MeyerBurger MBTN

  • Der CS-Analyst ist gegenüber der "neuen" Meyer Burger doch negativ, soweit ich mich erinnere. Am Anfang waren es bei der CS etwa grösste Zweifel, ob MB überhaupt einen eigenen Vertrieb aufbauen kann. Mittlerweile haben wir bekannte Partner, einen Vertrag in der USA mit weit mehr als den ursprünglichen 2GW Absichtserklärungen und offenbar massive Nachfrage. Dass die CS weiterhin unbeirrt negativ bleibet, wird für mich zunehmend unverständlich. Wenn ich für meine Anlage überhaupt noch eine Offerte mit MB-Module erhalte, ist Ausführung Ende 2023 oder Frühling 2024 und der Aufpreis für 375w MB-Module zu anderen europäischen! 375w Modulen (Bisol) ganze CHF 144/Modul. Daher mache ich mir auch nicht so Sorgen um die Marge von MB;-)

  • Der langfristige Mega-Trend hin zu erneuerbaren Energien wird Meyer Burger nachhaltig in die Karten spielen. Als grosses Risiko sehe ich den Preis- und Innovationsdruck von Seiten Chinas und den USA. Es ist jedoch gut möglich, dass Strom und auch Solar als systemkritische Technologien besonders geschützt werden. Meyer Burger könnte dann von freundlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz und vielleicht in Europa profitieren.

  • Preisdruck seitens USA? Die versuchen gerade jedes Watt im eigenen Land zu produzieren und letztendlich auch zu konsumieren. Was China betrifft, vernehme ich so aus der Branche, dass sie die Lieferungen nach Europa massiv beschneiden. Ein Installateur klagt z.B., dass Jinko nun Wartefristen von Dezember bis März habe.


    Und jetzt haben wir Europa, die den Zubau fördern, anstatt die Problematik an der Wurzel anzupacken. Die Nachfrage ist nicht das Problem sondern das Fehlen des Produkts selbst.


    Das verwöhnte Europa mit dem vielen Geld denkt sich tatsächlich, dass man auch in den nächsten 10 Jahren einfach alles aus dem Ausland beschaffen kann, was man nur möchte. Wir werden aber früher als gewollt feststellen müssen, dass die neue Unabhängigkeit an der eigenen Selbstständigkeit dingfest gemacht werden muss.

  • Ich bin da letzte Woche über einen interessanten Tweet gestolpert.


    David Galeuchet on Twitter
    “Werksbesuch bei @meyerburger in der Zell- und Modulproduktion mit den Kunden von #Solarmarkt. Eindrücklich, was das Team schon erreicht hat. Die zweite…
    twitter.com


    Wenn das wirklich stimmt, dass diese Woche die Zweite Linie in Produktion geht, müssten die Gesteckten Ziele für das Jahr 2022 von 0.32–0.37 GW Modulproduktion ja locker erreicht werden.

  • Meyer Burger hat die letzten 10 Jahre den Turn around auf 1 bis 2 Jahren versprochen, Versprechungen ohne Ende. Selbst wenn ich einst 60 Rappen für MBT zahlen muss ist mir das recht egal , aber zuerst müssten ja einmal einigermassen gute News in Zahlen kommen, nicht im Outlook !!! sondern in der Realität

  • Das stimmt nicht so, bei Börsengang war Mbtn glaube um die 80.- Stutz und ging bis 150 .- . Durch Kapitalerhöhungen ( grössere Zahl Aktien) ging es immer weiter nach unten.

    Du hast recht, das habe ich übersehen, als sie mit 3S fusioniert haben, haben sie einen 1:10 Split gemacht. Ich war bei 3S investiert und bin so zu Meyer Burger gekommen.
    Deshalb kenne ich die hohen Kurse von vor der Fusion nicht.

  • Preisdruck seitens USA? Die versuchen gerade jedes Watt im eigenen Land zu produzieren und letztendlich auch zu konsumieren. Was China betrifft, vernehme ich so aus der Branche, dass sie die Lieferungen nach Europa massiv beschneiden. Ein Installateur klagt z.B., dass Jinko nun Wartefristen von Dezember bis März habe.


    Und jetzt haben wir Europa, die den Zubau fördern, anstatt die Problematik an der Wurzel anzupacken. Die Nachfrage ist nicht das Problem sondern das Fehlen des Produkts selbst.


    Das verwöhnte Europa mit dem vielen Geld denkt sich tatsächlich, dass man auch in den nächsten 10 Jahren einfach alles aus dem Ausland beschaffen kann, was man nur möchte. Wir werden aber früher als gewollt feststellen müssen, dass die neue Unabhängigkeit an der eigenen Selbstständigkeit dingfest gemacht werden muss.

    China und die USA haben das Potenzial Meyer Burger in Sachen Innovation und schierer Grösse abzuhängen. Deshalb kann der Preisdruck aus beiden Ländern kommen. Dass aber ein generelles Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besteht, halte ich für eine sinnvolle Ergänzung. Bevor Preise sinken können, muss das Angebot steigen und die Nachfrage sinken. In den nächsten Jahren dürfte das unwahrscheinlich sein. Somit stimme ich zu, dass der Preisdruck länger ausbleiben wird.


    Die Hauptaussage meiner Investmentthese bleibt intakt. Wir sehen hier einen Markt mit einem massiven Nachfrageüberhang. In diesem Umfeld dürfte Meyer Burger bestens positioniert sein, um davon zu profitieren.