Biotech Allgemein

  • Biotechnologie-Blase

    Darum muss sich die Börse keine Sorgen machen

    Die Aktienmärkte kennen seit Jahren nur eine Richtung – aufwärts. Unterbrochen wurde der Aufstieg durch geopolitische Spannungen oder länderspezifische Vorkommnisse – wie die Aufhebung der Euro-Untergrenze. Eine nachhaltige Korrektur ist aber bisher nicht eingetreten. Die Zuversicht und die Risikofreude der Investoren sind ungebrochen. Besorgten Beobachtern fällt in dieser «gefährlichen» Euphorie ein, dass in der Vergangenheit jeweils das Platzen einer Blase die grosse Kurskorrektur einleitete.


    Im Jahre 2000 war dies im Dotcom-Bereich der Fall, sieben Jahre später im US-Immobilienmarkt. Macht man sich heute auf die Suche nach unrealistischen Bewertungen, stösst man zuerst auf den Biotech-Sektor. Gemessen am Nasdaq-Biotech-Index haben die Kurse in den letzten vier Jahren 500% an Wert gewonnen. Vor kurzem zahlte die US-Gesellschaft Abbvie 21 Mrd. $ oder 40 Mal den Umsatz für den Konkurrenten Pharmacyclics. Dies ist kein Einzelfall: Das Bewertungsniveau hat als Mehrfaches des Gewinns eine hohe dreistellige Zahl erreicht, und auch gemessen am Umsatz ist die Bewertung zweistellig.


    Dabei muss man sich aber vor Augen führen, dass viele der 269 Gesellschaften im Index keinen Gewinn und kaum Umsatz – meist nur Zahlungen von Lizenzpartnern – erzielen. Die kleinen Unternehmen arbeiten meist an einer Anwendung und versuchen, diese zur Marktreife zu bringen. Dieses Vorhaben ist riskant und scheitert oft. Im Erfolgsfall ist der Gewinn aber riesig. Die Fortschritte, die die Industrie im Kampf gegen Krebs, Hepatitis C und Genfunktionsstörungen erzielt, machen Biotech-Firmen zu gesuchten Partnern für die Pharmaindustrie.


    Erfahrenen Investoren ist auch klar, dass es bei Wetten auf kleine Biotech-Gesellschaften meist um «alles oder nichts» geht. Wegen der verzweifelten Suche der Investoren nach hohen Renditen ist auch das Rückschlagsrisiko sehr gross geworden. Biotech hat jedoch im Gegensatz zur IT- und zur Immobilien-Industrie nicht das Gewicht, um bei einer Korrektur die ganze Börse mitzureissen.


    http://www.nzz.ch/wirtschaft/k…-sorgen-machen-1.18500248

  • Wohin geht der Biotechnologiesektor?


    "Never fight the FED!" bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie "wette niemals gegen die US-Notenbank". An den Finanzmärkten kommt diese aus den Zwanzigerjahren stammende Weisheit einem ungeschriebenen Gesetz gleich. Nicht ohne Grund, kann die mächtigste Zentralbank der Welt doch unbeschränkt Dollar schöpfen, um ihre Interessen mit aller Härte durchzusetzen.

    Allerdings gibt es keine Regel ohne Ausnahme: Seit gut einem Jahr warnt die Vorsitzende Janet Yellen unermüdlich vor Übertreibungen bei amerikanischen Biotechnologieaktien. Im letzten Frühjahr schien man die Warnung denn auch durchaus ernst zu nehmen. Innerhalb von wenigen Wochen brach der Nasdaq Biotechnology Index vom damaligen Rekordhoch von 2860 Punkten aus betrachtet um mehr als 20 Prozent ein. Zuvor gefeierte Modeaktien wie jene von Gilead Sciences oder BiogenIdec gerieten sogar noch stärker unter die Räder.

    Es sind allerdings diese Indexschwergewichte, welche dem Nasdaq Biotechnology Index vor Wochenfrist bei 3900 Zählern einen neuen historischen Höchststand bescherten. In den letzten Tagen hatte das Branchenbarometer einen schweren Stand, fiel es vorübergehend doch um 10 Prozent vom Höchststand zurück.

    Auch am Schweizer Aktienmarkt wurden Aktien wie jene von Santhera, Basilea oder Actelion wegen diesem Rückschlag in Sippenhaft genommen.

    Anders als bei uns gibt man sich in New York überraschend entspannt. Im Berufshandel macht ein Kommentar aus dem Hause PiperJaffray die Runde. Darin eilen die Verfasser dem sichtlich angeschlagenen Biotechnologiesektor verbal zu Hilfe. Wie schon vor einem Jahr sei die Ausverkaufswelle von fehlgeleiteten Ängsten rund um die Branchenbewertung losgetreten worden, so schreiben sie. Und weiter: Die optisch hohe Bewertung sei ein Spiegelbild des überdurchschnittlichen Gewinnwachstums. Nach der Ausverkaufswelle vom März habe sich das Börsenjahr 2014 letztendlich doch noch als ein herausragendes für die Biotechnologieaktien erwiesen. Bei PiperJaffray zeigt man sich zuversichtlich, dass 2015 ein weiteres gutes Jahr für die Branche wird.

    Interessant ist, dass sich dieselben Experten schon vor gut einem Jahr mit einem vehement verteidigenden Kommentar an ihre Anlagekunden wandten. Obschon der Nasdaq Nasdaq Biotechnology Index danach noch über mehrere Wochen unter Druck stand, erholte er sich im Jahresverlauf um knapp 20 Prozent.

    Selbst nach dem jüngsten Rückschlag befindet sich das Börsenbarometer noch immer in luftigen Höhen, hat es sich seit Anfang März 2009 doch mehr als versechsfacht. Mit dem breit gefassten Nasdaq Composite Index liess sich in dieser Zeit nur halb so viel Geld verdienen.

    Allen Unkenrufen zum Trotz hielt sich der Sparwille im amerikanischen Gesundheitswesen in Grenzen. Von Druck auf die Medikamentenpreise konnte in den vergangenen Jahren keine Rede sein. Dadurch waren die Biotechnologieunternehmen bei der Preisgestaltung ihrer neuen und revolutionären Präparate völlig frei. Selbst wo zwei oder mehrere Medikamente in dieselbe therapeutische Kerbe schlugen, liessen sich die Anbieter gegenseitig leben. Das vor allem zur Freude der Aktionäre.

    Doch am Horizont ziehen nun - von vielen Anlegern noch unbemerkt - erste Gewitterwolken auf. Seit wenigen Wochen liefern sich die Hersteller neuartiger und teurer Hepatitis-C-Medikamente einen erbitterten Schlagabtausch. Im Rahmen einer Vertriebsvereinbarung gewährte AbbVie der amerikanischen Apothekenkette Express Scripts erstmals substanzielle Preisnachlässe auf dem eben erst zugelassenen Kombinationspräparat Viekira. Gleichzeitig kippte Express Scripts das teure Konkurrenzprodukt Sovaldi von Gilead Sciences aus dem Sortiment. Der Rivale von AbbVie konterte seinerseits mit einer exklusiven Vereinbarung mit der bekannten Drogeriekette CVS. Die Vermutung liegt nahe, dass er sich diese Vereinbarung für Sovaldi ebenfalls mit Preisnachlässen erkaufen musste.

    Früher oder später wird dieser Preisdruck auf andere Medikamentenklassen übergreifen. Ungemach droht den Anbietern auch im Zusammenhang mit sogenannten Biosimilars. Erst vor wenigen Wochen erhielt die Novartis-Tochter Sandoz in den USA die Marktzulassung für das erste solche Präparat. Druck auf die aufsehenerregend hohen Margen ist den Biotechnologieunternehmen damit so gut wie sicher.

    Neben PiperJaffray meldete sich am späten Freitag übrigens auch noch die Credit Suisse zu Wort. Auch die für die Grossbank tätigen Experten glauben nicht, dass sich eine Bewertungsblase gebildet hat. Ihre lapidare Begründung: Bei den grossen und mittelgrossen Unternehmen sei schliesslich eine neue Zeitrechnung angebrochen.

    Bei mir schrillen immer die Alarmglocken, wenn Aktienanalysten eine neue Ära anbrechen sehen und alte Gegebenheiten vermeintlich nicht mehr gelten. Ausserdem erkenne ich einen exponentiellen Kursanstieg, wenn ich ihn sehe. Der Nasdaq Biotechnology Index befindet sich zweifelsohne in einer Übertreibungsphase. Die alles entscheidende Frage ist deshalb nicht ob, sondern bloss wann die Blase platzen wird. Bleibt ausserdem zu hoffen, dass die Aktien hiesiger Biotechnologieunternehmen wie Molecular Partners und Basilea nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Die beiden Aktien zählen schon seit Ende Dezember zu meinen Schweizer Aktienfavoriten für 2015 (siehe Kolumne vom 26. März).


    CASH INSIDER

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Mologen

    Die Kapitalerhöhung wurde erfolgreich abgeschlossen. Zwar ist eine Verwässerung von ca. 25% im Kurs enthalten. Sie haben jetzt aber über 40 Mio € Cash.


    Dies heisst, sie sind ausreichend finanziert um die Phase III Studie von MGN1703 durchzuführen. Voraussichtlicher Zulassungsantrag 2017.


    Da sie eigentlich jetzt keine Auslizenzierung brauchen, werden sie bei Erfolg viel bessere Konditionen ausarbeiten können bei Auslizenzierung.


    ALLES DREHT SICH NATÜRLICH UM ERFOLG. MGN 1703 hat Blockbusterpotenzial. Die erfolgreiche KE zeugt aber vom Vertrauen der Aktionäre. Alle Studiendaten wurden bis jetzt erfolgreich abgeschlossen.


    Kurs gestern 5.25 €.


    Meine Meinung: Wenn es interessiert würde ich jetzt anfangen den Kurs zu beobachten, momentan würde ich aber noch abwarten mit Kauf. Ab 2016 wird es dann sehr interessant.


    Meinerseits habe ich immer noch meine Vollzahl an Aktien mit über 50% Verlust. Was soll's wenn das Endprodukt stimmt. Persönlich kann ich jetzt auch alles verlieren, sollte alles bachab gehen, dies ist eben BIOTECH. Alles auf Hoffnung und Erfolg.


    Gruss. Gerard

  • Wdh Novartis-VRP: Preise für Biotech-Firmen "sehr, sehr hoch"

    11.06.2015 08:31

    (VRP statt CEO in der Titelzeile)

    Zürich (awp) - Novartis ist in Sachen Übernahmepolitik vor allem auf kleinere Firmen fokussiert. "Wir schauen uns weiterhin attraktive kleinere Ziele an, aber grössere Bewegungen sehe ich zurzeit nicht", sagte VR-Präsident Jörg Reinhardt dem deutschen "Handelsblatt" (Ausgabe 11.6.).


    Die laufende Konsolidierung in der Pharmabranche sei seit Jahren erwartet worden und sei an sich keine Überraschung. Es gebe ein Wiederaufleben der Biotech-Industrie, das habe auch damit zu tun, dass man generell in der Branche Fortschritte in der Forschung gemacht habe. "Der technologische Fortschritt treibt denn auch die M&A-Welle", so Reinhardt. Den Trend sehe er auch weitergehen, wobei die Preise, die derzeit für Biotechfirmen gezahlt würden, "sehr, sehr hoch" seien. Da müsse man sich als Käufer "sehr gut überlegen", ob man das Risiko eingehe.


    Weiter sagte Reinhardt, dass Novartis sich bei der Kooperation mit der britischen GSK im Bereich der OTC-Medikamente "wohl" fühle und das Geschäft "immer noch für ein attraktives" halte. Insofern gebe es "keine Pläne, uns absehbar davon zu trennen". Novartis hält am Gemeinschaftsunternehmen einen Anteil von 36,5%.


    Vor drei Monaten hatte Novartis mit GSK auch den angekündigten Tausch der Geschäftseinheiten - Impfstoffe zu GSK, Krebsmedikamente zu Novartis - abgeschlossen. Laut Reinhardt laufen die Integrationsarbeiten derzeit noch. "Wir konnten 2'000 Mitarbeiter von GSK aufnehmen. Und wir haben parallel zu diesem Deal auch eine Umstrukturierung eingeleitet, in dem wir eine Business-Service-Einheit gegründet haben", so der Novartis-VRP.


    Man habe IT, Aufgaben des Personalressorts, Funktionen der Finanzabteilungen und andere interne Dienstleistungen aus den Divisionen genommen und gebündelt. "Momentan findet der grösste Umbruch statt, den es in den vergangenen 20 Jahren bei Novartis gegeben hat. Und das muss verdaut werden".


    In diesem Zusammenhang seien auch die einzelnen Divisionen nicht mehr so selbständig wie vorher, als sie "schon fast kompetitiv" gewesen seien. "Mir liegt viel daran, dass Novartis mehr wird als die Summe der einzelnen Teile", sagte er wörtlich.


    uh/ys


    (AWP)

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  • Biotech-Branche hat Rekordjahr hinter und neue Ära vor sich

    18.06.2015 11:12

    Zürich (awp/sda) - Die Biotechnologie-Unternehmen haben im vergangenen Jahr gleich reihenweise neue Rekorde aufgestellt. So sind die Umsätze und die Gewinne markant gestiegen. Zugenommen hat aber auch der Konkurrenzdruck.

    Insgesamt haben die 714 vom Beratungsunternehmen EY erfassten Biotech-Firmen in Nordamerika, Europa und Australien im vergangenen Jahr einen Umsatz von 123 Mrd USD erreicht. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 24%. Die Gewinne sind sogar um 231% auf rekordhohe 14,9 Mrd USD angestiegen, wie EY am Donnerstag mitteilte.


    EY führt diesen Gewinnsprung auf die erfolgreiche Einführung vieler neuer Produkte im letzten Jahr zurück. So hat unter anderem die US-Gesundheitsbehörde (FDA) 2014 mit insgesamt 41 neuen Produkten auch tatsächlich deutlich mehr neue Medikamente zugelassen als im Vorjahr (27 Zulassungen).


    Die Unternehmen haben laut EY im vergangenen Jahr zudem von früher eingeleiteten Restrukturierungen profitiert. "Sie haben gründlich aufgeräumt und sich von Geschäftsfeldern getrennt, die nicht zu ihren Kernkompetenzen gehören", lässt sich Jürg Zürcher von EY in der Mitteilung zitieren.


    ÜBERNAHMEBOOM ERWARTET


    Kräftig gesteigert haben die Biotech-Firmen auch ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (+20% auf 35,4 Mrd USD). Stark zugenommen haben auch die Übernahmen und die Börsengänge in der Branche. 94 US-amerikanische und europäische Biotech-Unternehmen liessen sich 2014 an den Börsen eintragen und brachen damit den Rekord von 79 Börsengängen im Jahr 2000. Zusammen mit dem Anstieg der Aktienkurse ist die Branche damit erstmals an den Börsen mehr als 1 Bio USD wert.


    Mit diesem rasanten Wachstum sieht EY auch ein neues Zeitalter für die Branche anbrechen. So führe die starke Zunahme von Nachahmerprodukten (Biosimilars) und von neuen biotechnologisch hergestellten Medikamenten zu einem grossen Preis- und Konkurrenzdruck. "Die Krankenkassen werden nur noch die Kosten für die wirkungsvollsten Medikamente zurückerstatten", wird Zürcher zitiert. "Die Konsolidierung in der Brache und die Bereinigung der Portfolios wird darum weitergehen."


    uh


    (AWP)

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  • Alternative

    Wer risikoscheu ist, aber trotzdem am Boom im Biotech-Bereich teilnehmen will, sollte sich vielleicht bei einem Verwalter dieser Branche (z.B. in der Schweiz die Bellevue Groupe) engagieren und mit deutlich weniger Risiko die fetten Dividenden einstreichen (aktuell bei Bellevue Group auf Basis Dividende von 2014 äusserst attraktive 7.14 %!!).

  • sonnyboy hat am 18.06.2015 - 16:32 folgendes geschrieben:

    Quote

    Auch zu empfehlen BB Biotech und HBM Healthcare.

    Du hast es begriffen. Bin schon seit 10 Jahren in BION, eine wahre Perle! Bellevue ist nur indirekt geeignet...

  • Verwalter

    ja Bellevue Groupe ist der Verwalter und erhält entsprechende Vergütungen (ohne das direkte Risiko zu tragen)

  • Bei BB Biotech ist allerdings seit mehreren Monaten - genauer gesagt, seit dieser Singer sich verabschiedet hat - ziemlich der Wurm drin. Der NAV steigt und steigt, und die Aktie kommt nicht vom Fleck. Fallen die Kurse an der Nasdaq, fällt BION gleich überproportional. Steigen die Nasdaq Titel, gewinnt BION nur schleppend.


    Heute schon wieder ein Krisentag ohne erkennbaren Grund.

    Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft

  • BION hat am Freitag den Halbjahresbericht publiziert - hervorragende Arbeit, würde ich mal sagen.


    Gleichzeitig hat man die neuen Investitionen publiziert. Mit Juno und Kite sind es gleich zwei Unternehmen, die auf Immuntherapien setzen. Wer hier noch eine günstige Alternative sucht: Medigene könnte eine Wette wert sein.


    Ach ja, und bei BION natürlich dabei bleiben...

  • Wisst ihr da mehr oder stimmt es, dass es von:

    • Santhera
    • Cytos
    • Evolva
    • Newron

    KEINE Derivatprodukte, sondern nur die Aktie zu kaufen gibt?


    Danke für Eure Hilfe, auf ein erfolgreiches Biotech-Jahr 2016 und ein schönes Wochenende!

  • norisknofun hat am 20.11.2015 - 16:17 folgendes geschrieben:

    Quote

    Wisst ihr da mehr oder stimmt es, dass es von:

    • Santhera
    • Cytos
    • Evolva
    • Newron

    KEINE Derivatprodukte, sondern nur die Aktie zu kaufen gibt?


    Danke für Eure Hilfe, auf ein erfolgreiches Biotech-Jahr 2016 und ein schönes Wochenende!

    jup, habe auch nichts gefunden.

  • ObsEva schliesst Serie-B-Finanzierung erfolgreich ab - HBM investiert 10 Mio 24.11.2015 08:40 Zürich (awp) - Das Genfer Biotech-Unternehmen ObsEva hat eine Serie-B-Finanzierung über 60 Mio CHF abgeschlossen. An der Finanzierung haben neue Investoren wie HBM Healthcare Investments, New Enterprise Associates (NEA), OrbiMed, Rock Springs Capital sowie bereits existierende Kapitalgeber teilgenommen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montag. HBM selber hat sich mit 10 Mio CHF beteiligt, wie die Zuger Beteiligungsgesellschaft am Abend separat mitteilte. Zu den bereits existierenden Kapitalgebern zählen unter anderem Sofinnova Partners, die das Unternehmen auch bei der Seed-Finanzierung unterstützt hatten. In Verbindung mit der Finanzierung werde zudem Ed Mathers von NEA Mitglied im Verwaltungsrat von ObsEva. Die Erlöse aus der Finanzierungsrunde werde ObsEva nutzen, um jene Produkte weiter voranzubringen, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Forschungsstadium befinden. ObsEva ist in der Forschung und Entwicklung im Bereich Reproduktionsmedizin für Frauen aktiv. hr/cp (AWP)

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  • Biotech-Unternehmen Brain kündigt Börsengang an 05.01.2016 10:55 (Ausführliche Fassung) ZWINGENBERG (awp international) - Der Markt für Börsengänge bleibt in Fahrt. Als erstes Unternehmen in diesem Jahr kündigte am Dienstag die Biotechnologiefirma Brain aus Zwingenberg bei Darmstadt den Sprung aufs Parkett an. Die Aktien sollen künftig im Premiumsegment der Frankfurter Börse gehandelt werden. Mit dem Börsengang will das Unternehmen nach Angaben eines Sprechers einen "signifikanten" zweistelligen Millionenbetrag erlösen. Das Geld soll vor allem in die Erforschung und Vermarktung von Produkten gesteckt werden. Dazu gibt Brain in erster Linie neue Aktien aus, lediglich im Zuge einer möglichen Mehrzuteilung will ein Alteigentümer Kasse machen. Zehn Prozent der auszugebenden Aktien sollen an Privatanleger gehen. Zum konkreten Zeitplan hielt sich Brain bedeckt. Allerdings dürfte es mit der erfolgten offiziellen Ankündigung nun schnell gehen. Das Wertpapierprospekt soll Finanzkreisen zufolge in rund zwei Wochen veröffentlicht werden. Danach beginnt die Zeichnungsfrist, so dass die Erstnotiz bis Mitte Februar erfolgen könnte. Brain entwickelt Industriematerialien auf biologischer Basis. Neben eigenen Produkten setzt das Unternehmen dabei auch auf Kooperationen vor allem mit Chemiekonzernen. Im Geschäftsjahr 2014/15 setzte Brain 25,7 Millionen Euro um nach 10,2 Millionen zwei Jahre zuvor. Dabei fiel ein operativer Verlust (Ebit) von 4,6 Millionen Euro an. Bereits 2008 hatten die Südhessen Börsenpläne, mussten diese aber wegen der Finanzkrise abbrechen. Inzwischen hat sich der Markt für Börsengänge in Deutschland erholt. Im vergangenen Jahr hatten mit 24 Unternehmen so viele wie seit 2007 nicht mehr den Sprung aufs Parkett gewagt. Das Emissionsvolumen lag bei rund 7 Milliarden Euro, rund drei Milliarden mehr als noch 2014. In diesem Jahr stehen wieder einige Schwergewichte vor der Tür - so will der Energiekonzern RWE sein Ökostromgeschäft an die Börse bringen und die Deutsche Bank will die Postbank über die Börse loswerden. Auch für die Deutsche Börse ist Brain wichtig. Es ist das erste Biotech-Unternehmen, das seit rund zehn Jahren wieder hierzulande an die Börse geht. Andere deutsche Vertreter der Branche wie die schwäbische Diagnostikfirma Curetis und der Alzheimer-Spezialist Probiodrug aus Halle an der Saale hatten im vergangenen Jahr als Börsenstandort die Euronext in Amsterdam vorgezogen. Der Heidelberger Krebsspezialist Affimed wählte die US-Technologiebörse Nasdaq. Sie versprachen sich davon mehr Anlegerinteresse und verwiesen auf die Risikoscheue der deutschen Investoren nach dem Platzen der Biotech-Blase kurz nach der Jahrtausendwende./enl/stb/fbr (AWP)

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  • Etwas Geschichte

    Ich bin seit 1990 in Biotech investiert und dies kontinuierlich, natürlich nicht nur, sondern auch in anderen Sektoren.


    In den 90er Jahren wurde Biotech wie wild gekauft und es gab horrende Kurse, da Biotech wie eine Wunderwaffe galt bei Medikamenten. Alles wurde gekauft, ohne auf Qualität zu achten.


    Bei Jahrtausendwende kam dann die Ernüchterung mit der Dotcomblase. Die Kurse sanken in den Keller und viele Biotechs, die sich nicht mehr finanzieren konnten, verschwanden aus der Oberfläche. Biotech allgemein hat daraus gelernt und auch die Investoren. Die Durststrecke dauerte bis ca. 2011.


    Qualität hat sich dann durchgesetzt weil sich die Sache verändert hat. Biotech ist Zukunftsmedizin, dies sahen auch die grossen Pharmafirmen. Ein klares Beispiel ist Roche die damals Genentech kauften und noch heute auf Biotechmedizin setzt. Sie kauft kleinere Firmen und arbeitet mit anderen Biotechfirmen zusammen.


    Für Qualität und was es damit bringt kann ich nur die heutigen grossen in den USA nennen: Amgen, Biogen, Gilead, Celgene (schaut da mal die Charts an seit der Dotcomblase oder jedenfalls bevor 2010 bevor es dann losging). Es gibt da noch viele andere, ich habe nur die bekanntesten aufgelistet.


    Was ist jetzt seit Sommer 2015 los: Es gab 2 Effekte, zuerst hat Janet Yellen von einer Biotechblase eindrücklich gewarnt, dies war der erste Paukenschlag, wo man sich aber einwenig erholte. Dann kam Hillary Clinton mit ihrer Rethorik über Medikamentenpreise. Zum Teil haben es einige übertrieben, aber nicht die ganze Branche.


    Nun dies ist Wahlrethorik und wird verblassen nach der Wahl. Sollte sie gewählt werden, hat sie immer noch den republikanischen Kongress im Nacken. Wir werden es ja schon sehen.


    Nun zur Wahl einer Biotechaktien, muss man sich doch viel informieren bevor einzusteigen. Eine Firma mit schon zugelassenem Medikament hat ein geringeres Risiko als beispielsweise eine die nur in Präklinik oder in einer Studienphase liegt. Da muss dann der Kleininvestor schon selber darauf achten bevor er einsteigt.


    Zuallerletzt, wie ich so in einem berühmten Forumthread lese, glauben viele bei Zulassungsantrag sei es zu 90-95% in der Tasche. Dies stimmt eben nicht, die Chance auf Zulassung bei Antrag liegt genau bei ca. 70%. Was ist nun der Unterschied zwischen 70 und 90/95%. Eben bei einer Variante praktisch sicher, bei der anderen noch ein Restrisiko von 30%.


    Da möchte ich noch hinweisen, dass bei Zulassung der Erfolg bei 90/95% ist und nicht 100%, weil nach Zulassung, diese wieder zurückgenommen werden kann, wenn man z.B. nicht vorhersehbare Nebeneffekte entdeckte.


    Mein neuestes Beispiel das ich kenne, war vor ca. 2 Jahren bei Aria mit Iclusig passiert (2 Todesfälle). Der Kurs sackte von 25 auf 2.50 $


    Nun zuallerletzt sollte jeder auf seriöse Information setzen und nicht auf Pushen oder Bashen.


    In der Hoffnung euch nicht gelangweilt zu haben, ihnen etwas geholfen zu haben mit Geschichtlichem, wünsche ich jedem bei seinem Invest, wo es auch ist nur positives, natürlich ist es manchmal nicht kurzfristig.


    Gerard