MeyerBurger MBTN

  • Man hat wirklich das Gefühl, das MB als Schweizerfirma nicht unterstützt wird. Solange MB Geld und Arbeitsplätze bringt ist alles IO, aber wenn sie Geld will, die Schweiz reich machen, das kommt überhaupt nicht in Frage.

    Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos

  • Hoffen wir dass es etwas bringt:

    Solarallianz: Mehr als 30 Gigawatt Photovoltaik-Produktionskapazität bis 2025
    Nach Erhebungen der Europäischen Solar Photovoltaik Industrieallianz sind bereits mehr als 20 Großprojekte in Europa auf einem guten Weg, das erklärte Ziel von…
    www.pv-magazine.de


    Ein Beispiel wie chinesen Unfair spielen:

    Munich arrest before Intersolar tied to anti-dumping subsidy case, says lawyer
    The German police arrested a Chinese citizen at Munich Airport last week, prior to the start of the Intersolar Europe trade fair. Investigators are targeting…
    www.pv-magazine.com

    Zitat:

    "The suspect, along with other individuals under investigation, was allegedly involved in developing an illegal system to evade anti-dumping duties on imported Chinese solar modules. The accused is represented by lawyer Alexandra Gutmeyr."

    Statt Klimastreik und viel bla bla PV Anlage aufs Dach installieren. *bye*

  • redi : Vllt. eine falsche, bzw. zu einfache Rechnung bzgl. der genannten zwei, drei Milliarden: Gem. Brief an Lindner eine Mrd. privat eingeworben für 3.4 GW (Vorsicht, nur meine Annahme!). Dann die Differenz zu den angepeilten 15 GW (also 11.6 GW) mit diesem Faktor 0.3 multipliziert wären 3.48 Mrd. Davon dürften dann noch Beiträge aus der Bruttomarge abgezogen werden können. Im Brief wird "zunächst von einigen hundert Millionen Euro" gesprochen. Herr Erfurt hat diese zwei, drei Mrd. in der Sendung auch nicht dementiert oder bestätigt (oder besser: er kam nicht zu Wort...).

  • francesco : Dies spricht sehr für MB: "Ein vorgelegter Aktionsplan empfiehlt so auch nicht-preisbezogene Kriterien zu berücksichtigen. Es sollten unter anderem sogenannte „Best-in-Class“ Photovoltaik-Produkte aus Europa gefördert werden, die strenge Umwelt-, Sozial- und Governance-Auflagen erfüllen."

  • Ja, schade, dass G. Erfurt immer abgeklemmt wurde. Der FDP-Mann beharrt auf dem liberalen Anspruch, dass der Staat nicht eingreifen darf, denn der Markt regle das schon. Wie grundtief dumm/naiv ist das denn!!! Wenn China nicht nach freimarktwirtschaftlichen Regeln spielt, macht es die USA als Land, welches die freie Marktwirtschaft schlechthin verkörpert, eben richtig und versucht gegenüber China gleiche lange Spiesse herzustellen. Das sollte Europa unbedingt auch tun, ansonsten die Abhängigkeit, wie sie bei den fossilien Energien besteht, nie aufhört!

  • Ja, schade, dass G. Erfurt immer abgeklemmt wurde. Der FDP-Mann beharrt auf dem liberalen Anspruch, dass der Staat nicht eingreifen darf, denn der Markt regle das schon. Wie grundtief dumm/naiv ist das denn!!! Wenn China nicht nach freimarktwirtschaftlichen Regeln spielt, macht es die USA als Land, welches die freie Marktwirtschaft schlechthin verkörpert, eben richtig und versucht gegenüber China gleiche lange Spiesse herzustellen. Das sollte Europa unbedingt auch tun, ansonsten die Abhängigkeit, wie sie bei den fossilien Energien besteht, nie aufhört!

    Grundsätzlich finde ich den liberalen Ansatz nicht schlecht und bin eigentlich gegen Subventionen. Die Gefahr besteht natürlich darin, dass es einen Subventionswettlauf gibt und diese Spirale nie aufhören wird und am Schluss der normale Bürger dafür bezahlen muss. Dass dieser Wettkampf nicht die EU gewinnen wird, ist auch klar, denn die USA und China sind in dieser Beziehung viel "skrupelloser" als die EU.


    Die Problematik ist doch die, dass wenn sich einmal eine Industrie irgendwo angesiedelt hat, dass diese dann nicht auf Knopfdruck in eine andere Weltregion ziehen kann im Gegensatz zu hoch mobilen Branchen, wie der Rohstoffhandel oder generell DL-Branchen.


    Zudem gibt es auch noch andere Ansätze, wie man eine Industrie im Lande behalten kann.

    - zinslose Darlehen für eine Anschubfinanzierung

    - Steuern- und Abgabenbefreiung (ist zwar auch eine Art Subvention, aber ohne direkten Geldbeiträge)

    - Universitäten und Hochschulen, welche die Fachkräfte ausbildet

    - gleich lange Spiesse bei Importzöllen, oder mindesten keine Bestrafung

    - Bürokratieverminderung, damit schnell wichtige Entscheide gefällt werden können

    - politische Stabilität und Zuverlässigkeit, dass die Industrie nicht immer mehr Vorgaben erfüllen müssen

    - kurze, zuverlässige Wege zu den Kunden und Lieferanten

    - etc. etc.

    Es muss also nicht immer Geld sein, damit Firmen sich irgendwo ansiedeln und entwickeln, da spielen durchaus auch noch andere Faktoren mit in die Überlegungen.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Die Verkäuferin von Karstadt erwirtschaftet die Subvention für Meyer Burger..

    Das war in etwa die geistige Ausdehnung dieser Sendung von Lanz und Gästen. Erfurt ausgenommen. Und der tat gut daran, sich nicht allzuweit zum Fenster hinauszulehnen. Ab ca. 48:45 habe ich kurz die Luft angehalten, da wars kritisch.

    Sonst war halt vieles am Thema vorbei. Oder sie haben bei Adam und Eva begonnen. Alles in allem eine etwas unglückliche Unterhaltung.

    Meines Wissens wird es Juli/ August bis sich die EU entscheidet, wer, was und mit wieviel gefördert wird. Und MBT hat den Antrag auf Unterstützung dort deponiert.

    Und nicht bei der Ruhrpottnervensäge :evil: :)

  • Aus der FuW:

    Fakt ist: Ohne staatliche Beihilfen, stammen sie nun von der EU für den Standort Deutschland oder von den USA für den Standort Arizona, kommt das Unternehmen nicht vom Fleck. Dieser Subventionstourismus überzeugt nicht. Bevor die Titel nicht wieder auf dem Allzeit-Tief von 6 Rappen stehen, rühre ich sie nicht an. Könnte mich etwas umstimmen? Ja, wenn herauskäme, dass Martin Ebner 3,13% an Meyer Burger hält.


    Gibt zu denken, nicht?💁

  • Leider die Lanz Sendung verpasst, jedoch scheint es, ich habe gar nichts verpasst.

    Es ist schon verrückt, auch in der Schweiz, zwar hat man fördergesetze, doch keiner macht dafür richtig Werbung. weil sonst die Kosten zu hoch sind . Der Hund beisst sich in den eigenen Schwanz.

    Wer nicht wirbt der stirbt, gilt nur für die private Wirtschaft, der öffentliche Sektor kann nicht sterben.

  • Aus der FuW:

    Fakt ist: Ohne staatliche Beihilfen, stammen sie nun von der EU für den Standort Deutschland oder von den USA für den Standort Arizona, kommt das Unternehmen nicht vom Fleck. Dieser Subventionstourismus überzeugt nicht. Bevor die Titel nicht wieder auf dem Allzeit-Tief von 6 Rappen stehen, rühre ich sie nicht an. Könnte mich etwas umstimmen? Ja, wenn herauskäme, dass Martin Ebner 3,13% an Meyer Burger hält.


    Gibt zu denken, nicht?💁

    Schon Recht. Wenn aber die Chinesen jedes Panel 50% subventionieren und Europa und die USA eine eigene Solarproduktion haben will, dann muss auch Europa und die USA die Firmen unterstützen. Das hat wenig mit Subvensionstourismus zu tun

    Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos

  • Aus der FuW:

    Fakt ist: Ohne staatliche Beihilfen, stammen sie nun von der EU für den Standort Deutschland oder von den USA für den Standort Arizona, kommt das Unternehmen nicht vom Fleck. Dieser Subventionstourismus überzeugt nicht. Bevor die Titel nicht wieder auf dem Allzeit-Tief von 6 Rappen stehen, rühre ich sie nicht an. Könnte mich etwas umstimmen? Ja, wenn herauskäme, dass Martin Ebner 3,13% an Meyer Burger hält.


    Gibt zu denken, nicht?💁

    Ich sehe dies anders. MBT könnte per heute alles so auslegen (Gebäude, Personal, Entwicklung), dass sie zukünftig nur 1.4-2GW Prod-Kapazität haben und sie würden, aus meiner Sicht und gemäss Herr Erfurt, profitabel sein (die Nachfrage nach MBT Panels scheint da zu sein). D.h. es braucht keine finanzielle Unterstützung, um zu überleben. Aber für das angestrebte Wachstum bis 7 oder sogar 10GW ist es natürlich ein netter Nebeneffekt, wenn es da noch einige Mrd an Unterstützung gibt und klar gehe ich als Unternehmen dort hin, wo es die besten Rahmenbedingungen gibt.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Habeck zum "Tagesspiegel" v. heute früh: "Die Wiederansiedlung der PV-Industrie ist ein Gebot der ökonomischen und sicherheitspolitischen Vernunft, meint der Wirtschaftsminister. Deshalb will er demnächst im europäischen Verbund eine Förderung der Produktionskapazitäten ausschreiben. Eines der Vorbilder dafür ist die Chipindustrie."

    Ob eine Zu-, bzw. Absage von Fördermittel bis Mitte Juli reicht?

  • ...MBT könnte per heute alles so auslegen (Gebäude, Personal, Entwicklung), dass sie zukünftig nur 1.4-2GW Prod-Kapazität haben und sie würden, aus meiner Sicht und gemäss Herr Erfurt, profitabel sein (die Nachfrage nach MBT Panels scheint da zu sein). ...

    Genau. Könnt Ihr Euch an die heftigen Diskussionen hier vor etwa 2 Jahren erinnern, wo es darum ging, ob MBT die erste Planphase abschliessen sollte oder sofort und parallel die erste Weiter- Ausbaustufe in Angriff nehmen?

    Könnte MBT heute schon ein kleiner, feiner, hochprofitabler Hersteller von Premium-Modulen sein?


    50 Mio Reingewinn, 2.5 Rappen pro damalige Aktie, PE20, Dividenderendite 2% /1 Rappen

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

    Edited once, last by gertrud ().

  • Aufgrund der aktuellen Subventionierungen in den USA, welche Gunter Erfurt im ZDF entsprechend ausgeführt hat, bin ich der Ansicht, dass die Antwort bezüglich des weiteren Kapazitätenausbaus eigentlich bereits feststeht. Fakt ist, dass aus Überlegungen der Profitabilität aktuell kein Weg an den USA vorbeiführen wird. Deutschland bzw. die EU sind selber Schuld, wenn ihr "Subventionierungssystem" viel zu träge ist und entsprechende Firmen die Gunst der Stunde nun in den USA nutzen. Als Aktionär würde ich diesen Schritt bei Meyer Burger deshalb begrüssen.

  • Aufgrund der aktuellen Subventionierungen in den USA, welche Gunter Erfurt im ZDF entsprechend ausgeführt hat, bin ich der Ansicht, dass die Antwort bezüglich des weiteren Kapazitätenausbaus eigentlich bereits feststeht. Fakt ist, dass aus Überlegungen der Profitabilität aktuell kein Weg an den USA vorbeiführen wird. Deutschland bzw. die EU sind selber Schuld, wenn ihr "Subventionierungssystem" viel zu träge ist und entsprechende Firmen die Gunst der Stunde nun in den USA nutzen. Als Aktionär würde ich diesen Schritt bei Meyer Burger deshalb begrüssen.

    Sehe ich auch so.


    Subventionen ohne Marktschutz dürfen in Europa nicht angetastet werden.

  • Aufgrund der aktuellen Subventionierungen in den USA, welche Gunter Erfurt im ZDF entsprechend ausgeführt hat, bin ich der Ansicht, dass die Antwort bezüglich des weiteren Kapazitätenausbaus eigentlich bereits feststeht. Fakt ist, dass aus Überlegungen der Profitabilität aktuell kein Weg an den USA vorbeiführen wird. Deutschland bzw. die EU sind selber Schuld, wenn ihr "Subventionierungssystem" viel zu träge ist und entsprechende Firmen die Gunst der Stunde nun in den USA nutzen. Als Aktionär würde ich diesen Schritt bei Meyer Burger deshalb begrüssen.

    Vor allem: die Zelte in Europa werden ja nicht abgebrochen. Es wird lediglich der temporäre Fokus auf die USA gelegt. Also ist es schon ein wenig Subventionstourismus, auch wenn in diesem Fall berechtigter als in anderen Fällen.

  • Aus Tagesspiegel Background. Und Grund für das heutige Kursplus:


    "Die Wiederansiedlung der PV-Industrie ist ein Gebot der ökonomischen und sicherheitspolitischen Vernunft, meint der Wirtschaftsminister (Habeck). Deshalb will er demnächst im europäischen Verbund eine Förderung der Produktionskapazitäten ausschreiben. Eines der Vorbilder dafür ist die Chipindustrie."