Posts by meridiannet

    Swiss Re

    schnyg wrote:

    Quote
    swiss rück hat schon lange ein miserables management...


    Da hast sicherlich Recht. Das Wachstum ist unbefriedigend, die Antworten auf die Kreditkrise ebenso. Doch das erklärt nicht den intraday Rückschlag von heute. Wenn auch dieser nur kurzfristig ist, behindert er den weiteren Aufstieg der Aktie. Geht es so weiter, sollte sich das Management ernsthafte Gedanken über den Verbleib in dieser Unternehmung machen. Wenigstens die 90 und später CHF 100 sollten endlich in Reichweite kommen.

    Swiss Re

    schnyg wrote:


    Der Rückschlag könnte mit dem Anschlag in Pakistan zusammenhängen. Man befürchtet Unruhige Zeiten, darunter leiden die Versicherungen. Ist aber nur eine Vermutung. Weil, wie ich weiss, gibt es bei Versicherungen diese Klausel, dass kriegerische Ereignisse nicht versichert sind. Anders ist aber der plötzliche Rückschlag nicht zu erklären.

    Gewinnmitnahmen? Welche Gewinne?

    Holcim

    Hoffen wir das Beste. Hab das gleich gesehen, deshalb auch der Einstieg. Natürlich ist noch viel Zeit für meine Calls. Dennoch sieht man es nicht gerne, wenn der Titel so hin -und hergeht.

    Aktien Favorien 2008

    learner wrote:

    Quote
    Für Leute, die hundert prozentiges Wachstum wollen, he: ist mir recht so, hier vielleicht was:

    AmTech has a "Buy" rating and $55 price target on Cree shares, implying the firm expects the stock to more than double in the next year.


    http://www.forbes.com/feeds/ap/2007/12/26/ap4475050.html


    Wer will denn 100% Wachstum? Weil entsprechend sind auch die Risiken solcher Unternehmen. Ist eine erfolgreich, wird sie auch schon übernohmen:

    http://tinyurl.com/2fzpmb


    Deshalb entweder auf Philips, Osram oder GE setzen. Oder ins Casino gehen.

    Clariant

    David wrote:

    Quote


    Hier wäre nun die Richtige Frage: Willst du zocken oder investieren.


    Niemand kann dir heute schon sagen, ob Clariant im Jahr 2008 50% steigen oder fallen wird. Daher wäre dies praktisch Selbstmord.


    Weshalb gleich Selbstmord? Falls er Clariant Papiere besitzt, wäre es wichtig wie hoch sein EP ist. Bisher hat man mit dieser Firma nur Geld verloren. Auch bei einem signifikanten Kursanstieg ist nicht gesagt, dass er wieder den EP sehen wird. Von daher, weshalb keine Optionen oder Zertifikate auf Clariant?

    Bei Optionen gilt, dass man sich des Basiswertes sicher sein muss. Falls du mit einem Kursanstieg in Kürze rechnest, sind sie das richtige Instrument. Zertifikate eignen sich dann, wenn du dir über den Zeitpunkt des Anstieg beim underlaying unsicher bist respektive die Volatilität gegen dich ist.

    Staatsfonds sind nicht erst seit der Bankenkrise in Finanzkreisen ein Thema. Schon im Sommer konnte man in der NZZ einen Bericht über den Norwegischen Staatsfond, den grössten in Europa, einen Bericht lesen. Die grössten Fonds sind in China, den Arabischen Emiraten, Singapur, Russland und Norwegen.

    Nun würde mich interessieren, ob vielleicht auch die Schweiz einen solchen Staatsfond benötigen würde? Könnte man Gelder aus dem Verkauf des Nationalbankgold, welches auch 2008 weiter verkauft werden soll, anstatt an die Kantone nicht besser als Grundlage eines schweizerischen Staatsfond nutzen.

    Dieses Geld gewinnbringend für unsere Zukunft und strategisch für die Interessen der Schweiz einsetzen? Die Schweiz ist schliesslich ein internationaler Finanzplatz. Weshalb also nicht, wie die ausländischen Vorbilder, unsere Interessen schützen?

    Vielleicht ist es auch einfach eine dämliche Idee, doch mich wundert, weshalb dieses Thema nicht aufgenommen wird.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsfonds

    Aktien Favorien 2008

    Meine sind in willkürlicher Reihenfolge:


    - Credit Suisse

    - Zurich Financial Services

    - Helvetia Holding

    - Baloise

    - Swisscom

    - Vontobel

    - Barry Callebaut

    - Holcim


    Unter Beobachtung:

    - Swiss Re

    - UBS(i)

    - Ascom

    - National

    - Swiss Life

    - Valora

    - Lonza & Clariant (...wegen Blochi)


    All time favorites:

    - ABB

    - Nestle


    Thema 2008: die Euro!

    Aber wirklich gescheite Favoriten hab ich dafür noch keine am SMI gefunden. Werde mich mal Anfang 08 damit auseinandersetzen.


    Bin eigentlich wieder sehr zuversichtlich. Weil es gibt wieder jede Menge günstiger Unternehmungen am SMI. Krise sei dank. Und weiterhin günstige Zinsen. Damit gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Börsenjahr 2008.

    Teil 2, welche Lehren daraus gezogen werden sollten

    Erkenntnisse und Lehren aus der Krise


    Die Bekämpfung der akuten Liquiditätsengpässe hat gewiss Priorität. Gleichzeitig ist es vor dem Hintergrund der anhaltenden Nervosität und Unsicherheit aber auch erforderlich, besonnen die Lehren aus der Subprime-Krise zu ziehen. Diese sollten, wo nötig, zwar zügig, aber nur nach sorgsamer Prüfung ihrer potenziellen Wirkung gezogen werden. Nichts wäre schädlicher, als durch verfehlte Massnahmen den Samen der nächsten Probleme auszustreuen. Deshalb ist es besonders ermutigend, dass aufseiten der Regierungen, Aufsichtsbehörden und Zentralbanken grosser Wert auf eine internationale Koordination ihres Vorgehens gelegt wird; die Abstimmung im Rahmen des Financial Stability Forum (FSF) ist ein gutes Zeichen. Ebenso erfreulich ist, dass Aufsicht und Regierungen den engen Dialog mit der Finanzbranche pflegen und diese bei der Suche nach Lösungen einbeziehen. Dies fügt sich gut mit entsprechenden Aktivitäten aufseiten der Finanzbranche selbst, die sich insbesondere im Rahmen des Institute of International Finance (IIF) kollektiv um Antworten bemüht. Die entsprechenden Arbeiten bei IIF und FSF sollen im Frühjahr 2008 in ersten Empfehlungen ihren Niederschlag finden. Parallel dazu müssen die Banken natürlich jeweils individuell die Massnahmen ergreifen, die in ihren eigenen Verantwortungsbereich fallen.


    - Transparenz und Risikoverteilung: Jedes einzelne

    Haus muss Klarheit über seine Engagements in

    den von den Turbulenzen betroffenen Markt

    segmenten schaffen. Darüber hinaus braucht es

    Klarheit über seine Eventualverbindlichkeiten.

    Diese Transparenz ist die Voraussetzung dafür,

    dass das Vertrauen an den Interbankenmärkten

    zurückkehrt. Dass sich viele Banken mittlerweile

    entschlossen haben, ausserbilanzielle Vehikel

    wieder auf ihre Bilanz zu nehmen, ist in diesem

    Sinne ein guter Schritt.

    Über die gegenwärtige Marktsituation hinaus

    wird es künftig generell eine Kernaufgabe des

    Bankmanagements sein, für Transparenz zu sor

    gen. Nach den Erfahrungen der letzten Monate

    werden Investoren, Gläubiger und Rating-Agen

    turen mehr Offenheit einfordern. Und Banken

    werden diese Erwartung - mit Blick auf einzelne

    Produkte und Transaktionen ebenso wie in Be

    zug auf das Geschäft insgesamt - erfüllen müssen,

    wenn sie nicht den Preis höherer Finanzierungs

    kosten zahlen wollen. Positiv dürfte sich auswir

    ken, dass der neue internationale Eigenkapital

    standard («Basel II») in der sogenannten «Säule

    3» bereits ein Mehr an Transparenz verlangt.

    Während Banken diese Formen der Transparenz

    weitgehend eigenständig verbessern können, be

    darf es kollektiven Handelns, um mehr Transpa

    renz über die Risikoverteilung im Finanzsystem

    insgesamt zu schaffen. Dies ist kein neues Thema;

    seine Relevanz ist durch die rasche grenzüber

    schreitende Ausbreitung der Marktturbulenzen

    aber besonders deutlich geworden. Umso wichtiger

    ist es, dass Banken und Aufsichtsbehörden noch

    intensiver daran arbeiten, gemeinsam mehr Klar

    heit über die Verteilung der Risiken herzustellen.


    - Fragen der Bewertungsmethodik: Mehr Transpa

    renz hilft nur dann, wenn die Grundlagen zur Be

    wertung der Anlagen nachvollziehbar und aner

    kannt sind. Die Subprime-Krise hat jedoch offen

    gelegt, dass es zwar allgemeine Grundsätze für

    die Bewertung komplexer Produkte gibt, diese

    aber einer genaueren und im Markt gleicher

    massen angewandten Auslegung bedürfen; a for

    tiori gilt dies für die Bewertung von Produkten,

    für die es temporär keinen Marktpreis gibt. Klar

    heit über die Grundlagen der Bewertung erleich

    tert überdies die Preisbildung, was es den Banken

    wiederum leichter macht, eigene Risikomodelle

    zu entwickeln und die Abhängigkeit von externen

    Bewertungen wie Ratings zu reduzieren.


    - Konsequenzen für das Risiko- und Liquiditäts

    management: Interne Richtlinien über das Ein

    gehen und die Bewertung von Risiken müssen

    rigoros umgesetzt werden. In diesem Zusammen

    hang ist auch sicherzustellen, dass die Zuweisung

    von Kapital bei den Banken innerhalb der

    Gruppe zu risikogerechten Kosten erfolgt: Wenn

    die Eigenhandelsaktivitäten einer Bank vom

    positiven Rating der Gesamtbank profitieren,

    etwa weil sich die Bank günstig über Einlagen re

    finanziert, wird dieser Vorteil Rückwirkungen

    auf die Risikoprämien der Anlagen haben, die

    der Eigenhandel erwirbt, und somit die Preise

    verzerren.

    Die Angemessenheit und Leistungsfähigkeit der

    verwendeten Risikomodelle muss kontinuierlich

    geprüft werden. Dies schliesst besonders auch

    eine kritische Überprüfung der Annahmen ein,

    die die Modelle über die Liquidität treffen. Dabei

    gilt es, die Modelle nicht nur auf ihre methodi

    sche Korrektheit hin zu überprüfen, sondern stets

    auch eine Analyse der wirtschaftlichen Plausibili

    tät vorzunehmen. Risiken, die nicht in einem an

    gemessenen Verhältnis zur eigenen Kapitalbasis

    und zur eigenen Ertragskraft stehen, dürfen nicht

    eingegangen werden. Aktiva, deren Werthaltig

    keit man nicht auf der Basis einer eigenständigen

    Risikoanalyse zuvor selbst überprüft hat, dürfen

    nicht erworben werden. Sich allein auf das Urteil

    Dritter, beispielsweise einer Rating-Agentur, zu

    verlassen, reicht nicht aus.

    Ein besonders wichtiges Aufgabenfeld ist dabei

    die Verbesserung des Liquiditätsmanagements.

    Dazu zählen ein leistungsfähiges Stress-Testing

    und eine strikte interne Preissetzungsdisziplin bei

    Eventualverbindlichkeiten. Die Tatsache, dass

    «Basel II» für unterjährige Liquiditätslinien

    strengere Eigenkapitalanforderungen stellt, als

    «Basel I» dies bisher tat, sollte sich positiv aus

    wirken. Um die Anreize zu erhöhen, ein besseres

    Liquiditätsmanagement zu entwickeln, sollte es

    Banken künftig, analog zum Kreditrisiko-Ma

    nagement, verstärkt möglich sein, auf eigene

    Liquiditätsmodelle zurückzugreifen.


    - Anreizstrukturen komplexer Produkte: Richtig ist,

    dass der Einsatz komplexer strukturierter Pro

    dukte Klarheit und Kenntnis über ihre Wirkungs

    mechanismen voraussetzt. Richtig ist auch, dass

    die Verbriefung von Krediten die Anreizstruktu

    ren für alle beteiligten Parteien verändert. Dies

    muss in der Konstruktion der Kontrakte berück

    sichtigt werden. Insbesondere muss der Begrün

    der («Originator») der Forderung einen Anreiz

    haben, das Kreditrisiko sorgsam zu bewerten und

    das Verhalten des Kreditnehmers zu beobachten.

    Es gibt eine Vielzahl von Mechanismen, um dies

    sicherzustellen. Je nach Art der zugrunde liegen

    den Forderung gibt es eine grosse Vielfalt an Ver

    briefungen und strukturierten Produkten, und

    man wäre schlecht beraten, diese alle über einen

    Kamm zu scheren. Strukturierte Produkte bieten

    massgeschneiderte Lösungen für die Finanzie

    rungserfordernisse von Investoren. Verbriefungen

    und andere Formen des Kreditrisikotransfers

    haben die Widerstandsfähigkeit des Finanzsek

    tors erhöht und zu dem spektakulären Wachstum

    der vergangenen Jahre beigetragen. Es sollte da

    her ein Interesse daran bestehen, diese Instru

    mente nicht zu beschädigen.


    Isolierte Antworten genügen nicht


    Die Subprime-Krise und ihre Auswirkungen stellen Banken, Aufsichtsbehörden, Zentralbanken und Regierungen gleichermassen vor substanzielle Herausforderungen. Die Turbulenzen haben deutlich gemacht, wie komplex die Wirkungszusammenhänge in einem internationalisierten Finanzsystem sind. Sie haben gezeigt, dass isolierte Antworten keine angemessene Reaktion sind, sondern eine enge Abstimmung zwischen den Staaten sowie zwischen Finanzwelt und staatlichen Stellen nötig ist. Genau in dieser Kooperation entsteht die nötige Dynamik und Kreativität, um den Herausforderungen zu begegnen.


    Josef Ackermann, NZZ vom 22.12.2007

    Josef Ackermann in der NZZ zu der Subprime Krise Teil 1

    Wie das internationale Finanzsystem zu stärken wäre


    Votum für eine engere Kooperation von Banken, Aufsichtsbehörden, Zentralbanken und Regierungen


    Von Josef Ackermann*


    Die Spannungen an den Finanzmärkten werden noch einige Zeit anhalten. Zwar sind ihre Rückwirkungen auf die Realwirtschaft gegenwärtig noch gering, bedürfen aber einer sorgfältigen Beobachtung. Umso wichtiger ist es, dass Klarheit über die Ursachen der Verwerfungen geschaffen wird und auf dieser Basis die richtigen Lehren gezogen werden.


    Am Anfang der Krise stand, wie so häufig, ein Boom. Die Preissteigerungen am amerikanischen Immobilienmarkt und das hohe Wachstum der Märkte für Hypothekarkredite waren besonders mit Blick auf das starke Bevölkerungswachstum in den USA teilweise fundamental begründet, teilweise waren sie von niedrigen Zinsen getrieben. Die amerikanische Notenbank (Fed) hatte nach dem Platzen der New-Economy-Blase für hohe Liquidität gesorgt, die sich auch in höheren Preisen am Immobilienmarkt niederschlug. Zudem förderten innovative Finanzierungsformen das Marktwachstum. Zu diesen Innovationen zählte auch das Subprime-Segment, dessen Anteil am Neugeschäft zwischen 2001 und 2006 von 6% auf 15% stieg. Die neuen Produkte ermöglichten es auch finanzschwachen Kunden, Kredite aufzunehmen.


    Suche nach höheren Renditen


    Das Wachstum innovativer Finanzierungsformen wurde auch möglich, weil neue, risikoreichere Produkte von Finanzinvestoren stark nachgefragt wurden: In Zeiten niedriger Zinsen und starken Wettbewerbs bei Vermögensverwaltern und Banken gab es eine «Suche nach Rendite». Diese komprimierte zunehmend die Risikoprämien. Vor dem Hintergrund eines robusten weltwirtschaftlichen Wachstums und der daraus resultierenden historisch niedrigen Zahlungsausfälle war dies fundamental zum Teil durchaus gerechtfertigt; im Verlauf des Jahres 2006 und im Frühjahr 2007 kam es jedoch zunehmend zu Übertreibungen. Die Konstruktionen von Finanzmarktinnovationen wurden in einigen Bereichen immer komplexer, und die Risikoprämien deckten die zugrunde liegenden Risiken nicht mehr angemessen ab.


    Das Ende des Booms kam mit den steigenden Zinsen. Das Fed erhöhte die Leitzinsen seit Mitte 2004 von 1% auf 5,25%. Dies bremste den Anstieg der Hauspreise und löste gleichzeitig deutliche Anpassungen bei variabel verzinsten Hypothekardarlehen aus. In der Folge zogen die Ausfallraten - vor allem im Subprime-Segment - stark an.


    Übergreifen auf andere Märkte


    An Warnungen vor einem Abkühlen des amerikanischen Immobilienmarkts hatte es indes nicht gemangelt, und viele Marktteilnehmer waren darauf eingestellt. Für die meisten Akteure war jedoch überraschend, wie schnell und wie umfassend die Subprime-Krise auf andere Marktsegmente übergriff und sich über Ländergrenzen hinweg ausbreitete. Ursächlich hierfür waren zwei Merkmale, die die internationalen Finanzmärkte seit Jahren wesentlich prägen: die Globalisierung und die Verbriefung.


    Verpackt als «asset-backed securities» wurden die Risiken der Hypothekarkredite rund um den Globus verteilt. Das stellt zwar einerseits eine willkommene Risikostreuung dar, erhöht anderseits aber auch die Ausbreitung der Krise und produziert - soweit die Verteilung der Risiken nicht bekannt ist - zusätzliche Unsicherheit. War die Krise in einer ersten Phase auf das Subprime-Segment und die Immobilienfinanzierungsgesellschaften begrenzt, schwappte sie schnell auf andere Institutionen weltweit über, die in solchen Wertpapieren investiert waren. Als die daraus resultierenden Verluste in unerwartetem Umfang und an unerwarteter Stelle auftauchten, sorgte das - zusammen mit der Unkenntnis weiterer noch vorhandener Risiken - für eine allgemeine Verunsicherung. Als Folge davon trocknete der Interbankenmarkt aus - ein bis dahin nicht für möglich gehaltenes Phänomen.


    Die Verbriefungs- und Syndizierungsmärkte liessen kaum noch Transaktionen zu, so dass Banken gezwungen waren, bereits zugesicherte Buyout-Finanzierungen auf der Bilanz zu halten, was einen zusätzlichen Liquiditäts- und Kapitalbedarf auslöste. Gleiches galt für die Übernahme zuvor ausserbilanziell gehaltener Investmentvehikel, die bis dahin kurzfristig durch Commercial Papers refinanziert worden waren. Um neue Liquidität zu beschaffen, verkauften Banken Aktiva in noch liquiden, fundamental gesunden Märkten, die dadurch ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden. Durch diese ungewöhnlichen Marktbewegungen trafen zuvor geltende Annahmen über die Korrelation zwischen verschiedenen Anlageklassen nicht mehr zu; auf quantitativen Modellen beruhende Handelsstrategien wurden daher aufgegeben, was den Abwärtstrend der Preise verstärkte.


    Die Zentralbanken schreiten ein


    Die Zentralbanken, allen voran die Europäische Zentralbank, reagierten professionell und rasch auf die Verwerfungen in den Geldmärkten und sorgten durch massive Liquiditätsspritzen für eine Beruhigung der Lage; das entschiedene Eingreifen der Aufsichtsbehörden im Verbund mit der Finanzbranche bei in Existenznot geratenen Instituten tat ein Übriges. Allerdings ist Mitte November die Nervosität an die Märkte zurückgekehrt. Dies liegt zum einen an der Unsicherheit darüber, wie stark die Turbulenzen das weltwirtschaftliche Wachstum in den nächsten Monaten belasten werden; zum andern belastet die anhaltende Unsicherheit darüber, welcher Abschreibungsbedarf sich noch in den Büchern der Banken verbirgt. Schliesslich veranlasst die Frage, wie lange viele Marktsegmente noch illiquide sein werden, viele Banken dazu, ein Polster an Liquidität und Kapital zu halten, um etwaigen Beanspruchungen der Bilanz entsprechen zu können. Die führenden Zentralbanken der Welt haben Mitte Dezember in einer konzertierten Aktion auf diese Situation reagiert und damit ein ebenso klares wie psychologisch wichtiges Signal gegeben, dass sie gemeinsam bereit sind, die Liquidität der globalen Geldmärkte zu gewährleisten und ein Übergreifen der Verspannungen auf die Realwirtschaft zu verhindern.


    * Josef Ackermann ist Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutschen Bank.

    Re: SMI im Dezember

    patrick wrote:

    Quote
    Hallo Leute

    Ich verfolge seit längerem eure Diskussionen hier im Forum und lese immer mit viel Interesse mit. Nun habe ich mich entschlossen, mich ebenfalls anzumelden.


    Nun zum Thema:

    Was denkt ihr, liegt morgen eine Erholung drin im SMI? Ich denke, morgen werden wir wieder einmal einen grünen Tag erleben. Der DJ ist ja zur Zeit auch ein wenig im Plus...


    Ein "hallo erstmal..." natürlich auch von mir :D


    Sehe ich genauso wie du. Morgen wahrscheinlich eher grün wegen technischer Erholung. Doch wie lange noch dieses Trauerspiel? 3 Schritte zurück, 1 vor? Der DAX ist heute zu einer Rallye gestartet. Ähnliches blieb dem SMI verwehrt. Wenn es einmal down geht, vor allem der DJ, dann ist der SMI der Erste der nicht mehr zu halten ist. Geht es aufwärts, ist gut schweizerische Behäbigkeit angesagt.

    Aber eben nicht zu ändern, also akzeptieren wir die Vorgaben.

    Re: BARN

    Nugget wrote:

    Quote


    Überlege mir auch schon seit längerem einen Kauf, aus den gleichen Gründen. Schokolade ist ein Konsumgut und damit eher krisenresistent. Steigender Wohlstand in Schwellenlländern trägt zu einem Konsumwachstum bei. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob der Titel nicht schon etwas teuer ist (z.B. im Vergleich zu Nestlé). Ich warte noch auf einen Kurs von ca. 800.- Fr. Bei diesem Level scheint der Kurs nach unten auch ziemlich resistent zu sein (mindestens wenn man die Entwicklung in den letzten 6 Monaten anschaut).


    Meinst du es wird wieder auf CHF 800 gehen? Wie ausgeführt, sollte sich BARN's Gewinn im nächsten Jahr ja verbessern. Gestiegene Rohstoffpreise könnten dies allerdings wieder schwieriger machen. Es kommt sehr darauf an, ob Sie die Rohstoffpreise weitergeben können oder nicht.

    SMI im Dezember

    Der DAX steigt und steigt, nur unser SMI säuft ab wie ne tote Ente... :cry: Wirklich nicht schön. Und Gründe gibt es dafür auch keine.

    Das Jahr 2008

    joswig wrote:

    Quote


    der Zusammenhang zwischen Inflation und steigenden Börsen besteht, insofern Leute, die noch viel Cash haben eben dieser Geldentwertung entgehen wollen und Aktien kaufen. Aber das ist gewiss ein komplexer Prozess, sodass er nicht einfach abhandelbar ist.


    Genau. Und deshalb interessieren mich auch die Untersuchungen daraus. Es gibt eben viele Möglichkeiten sein Geld anzulegen. Und Cash wird nur in Aktien fliessen, wenn die Leute das Gefühl haben, damit die besten Renditen zu erzielen. Steigende Zinsen haben eben noch einen anderen Effekt. Die Sparzinsen ziehen wieder an.

    D.h. sparen auf dem Konto wird wieder attraktiv. Ein Grund, weshalb Banken steigende Sparzinsen scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Mit private Banking lässt sich mehr Geld verdienen.

    Re: Das Jahr 2008

    learner wrote:

    Quote


    Habe mich im Netz herumgeschaut und einige grössere Arbeiten zu dem Thema getroffen. Ich nehme nicht an, dass jemand daran interessiert ist, und stelle sie also hier nicht rein.


    Hier hier, doch doch die Geschichte interessiert. Gibt es Links dazu? Bitte veröffentlichen. Besten Dank!

    CS Group VS. UBS

    Genau eine solche Meldung hat's gebraucht. Schade kommt's über das Wochenende:


    "Credit Suisse soll der Kreditkrise glimpflich entkommen

    15.12 11:27


    Credit-Suisse-Konzernchef Brady Dougan ist zuversichtlich, dass die Grossbank der Kreditkrise glimpflich entkommen wird. Sie habe die Risiken des Subprime-Hypothekenmarktes frühzeitig erkannt.


    "Wir sahen gegen Ende 2006 erste Probleme bei den Privatliegenschaften und begannen, die Positionen abzubauen", sagte Dougan in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger".


    Die Entscheidung sei in enger Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern an der Front und den Risikomanagern getroffen worden. "Wir sahen klare Warnzeichen; und wir haben rasch entschieden und gehandelt". Durch eine starke Beteiligung der Kaderleute am Geschäftserfolg bestehe in der Credit Suisse (CS) "eine sehr starke Risikokultur".


    Das Kernproblem im amerikanischen Subprime-Hypothekenmarkt ist laut Dougan die fehlende Transparenz. "Es gibt kaum jemanden, der Papiere aus dem Subprime-Markt kaufen will."


    Es sei auch für die CS schwierig gewesen, den Rückzug aus dem Subprime-Hypothekenmarkt durchzuhalten, obschon dieser sich im Frühjahr vorübergehend erholt habe. "Für andere Banken schien sich das Risiko auzuzahlen. Wir haben uns aber nicht beirren lassen, und das von uns erwartete Szenario ist am Ende eingetroffen", sagte Dougan.


    Die CS sei "im momentanen Umfeld gut positioniert", sagte Dougan weiter. "Wir sind sehr zuversichtlich, was die mittel- und langfristige Entwicklung betrifft." Der Markt für strukturierte und riskante Kreditpapiere sei massiv beeinträchtigt, und das werde noch eine Weile andauern. "Die Risikobereitschaft der Banken wird abnehmen", sagte Dougan.

    (Quelle: SDA)"

    ABB

    tolggoe28 wrote:

    Quote
    Macht was mit diesen Bewegungen. Sucht die Korrekturen oder Taucher als Chance.


    Wie kommst du auf die Idee, dass dies hier nicht genutzt wird? Denke die meisten wissen durchaus solche Chancen zu nutzen. Doch hast du vielleicht auch bemerkt, dass es nicht klingelt, wenn ein Tiefpunkt erreicht ist. Je nachdem welchen Anlagehorizont du hast, wirst du unterschiedlich investieren.

    Aber falls du ein sicheres System hast, zu wissen wo z.B. ABBN, NESN oder UBSN in 2 Wochen sind, gäbe es bestimmt viele Abnehmer für diese Erkenntnis. Ich frage dich, als offensichtlich Weiser, Rallye ja oder nein?