• Gerard hat am 28.08.2013 - 16:28 folgendes geschrieben:

    Quote

    ich werde es jedenfalls nicht überleben, bin ich zufrieden, dass Leute wie Saddam Hussein und jetzt Kaddhafi weg sind von der Bühne, das ist schon mal positiv. Hätten zwischen 33 und 39 die Weltpolitiker so gehandelt, hätten wir vielleicht nicht das Debakel gehabt von 39-45.

    Ich werde es - obschon 10 Jahre jünger als Du - auch nicht mehr erleben, dass es zu einem Frieden im Mittleren Osten kommt.



    Deinem Satz "Hätten zwischen 33 und 39 die Weltpolitiker so gehandelt, hätten wir vielleicht nicht das Debakel gehabt von 39-45." stimme ich allerdings auch nicht zu. Der Punkt ist, dass die Amis eigentlich schon immer ein schlechtes Händchen bei der Wahl ihrer Verbündeten hatten.


    Winston Churchill hat mal gesagt: "Die Amerikaner machen immer alles richtig. Aber erst, nachdem sie alles andere ausprobiert haben."


    Einige Beispiele:


    Gründung der Hamas. Israel hatte Probleme mit der PLO (damals noch der "Mann mit den sinnlichsten Lippen", Yasser Arafat). Als Gegenpol zu Arafat hat Israel die Hamas unterstützt. Die USA drängten auf freie Wahlen in Palästina. Wer wurde gewählt? Uups, die Hamas. Und frei nach der demokratischen Denke wurde somit die Hamas zum Feind erklärt und seither bekämpft.

    "Wir müssen den afghanischen Widerstand gegen die Sovietunion stärken", die Weihnachten 1979 Afghanistan ... befreit (UdSSR-Terminologie) .. angegriffen (US-Terminologie) hat. "Da ist der reiche Sauder Osama Bin Laden doch gerade der richtige, oder?" Nur dumm, dass die Amis dann 1998 die Pillen-Fabrik von Osama Bin Laden im Sudan mit 14 Cruise Missiles platt gemacht haben und letzterer extrem stinkig auf die USA wurde. Wer mag's ihm verdenken?

    Der Iran-Irak Krieg 1980-1988 mit grob geschätzt einer Million Toter. Man hetzt einfach die Muslime gegeneinander und hat - egal wer gewinnt - schlussendlich schwächere Länder, die man einfacher kontrollieren kann.

    Das Problem ist halt, dass man nachhaltige Freundschaft nicht kaufen kann. Vor allem nicht, wenn man Freunde fallen lässt und ihnen in den Rücken schiesst.
    Al Quaida hat die Ziele der USA in Afghanistan nicht deshalb verfolgt, weil Al Quaida ein Freund der USA war sondern schlicht, weil beide zu diesem Zeitpunkt zufälliger Weise den selben gemeinsamen Feind, die UdSSR, hatten. Sobald die Russen aus Afghanistan draussen waren, war auch diese Gemeinsamkeit beendet; das Bündnis, die Freundschaft.

    Das wird in Syrien nicht anders laufen. Egal, wen die Amis gegen wen und warum unterstützen. Im Moment sieht es so aus, als würden sich die USA mit Al Quaida verbünden, weil beide in Assad den gemeinsamen Feind sehen. Dennoch wird es zwischen beiden nicht zur Freundschaft kommen. Nach 9/11 schon gar nicht ;)

  • Ich habe eine Frage, auch wenn ich sie mir eigentlich selbst beantworten könnte, bin ich mir nicht 100% sicher:


    Klar entscheidet die Fed entsprechend der Wirtschaftsdaten über das Tapering. Könnte es aber sein, dass nun mit einem möglichen Militärschlag ein zusätzlicher Faktor dazugestossen ist, welcher entscheidend sein könnte?


    Meiner Meinung nach sollte es die Fed nicht beeinflussen, ausser es würde sich in der Wirtschaft widerspiegeln.


    Ich danke für Eure Antworten

    Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

  • MarcusFabian hat am 31.08.2013 - 20:18 folgendes geschrieben:

    Quote

    Die USA fungiert also als Al Quaidas Air-Force smiley )

    :D

    Eine positive Haltung wird das gewünschte Ergebnis bringen.

  • Red Bull hat am 28.08.2013 - 22:37 folgendes geschrieben:

    indirekt ises so dass im Kriegsfall, USA die schuldengrenze nicht zu beachten braucht..

  • b00n hat am 01.09.2013 - 11:26 folgendes geschrieben:

    Quote
    Quote

    Nach ihren Recherchen und Befragungen am Ort des Geschehens, haben ihr verschiedene Rebellenvertreter, Ärzte und Anwohner berichtet, dass es sich bei dem mutmaßlichen Chemieangriff in Ghouta vom 21. August um einen Unfall handelte, der durch das unsachgemäße Handhaben chemischer Kampfstoffe durch Rebellen ausgelöst wurde.

    Das habe ich gestern - in einer anderen Quelle - auch gelesen. Was dagegen spricht, sind meiner Meinung nach zwei Punkte:


    1. Es gab fast zeitgleich mehrere Giftgasangriffe (oder -Unfälle): östlich von Damaskus um ca. 2:45 Uhr und westlich von Damaskus gegen 5:00 Uhr. Also zwei Unfälle fast gleichzeitig und unabhängig voneinander mehrere Kilometer weit entfernt?


    2. Um diese Uhrzeit dürften die meisten wohl schlafen und nicht mit neuen, unbekannten Waffen rumspielen.


    Was hingegen für diese Unfalltheorie spricht ist die Quelle. Ich halte Ärzte von "Medecins sans frontière" für glaubwürdiger als westliche Geheimdienstler. Die gefundenen Giftgasbehälter mit Aufkleber einer saudischen Fabrik widerlegen auch die Aussage der Amerikaner, die Rebellen besässen keine chemischen Waffen.

  • Quote

    Denn genau im Verteidigungsfall hat der Kongress das Recht Steuern und Zölle zu erheben und neue Kredite aufzunehmen.

    Ein "Verteidigungsfall" ist das aber nicht, wenn die USA Syrien angreifen. Wer sollte im Gegenzug die USA angreifen? Al Quaida sicher nicht, denn die sind ja ebenfalls gegen das Regime von Assad. Die USA und Al Quaida wären auf derselben Seite.


    Einen richtigen Krieg wird es auch nicht geben. Schliesslich haben die USA keinen Ersatz für Assad in der Hinterhand und bei einem Regimwechsel in Syrien würden Al Quaida nahe Kräfte an die Macht kommen, was für die USA und Israel noch schlimmer wäre als Assad.


    [Blocked Image: http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user3303/imageroot/2013/08-2/MARINE.jpg]

  • Nestlé gibt Syrien als Produktionsstandort auf

    Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé hat Syrien als Produktionsort abgeschrieben, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt. Ende Februar wurde die Nestlé-Fabrik in Khan al-Sheikh bei einem Grossband vollständig zerstört, nachdem das Gebäude von einer Granate getroffen worden war. Rebellen machten kurz danach die syrische Luftwaffe für die Zerstörung verantwortlich, während Staatsmedien von einem Sabotageakt der Opposition sprachen.

    Nestlé will sich nicht zur Herkunft der Granate äussern. Aber: «Die Fabrik wurde derart schwer beschädigt, dass es nicht möglich war und ist, die Produktion unter den herrschenden Umständen wieder aufzunehmen», sagt Sprecherin Meike Schmidt. Nestlé setzt nun nur noch auf den Import.


    Die Fabrik nahe Damaskus wurde vor 15 Jahren in Betrieb genommen. Darin stellten die Mitarbeiter Nido-Milchpulver, Maggi-Bouillons, Milo-Schokoladenmalzgetränke und Cerelac-Kleinkindzerealien her, und importierten löslichen Kaffee und Säuglingsnahrung. Beim Anschlag befanden sich keine Personen im Gebäude, niemand wurde getötet. Die Fabrik galt als eine der modernsten im Nahen Osten.



    http://www.tagesanzeiger.ch/sc…ie-Schweiz/story/31112021




    P.S....wo bleibt der Aufschrei von den "ach-die-armen-kleinen -Kinder-Retter" ? Hätte eine US-Bombe diese Fabrik zerstört,gäbe es doch schon längst wieder ein "Riesengeschrei" der "Ach-so-Empörten"..... :lol: :cool:




    weico

  • MarcusFabian hat am 01.09.2013 - 18:38 folgendes geschrieben:

    Quote

    Ein "Verteidigungsfall" ist das aber nicht, wenn die USA Syrien angreifen. angreifen?


    ..ist eben wie im Geldsystem mit den Schulden...des anderen Staates...!



    Welcher Staat will denn etwas dagegen unternehmen,wenn die USA einen Angriff ----als Präventivschlag und damit als Verteidigung ihrer nationalen Interessen anschauen...?



    Das humanitäre Völkerrecht ist etwas für Friedenszeiten bzw. für den unterlegenen Gegner...! Im realen Leben ist das wichtigste eines Staates ..der Schutz von diesem Selbst.


    Im Falle der USA sind diese Ziele schön in der Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten dargelegt:


    http://www.whitehouse.gov/site…nal_security_strategy.pdf



    Eine gute Zusammenfassung der "US-Ziele/Interessen" auf Deutsch:


    http://www.kas.de/wf/doc/kas_19887-544-1-30.pdf?100709172355




    weico

  • weico hat am 01.09.2013 - 19:33 folgendes geschrieben:

    Quote

    Welcher Staat will denn etwas dagegen unternehmen,wenn die USA einen Angriff ----als Präventivschlag und damit als Verteidigung ihrer nationalen Interessen anschauen...?


    Niemand ausser vielleicht die USA selbst. Ohne Zustimmung des Kongresses darf der Präsident keinen Krieg erklären. Es sei denn, die USA würden zu erst angegriffen, was hier definitiv nicht der Fall ist. Ok, in Libyen hat er sich auch nicht daran gehalten.


    Allerdings scheint die Zustimmung im Kongress für eine reine Luftangriff-Strafaktion ziemlich sicher.