Posts by seraphin

    Stark unterbewertete Unternehmen wie die Private Equity Holding (PEH) sind ein gefundenes Fressen für Guy Wyser-Pratte. Die Börsenbewertung der Zuger Anlagegesellschaft liegt rund 38 Prozent unter dem effektiven Wert ihres umfangreichen Beteiligungs-Portefeuilles von 272 Millionen Franken. Hier setzt der als Heuschrecke verschriene US-Investor den Hebel an und kauft sich zu Tiefpreisen ein. Dieser Tage musste er melden, dass er mit einem Partner zusammen über 5 Prozent an PEH hält.


    Auch mit über 70 greift der ehemalige Captain der US-Marines mit seinem 500 Millionen Dollar schweren Hedgefonds Wyser-Pratte Management noch Firmen an – immer nach demselben Muster: Billig einkaufen, Börsenkurs hochpushen, mit Gewinn aussteigen, das nächste Opfer suchen, und das möglichst rasch.


    Dümpelnde Firmen angreifen


    Die Zuger PEH bietet sich als Ziel an. Im Börsenboom um die Jahrtausendwende stieg ihr Aktienkurs bis 650 Franken, stürzte in der Baisse ab und dümpelt seit 2002 unter 100 Franken. Seit der Finanzkrise haben zwei Verkaufswellen den Börsenwert belastet. Ab 2009 reduzierte die Credit Suisse ihre Beteiligung in mehreren Etappen von 25 unter 3 Prozent. Auch die kurzfristig orientierten Spekulanten, die das Gros der verkauften CS-Anteile übernahmen, sind wieder ausgestiegen, was den Kurs zusätzlich in Mitleidenschaft zog.


    Gestern schloss PEH an der Börse bei 42 Franken, der Nettowert ihrer Aktiven beträgt aber 67.86 Franken pro Aktie. Der Abschlag an der Börse sei zu gross, sagt Hans Baumgartner, Präsident und drittgrösster Aktionär von PEH. «Wir halten den Discount nicht für gerechtfertigt.» Ein Hinweis darauf, dass die Bewertung zu tief sei, liege darin, dass er seine Beteiligung auf 4,6 Prozent aufgestockt habe, sagt Baumgartner. Auch die Firma Alpha Associates, welche die Anlagepolitik von PEH macht, habe ihren Anteil auf 13,2 Prozent erhöht. PEHs grösste Beteiligung sei Doughty Hanson, die dank ihrer Investition in den Windstromspezialisten LM Windpower in der Atomkrise deutlich zulegen werde. PEH ist spezialisiert auf Beteiligungen an Fonds für Firmenübernahmen und Startfinanzierungen, macht aber auch Direktanlagen. Und ist wie so viele Beteiligungsgesellschaften, beispielsweise Pargesa, unterbewertet. Mit dem «Rambo der Kapitalmärkte» ist nicht zu spassen. Wyser-Pratte wurde an der Wallstreet als Arbitrageur bekannt, der ein Wertgefälle umgehend in klingende Münze umzusetzen wusste und ein Lehrbuch zum Thema schrieb, bevor er 1992 zur Heuschrecke wurde, die Manager mit Sätzen schreckt wie: «Wacht auf und riecht das Napalm.»


    Militärtaktik zieht nicht immer


    Häufig knicken angegriffene Firmen ein, verordnen sich harte Sparrunden oder verkaufen Firmenteile, um den Kurs zu pushen. Den grössten Schnitt machte Wyser-Pratt, als die deutsche Mannesmann von Vodafone geschluckt wurde. Er kämpfe wie ein Marine, sagt er – mit Überraschungsangriffen, mit schlechter Presse für das Management, über Koalitionen mit anderen Aktionären.


    Es funktioniert nicht immer. Der deutsche Reisekonzern TUI liess Wyser-Pratt jahrelang auflaufen. Der französische Mischkonzern Lagardère verhinderte seine Wahl in den Verwaltungsrat. Auch im deutschen Altersheim-Konzern Curanum kommt Wyser-Pratt nicht weiter. Die deutsche Babcock-Borsig ging kurz nach dem Einstieg pleite, sein Fonds verlor über 20 Millionen Euro. Mehrmals stieg er mit Verlust wieder aus, als die Führung sich nicht weich kochen liess. Die US-Börsenaufsicht SEC verdonnerte Wyser-Pratte und seine Gruppe 2001 zu einer halben Million Dollar Busse und einer Unterlassungserklärung – sie hätten den Missbrauch vertraulicher Interna von Firmen nicht mit den nötigen Massnahmen verhindert.


    (Tages-Anzeiger

    MeyerBurger MBTN

    Habe mit einem Investmentbanker gesprochen und gefragt ob ich die Aktie noch halten soll oder abstossen. Er meinete, Stop Loss nachziehen. Sein Kollege der für MB verantwortlich ist meinte dann sie hätten die Aktie auf dem Radar und warten auf den richtigen Moment um zu shorten. Stop Loss sollte weniger als 3% sein.


    MB sei so volatil da lohne sich das Shorten wenn die Auftragsbücher stimmen.

    MeyerBurger MBTN

    Wenn der Aufschwung zu stottern beginnt (tut er das schon?) und die Nationalbanken mit ihrer Geldpolitik langsam ans limit stossen, und die Zinsen wieder anheben müssen. Dann kann sehr schnell das böse erwachen kommen, wo man feststellt, dass der Aufschwung in Realität nicht stattgefunden hat.


    Billige Engergie wird in Zukunft wichtiger sein den je. Momentan mögen die Leute schon gegen die Atomkraft ankämpfen. Aber da gibt es zwei Dinge zu bedenken:


    1. Die Zeit heilt alle Wunden und man vergisst (schneller als viele denken)


    2. Wenn man selber entscheiden muss, ob man nun den Teueren Strom kauft oder den günstigen, dann möcht ich ja mal sehen wer sich für 300% teuerern Solarstrom einsetzt. Geschweige denn bei Produkten. So wie sich viele Leute nur oberflächlich für Kinderarbeit interessieren, interessieren sie sich auch für Atomstrom. Wenn dann ein Auto 20% mehr kostet nur weil es mit Solar- (Erneuerbarer-) Energi hergestellt wurde schaut die Welt wieder anderst aus.


    Und wenn die Staaten langsam wieder richtig sparen müssen, dann wird die Subventionierung der Solarenergie für einen Rücksetzte sorgen.


    Ich glaube persönlich dass in den nächsten 3-4 Wochen die gegenwärtige Situation langsam vergessen ist und man wieder rationaler handelt. Ergo MB wieder verkauft wird, weil zurviele Risien bestehen.

    EFG International

    verloren schon einiges, leider.


    noch vor einem Jahr verkaufte ich einmal für 38 CHF. Habe immer wieder gekauft und verkauft, zum Teil mit schönen Gewinnen. Nun bin ich satt im Minus. 1x gekauft bei 19 und einmal bei 12.


    das verrückte ist ja, die Aktie stürzt ab wie UBS, nur dass hier eifach der Gewinn ein wenig zurückgeht, und keine riesen Verluste geschrieben werden. Wenn sich die Situation wieder einigermassen erholt, wird sich auch die Aktie erholen, zumindest eher als UBS.


    Tja, nun wurde aus einem Short Investment, ein Long Investment.


    Ich trade anderst alls die meisten. Kaufe eine Aktie, setze mir ein Kursziel, und warte ab. So bin ich bis anhin gut gefahren. Manchmal muss ich einfach ein wenig länger warten.

    Mein Ziel ist 25 CHF. Dann verkauf ich.


    Hoffe noch im 2009 dies zu erreichen.

    UBS

    auch ein Konkurs der UBS ist in der jetztigen Situation durchaus im Möglichen. Wenns nochmals richtig rumpelt ists aus mit dem Laden.

    UBS

    ja die Aktienverkäufe der VR, die beunruhigen mich auch. Der Kurs ist von 80 auf 15 CHF gefallen, und jetzt werden Aktien verkauft?

    Für mich gibt es da 2 Möglichkeiten

    1. Der VR braucht Geld

    2. Der VR erwartet noch viel tiefere Kurse


    zu 1. VR verdient gut, und des weiteren haben sie auch noch andere Einkommensquellen. Weshalbt ich eher zu 2. tendiere, wobei man hier beachten muss, wenn er AK mit Einstandspreis 60 CHF verkauft, dann haben sie -75% Performance! Weshalb also verkaufen?

    ich glaube der VR sieht wies echt um die Bank steht und will sein gebliebenes Geld retten. Ansonsten macht dies ja keinen Sinn. Wenns der Bank gut geht und in Zukunft wieder rentieren wird, würd er ja erst in einem Jahr verkaufen!

    ABB

    Speedy3 wrote:

    Quote


    Irgendwann hat jede Überteibung ein Ende!


    Das ist schon richtig. Unklar ist allerdings ob der Kurs wieder steigen wird um die Übertreibung wett zu machen, oder ob durch die Wirtschaft der Wert der Unternehmung sinkt, somit die Übertreibung ebenfalls wett gemacht wird, der Kurs allerdings nicht ansteigt.

    Re: EFGN

    Cambodia wrote:

    Quote
    Kaufauftrag vom sFr. 17.50 gelöscht und wie geschrieben auf sFr. 19.-- erhöht! Promt wurde er ausgeführt.


    das ist noch lustiger !


    Ich hab immerhin 10% save, und dass der DJ so steigt konnte man ja nicht wissen. Du lachst über mich weil ich auf der sicheren Seite stehe? Schau dein Depot an, dann kannst du ja noch immer lachen!

    Re: Eilmeldung - US-Handelsbilanzdefizit fällt stärker als e

    Bullish wrote:

    Quote
    . Das Handelsbilanzdefizit ist gesunken, weil die Amis sich nichts mehr leisten können und deshalb die Importe arg gesunken sind.


    irgendwie hats meinen Eintrag vorher gelöscht.


    Jedenfalls ist das was du "Bullish" schreibst kreuzfalsch. Es ist gerade umgekehrt!!


    Handelsbilanzdefizit ist wenn mehr importiert als exportiert wird. Die CH hat ein starkes Handelsbilanzdefizit.

    Wenn nun das Handelsbilanzdefizit der USA (wobei ich dachte dass die mehr importieren als Exportieren) evt. hat hier jemand mal vertauscht, negative Handelbilanz ist das Gegenteil eines Handelsbilanzdefizits.


    also, USA weniger Import, oder aber was wahrscheinlicher und weitaus schlimmer, WENIGER EXPORT!!! Droht auch der Schweiz!

    EFG International

    bei 17 schon wieder verkauft. das lief besser als gedacht. Das Orderbook sieht übel aus. Wenn USA abstürzen gehts wieder deftig runter. Das Risiko war mir zu hoch. Lieber den Spatz (immerhin 10%) in der Hand als die Taube auf dem Dach.

    EFG International

    bin nun auch bei 15.2 eingestiegen. Schon verrückt, habe in letzter Zeit des öfteren mit EFG spekuliert, vor einem halben Jahr ca hab ich mal bei 38 gekauft, danach sind sie auf 33 gesunken und habe dann bei 39 wieder verkaufen können. Kurze zeit später sind sie auf 27 abgestürzt, habe wieder gekauft und bei 36 verkauft. Hätte NIE NIE NIE gedacht dass die mal für unter 20 zu haben sein werden.

    Aber Bond sagte schon, sag niemals NIE.


    Jedenfalls glaube ich dass EFG von der Krise profitieren kann und den Grossbanken schön Kundengelder abzweigen kann ;)

    ABB

    Die Krise WAR eine Bankenkrise, jetzt schlägts überall auf die Industrie durch, da sehr viel auf Kredit gekauft wurde, und diese Kredite nun teuer werden.


    Asien beginnt auch zu stocken, dies wird einen entscheidenden Einfluss auf die Aufträge von ABB haben!