Posts by Spacecadet

    Dauerangriff auf Bundesrat Blocher

    Endspurt wrote:

    Quote
    Das sehe ich nicht so: Wenn die SVP die GPK-Präsidentin Lucrezia Meier-Schatz angreift, greift sie allenfalls CVP-Wähler an, denn Schatz ist CVP-Politikerin. Ein grosser Teil der SVP-Wähler will ja, dass die Partei-Oberen Rabatz machen, siehe "Geheimplan zum Sturze Blochers". Alles gut eingefädelte Wahlpropaganda der SVP.


    Du hast da recht, es kommt drauf an, warum man die Politiker wählt.

    Ich wähle sie z.B., damit sie ihren Job machen und das Land führen.

    Dabei wähle ich die Partei, die meinen eigenen Ansichten am nächsten kommt. Deren Vertreter sind mir zwar sympathischer als die Vertreter anderer Parteien, jedoch können die deshalb nicht machen, was sie wollen. Speziell, wenn sie einen Ton anschlagen, der wie im Moment eine vernünftige Regierungsarbeit sehr erschwert.


    Was nützt mir denn ein Politiker, der mir megasympathisch ist, aber der die demokratischen Spielregeln nicht achtet?

    Gar nichts und das meinte ich mit meiner Aussage.

    Dauerangriff auf Bundesrat Blocher

    Richtig!

    Die meisten Leute wollen einfache Parolen für komplexe Probleme. Jedoch ist Komplexität eben nicht beliebig vereinfachbar, um sie dann besser lösen zu können. Irgendwann steckt man nämlich nur den Kopf in den Sand. Man muss sich mit der Vielschichtigkeit eben abfinden, denn die gehört zum Leben.




    Noch eins an alle SVP-Wähler:

    Der Respekt vor den höchsten Funktionsträgern der Schweiz gebietet einen gewissen Anstand im Umgang mit ihnen, auch wenn man nicht mit ihnen einer Meinung ist. Dem sollte wohl jeder Demokrat zustimmen.

    Wenn Politiker, nicht nur von der SVP, den Funktionsträgern in der Schweiz diesen Respekt nicht erweisen, so stellen sie ihre persönlichen Interessen über ihre Funktion als Vertreter des Volkes. Und damit missachten sie den Auftrag ihrer Wähler, welche die Politiker zur Problemlösung und nicht zum kleinlichen Streiten gewählt haben!

    Wenn also die SVP z.B. die GPK-Präsidentin persönlich angreift, dann greifen sie auch die Wähler an, welche die SVP gewählt haben!

    Wenn die SP Blocher unfair attackiert, attackiert sie auch die SP-Wähler!

    Dauerangriff auf Bundesrat Blocher

    ecoego wrote:

    Quote
    Spacecadet – der thread betrifft eigentlich die Person Blocher als Bundesrat. Sei dem so: Da ich fast lebenslanger Auslandschweizer bin, konsumiere ich Heimat-News vielleicht etwas anders. Wenn ich an aehnliche Debaten in anderen Laendern denke dann lese ich die SVP hier ueberhaupt nicht als "fremdenfeindlich" sondern als Aufforderung Ruecksicht nehmen auf lokale Kultur, Gegebenheiten, CH Recht und Gesetze beachten. Fuer mich war/ist das immer selbstverstaendlich im Ausland und gehoert in die Abteilung Anstand und Respekt gegenueber dem Gastland.


    Die meisten Leute in den meisten Staaten haben gar keine Ahnung, was die SVP hier so treibt. Wenn es denn publik wird, dann kommen die verblüfften Reaktionen, wie eben in der englischen Presse kürzlich.


    So etwas wie das "Negerplakat", der Himmel-Hölle-Clip, dieser Mord-Clip der JSVP... das soll alles nicht fremdenfeindlich sein und zu mehr Achtung der Schweizer Kultur auffordern?

    Das kannst Du nicht ganz ernst meinen, oder?

    ETF

    fritz wrote:


    Auf http://www.indexchange.de sind die auch gut erklärt.


    ETFs sind wegen ihrer Eigenschaften gerade als Langfristanlage geeignet und einem Aktieninvestment und aktiv gemanagten Fonds in mehrfacher Hinsicht überlegen:


    1. ETFs bilden einen Marktindex 1:1 ab.

    Nur 20% aller professionellen Fondsmanager schaffen es pro Jahr, ihren Vergleichsindex zu schlagen. Und es sind auch nicht immer dieselben Fondsmanager, die das schaffen, sondern jedes Jahr sind es andere und man kann nicht vorhersagen, welcher Manager es im nächsten Jahr sein wird.

    Dasselbe gilt auch für Einzelinvestments in Aktien. Es wird einem Privatanleger genausowenig gelingen, seinen Vergleichsmarkt zu schlagen.

    Mit einem ETF gehört man jedoch IMMER zum besten Fünftel seiner Anlageklasse.




    2. Die Gebühren sind sehr tief, für einen DAX oder EUROSTOXX-ETF leigen sie bei weit unter 0.5% pro Jahr. Der Zinseszins-Effekt, der sich dadurch ergibt, ist beachtlich:

    --> 20 Jahre lang 500 CHF pro Monat eingezahlt, jährliche Rendite 8 % p.a.

    mit 1.5% Gebühr pro Jahr ---> 238'000 Franken

    mit 0.5% Gebühr pro Jahr ---> 262'000

    Das sind 24'000 Franken Differenz!

    Dauerangriff auf Bundesrat Blocher

    Die "wahren" Demokraten zeigen ihr Gesicht.

    Da redet die SVP von Demokratie, Gleichheit und Humanismus reden und setzt dann diese Grundsätze mal einfach so ausser Kraft setzt, wenn es ihr in den Kram passt.

    Auch wenn z.B. die GPK einen falschen Report aufgesetzt haben sollte, so gebietet es der Respekt vor dem Amt der Schweizer Demokratie, Anstand zu bewahren und nicht von "Lüge" oder "Bullshit" zu reden.


    Die SVP macht Politik, indem sie miese Ängste schürt: vor Ausländern, vor der EU, vor der "Verlotterung" der Schweiz. Vor dem ganzen Leben ausserhalb von Heidiland.


    Dabei beruht ein Grossteil des Schweizer Wohlstandes genau auf den Ausländern.

    60% aller Manager der im SMI gelisteten Unternehmen sind Ausländer! Und auch die ganze "Drecksarbeit", wie Pflege, Gastro, Strassenreiningung, Bau, für die sich viele Schweizer zu fein sind, sind auf die 20% Ausländer angewiesen, die hier leben.

    Vielleicht sollte man die Sache mal so sehen und sich nicht aus Angst vor dem Leben verschanzen und in seinem Atombunker im Keller verstecken.

    Dauerangriff auf Bundesrat Blocher

    Die SVP ist ziemlich schnell beim im Austeilen ("Negerplakat", "Himmel-und-Hölle"-Videoclips, "Bullshit"-GPK-Berichte, Mordvideos etc.). Wenn's aber ums Einstecken geht, dann sind sie da recht schnell beleidigt.


    Nicht die Ausländer gefährden die Schweizer Werte, sondern die zunehmende Radikalisierung der Schweizer Politiklandschaft.

    Wie soll eine Konsensdemokratie funktionieren, wenn niemand mehr Konsense machen will? Und das ist genauso die Schuld der SVP wie die der SP.

    ETF

    Jodellady wrote:


    ETFs kriegt man an den Börsen oder im OTC mit den Emittenten (z.B. die indexchange-ETFs bei der Hypovereinsbank). Die Konditionen variieren dabei.


    Wegen "an das weitere Steigen glauben":

    Wenn man eines ziemlich sicher glauben kann, dann dass die Märkte langfristig gesehen steigen und zwar weltweit um 7-10% p.a. An dieser Steigerung kann man nur mit ETFs oder Indexzertis teilnehmen, wenn man kein höheres Risiko eingehen möchte als es der Vergleichsindex bietet.

    Daher sind indexabbildende Produkte eigentlich das einzige Mittel der Wahl für Langristanleger, es sei denn, man gibt sich mit den 4-7% zufrieden, die offene Immo-, Geldmarkt- oder Anleihen(fonds) bieten.

    Das hängt von Deiner persönlichen Risikoneigung ab.


    Daher, bei Langfristanlage ETFs > Aktien, weil man beim Aktienkauf Stockpicking betreiben muss und da schaffen es nur 20% aller professionellen Anleger, die Indizes zu schlagen.

    Molecular Partners Switzerland

    Was für Molecular Partners spricht ist, dass die propagierte Technik eine relativ breites Anwendungspotential zu besitzen scheint.


    Jedoch haben Molecular Partners kein Produkt am Markt, sondern nur diese Technik.

    Die müssten auch noch ein bisschen besser herausstellen, warum diese Bindungspartner besser als die antikörper von Morphosys sind, die ja auch anscheinend auch an alles binden können und an die man auch alle möglichen Enzyme, Proteine usw. hängen kann.

    Das klingt noch sehr nach Forschungsstadium, nicht nach Marktreife.


    Aber auf jeden Fall interessant.

    Molecular Partners Switzerland

    Prof. Plückthun hat Morphosys (mit-)gegründet und sitzt jetzt im Board of Directors von Molecular Partners, wenn der sagt, dass das klappt und jemand hier sagt, dass das alles Mumpitz ist, wem willst Du dann glauben? :)


    Ist halt ein grosses Risiko und wahrscheinlich ehr was zum Zocken, aber wenn sich die Finanzkrise legen sollte und der Aufschwung wieder einsetzt, könnte das schon was werden.


    Meine 5 Cent. :)

    Wann soll man verkaufen?

    Ich setze mir mentale Stop-Loss und Safe-Win-Kurse und, was noch viel wichtiger ist, versuche auch, die einzuhalten.


    Also z.B. bei einem Nebenwert realisiere ich 50% Gewinn und verkaufe bei -50% Verlust etc.

    Bei einem LargeCap reichen mir 25% etc.


    Das ganze kombiniere ich noch mit den Quartalen, also wenn mein Kursziel im Dezember erreicht ist, warte ich u.U. noch bis März oder April, weil die Kurse im 1. und 4. Quartal meist steigen.


    Das ist eine Strategie von 1-3 Jahren für die aktuelle Wachstumsphase, in der wir uns befinden.


    FÜr MICH ist das nicht als Langfristigstrategie (mehr als 5 Jahre) tauglich.

    Erstens habe ich keine Zeit, um eine fundierte Aktien- und Unternehemnsanalyse zu betrieben, daher kann ich nur auf vorhandene Analysen zurück greifen. Bei Standardwerten mag das gehen, bei Nebenwerten müsste ich mich auf Börsenbriefe beziehen, deren Seriösität ich nicht wirklich beurteilen kann.


    Ausserdem schaffen es nur 80% aller Fondsmanager, die eigentlich jede Menge Zeit zur Auswahl hätten, ihren Marktindex zu schlagen.

    Wie soll ich das dann schaffen?


    Daher kommt für mich als Langfriststrategie nur eine breite Diversifizierung über indexabbildende Mittel (Indexfonds, ETFs, Indexzertifikate) in Frage.

    Sind 99 % der Aktienhändler Verlierer?

    Optimist

    In dem Fall sollten die Fondsregeln umgestaltet werden, dass sinnvolles Anlegen möglich ist. Denn dann ist die hohe Gebühr noch viel weniger gerechtfertigt, als sie es jetzt schon ist.

    Wenn ich mich recht entsinne, dann können viele Fonds aber hohe Cashquoten haben.


    Alles in allem spricht das dafür, aktive gemanagte Fonds nur in Spezialsituationen und für bestimmte Märkte zu erwerben (bestimmte EM-Länder z.B.).

    Sind 99 % der Aktienhändler Verlierer?

    Klar, man kann das Anlageverhalten nicht vergleichen, ein Fonsmanager muss disziplinierter sein und hat weniger Optionen zum Handeln. Aber das sollte ihn doch gerade erfolgreicher machen, nicht?

    Er muss ja "nur" aus den für ihn handlebaren Aktien die zukunftträchtigsten rauspicken. Und nur ein Fünftel aller Fondsmanager schafft das!


    Bei einem Privatanläger ist die Klassifizierung des Anlagestils viel schwieriger, weil ich z.B. Zertifikate, Aktien und Fonds verschiedener Assetklassen habe. Daher brachte ich auch den Vergleich mit dem Hedgefonds-Manager. Da ist das Bestimmen der Benchmark auch viel schwieriger.


    Die Anlagesumme spielt natürlich eine Rolle.


    Jedoch bin ich sicher, dass es nur wenige Kleinanleger schaffen, den Markt dauerhaft zu schlagen. Denn diese wären dann bald keine Kleinanleger mehr. :)

    Sind 99 % der Aktienhändler Verlierer?

    Sunny hat (leider) vollkommen recht.

    Es kommt vielleicht drauf an, wie man "Verlierer" definiert, denn "alles" verlieren nur die wenigsten, wie auch die wenigsten "alles" gewinnen.




    Es gab und gibt da entpsrechende Umfragen:

    Eigentlich denken alle Anleger von sich, dass sie besonders gute und vorteilhafte Entscheidungen treffen, d.h. sie denken, dass sie erfolgreicher als der Durchschnitt sind.


    Jedoch, nur 20% aller professionellen Anleger, also ich meine jetzt Fondsmanger, schaffen es in einem Jahr, ihren Marktindex zu schlagen. Und diese 20% sind nicht immer dieselben vom Vorjahr und es ist nicht möglich, vorherzusagen, welcher Fondsmanager es im nächsten Jahr schaffen wird.

    Und das sind Leute, die sich den ganzen Tag nur mit dieser MAterie beschäftigen!!

    Bei Privatanlegern, die sich weit weniger mit dem Investieren beschäftigen können, dürfte der Anteil, welcher den Vergleichsmarkt schlägt, noch geringer sein.


    Wenn man sich nun die Hedge-Fonds anschaut, von denen manche in den USA ja praktisch in alles investieren dürfen, was der Markt so hergibt (Aktien, Optionen, Derivate etc. pp.), dann sieht die Erfolgsquote ja noch magerer aus.





    Meine persönliche Lehre daraus:

    Ich investiere für mein Pensionsalter in ein "Langezitportfolio" bestehend aus ETFs und Indexfonds und diversifiziert nach der gängigen Portfoliotheorie (siehe Markowitz etc.) mit regelmässigen Einzahlungen (2-3 pro Jahr) mit Zielrendite: 8 % p.a.

    Somit werde ich zwar nicht zu den besten aller Anlegern gehören, aber immerhin noch zu den besten 80%


    Und wie Roberto Blanko schon sagte:

    "Ich bin vielleicht nicht der grösste Liebhaber der Welt, aber Nummer 2 auf der Liste zu sein, ist doch auch nicht schlecht."




    PS.:

    Nebenbei halte ich was zum Zocken, um einmal den Spieltrieb zu befriedigen und um immer wieder zu sehen, dass auch ich den Markt nicht schlagen kann.


    PPS.:

    Es gibt schon Leute, die den Markt abzocken (Buffet, Soros, Bogle...) Aber die sind diskret und posaunen ihre Marktlücke nicht raus und schreiben auch keine Börsenbriefe.

    15000-.sfr wo würdet ihr investieren..mittel bis langfristig

    tradingvalue


    Sehe ich genauso.

    Da niemand weiss, wie es weitergehen wird, macht eigentlich nur langfristiges Sparen Sinn und da ist dann das exakte Timing fast nebensächlich.

    Was interssiert es mich in 30 Jahren, ob der SMI mal so oder so stand? Insgesamt komme ich auf 6-8% p.a., so oder so, wenn ich nur nah genug am Marktindex investiere und ordentlich diversifiziert bin.




    Im Moment würde ich allerdings mit Anlagen noch warten, so vielleicht bis September/Oktober.