• Novartis stärkt RNA-Plattform mit Übernahme von DTx Pharma

    Der Pharmakonzern Novartis kauft sich weiteres Knowhow im Bereich der RNA-Forschung ein. Wie der Konzern am Montag mitteilte, wird er das US-Biotechunternehmen DTx Pharma übernehmen. Dafür zahlen die Basler 500 Millionen US-Dollar vorab. Zudem seien weitere Meilensteinzahlungen vereinbart worden.


    17.07.2023 14:20


    Das US-Biotechnologieunternehmen konzentriert sich laut Communiqué auf die Entwicklung von siRNA-Therapien für neurowissenschaftliche Indikationen. Dabei ist DTx-1252 das führende Programm von DTx. Es zielt auf die eigentliche Ursache der erblich bedingten Nervenerkrankung Charcot-Marie-Tooth-Krankheit (CMT) ab. DTx-1252 hat demnach erst kürzlich von der US-Gesundheitsbehörde FDA den Status Orphan Drug erhalten.


    Neben DTx-1252 erhält Novartis im Rahmen der Vereinbarung auch Zugang zu zwei weiteren präklinischen Programmen für andere neurowissenschaftliche Indikationen.

    hr/tv

    (AWP)

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  • Ausblick Novartis: Q2-Umsatz von 13,2 Milliarden US-Dollar erwartet

    Das Pharmaunternehmen Novartis veröffentlicht am Dienstag, 18. Juli, die Ergebnisse für das zweiten Quartal 2023. Insgesamt haben acht Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

    17.07.2023 13:00

    Code
    Q2 2023E
    (in Mio USD)          AWP-Konsens    Q2 2022A   
    Umsatz Gruppe           13'198        12'781        - Innovative Med.       10'838        10'461        - Sandoz                  2377          2320        EBIT (core)               4442          4270        Nettogewinn (core)        3560          3431        
    (in USD)
    EPS (core)                1,71          1,56       

    FOKUS: Analysten bleiben bei Novartis nach wie vor etwas hin- und hergerissen. So geht die Mehrzahl davon aus, dass der Pharmakonzern mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Prognose für das Gesamtjahr abermals erhöhen wird. Im April hatte Novartis bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal den Markt mit einer frühzeitigen Erhöhung der Jahresprognose angenehm überrascht. Für das angelaufene zweite Quartal gehen Finanzexperten im Schnitt davon aus, dass Umsatz und operativer Gewinn (Core) im einstelligen Prozentbereich gewachsen sind. Beim Umsatz erarten sie 13,2 Milliarden beim operativen Gewinne 4,4 Milliarden US-Dollar.


    Nicht ganz einig sind sich die Experten allerdings, ob dies auf Gruppenebene oder nur für die Pharmasparte Innovative Medicines passieren wird. Auch gehen die Meinungen auseinander, ob beides, Umsatz- und Gewinnerwartung erhöht wird oder nur für eine der beiden Kennzahlen.

    Gleichzeitig bleibe der Blick nach vorne etwas unklar, heisst es etwa bei Morgan Stanley. Denn während etwa für das Schuppenflechtemittel Cosentyx wegen Anpassungen für Erlösminderungen auch im zweiten Quartal sinkende Umsätze gesehen haben dürfte, dürfte die Krebstherapie Pluvicto erst im weiteren Geschäftsverlauf von den ausgeweiteten Kapazitäten profitieren.


    Fragen dürfte es auch zum Herzmittel Entresto geben. Erst vor wenigen Tagen hat Novartis in den USA einen Patenstreit für den Blockbuster verloren.


    Offen ist derweil, ob Novartis weitere Angaben zur geplanten Abspaltung von Sandoz geben wird.

    Darüber hinaus dürften sich Währungseinflüsse tendenziell negativ bei Novartis bemerkbar gemacht haben. Der Konzern rapportiert in US-Dollar. Zuletzt ist der Greenback gegenüber dem Franken und anderen Währungen wieder stärker unter Druck geraten.


    ZIELE: Das Novartis-Management erwartet auf Konzernebene und inklusive Sandoz bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Kernergebnis soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen.


    Für den Kernbereich Innovative Medicines rechnet die Führung ebenfalls mit einer Umsatzzunahme im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Kernergebnis soll im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen.


    Und auch für die vor der Abspaltung stehende Generika-Tochter Sandoz hatte die Konzernleitung die Erwartungen angehoben. So soll das Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Für das operative Kernergebnis wird dagegen weiterhin mit einem Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gerechnet.


    PRO MEMORIA: Die wohl mit Abstand wichtigste Meldung war der zuletzt verlorene Patentstreit in den USA für das Hermittel Entresto. Das US-Bezirksgericht für den District of Delaware hat das Kombinationspatent für Entresto für ungültig erklärt. Generika könnten in der Folge früher auf den Markt kommen.


    Darüber hinaus hat Novartis das Portfolio stärker noch an der neuen Strategie ausgerichtet, sich auf einige wenige Behandlunsgfelder zu fokussieren. Zu diesem Zweck etwa hat der Konzern das Augenmittel Xiidra an den US-Konzern Bausch verkauft. Dagegen soll die Übernahme von Chinook Therapeutics die Nieren-Pipeline stärken.


    Ansonsten gab es seit Ende April vor allem von Sandoz verschiedene Nachrichten. An verschiedenen Investoren-Anlässen warb die Tochter um interessierte Anleger. Dabei stellte die Gruppe wachsende Gewinnzahlen und höhere Dividenden in Aussicht.


    In den letzten Wochen lieferte Novartis zwar auch immer wieder Udates zu verschiedenen Pipeline-Projekten, die grossen Würfe waren allerdings nicht dabei.


    AKTIENKURS: Mit einem Plus von 1 Prozent seit Jahresbeginn rangieren die Novartis-Titel unter den schwächsten Blue Chips. Im Vergleich zum Konkurrenten Roche (-7,9%) haben sie sich aber klar besser geschlagen. In der gleichen Zeit hat sich der SMI kaum verändert.

    Homepage: www.novartis.com

    jl/hr/rw

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  • Novartis wächst weiter und erhöht Konzernausblick abermals

    Novartis ist im zweiten Quartal weiter ewachsen. Wie schon nach 3 Monaten wird deshalb der Ausblick für das gesamte Jahr angehoben.


    18.07.2023 07:10


    Der Nettoumsatz stieg zwischen April und Juni um 7 Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Anstieg um 9 Prozent, wie Novartis am Dienstag mitteilte.


    Dabei legten die Umsätze in der gewichtigeren Pharmasparte Innovative Medicines auf 11,2 Milliarden Franken (+7%) zu. Die Generika-Sparte, die Novartis zu Beginn des vierten Quartals abspalten will, setzte im zweiten Quartal 2,4 Milliarden (+5%) um.


    Der operative Betriebsgewinn stieg um 31 Prozent auf 2,9 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich blieb ein um 37 Prozent höherer Konzerngewinn von 2,3 Milliarden übrig. Novartis begründet dies unter anderem mit geringeren Restrukturierungskosten.


    Der für Anleger und Analysten im Zentrum stehende und um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn verbesserte sich im zweiten Quartal um 9 Prozent.


    Insgesamt fiel der Quartalsabschluss über dem AWP-Konsens der Analysten-Schätzungen aus.

    Für das Gesamtjahr erhöht das Novartis-Management die bisherigen Zielsetzungen für den Gesamtkonzern abermals. So peilt Novartis beim Umsatz ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. Zuvor lautete die Prognose ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Kernergebnis soll im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen (zuvor: Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich).

    hr/gab

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  • Novartis will Sandoz Anfang des vierten Quartals an die Börse bringen

    Das Novartis-Management treibt die Abtrennung der Generika-Tochter Sandoz voran. So hat sich der Verwaltungsrat von Novartis einstimmig für den vorgeschlagenen 100-prozentigen Spin-off ausgesprochen. Im nächsten Schritt sind nun die Aktionärinnen und Aktionäre an der Reihe. Sie sollen am 15. September im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung über die Trennung und die damit verbundene Herabsetzung des Aktienkapitals der Novartis AG befinden.


    18.07.2023 07:25


    Läuft alles wie geplant, werden die Sandoz-Aktien dann zu Beginn des vierten Quartals 2023 an der SIX Swiss Exchange kotiert.


    Die Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung wie auch eine Aktionärsbroschüre und der Kotierungsprospekt für Sandoz sollen im August verschickt werden.

    gab/hr

    (AWP)

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  • Novartis-Tochter Sandoz baut Entwicklungszentrum für Biosimilars in Slowenien

    Sandoz will in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ein neues Entwicklungszentrum für Biosimilars errichten. Bis ins Jahr 2026 sind dafür Investitionen von rund 90 Millionen US-Dollar geplant, wie die Novartis-Tochter am Donnerstag mitteilte. Damit soll das künftige Wachstum der Biosimilar-Pipeline unterstützt werden.


    20.07.2023 07:39


    Am neuen Standort sollen rund 200 Vollzeitstellen geschaffen werden. Dies ergänze die kürzlich bekannt gegebenen Pläne, mindestens 400 Millionen US-Dollar in eine neue Produktionsanlage für Biopharmazeutika im slowenischen Lendava zu investieren, heisst es. Ausserdem sollen die bestehenden Kapazitäten für Biosimilars im deutschen Holzkirchen erweitert werden.


    Vor kurzem hatte der Mutterkonzern Novartis bekannt gegeben, dass er seine Generika-Tochter Sandoz zu Beginn des vierten Quartals 2023 an die Börse bringen will. Die Aktionärinnen und Aktionäre werden am 15. September im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung über dieses Vorhaben befinden können.

    an/uh

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