Posts by MarcusFabian

    Re: Doomsday-Propheten...

    learner wrote:

    Quote
    Doomsday-Propheten zwingen zum Überdenken der eigenen Position. Dennoch sieht man an der Datierung des Charts oben ("Cycle Pro Analysis"), dass jene Verheissung nicht eingetreten ist, sondern exakt das Gegenteil, nämlich, dass ab 2004 die Kurse mächtig stiegen, vor allem auch inflationsbereinigt.


    Das ist soweit richtig. Gemäss oberen Chart und in 2004-Dollars gerechnet dürften wir bei inflationsbereinigt vielleicht 12000 Punkten sein, die obere Trendlinie also überschossen haben.


    Doch welche Schlussfolgerungen ziehst Du nun daraus für die Zukunft? Wie geht es weiter?




    Quote:

    Quote
    Der Chart ist einseitig und tendenziös.


    Warum? Ein Chart ist ein Chart. Der Intraday-Chart, der täglich von UBS, CS oder Cash veröffentlicht wird ist in jedem falle derselbe. Also auch einseitig. Und wenn er einen up- oder downtrend zeigt ist er tendenziös, oder?




    Quote:

    Quote
    Gerade so gut könnte das Fluktuieren der KGVs gezeigt werden, das ich als viel bedeutender erachte.


    Eine ausgezeichnete Idee! Tu das, auch hierzu könnte ich Charts beisteuern.

    Aber mach bitte nicht den Fehler, dass Du effektive KGVs der Vergangenheit mit den meist zu positiven Schätzungen für die Zukunft vergleichst. Denn sonst machst Du mich echt sauer.




    Quote:

    Quote
    Es geht auch weniger um das Wachstum der Wirtschaft in Prozent, sondern um das Wachstum der Unternehmen, bzw. ihrer Gewinnschöpfung.


    Erklär mir doch bitte mal den Unterschied zwischem dem Wachstum aller Unternehmen eines Landes und dem Wirtschaftswachstum.




    Quote:

    Quote
    Schlimm sollte es bei einem Crash allerdings nicht werden, da die Börse hierzulande moderat bewertet ist.


    Erstelle mal den oben versprochenen KGV-Chart. Und wenn Du dann immer noch der Meinung bist, dass die Börsen moderat bewertet sind, dann können wir darüber gerne diskutieren.




    Quote:

    Quote
    Dann hat auch ein Investment in Gold nichts gebracht, es ist genau so spekulativ wie ein jenes in Tulpen-Zwiebeln.


    Mit dieser Aussage beleidigst Du Deine Intelligenz. Gold ist Währung seit 5000 Jahren, unverderblich, beliebig teilbar, leicht transportierbar und hat eine bewiesene Tradition als stabile Währung, die nur Inflation im Ausmasse des Wirtschaftswachstums zulässt.




    Quote:

    Quote
    abgesehen davon, dass hier immer ein grosser Teil des Profits an Halunken geht.


    Das trifft im Derivate-Handel mit Schweizer Banken auch zu ;)

    Re: Prognosen

    learner wrote:

    Quote


    MarcusFabian, woher nimmst du den Glauben, dass von nun an ein langsamer Salami-Crash stattfinden sollte, will heissen: ein allmählicher Wertverlust der Aktien?


    Mit Glauben hat das gar nichts zu tun. Glaube und Hoffnung sind religiöse Gefühle. Die überlasse ich den Pfarrern. Ich bin Informatiker und analysiere Informationen. Und zwar nicht nur die Informationen der offiziellen Mainstream-Presse sondern vor allem tieferschürfende, die etwas weiter in die Tiefe gehen. Und ich setze diese Informationen in Zusammenhang.



    Quote:

    Quote
    Ich bin im Zweifel dazu.

    Einerseits: Wirtschaftsprognosen weiterhin gut; aufbrechende Emergies mit ihren Massen an Konsumenten, die erst einmal einen Kühlschrank wollen,


    "Zweifel". Schon wieder so ein religiöser Begriff.

    Ich will jetzt gar nicht vertiefen, wer die se Wirtschaftsprognosen abgibt und von wem er dafür warum bezahlt wird.

    Nur soviel: Unsere Börsen hängen am Gängelband der USA. Die USA sind nicht mehr in der Lage sich selbst zu versorgen und benötigen pro Tag 2 Mrd$ an Krediten. Entsprechend steigen die Schulden - schneller und schneller - um etwa 600 Mrd$ pro Jahr.

    Was Amerika im Gegenzug "produziert" ist Geld. Grün bedruckte Papierscheine, die sie gegen Güter der Welt eintauscht.


    Brauchen die Inder oder Vietnamesen amerikanische Produkte? Sicher nicht, denn die produzieren sie entweder selber oder beziehen sie billig aus China oder Korea.


    Die Asiaten brauchen die USA nur als Absatzmarkt, weil man sich für die grünen Papierscheinchen noch etwas kaufen kann (wenn auch immer weniger).


    Es stellt sich doch die Frage, wielange die Asiaten den Amerikanern ihr Defizit noch bezahlen werden. Wenn sie es nicht mehr tun - und auf ewig kann der Schuldenberg der Amis nicht wachsen - wird Amerika und mit ihm Europa in eine Rezession abrutschen. Und zwar eine echte. Nicht so eine Pseudo-Rezession wie 2001.


    Dann haben wir weiterhin das Problem der Konsumenten. Die Zinsen steigen, die Schulden sind am steigen und die Häuserpreise am Sinken. Woher soll also das Geld kommen, um die US-Wirtschaft zu zweistelligen Gewinnen zu verhelfen, wie die sog. "Wirtschaftsprognosen" uns weismachen wollen? Die Konsumenten werden durch Amortisation, höhere Schuldzinsen und höhere Rohstoff- und Energiepreise zur Kasse gebeten. Es ist eine Milchmädchenrechnung, dass dann weniger Geld für den Konsum bleibt.

    Die US-Wirtschaft hängt zu 70% vom privaten Konsumenten ab. Geht der Konsum zurück, macht auch die Wirtschaft weniger Gewinn (wenn überhaupt noch) und entsprechend sinken die Aktienpreise.

    Ist das so schwierig zu verstehen?


    Höhere Zinsen bedeuten auch, dass Aktien mehr Dividenden zahlen müssen, um bei Langfristanlegern mit Bonds konkurrieren zu können. Das heisst im Umkehrschluss, dass auch von dieser Seite her Druck auf die Aktienpreise ausgeübt wird.




    Quote:

    Quote
    Was nun im Weiteren wird, ist Pokerei, wie auch die Börsen ihre Unsicherheit momentan zeigen.


    Nein, ist es nicht!

    Kurzfristig ist es Pokerei (oder Charttechnik).

    Mittelfristig ist es Psychologie, politische Ereignisse etc.

    Langfristig sind es aber immer die fundamentalen Daten. Sprich Zinsen, Währungen, Inflation, Schulden, Arbeitslosigkeit etc.




    Quote:

    Quote
    Analysten geben sich positiv. Aber sie sind Analysten und Chartisten und weniger Historiker und noch weniger Psychologen.


    Es wäre wünschenswert, wenn sich die Analysten mehr mit der Geschichte auseinandersetzen würden. Denn "an der Börse gibt es nichts, das nicht schon mal da war." (Jesse Livermore).


    Suchen wir in der Vergangenheit geschichtliche Momente, in denen mehr Geld gedruckt wurde als die Wirtschaft wuchs, ein Land seine Schulden immer mehr aufbaut und diese Schuldenlast mit Vertrauensverlust in die Währung einher geht mit steigenden Zinsen.

    Dann haben wir in etwa eine vergleichbare Ausgangslage.


    Wenn Du willst, kannst Du ja hier : http://www.gold-eagle.com/editorials_01/seymour062001.html ein paar positive Wirtschaftsprognosen nachlesen, wie sie im Sommer 1929 (vor dem Crash :twisted: ) abgegeben wurden.

    Re: 1994 und 1995 war auch ein Doppel

    TubbelTrader wrote:

    Quote

    Da kanst du warten bis du im Grab liegst, der Dow wird nie mehr 10% an einem Tag verlieren. Seit 1987 wird vorher der Handel für den restlichen Tag ausgesetzt.


    tt


    Das ist so nicht ganz richtig. Richtig ist, dass der elektronische Handel bei etwa -5% eingestellt wird. Der Parketthandel läuft aber weiter. Der wird erst bei -10% eingestellt.


    Im Grunde spielt es aber auch keine Rolle, ob die Kurse zwei Tage hintereinander um 10% bzw. 11% wie 1929 abstürzen oder um 22% intraday 1987 oder in Zukunft um je 5% pro Tag während einer Woche.


    Bei 106 Jahren, die der Dow nun existiert und 6 Crash-Tagen gibt es statistisch alle 18 Jahre einen Crash-Tag. Die Chance, dass ich noch 18 Jahre lebe erachte ich als gut ;)


    Aber ich bin mit Dir einverstanden, dass es keinen SInn macht, auf einen Crash zu spekulieren.


    Absichern sollte man sich allerdings schon

    :!:

    War der Absturz vorhersehbar?

    Aktientrader wrote:

    Quote
    Crash? Nicht so voreilig.


    Nun, die Frage lautete was passiert, wenn alle verkaufen wollen und keiner mehr kauft.


    Ich habe nicht behauptet, dass diese Situation realistisch ist.


    Aber zum Thema Crash allgemein: Crashes gibt es grundsätzlich nur bei Höchstständen. Davon sind wir mittlerweile entfernt. Von daher glaube ich weniger an einen Crash als nun kontinuierlich sinkende Preise wie 2000ff.


    Es sei denn, es verbläst die Derivateblase. Dann gibt's einen Mega-Crash.

    War der Absturz vorhersehbar?

    Slin wrote:

    Quote
    Tönt eigentlich ganz logisch. Was ist aber wenn alle extrem Long positioniert sind und jeder versucht noch zu verkaufen und niemand kauft?


    Dann gibts einen Crash.


    Ist genau so wie im überfüllten Kinosaal in dem ein Feuer ausbricht und alle gleichzeitig zur selben Tür hinaus wollen.


    An der Börse gibt es glücklicherweise einen Mechanismus, der allzugrosse Übertreibungen nach unten und oben verhindert. Das sind die vielverschmähten Leerverkäufer oder Shorties.


    Wenn die Kurse nach oben übertreiben, verkaufen sie Aktien und stoppen somit die Übertreibung.

    Sinken die Kurse stark, sind sie die ersten Käufer auf dem Markt wenn sie ihre Gewinne einfahren und leerverkaufte Aktien billiger zurückkaufen.


    1998 war insofern etwas speziell als es damals den LTCM Fond verjagt hat. LTCM hat damals Derivate im Umfang von etwa $125 Mrd mit einem Eigenkapital von $5 Mrd gehebelt. Abgesichert wurde diese auf der Spitze balancierenden Pyramide durch ein Regelwerk von Absicherungen (Hedges) in alle Richtungen.

    Geklappt hat's nicht. Eine Schieflage von etwas über 1% (kanpp 2 Mrd$) hat die Pyramide zu Fall gebracht.

    Das Eigenkapital von 4% hat also nicht ausgereicht.


    Heute ist die Situation insofern anders als die Nummer 1 unter den Hedgern (JPM) heute ein Derivatevolumen von 40'000 Mrd$ mit einem Eigenkapital von knapp $800 Mrd (inkl. Kundengeldern) hebelt.

    40'000 Mrd$ entspricht dem knapp 4-fachen US BSP!

    Die Eigenkapitalbasis entspricht also 2% ist also nur halb so hoch wie jene von LTCM. Dafür ist das gehebelte Kapital (40'000 im vgl. zu 125 Mrd$) 320 mal höher als bei LTCM.


    Kann man also die heutige Situation mit 1998 vergleichen?


    Nein, denn JPM hat's noch nicht verblasen. Und wenn das geschieht, wird der Schaden 320 mal höher sein als bei LTCM. Dann wird auch das FED nicht mehr stützend unter die Arme greifen können und die Börsen durch Liquidität aus der Patsche drucken.


    Die Derivate-Blase von JPM ist derzeit sowohl die grösste wie auch die unbeachtetste Mega-Gefahr für das globale Finanzsystem.

    Re: Short

    Speedy3 wrote:

    Quote
    Momentan sind viele Short, heisst haben tonnenweise Aktien

    bereits leerverkauft und müssen wenn es weiter nach oben geht

    nachkaufen. :shock: :shock:


    Sorweit richtig. Gucken wir mal auf die Fakten:


    Im Schnitt über die letzten Monate liegt die Anzahl der gehandelten Puts und Calls bei etwa 2.5 Mio und das Put-Call-Ratio bei Werten zwischen 0.7 und 0.9.


    Am 17. Mai hatten wir einen bärischen Rekord mit 5.2 Mio Warrants und einem PCR von 1.52! Also 152 Puts auf 100 Calls.


    Am 18. Mai 4.3 Mio Warrants PCR 1.22


    Am 19. Mai 5.7 Mio, PCR 1.27 (hatte ich erwähnt)


    Am 22. Mai 4.1 Mio, PCR 1.21


    Am 23. Mai 3.1 Mio, PCR 1.14


    Das PCR ist also immer noch sehr hoch aber in den letzten Tagen stark zurückgegangen. Von 3.1 Mio Puts am 17.5. auf nunmehr 1.7 Mio Puts per gestern.


    Wir können also feststellen, dass fast die Hälfte der Shortpositionen bereits aufgelöst wurde.


    Somit wird meine ursprüngliche Vermutung untermauert, dass es in erster Linie die Shorties sein werden, die den Sturz durch Gewinnmitnahmen - also Käufe - bremsen.


    Wenn Du Dir selbst die Liste der PCR als csv-Datei saugen möchtest, hier ist der Link: http://www.cboe.com/data/PutCallRatio.aspx

    War der Absturz vorhersehbar?

    Slin wrote:

    Quote
    Wieviele Milliarden haben sich in Luft aufgelöst?


    Wen interessiert's? Ist doch kein echtes Geld ;)


    Im Ernst: Der SMI steht heute auf dem Niveau von November 2005.


    Nun angenommen, Du hast im November SMI für 7500 gekauft. Im April stand der SMI bei 8100. Du hast also Fr. 600 gewonnen. Aber wo kommen diese Fr. 600 her? Von nirgends! Aus der Luft.


    Nun ist der SMI wieder auf 7500 gesunken und Du hast seit Ende April Fr. 600 verloren. Aber auch das ist virtuell. Du stehst nämlich genau da, wo Du schon im November standest. Das einzige was Du effektiv verloren hast ist die Teuerung, weil ein Franken im November noch etwas mehr Wert war als heute.


    Hättest Du im April verkauft, wärst Du um echte Fr. 600.- reicher.


    Entsprechend ist derjenige, der im April gekauft und heute verkauft hat um Fr. 600.- effektiv ärmer.


    Unter dem Strich ist es aber ein Nullsummenspiel bei dem Geld virtuell aus Luft generiert wird und sich wieder in Luft auflöst.


    Es ist also gleich viel Geld da wie vorher. Nur hat es vielleicht ein anderer ;)

    Re: 1994 und 1995 war auch ein Doppel

    rswiss wrote:

    Quote


    1994 und 1995 war es auch so, und die Kurse flogen nicht in die Tiefe von 1929. Jeder Aktienmarkt braucht zwischendurch Pausen.


    Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht von einem Extrem ins andere verfallen:


    Der Dow Jones hat in seiner Geschichte etwa 27'000 Börsentage erlebt. Davon waren exakt 6 Crash-Tage (= mind. -10% intraday) und zwei davon aufeinanderfolgend 1929. Ein Ereignis wie 1929 ist also die Ausnahme und wird sie hoffentlich auch bleiben.


    Dennoch ist die Börse keine Einbahnstrasse - wie Du richtig bemerkst - und Kurskorrekturen kommen immer wieder vor.


    Der Punkt ist nur, dass solche Korrekturen weit länger als nur ein paar Tage oder Monate dauern können. Sie können sich auch über bis zu 15 Jahre hinziehen, wie dieser langfristige Dow-Chart zeigt:


    [Blocked Image: http://www.dogsofthedow.com/dow-1925cpi-log.gif]


    Dabei muss ein Bärenmarkt nicht zwangsläufig nominell sinkende Kurse bedeuten. Zwischen 1967 und 1982 hat der Dow die Marke von 1000 Punkten 6 mal über- und unterschritten. Die Kurse sind nominal also konstant geblieben (blaue Kurve). Dennoch hat während dieser Zeit die Teuerung 57% des Vermögens weggefressen. (Olive Kurve = inflationsbereinigt)


    Hier eine andere Langfrist-Grafik:


    [Blocked Image: http://www.geocities.com/WallStreet/Exchange/9807/Charts/SP500/dj3d2_0403.gif]


    1994/95 war die Situation insofern noch anders als sich der Dow noch in der Mitte seines langfristigen Aufwärtstrends bewegte. Heute ist er aber an der Oberkante.


    Viele User in diesem Forum sind der Ansicht, die Kurve würde weiterhin parallel zur Oberkante dieser Trendlinie verlaufen oder sie sogar nach oben durchbrechen.

    Diese Ansicht teile ich keineswegs. Ich bin davon überzeugt, dass wir derzeit an der Spitze des 1982 begonnenen Bullenmarktes und am Anfang eines 10-15 jährigen Bärenmarktes stehen.


    Mit jedem Jahr, in dem die Börse 10% oder 30% steigt, die Wirtschaft aber nur um 3-5%, entfernen sich die Börsenkurse weiter von der Realität. Und je weiter sie sich von der Realität entfernen umso grösser oder länger wird die Korrektur.




    Quote:

    Quote


    Es wurde viel Geld in Rohstoffen ( haupsächlich Öl und Gold ) verbraten. dieses Geld fehlt nun für Aktienkäufe.


    Ein guter Punkt. Je nach Phase in der wir uns befinden, steigen Aktien oder Rohstoffe im Preis. In der Zeit nach 1929 sind Aktien gecrasht aber Goldminen haben zwischen 2000% und 13'000% Wertsteigerung erfahren. Kostolany hat mit dem 1929er Crash sein Vermögen gemacht.



    Quote:

    Quote
    Es wird nicht lange dauern und die Kurse sind wieder, wo Sie sein [sollten.


    Genau das fürchte ich eben auch !

    Re: Stand der Dinge

    Speedy3 wrote:

    Quote
    @ Marcus

    Aber jetzt mal im Ernst. Der ganze Down hat doch

    nichts mit den Fakten zu tun.


    Das sehe ich auch so. Die Fakten wurden jahrelang ignoriert. Warum sollten sie auf einmal jetzt Beachtung finden?



    Quote:


    Die Inflation (im Sinn von Preiserhöhung) ist das kleinste der Probleme. Das grösste Problem ist die Verschuldung der USA und zwar nicht nur Haushalts- und Handelsdefizit sondern auch die Schulden der Privathaushalte bei historisch niedriger Sparquote.

    Sinkende Häuserpreise zwingen zur Amortisation. 100% Hypothek auf Erst- und Zweitimmobilien bei steigenden Zinsen führen zwangsläufig zu einem Rückgang des Konsums und das wird eine Rezession auslösen.


    Der Markt scheint diese Gefahren langsam zu erkennen und vorweg zu nehmen. Auch wenn die Offiziellen immer noch Friede, Freude, Eierkuchen verbreiten.




    Quote:

    Quote
    Die Unternehmensabhängigkeit von diesen Zinsen wird

    dramatisch überbewertet. Unternehmen können sich

    heute gegen alle finanzielle Risiken mit Hedging absichern.


    Und wer bitteschön deckt das Hedging?

    Die Summe ausstehender Derivate der USA entspricht etwa dem vierfachen US-Bruttosozialprodukt.




    Quote:

    Quote
    Inzwischen sind Aktienbertungen durch den Kurstaucher

    wieder in Bereich von KGV von 15-20 gekommen und bieten

    attraktive Einstiegsmomente.


    DIese KGV's beziehen sich auf das Jahr 2007 und sind somit reine Phantasie. Es geht auch nicht darum, wie Unternehmen heute und jetzt bewertet sind sondern wie die Zukunftsaussichten aussehen. Und da steht Konsumrückgang und somit sinkende Gewinne ins Haus.


    Ein weiterer Punkt sind die Dividenden. Aktien konkurrieren mit Anleihen. Wenn Aktien 2% DIvidende zahlen und Bonds 5%, werden Bonds attraktiver. Steigen die Zinsen steigt auch dieser Spread. Das heisst, Aktien müssen billiger werden, damit die Dividendenrendite steigt und Aktien somit wieder interessanter werden.




    Quote:

    Quote
    Bernanke polarisiert mit seinen ewigen Inflations- und Zinsdiskussionen

    auf etwas, was in der Bedeutung nicht der Hälfte dieser Reaktion

    was wir jetzt an den Märkten gesehen haben, gerecht wird.


    Bernake tut genau das, was er tun muss. Er beruhigt die Massen und führt sie auf falsche Wege. Er spricht von Bekämpfung der Inflation, um von der eigentlichen Gefahr, der Deflation abzulenken.

    War der Absturz vorhersehbar?

    Yep, sieht böse aus: Dow so richtig abgekackt.




    Hab' soeben Stop-Loss für meine SMI Longs sehr eng gezogen.


    Wenn sich das heute als eine Bullenfalle entpuppt, sieht's düster aus. Ob dann meine Short-Entries ausgelöst werden?

    ABB

    eyk wrote:

    Quote
    börse ist schon irgendwie komisch.

    gestern als abb weit unter Fr. 15.- war, wollte sie keiner, jetzt ist sie bei Fr. 15.5 und jeder will sie.... :?


    Was soll daran komisch sein? Wir konnten gestern ja nicht wissen, ob und wann die Kurse nach oben drehen. Also besser erst auf dem Weg nach oben einsteigen statt ins fallende Messer laufen. Unterm Strich verliert man vielleicht 1-2 % aber wer heute eingestiegen ist, ist immer noch billig genug drin.

    ABB

    kostelani wrote:

    Quote
    ABB über CHF 15.-! Falls die Wallstreet bis Börsenschluss mitmacht, dann könnte es noch zu einer kleinen Rally werden. +4.2% ist noch nichts gegen den Kursverlust von gestern -8%!


    Na und? Macht nix. Volle Kanne rein!

    War der Absturz vorhersehbar?

    Das Eröffnungsgap wurde zwar nicht ganz geschlossen aber das stört mich nicht mehr.


    Die Drehung auf der GD200 sieht sehr gut aus. Ich würde mal sagen: "Mit Bravour bestanden!"


    Bin long im SMI. Allerdings mit Stop-Loss 7440 und einem Short-Entry bei 7420.

    Re: GD200 ist wieder überstiegen

    learner wrote:

    Quote


    Nun sind wir also wieder deutlich über dem Schnitt der letzten 200 Tage (GD200). Also: Up up and away? Heute sieht's nach einem deutlichen Trendbruch aus, an den europäischen Börsen. Die Titel sind auch wieder gut bewertet. Wie geht der Börsenkrimi weiter?


    Deutlich drüber sind wir noch nicht. Und die Eröffnung heute hat ein Gap gerissen.

    Wir waren einmal durch die GD200, wir haben sie wieder nach oben übersprungen jetzt gehen wir noch mal runter auf die GD200.


    Erst dann geht's up-and away. Vorher werden alle Bullen und Bären noch mal gründlich an der Nase rumgeführt.

    War der Absturz vorhersehbar?

    kostelani wrote:

    Quote
    An alle die noch etwas verwiirt sind. Lest mal in der Cash-Ausgabe die S.35! Der Hausse ist noch lange nicht fertig........


    Fass mal kurz zusammen. Ich habe das Cash nicht abonniert.


    Die Begründungen reichen schon.

    War der Absturz vorhersehbar?

    Pinacolada wrote:

    Quote
    Hallo MarcusFabian

    Kannst du mir mal verraten, wie die Einstellungen sind, um diesen Chart zu erhalten? Mein Chart sieht immer anders aus :?




    Gruss

    Pinacolada


    Steht im Chart. Sind alles Standard-Einstellungen. MACD 12,26,9

    Und RSI mit den üblichen 14 Tagen.


    Hast Du evtl. kein Tages-Chart angezeigt sondern eine andere Frequenz? Dann wären die Linien wo anders ;)




    learner wrote:

    Quote
    Würde man annehmen, dass immer mehr Börsenteilnehmer sich in der Interpretation der Charts einig sind und über ein einheitliches Wissen und entsprechendes Verhalten verfügten, käme es dann nicht zu immer extremeren Ausschlägen der Börsenkurven?


    Nein, im Gegenteil. Die Börsenkurven würden sich abflachen und genauer der Performance der zugrundeliegenden Firma folgen.

    Aber soweit wird es nicht kommen: Sobald sich zuviele Marktteilnehmer zu lange auf dieselben Indikatoren stützen werden diese auf einmal nicht mehr funktionieren und die Anleger nach Strich und Faden verarschen.


    Das war z.B. vor ein paar Jahren mit dem VIX so, der jeweils sehr genau Hochs- und Tiefs der Bärenmarktrallys 2000-2002 vorausgesagt hat. Irgend wann hat das einer publiziert, mehr und mehr Trader haben sich auf den VIX verlassen und eines Tages hat's dann nicht mehr funktionniert.


    Bei der Charttechnik kommt hinzu, dass es verschiedene Methoden gibt, denselben Chart zu interpretieren. Klar: Trendlinien, GD's, SlowStoch und MACD gehören zu den am meisten beachteten Indikatoren. In den USA ist aber die EW-Technik sehr verbreitet und einige haben ihre eigenen Indikatoren entwickelt.


    Man kann grundsätzlich sagen, dass Charts alle Informationen, Erwartungen und Gefühle anzeigen, die zu einem gegebenen Zeitpunkt bekannt sind. Aber unvorhergesehene Ereignisse, Firmenzahlen, Aufträge, Konkurse etc. werden immer für kurzfristige Ausschläge sorgen, die man unmöglich vorausahnen kann.

    Calls auf Edelmetalle

    Für Rohstoffe und Goldminen gilt derzeit genau dasselbe wie für SMI, SP500 oder ABB: Es sinkt alles in Richtung seiner Unterstützungen. SMI und SP500 haben ihre GD200 bereits erreicht. Der Hui steht nur noch knapp drüber. Dow und DAX haben noch etwas Luft nach unten.


    Im Moment sinkt durchs Band weg alles mit Ausnahme von Anleihen. Die profitieren derzeit, weil enorme Gelder aus dem Aktien- in den Anleihenmarkt umgeleitet werden.