LinkedIn,Facebook,Twitter und Co

  • S&P zieht Twitter-Einstufung zurück - 'Mangel an Informationen'

    Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Kreditbewertung für Elon Musks Online-Plattform Twitter wegen eines "Mangels an ausreichenden Informationen" zurückgezogen. Das teilte das Unternehmen am Freitag (Ortszeit) in Chicago mit. Musk hatte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Der Starunternehmer nahm den Kurznachrichtendienst von der Börse, so dass dieser keine öffentlichen Geschäftsberichte mehr vorlegen muss.


    04.12.2022 15:40


    Im Zuge der Übernahme bürdete Musk Twitter Schulden in Milliardenhöhe auf. S&P hatte die Bonitätsnote am 1. November aufgrund dieser Belastungen um fünf Stufen auf "B-" gesenkt - und damit noch tiefer in den sogenannten Ramschbereich für hochspekulative Investments. Ausserdem hatten die Kreditwächter das Rating unter verschärfte Beobachtung genommen. Nun sieht S&P aufgrund mangelnder Einblicke in die Finanzlage aber gar keine Möglichkeit zur Bewertung mehr./hbr/DP/he

    (AWP)

  • EU-Kommissar droht Twitter mit Strafzahlungen und Abschaltung

    Mit Blick auf Twitters Einhaltung von EU-Recht hat EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton Strafzahlungen und weitere Massnahmen ins Spiel gebracht.


    04.12.2022 16:27


    "Es ist völlig klar: Wenn Twitter sich nicht an diese Regeln hält, können wir Strafzahlungen verhängen. Und wenn sich die Regelverstösse fortsetzen, können wir die Plattform in Europa abschalten", sagte Breton den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung Ouest-France. "Niemand sollte sich täuschen: Wir werden das auch tun, wenn es nötig wird. Das ist der Wunsch unserer grossen Demokratie."

    "Wir verfolgen sehr genau, was auf Twitter passiert seit der Übernahme durch Elon Musk", betonte Breton und kündigte an, vor Weihnachten werde es ein weiteres Treffen zwischen ihm und Twitter-Chef Musk geben. Die Gesetze über digitale Märkte und digitale Dienste "bieten wirkungsvolle Instrumente, um die Verbreitung von Lügen und Hass einzudämmen", meinte Breton. "Twitter muss diese Kriterien erfüllen, wenn es auf dem europäischen Markt weiter tätig sein will."

    Musk hatte stets betont, die aus seiner Sicht zu starken Einschränkungen der Meinungsfreiheit auf der Plattform zu beseitigen. Kritiker befürchten, dass er damit Hassrede und Hetze Vorschub leisten könnte. Das Gesetz über Digitale Dienste soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen. Die Vorgaben gelten ab Mitte Februar 2024 in der gesamten EU - für besonders grosse Plattformen schon früher. Anfang 2023 sollen Kommissionsmitarbeitende einen Stresstest in der Twitter-Zentrale durchführen.

    (AWP)

  • Chefwechsel bei Büro-Chatdienst Slack

    Der Bürokommunikationsdienst Slack bekommt eine neue Vorstandsspitze. Firmengründer Stewart Butterfield räumt im Januar seinen Posten, wie der Mutterkonzern Salesforce am Montag (Ortszeit) bestätigte. Zur Nachfolgerin wurde Lidiane Jones befördert, die bereits eine ranghohe Management-Position innehat. "Ich bin stolz, zu Slacks neuer Vorstandschefin ernannt worden zu sein", verkündete Jones bei Twitter. Slacks Mission bleibe es, das Arbeitsleben "simpler, angenehmer und produktiver" zu machen.


    06.12.2022 06:39


    Bei Anlegern kam Butterfields Rücktritt jedoch nicht gut an, sie liessen die Aktien von Salesforce am Montag um über sieben Prozent sinken. Der SAP-Rivale hatte vergangene Woche bereits den Abgang von Co-Konzernchef Bret Taylor angekündigt, was an der Börse ebenfalls für Missmut sorgte. In diesem Jahr ist die Aktie um fast 50 Prozent eingebrochen. Künftig liegt die Konzernführung nur noch in den Händen von Mitgründer Marc Benioff als alleinigem Vorstands- und Verwaltungsratschef.

    Salesforce hatte Slack 2021 für rund 28 Milliarden Dollar gekauft./hbr/DP/zb

    (AWP)