MeyerBurger MBTN

  • Ich blicke noch nicht ganz durch resp. ich bin gespannt, wie sich diese(s) Zusammenarbeit/Partnerschaft/Eigentumsverhältnis entwickelt.


    Denn so wie ich das sehe, war die Idee der Partnerschaft, dass Oxford PV an einem Gamechanger forscht und Meyer Burger dann die Maschinen für die Massenfertigung liefert. Win-Win und Champagner für alle.


    Nun wird Meyer Burger selbst produzieren.


    Als unwissender Betrachter von ausserhalb sieht das für mich nun nach einem Mexican Standoff aus:


    - keine Maschinen mehr für Oxford PV


    - keine Perovskite-Technologie für Meyer Burger


    Meyer Burger ist zwar Teilhaber an Oxford PV (und Gunter Erfurt sitzt im Board), aber wie Redi sagt, eben doch kein genügend grosser, um zu bestimmen, was läuft. Aber, redi: im Zitat meines letzten Beitrages steht, dass Meyer Burger den Anteil per Ende 2020 verdoppeln kann. Einverstanden?

  • Sooooooo warte nun gespannt darauf, dass mich usinho aus dem Tippspiel kippt, denn meine 0.24 werden bestimm in den kommenden Wochen fallen...

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • ComfortEagle hat am 18.09.2020 12:12 geschrieben:

    Quote

    Meyer Burger ist zwar Teilhaber an Oxford PV (und Gunter Erfurt sitzt im Board), aber wie Redi sagt, eben doch kein genügend grosser, um zu bestimmen, was läuft. Aber, redi: im Zitat meines letzten Beitrages steht, dass Meyer Burger den Anteil per Ende 2020 verdoppeln kann. Einverstanden?

    "Des Weiteren verfügt Meyer Burger über eine Option, die Beteiligung an der Oxford PV im Rahmen der strategischen Partnerschaft zur gleichen Bewertung auf 31.6% des Kapitals und 24.0% der Stimmrechte an Oxford PV zu erhöhen."


    Achtung, 31.6% vom Kapital und 24% der Stimmrecht! Zum Bestimmen brauchst du die Mehrheit der Stimmrechte und nicht die Mehrheit am Kapital. Das finde ich jedesmal zum .... dass es da so Tricks und Kniffe gibt, wie man aufs Glatteis geführt werden kann. Das müsste aus meiner Sicht bei Kapitalgesellschaften endlich aufhören. Eine Aktie = eine gleichberechtigte Stimme. Die gleiche Thematik hat ja auch SIKA blockiert.


    Woher nun genau das Verdoppeln kommt weiss ich leider auch nicht. Kann es sein, dass da inzwischen noch weitere Vereinbarungen getroffen wurden ?

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • ist doch super

    Redi hat am 18.09.2020 07:54 geschrieben:

    Quote

    Sooooooo warte nun gespannt darauf, dass mich usinho aus dem Tippspiel kippt, denn meine 0.24 werden bestimm in den kommenden Wochen fallen...

    Tja Redi, wer hätte gedacht, dass du so schnell an den Rand des Ausschlusses vom Tippspiel kommst. Aber ich gehe fest davon aus, dass dich das höchstens ein müdes Lächeln kostet *dirol*......besser in diesem Spiel ausscheiden, dafür real einen fetten Gewinn einfahren!

  • Redi hat am 18.09.2020 13:08 geschrieben:

    Quote
    "Des Weiteren verfügt Meyer Burger über eine Option, die Beteiligung an der Oxford PV im Rahmen der strategischen Partnerschaft zur gleichen Bewertung auf 31.6% des Kapitals und 24.0% der Stimmrechte an Oxford PV zu erhöhen."

    Achtung, 31.6% vom Kapital und 24% der Stimmrecht! Zum Bestimmen brauchst du die Mehrheit der Stimmrechte und nicht die Mehrheit am Kapital. Das finde ich jedesmal zum .... dass es da so Tricks und Kniffe gibt, wie man aufs Glatteis geführt werden kann. Das müsste aus meiner Sicht bei Kapitalgesellschaften endlich aufhören. Eine Aktie = eine gleichberechtigte Stimme. Die gleiche Thematik hat ja auch SIKA blockiert.


    Woher nun genau das Verdoppeln kommt weiss ich leider auch nicht. Kann es sein, dass da inzwischen noch weitere Vereinbarungen getroffen wurden ?


    Das würde mich auch interessieren.



    PS: da hat jemand kurz vor Börsenschluss nochmals recht zugelangt :)

  • Meine Güte, was war denn um 17.30 53 Sek. los ? :)

    el Huron hat am 18.09.2020 18:06 geschrieben:

    Quote

    Fulminanter Schlussspurt! Nun liegt man bereits in der Nähe des Kursziels von CreditSuisse welche nach der KE was von 24 Rappen extrapolierte.

  • Misstraiding?

    Zuerst sah es nach Misstraiding aus,aktuell nicht mehr,Aber wenn da etwas dahinter steckt müsste sich ja mindestens Nummelin mit seinen +1XX% Prognossen hier melden?!?!


    Wohl eher Spass meinerseits.Doch sagt mir,welche Energiequelle wird die Zukunft dominieren??


    Wohl nur noch die Sonne!!! Denn Wasser werden wir bitter nötig für wichtigers brauchen!!!


    W'll see,Chris

    Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab !

  • Energiequellen der Zukunft


    Chris hat am 19.09.2020 03:54 geschrieben:

    Quote

    Doch sagt mir,welche Energiequelle wird die Zukunft dominieren??


    Wohl nur noch die Sonne!!! Denn Wasser werden wir bitter nötig für wichtigers brauchen!!!

    Es gibt verschiedene erneuerbare Energien. Wasserstoff hat auch mein Interesse, nur gibt es nach meinem Wissen keine passende Aktie in der Schweiz.


    Insgesamt sehe ich die gute Entwicklung der mbtn Aktie nun nicht nur spezifisch für diese Aktie, sondern alle "renewables" sind im Trend. Falls Donny geht, wären sie auch wieder Gewinner in den USA, Biden steht für Nachhaltigkeit.


    Und insofern nimmt der Markt den Paradigma-Shift fossil zu nachhaltig schon auf. Schauen, ob der Markt recht bekommt und Biden gewinnt, man muss es hoffen.


    Frage: Was für weitere interessante Nachhaltigkeits-Aktien gibt es in der Schweiz?

  • swissrain hat am 19.09.2020 02:37 geschrieben:

    Quote

    Frage: Was für weitere interessante Nachhaltigkeits-Aktien gibt es in der Schweiz?

    Edisun Power, interessiert hier leider niemanden. Die ist mässig interessant, kennt seit 6 Jahren praktisch nur eine Richtung *mosking*

  • Ich habe weiter oben die Frage in den Raum gestellt, was denn betr. Partnerschaft mit Oxford PV passiert; jetzt, wo MBT selbst produzieren wird (siehe Beiträge #11206, #11209, #11213, jeweils mit den entsprechenden Antworten anderer Forumsteilnehmer).


    Ich bin nun in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (zumindest teilweise) fündig geworden, was die Antwort betrifft. Der Artikel ist kostenlos, aber nur mit Login erhältlich; deshalb findet ihr weiter unten den Text.


    Ein durchaus interessanter Bericht mit Erkenntnissen über die Zusammenarbeit zwischen MBT 2.0 und Oxford PV.


    Interessant finde ich auch die jeweiligen Verschachtelungen der Personen; Frank Averdung, CEO von Oxford PV, war Präsident und CEO von Süss Microtec, und somit Vorgänger von Franz Richter (Quelle: https://www.oxfordpv.com/frankaverdung).



    Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 29.07.2020, von Jürgen Lauterbach


    Brandenburg/Havel: Bei Oxford PV soll Mitte 2021 volle Solarzellen-Produktion laufen


    Corona bewirkt eine leichte Verzögerung. Doch die Solarzellen-Produktion von Oxford PV in Brandenburg/Havel soll zum Jahresbeginn 2021 anlaufen. Die Schweiz ist dabei.


    Wenn eine Schweizer Firma ihre Unternehmensstrategie radikal ändert, bleibt das für Betriebe in der Stadt Brandenburg/Havel überwiegend folgenlos.


    Die jüngste Entwicklung der Meyer Burger Limited aus Gwatt (Thun) sieht der Brandenburger Photovoltaik-Unternehmer Frank P. Averdung keineswegs als Bedrohung für sein Unternehmen Oxford PV, sondern als gute Nachricht.


    Dabei wollen die Photovoltaik-Experten aus dem Nachbarland künftig tun, woran die Brandenburger Photovoltaikspezialisten in Hohenstücken seit vier Jahren arbeiten: Solarzellen in Serie produzieren.


    Strategiewechsel


    Das börsennotierte Schweizer Maschinenbauunternehmen hat eine hohe Bedeutung für viele Solarmodulhersteller in Europa und darüber hinaus. Meyer Burger liefert das Equipment für die Photovoltaik-Branche.


    Maschinenbauer für andere zu sein genügt der Firma nun nicht mehr. Sie will ihre Technologie und damit ihren Wettbewerbsvorsprung nicht länger an externe Kunden verkaufen, sondern „in Eigenregie“ in die Solarzellen-Produktion einsteigen. Dafür hat die Firma ihr Kapital vor wenigen Wochen um mehr als 150 Millionen Euro erhöht.


    Übernahme ist keine strategische Option


    Damit dürfte Meyer Burger nicht zuletzt den chinesischen Anbietern Konkurrenz machen. Doch was bedeutet das für Oxford PV, das Unternehmen in Hohenstücken, das mit Geld und Equipment (Ausrüstung) von Meyer Burger im nächsten Jahr loslegen will, die eigenen perowskitbasierten Solarzellen in Serie zu fertigen?


    Meyer Burger gibt Entwarnung. „Der Strategiewechsel von Meyer Burger hat keinen direkten Einfluss auf die enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit Oxford PV“, versichert Firmensprecherin Annegret Schneider und fügt auf Nachfrage hinzu: „Derzeit wäre die Übernahme von Oxford PV keine strategische Option für Meyer Burger.“


    Enge Abstimmung mit Oxford PV


    Meyer Burger sehe zwar weitere Entwicklungen im Solarzellenbereich vor und ein Bereich beschäftige sich mit Perowskit-Technologie. „Diese treiben wir aber gemeinsam mit unserem Partner Oxford PV in enger Abstimmung weiter voran“, sagt Schneider.


    Meyer Burger will seine eigenen Solarmodule zwar in Deutschland herstellen und die Kapazität bis zum Jahr 2026 auf gigantische 5 GW ausbauen. Doch Brandenburg/Havel ist als Standort nicht gefragt.


    Auf der Suche nach Produktionsstandorten haben die Schweizer sich für Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) und Freiberg (Sachsen) entschieden. Weitere Standorte sind derzeit nicht geplant, heißt es aus dem Unternehmen.


    Für Oxford-PV-Chef Frank P. Averdung ist die Neuausrichtung des Schweizer Partners mit dem großen Prozesswissen ein positives Zeichen: „Alles, was Meyer Burger stärkt, hilft auch uns“, versichert er „ganz beruhigt“.


    Coronabedingt ist der Zeitplan in Hohenstücken seinen Angaben zufolge ein bisschen nach hinten gerutscht. Noch in diesem Jahr soll das Equipment aber komplett sein und in die eigenen Prozesse integriert.

    Derzeit 70 Beschäftigte in Hohenstücken


    Die im englischen Oxford und in Brandenburg/Havel aktive Photovoltaikfirma bereitet seit dem vergangenen Jahr den Serienstart für ihre auf dem Mineral Perowskit basierenden Solarzellen intensiv vor.


    Derzeit sind 70 Menschen in dem Werk in Hohenstücken beschäftigt, bisher überwiegend Ingenieure. Mitte 2021 soll die volle Produktion laufen und im Mehrschicht-Betrieb gearbeitet werden.


    Die Technologien von Meyer Burger und Oxford PV können einander ergänzen. „Die Heterojunction-Zellarchitektur von Meyer Burger passt bestens zu uns“, erklärt Oxford-PV-Chef Averdung. „Daher wäre es vorstellbar, die Heterojunction-Zellen mit Perowskit zu veredeln.“



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    Oxford Photovoltaik in Brandenburg


    Oxford PV ist eine Ausgründung der Oxford University. Im November 2016 hatte das Technologieunternehmen die ehemalige Fertigungsstätte von Bosch Solar CISTech in Brandenburg übernommen.


    Der Schlüssel der Technologie von Oxford PV ist das Mineral Perowskit, Perowskitzellen besitzen fotoabsorbierende Eigenschaften, sie sind relativ einfach und preiswert herzustellen.


    Bei Oxford PV ersetzt Perowskit nicht das Silizium, sondern ergänzte es. Gebaut werden soll ein Tandem mit beiden Rohstoffen.


    Die geplante 250-Megawattlinie bei Oxford PV entspricht etwa 40 Millionen Solarzellen in einer Größe von 15 mal 15 Zentimetern.


    Zu den Geldgebern von Oxford PV gehören außer Meyer Burger der englische Versicherungskonzern Legal & General sowie der norwegische Erdöl- und Erdgaskonzern Equinor und der chinesische Windkraftanlagenhersteller Goldwind.

  • Einfach so?


    Ich bin überrascht, dass der in letzter Sekunde starken Kursanstieg von Freitag nicht mehr Kommentare bewirkt. Noch mehr die Anzahl gekauften Aktien...einfach so, kurz vor dem Wochenende.

  • Link hat am 20.09.2020 15:52 geschrieben:

    Quote

    Einfach so? Genau wie Du sagst - einfach so, sozusagen kommentarlos just FYI ...


    Ich bin überrascht, dass der in letzter Sekunde starken Kursanstieg von Freitag nicht mehr Kommentare bewirkt. Noch mehr die Anzahl gekauften Aktien...einfach so, kurz vor dem Wochenende.

    ja das ist eben nicht das Relief Forum in dem heute so ziemlich jedermann jede Banalität von sich gibt / geben muss ... Gruss und schöner Sonntag

  • ComfortEagle hat am 20.09.2020 11:16 geschrieben:

    Besten Dank für diesen Post. Aber so richtig habe ich noch nicht verstanden, wie MBTN an dieser Technologie partizipieren wird/kann. Es wäre mir auch lieber gewesen, wenn da gestanden wäre "eine Übernahme von PV Oxford ist eine Option, welche geprüft wird". Ferner sind da andere Aktionäre im Boot, welche ich nicht als Vorteil für das ganze Konstrukt betrachte. Aber die Firmen sollen nun mal ihren Job in Ruhe erledigen dürfen, bevor schon alles wieder von Anfang an in der Luft zerrissen wird.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Wieso in Oxford PV Geld verbrennen?


    Diese Unternehmung ist auf die Unterstützung von MBT angewiesen ansonsten würde das dort nie laufen. Das Zusammenarbeit wäre auch ohne damalige Beteiligung und Verwässerung der Altaktionäre möglich gewesen.