Posts by Flipper

    Globale Marktsituation

    Die Frage die alchimist anspricht, beschäftigt mich auch.

    Es wird behauptet, dass der zinseszins Effekt zum Zusammenbruch jeder Währung führen muss. Aber bei einem funktionierenden Wirtschaftssystem müsste doch der Bankrott jeweils rechtzeitig zu einer Verringerung der Geldmenge führen, bevor das ganze System zusammenbricht.

    Ist es nicht eher die menschliche Psyche, die gegen den Zinseszins spricht als die Mathematik?

    SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

    Quote
    Wenn Du Dich wirklich für den SMI interessierst, dann musst Du auch zu den Amis Ja sagen und zwar unzweideutig. Sonst empfehle ich Dir, die Finger von der Börse zu lassen.


    Was soll denn das jetzt?

    Was ist mit selber denken? Was ist mit kritisch hinterfragen? Hirn abschalten, wenn man sich für den SMI interessiert?

    Wer nicht für uns ist, ist gegen uns? Das ist ja richtige Talibanlogik.

    SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

    Quote

    Flipper wrote:



    Und die Gemüter der Amerikaner durften nicht gekocht haben 9/11?


    Es dürfte inzwischen auch dir klar sein, dass Irak nichts mit 9/11 zu tun hatte.

    Zudem gehen die Iraker nicht in die USA, um die Mörder unschuldiger irakischer Zivilisten zu jagen und zu töten.

    Gold

    weico wrote:

    Quote
    Warum nur bekommen all die Länder JETZT Kredite,wenn ihre Währungen (nach DEINER Meinung ) ja so "ungedeckt" sind...:?:

    P.S:..nicht antworten sonder schlicht einwenig nachdenken...:twisted:



    Bekommen sie denn Kredite? Ich meine auf dem freien Markt.


    Sorry, dass ich geantwortet habe! *wink*

    SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

    Quote
    Aber komm mir bitte nicht mit der unschuldigen Hausfrau in einem Dorf im Irak! Die Wahrscheinlichkeit, dass sie durch marodierende GIs behelligt wurde oder wird ist wohl kleiner, als die Wahrscheinlichkeit für sie, unter ein Tram zu geraten.


    Aber zumindes hierzulande spielt es schon eine Rolle, ob eine unschuldige Hausfrau von einem Tram überfahren wird oder von einem albanischen Raser. Da kann man sich in etwa vorstellen, wie im Irak die Gemüter kochen, wenn einheimische Zivilisten durch Ausländer getötet werden, egal ob irrtümlich oder nicht.

    Gold

    Elias wrote:

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    MarcusFabian wrote:

    Das Problem ist halt, dass man zuerst diese Überschüsse erwirtschaften muss, um das Gold kaufen zu können. Das kann lange dauern. Die Profiteure davon sind die Länder, die Goldressourcen haben.


    Ich glaube nicht, dass Länder mit Goldressourcen einen Vorteil haben gegenüber Ländern mit anderen Ressourcen. Wichtig ist es überhaupt etwas zum Tauschen zu haben. Wer Oel, Weizen oder Computer hat, der kann es sofort gegen Gold tauschen. Wer nur Goldressourcen hat und sonst nichts, der muss sein Gold weggeben um an die anderen Güter zu kommen.

    Und wie MF schon geschrieben hat, wer garnichts hat, ist eh verloren, mit oder ohne gedeckte Währung. There is no free lunch.

    Re: bitcoins

    rainii wrote:

    Quote
    anstatt amero, wie wärs mit etwas neuem:

    BITCOINS



    Kannte ich auch noch nicht. Mir gefällt v.a., dass es quelloffen ist. Kein Konzern, keine Regierung, die es kontrollieren kann.

    Trotzdem würde ich zurzeit keine Bitcoins erwerben, weil ich es nicht verstehe.

    Was würde zum Beispiel geschehen, wenn das Internet lahmgelegt würde?

    Könnte man mit Computerviren Bitcoins zerstören?

    Aber eine spannende Erfindung sind diese Bitcoins auf jeden Fall.

    Wäre vielleicht ein Thema für den Geldsystem Thread.

    Re: SMI im Juni 2011

    Halligalli wrote:

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    hallo Flipper, Du übersiehst da etwas ganz Wesentliches,die "Alten" haben über 40 Jahre und mehr Rentenbeiträge geleistet. Es ist das Umlagesystem an dem es hapert. Ausser dem finde ich es zum ko..... wie jung gegen alt ausgespielt wird. Da könnte noch viel dazu gesagt werden, wäre aber ein bizzeli OP, gell..........


    Es geht mir nicht um die AHV, oder um das Ausspielen von Jung gegen Alt, ich selber gehöre übrigens zu den "mittelalterlichen" und habe keine Kinder, sondern es geht mir darum, was IGWT geschrieben hat. Das heisst, wenn die Alten einen riesigen Berg von Staatsschulden aufgebaut haben, sollten sie sich nicht wundern, wenn die Jungen sich verar... vorkommen und sagen "mit uns nicht" und einen Reset verlangen. Und dies hätte dann auch Auswirkungen auf die Renten.

    Ich habe übrigens nichts dagegen, wenn der Staat sich verschuldet, um sinnvolle Investitionen zu finanzieren, denn davon profitieren auch die Jungen.

    Re: SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

    Quote
    Die Jungen haben nie das Recht sich zu beklagen, dass ihre Eltern (oder Elterngeneration) nicht genug vorgesorgt haben! Sie können nur beweisen, dass sie besser sind und für ihre eigenen Kinder besser vorsorgen!


    Hört endlich auf zu klagen und zeigt, dass Ihr es besser könnt!



    Es geht nicht darum, ob sich die Jungen beklagen oder nicht. Sondern es geht darum, ob sie bereit sind die Schulden und die Renten der Alten zu bezahlen. Wenn nicht, dann sollten sich die Alten nicht beklagen.

    Globale Marktsituation

    Meerkat wrote:

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    A propos Dollarnote, @MF: Habe in meiner Schublade ein 1-Dollarnote gefunden. Da steht drauf: THIS NOTE IS LEGAL TENDER FOR ALL DEBTS, PUBLIC AND PRIVATE. Frage: Die Note ist aus dem Jahr 1977, steht heute etwas anderes drauf?


    Ich habe 1- und 10-Dollarnoten aus dem Jahr 2006 und da steht dasselbe drauf.

    Globale Marktsituation

    MarcusFabian wrote:

    Quote

    Flipper wrote:


    Im China-Thread hast Du Dich auf Chris Martenson berufen. Also halte Dich daran: Die Erdölförderung wird teurer, weil man immer mehr Energie - sprich Erdöl - investieren muss, um ein Barrel Öl aus dem Boden zu holen (oder ein Kilo Kupfer etc.) Da spielt es keine Rolle, in welcher Verrechnungseinheit das finanziert wird: Wenn ich 101 Liter Öl investieren muss, um 100 Liter aus dem Boden zu pumpen ist Game over.



    Ich meinte damit, dass wir wegen des Fiatgeldes in der Vergangenheit zu verschwenderisch mit den Ressourcen umgegangen sind und jetzt gehen sie langsam zur Neige. Ich denke, bei gedecktem Geld hätte es ein langsameres und nachhaltigeres Wirtschaftswachstum gegeben und wir und die Chinesen hätten ein paar Probleme weniger.

    Re: SMI im Juni 2011

    in_God_we_trust wrote:

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    MarcusFabian wrote:



    Das ist so eine hirnlose Floskel! Die Jungen tragen dann auch keine Schuld, dass sie geboren wurden. Offenbar besser, sie wären nie geboren worden, dann müssten sie sich heute nicht beklagen!


    Die Regimes in Nordafrika haben das wohl ganz ähnlich gesehen wie du. *wink*

    China - Fluch oder Segen?

    Nouriel Roubini sieht die Zukunft Chinas ziemlich düster.

    http://www.project-syndicate.org/commentary/roubini37/German

    Quote:

    Quote
    Als die Nettoexporte 2008-2009 von 11% auf 5% vom BIP einbrachen, reagierte der chinesische Staatschef mit einer weiteren Erhöhung des Anteils der Anlageinvestitionen am BIP von 42% auf 47%.

    China erlebte also nur deshalb keine schwere Rezession – wie sie 2009 in Japan, Deutschland und andernorts in den asiatischen Schwellenländern auftrat –, weil die Anlageinvestitionen explodierten. Und deren Anteil am BIP hat 2010-2011 weiter zugenommen und liegt inzwischen bei nahezu 50%.


    Das Problem ist natürlich, dass kein Land so produktiv sein kann, dass es 50% vom BIP in neues Grundkapital investieren kann, ohne es irgendwann mit enormen Überkapazitäten und einem erschütternden Problem mit faulen Krediten zu tun zu bekommen. In China wird viel zu viel in physisches Kapital, Infrastruktur und Immobilien investiert. Für einen Besucher ist dies erkennbar an den eleganten, aber leeren Flughäfen und Hochgeschwindigkeitszügen (die den Bedarf an den 45 geplanten neuen Flughäfen weiter reduzieren werden), den Autobahnen ins Nichts, den tausenden von riesigen neuen Regierungsgebäuden für Zentral- und Provinzregierungen, Geisterstädten und brandneuen Aluminiumhütten, die geschlossen gehalten werden, um einen Verfall der Weltmarktpreise zu verhindern.



    Was Roubini nicht erwähnt, sind die Unterhaltskosten für die auf Vorrat gebaute Infrastruktur. Bereits die USA können sich den Unterhalt ihrer Infrastruktur nicht mehr leisten. Was kommt da auf China zu?


    Ein weiteres Problem sind die zur Neige gehenden Rohstoffe und Energie. Ich empfehle jedem sich zu diesem Thema die Videos von Chris Martenson anzuschauen.

    Die Chinesen können sich noch so viel an Ressourcen im Ausland zusammenkaufen. Wenn es hart auf hart kommt, werden sie wieder nach Hause geschickt.


    Ich glaube bei der ganzen China-Euphorie wird vergessen, dass wir nicht mehr im 19. oder 20. Jhdt. leben. Die Bedingungen für Schwellenländer sind nicht die selben, die der Westen und Japan hatten, als sie ihre Volkswirtschaften aufgebaut hatten.


    Ich kann natürlich leicht Ratschläge erteilen, aber China müsste versuchen, sich auf eine nachhaltige, Ressourcen schonende Weise zu entwickeln. Ich sehe leider nicht, dass sie das tun.

    Globale Marktsituation

    Ramschpapierhaendler wrote:

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    Ein perfektes System gibt's wohl gar nicht. Das heutige hat aber zu viele gravierende Mängel. Mir wäre ein Geld, das nur im Rahmen des Wirtschaftswachstums inflationiert werden könnte, klar lieber.


    Es bräuchte ein Wirtschafts- bzw. Geldsystem, das sich gegen die Schwächen des menschlichen Charakters behaupten kann.

    Schon der real existierende Sozialismus ist daran gescheitert, dass der Mensch nicht so altruistisch ist, wie ihn die Theoretiker gern gehabt hätten.

    Es scheint, nun ist der real existierende Kapitalismus an der Reihe.

    Das Fiatgeld ermöglicht es uns auf Kosten der nachfolgenden Generationen schneller zu wachsen, als es aufgrund der vorhandenen Ressourcen gesund wäre. Wir verschwenden Erdöl und andere Rohstoffe, weil sie billig sind und billig sind sie, weil das Geld billig ist. Braucht ein Unternehmen Geld um eine Oelquelle zu erschliessen? Kein Problem, die Bank macht "hokus pokus" und schon ist das Geld da.

    Das selbe Spiel bei den Staatsfinanzen. Getrauen sich die Politiker nicht die Steuern zu erhöhnen oder zu sparen, weil sie wissen, dass das beim Wahlvolk nicht gut ankommt, wird halt Geld gedruckt, es ist ja billig.


    Uns geht es gut. Rohstoffe und Energie sind billig und wir können nach Lust und Laune die Staatsschulden erhöhen. Ein heute 80-jähriger hatte ein gutes Leben und er kann darauf vertrauen, dass er die Zeit der Abrechnung nicht mehr erleben wird.


    Solange wir die Politiker wählen, die uns das Blaue vom Himmel versprechen und nicht die Ehrlichen, die sagen, was Sache ist, sind wir nicht reif für ein System mit ungedecktem Geld.

    In der Antike hatte man wohl ein realistischeres Bild vom Charakter des Menschen, als heute.

    SMI im Mai 2011

    orangebox wrote:

    Quote
    Meine ehrliche Meinung:

    Dieser Thread wiederspiegelt irgendwie eine Finanzuntergangsstimmung mit fatalen Auswirkungen inklusive Hyperinflation,massivste Ausschreitungen und was weiss Gott noch was.


    Die Realität sieht aber irgendwie immer noch ganz anders aus die Schweiz,Deutschland und sonstige nordische Länder boomen wie seid langem nicht mehr.



    Du hast schon recht, es gibt Staaten, die boomen. Es gibt aber andere Staaten, die boomen nicht. Ich bin zurzeit in Ungarn und hier boomt gar nichts.


    Die Finanzuntergangsstimmung entstand wohl aus der Erfahrung, dass ein fallender Dominostein (Lehman) weltweit das Finanzsystem an den Abgrund führen kann und aus der begründeten Vermutung, dass das System seither nicht stabiler geworden ist.


    Ich denke, die Meisten hier im Thread sind sich sicher, dass irgendwann in absehbarer Zeit ein wesentlich grösserer Dominostein fallen wird und dass das Finansystem dann nicht mehr gerettet werden kann.

    Ausschreitungen gibt es schon jetzt und beim nächsten Finanzcrash würden sie natürlich noch grösser, aber deshalb wird die Welt nicht untergehen. Es ist bestimmt nicht dumm, sich auf dieses nicht unwahrscheinliche Szenario vorzubereiten. Wer weiss, das er in einem solchen Fall nicht alles verlieren würde, der kann relativ gelassen abwarten, was geschehen wird.

    SMI im Mai 2011

    marabu wrote:

    Quote
    Wenn Sie weiter in die "Tiefe" gehen wollen, bitte! Dann zeigen Sie mir aber auf, dass Ihr Tun und Denken kohärent ist.

    Glasklar, aufrichtig und widerspruchsfrei... 8)


    Ach, das Leben besteht doch aus Widersprüchen.

    Nehmen Sie als Beispiel den freiheitsliebenden Familienvater, eigentlich ein Widerspruch in sich. *wink*

    Aber erklären Sie mir konkret den Widerspruch, den mein Handeln als Spekulant und mein Wunsch nach einem freiheitlichen, sozialen, demokratischen Rechtsstaat bilden. Müsste ich mir also konsequenterweise einen unfreiheitlichen, asozialen, undemokratischen Unrechtsstaat wünschen? Braucht es einen schwachen Staat indem finanzstarke Lobbyisten und von uninformierten Bürgern gewählte korrupte Politiker bestimmen wo es lang geht, damit ich die beste Performance mit meinen Spekulationen erzielen kann? Darf einen Spekulanten nur interessieren, wie er soviel Geld wie möglich zusammenraffen kann, damit er nicht schizophren wird?

    SMI im Mai 2011

    marabu wrote:

    Quote
    Kurz: Europa fehlt es an echt liberalen Politikern mit Format, welche nicht bloss mit einem Auge auf ihre persönlichen Vorteile und mit dem andern auf die nächsten Wahlen schielen. Disgusting, nicht wahr?


    Wie CrashGuru schreibt, ist es eine Frage der Definition, was echt liberal bedeutet.

    Ich bezeichne mich auch als liberal, behaupte aber, dass nur ein starker Staat die Freiheitsrechte jedes Einzelnen garantieren kann. Wenn du so willst, bin ich also auch ein Staatsgläubiger. Voraussetzung für einen funktionierenden freiheitlichen, sozialen, demokratischen Rechtsstaat sind aber selbstbewusste, gut informierte Bürger. Aber genau hier liegt das Problem, wie ich meine.

    Wir werden von finanzstarken Interessengruppen dominiert und manipuliert weil wir es zulassen. Politiker wollen bekanntlich nur das Beste für sich, aber wer will das nicht? *wink*

    Re: Kaufkraft von Gold

    Bullish wrote:

    Quote
    Wir haben also eine Deflation - in Gold gemessen - und weil in einer Deflation kaum investiert werden kann (Pleonasmus, denn deshalb herrscht ja Deflation), ist es nur logisch, dass Gold in USD steigen muss, denn eine Deflation der Nominalgrösse, also in USD, wäre verherrend und würde im Bankrott aller enden.


    Ist das wirklich so? Es gibt doch die Deflation durch Produktivitätssteigerung, wie z.B. bei elektronischen Gütern. Es wird fröhlich weiter in die Entwicklung neuer Fernseher investiert, obwohl sie immer billiger werden.

    Ich denke nicht, dass Deflation per se schlecht sein muss. Es kommt halt auf die Ursache an.

    SMI im Mai 2011

    severin wrote:

    Quote
    Also, "Links/Grün" will ganz Europa in die Abhängigkeit des Staates bringen. Du meinst damit wohl die "Links/Grünen"-Regierungen von: Merkel (LiGrü, Deutschland); Berlusconi (LiGrü, Italien); Sarkozy (LiGrü, Frankreich); Cameron (GB), Tusk (PL), Orban (FaLiGrü - Faschistisch-Links-Grün, Ungarn), ...


    Danke severin, gut gekontert.

    Es bleibt noch zu erwähnen, dass die Links/Grünen-Bänker die grössten Profiteure dieses Systems sind.


    Wer glaubt, man könne in dieser ganzen Banken- und Schuldenproblematik die Politiker und Parteien eindeutig in gut und böse einteilen, der hat leider gar nichts verstanden.

    Die Probleme die wir haben, sind das Ergebnis von Jahrzehnte langen Fehlentwicklungen, wahrscheinlich ist es sogar das Ergebnis eines falschen (Geld-)Systems.

    Ich möchte nicht in der Haut der Politiker stecken, die eigentlich nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Was ich ihnen aber vorwerfe, ist, dass sie nicht das Rückgrat haben den Menschen klaren Wein einzuschenken. Oder sie haben die Probleme tatsächlich nicht verstanden und glauben was sie sagen. Ich weiss nicht, was schlimmer wäre.