MeyerBurger MBTN

  • Ich frage mich schon ab der Politik…


    Bei Solar glaubt man an den Chinesen, das sie uns immmer beliefern.


    Bei einem Zug (Bulgarien) welcher zu günstig ist wird sofort eine Untersuchung gestartet.


    Beim Krieg hinterfragt man sich..


    China präsentiert sich als Friedensmacht - was ist dran?
    Der chinesische Außenminister hat sein Land auf der Münchner Sicherheitskonferenz als Friedensmacht dargestellt: Wenn China und die USA zusammenarbeiteten,…
    www.tagesschau.de

    Mmmh was ist hier falsch?😂

  • Immer wieder lese ich von Skalierung, die den Preis senken soll. Ab einer gewissen Grösse senkt die Skalierung keinen Cent. Das stimmt von 1 GW-5 GW, danach läuft jedes Förderband ,jeder Lastwagen in vollem Zustand, ja die Forschung und der Büroapparat ist vielleicht immer gleich gross und bringt eine kleine Einsparung, jedoch verliert man das ,weil man ineffizient und schwerfälliger wird.

  • 300 Mio in "Bearbeitung" ? - @parkhaus

    Aber ja, ich denke auch, dass Meyer Burger die Finanzierung noch rechtzeitig zusammenbringt. Wird spannend, wie sie das aufstellen werden und ob sie dazu eine öffentliche KE verkaufen müssen.


    Nochmal mit meinem Geld?


    Manchmal verpasse ich, vor lauter Forums Beiträge lesen, die eigenen Investments rational zu bewirtschaften.
    Uns so brachte ich das Kunststück fertig, mein MBTN Investment mit einem Verlust zu beenden, obwohl ich seit 2020 einen tiefen EP von unter 0.14 hatte.
    Aus ein paar 100% Gewinn einen realisierten Verlust zu machen - hätte nicht gedacht, dass mir das noch passieren kann.


    Das ruft nach schonungsloser Selbstreflexion.
    Schadenfreude ausdrücklich erlaubt! Auch wenn sich manche im Verhalten wiedererkennen werden.

    • Mein Verlust ist klein, weil mein EP tief war. Selbstbetrug: Mein Verlust ist, was ich auf dem Hoch im 2/23 an MBTN besass. Und das ist viel gewesen, absolut.
    • Dass ich damals bei 0.70 nicht verkauft habe, ist verständlich. Gewinne soll man ja laufen lassen.
      Aber dass ich den Stopp Loss nur für einen Teil gesetzt habe und den ganzen Erlös 20% tiefer wieder investiert habe, nur weil MBTN 20% tiefer stand?
      Weil es ja vorher mit MBTN gewonnenes Geld war? Als wäre das kein "richtiges" Geld?
      Mich dabei noch für eine schlaue Traderin gehalten habe?
    • Manche Rühl Videos habe ich auch geschaut. Und mich immer mal wieder etwas lustig über ihn gemacht. Er war sehr einseitig - alles cool und easy - aber man darf ihm zugutehalten, er hat die MBTN Aktie nie explizit gepusht.
      Doch er hat mit so viel Enthusiasmus über die Fortschritte und den CEO berichtet - dass sich beim Zuschauen im Unterbewussten eingenistet hat: "Meyer Burger ist eine rundum gute Sache".
      Und im Unterbewusstsein wird eben nicht so genau zwischen Firma, CEO, Technologie, Weltrettung und der Aktie differenziert.
    • Als es im Sommer 2023 plötzlich nur noch um Förderung ging, war die Sache eigentlich gelaufen. Das Geschäft konnte ab dem Zeitpunkt nicht mehr lohnend für Aktionäre werden. Ich habe das hier auch so geschrieben.
      Das war der Zeitpunkt, wo ich konsequenterweise hätte aussteigen müssen.
      Wieso bin ich nicht? Weil Meyer-Burger doch immer noch "eine gute Sache" ist, in meinem Unterbewusstsein? Und nicht einfach eine Aktie wie jede andere auch?
      Weil ich im Gewinn war und als meinen Referenzpunkt immer noch meinen tiefen EP im Kopf hatte?
      Weil noch jede Menge Analysten Ziele weit über 0.50 standen?
      Weil ich es mir leisten kann und das Geld nicht brauche? Ein dummes Argument, Geld zu verlieren.
      Weil bei MBT so viele andere nette Leute im CF engagiert bleiben? Was haben nette Leute und eine gute Sache mit meinem Geld zu tun?
    • Ende 2023 schafft es MBTN mit starken Kursschwankungen an die Spitze der Leerverkäufe.
      Niemand mag sie wirklich - aber ich schreibe seit Jahren, Leerverkäufer sind ein wichtiger Indikator, den man besser ernst nimmt.
      Wieso bin ich nicht ausgestiegen? Weil ich dachte, was vor wenigen Monaten noch 0.70 war, muss jetzt bei 0,25 doch billig sein? Subjektive Pseudo-Relativitätstheorie!.
      Weil Delta Hedging und die laufen eh bald in Short Squeeze? Verdrängung und Selbstbeschwichtigung! Was nützt ein short squeeze der Firma Meyer Burger in ihrer schwierigen Lage?
      Wer es an die Spitze der Leerverkaufsliste schafft, der hat ein ernsthaftes Problem, auch wenn ich selber dieses noch nicht erkennen kann oder wahrhaben will. Die attackierte Aktie ist wahrscheinlich am Rand einer Klippe. Aber mit 100%iger Sicherheit ist die Aktie zu dem Zeitpunkt kein billiges Schnäppchen..


    Nach der letzten Meldung zur Finanzierungslücke bin bei der ersten Zwischenerholung raus.


    Rückblickend hätte ich bei etwa 0.40 raus müssen, spätestens bei 0.25.

    Wieso ich das nicht getan habe, darüber denke ich jetzt nach.

    Und nicht, ob mein Ausstieg zu Tiefstkursen richtig oder falsch war.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Warum bist du denn jetzt überhaupt noch raus? Oder hast du dein initial Investment verkauft? Das sollte man ja spätestens bei 3x machen. Dann hast du auch nichts verloren.


    Ich finde MB einfach toll und bleibe ihr treu bis zum Ende. Ob dies gut oder schlecht sein wird, wissen wir in ein paar Jahren. Aber in der Zukunft wird das Thema Klimawandel und erneuerbare Energie sicher nicht weniger Bedeutung haben und somit auch MB nicht. Die Abhängigkeit zu China ist nur das Tüpfchen auf dem i. Im Moment macht uns dies die grössten Sorgen. Aber es könnte uns auch bald einen Vorteil verleihen. Manchmal ist Erfolg und Verlust einfach sehr nahe beieinander.


    Langfristig, nicht kurzsichtig

  • Letzte Hoffnung sind Staatsgelder. Der deutsche Bundesverband für Solarwirtschaft will den Absatz der teureren Produkte aus Europa mit sogenannten Resilienz-Boni ankurbeln. Wenn Kunden heimische Solarpanels kaufen, sollen sie über Jahre eine höhere Einspeisevergütung erhalten. Finanziert würde der Aufschlag durch Einnahmen aus dem CO2-Zertifikatehandel. Auch bei Ausschreibungen für Solarpojekte ist eine solche Kompensation geplant.

    Nach langen Debatten zeichnet sich im Deutschen Bundestag eine politische Mehrheit für diesen Vorschlag ab. In der kommenden Woche soll der Bundestag entscheiden. Etwa 30 Hersteller und der Branchenverband fordern ebenso wie Meyer Burger diese Massnahme. Auch anderen Herstellern wie Solarwatt und Heckert Solar droht sonst das Aus. Erfurt will bis Ende Februar über das Schicksal des deutschen Werks entscheiden.

  • «Ich bin Lebensoptimist», erklärt Gunter Erfurt, er könne sich nicht vorstellen, dass sich Europa in eine neue strategische Abhängigkeit begebe. Wenn es um die Zukunft geht, leuchten seine Augen. «In der Schweiz arbeiten wir bereits am nächsten grossen Ding», sagt er. Die neue Modul-Generation sei noch langlebiger und habe nochmals einen deutlich höheren Wirkungsgrad. «Das sind Produkte für die Ewigkeit, wie eine gute Schweizer Uhr», schwärmt er.

  • Stellen wir uns doch einfach mal folgender Frage: Wieviel muss MBT mit Gewinn verkaufen, um auf einen Kurs von CHF 1.- zu kommen? Ein Kurs, wo alle Altaktionäre mit leben könnten, ganz zu schweigen von den Neueinsteigern. Das Ergebnis wird wohl jeden davon überzeugen, dass dies realistisch ist, soviel kann man schon vorwegnehmen, ohne den Rechenschieber betätigen zu müssen. MBT wird wahrscheinlich nie ein Global Player werden, aber das war auch nie das Ziel. Sobald hier die Frage der Finanzierung vom Tisch ist und wieder Zuversicht in den Fortbestand des Unternehmens einkehrt, wird das EU Thema nur noch Zubrot sein, denn das Rezept für die lukrativen Brötchen ist längst schon parat und die werden dann anderswo gebacken...

    Edited once, last by paioneer ().

  • Ich glaube Meyer Burger wird in Deutschland bleiben. Die Aktionäre und Angestellten wären sicher erleichtert. Die Ungewissheit wie es weiter geht würde wegfallen. Ziel müsste es sein 2024 in Freiberg das Bestmögliche rauszuholen. Ziel in den USA müsste ein möglichst schneller Produktionsstart sein. Ende 2024 müsste dann eigentlich erkennbar sein wie das Jahr 2025 in den USA werden wird. Da gibt es ja bekanntlich Abnahmeverträge sowie weitere Vorteile die wir ja schon kennen. Bleibt noch die Frage ob es zu einer KE kommt. Aber wenn dies alles durch ist sollte sich auch der Aktienkurs erholen. Eine mögliche Schliessung sowie KE waren ja zwei Hauptgründe wieso der Kurs so stark gefallen ist. Kommt es so sehe ich keinen Grund wieso der Kurs nicht wieder zurück auf 0.30 gehen sollte.

  • Interessante Einblicke in deine "Irrationalität". Meine "ausdrücklich erlaubte" Schadenfreude hält sich in sehr engen Grenzen. Als Meyer Burger das knappe Erreichen der Produktionsziele 2022 wie einen Kantersieg feierte und kurz darauf die Rufe nach Förderung immer lauter wurden, verlor ich den Glauben an die Story endgültig und verkaufte die Hälfte meiner Aktien. Aber eben nur die Hälfte, was auch inkonsequent und irrational ist. Klassischer Fall von selber schuld.


    Rühl habe ich von Anfang an nicht über den Weg getraut, aber der charismatische Daueroptimist Gunter Erfurt und dessen authentisch wirkende Leidenschaft für die Photovoltaik hat mir wohl so etwas wie ein "schlechtes Gewissen" gemacht. Teure Emotionen. Mittlerweile ist der Kurs so unterirdisch, dass ich den "Zock" zur Not halt bis zum bitteren Ende durchziehe. Für das Team von Meyer Burger und auch für uns Aktionäre hoffe ich, dass es doch noch irgendwie gut kommt...

  • Mal schauen ob die FDP die Resilienz nächste Woche mitträgt.

    Ich denke in einer Woche ist vieles klarer, ich hoffe für alle Aktionäre, aber auch für die ganze Belegschaft, dass es weiter geht, und das es der letzte Tiefpunkt ist.

    Das Produkt ist Top, der CEO ist immer noch voller Tatendrang, einziger Mangel, das Endprodukt kann momentan nicht am Markt verkauft werden.

    Hohenstein, Bitterfeld, Thun und auch die neuen Standorte in den USA laufen auf Hochtouren.

    Ja das Geld wird knapp, aber vielleicht kommt auch da die Wende, wenn das Lager verkauft werden könnte. Kommt die Resilienz bin ich sofort wieder optimistisch, sonst aber sieht es sehr schlecht aus, denn auf diesem Niveau eine KE, wäre Brutal.

    Wenn man die Umwelt mit einbezieht, ist MB immer noch technologisch führend, bei der Leistung können andere mit MB mithalten, doch wer macht den nächsten grossen Schritt?

    Ich denke MB ist einer der in der Spitzengruppe bleibt, wenn Sie die Kriese überstehen.

    Ein Konkurs glaube ich nicht, aber eine Übernahme oder ein Einstieg eines Privat Equity könnte ich mir schon vorstellen. Bei einer Übernahme wäre aber ein hoher Betrag fällig da Sentis nicht billig verkauft.

  • *Hocheffiziente chinesische Industriepolitik", da muss ich kotzen!!!

    China ist eine Diktatur, hat viel vom Westen einfach kopiert und schwemmt jetzt Europa mit Solarmodulen mit Subventionen. Das hat doch mit freier liberaler Marktwirtschaft nun gar nichts mehr zu tun.

    Kotzen wird bei dieser hochkomplexen Problematik nicht wirklich helfen.
    Es geht um viel mehr als Solarmodule. Und "freie liberale Marktwirtschaft" wird nicht nur mit Subventionen ausgehebelt, sondern ist auch nicht möglich, wenn unterschiedliche Wertvorstellungen einbezogen werden.


    Morgen wird OC Oerlikon berichten.
    Alles wird vom Auftragseingang Polymerprocessing aus China abhängen.


    Wenn wir wegen den Uiguren keine günstigen Solar-Module abnehmen wollen, müssten wir konsequenterweise auch dagegen sein, dass OC Oerlikon Polymerprocessing Maschinen nach China verkauft.
    Die Zwangsarbeit der Uiguren soll vor allem in der Textilindustrie vorkommen.

    Aber dann wären mehr Jobs in der EU Maschinenindustrie gefährdet, als Meyer Burger jemals erschaffen wird.


    OC Oerlikon (oder Rieter) könnte entsprechende Menschenrechts-Klauseln in die Verkaufsverhandlungen aufnehmen.
    Solange, bis die Chinesen sagen: "Ach leckts uns doch, Ihr Schweizer Gutmenschen. Dann bauen wir Eure Maschinen eben selber nach und exportieren sie entlang unserer Seidenstrasse dahin, wo die Menschen noch froh sind, wenn sie Arbeit und was zu essen haben.

    Und könnt ja nach Solar auch Textil zurückholen und Eure Ostschweizer Textilindustrie wiederbeleben. Heimarbeit im Akkord wie noch vor 50 Jahren. Das passt dann prima zu Eurem verwöhnten "Home Office" Anspruch. "


    Wenn in Europa alles nur noch funktioniert, wenn es gestützt wird (Von Landwirtschaft, Stahl, Solar bis zu Heizkosten) dann muss das Geld für diese Stützen ja in EU Industriezweigen erwirtschaftet werden, in denen noch mit Export Gewinn gemacht wird. Wie Pharma und (noch) Maschinen und (noch) Autos.

    Muss man nicht zugeben, dass von der freien liberalen Marktwirtschaft, wie wir sie interpretieren, in der Vergangenheit sehr einseitig der Westen profitiert hat?
    Und uns darauf einstellen, dass das nicht ewig so bleiben wird?

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Muss man nicht zugeben, dass von der freien liberalen Marktwirtschaft, wie wir sie interpretieren, in der Vergangenheit sehr einseitig der Westen profitiert hat?
    Und uns darauf einstellen, dass das nicht ewig so bleiben wird?

    Sicher hat der Westen in der Vergangenheit profitiert. D.h. aber nicht, dass man heute weiterhin Diktaturen, Kinderarbeit usw. tolerieren soll, weil wir in der Vergangenheit "nicht sauber" waren. Die Menschheit sollte doch Fortschritte machen und im 21. Jahrhundert demokratische Freiheit, Menschenrechte und Umweltschutz endlich an die erste Stelle setzen! Dazu gehören Unternehmen wie MB, die eben nebst der Rentabilität auch ethische Werte und Nachhaltigkeit hochhalten!

  • Grundsätzlich hast Du (leider!) recht - so funktioniert der Markt.

    Das Haupt-Problem ist, dass sich die EU (im Gegensatz zu den USA) nicht traut etwas dagegen zu tun, da man China "nicht verärgern möchte".

    Es wäre an der EU Gegenmassnahmen zu den vom Chinesischen Staat generierten "Dumpingpreise" (nicht nur zu Solar) zu ergreifen, aber das will die EU offenbar nicht...

  • Die Welt ist oft verkehrt. Die Bauern belasten mit Gülle (Phosphat, Stickstoff, Ammoniak, Lachgas, Blausäure, Schwefelwasserstoff,antibiotikaresistente Keime) extrem unsere Umwelt (Trinkwasser, Grundwasser, Oberflächengewässer, Böden, Atemluft). Dazu kommen noch die vielen auf die Felder ausgebrachten Fungizide und Pestizide. Sie importieren tausende von Tonnen zusätzliches Kraftfutter und Dünger. Auch dieser zusätzlich anfallende Mist und Dünger wird auf immer weniger Weide- und Ackerland ausgebracht. Und der Bund subventioniert die Bauern jährlich mit ca. 4 Milliarden. Nebst unzähligen Vergünstigungen erhalten sie noch verbilligten Treibstoff. Im Durchschnitt erhält ein CH-Landwirt jeden Monat 6500-7000 CHF Direktzahlungen und Subventionen. Der Autofahrer und Häuslebesitzer muss aus Umweltschutzgründen immer mehr Abgaben leisten.

    Warum nicht MeyerBurger subventionieren?

    Nachdenken erlaubt.