Posts by cabrillo

    Schon spannend, wie dieser Vogel immer und immer wieder keine Gelegenheit auslässt, den Kurs von DOCM negativ zu beeinflussen. Er bestätigt sein Sell-Rating beinahe wöchentlich und sucht regelrecht nach dem Haar in der Suppe beim Unternehmen. Wenn ein Analyst soviel Zeit für die Beeinflussung des Aktienkurses investiert, macht das doch misstrauisch. Die App von DOCM ist noch kein Monat online. Ist doch normal, dass sich das Nutzerverhalten nicht vom einen auf den anderen Tag verändert. Mich interessieren die Zahlen in 2 Jahren, dann kann man eine Aussage treffen, aber sicher nicht nach wenigen Tagen. Das ist unseriös Herr Vogel.

    Nächste Woche müssen die Karten auf den Tisch gelegt werden. Ich gehe davon aus, dass spätestens nach der GV bekannt ist, welche Exponenten im Hochdorf-Krimi mitspielen und was ihre Pläne sind. Der VR muss offen und ehrlich Stellung zu den bisherigen Verhandlungen nehmen, über Absichten und Angebote informieren. Ich vermute, dass Newlat für den Hochdorf-VR nicht erste Wahl ist, weshalb sie den Weg über die Aktien gewählt haben. Ebenfalls erwarte ich bis nächsten Montag nochmals eine Beteiligungsmeldung. Letzte Woche haben an 4 Tagen über 40% der Aktien die Hand gewechselt. Gemäss SIX müssen Meldungen innerhalb von 4 Börsentagen dem Unternehmen gemeldet werden. Dieses muss die Beteiligung innerhalb von 2 Börsentagen offenlegen. Wenn die Aktien nicht zu Newlat wechselten, dann fängt das Spiel erst richtig an.

    Es gibt bei Hochdorf eine Stimmrechtsbeschränkung bei 15%. Falls Newlat 30% Aktien besitzen, haben sie trotzdem nur 15% Stimmrecht. Fuw hat in einem Artikel erwähnt, dass bei einer Umstrukturierung des Hybrids 100% zustimmen müssen. Ich kenne den Prospekt nicht und kann deshalb die Richtigkeit dieser Aussage nicht beurteilen.

    Gestern und heute wurden total über 600'000 Aktien gehandelt. Das entspricht mehr als 30% des gesamten Aktienkapitals in zwei Tagen. Ich vermute, da kommt nächste Woche nochmals eine Beteiligungsmeldung.

    Im 2019 hat die Handelszeitung den Amir Mechria interviewt. Dies nach dem Verkauf von 51% der Pharmalys Aktien an die Hochdorf AG. In diesem Interview hat Mechria mitgeteilt, dass er ein weiteres Angebot für den Verkauf seiner gesamten Firma von einer Holländischen Firma hatte. Diese wollte deutlich mehr bezahlen und alles in Cash (das glauben wir einfach mal). Den weiteren Verlauf von Pharmalys kennen wir. Seit Mitte 2023 hat die Pharmalys einen neuen Geschäftsführer, Robin-Jan de Nerée tot Babberich. Er ist zufällig Holländer. Auf seinem Linkdin-Profil schwebt im Hintergrund das Firmenlogo von Dutch Nutrition. Zeigt woher er kommt bzw. welche weiteren Beziehungen er in der Branche hat, was kaum ein Zufall sein dürfte.

    Von mir aus kann diese Dutch Nutrition entweder die Pharmalys übernehmen, um anschliessend das Darlehen von ca. CHF 70 Mio an Hochdorf zurückzuzahlen oder sie können gleich Pharmalys und Hochdorf gemeinsam übernehmen.

    Hochdorf Hybridanleihe


    Sehr spannende Situation, weil gerade auch so komplex. Um den Wert der Hybridanleihe ermitteln zu können, müssen die Assets und somit ein möglicher Verkaufserlös beurteilt werden. Was ist denn in der Bilanz vom 30.06.23 werthaltig?


    -Liegenschaft Sulgen inkl. Anlagen

    -Vorräte

    -Cash

    -Darlehen Pharmalys


    Fixed assets haben in der Bilanz einen Wert von CHF 134 Mio. Das dürfte die Liegenschaft in Sulgen inkl. Anlagen sein. Der Sprühturm 9 wurde vor einigen Jahren für CHF 90 Mio erstellt und ging bis heute nicht in Betrieb, da der Markt in China nicht erschlossen werden konnte. Falls ein Käufer die Anlagen voll ausnützen könnte, wäre ein Preis für die gesamte Immobilie zwischen CHF 80 - 100 Mio möglich. Die Vorräte sind mit CHF 52 Mio bewertet. Liquide Mittel sind knapp CHF 10 Mio und das Aktivdarlehen Pharmalys inkl. Forderungen aus Leistungen mit CHF 66 Mio ausgewiesen.


    Die Milchpulverherstellung macht ca CHF 200 Mio Umsatz und soll per Ende 2026 eingestellt werden. Mit Baby Care wird ein Umsatz von ca CHF 100 Mio erzielt. Die Marken wie Bimbosan etc. sind wohl werthaltig. Bei einem Wert von 0.3 vom Umsatz wäre ein möglicher Preis bei ca CHF 30 Mio.


    Demgegenüber stehen Bankschulden von CHF 74 Mio und die Hybridanleihe mit CHF 116 Mio plus Zinsen.


    Im besten Fall wird Liegenschaft mit Vorräten und Marken CHF 150 - 180 Mio wert sein. Wenn der Verkauf schwierig ist, dann deutlich weniger. Die Aktionäre stimmen dem Verkauf womöglich nur unter der Bedingung eines haircuts der Anleihengläubiger zu. Am Schluss bleibt den Aktionären das Darlehen und der Mantel. Vielleicht kann man diese Werte für ein bisschen Geld zu einem späteren Zeitpunkt verscherbeln.


    Absolut keine Anlageempfehlung, hoch spekulativ!

    Für die Hybridanleihe-Inhaber von Hochdorf ist alles möglich. Ich hoffe, es endet nicht wie bei Swissport. Da gingen die Inhaber von unbesicherten Anleihen komplett leer aus, während die besicherten Bonds vollständig zurückbezahlt wurden. Ich vermute, dass nun alles an ZMP hängt. Die haben grösseren Einfluss als mir bewusst war. Für ZMP zählen evtl. nicht nur Kennzahlen, sondern auch Tradition, Arbeitsplatzsicherung, etc. Die ZMP verfügt aktuell über folgende Beteiligungen:


    -Emmi AG 53%

    -Neue Napfmilch AG 91%

    -Bergkäserei Marbach AG 85%

    -Hochdorf Holding AG 17.95%

    -Caseificio dimostrativo del Gottardo 21%

    -Lati SA 82%


    Es bleibt sicher spannend, wie es mit Hochdorf weiter geht.

    Jede Veränderung bietet auch Chancen. Ich sehe sogar etwas Positives hinter dem Verkauf von Skidata, sofern es sich um einen ersten Schritt in einer Transformation handelt. Der Umsatz dieses Bereichs beläuft sich auf aktuell ca. USD 330 Mio. Ich rechne mit einem Verkaufspreis um ca. USD 250 Mio. Damit kann ein grosser Teil der Schulden getilgt werden. Der Bereich Cybersecurity wird im 2025 ca. USD 150 Mio Umsatz generieren und könnte dann den break-even erreichen. Falls IOT weiter stark wächst, wäre im 2025 ein Umsatz von ca. USD 120 Mio möglich. Dann bitte noch das Filmgeschäft veräussern und es wird eine komplette Neubewertung der Firma geben, welche sich nach den Wachstumszahlen der beiden Bereiche Cybersecurity und IOT richtet. Alles etwas kleiner jedoch für den Aktionär positiv.

    Kurzes update zum Jahresende - keine Anlageempfehlung!:


    KLM85:
    In meinen Augen besteht kaum weiteres Aufwärtspotential im Preis, da die Zinsen bereits wieder deutlich gesunken sind und die Coupons-Anpassung erst im 2025 erfolgt. Den folgenden Index habe ich als Indikator herangezogen (yield to maturity):

    S&P Switzerland Investment Grade Corporate Bond Index | S&P Dow Jones Indices
    The S&P Switzerland Investment Grade Corporate Bond Index seeks to track the performance of debt issued by any investment-grade corporation denominated in CHF,…
    www.spglobal.com


    ARY14:
    Kein Schrott mehr. Ich vermute, dass die Rückzahlung bis 2025 erfolgt. Hauptanteil an der Rendite besteht nach dem kürzlichen Aufwärtstrend aus dem Coupons, steuerlich wenig interessant.


    HOC171:Hier besteht wohl keine Eile. Ich sehe für die nächsten Jahre vier realistische Szenarien:

    -Konkurs (falls turnaround nicht gelingt)

    -Übernahme durch Emmi (wieso auch immer)

    -Umwandlung Schulden in Aktien (Eigenkapitalstärkung)
    -Rückzahlung Schulden in einigen Jahren durch deutlich gesteigertes Ergebnis (über mehrere Jahre)


    KUD16:

    Rückzahlung im September 2024 noch möglich. Wahrscheinlichstes Szenario durch Aufnahme von private debt. André Kudelski hat ja bekanntlich ein grosses Netzwerk in der Welt der Schönen und Reichen. Rechne mit der Bekanntgabe einer Finanzierungslösung bis Ende Jan. 2024.


    IDIA18:

    Rückzahlung im Sommer 2024 fraglich. Eher Verlängerung mit verbesserten Konditionen, was für Inhaber des Bonds interessant sein könnte, aber natürlich wie alle diese Obligationen auch deutliche Risiken birgt.

    Vielleicht haben wir hier im Forum einen Steuerexperten. Gemäss meiner Recherche ist bei einer Liquidationsdividende die Rückzahlung des einbezahlten Kapitals steuerfrei. Der HR-Auszug weist ein Aktienkapital von CHF 5.2 Mio aus, was CHF 1 pro Aktie entspricht. Der darüber liegende Anteil der Liquidationsdividende unterliegt wohl der Verrechnungssteuer und somit auch der Einkommenssteuer. Ist evtl. sowohl für aktuelle Inhaber als auch für potentielle Käufer interessant.

    Ich bin der Meinung, dass docm, sofern sie keine gravierenden Fehler macht, in den nächsten 1-2 Jahre übermässig von der Entwicklung um das E-Rezept profitieren sollte. In meinen Augen bildet der Markt diese disruptive Veränderung noch nicht ab. Im Juni 2023 wurden pro Tag durchschnittlich 8000 E-Rezepte eingelöst. Im November sind es aktuell bereits ca. 88'000 pro Tag. Somit wäre ich nicht erstaunt, wenn es in wenigen Monaten 3 Mio pro Monat wären. 36 Mio pro Jahr sind bereits 8% von angenommenen 450 Mio Rezepten pro Jahr.

    Betreffend Rückzahlung von KUD16 mach ich mir keine Sorgen. Die haben längst einen Plan. Zudem wurde im Feb. 2023 ein Bericht in der FuW publiziert, ein Ausschnitt davon lautet:


    Wir haben ein Projekt, mit dem wir zusätzliches Kapital aufstellen, um die Anleihe für 2024 zu begleichen», sagt CFO Saladini. Wie das im Detail ausschauen wird, lässt er aber noch offen.


    Und sonst gibt es ja noch die Kudelski Stiftung, welche bereits bei der Rückzahlung der letzten Anleihe in die Bresche gesprungen ist.

    immer wieder das gleiche

    Es ist doch immer das gleiche Spiel. Die Aktie steigt und steigt und die Analysten erhöhen ihre Kursziele am Laufmeter. Die Kursziele überbieten den steigenden Kurs immer und immer wieder. Irgendwann kommen die Shorties und der Trend dreht sich. Kaum merken das die Analysten, senken sie laufend ihre Kursziele und immer noch etwas tiefer als der aktuelle Kurs. Aber irgendwann locken die tiefen Kurse wieder Investoren, Hedgefonds und Spekulanten an. Dann beginnt das ganze wieder von vorne. Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung noch ca 0.28 vom Umsatz. Bei den höchsten Kursen lag das Verhältnis bei ca. 3. Zum Vergleich, bei Shop Apotheke liegt das Verhältnis aktuell bei ca. 1.

    Vola nimmt zu

    Spannend was hier gerade passiert. Ich meine die Short-Position von 30% entspricht in etwa 3,3 Mio Aktien. Wahrscheinlich hat einer der Shorties hat kalte Füsse gekriegt und ca. 150'000 Stück gekauft. Mit diesem zusätzlichen Volumen stieg die Aktie kurzfristig ca. 20%. Möchte wissen was passiert, wenn diese 3 Mio Stück gekauft werden müssen. Da wird es wohl in den nächsten Tagen ziemlich hoch und runter gehen.

    Wieso bist du so agressiv ghost und greifst mich persönlich an? Solche Kommentare von dir bestärken nur bestehende Zweifel. Ich habe nur einen sachlichen Artikel reingestellt. Ein Urteil kann sich jeder selbst machen. Es ist nun mal so, dass in Branchen wie Cannabis, COVID, Blockchain, AI und Gold viele Unternehmen wie Pilze aus dem Boden schiessen. Für Unternehmen die niemand kennt wird auf einmal extrem viel Werbung in Deutsch betrieben und auch noch eine Homepage in dieser Sprache unterhalten. Und ja, einige dieser Fakten passen halt auch auf Datametrex, deshalb diese Assoziation. Aber wie gesagt, ein Urteil soll sich jeder selber bilden.

    Artikel

    Ich will hier nichts und niemanden verurteilen. Dennoch musste ich an Datametrex denken, als ich folgenden Artikel gelesen habe (Quelle: Lynx, Online-Broker, 2022). Für alle die denken, es gehe nur um Cannabis, bitte auch den letzten Satz des Artikels lesen.


    Das sollten Sie beim Handel mit Cannabis Aktien beachten, vor allem in Boomphasen


    Vorsicht vor Pump-and-Dump-Betrug


    Auch wenn sich die Wachstumsaussichten für die meist noch sehr kleinen Unternehmen der jungen Marihuana-Branche insgesamt stetig verbessern, sollten Sie bei Aktieninvestments sehr vorsichtig sein: Besonders beim Thema Marihuana fielen viele Betrügereien nach dem „Pump-and-Dump-Schema“ (Aufpumpen und Abladen) auf. Dabei werden Aktien von wertlosen, kleinen Firmen mit viel PR und Jubelmeldungen gezielt in die Höhe getrieben. Mit teils deutschsprachigen (!) Pressemeldungen sowie in bekannten Diskussionsforen wird dazu gezielt für diese angeblichen Geheimtipps mit unglaublichem Kurspotenzial „getrommelt“. Dass die Geschichten dahinter frei von PR-Profis erfunden wurden, können sich viele Anleger nicht vorstellen. Denn auch die aufwändig erstellten Internetseiten, Pressemeldungen und Kaufempfehlungen wirken sehr professionell.


    Bei wertlosen Firmen spielt jeder Aktienverkauf 100% Gewinn in die Taschen der Betrüger


    Für unterstützende „Dienstleistungen“ ein paar Aktien abzugeben macht sich für die Hintermänner der Betrügereien bezahlt: Denn wenn wertlose oder fast wertlose Firmen künstlich auf eine millionenschwere Bewertung aufgepumpt werden, bedeutet jeder einzelne Aktienverkauf an Anleger bis zu 100% Gewinn – egal zu welchem Kurs verkauft wird. Sind alle Aktien mit PR und gekauften Kaufempfehlungen unters Volk gebracht, so ebbt das Trommelfeuer der PR-Meldungen ab und die Aktien streben ihrem eigentlichen Wert bei null entgegen.


    Sie erkennen diese Firmen meist daran, dass sie in den USA oder Kanada im OTC-Markt gelistet sind, d.h. nicht an einer regulierten Börse wie der NYSE oder der Nasdaq. Weil es sich zudem herumgesprochen hat, dass sich hierzulande besonders viele leichtgläubige Anleger finden lassen, gehört ein Zweitlisting in Deutschland zum Plan vieler Abzocker. Dieses Betrugsschema gibt es natürlich nicht nur im Cannabis-Bereich, sondern in nahezu jeder Boombranche, die eine Zeit lang von Anlegergeld überschwemmt wird.

    Call Date

    Ich habe mich nochmals tiefer mit dieser Thematik befasst. Folgende Punkte könnten für eine vorzeitige Rückzahlung im Juni 2023 sprechen:

    Dazu habe ich einen Artikel von Independent Credit View AG vom 03.02.2020 gefunden. Dort wird Stellung zu Nachrangigen Unternehmensanleihen genommen und erwähnt, dass es bis anhin in Europa nur wenige Fälle gibt, wo Nachrangrefinanzierungen nicht am ersten Call Date erfolgt sind (Aryzta, Alpiq, versehentlich Enel).


    Auf Grund des gestiegenen Zinsniveaus, würde der Zinssatz bei heutigem Kündigungstermin auf ca. 5,81 % zu liegen kommen. Nun besteht aber das Risiko für den Schuldner, dass in den nächsten 14-15 Monaten bis zum Call Date der 5 y Swap CHF nochmals zünftig steigen könnte. Je nach Entwicklung wären somit auch ein deutlich höherer Zinssatz möglich. Klar, zur Zeit wird kein Zins bezahlt, aber geschuldet ist er ja trotdem.


    Ebenfalls erwähnenswert ist, dass bei der Aufnahme von Hybridkapital die Verbesserung der Bilanzstruktur im Vordergrund steht (je 50% als Eigen- und Fremdkapital anrechenbar). Diverse Einstufungen von Ratingagenturen sehen jedoch den Wegfall des Eigenakpitalanteils vor, falls die Rückzahlung nicht zum ersten Kündigungstermin erfolgt. Vielleicht ist das für Hochdorf irrelevant, da sich keine Ratingagentur für das Unternehmen interessiert.

    Mir ist klar, dass ebenso viele Punkte auch gegen eine vorzeitige Rückzahlung sprechen. Schlechte Bonität, hohes Hybridkapital im Verhältnis zum Eigenkapital etc. Finde es auf jedenfall spannend, die Entwicklung weiter zu beobachten.

    Bewertung

    Die aktuelle Bewertung von ca. USD 370 Mio scheint mir in Anbetracht der Liquidität von knapp USD 200 und der Pipeline mit ausichtsreichen Kandidaten doch recht tief. Überlege mir hier einen Einstieg, da dieses Jahr doch noch einige wichtigen Daten veröffentlicht werden sollten.