MeyerBurger MBTN

  • Die nächsten 6 Wochen könnten Gunter Erfurt an seine persönlichen Limiten bringen. Nur selten wird ein Unternehmen so stark durch eine Person verkörpert, die nicht Hauptaktionär ist.


    Erfurt muss an zwei Fronten kämpfen, mit diametral verschiedenen Taktiken, was ihn wahrscheinlich zwingt, grenzwertige Statements zu machen, die ihm später einmal vorgeworfen werden könnten.


    Die Situation in D, wo er pessimistisch behauptet, die ist ohne Hilfe nicht zu retten. Aber dennoch sein Ultimatum verlängert, weil der davon ausgeht, dass das Werk weiterbetrieben wird.

    Derweil ihm 1komma5 in den Rücken fällt, indem sie suggerieren, dass man sehr wohl in Deutschland Module fabrizieren kann, wenn man will und anpackt, statt rumzujammern.


    Dann die Kapitalerhöhung, wo Erfurt optimistische Aufbruchstimmung erzeugen muss, um das Neugeld einzusammeln.

    Mir fallen in der Kommunikation zwei Dinge auf: Die nur bedingte Bereitschaft von Sentis, aber vor allem, dass mehrfach betont wird, dass die US für Meyer Burger ein ÄUSSERST attraktives Geschäftsmodell bietet. Was meiner Meinung nach eine grenzwertige Formulierung für ein langfristiges Industrieunternehmen ist, das kurzfristig von Anschubhilfen und momentanen Handelsbeschränkungen profitiert.

    Auch in den USA hängt das alles von der Politik ab, die vielleicht schneller und radikaler als in D agiert, aber nicht weniger unberechenbar. Nicht zuletzt sind die billigen China Module ja wegen den USA in Europa gelandet . . .

    Die in Aussicht gestellten 250 Mio EBITDA scheinen viel, aber davon werden Schulden bedient und Förderkredite zurückgezahlt.
    Die Nennwertherabsetzung vor der KE signalisiert, dass MBT davon ausgeht, dass die KE diesmal wirklich schwierig wird. Dafür opfern sie die Altaktionäre, die je nach Ausgabepreis faktisch einen Totalverlust erleiden.
    Dass nach der KE ein Reverse Split durchgeführt wird, macht die KE auch nicht einladender.


    Zwar ist das alles oberspannend, aber es hat einfach eine wirklich tragische Note.
    Der Gunter Erfurt ist nicht zu beneiden. Hoffentlich brennt er nicht aus in den nächsten Monaten.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Sentis macht immer gerne Solche Kapitalerhöhungen, den Sie profitieren von günstigen Konditionen , haben Sie vor 4 Jahren auch gemacht, aufgestockt auf 16 % und später wieder reduziert auf 10 % und dieses Mal wird es genau gleich, man stockt auf, auf 14 % und gibt später die 4 Prozent wieder für 50 Millionen hinein, so hat Sentis immer eine gratis Kapitalerhöhung.


    Das zweite mit Schröder, da muss wohl schon einiges gewesen sein in den vergangenen 4 Jahren, warum man nicht ins Geschäft gekommen ? Und seit März 23 will 1,5 ja 5 GW Modul Produktion bauen, Silizium schon mit Wacker einen Vertrag abgeschlossen. WO ?

    Nun bietet sich eine Gelegenheit, gleich eine fertige Modulfabrik zu kaufen , auf dem neuesten Stand.

    Jedoch wird MB die Technik wohl kaum 1,5 überlassen.

    Man möchte wohl wenn der Resilienz Bonus doch noch kommt alle Module in MB Qualität

  • gertrud

    Fakt wieder Top zusammengefasst👍

    Weshalb nicht die Firma zum Verkauf ausschreiben? Inklusive Thun und Neuchâtel. Eine substanzlose Firma ist Meyer Burger nach mir keineswegs.

  • gertrud


    Danke für deine Expertise.


    Bin eigentlich auf USA optimistisch gestimmt. Nicht ganz soooooo sehr wie GE allerdings.


    Du hast es angesprochen: die Politik in den USA ist auch nicht über jeden Zweifel erhaben, egal

    wer der nächste Präsi sein wird.


    Denn: die billigen China Module könnten dann plötzlich - aus welchen Gründen auch immer - wieder in sein!

  • Trump bekämpft China mind. so stark wie Biden. Trump ist aber auch ein Klimaleugner und für die Öllobby. Ich denke aber, dass er China nicht erlauben wird, den US-Markt mit Modulen zu fluten wie in Europa. Aber noch ist er nicht wieder Präsident und ich gehe davon aus, dass dies auch nicht eintreffen wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Mehrheit der US-Bürger einem notorischen Lügner/Landesverräter/Narzisten nochmals die Stimme geben wird.

    Insofern sehe ich mehr Chancen als Risiken für MB in den USA.

    Was auch noch ein wichtiger Punkt ist und hier unterzugehen scheint, MB stellt, wenn überhaupt, denn das ist auch noch nicht ganz sicher, nur die Modulproduktion ein, NICHT aber die Zellproduktion!

  • Die wollen sich nur in das gemachte Nest setzen

    Genau, MB hat spekuliert und verloren. 1,5 hat spekuliert und macht vielleicht ein Schnäppchen.

    Somit könnten Sie auf einen Schlag 1.4 GW abdecken. Sie wollen ja 5 GW laut Schröder.

    Wenn Sie dann auch noch 200 Millionen von der EU bekommen für die restlichen 3.6 GW wären Sie schon am Ziel. Und mit der Übernahme würde man weitere Installateure gewinnen, und so weiter wachsen.

    Für MB hätte dieser Verkauf nur einen Sinn, wenn man die Module mit verkaufen könnte, und wenn man für die Fabrik einen angemessenen Preis bekommt, Sie ist neu und läuft voll, dazu braucht es viel Zeit und Geld. Eigentlich der beste Moment für den Käufer, alle Kleinigkeiten sind perfekt eingestellt.

    Doch da die KE schon lanciert ist, und das letzte Wort noch nicht gefallen ist wegen der Resilienz, wird MB wohl kaum einen Schnellschuss produzieren, und die Fabrik an einen nicht Kunden verkaufen.

    Sinn würde es nur machen wenn dadurch die KE hätte verhindert werden können.

    Sentis macht lieber die KE da verdienen sie mehr. Und vielleicht nimmt man Sie wieder in Betrieb in einem Jahr ,wenn die Preise wieder anziehen. Ansonsten hat man ab dem Dezember 1.4 GW Zellenproduktion zu viel. Und das Problem Arbeit für die Maschinenfabrik ist eigentlich auch nicht gelöst. Diese muss ja erhalten bleiben, dafür haben Sie ja den Exportkredit bekommen.


    Wäre einiges leichter gewesen in der EU den nächsten Ausbau zu organisieren, weil man da schon 200 Millionen hatte für einen weiteren 3.5 GW Modul Ausbau.

    Bin gespannt wie der Ministerpräsident in Sachsen reagiert, die FDP wird sagen Problem gelöst.

    Jedoch glaube ich kaum das Schröder so Grosszügig ist und Meyer Burger sich überreden lässt zu verkaufen.

    Verkaufen Sie die Zellen ab Dezember eventuell an andere Modulproduzenten?

  • Also ich glaube nicht ,dass die Modulefabrikation einfach so weitergegeben werden kann.

    -Ist die Fabrik gemietet oder in Eigenbesitz?

    -Wenn MB schliesst, wird sicher ein Teil des strategischen Personal in die USA mitgehen!

    -MB wird die Produktionsmaschinen sicher nicht weitergeben oder stehen lassen, sondern für den

    Ausbau in die USA mitnehmen

    -Eine KE kann man immer zürücknehmen, ein Fan von RS bin ich auch nicht

    Aber schauen wir mal was passiert :/

  • Was passiert bei einer KE mit den Shortys.Das Bezugsrecht hat ja der Ausleiher,gibt der es weiter?

    oder können die Shortys so die Aktien noch günstiger zurückkaufen oder warten noch einmal länger, da die Aktie durch die KE noch günstiger wird.

  • Was passiert bei einer KE mit den Shortys.Das Bezugsrecht hat ja der Ausleiher,gibt der es weiter?

    oder können die Shortys so die Aktien noch günstiger zurückkaufen oder warten noch einmal länger, da die Aktie durch die KE noch günstiger wird.

    Das Bezugsrecht ist beim Käufer, beziehungsweise bei dem, der im Aktienregister eingetragen ist. Ob zum vor oder Nachteil der Shortys wird sich zeigen.

  • Die Fabrikhallen wurden damals beim ersten Versuch die Solarindustrie in Deutschland anzusiedeln für 200 Millionen von einem anderen Unternehmen gebaut. Nach dem Scheitern blieben sie leer. Meyer Burger konnte dann diese leeren Hallen für ein Schnäppchenpreis von 20 Millionen kaufen wenn ich mich richtig erinnere.

  • Kann mir nicht vorstellen das man die Modulfabrik Schröder überlässt, Die Smart Wire Tech ist da auch dabei, kann man die Technologie so schützen ? Mit Lizenzen? Ich weiss nicht. Ohne die Maschinen, ist die Fabrik nicht viel Wert, und würde ja die Arbeitsplätze auch nicht erhalten.

    Wie verhält sich ein Herr Kretschmer, der MB den Neu Anfang verdankt, und jetzt vermittelt er , damit die Arbeitsplätze erhalten werden?

    Bin gespannt, am Montag soll ein Angebot kommen, bei Linkedin Schröder zu lesen.

  • Wenn ich mich richtig erinnere ist die Modulfabrik gemietet und die Zell Fabrik gekauft. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.


    Wenn MB die Räumlichkeiten nicht mehr braucht um so besser, wenn 1Komma5° sie übernimmt, dann fällt die Miete weg, die Maschinen werden sie dann in den USA brauchen. Ich bezweifle aber, dass 1Komma5° in naher Zukunft selber im grossen stiel Module in Europa produzieren wird. In den letzten Jahren wurden x GW angekündigt realisiert wurde praktisch nichts!

  • Der Schröder von 1komma5 ist ein Schnurri. Kein CEO einer Firma posaunt sowas auf den Social Medien aus. Der Mann hat sich selber disqualifiziert und MB wird sicher nicht auf diesen Schwäzer reinfallen.

    Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos

  • Wenn ich mich richtig erinnere ist die Modulfabrik gemietet und die Zell Fabrik gekauft. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.


    Wenn MB die Räumlichkeiten nicht mehr braucht um so besser, wenn 1Komma5° sie übernimmt, dann fällt die Miete weg, die Maschinen werden sie dann in den USA brauchen. Ich bezweifle aber, dass 1Komma5° in naher Zukunft selber im grossen stiel Module in Europa produzieren wird. In den letzten Jahren wurden x GW angekündigt realisiert wurde praktisch nichts!


    Meyer Burger kauft Solarworld-Modulfabrik in Freiberg für zwölf Millionen Euro

    Die Gläubiger der Solarworld Industries GmbH haben den Verkauf der Photovoltaik-Fertigung an den Schweizer Technologiekonzern jetzt einstimmig gebilligt. Meyer Burger will dort künftig seine hocheffizienten Solarmodule fertigen.

    31. JULI 2020 PETRA HANNEN

  • Irgend wie stehe ich auf dem Schlauch.


    Verstehe ich das richtig?


    MB möchte

    1. denn Nennwert der bestehenden Aktien auf Fr0.01 runtersetzen.


    2. 26,59 Milliarden neue Aktien auf dem Markt bringen


    3. Danach Aktien zusammen legen um den Nennwert wieder zu erhöhen.


    Somit würde sich mein bestehender Aktien Bestand verkleinern. Um Ihn halten zu können müsste ich also nachkaufen.


    Sehe ich das richtig oder falsch?


    Kann mir da jemand helfen?

  • Es gibt 3'600'000'000 Aktien das heisst für jede alte Aktie müsste Meyer Burger 6 neue Aktien ausgeben


    3'600'000'000x6 = 21'600'000'000 Aktien x Bezugspreis 0.01 = 216'000'000 CHF


    Stimmt das?

    Wenn jemand nun 100‘000 alte Aktien hat er die Möglichkeit 600‘000 neue Aktien zum Preis von 0,01 (somit 6‘000.-) zu kaufen. Danach haben Sie insgesamt 700’000 Aktien.


    Das Zusammenlegen erfoglt danach z.B wird der Aktien Preis und um das 20fach erhöht und die Aktien 20fach kleiner. Das passiert damit man kein Penny Stock mehr ist und somit attraktiver für manche Anleger.

    Das würde heissen 700’000 Stück /20= 35’000 Stück.

    Der Preis wird dann von ca. 0,05 auf 1.- gesetzt.

    Das Verhältnis bleibt somit gleich😊


    Danach haben wir das Ziel erreicht welche viele wollten und zwar einen Franken😂

    Edited 2 times, last by bryan ().

  • Noch eine Frage?:


    Wenn ich 100 000 Aktien habe und der Kurs steigt um 1 Rappen habe ich 1000 Fr Gewinn.


    Bei 35 000 Aktien jedoch nur noch 350 Fr.

    Somit brauche ich knapp 3x mehr Gewinn um das gleiche zu Ergebnis zu erzielen.


    Somit müsste der Kurs auf 2.10 Fr. Steigen um das gleiche Ergebnis zu erhalten wie zuvor bei 0.70 Fr.


    Dies währe ein grosser Nachteil um den Verlust wieder Wett zu machen. Und eine Garantie hat man ja auch nicht ob der Kurs danach über 1.00 Fr bleibt.


    Oder sehe ich das falsch?


    Und was passiert mit den Leerverkäufer? Müssten diese nicht auch reagieren?


    Hat dazu jemand eine Antwort?

  • Bei Ihrem Beispiel geht bei mir Ihre Nennwert Berechnung nicht auf.


    Wenn ich beim Bezugsrecht neue Aktien zu 0.01 zukaufen kann müsste nicht zuerst bei den alten der Nennwert auch auf 0,01 angepasst werden?


    Somit müsste dann beim zusammenlegen der Aktien um auf Fr. 1.00 zu kommen der Faktor 100 stehen?


    Oder mache ich einen rechnungs Fehler?

  • Die KE wird schon nicht von schlechten Eltern sein. 250 Mio CHF, und das bei dem Kurs... Nehmen wir an, der Kurs steht bei 10 Rp., dann kann man für 7 Rp. beziehen... 250 Mio/0.07=3.5Mrd neue Aktien. Also eine Verwässerung von 100%. Und dann steht immer noch in den Sternen, ob's aufgeht... Plündert also schon mal das Feriengeldkonto. Dieses Jahr geht's mit dem Flixbus nach Rimini, Übernachtung im 10er-Schlag ohne Frühstück.


    Und 1komma5...zu denen verkneife ich mir einen Kommentar.


    Gunter Erfurt gebührt mein grösster Respekt. Ich schätze ihn nicht als mediengeil ein. Ich glaube nicht, dass es ihm sonderlich Spass macht, ständig und überall das selbe zu predigen. Immer den gleichen Mist zu erklären, damit es auch die Hinterletzten verstehen. Er wird nahe des Wahnsinns sein. Mit einem IQ von 148 unter lauter Minderbegabten.


    Ich rechne damit, dass der Resilienzbonus in letzter Minute durchkommt und MB in DE weitermacht. Das wird eine träge Geschichte, aber ich sehe ein Happy End immer noch im Bereich des Möglichen. Das muss doch möglich sein.