Posts by tobias007

    Es gibt keine faire Bewertung bei einem kleinen Pharmalabor (ich habe Newron 2018 in Mailand besucht), das nicht im Stande ist, ein erst in Phase III stehendes Medikament selber zu produzieren. Ich habe seit 30 Jahren Erfahrung im Private Equity Bereich. Es besteht noch eine Unsicherheit, ob das Medikament wirklich die Markzulassung schafft, ob die Finanzierung wirklich bis zu einem guten Milesstones/Royalities/Übernahmevertrag reicht (je nach finanziellem Background ist die Verhandlungsposition besser), schliesslich braucht es gutes Verhandlungsgeschick und gute juristische Unterstützung, um gute Verträge abzuschliessen. Als ich bei Newron war, habe ich ihre Anwälte anlässlich einer Kapitalerhöhung kennengelernt und ich kann sagen, dass sie sehr kompetent waren und von einer der besten Mailänder Kanzleien kommen. Man sieht, wie viele Faktoren zu graduell verschiedenen Erfolgs- oder Misserfolgsszenarien noch führen können. Das Spektrum reicht immer noch von Totalverlust bis zu Sfr. 8-15/30-100. Ich will niemandem die Hoffnung nehmen, nur auf das Risiko hinweisen und nicht abgehoben träumen lassen. Newron ist eine interessante Investition mit hohen Chancen und hohen Risiken, welche mehr den Charakter eines Optionsscheins als einer Kapitalanlage hat - ich bin seit 13 Jahren dabei. Schönes weekend und lg Tobi

    Cindy & Bert - Immer wieder sonntags , endlich einmal ein Beitrag zum Thema, lg schönä Tag Tobi


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    Diese Kursziele 12 oder 14 Sfr. sind Haarspalterei. Bei dieser value-of-risk Konstellation kann man nicht so genaue Kursziele setzen. Sind die Resultate schlecht, fällt der Kurs ins Bodenlose. Sind sie gut, geht der Kurs Richtung 15-30 je nachdem welche Konditionen Newron für milesstones Zahlungen und royalities heraushandeln kann. Übernimmt ein Pharmariese sind Kurse zwischen 20 und 100 je nach Deal möglich.

    Die Dividendenausschüttung ist nicht relevant zur Zeit, da ein Grossteil des EBITDA für die Verbesserung der EK Quote aufgewendet wird. Noch viele zögern beim Kauf, da die Übernahme von Autogrill, die nur genügende EK Quote und das weitere Wachstum insbesondere in Asien Risiken birgt. Da das Management fähig ist und mit der Familie Benetton eine seriöse, ruhige Ankeraktionärin hinter Avolta steht, kann man aber zuversichtlich in die Zukunft schauen. Marktleader in einem wachsenden Markt, welcher sich ausserdem zusätzlich in einer Erholung befindet. Ähnlich wie bei Aryzta vor 3 Jahren, hoher Leverage aber Risiko in meinen Augen tragbar, da Vorzeichen gut sind und das Unternehmen sich in einem stabilen Markt bewegt, dem nicht Raketenwissenschaft zugrunde liegt. Consensus der Analysten über 40, einige stellen mit buy auf 60. Nachvollziehbar. Schöner Tag und lg Tobi

    2.2. Mia Umsatz, EBITDA Marge auf angepeilte 14 Prozent gestiegen, Reingewinn 120 Mio. Euro, Kapitalstruktur wieder genügend Tendenz verbessernd auf gesund, Marktanteile gewinnend in einem wachsenden Markt als vielerorts Marktleader, gutes Management und Ankeraktionäre, auf dem Weg einen guten neuen CEO zu finden, wobei Jordi, Kamps und die ganze für den Turnaround verantwortliche Riege im VR bleibt und Jordi wohl Delegierter des VRs für die Beziehung zum Management bleibt:

    Kursreaktion wohl dem Ausstieg von einem Grossaktionär geschuldet mit Panikanschlüssen, nicht rational, Kursziel 2025 Sfr. 2 (PE 12-15, Bewertung peergroup auf Basis RG Erwartung 2024/25), gegenwärtige Schwankungen irrelevant, einmalige Kaufgelegenheit

    lg und schönä Tag Tobi

    Ich kannte die Unternehmung sehr gut und an der Installation des neuen Managements war ich nicht ganz unbeteiligt. Mir ging es aber nicht nur um Börsenkurse, sondern um Menschen, Arbeitsplätze und Qualität. Ich bin seit 2023 deutlich im Plus, weil ich immer nachgekauft habe. Ich bin ein sorgfältiger Value Investor: das heisst Charts interessieren mich nicht, sondern Fundamentaldaten, Menschen, Märkte, Produkte, Umsatz, Margen usw.. Ich habe Zürich Versicherungen, Logitech, Belimo oder Straumann gekauft als es niemand wollte, Holcim ist jetzt mein Favorit im SMI.

    Ich war jahrelang (seit 2017) ein einsamer Rufer in der Wüste: Aryzta hat Qualität! Natürlich machte das zwischenzeitliche Management um Kevin Toland unglückliche Schritte, natürlich machte das Management noch vor Toland mit der aggressiven Zukaufstrategie Fehler, aber das Knowhow und die Qualität der Produkte war jahrelang gewachsen und gut, die Marktstellung von Aryzta im wachsenden Frischbackmarkt stimmte zu jeder Zeit. Die Kapitalstruktur war nur noch genügend, aber nicht hoffnungslos, falls Umsatz und Margen sich wieder stabilisieren würden. Das neue Management hat nun alles richtig gemacht, aber ohne der Grundqualität der Unternehmung wäre das nicht möglich gewesen. Jetzt sieht die ganze Finanzpresse und die Analystengemeinde auf einmal wieder das Glas halb voll statt halb leer und ja: Aryzta ist jetzt immer noch stark unterbewertet, weil jetzt zur immer vorhandenen Grundqualität das fähige Management hinzugekommen ist und verbesserte Margen und Umsatz die Kapitalstruktur immer stärker von genügend auf gut stellen.

    Es ist ein Nullsummenspiel. Du musst den Wertzuwachs des Index mitverrechnen. Wenn du direkt Aktien oder den Index kaufst, kommst du auf die gleichen Erträge. Das ist Teil der Rechnung, welche die Optionsprämien überhaupt bestimmen. Wenn du mit z.B. 100000 Franken immer Prämien kassierst ist das gleich gut wie wenn du diese direkt investierst und in 10 Jahren z.B. 180000 Sfr. hast. Niemand zahlt mehr Prämien als die durchschnittliche Aktienrendite erwarten lässt. Wenn es anders wäre, würden alle nur noch Optionen kaufen und das Finanzsystem wäre sofort kaputt. lg Tobi

    Optionen machen teilweise für Absicherungen und für Vorsorgelösungen Sinn, weil Aktienschwankungen abgeglättet werden können. Sonst ist es Casino, auch wenn Hedge Fonds es machen. Oft streichen die hohe Verluste ein. Ich kaufe nur noch Aktien und handle diese auch nicht, sondern halte sie immer mindestens 3-5 Jahre, oft aber auch 10 oder 20 oder 30 Jahre wie z.B. Belimo, Roche, Straumann, Zurich, Tecan, Holcim, Aryzta, Rieter, Autoneum usw. jetzt kam CS dazu. Bin 52 und habe seit 22 Aktien.

    Durch einen Put Verkauf wirst du zum Versicherer. Du bekommst eine Prämie, verpflichtest dich aber, die Aktie zu einem bestimmten Kurs, hier 2.95 zu übernehmen in einem gewissen Zeitraum. Unter 2.95 haftest du für den Schaden, wenn der Kurs darunter fällt. Wenn du den Put kaufst, zahlst du die Prämie und gewinnst sobald der Kurs unter die 2.95 (minus die Prämie fällt).

    Aus Erfahrung. Es ist immer schön, schnell Prämien zu bekommen. Aber der Markt ist ja nicht dumm. Die Prämie ist genau entsprechend des Risikos, der Chance der Kursschwankungen (der Vola) gestellt. Am Schluss ist es ein Nullsummenspiel. Hab mal eine Arbeit darüber geschrieben. Es gibt verschiedene Modelle, um die Prämien auszurechnen. Viel bestehen an den Opitonsmärkten ja keine Marktkurse, sondern sie werden von den market makern gestellt. Im Schnitt sind die Prämien eher zu tief, da Extremereignisse in den Modellrechnungen zu wenig bewertet werden.

    2-3x Buchwert wäre Sfr. 30-40, darum die 12-15, aber danke für die Info, ging von Tops aus 2007 und von amerikanischen Verhältnissen. War mir nicht bewusst, dass alle EU Banken derart tief bewertet sind danke für die Aufstellung. Aber von dem her scheint 12-15 doch realistisch, 30-40 nicht. lg und schönä Tag

    Wie bei ABB bei Sfr. 1.70 ist bei Credit Suisse viel Angst, viel Besorgnis, viel Unruhe, viel Nervosität - für nichts. Eine so grosse systemrelevante Bank ist ein so sicheres Geschäft wie Backwaren, Zement oder Versicherungen. Ein typisches Value Investment. Qualität zu vernünftigen Preisen einkaufen, wenn die Firma in einer schwierigen Zeit, aber mit lösbaren Problemen, ist. Das Problem eines zu hohen Aktienkurses kann mit nichts aus der Welt geschaffen werden, zwischenzeitliche Probleme einer guten, grossen Firma können aber gelöst werden. Buchwert Kredit Suisse ca. 7-8 Sfr. pro Aktie, normale Bewertung der peer group Buchwert x 2-3. Wenn sich der Nebel löst, kann CS wieder Richtung 15-17 Sfr. gehen. Qualität zu verkünftigen Preisen kaufen und mit Geduld halten - value investment.

    Da hat der Junge von GoldmannSachs aber wieder grob daneben gehauen. Aus der Luft gegriffen seine Prognose für Q3. Ich weiss nicht, was diese Analysten rauchen oder in welche Glaskugel sie schauen. Ernst nehmen kann man die wenigsten, viele schreiben einfach den Kursen nach, es gibt Ausnahmen. Schlimm ist aber, dass sie teilweise noch ernst genommen werden und Kurse sich (mittelfristig von ihnen) beinflussen lassen. EBIT Q3 plus 7.7 operativ mit glänzenden Margen und blendendem Ausblick.

    Bloomberg hat eine Kampagne gegen die CS geführt. Sie hatten die 8 Mia. aus der Luft getriffen. Einer wollte dann wegen der Sensationslust mit 9 Mia. die Kampagne von Bloomberg noch übertreffen... Kindergarten, Boulevardpresse... Morgen informiert die Firma selber, aber der Kindergarten wird weitergehen. Bis die Vernunft einkehrt und der Kurs kehrt und dann schreibt die massenpsychotische Presse wieder dem Kurs hinterher und wird CS über den Klee loben. Als CS gegen 80 ging, aber nicht unwesentlich mehr Umsatz als jetzt machte, gab es Journalisten und Analysten, welche Kursziele von 120-150 hatten. Psychosen. Die Wahrheit ist in der Mitte. CS ist ca. 17-23 Sfr. wert - mittelfristig.