• Die Citigroup glaubt an einen Rückgang der US-Aktienmärkte zwischen 3 und 5% am Tag nach der US-Wahlen für den Fall eines Sieges von Donald Trump. Barclays nimmt einen Rückgang von 11 bis 13% an. Sollte Clinton gewinnen, sollten die Märkte laut Barclays um 2 bis 3% steigen. Ich rechne jedoch auch bei einem Sieg Clintons, dass die Märkte stark fallen werden.

    MfG
    Schnitthelm Wachtvogel

  • Das FBI hat entschieden: HC wird Präsidentin. Die Börse hat es bestätigt.



    Das Establishment kann mit der HC (Hilary oder Hure?) Clinton leben, die Börse auch, die Wirtschaft auch. Sie ist schliesslich wie (fast) alle Präsidenten vor ihr und nach ihr nur eine Marionette.


    Die Wirtschaft, der Kapitalismus, der Lobbyismus lenken die USA, der Präsident dient lediglich als Mäntelchen, um den Schein der Demokratie zu wahren. Also fast so wie bei uns!


    Was heisst das für uns Aktionäre: bessere Zeiten werden kommen, denn der Einfluss, das Störfeuer aus der (Drecks-)Politik wird schwinden, und damit die Kurse steigen.

  • So kann sich die Börse irren! Hätte ich nicht gedacht. Die spinnen, die Amerikaner!

  • Trump holt Insider und Provokateur ins Weisse Haus Trotz seiner massiven Wahlkampf-Kritik am «Washingtoner Sumpf» setzt der künftige US-Präsident Donald Trump bei seiner ersten wichtigen Personalentscheidung auf einen Insider. Den enorm einflussreichen Posten des Stabschefs im Weissen Haus vergibt der Republikaner an den Parteivorsitzenden Reince Priebus. Zugleich berief Trump am Sonntag den radikalen Provokateur Steve Bannon, der ebenfalls als Anwärter auf das Amt des Stabschefs gegolten hatte, zu seinem Chefstrategen. Damit versucht er offensichtlich, eine Brücke zum Partei-Establishment sowie dem Kongress zu schlagen - und es zugleich seiner erzkonservativen Basis recht zu machen. Gemischte Signale sendete Trump auch in anderen Punkten: So kündigte er in einem am Sonntag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders CBS an, rasch zwei bis drei Millionen illegal eingereiste Ausländer - "Kriminelle, Drogendealer und Bandenmitglieder" - ausweisen oder einsperren zu lassen. Offen liess Trump, wie er mit den übrigen Einwanderern ohne gültige Papiere - "wunderbare Leute", wie er sie in dem Interview nannte - verfahren werde. Er wolle darüber entscheiden, wenn die Grenzen gesichert seien, sagte Trump. Im Wahlkampf hatte der Populist Massendeportationen angekündigt. In den USA leben schätzungsweise elf Millionen illegal eingewanderte Menschen. Weiter bekräftigte Trump zwar, er werde an seinem umstrittenen Plan eines Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko festhalten - aber mit Abstrichen. In einigen Gebieten könnte es auch "etwas Einzäunung" geben, sagte der 70-jährige Milliardär, der am 20. Januar vereidigt wird. Bereits zuvor hatte Trump in einem Interview des "Wall Street Journal" erklärt, dass er die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama nicht komplett abschaffen, sondern einige Teile davon in ein neues Konzept überführen werde. Abmilderungen der extrem aggressiven Positionen Das alles sind Abmilderungen der extrem aggressiven Positionen und Töne, mit denen Trump im Wahlkampf für Schlagzeilen gesorgt hatte. So äusserte er sich in dem CBS-Interview auch überaus freundlich über seine unterlegene Kandidatin Hillary Clinton. Er nannte sie "sehr stark und klug" - und ihren Anruf, in dem sie ihm in der Wahlnacht zum Sieg gratuliert hatte, "reizend". Auch ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, sei in einem Telefonat am Donnerstag nach der Wahl wirklich "sehr, sehr nett" gewesen. Die Tausenden Menschen, die seit seinem Sieg in vielen US-Städten gegen ihn demonstriert haben und ihre Proteste auch am Sonntag fortsetzten, rief er auf, "keine Angst zu haben". Er werde das Land zusammenführen. Insbesondere Trumps erste Personalentscheidungen werfen indes die Frage auf, ob und wie lange sein offensichtlicher Versuch eines Spagats zwischen dem republikanischen Establishment und der Basis gutgehen kann. Analysten im US-Fernsehen sprachen am Sonntag von einer Fülle an potenziellem Konfliktpotenzial, das sich früher oder später entladen könnte, wenn Trump Wahlkampfversprechen nicht einhält. Bannon, ehemals Chef der radikalkonservativen Website "Breitbart News", hetzt seit Jahren gegen das Establishment der Republikaner. Priebus kennt den Politikbetrieb dagegen aus dem Effeff. Er war einer der ersten führenden Republikaner, die ihren Frieden mit dem in der Partei umstrittenen Präsidentschaftskandidaten Trump schlossen. EU muss sich mehr um Sicherheit kümmern Der 44-jährige Priebus wird als Stabschef zum zweitwichtigsten Mann im Weissen Haus, wenn Trump am 20. Januar das Präsidentenamt übernimmt. In seiner Position leitet er den Mitarbeiterstab des Präsidenten und entscheidet, wer Zugang zu diesem bekommt. Trump selbst nannte Priebus und Bannon in einer Erklärung "höchst qualifizierte Führungspersonen (...). Jetzt werde ich beide bei mir im Weissen Haus haben, wenn wir daran arbeiten, Amerika wieder grossartig zu machen." Angesichts des Machtwechsels in den USA wächst bei den Europäern die Überzeugung, sich stärker als bisher um die eigene Verteidigung und Sicherheit kümmern zu müssen. Das verlautete nach einem Treffen der EU-Aussenminister in Brüssel aus Delegationskreisen. Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini rief die Europäer zu demonstrativer Einheit bei wichtigen Themen auf, etwa beim Klimaschutz und der Umsetzung des Atomabkommens mit dem Iran. Beide Vorhaben hatte Trump vor der Wahl vergangene Woche in Frage gestellt. (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Wartet mal ab, ob der Don überhaupt antritt oder ob er einfach mal schauen wollte, wie weit man gehen kann. Vielleicht geht er ja wirklich auch noch etwas weiter und lässt sich vereidigen. Aber ich meine, es wird ihm bald zuviel. Weil, das Amt gibt etwas Arbeit und manchmal nervt es auch. Eigentlich sahen alle US Präsidenten nach acht Jahren 8 Jahre älter aus.


    Who knows.... *blum3* *smile* *dirol*

    Emil

  • «Halten Sie doch die Klappe, Mann»: Trump und Biden liefern sich ersten (chaotischen) TV-Schlagabtausch


    US-Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden haben sich in ihrer ersten TV-Debatte mit persönlichen Angriffen überzogen und chaotische Wortgefechte geliefert.


    Aktualisiert um 07:00


    "Beschimpfungen, unwidersprochene Lügen, ein überforderter Moderator", fasste "Der Spiegel" das erste TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden zusammen. Es sei weit hinter den ohnehin nicht hohen Erwartungen zurückgeblieben.


    Vor allem Trump fiel Biden am Dienstag (Ortszeit) in Cleveland (Ohio) immer wieder ins Wort und liess ihn seine Sätze nicht beenden. Wiederholt sprachen beide Männer gleichzeitig.


    Biden bezeichnete Trump zwischenzeitlich als "Rassisten", "Putins Welpen" und "den schlechtesten Präsidenten, den Amerika je hatte". Trump weigerte sich auch vor einem riesigen TV-Publikum zu versprechen, sich nicht vor dem offiziellen Wahlergebnis zum Sieger zu erklären. Biden tat das.


    Das Konzept der TV-Debatte war eigentlich, jeweils 15 Minuten lang sechs Themenblöcke zu diskutieren. Der Moderator stellt eine Frage, die Kandidaten haben jeweils zwei Minuten für ihr Statement, danach folgt eine offene Diskussion. Diese Struktur fiel schnell auseinander.


    Trump liess Biden oft nicht ausreden, der ehemalige Vizepräsident reagierte häufig mit einem ironischen Lächeln und wehrte sich gelegentlich mit leicht resigniertem Ton. "Würden Sie mal die Klappe halten, Mann", fragte er an einer Stelle. Und: "Es ist schwer, mit diesem Clown auf den Punkt zu kommen." Auch der erfahrene TV-Journalist Chris Wallace als Moderator der Debatte hatte zum Teil grosse Probleme, Trump zur Ordnung zu rufen.


    Verärgerte Zuschauer


    Bei den Zuschauern kam das Spektakel nicht gut an. Befragt nach ihrem überwiegenden Gefühl beim Anschauen der Debatte antworteten in einer CBS-Blitzumfrage mehr als zwei Drittel (69 Prozent), die Diskussion habe sie vor allem verärgert.


    Als erste Frage wählte Wallace die aktuell laufende Neubesetzung des Posten der verstobenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten Gericht der USA aus. Daraus wurde schnell eine Debatte über das Gesundheitswesen in der USA, weil Biden argumentierte, dass mit der von Trump vorgeschlagenen Richterin Amy Coney Barrett die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama zu Grabe getragen würde. Biden will, dass erst der Sieger der Wahl die Ginsburg-Nachfolge regelt. Trump konterte, er sei immer noch Präsident: "Wir haben die Wahl gewonnen, und wir haben das Recht, das zu machen."


    Auch eine zentrale Frage für die USA - der Umgang mit der Corona-Krise - sorgte für Streit. "Er will einen Shutdown dieses Landes, und ich will es offen halten", sagte Trump. Biden konterte, Trump habe sich "völlig unverantwortlich" verhalten und so Tausende von Menschenleben gefährdet. Grenzschliessungen, Ventilatoren, Impfbereitschaft, Abstand halten, Masken - die Fernsehdebatte sprang von einem zum anderen Streitthema der Corona-Krise.


    Biden betonte, dass er als Präsident zum Tragen von Masken ermutigen würde, weil das viele Menschenleben retten könne. Trump warf ein, dass einige den Nutzen von Masken bestreiten. "Keine ernsthafte Person hat das Gegenteil gesagt", konterte Biden. Die Corona-Pandemie hat in den USA bislang mehr als 200 000 Menschen das Leben gekostet.


    "Er ist Putins Welpe"


    Mit dem Vorwurf, dass Trump Kremlchef Wladimir Putin nicht die Stirn biete, preschte Biden im Zusammenhang mit Berichten über angebliche Kopfgelder Russlands auf US-Soldaten in Afghanistan. "Er ist Putins Welpe", sagte Biden. Bestätigt wurden die Berichte bisher nicht.


    Trump weigerte sich, sich ausdrücklich von weissen rassistischen Gruppen wie die "Proud Boys" zu verurteilen. "Wen soll ich verurteilen?", fragte er Moderator Wallace. "Proud Boys - haltet euch zurück und haltet Euch bereit", sagte Trump danach ("stand down and stand by"). Der Satz sorgte unter US-Kommentatoren für Stirnrunzeln. Trumps Sohn Donald Trump Jr. sagte nach der Debatte im TV-Sender CBS, dass sein Vater sich wohl versprochen habe.


    Biden nutzte den Wirtschaftsteil der Debatte, um sich direkt an die Wähler zu wenden. In der Corona-Krise sei es Millionären und Milliardären wie Trump gut ergangen, "aber Ihr Leute zuhause, wie geht es Euch?", sagte Biden in die Kamera. Es ist ein klassischer Zug in TV-Debatten in Amerika, seit der damalige Kandidat 1979 die Zuschauer aufrief, darüber nachzudenken, ob es ihnen besser gehe als vor vier Jahren. Trump wiederholte unterdessen, dass er die beste Wirtschaft in der Geschichte des Landes aufgebaut habe.


    Ein eher überraschender Moment kam als Trump in der Debatte den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel einräumte - zumindest teilweise. Auf die Frage, ob er glaube, dass Umweltverschmutzung und Treibhausgase zur Erderwärmung beitrügen, sagte der Präsident: "Viele Dinge tun das, aber in einem gewissen Ausmass: ja." Trump sagte, die Waldbrände an der US-Westküste hätten ihre Ursache auch darin, dass dort anders als in Europa keine ausreichende Forstwirtschaft betrieben werde.


    (Reuters/cash)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Trump

    Da muss ich doch mal wieder was sagen. Es ist einfach unglaublich, was dieser Kerl fertigbringt:



    Trump positiv auf Coronavirus getestet


    US-Präsident Donald Trump ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte er selbst am Donnerstagabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Auch bei seiner Ehefrau Melania wurde das neuartige Virus festgestellt. "Wir werden unseren Quarantäne- und Genesungsprozess unverzüglich beginnen. Wir kommen zusammen da durch!" twitterte Trump. Dass er und seine Frau sich in Isolation begeben würden, hatte der US-Präsident bereits kurz zuvor bekanntgegeben, ohne dass die Resultate ihrer Tests zu diesem Zeitpunkt schon vorgelegen hatten. Er begründete dies damit, dass seine enge Mitarbeiterin Hope Hicks positiv auf das Virus getestet worden war. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

  • Stabschef: Trump könnte noch am Montag ins Weisse Haus zurückkehren


    Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach Angaben von dessen Stabschef Mark Meadows weiter verbessert. "Wir sind weiterhin optimistisch, dass er im Laufe des Tages ins Weisse Haus zurückkehren kann", erklärte Meadows am Montag gegenüber dem Sender Fox News. "Er hat sich über Nacht weiter gebessert und ist bereit, zu einem normalen Arbeitsplan zurückzukehren." Am Morgen (Ortszeit) stünden Besprechungen mit den Ärzten an, um weitere Beurteilungen vorzunehmen.


    05.10.2020 14:29


    Trump war am Freitagabend in das Walter-Reed-Militärkrankenhaus nördlich von Washington gebracht worden, nachdem die Sauerstoffsättigung seines Blutes abgefallen war. Ein Arzt hatte am Sonntag die Möglichkeit aufgeworfen, dass Trump am Montag ins Weisse Haus zurückkehren und dort weiter behandelt werden könnte, wenn sich sein Zustand weiter verbessert./lkl/DP/mis


    (AWP)

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  • Joe Biden will keine Debatte, wenn Trump immer noch Covid hat


    Die für kommende Woche geplante TV-Debatte mit US-Präsident Donald Trump sollte aus Sicht seines Herausforderers Joe Biden abgesagt werden, wenn Trump seine Covid-19-Erkrankung bis dahin nicht überwunden hat. Die zweite Debatte der Kontrahenten ist für den 15. Oktober angesetzt. "Ich denke, wenn er immer noch Covid hat, sollten wir keine Debatte haben", sagte Biden am Dienstag nach einem Wahlkampfauftritt.


    07.10.2020 06:34


    Man werde auf jeden Fall "sehr strikten Richtlinien" folgen müssen, betonte der demokratische Präsidentschaftskandidat in Hagerstown im Bundesstaat Maryland. "Zu viele Leute wurden infiziert." Man müsse darauf hören, was Ärzte sagen. Er stelle sich weiterhin auf eine Debatte ein, "aber ich hoffe einfach, dass alle Vorschriften eingehalten werden".


    Trump hatte am vergangenen Freitag seine Covid-19-Diagnose bekanntgegeben. Er und Biden hatten zuvor am Dienstag auf einer Bühne gestanden bei der ersten von drei geplanten TV-Debatten. Es ist unklar, ob Trump zu diesem Zeitpunkte bereits ansteckend gewesen sein könnte: Das Weisse Haus und sein Leibarzt Sean Conley verweigern seit Tagen Angaben dazu, wann der Präsident zuletzt einen negativen Coronavirus-Test hatte./so/DP/zb


    (AWP)

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  • US-Wahl: Harris greift in Debatte der Vize-Kandidaten beim Coronavirus an


    In der einzigen TV-Debatte der Vize-Kandidaten vor der US-Präsidentenwahl hat Kandidatin Kamala Harris das Coronavirus zu einem zentralen Thema gemacht.


    08.10.2020 06:33


    "Das amerikanische Volk ist Zeuge des grössten Versagens einer Regierung in der Geschichte unseres Landes geworden", sagte Harris am Mittwoch in Salt Lake City auf einer Bühne mit Vizepräsident Mike Pence. "Das amerikanische Volk hat Opfer bringen müssen wegen der Inkompetenz dieser Regierung." Pence konterte mit dem oft auch von Donald Trump vorgebrachten Argument, dass Massnahmen seiner Regierung hunderttausende Menschenleben gerettet hätten.


    Die Debatte verlief viel geordneter als das Duell von Trump und Herausforderer Joe Biden, das eine Woche zuvor im Chaos versunken war. Der Auslöser dafür war vor allem, dass Trump immer wieder Biden ins Wort fiel. Die Vize-Kandidaten unterbrachen einander kaum - auch weil Harris zwei Anläufe von Pence mit einem resoluten "Mr. Vizepräsident, jetzt rede ich" unterband. Dafür überzog Pence immer wieder die ihm zugeteilte Zeit. Er liess sich auch von der Moderatorin - der Journalistin Susan Page von der Zeitung "USA Today" - nicht stoppen und redete einfach weiter.


    Pence fiel auch damit auf, dass er mehrfach einfach die Fragen ignorierte und stattdessen die Botschaften platzierte, die er unterbringen wollte. So redete er bei einer Frage nach der Position zu Abtreibungen zunächst einmal darüber weiter, wie die Trump-Regierung Irans Top-General Ghassem Soleimani mit einem Raketenangriff getötet hatte.


    Biden liegt vor Trump


    Beide Kandidaten wichen der Frage aus, wie ihre Absprachen mit den jeweiligen Präsidentschaftsanwärtern für eine Machtübergabe sind. Es ist ein wichtiger Punkt: Trump ist 74 Jahre alt und an Covid-19 erkrankt, Biden ist 77. Jeder der beiden wäre bei Amtsantritt im Januar 2021 der älteste Präsident in der US-Geschichte. Moderatorin Page hakte nicht nach.


    Genauso wenig beantwortete Harris die von Pence gestellte Frage, ob Biden und die Demokraten im Falle ihres Wahlsiegs und der Rückeroberung der Mehrheit im Senat das Oberste Gericht vergrössern würden. Die Republikaner versuchen gerade, die Juristin Amy Coney Barrett in das höchste US-Gericht zu bringen. Sie würde eine konservative Mehrheit im Gericht zementieren. Pence ging nicht darauf ein, ob Trump und er eine Wahlniederlage akzeptieren würden. "Ich denke, wir werden diese Wahl gewinnen", sagte der Vizepräsident. Trump liegt in landesweiten Umfragen deutlich hinter Biden zurück.


    Harris betonte, dass Biden als Präsident die Steuerreform von Trump rückgängig machen würde. Pence erklärte daraufhin, dass dies Steuererhöhungen für die Wähler bedeuten würde. Harris versicherte: "Joe Biden wird für niemanden die Steuern erhöhen, der weniger als 400 000 Dollar im Jahr verdient." Harris sagte auch, dass eine Biden-Regierung "mit Stolz" wieder dem Pariser Klimaschutz-Abkommen beitreten würde.


    Pence wich unterdessen der direkten Frage aus, ob er den Klimawandel für eine existenzielle Bedrohung halte. "Das Klima ändert sich, wir werden der Wissenschaft folgen", sagte er. Harris bezeichnete den Klimawandel als "eine existenzielle Bedrohung für uns als Menschen".


    Pence griff mehrfach die politische Vergangenheit von Joe Biden als Vizepräsident von Barack Obama und US-Senator an. Unter anderem hielt er ihm vor, dass Jobs an China verlorengegangen seien und dass die Gesundheitsreform von Obama versagt habe.


    Harris (55) und Pence (61) bestritten ihr rund 90-minütiges Duell auf etwa 3,7 Metern Distanz zueinander und zusätzlich getrennt von Plexiglasscheiben. Für die wenigen Zuschauer der Debatte vor Ort galt eine Maskenpflicht.


    (AWP)

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  • Europäer wünschen sich laut Umfrage Niederlage von Trump


    Bei der Präsidentschaftswahl am 3. November in den USA wünscht sich eine grosse Mehrheit in Deutschland und sechs anderen europäischen Ländern eine Niederlage von Amtsinhaber Donald Trump.


    08.10.2020 06:31


    Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach hoffen in Deutschland 71 Prozent auf einen Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden. Nur elf Prozent der Bundesbürger wünschen sich, dass der Republikaner Trump vier weitere Jahre im Amt bleibt.


    In Dänemark sind der Umfrage zufolge sogar 80 Prozent für Biden und nur sechs Prozent für Trump. Am besten schneidet der amtierende US-Präsident in Italien ab, wo ihn 20 Prozent wiedergewählt sehen wollen. Gefragt wurde auch in Grossbritannien, Frankreich, Spanien und Schweden.


    Die meisten von insgesamt mehr als 9000 Befragten sind der Ansicht, dass Trumps bisherige Amtszeit negative Auswirkungen auf ihr Land hatte. Deutsche und Spanier sagen dies mit jeweils 69 Prozent am häufigsten, Italiener am seltensten (50 Prozent). Nur wenige sind der Meinung, dass Trump ein guter Präsident ist: 5 bis 15 Prozent, je nach Land. Eine grosse Mehrheit hält ihn für einen schlechten Präsidenten - in Deutschland 76 Prozent.


    (AWP)

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  • Trump lehnt virtuelles TV-Duell gegen Biden ab


    (Ausführliche Fassung) - US-Präsident Donald Trump will wegen einer Änderung des Formats am zweiten TV-Duell gegen seinen Herausforderer Joe Biden nicht teilnehmen. Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei "inakzeptabel", sagte Trump am Donnerstag im Fernsehsender Fox Business. "Ich werde meine Zeit nicht mit einer virtuellen Debatte verschwenden." Eigentlich soll das Duell am Donnerstagabend kommende Woche (Freitag MESZ) über die Bühne gehen.


    08.10.2020 14:32


    Unmittelbar zuvor hatte die zuständige unabhängige Kommission CPD angekündigt, die Debatte werde aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht als persönliches Gegenüber stattfinden. Die beiden Kandidaten sollten demnach an unterschiedlichen Orten auftreten und online zusammengeschaltet werden. Moderator und Gäste hingegen sollten wie geplant in Miami im Bundesstaat Florida zusammenkommen.


    Das Duell war zuletzt zunehmend umstritten, weil Trump sich noch von einer Covid-19-Erkrankung erholt und bei dem Termin noch ansteckend sein könnte. Der Republikaner hatte das zurückgewiesen und erklärt, er freue sich auf das Duell. Der Demokrat Biden hingegen hatte angekündigt, dass Duell solle nicht stattfinden, falls Trump noch erkrankt beziehungsweise infektiös sei. Das dritte und letzte TV-Duell vor der Wahl am 3. November ist für den 22. Oktober geplant.


    Trump war infolge einer Coronavirus-Infektion an Covid-19 erkrankt und wurde drei Tage in einem Militärkrankenhaus behandelt. Er kehrte am Montag ins Weisse Haus zurück. In dem Interview am Donnerstag sagte er, er fühle sich wieder "perfekt" und könne es kaum erwarten, wieder voll in den Wahlkampf einzusteigen. Er gehe davon aus, nicht mehr ansteckend zu sein./jbz/DP/stw


    (AWP)

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  • Ein «Blue-nami» in den USA verliert für Anleger seinen Schrecken


    Wegen ihrer wirtschaftsfreundlicheren Haltung sind üblicherweise die US-Republikaner Anlegers Liebling. Viele Investoren setzen ihre Hoffnungen inzwischen aber auf einen Erdrutschsieg der Demokraten.


    14.10.2020 19:32


    Die Anleger setzen auf einen Erdrutschsieg, bei dem Joe Biden US-Präsident Donald Trump aus dem Weissen Haus verdrängt und seine Partei zusätzlich beide Kammern des Kongresses erobert. In Anspielung auf die Parteifarbe der Demokraten sprechen Börsianer hier von einem "Blue-nami", einem "Blauen Tsunami".


    Fiskalpaket in Höhe von fünf Billionen US-Dollar


    "Höhere Steuern unter Biden verlieren ihren Schrecken durch das Versprechen steigender Staatsausgaben im kommenden Jahr", sagt etwa Mark Dowding, Chef-Anleger des Vermögensverwalters BlueBay. "Sollten die Demokraten einen durchschlagenden Sieg erringen, könnten wir uns eine Biden-Regierung vorstellen, die ein Fiskalpaket in Höhe von fünf Billionen US-Dollar verabschiedet und damit die derzeitige Forderung von 2,2 Billionen US-Dollar, der die Republikaner ihre Zustimmung verweigern, in den Schatten stellt."


    Dowding taxiert die Wahrscheinlichkeit eines Erdrutsch-Sieges der Demokraten auf 60 Prozent. Sein Kollege Mark Haefele von der Vermögensverwaltung der Bank UBS sieht sie bei 50 Prozent, deutlich vor allen anderen Varianten. Einer jüngsten Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge hat Joe Biden seinen Vorsprung in wichtigen, hart umkämpften US-Bundesstaaten ausgebaut. Selbst die bisherige Konservativen-Hochburg Texas könnte an die Demokraten gehen. Gleichzeitig deutet sich bei einigen der zur Wahl stehenden Senatsposten wie in Georgia ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Derzeit haben die Republikaner dort eine Mehrheit von 53 Sitzen, wobei zwei Senatoren keiner der beiden Parteien angehören.


    Auch Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, rechnet nach einem klaren Wahlsieg der Demokraten mit einem "sehr grossen Fiskalpaket". "Das Wachstum könnte dort dann ebenso steigen wie die Anleihe-Renditen."


    Marko Behring, Chef der Vermögensverwaltung bei der Fürst Fugger Privatbank, verweist in diesem Zusammenhang auf die Bilanzen der demokratischen Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama. "Unter Clinton ist der S&P 500-Index um 210 Prozent gestiegen und unter Obama um 182 Prozent. Wirtschaftsfeindlichkeit sieht anders aus." Das Plus des S&P 500 während Trumps Amtszeit beläuft sich derzeit auf etwa 68 Prozent.


    Steuererhöhungen vs. Investitionen


    Analyst Konstantin Oldenburger vom Online-Broker CMC Markets lobt Bidens Steuerpläne als progressiv. "Höhere Steuern für Unternehmen und Besserverdiener kompensiert durch massive Konjunkturausgaben und Investitionen, die ihrerseits durch eine höhere Kaufkraft der meisten Amerikaner die Umsätze ankurbeln – so schlecht klingt die Aussicht auf einen demokratischen Präsident Joe Biden nicht." Investoren wetten dabei vor allem auf einen ökologischen Umbau der Wirtschaft. So legte der börsennotierte Solarwerte-Fonds (ETF) des Anbieters Invesco in den vergangenen vier Wochen gut 30 Prozent zu - knapp zehn Mal so stark wie der S&P 500. Die Experten der Bank of America sehen darin einen Hinweis auf die Erwartung eines "Blue-nami".


    "Wenn Biden dann noch ein Regierungsteam aufstellt, dessen Mitglieder zur politischen Mitte zählen, wird das ebenfalls als positiv gewertet werden", sagt Portfoliomanager Dickie Hodges vom Vermögensverwalter Nomura. Ausserdem setzten Investoren auf eine zumindest teilweise Entspannung bei den Handelsstreitigkeiten, schrieben seine Kollegen vom Vermögensverwalters Amundi. "Ein Präsident Biden würde wahrscheinlich wieder ein etwas freundschaftlicheres Verhältnis zur EU suchen."


    "Ein solches Szenario könnte die Bären – wie pessimistische Anleger genannt werden – ab November in den Winterschlaf schicken", prognostiziert Olivier de Berranger, Chef-Anleger des Vermögensverwalters La Financiere de l’Echiquier. "Allerdings sollte uns der überraschende Wahlausgang von 2016 stets eine Mahnung sein, dass das Fell des Bären nicht verteilt werden sollte, bevor er erlegt wurde."


    (Reuters)

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  • CNN-Umfrage sieht Biden als Sieger der Fernsehdebatte


    In der TV-Debatte vor der US-Präsidentschaftswahl hat Herausforderer Joe Biden nach dem Ergebnis einer Umfrage des Senders CNN einen besseren Eindruck gemacht als Amtsinhaber Donald Trump. Die Umfrage unter Zuschauern des direkten Aufeinandertreffens vom Donnerstag ergab, dass 53 Prozent Biden als Sieger sahen. 39 Prozent sahen Trump vorn.


    23.10.2020 06:36


    Befragt nach ihrem Eindruck, wer die Fragen von Moderatorin Kristen Welker direkt beantwortet habe, nannten 62 Prozent Biden und 31 Prozent Trump. Einen Gleichstand von 49 zu 49 Prozent ergab die Frage, wer in der Debatte die stärkere politische Führungskraft gezeigt habe.


    Basis der Erhebung war eine telefonische Befragung von 585 registrierten Wählern durch das Institut SSRS. Der Sender gab die statistische Fehlerquote der Umfrage mit 5,7 Prozent an.


    Nach der ersten Fernsehdebatte Ende September sahen in einer Umfrage des Senders CBS 48 Prozent der Zuschauer Biden vorn, 41 Prozent Trump./pz/DP/stk


    (AWP)

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  • Trump: Werde Wahl nur bei 'massivem Wahlbetrug' verlieren


    US-Präsident Donald Trump hat erneut ein Ergebnis der US-Wahl am 3. November noch in der Nacht gefordert und damit Sorgen angeheizt, er könnte sich voreilig selbst zum Sieger erklären. Der Republikaner schrieb am Montagabend (Ortszeit) in einem Tweet, es gebe in den ganzen USA "grosse Probleme und Diskrepanzen" bei der Briefwahl. "Müssen ein Endergebnis am 3. November haben." Ein Ergebnis in der Wahlnacht ist vor allem bei einem knappen Verlauf unwahrscheinlich, weil in mehreren Bundesstaaten Briefwahl-Stimmen noch Tage später ausgezählt werden. Twitter versah den Tweet wegen möglicherweise irreführender Aussagen mit einem Warnhinweis.


    27.10.2020 06:36


    Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird erwartet, dass zahlreiche US-Amerikaner per Briefwahl abstimmen. Umfragen zufolge wollen mehr Unterstützer des Demokraten Joe Biden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen als Anhänger Trumps. Der Präsident behauptet seit Monaten ohne jeden Beleg, dass Briefwahl Wahlbetrug Vorschub leistet. Seine Kritiker befürchten, er könnte sich auf Basis vorläufiger Ergebnisse noch in der Wahlnacht zum Sieger erklären. Trump hat bislang offengelassen, ob er das Wahlergebnis anerkennen wird.


    Trump wiederholte am Montag seine Überzeugung, dass er die Wahl am Dienstag kommender Woche nur verlieren könne, wenn die Demokraten sie manipulierten. "Das ist meiner Meinung nach der einzige Weg, wie wir verlieren können: massiver Wahlbetrug", sagte der Präsident in Pennsylvania. Gut eine Woche vor der Wahl warb Trump am Montag mit gleich drei Auftritten um Stimmen in dem heiss umkämpften Bundesstaat.


    In Allentown, Lititz und Martinsburg sprach der 74-Jährige am Montag insgesamt fast vier Stunden lang zu seinen Anhängern. Auch Trumps Herausforderer Biden (77) war am Montag auf Wahlkampftour in Pennsylvania, er besuchte die Stadt Chester.


    Pennsylvania ist einer der sogenannten Swing States, die weder den Republikanern noch den Demokraten klar zuzuordnen sind und die bei der Wahl am 3. November entscheidend sein dürften. In landesweiten Umfragen liegt Biden vor Trump. Das gilt auch für Pennsylvania, da fällt der Vorsprung des Demokraten aber geringer aus. Trump hatte Pennsylvania 2016 mit einem extrem knappen Vorsprung gewonnen.


    Trump spielte am Montag erneut die Gefahr durch das Coronavirus herunter. Den Medien warf er vor, die Pandemie aus politischen Gründen aufzubauschen. "Alles, worüber die Fake News sprechen, ist Covid, Covid, Covid", kritisierte der Präsident. Trump sagte auch: "Wir haben keine wirkliche Pressefreiheit." Er begründete das damit, dass die meisten US-Medien seiner Ansicht nach nicht breit genug über unbelegte Korruptionsvorwürfe gegen Bidens Familie berichten.


    Mit Blick auf das Coronavirus schrieb Trump auf Twitter, die Anzahl der Neuinfektionen steige nur so stark, weil in den USA so viel getestet werde. Er sprach von einer "Verschwörung" der "korrupten" Medien. Diese schlachteten die Pandemie gezielt bis zur Wahl aus, um ihm zu schaden. "Am 4. November wird sich das Thema völlig verändern." Trump unterstellte Biden ohne Beleg, dieser werde im Fall eines Wahlsiegs einen Impfstoff gegen das Coronavirus verzögern.


    Die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen in den USA war Ende vergangener Woche auf einen Rekordwert von mehr als 83 000 gestiegen. Der Anstieg der Infektionen verläuft deutlich schneller als jener der Tests. Die Pandemie hat fast 225 000 Menschen in den USA das Leben gekostet.


    Biden wies in Chester zurück, dass er einen Wahlkampf auf Sparflamme betreibe. Dass er seltener und vor weniger Publikum auftrete, begründete der Demokrat damit, dass er anders als Trump keine "Super-Spreader"-Veranstaltungen abhalten wolle. Es habe bislang aber keinen Wahlkampftag gegeben, an dem er nicht zwölf Stunden gearbeitet habe.


    Biden kündigte Veranstaltungen in Iowa, Wisconsin, Georgia und Florida in den kommenden Tagen an. Trump verspottet Biden regelmässig für dessen wenigen Auftritte und stellt die körperliche und geistige Befähigung seines Kontrahenten für das Präsidentenamt in Frage.


    Trump wiederholte seine Anschuldigungen, dass die Demokraten den Amerikanern ihre Waffen nehmen, die Nutzung fossiler Energien stoppen und die Religionsfreiheit einschränken wollten - nichts davon fordern die Demokraten in dieser Form. Als der Präsident über den Kampf um den Bundesstaat Texas sprach, sagte er: "Waffen, Öl und Gott. Ich bin auf dieser Seite. Er (Biden) ist auf der anderen Seite."


    Mit Blick auf den Wahlabend forderte Trump, den Demokraten eine "donnernde Niederlage" zu bescheren. "Nicht nur eine Niederlage. Es muss eine Zurückweisung sein. Eine Zurechtweisung des Sozialismus."/cy/jbz/DP/zb


    (AWP)

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  • Trump greift Biden in nächtlicher Tweet-Serie an


    Inmitten mässiger Umfragewerte wenige Tage vor der Präsidentenwahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump in einer Reihe von nächtlichen Tweets seinen Herausforderer Joe Biden attackiert. "Biden wird den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten zerstören. Lassen Sie das nicht zu!", schrieb Trump in der Nacht zum Freitag gegen 2.30 Uhr (Ortszeit). Mit der Berufung der Richterin Amy Coney Barrett Anfang der Woche konnte der Republikaner die konservative Mehrheit am Supreme Court auf sechs der neun Sitze ausbauen.


    30.10.2020 11:06


    Im Falle eines Sieges bei der Wahl am Dienstag werde Biden das einflussreiche Gericht verändern, twitterte Trump weiter. Der Supreme Court stellt mit seinen Entscheidungen zu besonders strittigen Themen wie Einwanderung, das Recht auf Abtreibung oder gleichgeschlechtliche Ehe immer wieder wichtige Weichen für die US-Gesellschaft. Diskutiert wird unter Demokraten derzeit unter anderem eine mögliche Erweiterung des Gerichts. "Die vielen neuen Richter werden radikale Linke sein!", behauptete Trump.


    Biden hatte sich in den vergangenen Wochen ausweichend zu einer möglichen, auch als "court packing" bekannten Vergrösserung des Gerichts geäussert. Zugleich will er im Falle eines Sieges aber eine Justizreform. Eine Kommission aus Demokraten, Republikanern und Experten für Verfassungsrecht soll ein halbes Jahr lang Empfehlungen ausarbeiten.


    In einem weiteren Tweet schrieb Trump, er liege "ganz weit vorn in Texas". In dem südlichen Bundesstaat, der traditionell als Hochburg der Republikaner gilt, gewann Trump 2016 mit einem Vorsprung von rund neun Prozentpunkten. In jüngsten Umfragen liefert er sich dort jedoch mit Biden ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Seinen Anhängern schrieb Trump unter Verweis auf die traditionelle Farbe seiner Partei, sie sollten auf die "Grosse Rote Welle" schauen./vtc/DP/jha


    (AWP)

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  • Die wichtigsten Fragen und Antworten zur US-Präsidentschaftswahl


    Was ist bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 besonders entscheidend? Wann steht das Resultat fest? Wie wird die Börse reagieren? Eine Übersicht einen Tag vor dem grossen Wahl-Showdown in den USA.


    01.11.2020 20:00


    Von Daniel Hügli


    Am Dienstag, den 3. November, bestimmen die Wahlberechtigten in den USA nicht nur den Präsidenten des Landes, sondern auch alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat. Der Demokrat Joe Biden tritt in der Präsidentschaftswahl gegen den amtierenden Präsidenten und Republikaner Donald Trump an. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten für den Wahltag am Dienstag:


    Wer liegt in den Umfragen vorne?


    Derzeit zeigen Umfragen einen deutlichen landesweiten Vorsprung für Joe Biden und seine Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft, Kamala Harris. Die Polit-Website FiveThirtyEight sieht Biden bei 52 Prozent der Stimmen, Trump bei 43 Prozent. Den Umfragen sollte man indes mit Skepsis begegnen. Vor vier Jahren prognostizierte kein Meinungsforschungsinstitut einen Sieg von Donald Trump. Nicht eine Umfrage, aber eine Prognose: Der US-Politikwissenschaftler Allan Lichtman prognostizierte seit 1984 mit Ausnahme von 2000 alle Gewinner der US-Wahlen richtig. Für 2020 sagt Lichtman einen Sieg Bidens voraus.

    Quote

    US election polls tracker: who is leading in swing states, Trump or Biden? https://t.co/4Dcz5BzpoX


    — Guardian news (@guardiannews) November 1, 2020

    Was ist entscheidend für die Wahl?


    Texas wählt seit jeher republikanisch, Kalifornien ebenso traditionsgemäss demokratisch. In anderen Worten: Wie so oft bei US-Präsidentschaftswahlen sind die so genannten "Swing States" oder "Battelgound States" ausschlaggebend für die Wahl. Also Bundesstaaten, bei denen nicht im Vorherein feststeht, ob der Kandidat der Republikaner oder der Demokraten siegen wird. Solche "Wackelstaaten" sind zum Beispiel Florida, Wisconsin oder Michigan. Die "Swing Staes" waren 2016 ausschlaggebend für Trumps Sieg.


    Kommt hinzu: Wegen der speziellen Umstände mit der Corona-Pandemie kommen alternativen Wahlarten 2020 vielleicht entscheidender Bedeutung zu. Viele US-Bürger nutzen diesmal die Briefwahl oder das "Early Voting" (vorzeitige Stimmabgabe in einem Wahllokal). Demokratische Wähler nutzen die Briefwahl traditionsgemäss häufiger als Anhänger der Republikaner. Daher äussert Donald Trump vorsorglich schon seit Monaten Zweifel an der Gültigkeit einer Briefwahl. Das Wahlergebnis könne damit niemals genau ermittelt werden und sei anfällig für Manipulation.


    Wann steht das Wahlresultat normalerweise fest?


    Wer als Europäer die Wahl live mitverfolgen will, sollte am 3. November früh ins Bett. Erste Bundesstaaten wie Kentucky melden ihre Resultate am 4. November bereits gegen 1 Uhr mitteleuropäische Zeit. Die ausschlaggebenden "Swing States" wie Florida berichten ab 2 oder 3 Uhr. Zwischen 3 und 4 Uhr morgens sind die ersten Hochrechnungen erwarten. Vor vier Jahren stand der Sieg von Donald Trump erst um 8:30 Uhr fest. Die Wiederwahl von Barack Obama im Jahr 2012 dagegen war kurz nach 5 Uhr besiegelt. Das amtliche Endergebnis wird erst nach ein paar Tagen bekanntgegeben.


    Wann steht das Resultat 2020 tatsächlich fest?


    Das ist die grosse Frage. Wegen der Corona-Pandemie werden viele US-Bürgerinnen und Bürger brieflich abstimmen. Daher ist wahrscheinlich, dass das Auszählen länger dauern wird. Beobachter schliessen nicht aus, dass es Tage dauern kann, bis auf dieser Ebene das Endresultat feststeht. Dazu kommen andere Unabwägbarkeiten: Donald Trump hat mehrfach damit gedroht, dass er eine Niederlage nicht akzeptieren werde (dies sagte er bereits bei seiner Wahl vor vier Jahren). Er könnte eine Abwahl also anfechten. Dasselbe könnte auch Biden bei einem knappen Wahlausgang tun. Es kann 2020 also Wochen dauern, bis der neue oder alte Präsident feststeht


    Wie reagierte die Börse vor vier Jahren auf die Wahl Donald Trumps?


    Der überraschende Sieg von Donald Trump 2016 führte nur kurzzeitig zu einer negativen Reaktion an den US-Börsen. Noch während des frühen Handels schlug das Pendel um und die Aktienmärkte schossen in die Höhe. Die darauffolgende jahrelange Rally wurde nur durch zwei Einbrüche im Jahr 2018 und den Corona-Absturz im Frühjahr 2020 deutlich unterbrochen. Die Börsen applaudierten damit der Steuer- und Deregulierungspolitik Trumps, sie profitierten aber nach wie vor von der ultralockeren Geldpolitik.[Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/default/files/public/uploads/indu.jpg]


    Kusrentwicklung des Dow Jones während der US-Präsidentschaft von Donald Trump von November 2016 bis heute (Quelle: Bloomberg)


    Wie wird die Börse 2020 kurzfristig reagieren?


    Die Unabwägbarkeiten sind zu gross, um hier verlässliche Prognosen zu erstellen. Die Märkte dürften aber weitaus volatiler reagieren als vor vier Jahren. Die Corona-bedingte Verunsicherung ist 2020 viel grösser. Das zeigt sich bereits im Vorfeld zur Wahl. 2016 verlor der Dow Jones in den vier Wochen vor der US-Wahl rund 2 Prozent. Das ist nun anders: Allein in der letzten Woche betrug das Kursminus beim US-Leitindex 6 Prozent.


    Viel stärker als nur die Wahl des US-Präsidenten beachten Investoren das "Gesamtpaket" der Wahl, das heisst mit den Resultaten für den Kongress (Repräsentantenhaus und Senat). Sollten die Demokraten die Oberhand über beide Kammern gewinnen und auch Biden als Präsidenten stellen (die so genannte "Blaue Welle"), würden die Aktienmärkte wohl negativ reagieren. Hauptargument ist hier, dass Biden die von Trump gesenkten Unternehmenssteuern wieder erhöhen will.


    Positive Kursreaktionen gäbe es bei einer Konstellation wie bisher, bei welcher der Präsident nur eine der beiden Kammern hinter sich weiss. Heute haben die Republikaner im Senat die Mehrheit, aber nicht im Repräsentantenhaus. Sollte Trump Präsident bleiben, würden die Märkte bei geteiltem Kongress wohl stärker steigen als ein Präsident Biden mit gleicher Parlamentskonstellation


    Wie wird die Börse mittel- und langfristig reagieren?


    Dass ein demokratischer Präsident schlecht ist für die Börsen, ist eine weit verbreitete Meinung. Zwar ist belegt, dass die Börsen nach einem demokratischen Sieg in den Monaten nach der Wahl schlechter abschneiden als nach einem republikanischen. Allerdings drehten die Märkte anschliessend fast immer. Es gibt sogar langfristige Berechnungen (unter anderen von der Credit Suisse), die sagen, dass Börsen unter demokratischen Präsidenten mehr zulegen als unter republikanischen.


    Wichtiger für den langfristigen Trend der US-Börsen sind derzeit andere Faktoren als die Parteizugehörigkeit des US-Präsidenten. Die US-Wirtschaft muss sich von der grössten Wirtschaftskrise seit 1933 erholen, es braucht weitere billionenschwere Corona-Konjunkturpakete. Voraussichtliche werden dies beide Parteien in den Kongresskammern billigen müssen.


    Die wahren Lenker der Börsen sitzen so oder so nicht im Weissen Haus in der US-Hauptstadt, sondern ein paar Häuserblocks weiter südwestlich: Nämlich am Sitz der Federal Reserve. Die ultralockere Geldpolitik der US-Notenbank befeuert die Börsen seit Jahren - und sie wird es auch weiter tun. Ein geldpolitischer Kurswechsel der Fed ist auch trotz der Annahme, dass Fed-Chef Jerome Powell 2022 abtreten muss, kaum wahrscheinlich.


    Welche Aktien könnten profitieren oder verlieren?


    Joe Biden will im Rahmen eines Konjunkturprogramms 2 Billionen Dollar für saubere Energie ausgeben. Solar- und Windenergiefirmen könnten dadurch Schub erhalten. Traditionelle Ölkonzerne würden demgegenüber zu den grössten Verlierern eines Wahlsiegs von Biden gehören.


    Europäischen Autoproduzenten winken bei einem Biden-Sieg Kursgewinne, weil dadurch das Risiko eines Handelskrieges zwischen den USA und Europa sänke. Da Biden wie Trump Milliardensummen in die Infrastruktur stopfen wollen, werden Bau- und Infrastrukturtitel profititieren – sofern die Vorhaben umgesetzt werden.


    Voraussagen für Pharmaaktien sind unsicher. Trump will die Preise für rezeptpflichtige Medikamente deutlich senken. Das hatte er allerdings schon vor vier Jahren gesagt, ohne viel zu unternehmen. Biden plant die staatliche Krankenversicherung auszuweiten und will ebenfalls tiefere Medikamentenpreise, allerdings nicht so deutlich wie Trump.


    Aktien aus der Finanzbranche würden bei einem Sieg Bidens wegen der angestrebten Unternehmenssteuererhöhung zunächst wahrscheinlich leiden. Dasselbe gilt für Technologieaktien. Unter speziellen Druck kämen Bankaktien, sollte der Ausgang der Wahl eine Hängepartie von Wochen werden.

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  • USA im Wahlkampfendspurt - Trump droht mit Anwälten


    Mit einem Kraftakt zum Wahlkampfende will US-Präsident Donald Trump seinen Rückstand in Umfragen wettmachen und sich die notwendigen Stimmen für eine zweite Amtszeit sichern.


    02.11.2020 06:45


    Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden plant am letzten Wahlkampftag Auftritte im wichtigen Bundesstaat Pennsylvania, einen davon mit Popstar Lady Gaga. Biden kann vor der historischen Wahl an diesem Dienstag zudem auf weitere Schützenhilfe von Ex-Präsident Barack Obama zählen. Für Unruhe sorgte ein Medienbericht, wonach sich Trump voreilig zum Wahlsieger erklären könnte.


    Trump fordert Ergebnis in Wahlnacht


    Die Nachrichtenseite "Axios" berichtete am Sonntag unter Berufung auf drei ungenannte Quellen, Trump habe mit Vertrauten Pläne besprochen, wonach er sich im Fall eines Vorsprungs in der Wahlnacht noch vor Ende der Stimmenauszählung zum Sieger erklären könnte. Trump nannte den Bericht "falsch". Er forderte aber erneut, ein Wahlergebnis müsse noch in der Nacht zu Mittwoch vorliegen. "Ich denke, dass es nicht fair ist, dass wir nach der Wahl eine lange Zeit warten müssen", sagte der 74-Jährige vor Journalisten im Bundesstaat North Carolina. "Sobald die Wahl vorbei ist, gehen wir mit unseren Anwälten rein."


    Bei einem Wahlkampfauftritt in Rome im Bundesstaat Georgia sagte Trump, vielleicht werde sein Vorsprung so gross sein, dass er noch in der Wahlnacht zum Sieger ausgerufen werden könnte. "Ich denke, dass wir besser abschneiden werden als vor vier Jahren."


    Biden sagte: "Der Präsident wird diese Wahl nicht stehlen." Trump untergräbt seit langem das Vertrauen in den Wahlprozess. Er bereitet damit nach Ansicht von Kritikern das Feld dafür, im Fall seiner Niederlage das Ergebnis anzufechten. Beide Seiten haben die diesjährige Abstimmung zur Schicksalswahl erklärt.


    Ergebnis kann sich drehen


    Wegen der Pandemie ist mit einer Rekordzahl an Briefwählern zu rechnen. Umfragen zufolge wollen mehrheitlich Bidens Anhänger von der Möglichkeit Gebrauch machen, per Briefwahl abzustimmen. In umkämpften Bundesstaaten wie Pennsylvania können Briefwahlstimmen noch Tage nach der Wahl ausgezählt werden. Das könnte dazu führen, dass Trump in der Nacht zu Mittwoch vorne liegt, sein Vorsprung sich aber in den Tagen danach in eine Rückstand verwandelt. Dann würden die Wahlleute in den Bundesstaaten, in denen sich das Ergebnis dreht, doch nicht Trump, sondern Biden zugesprochen. Trump behauptet seit Monaten ohne jeden Beleg, die Stimmabgabe per Briefwahl begünstige Wahlbetrug.


    Der Wahlkampf konzentriert sich im Endspurt auf "Swing States" wie Pennsylvania, bei denen erfahrungsgemäss nicht schon im Vorfeld feststeht, ob der Kandidat der Republikaner oder der Demokraten siegen wird. Trump lag in Umfragen vom Wochenende sowohl landesweit als auch in mehreren "Swing States" hinter Biden - letzteres aber oft nur knapp. In Pennsylvania ist Bidens Vorsprung geschrumpft. Trumps Wiederwahl wäre wegen des US-Wahlsystems auch dann nicht ausgeschlossen, wenn Biden landesweit die meisten Stimmen bekommen sollte.


    Bei ihren Auftritten am Sonntag griffen sich die beiden Kontrahenten scharf an. In Dubuque im Bundesstaat Iowa bezichtigte Trump Biden der Korruption. Ohne Belege behauptete er erneut, die Biden-Familie habe Millionen Dollar von China bekommen. "Wenn Biden gewinnt, gewinnt China. Wenn wir gewinnen, gewinnt Amerika." Trump spielte Videos mit Versprechern und verbalen Ausrutschern seines 77-jährigen Herausforderers vor und stellte erneut Bidens Befähigung für das Präsidentenamt in Frage. "Joe Biden ist diesem Job nicht gewachsen. Sie müssen ihm nur fünf Minuten zuschauen."


    Trump warnte auch vor einer wirtschaftlichen Depression im Fall seiner Niederlage. Biden warf er vor, "einen Krieg gegen Arbeiter, einen Krieg gegen den Glauben und einen Krieg gegen unsere grossartige Polizei" führen zu wollen. Trump gab sich siegessicher und spottete über Obamas Wahlkampf-Unterstützung für Biden. Obama - der bis 2017 Präsident war und Biden zu seinem Stellvertreter gemacht hatte - sei "eine hochgradig überschätzte Person", sagte Trump.


    Biden sagte am Sonntag in Philadelphia: "Es ist an der Zeit für Donald Trump, seine Taschen zu packen und nach Hause zu gehen. Es ist an der Zeit, wieder etwas Leben in diese Nation zurückzubringen. Wir sind fertig, wir sind müde von den Tweets, der Wut, dem Hass, dem Versagen und der Verantwortungslosigkeit." Biden kritisierte Trumps Krisenmanagement in der Pandemie als "fast kriminell".


    Trump schliesst Lockdown aus


    Trotz deutlich steigender Infektionszahlen versicherte Trump am Sonntag mehrfach, die USA seien in der Corona-Krise bald über den Berg. Einen Lockdown wie in mehreren europäischen Staaten schloss der Präsident aus. "Ich liefere das grosse amerikanische Comeback und wir haben keine Lockdowns", sagte er bei einem Wahlkampfauftritt in Washington im strategisch wichtigen Bundesstaat Michigan am Sonntag. Sollte Biden die Wahl gewinnen, drohe ein jahrelanger Lockdown.


    "Unter einem Biden-Lockdown würdet Ihr in einem Gefängnisstaat leben", sagte Trump seinen Anhängern. "Der Biden-Lockdown würde bedeuten: keine Schule, keine Abschlüsse, keine Hochzeiten, kein Thanksgiving, keine Ostern, kein Weihnachten, kein 4. Juli (Unabhängigkeitstag) und keine Zukunft." Trump stellte in Aussicht, dass es nur noch "eine Frage von Wochen" sei, bis es eine Impfung gegen das Coronavirus gebe.


    Zuvor hatte der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci die Amerikaner auf eine deutliche Verschlechterung der Pandemie-Lage eingestimmt. "Uns steht eine ganze Menge Leid bevor. Es ist keine gute Situation", sagte Fauci der "Washington Post". Die USA könnten vor dem Herbst und Winter "unmöglich schlechter positioniert sein".


    Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99'000 registrierten Neuinfektionen. Mit ihren 330 Millionen Einwohnern sind die Vereinigten Staaten etwa vier Mal so gross wie Deutschland, hatten am vergangenen Freitag aber rund fünf Mal so viele Neuansteckungen. Nach den JHU-Statistiken hat die Pandemie in den USA bisher mehr als 230'000 Menschen das Leben gekostet - mehr als 20 mal so viele wie in der Bundesrepublik.


    Millionen haben schon gewählt


    Mehr als 93 Millionen Amerikaner haben bereits die Möglichkeit genutzt, vor dem offiziellen Wahltermin am Dienstag per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen abzustimmen. Das entspricht laut dem "U.S. Elections Project" mehr als zwei Dritteln aller Wähler 2016.


    Der US-Präsident wird nicht direkt von den Bürgern gewählt, sondern von Wahlleuten. Deren Stimmen fallen fast überall komplett dem Sieger in dem Bundesstaat zu, der diese Wahlleute entsendet - egal, wie knapp das Ergebnis dort ausgefallen ist. Für den Einzug ins Weisse Haus sind 270 Stimmen von Wahlleuten nötig. 2016 hatte Trump zwar landesweit weniger Wählerstimmen als Hillary Clinton geholt, aber mehr Wahlleute für sich gewonnen.


    Die Wähler in den USA entscheiden am Dienstag nicht nur das Rennen ums Weisse Haus, sondern auch über die Zusammensetzung des Kongresses. Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat. Umfragen geben den Demokraten gute Chancen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu behalten und nach sechs Jahren die Kontrolle über den Senat zurückzugewinnen. Der Senat bestätigt unter anderem die Kandidaten für Regierungsposten oder das Oberste Gericht, was ihn besonders wichtig für einen Präsidenten macht.


    Während Biden sich in der Wahlnacht von seinem Wohnort Wilmington im Bundesstaat Delaware aus an die Nation wenden will, kündigte Trump an, die Wahlnacht in Washington zu verbringen. Die "New York Times" berichtete, im Gespräch sei eine Wahlparty im Ostsaal des Weissen Hauses mit bis zu 400 Gästen. Nach einer Veranstaltung Trumps im Rosengarten Ende September waren zahlreiche Besucher mit dem Coronavirus infiziert, darunter der Präsident selbst und First Lady Melania Trump. Fauci sprach später von einem "Superspreader-Event".


    (AWP)

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