Posts by simon23

    SMI im Juni 2011

    MarcusFabian wrote:


    Sehr interessante Sichtweise, zugegebenermassen extrem formuliert, aber doch irgendwie wahr.

    MF, finde generell deine Analysen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wertvoll. Sehr kritisch, aber in sich konsistent (jedenfalls für mich).

    Howgh und enjoy the weekend

    SMI im Juni 2011

    Denne wrote:

    Quote


    Das ist einer der wenigen Vorwürfe, den man Bubble Ben nicht machen kann. Wer weiss schon, wie es in den USA heute um das Wachstum, die Arbeitslosigkeit und die Schuldenlast stehen würde, wenn die FED nicht aus allen Rohren gefeuert hätte. Ich gehe mal davon aus, dass die ca. 2.5 Billionen Dollar durchaus einen Effekt hatten, nämlich den Totalabsturz zu verhindern.


    Offenbar reicht das aber nicht, um das Ruder wirklich rumzureissen.


    An deinen Überlegungen ist sicher was Wahres dran. Ich frag mich einfach wie viel von dem Geld wirklich in die Realwirtschaft geflossen ist.

    SMI im Juni 2011

    geldsammler


    Du meinst wegen time lag erst recht jetzt Aktien zukaufen? Würd ich mir also noch einmal überlegen, scheint recht riskant zu sein. Auch wenn man so Aussagen wie die von Shiller und Konsorte hört.

    All die wissenschaftlichen Arbeiten zu time lag beziehen sich vor allem auf traditionelle geldpolitische Instrumente wie Leitzinsveränderungen. Ob sich bei quantitativem easing der time lag bezüglich Inflation ähnlich verhält? Habe nichts darüber gehört, könnte sein. Der Effekt auf Wachstum und Arbeitslosigkeit ist ja scheinbar ziemlich ausgeblieben.

    SMI im Juni 2011

    Apropos möglichem Absturz: Robert Shiller meint, Aktien seien 40% überbewertet.


    http://seekingalpha.com/articl…remain-grossly-overvalued

    http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_J._Shiller




    Wegen Geldpolitik und Wirkung. Generell geht man zwischen Implementierung der Massnahme und Wirkung von einem time lag (Verzögerung) zwischen 6 - 18 Monate aus, je nach Studie.


    eine unter vielen Studien (geht auf die Wirkung von Geldpolitik auf Inflation ein)

    http://www.bankofengland.co.uk…apers/extmpcpaper0006.pdf

    SMI im Mai 2011

    K3000, bist du sachlich mit deinen Argumenten schon am Ende? Das ging aber relativ schnell :shock:


    k3000 wrote:

    Quote
    So wie camel, der Mann mit dem vielen purple haze. Oder Felix, der ständig Namen von Finanzdespoten schreit, wenn ihm keine rationalen Argumente mehr einfallen. Fritz, der stille supporter. Und MarciusFabian, der besonnene Subsumierer. simon23, der Studi aus Stastikvorlesung, der gerne die Menüs in der Mensa für 5.40 isst und ein CS Academica Konto hat, damit die paar Hundert Fränkli pro Monat von Papi auch schön Zinsen geben. Flipper, der es ähnlich hält wie Felix, aber bei den Trades oben aus schwingt. Und natürlich auch anser mit der Genitalkraft des Gammelfleisches.


    Wow, tönst du frustriert!

    Zu deinen Fantastereien nur soviel: Bin einiges älter als 23 (23 ist nur meine Glückszahl, obwohl die mir im Moment an der Börse auch nicht unbedingt hilft) und arbeite im Risk Management.


    Wenn du Hilfe brauchst:

    Die evangelische Telefonseelsorge ist rund um die Uhr besetzt.

    Kostenlose Rufnummer: 0800 111 0 222

    SMI im Mai 2011

    k3000 wrote:

    Quote
    Renditemöglichkeit pro Einheit Risiko


    Und genau da liegt der Hund begraben... Was ist eine Einheit Risiko?


    Ist es die historische Schwankung (Varianz, Standardabweichung) einer Anlage? Ja, von welchem Zeitraum denn? Die letzten 3 Monate oder die letzten 3 Jahre?


    Was ist wenn die Schwankung nicht Konstanz über die Zeit ist, sondern sogenannte Volatiltätscluster auftreten können (sprich Perioden mit überproportional vielen Extremausschlägen, die berühmten Fat Tails). Dann wäre beispielsweise auch die Kurtosis, die bei einer Verteilung die Dicke der Tails misst, ein Risikoindikator.


    Mit vergangenen Daten in die Zukunft schauen?

    Bei all deinen Risikoindikatoren wird meistens mit der vergangenen Volatiltät gerechnet, warum nie mit der impliziten Volatiltät (sprich mit der von den Marktteilnehmern erwarteten zukünftigen Schwankung), die aus Optionen abgeleitet werden kann?


    Es gibt auch Bestrebungen wie die Extemwerttheorie, wo man versucht aus vergangenen Daten potentielle zukünftige noch nie dagewesenen Extremwerte abzuleiten. In Holland hat man so zum Teil die Höhe der Deiche berechnet.


    Oder ist die ganze Statistik eh für die Katz und der einzige Weg ist eine auf fundamentaler Argumentation begründete Zukunftssicht unter Berücksichtigung von Worst Case Szenarien?




    k3000 wrote:

    Quote
    Leider muss ich feststellen, dass auch grundlegendste ökonomische Konzepte hier nicht verstanden werden.


    Und du verstehst sie?

    Re: Grüezi Alan

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    Geht es darum, dass wir hier Schwanzlängenvergleiche anstellen, indem wir uns Fachbegriffe um die Ohren hauen, die niemand ausser einigen auserwählten Bankstern versteht?


    Oder geht es vielmehr darum, unser Wissen, unsere Erfahrung etc. in einfachen Worten so darzustellen, dass eine maximale Anzahl von Lesern davon profitieren kann?


    simon23: Ich habe mich vor über 10 Jahren für die 2. Variante entschieden. Und Du?


    Heihei, nix Angeben oder so, sondern wollte K3000 eine kurze und präzise Frage stellen, da mich ökonometrische Themen interessieren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ökonometrie


    Habe gerade nicht daran gedacht, ob bei meiner Frage irgendjemand profitieren kann, aber hast ja schon Recht mit deiner Aussage zum Profitieren.

    Ich nix Bankster und aktive Teilnahme an Börse ist gleich 3 Wochen.


    Im mathemaischen Sinne ist ein Beta von 0 bei einer Regression nicht abwägig, bedeutet nur keinen Effekt bei Veränderung von Wert A auf Wert B. Gibts bei Regressionsschätzungen immer mal wieder. Wichtig bei der ganzen Sache ist aber vor allem auch die Signifikanz/Gültigkeit (t-Wert, p-Wert des Koeffizienten) des Betas.

    So, jetzt aber Schluss damit und gute Nacht.

    SMI im Mai 2011

    @MF


    Korrekt und verständlich beschrieben, da zeigt sich doch mathematisches Verständnis.


    P.S. Und vielen Dank für all die Monatseröffnungen! Die sind echt super.

    SMI im Mai 2011

    @ k3000


    Darf ich deine Aussagen ein bisschen präzisieren.


    Das R-Quadrat misst im Rahmen einer (linearen) Regressionsmodell wie viel von der Varianz einer zu untersuchenden Variabel durch das Modell erklärt werden kann. R-Quadrat liegt immer zwischen 0 und 1, wobei 1 auf einen perfekten linearen Zusammenhang hindeutet.


    Nur im univariaten Fall (sprich wenn du nur eine Variable hast um die Schwankung einer anderen Variable zu erklären) ist das R-Quadrat gleich dem quadrierten Korrelationskoeffizienten dieser beiden Variablen.


    Das R-Quadrat sagt mir nichts über die Richtung des Zusammenhangs und nicht über die Grösse des Koeffizienten, sondern wenn schon etwas über die Signifikanz des Koeffizienten und über die Stärke des linearen Zusammenhangs.


    Das CAPM Modell, das eine schwache empirische Evidenz hat, misst genau wie du es in deinem Post beschreibst (...so auf dem Holzweg war ich wohl nicht) wie sich die Rendite einer Aktie im Vergleich zur Rendite eines (Benchmark)-Marktes bewegt, also z.B. Nestlé und SMI. Ein hohes R-Quadrat sagt aber nicht aus, dass sich die beiden ähnlich bewegen, sondern nur das der lineare Zusammenhang gross ist. Die beiden Werte können sich sogar gegensätzlich zueinander verhalten: (negativer) Korrelationskoeffizient von -0.9 ist gleich R-Quadrat von 0.81. Es ist heikel zu sagen, dass die Veränderung der Aktie auf eine Bewegung des Indexes zurückzuführen ist, Stichwort Kausalität.

    Ein Beta von 1 sagt aus, dass die Aktie ein genau gleich hohes Risiko ausweist wie der Markt. Bei Beta

    SMI im Mai 2011

    k3000


    Würd mich noch interessieren: R-squared als Risikoindikator? Wie sieht denn die dazu gehörende Regression aus? Ev. CAPM? Umso schlechter das Gütemass umso höher das Risiko?