns sowie die anhaltende Immobilienkrise belasten die zweitgrösste Wirtschaft. Auch wird dadurch die heimische Nachfrage gedämpft, was den Rückgang der Importe erklärt. Im Oktober gingen die Einfuhren schon um 0,7 Prozent zurück, während die Ausfuhren erstmals seit mehr als zwei Jahren mit Minus 0,3 Prozent rückläufig waren.


    Für die schwächelnde chinesische Konjunktur ist der Rückgang des Aussenhandels nach Ansicht von Experten nur schwer zu verkraften, weil das Exportwachstum seit Beginn der Pandemie vor knapp drei Jahren eine wichtige Stütze für die chinesische Wirtschaft war.

    Credit Suisse lockt reiche Kunden mit einer Extraportion Zinsen

    Um die heftigen Mittelabflüsse so gut wie möglich wieder wettzumachen, umgarnt die Credit Suisse in einer Massen-Telefonkampagne reiche Kunden mit höher verzinsten Anleihen und Einlagen.


    Wie zu hören ist, hat der Chef des Wealth Managements, Francesco de Ferrari, seine 1800 Kundenbetreuer zu einer Massen-Telefonkampagne mobilisiert. Kunden werden dabei zum Beispiel Einlagen mit Bonuszinsen von 5 Prozent bis 6 Prozent schon ab einem geringeren Mindestbetrag offeriert, berichten damit vertraute Personen. Auch besondere Schuldverschreibungen, die einen Festzins von fast 7 Prozent abwerfen, sind im Angebot.


    Die Credit Suisse kämpft um die Stabilität in dem Geschäftsbereich, der eigentlich der am wenigsten volatile ist und der nach ihrer Neuaufstellung das Herzstück der Institution werden soll - die Verwaltung von Geldern für hochvermögende Kunden. Als im Oktober im Internet Gerüchte aufkamen, die fälschlicherweise die Zahlungsfähigkeit der Bank in Frage stellten, zogen viele dieser Kunden ihre Gelder ab. Innerhalb weniger Wochen war etwa 10% des Geschäfts von de Ferrari verschwunden.

    "Bei der Umsetzung unserer neuen Strategie stehen wir in engem Kontakt mit unseren Wealth-Management-Kunden", erklärte ein Credit-Suisse-Sprecher. "Der Gegenwind an den Märkten führt für unsere Kunden zu einem volatilen Umfeld, und wir konzentrieren uns voll und ganz darauf, ihnen eine differenzierte Beratung und Lösungen zu bieten, die mit den Marktzinsen im Einklang stehen."


    De Ferrari, der erst im Januar sein Amt angetreten hat, steht dem Vernehmen nach unter starkem Druck von Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann und Bankchef Ulrich Körner, das Volumen des verwalteten Vermögens wiederherzustellen.


    Im Rahmen der Geschäftszahlen für das vierte Quartals am 9. Februar dürfte Credit Suisse auch ein Update zu den verwalteten Vermögen geben.

    (Bloomberg)

    Alte Bauernbörsenregel: Wie der Januar, so das ganze Jahr

    Wichtige Erkenntnisse erhoffe ich mir einmal mehr von der ersten Januar-Woche. Zur Erinnerung: So wie die erste Januar-Woche an den Aktienmärkten wird, wird das ganze Jahr. Das besagt zumindest eine alte Börsenregel, die sich mit teils beeindruckenden Zahlen untermauern lässt. Denn nur in den Ausnahmejahren 1998, 2000, 2007 und 2018 ging die Faustregel beim Swiss Performance Index (SPI) in den vergangenen 25 Jahren nicht auf...

    (cash Insider)

    es hat sich nichts verändert, nichts, immer noch 50% shorts und weiterhin auf der Skipiste ... Top Schnee heute

    Wie viel verdienst du als Pistenpatrouilleur?

    Europäische Pilotlinie für Perowskit-Tandem-Solarzellen geplant

    Im Zuge eines europäischen Forschungsprojektes will Qcells an seinem deutschen Hauptsitz in Thalheim eine Fertigungslinie für Perowskit-Silizium-Solarzellen aufbauen.


    Ziel des Forschungsprojektes Pepperoni ist es, Grundlagen für den schnellen Aufbau einer Massenfertigung für Tandem-Solarzellen in Europa zu schaffen. Dafür sollen zunächst Hindernisse für die Markteinführung von Tandem-Solartechnologie identifiziert und überwunden werden. Zudem soll eine Pilotlinie für die Fertigung von Tandem-Solarzellen auf Basis von Perowskit- und Silizium-Technologie am Hauptsitz von Qcells in Thalheim entstehen. In der Pilotlinie will Qcells Tandemzellen in Industriequalität fertigen. Enthalten sein sollen in der Linie innovative Anlagen, Prozesse und Materialien.


    Das vierjährigen Projekt startete Anfang November und wird vom Helmholtz-Zentrum Berlin und Qcells koordiniert. Die langfristige Vision ist es laut der Pressemitteilung von Qcells, Europa eine industrielle Führungsrolle bei der PV-Produktion auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Die EU kofinanziert das Projekt im Rahmen des Förderprogramms Horizon Europe und auch das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterstützt das Projekt. Die Finanzierung für das Projekt liegt bei rund 14,5 Millionen Euro, verteilt über die Projektlaufzeit. Die 17 beteiligten europäische Organisationen bilden laut Qcells die gesamte Wertschöpfungskette ab.

    Perowskit-Silizium-Tandem soll Wirkungsgrad der Solarzellen steigern und Stromgestehungskosten senken

    Für die Tandem-Technologie aus Perowskit und Silizium entschieden sich die Partner, da der Wirkungsgrad reiner Silizium-Zellen mittlerweile an die Grenzen des praktisch machbaren stoße. Die Tandem-Zellen aus Silizium und Perowskit versprächen das beste Verhältnis von Leistung und Herstellungskosten. Perowskit, ein neuartiges Material mit einer speziellen Kristallstruktur, kann so eingestellt werden, dass es genau die Wellenlängen des Sonnenspektrums ausnutzt, die typische Silizium-PV-Materialien nicht effizient nutzen können. Daher eigne sich Perowskit hervorragend als Tandem-Partner für die klassische Silizium-Zelle. Dabei können die Partner auf die industrielle Fertigungstechnologie für Silizium-Solarzellen aufbauen.


    Indem sie den Wirkungsgrad der Solarzellen bei der Umwandlung von Licht in elektrische Energie steigern, wollen die Projektpartner unterm Strich die Kosten für die Stromerzeugung mit Sonnenenergie senken. Zudem soll es so leichter werden, Photovoltaik auch dort effektiv zu nutzen, wo der Platz begrenzt ist, zum Beispiel auf Dächern, an Fassaden oder direkt in Fahrzeuge integriert.

    Die Tandem-Solarzellen sollen auf Silizium-Bottomzellen aufbauen, die in der von Qcells entwickelten Q.antum-Technologie hergestellt werden.


    Die Abscheidung einer Perowskit-Topzelle auf der Silizium-Bottomzellen soll in nur wenigen zusätzlichen Prozessschritten möglich sein. Das verspreche nicht nur höhere Modulwirkungsgrade, sondern ermöglicht auch eine kosteneffiziente Produktionssteigerung.

    Weitere Themen, die das Pepperoni-Konsortium angehen soll, sind:

    • Minimierung der Skalierungsverluste durch Innovationen bei den verwendeten Materialien und Anlagen
    • Entwicklung von Verfahren und Anlagen für die Dünnschichtabscheidung
    • Erweiterung der Betriebsstabilität von Perowskiten dank eingehender Analysen der Leistungsverluste
    • Beseitigung von Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt
    • Schaffung einer robusten und wettbewerbsfähigen europäischen Innovationsbasis und PV-Lieferkette

    Qcells betont in der Pressemitteilung, dass auf europäischer Ebene die Effizienz der gesamten Wertschöpfungskette für erneuerbare Energien gesteigert werden müsse und dabei auf Nachhaltigkeit zu achten.


    Verschiedene Forschungsgruppen arbeiten an der Kombination von Perowskit mit anderen Technologien wie CIGS und organischen Materialien in Tandem-Solarzellen, wie der Solarserver regelmäßig berichtet. Eine Herausforderung der Perowskit-Zellen ist dabei ihre Haltbarkeit.


    23.11.2022 | Quelle: Hanwha Qcells | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH





    Europäische Pilotlinie für Perowskit-Tandem-Solarzellen geplant - Solarserver
    Das europäische Forschungsprojekt Pepperoni will Tandem-Solarzellen aus Perowskit und Silizium fit für die Massenproduktion machen.
    www.solarserver.de

    Analystin Flora Bocahut sieht Grossbanken-Titel 30 Prozent höher


    Jefferies erhöht das Kursziel für UBS von 21 auf 23 Franken und belässt die Einstufung auf "Buy". Das implizite Aufwärtspotenzial beträgt 30 Prozent.


    Die Gewinnschätzungen für 2023 und 2024 würden um durchschnittlich 4 Prozent erhöht, um den stärkeren Netto- Neugeldzufluss vor allem aus Asien zu reflektieren, schreibt Analystin Flora Bocahut. Die UBS dürfte dabei von den Problemen der CS profitieren. Mit dem neuen Kursziel ergebe sich ein Aufwärtspotenzial für die Titel von 32 Prozent, so die Expertin. Auch sehr attraktiv seien die erwarteten Rückflüsse an die Aktionäre, wobei 75 Prozent davon über Aktienrückkäufe zurückfliessen sollten.

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    Konzern ändert Strategie nach Milliarden-Flop mit Medikamenten

    Die Übernahme der US-Firma Aimmune Therapeutics hat die Erwartungen von Nestlé-Konzernchef Schneider verfehlt. Neue Zukäufe im Pharmabereich soll es nun vorerst nicht mehr geben.


    Zürich Nestlé-Chef Mark Schneider vollzieht in der Gesundheitssparte des Nahrungsmittelriesen eine Kurskorrektur. Der Konzern mit Sitz im schweizerischen Vevey prüft den Verkauf des Unternehmens Aimmune Therapeutics. Das teilte Nestlé am Dienstag auf seinem Investorentag in Barcelona mit.

    Die Biotechfirma hatte eine Therapie gegen Erdnussallergie unter dem Namen Palforzia entwickelt. Nestlé hatte Aimmune vor zwei Jahren für rund 2,6 Milliarden Dollar übernommen. Doch der Zukauf erfüllte die Erwartungen nicht, wie Schneider einräumte.


    „Wir hatten große Hoffnungen in dieses Geschäft gesetzt“, sagte der Manager. Statt als Blockbuster, also ein Medikament mit einem jährlichen Umsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Dollar, habe sich Palforzia eher als Nischentherapie erwiesen.

    Gesundheitssparte Nestlé Health Science ändert Fokus

    In Zukunft soll sich die Gesundheitssparte Nestlé Health Science auf Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Ernährung konzentrieren. Zuletzt hat Nestlé etwa Marken für Vitaminpräparate oder Proteindrinks zugekauft. Zudem stellt der Konzern medizinische Nahrung etwa für Krebspatienten her. Die Gesundheitssparte hält noch einige verschreibungspflichtige Medikamente im Portfolio. Doch neue Zukäufe im Pharmabereich plant Schneider in Zukunft nicht mehr.

    Gleich drei Banken erhöhen Kursziel für Novartis - Aktie auf Fünf-Monate-Hoch

    Die Aktie von Novartis steigt am Montag 1,36 Prozent auf 85,50 Franken. Das ist der höchste Stand seit Anfang Juni 2022.


    Die Aktie hat seit Ende September rund 10 Prozent zugelegt. Der Pharmakonzern gab am Montag zudem einen Forschungserfolg bekannt. In einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit dem Radioliganden Pluvicto erreichte Novartis bei der Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs die gesteckten Ziele. So konnte die Therapie bei Patienten mit einer bestimmten Form von Prostatakrebs (PSMA-positiver metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs; mCRPC) die Zeit verlängern, bis die Krankheit zurückkehrte. Die Ergebnisse sind laut Novartis-Mitteilung vom Montag statistisch signifikant und klinisch bedeutsam, zwei Kriterien, die für Studienergebnisse wichtig sind.


    Pluvicto ist in den USA und mehreren anderen Ländern bereits für die Behandlung erwachsener Patienten mit PSMA-positivem mCRPC zugelassen, die nach der Behandlung mit einem Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) und einer taxanbasierter Chemotherapie behandelt wurden. Radioligandtherapien wie Pluvicto weisen radioaktive Komponenten auf.


    Die Bank Vontobel erhöhte in der Folge das Kursziel für Novartis auf 96 von 92 Franken und beliess die Einstufung auf "Kaufen". Nach den positiven Daten zu Pluvicto gegen Prostatakrebs passe er seine Risikoadjustierung im Modell an, schreibt Analyt Stefan Schneider. Er gehe von einem Spitzenumsatzpotenzial in dieser Indikation von 350 Millionen Franken aus.


    Die Bank of America und Stifel erhöhten die Kursziele für die Aktie von Novartis je auf 97 Franken. Stifel erhöhte zudem das Rating von "Halten" auf "Kaufen".

    (AWP/cash)

    Wie lange können die BR noch gehandelt werden und bis wann eingelöst werden?

    Die Bezugsrechte der Kapitalerhöhung können bis 6. Dezember gehandelt werden.