MeyerBurger MBTN

  • Habe schon einige Interviews mit GE gehört, aber dieses hat mir tatsächlich noch weitere Neuigkeiten vermittelt.


    Die da wären:

    - Gemäss GE sind die Endkundenpreise nicht in dem Masse gefallen, teilweise sogar gar nicht, wie es die Modulpreiserosion hätte erahnen lassen. Somit ist die Aussage, dass China für uns eine günstige Art der Energiewende bietet nicht korrekt, sondern nur die Tatsache der Zerstörung der hiesigen Solarindustrie.

    - Dass die Resigegner Börsengänge planen und sich somit zahlentechnisch aufhübschen wollen und somit nicht die Lieferkette im Vordergrund steht, sondern die Maximierung der Marge.


    fanti2017 :

    Na ja die EU hat ja ganz schön grosse Töne gespuckt, dass man bis 2030 oder 2035 40% des Eigenverbrauches von Solarmodulen etc, hier in Europa aufbauen helfen will. Dh für mich die EU schafft faire Rahmenbedingungen und die privaten investieren. Bei MBT ist leider nur letzteres geschehen in der Hoffnung, dass es die EU ernst meint. Zudem hat man mit dem Gas gesehen/gespührt, was es bedeutet bei der Energieversorgung von einem Grosslieferanten abhängig zu sein. Das sind für mich doch Kennzeichen, welche nicht mehr ganz in die Spekulationsecke gehören, sondern zu einer Einsicht und einer Verfolgung eines Masterplanes zählen.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Alles richtig, aber die Resilienz kostet im ersten Jahr 1 Milliarde und im nächsten, 3 Milliarden und umso mehr produziert wird kostet es Plötzlich 10 Milliarden, einfach eine Frage wie lange man die Resilienz braucht. Aber klar man könnte es einmal für 2 Jahre versuchen. Dann wäre vielleicht das Überangebot aufgebraucht.

  • Alles richtig, aber die Resilienz kostet im ersten Jahr 1 Milliarde und im nächsten, 3 Milliarden und umso mehr produziert wird kostet es Plötzlich 10 Milliarden, einfach eine Frage wie lange man die Resilienz braucht. Aber klar man könnte es einmal für 2 Jahre versuchen. Dann wäre vielleicht das Überangebot aufgebraucht.

    Da ist aber eine ziemlich große Diskrepanz, zwischen deinen 1000 Millionen und den 50 Millionen, von G. Erfurt.

    Wie mann auf die 50 Millionen im ersten Jahr kommt, wurde schon ausführlich und plausibel erklärt. Wie kommt Mann denn auf diese 1Milliarde?

  • Alles richtig, aber die Resilienz kostet im ersten Jahr 1 Milliarde und im nächsten, 3 Milliarden und umso mehr produziert wird kostet es Plötzlich 10 Milliarden, einfach eine Frage wie lange man die Resilienz braucht. Aber klar man könnte es einmal für 2 Jahre versuchen. Dann wäre vielleicht das Überangebot aufgebraucht.

    Nochmals, ich bezweifle, dass der Resibonus MBT sofort hilft, warum bin ich dieser Meinung:


    1. müssen Kunden "gefunden" werden, welche heute bereit sind mehr zu bezahlen und dann innerhalb der nächsten zwanzig Jahren hoffentlich einen höheren Betrag zurückerhalten.

    2. wenn diese Kunden nicht innerhalb der ersten 6-8 Monaten eine erhebliche Menge an Modulen kaufen, wird MBT nach wie vor, mit dem deutschen Geschäft, ein riesiges Minus machen, was wieder zu weiteren Hilfen führen wird.

    3. wenn der Resibonus kommt, muss MBT die Produktion zwingend weiterführen (vermutlich defizitär), um nicht unglaubwürdig gegenüber der Politik zu sein.


    Der Resibonus ist für mich so etwas wie der letzte Strohhalm, welcher zwar gut gedacht ist, aber am Schluss am Willen der Endkunden scheitern wird.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Ich sehe noch einen anderes Problem beim Resi.Wenn man möglichst viel Strom selber braucht (Speicher) hat man auch nicht so viel von der höheren Einspeisevergütung, oder?

    Beim Resilienzbonus wird eine Vergütung auf erzeugte Energie gezahlt, nicht nur auf eingespiesene Energie (sofern ich das nicht falsch gelesen habe)


    Sprich wenn du den Strom teilweise selber brauchst und teilweise einspeist wirst du die Förderzahlung auf die gesammte erzeugte Menge Strom erhalten.


    Sofern es nur auf eingespiesene Energie etwas gäbe wäre das alles irgendwie sinnlos.

  • Ich glaube der Resilienzbonus ist für Grosse Projekte sinnvoll.

    Im Sinne von "tue gutes und sprich darüber" made in Germany


    Wenn dieser kommt glaube ich gibt es Partnerschaften für Meyer Burger, z.B. von Energiekonzernen.


    Europa muss noch viel Geld in die Hand nehmen, wenn Sie weiterhin auf freie Marktwirtschaft machen. Dies betrifft alle Sektoren.

    Da könnten sie noch viel lernen von den USA, China, Indien etc.

  • Es ist interessant zu sehen, wie ihr alle weiterschreibt und wie viel spekuliert wird.

    Es werden so viele Entschuldigungen für dieses Unternehmen vorgebracht.

    Es befindet sich seit Jahren auf einer Talfahrt und hat den Aktionären und Banken eine Menge Geld abgenommen.


    Ich habe schon vor langer Zeit aufgegeben und alles abgeschrieben.

    Sieh dir nur den Aktienkurs an.

    Viel Glück für euch alle.

  • Ein solcher Debatierclub kostet aber auch enorm viel Geld, vielleicht könnte man es einfach mal dort einsparen?

    Genau - der Debattierklub wird per sofort geschlossen und ich entscheide jetzt, dass das damit eingesparte Geld (+ "etwas mehr") sofort für die Unterstützung der Solarindustrie (natürlich speziell MB) verwendet wird.

    Würde bitte jemand aus dem Forum der EU und DE meinen Entscheid mitteilen?

  • Jimmy, ich bin ganz bei Dir was Meyer Burger betrifft.

    Was MBT2 betrifft, war ich anfänglich euphorisch und bin gross eingestiegen - zum Glück damals mit Durchschnittseinstieg von 0.28. Anfang dieses Jahres mit durchschnittlich 0.22 definitiv ausgestiegen. Vielleicht gäbe es durch einen kurzen Anstieg nochmals etwas zu holen aber von MBT habe ich endgültig genug. Bin nun mit dem Rest bei Kuros eingestiegen uns bereits das MB-Defizit eingeholt.

  • Danke für den Kommentar.


    Ich sehe dies in etwa auch so.

    Warum sollte MB die Produktion in DE weiterführen wenn der Resilienz Bonus kommt?

    Damit ist nicht garantiert, das die Kunden nun MB Produkte kaufen, da diese mit einem MB Modul nicht bevorzugt werden.


    Ich sehe dies eher so:

    Wenn der RSB kommt werden Grossabnehmer durch Gleichstellung von MB und Chinesischen Modulen auf MB Module umstellen. Die Planungsicherheit ist gegeben. Die Abnahme Verträge vom letzten Jahr können unterzeichnet werden und neue dazukommen. Die Grossabnehmer können mit dem RSB Gleichstellung den höheren Einkaufspreis rechtfertigen, da in den kommenden Jahren wieder Geld zurück gewonnen wird. Zudem ist für ein Grosskunde eine Heimische Produktion interessanter betreffend Garantie und direktem Austausch bei technischer Weiterentwicklung.


    Ich kann mir nicht vorstellen, das Herr G.E. die Produktion weiterlaufen lässt wenn der RSB kommt ohne der Sicherheit sofort auch genügend Module verkaufen zu können. Dafür fehlt MB mittlerweile das Geld.


    Die Frage ist nun, kommt er oder kommt er nicht?


    Wenn er nicht kommt geht es in USA weiter, dort wird mit Hochdruck der Aufbau vorangetrieben. Die ersten Zellen werden geliefert, Somit rechne ich mit dem Produktionsstart im Monat Mai oder Anfang Juni.


    Wenn 1,4 GW in DE eine schwarze Null geben, wird mit 2,1 GW in den USA wohl ein Plus stehen in der Bilanz.

    Hinzu kommt ja bei Werksschliessung in DE, dass die Anlagen nach USA verlegt werden können und so alleine in der USA eine Produktion von 3,5GW bis Mitte 2025 erreicht werden kann.


    Bin bei der zweiten Variante nur am überlegen woher die EU die vorgegebene Unabhängige Heimische Produktion von 20GW hernehmen will.

  • Da ist aber eine ziemlich große Diskrepanz, zwischen deinen 1000 Millionen und den 50 Millionen, von G. Erfurt.

    Wie mann auf die 50 Millionen im ersten Jahr kommt, wurde schon ausführlich und plausibel erklärt. Wie kommt Mann denn auf diese 1Milliarde?

    GE nennt nur die Belastung im ersten Jahr. Man muss immer 20 Jahre rechnen, die Einspeisevergütung gilt über 20 Jahre. 20 x 50 ergibt bei mir 1000 Millionen gleich 1 Milliarde.

  • Resi-Bonus, etwas dümmeres gibt es nicht. Sie sollen bleihaltige Produkte verbieten und Zölle/Steuern einführen oder erhöhen. Dann lohnt sich der Import nicht mehr und das Problem ist gelöst.

    Es wäre sehr einfach, doch bleifreie Module hat nur MB, und man will doch keinem ein Monopol geben.

    Aber rein aus Umweltsicht ja, man müsste die Bleimodule verbieten.

  • Wenn der Resilienz Bonus kommt werden die Module sehr schnell verkauft, es gibt natürlich leichte Verschiebungen, denn die geplanten Objekte können ja nicht wechseln.

    Aber zum gleichen Preis nimmt jeder Kunde und auch jeder Installateur ein deutsches Produkt.

    Sogar Enpal und andere Gross Installateure werden MB verbauen.