MeyerBurger MBTN

  • Wenn man natürlich nur diesen Parameter anschaut, dann gebe ich dir Recht Fredy. Alperose hat aber auch Recht, dass das Zustandekommen dieses Mittelwertes höchst fragwürdig ist, und dass wenn das Max und das Min weggelassen werden sich der Mittelwert massiv verschiebt. Genau das wissen natürlich die Profis und schauen sich nicht nur einen Parameter an. Ein unwissender Kleinanleger könnte aber so fehlgeleitet werden, weshalb ja genau solche Foren wichtig sind, um sich zu informieren.


    Bin einmal gespannt zu welchem Fazit man am Handelsblatt-Energiegipfel kommt, wo ja gerade Herr Erfurt teilnimmt. Das erste Stimmungsbarometer der Energiebranche wurde genagelt, dass Versorgungssicherheit vor Klimaschutz zu priorisieren ist.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Vor lauter Kursfeuerwerk hat es meine Fragen an das Forum massiv nach hinten gespült, darum poste ich sie nochmals


    Möchte gerne da einmal eure Einschätzung zu den folgenden zwei Fragen haben.


    1. Was glaubt ihr hat die Inflation für Auswirkungen auf die CAPEX/GW? Im Nov21 rechnete MBT mit ca. 176-192MCHF/GW.


    2. In der Corporate Presentation vom Nov21 rechnete MBT fürs 2023 mit einem Gross-Profit von > 40% und einem EBITDA von >25%. Wenn MBT diese Ziele nicht einhalten kann. müsste da MBT dies offiziell kommunizieren, oder können sie Ende Jahr kommen und sagen "oh das war wohl nichts"?

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Deine Fragen wird Dir wohl niemand fundiert beantworten können - für fundierte Daten muss die offizielle Ergebnismeldung abgewartet werden.

    Meine persönliche Einschätzung:

    Ich glaube die Inflation wird weniger Einfluss haben, als befürchtet. Offenbar geht sie gerade jetzt mehr zurück als zuvor erwartet, weil die Energiepreise sinken, da wir (bisher) einen milden Winter hatten und die Nachfrage nach unten gegangen ist.

    Ja, wenn die Ziele nicht gehalten werden können, müsste MB das eigentlich melden (wie das andere auch tun) .


    Mindestens die angestrebte Produktion sollte aber erreicht werden.

    Reuters-Meldung vom 03.01.2023:



    Ich hoffe mal, dass die gesetzten Ziele (oder mehr) auch erreicht werden.

    Wichtiger finden ich aber den Ausblick (auf das ganze 2023/24) und dieser könnte aus meiner Sicht sehr gut ausfallen, da Deutschland/Europa die Solarzellen-Herstellung in Europa stärken will und gemäss "Rumors" grosse Solarkraftwerke (speziell in Deutschland) gebaut werden sollen.

    Und… hier ist MB natürlich in der "pole position".

  • Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass die Teuerung, auch wenn die Energie ein grosser Treiber ist und MBT hoffentlich viel davon vom eigenen Dach zieht, die CAPEX/GW um mehr als 5%, allenfalls sogar 10%, erhöht. Das wären dann fast 10-20Mio pro GW mehr als prognostiziert. Bei 7 GW sind das dann stolze 70-140Mio CHF.


    Deine geschilderte rückläufige Inflation heisst ja nur, dass es weniger schnell teurer wird. Somit ist ein Ende der Fahnenstange noch nicht absehbar.


    Die 1.1 bis 1.2GW werden vermutlich schon erreicht werden können, nur hat MBT fürs 2023 bereits eine Grössenordnung von Brutto- und EBITDA-Marge ausgegeben. Ich meinerseits bezweifle, dass die >40% und >25% per Ende 23 erreicht werden können.


    Gibt es weitere Einschätzungen zu diesem Thema im Forum?

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Wir haben den 17. Januar, da ist fast unmöglich zum Gesamtjahr 2023 was zu prognistizieren. Wer weiss welche positiven Meldungen wir noch alles sehen werden. Da wird einiges kommen.

  • Auf der Kehrseite werden die erhöhten Preise auch in Phasen der Disinflation so weitergegeben und sicher nicht direkt dem Kunden mit Preissenkungen hinterhergerannt - speziell auch bei solch hoher Nachfrage, was dann wiederum höhere Margen zumindest für eine Weile bedeuten könnte..

  • Vergesst die Analysten, vergesst die Zielsetzungen.

    Jetzt heisst es Ausbau, Ausbau, Ausbau:


    EU-Net-Zero Industry Act ankündigt. "Wir werden insbesondere prüfen, wie wir die Genehmigungsverfahren für neue Produktionsstätten für saubere Technologien vereinfachen und beschleunigen können. Wichtigster Punkt: Es wird Ziele für saubere Technologien bis 2030 geben, also ein Ziel für die Solarproduktion bis 2030.

  • Vergesst die Analysten, vergesst die Zielsetzungen.

    Jetzt heisst es Ausbau, Ausbau, Ausbau:


    EU-Net-Zero Industry Act ankündigt. "Wir werden insbesondere prüfen, wie wir die Genehmigungsverfahren für neue Produktionsstätten für saubere Technologien vereinfachen und beschleunigen können. Wichtigster Punkt: Es wird Ziele für saubere Technologien bis 2030 geben, also ein Ziel für die Solarproduktion bis 2030.

    Ausbau, Ausbau, Ausbau ist schon richtig. Was bedeutet das aber auf der Kostenseite und dessen Finanzierung? Muss wegen der Inflation und den damit verbundenen höheren Kosten nochmals mit einer Finanzierungsrunde gerechnet werden?


    Leider geniesst die Politik und im Speziellen Brüssel nicht gerade mein Vertrauen, wurde man doch schon zu oft mit schönen Ideen und Strategien berieselt mit jeweils mangelhafter bis sogar stümperhafter Ausführung. Leider glaube ich es Brüssel erst, wenn ich es gesehen habe. Sorry für meinen Pessimismus, aber die Erfahrungen prägen halt einem. Und hätten die USA nicht vorgelegt, würde die EU immer noch ziellos herum diskutieren. PS: wir Schweizer sind auch nicht besser.

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Ich sage mal nein, es gibt für den "direkten Ausbau" keine KE mehr.


    MB könnte mit den erfolgten KE's aus eigener Kraft gemächlich wachsen und weiter ausbauen. Wünscht nun die Politik ein Kunde oder wer auch immer Ausbauten über das gesteckte Ziel hinaus, dürfte es schwierig werden, die Aktionäre für diesen Ausbau nochmals zu überzeugen.

  • Das könnte man, nur würde man dann das Ziel im 2027 7GW Produktionskapazität zu haben verfehlen, (man hätte nur ca. 6GW) was wieder einen Effekt auf die Zahlen hätte, was wiederum von MBT so kommuniziert werden müsste und genau das ist eigentlich meine Kernfrage. Ufff, das war ein wenig viel Konjunktiv.


    Wenn MBT bereits heute sieht, dass bis im 2027 nur 7GW aufgebaut werden können, wäre MBT somit verpflichtet, dies bereits heute zu kommunizieren?

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • Das tönt doch schon mal etwas konkreter. Und jetzt kommt MB ins Spiel:


    - einziger ernstzunehmender PV-Produzent in EU

    - technologisch vorne dabei

    - gesunde Finanzen

    - fähiges Management(!)

    - Maschinen -> Zellen -> Module

    - vorhandenes Knowhow

    - bestens vernetzt

    - scharrt mit den Hufen

    - klarer und übersichtlicher Business Case

    - ...


    Also meine Frage: 1+1=?

    Der Meyer-Burger-Jammerthread: -> HIER<-

  • In der Tat scheinen sich die Rahmenbedingungen für diese Branche(n) zu verbessern. Aus MBT Sicht ist das natürlich sehr erfreulich, denn wie du schreibst hat MBT gute Karten von diesem Rahmenbedingungen zu profitieren.


    Interessant wird es wenn dann genauere Eckwerte dieser angekündigten Massnahmen bekannt werden, denn erst dann kann man in etwa abschätzen, was das finanziell für MBT bedeutet. Ich hoffe sehr, dass dieses Thema auf EU Ebene nun richtig Fahrt aufnimmt und möglichst zackig umgesetzt wird, denn wie es Tolggoe schrieb "...da ist dringend Handlungsbedarf..."

    Es genügt nicht, keinen Plan zu haben, man muss auch unfähig sein, ihn umzusetzen

  • In der Tat scheinen sich die Rahmenbedingungen für diese Branche(n) zu verbessern. Aus MBT Sicht ist das natürlich sehr erfreulich, denn wie du schreibst hat MBT gute Karten von diesem Rahmenbedingungen zu profitieren.


    Interessant wird es wenn dann genauere Eckwerte dieser angekündigten Massnahmen bekannt werden, denn erst dann kann man in etwa abschätzen, was das finanziell für MBT bedeutet. Ich hoffe sehr, dass dieses Thema auf EU Ebene nun richtig Fahrt aufnimmt und möglichst zackig umgesetzt wird, denn wie es Tolggoe schrieb "...da ist dringend Handlungsbedarf..."


    Ich habe wirklich das Gefühl (ja, es ist ein Gefühl), dass sich EU-seitig etwas Konkretes abzeichnet. Und wenn sie mit der Kelle anrühren, kann das nochmals gehörig einschenken für MB. Angenommen, es wird ähnlich dem IRA, also MB hat quasi xy Mio. Umsatz indirekt auf sicher...das ergibt Planbarkeit, ergo full throttle (= Vollgas, nicht Volltrottel) beim Ausbau, vom 4ten in den Fünften Gang, rauf auf 7 tausend Touren. An Nachfrage mangelt es ja nicht - die Frage ist, ob MB diese bedienen kann. Und dazu braucht es noch ein paar Gigawatt-Factories. Let's do this.

    Der Meyer-Burger-Jammerthread: -> HIER<-