Autoneum (AUTN)

  • Martin Ebner kauft wieder Aktien von Autoneum


    Die BZ Bank von Martin Ebner hält bei Autoneum wieder über 3 Prozent des Kapitals.


    23.05.2019 07:57


    Von Daniel Hügli


    Martin Ebner und seine Frau Rosmarie haben über die ihre BZ Bank 145'000 Aktien des Automobilzulieferers Autoneum gekauft. Das geht einer Meldung der Offenlegungsstelle des SIX am Donnerstamorgen hervor.


    Investor Ebner baute zuletzt im Jahr 2014 eine Beteiligung von bis zu 5 Prozent an Autoneum auf - er reduzierte diese aber bis im November desselben Jahres auf unter 3 Prozent. Ob er damals ganz ausstieg beim Unternehmen aus Winterthur, ist nicht bekannt.

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  • Autoneum rutscht in die roten Zahlen, kann Umsatz aber halten


    Der Autozulieferer Autoneum ist im ersten Halbjahr wie erwartet in die roten Zahlen gerutscht. Der Grund sind gravierende Probleme in Nordamerika. Es gebe dort jedoch Fortschritte, wurde versichert.


    25.07.2019 08:00


    Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von 6,0 Millionen Franken, wie das Winterthurer Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Minus ist keine Überraschung, weil Autoneum schon im März ein solches angekündigt hatte. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 60,1 Millionen resultiert.


    Das Unternehmen kämpft bekanntlich mit Problemen in zwei US-Werken, wo Produktionsanläufe fehlschlugen. Die Region Nordamerika schrieb deswegen beim operativen Ergebnis (EBIT) einen Fehlbetrag von 33,1 Millionen. Die anderen drei Konzernregionen waren profitabel, wenn auch zum Teil nicht mehr im gleichen Ausmass wie im Vorjahr. Insgesamt ging der Konzern-EBIT massiv auf 16,4 Millionen zurück (VJ 86,4 Mio).


    Die Anfang Jahr initiierten Restrukturierungsmassnahmen in den USA zeigten die erwartete Wirkung, wurde betont. So sei die die Lieferfähigkeit in beiden Werken wiederhergestellt worden, was ein "wesentliches Ziel" gewesen sei. Die Situation bleibe jedoch "äusserst herausfordernd".


    Umsatz besser als Markt


    Ein Lichtblick war die Umsatzentwicklung. Er blieb mit 1,16 Milliarden Franken auf Vorjahreshöhe (-0,3%). Organisch resultiere sogar ein Wachstum von 1,9 Prozent. Dies sei trotz einem deutlichen Rückgang der globalen Fahrzeugproduktion gelungen, wurde betont.


    In allen vier Konzernregionen sei der Markt übertroffen worden. Auch in der "Problemregion" Nordamerika (organisches Wachstum: 4,1%). In Europa ging der Umsatz allerdings wegen stark gesunkener Produktionsvolumen der Autohersteller organisch um 3,6 Prozent zurück.


    Mit den vorgelegten Zahlen hat Autoneum die Erwartungen der Analysten beim EBIT übertroffen und beim Gewinn verfehlt. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsensus) mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden, einem EBIT von 11,9 Millionen und einem Verlust von 0,8 Millionen gerechnet.


    Ausblick konkretisiert


    Der Ausblick auf das Gesamtjahr wird ausserdem konkretisiert. So wird nun auch im zweiten Halbjahr ein leichtes organisches Umsatzwachstum erwartet - trotz dem "anspruchsvollen Umfeld". Dank einer Stabilisierung des Nordamerikageschäfts werde zudem ein verbessertes operatives Konzernergebnis im zweiten Semester erwartet.


    Für 2020 wird - wie bis anhin - eine substanzielle Ergebnissteigerung und für 2021 wieder ein gesundes Profitabilitätsniveau angepeilt.


    (AWP)

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  • CHF 100

    Ist hier jemand dabei?

    Aktie verliert seit Monaten an Wert, auf Basis der Flaute in der Autobranche grundsätzlich nachvollziehbar - aber trotzdem, ist hier der Rückschlag nicht zu weit erfolgt?

    Branchenleader, führender Ausstatter, auch für neue Fahrzeuge (Hybrid/Elektro), Umsatz konnte im 1. Semester in einem sehr schwierigen Umfeld sogar gesteigert werden, man geht im 2. Semester von einem organischen Wachstum aus und die Probleme in Nordamerika sind mehrheitlich 'gelöst' bzw. ist das schlimmste definitiv überstanden. Nicht gerade Euphorie pur, aber bei einem geschätzten EPS von CHF 8-12 für die Jahre 2020/2021 ist hier meines Erachtens durchaus ein nachhaltiges/wesentliches Aufholpotential vorhanden.

    Meinungen dazu?

    Good trades @ all!

  • FUW vom 25.04.19 Bodenbildung?

    FUW vom 25.04.19 Roland Vogt Charttechnik


    Die Aktien der Autozulieferers Autoneum (AUTN 100.4 -3.18%) haben vor wenigen Wochen ein neues Tiefst geschrieben. Davon gab es in den vergangenen 15 Monaten schon viele. Aus dieser Sicht entspricht das vermeintlich Neue der Normalität, weshalb atavistische Verhaltensmuster zum Tragen kommen. Also wird die Situation nicht weiter hinterfragt.


    Solches wäre aber sehr wohl notwendig. Denn weshalb notiert die Aktie drei Wochen nach diesem Tief wieder auf dem gleichen Kursniveau wie vor 20 Wochen, wenn das «neue Tief» doch eine so wichtige Information ist? Trügt der erste Eindruck und die Aktie befindet sich trotz des «neuen Tiefst» gar nicht mehr im Abwärtstrend?


    Bodenbildung dauert an


    Nach meiner Einschätzung befindet sie sich in einem Bodenbildungsprozess. Während eines solchen Prozesses bzw. Transitionsvorgangs entstehen typischerweise Kursstrukturen, wie sie im Chart hervorgehoben sind, und die Kursschwankungen werden grösser. Investoren, deren Wahrnehmung hauptsächlich auf der Verarbeitung neuester Informationen beruht, haben bei der Erkennung dieses Vorgangs logischerweise keine Chance. Sie sehen das Neueste, aber nicht den Zusammenhang.


    Die Bodenbildung von Autoneum dürfte noch einige Zeit dauern. Sie terminiert einen grossen und mächtigen Trend. Das ist kein Vorgang, der von heute auf morgen abgeschlossen ist. Um die Situation entsprechend zu bewirtschaften, braucht der Investor eine Kaufstrategie. Diese sollte die Zeit nutzen, mehrstufig sein und kurzfristige Anreize ausblenden.

  • überholt

    Das war vom... vom 25. April! Geht weiter runter, wobei ich noch pessimistischer als gertrud bin (oder realistischer?).

  • So entstehen Klumpenrisiken

    Eine Firma, die ihren Zenit überschritten hat (siehe Kennzahlen). Eine Firma, die im struktuellen Wandel steckt, von dem noch nicht absehbar ist, wie er gemeistert wird. Dividenden und Gewinn je Aktie (unverwässert), die sinken. Konkurrenten in Asien (China), die teilweise Zugriff auf die Technologie haben. Alles Faktoren, die mich noch abhalten. Nicht auszuschliessen, dass Autoneum das passiert, was Meyer Burger passiert ist.


    Das alles zusammen lässt mich aufhorchen. Und deshalb sehe ich die Kurse auf ein Niveau sinken, welches noch unterhalb gertruds Prognose ist. Das Schlimmste liegt noch vor der Firma.

  • bin drin

    bin bei 130 mit einer ersten position rein, werde jetzt um die 100 nochmals bisschen nachlegen... wenn es noch auf die von Gertrud zitierten 75 runter gehen sollte, würde ich wieder nachlegen... positiongrösse aktuell 0.2% meines portfolios

  • Charttechnik

    Der Herr Vogt hat das bei gut CHF130 geschrieben. Heute, ein Viertel tiefer, war das dann wohl nichts mit seiner Bodenbildung.


    Mal schauen, ob ich's besser treffe bei Autoneum: Charttechnik für Hausfrauen (gilt bis Ende Jahr, Kursziele +/- 2%):
    Erholung jederzeit möglich bis 120, nach unten geht es vorerst bis 91.
    Sehr unwahrscheinlich, dass 125 genommen werden, aber wenn, dann ist der Weg nach oben frei bis 141. Danach bröckelts wieder ab und bildet den Boden bei 105-110.
    Wahrscheinlicher, dass 88 unterschritten werden, und dann geht es runter bis 75. Dort beginnt eine solide Bodenbildung wo man sich dann positionieren kann.


    Wenn ich recht habe, werde ich mich hier zum Jahresende gerne wieder selber zitieren und neben der üblichen no bullshit Analyse künftig auch charttechnische Interpretationen von mir geben.
    Wenn ich falsch liege, werde ich diesen Kommentar unauffällig löschen im Vertrauen darauf, dass hier die Mehrheit nur kurzfristig denkt und sich eh nicht mehr erinnert.


    [Blocked Image: https://www.swissquote.ch/sqi_ws/ChartServlet?isin=CH0127480363&currency=CHF&exchangeId=4&w=620&h=440&frequence=daily&period=custom&from=20160210&to=20190810]

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Aktie kommt langsam in Schwung

    Besten Dank für eure Einschätzungen, spannend!


    Anscheinded und zumindest vorübergehend scheint sich bei rund CHF 100 ein Bödeli gebildet zu haben - ich habe mein Investment < CHF 100 nochmals aufgestockt und bin weiterhin positiv gestimmt. Sollten sich die Autoverkäufe nur schon stabiliseren (auf immer noch sehr hohem Niveau) hat Autoneum kurz- bis mittelfristig ein massives Aufhol-/Korrekturpotential.


    Good trades @all!

  • wie weit noch

    Eine Erholung von 30% in weniger als einem Monat


    Hab damals geschrieben, es geht bis 91 und dann nicht über 125: Es ging bis 93 und hat jetzt 125 genommen. Bin heute mit einem ersten Teil raus, weil ich nochmals einen grösseren Rücksetzer erwarte, für die Vogtsche Bodenbildung. Charttechnik zum Selberbasteln halt.


    Wenn das jetzt allerdings die Wiederentdeckung der Zykliker ist, ist das nur der Anfang.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Charttechnik

    Da es bis jetzt nicht schlecht gelaufen ist, betätige ich mich hier solange als Charttechnikerin, bis ich mir einen soliden Ruf als Expertin aufgebaut habe (wie plenaspei bei AMS, nur mit viel weniger farbigen Linien).


    Also: Jetzt geht es mit Autoneum noch in den Bereich von 105, und die Optimisten können sich auf die Ausbildung eines doppelten Bodens und nachfolgend einen schönen Anstieg freuen. Ich werde dort den Teil, den ich vor 10 Tagen über 125 gegeben habe, wieder nachkaufen.

    Wenn weiter die Konjunkturabkühlung die allgemeine Börse verunsichert, geht es mit Autoneum allerdings zu den am 11.August angedrohten CHF 75. Da ist dann fertig lustig und wir müssen Farbe bekennen.

    Nichts ist wie es scheint, wenn man nur mit einem Auge sieht

  • Charttechnik zum Selberbasteln (bis Jahresende, Kursziele +/-2%)


    So entstehen Investoren-Legenden: Mit beeindruckender Präzision wurden die vorausgesagten 105 gestern und heute erreicht und kurzfristig unterschritten, und ich habe wie angekündigt meinen Teil wieder zugekauft.


    Für die Optimisten kommt jetzt die erhoffte Bodenbildung im Bereich 98-105. Wenn´s mit dem Boden klappt, lässt die Aktie noch dieses Jahr 130 hinter sich.


    Da ich nicht grad die grosse Optimistin bin, halt ich neue Tiefst für wahrscheinlicher: Durchbruch der 88 und dann den Absturz in die 70er. Dafür haben wir viel Pulver trocken gehalten und da sehen wir dann weiter.


    Das angehängte Bild der technischen Analyse lässt selbst den Laien erkennen, dass der Oktober zum Schicksalsmonat für Autoneum werden wird.

  • gertrud hat am 04.10.2019 18:08 geschrieben:

    Mit Deinem Chart und meinem Hund wären wir unschlagbar. Warum bringst Du nicht einen so Superchart für AMS zu stande *wink*

    Ein Leben ohne Dalmatiner ist möglich aber sinnlos

  • Autoneum warnt vor schwachem Semester - CEO Hirzel weg

    Autoneum warnt vor einem schwachen zweiten Semester. Das Ergebnis wird sich im Gegensatz zu den bisherigen Annahmen wegen der Probleme in Nordamerika im zweiten Semester nicht verbessern.


    In diesem Zusammenhang erfolgt die einvernehmliche Trennung vom langjährigen CEO Martin Hirzel.


    Autoneum hatte in Nordamerika im ersten Semester Probleme bei der Produktion in zwei Werken, kündigte aber für das zweite Halbjahr für die "Problemsparte" Nordamerika einen geringeren Verlust an. Der EBIT werde sich im zweiten Halbjahr zwar verbessern, für den Break-even werde es aber nicht reichen, hiess es im vergangenen Juli anlässlich der Halbjahreszahlen.


    Da die bestehenden Probleme in Nordamerika tiefgreifender seien als erwartet, werde sich das operative Konzernergebnis auch im zweiten Semester entgegen der bisherigen Annahme nicht verbessern, teilte das Unternehmen nun am Dienstag mit. Der Verwaltungsrat hat sich deshalb zu einem Wechsel an der operativen Spitze entschlossen.


    Hirzel per sofort weg


    Per sofort wurde Matthias Holzammer, der langjährige ehemalige Leiter der Geschäftseinheit Europa, zum CEO von Autoneum ernannt. Er folgt auf Martin Hirzel. Dieser werde das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat verlassen, hiess es.


    Aufgrund der tiefgreifenden operativen und kommerziellen Probleme in Nordamerika werde der Turnaround und die Verbesserung der Resultate mehr Zeit erfordern als erwartet. Holzammer werde sich diesem Problem mit höchster Priorität widmen, um die Business Group und den Konzern schnellstmöglich zurück in die Profitabilität zurückzuführen, schreibt Autoneum. Das Unternehmen stützt sich dabei auf die Industrieerfahrung Holzammers und seinen Erfolgsausweis bei Restrukturierungen.


    Hirzel hatte als erster CEO von Autoneum das Unternehmen 2011 nach der Abspaltung von Rieter in die Unabhängigkeit geführt.


    (AWP)

  • Autoneum macht Grossaktionär Spuhler keine Freude


    Der Automobilzulieferer Autoneum warnt vor einer schwachen zweiten Jahreshälfte. Die Aktie gerät vorbörslich unter Verkaufsdruck. Mit an Bord ist auch Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler.


    08.10.2019 08:21


    Von Lorenz Burkhalter


    Ende Juli stellte der Automobilzulieferer Autoneum den Aktionären für die zweite Jahreshälfte eine Verbesserung beim operativen Gewinn (EBIT) in Aussicht. Man werde die Verluste in der mit Problemen kämpfenden Region Nordamerika eingrenzen, so hiess es damals an einer Telefonkonferenz mit Investoren.


    Gut zwei Monate später gibt man sich am Firmensitz in Winterthur desillusioniert. Einer Medienmitteilung lässt sich entnehmen, dass die Probleme in Nordamerika unterschätzt wurden und für das zweite Halbjahr mit keiner Verbesserung beim operativen Gewinn (EBIT) zu rechnen sei. Der Automobilzulieferer zieht personelle Konsequenzen und ersetzt den langjährigen Firmenchef Martin Hirzel mit Matthias Holzammer, dem früheren Europa-Chef.


    Die Gewinnwarnung kommt bei den Anlegern verständlicherweise nicht gut an. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär wird die Autoneum-Aktie mit einem satten Minus von 4,7 Prozent auf einen Mittelkurs von 101,80 Franken abgestraft. Damit errechnet sich alleine seit Mitte September ein Minus von gut 20 Prozent.


    Hat Grossaktionär Spuhler bei Autoneum zugekauft?


    Bei Autoneum mit an Bord ist auch Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler. Über seine Beteiligungsgesellschaft PCS Holding hält er offiziellen Angaben zufolge 17 Prozent. Im hiesigen Handel wird allerdings gemunkelt, dass es mittlerweile sogar mehr sein könnten. Denn aus dem Börsengang von Stadler Rail flossen Spuhler im April dieses Jahres geschätzte 1,4 Milliarden Franken zu. Mitte September bestätigte der Stadler-Rail-Chef gegenüber Finanzmedien, dass er bereits einen Drittel dieses Erlöses in Firmen reinvestiert habe, an denen er beteiligt sei und im Verwaltungsrat sitze. So könnten in der ersten Septemberhälfte auch Geld in die Autoneum-Beteiligung geflossen sein.


    Gemeinsam mit dem Industriellen Michael Pieper zählt Spuhler seit der Abspaltung des Automobilzulieferers vom ehemaligen Winterthurer Mutterhaus Rieter zu den bedeutendsten Aktionären. Auch an Rieter selber halten die beiden substanzielle Beteiligungen. Allerdings liegt sowohl der Aktienkurs von Autoneum als auch jener von Rieter mittlerweile unter dem damaligen Stand zum Zeitpunkt der Abspaltung vom Mai 2011.

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  • Charttechnik

    Der periodische Heimwerker-Blick auf den Autoneum - Chart:


    Kurz nach dem letzten Post kam eine böse Gewinnwarnung, die den Kurs den kritischen Bereich um 88-91 testen liess.
    Positiv: Die Unterstützung hat gehalten, der Kurs ist sauber abgeprallt und sowas wie ein Doppelboden hat sich ausgebildet.
    Noch zu früh um die Trendumkehr zu feiern, dafür müssen 125 nachhaltig überwunden werden. Sieht gut aus, bis Weihnachten wird man es wissen.

  • Autoneum verkommt für Stadler-Rail-Chef Spuhler zum Sorgenkind


    Autoneum warnt vor einem satten Jahresverlust. Vorbörslich gerät die Aktie des Automobilzulieferers unter die Räder. Das dürfte auch Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler ärgern. Er ist Ankeraktionär.


    09.12.2019 08:08


    Von Lorenz Burkhalter


    Ziemlich genau acht Wochen ist es her, dass der Automobilzulieferer Autoneum vor einer verhaltenen zweiten Jahreshälfte warnte. Die Probleme in Nordamerika seien unterschätzt worden und für das zweite Halbjahr mit keiner Verbesserung beim operativen Gewinn (EBIT) zu rechnen, so hiess es damals (cash berichtete).


    Nun scheint sich die Situation in Nordamerika weiter verschlechtert zu haben. Das zumindest lassen die jüngsten Aussagen vermuten. Wie das Unternehmen am frühen Montagmorgen in einer Mitteilung an die Medien schreibt, erwartet es für 2019 neuerdings einen Nettoverlust in hoher zweistelliger Millionenhöhe. Nach der Gewinnwarnung von Anfang Oktober gingen Analysten davon aus, dass der Automobilzulieferer das laufende Jahr mit einem Nettoverlust von bis zu 20 Millionen Franken abschliesst.


    Doch auch bei den Mittelfristzielen krebst das Unternehmen zurück und erachtet diese nicht schon für 2021, sondern erst für 2022 als realistisch.


    Händlern zufolge stellen diese Aussagen die seit Oktober beobachtete Aktienkurserholung von 90 auf 120 Franken in Frage. Im vorbörslichen Handel von Julius Bär wird die Autoneum-Aktie denn auch mit einem Minus von 7,6 Prozent auf einen Mittelkurs von 110,60 Franken abgewatscht.


    Unerfreuliche Neuigkeiten für die beiden Ankeraktionäre


    Die dritte Gewinnwarnung in diesem Jahr dürfte wohl auch Peter Spuhler ärgern. Über seine Beteiligungsgesellschaft PCS Holding hält er der Stadler-Rail-Chef gut 17 Prozent. Möglicherweise hat Spuhler sein Aktienpaket sogar noch etwas aufgestockt, flossen ihm aus der Publikumsöffnung von Stadler Rail im April dieses Jahres doch geschätzte 1,4 Milliarden Franken zu.


    Mitte September bestätigte der Stadler-Rail-Chef gegenüber Finanzmedien, dass er bereits einen Drittel dieses Erlöses in Firmen reinvestiert habe, an denen er beteiligt sei und im Verwaltungsrat sitze. So könnten auch Gelder in seine Autoneum-Beteiligung geflossen sein.


    Seit der Abspaltung Autoneums vom Winterthurer Mutterhaus Rieter im Mai 2011 zählt Spuhler gemeinsam mit dem befreundeten Industriellen Michael Pieper zu den Ankeraktionären des Automobilzulieferers. Auch an Rieter selber halten Pieper und Spuhler substanzielle Beteiligungen. Freude bereiteten ihnen in all den Jahren aber weder die eine, noch die andere Aktie. Gerade Autoneum werde für die beiden Grossaktionäre immer mehr zum Sorgenkind, so verlautet aus dem hiesigen Handel.

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  • Spuhler und Pieper geben Autoneum Millionendarlehen


    Der angeschlagene Autozulieferer Autoneum erhält ein Millionendarlehen von seinen zwei Grossaktionären Michael Pieper und Peter Spuhler.


    20.12.2019 07:17


    Michael Pieper und Peter Spuhler hätten der Autoneum Holding zwei subordinierte Darlehen in Höhe von je 20 Millionen Franken gewährt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die beiden Grossaktionäre unterstrichen damit nicht nur ihr persönliches und finanzielles Engagement, sondern sie "verdeutlichten auch ihr Vertrauen in das Unternehmen", heisst es in der Mitteilung. Die beiden Darlehen haben eine feste Laufzeit bis 15. Januar 2021.


    Der Aargauer Industrielle Michael Pieper besitzt laut Angaben auf der Autoneum-Webseite direkt und über seine Beteiligungsgruppe Artemis 20,3 Prozent an Autoneum. Stadler Rail-Präsident Peter Spuhler ist mit seiner privaten PCS Holding mit 18,3 Prozent an dem Autozulieferer beteiligt.


    Autoneum litt zuletzt unter gravierenden Problemen in seinen Werken in Nordamerika. Nachdem im Herbst der CEO ausgewechselt worden war, hat das Unternehmen vor rund zwei Wochen für 2019 einen Nettoverlust im "hohen zweistelligen Millionenbereich" angekündigt.


    tp/jb


    (AWP)

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  • Wieder so eine Turnaroundaktie, aber ein hervorragender Marktführer. Der tiefe Kurs ist der Eigenkapitalquote geschuldet, welche nach der Wertberichtigung von knapp 40% jetzt wohl auf knapp unter 30% fällt. Aber der Umsatz ist stabil, Prognose bis 2021/22 leicht steigend bis 2.4 Mia.. Das U.S. Geschäft sollte mit neuem Management stabilisiert werden, das Eigenkapital die nächsten Jahre etwas gestärkt durch eine Dividendensenkung und bei stabilisierten EBITDA Margen und bewältigten Restrukturierungskosten sollte net profit wieder in den Bereich von 50 Mio. 2021 und 70 Mio. 2022 kommen. Dann sind Kurse zwischen 150-200 (2021) und 200-250 (2022) eigentlich fair (KGV ca. 12-18), EK wieder im Bereich von 40%.


    schöner Abend und viele Grüsse Tobi


    PS: Turnaroundkandidaten, für welche ich vorsichtig opitimistisch bin: Autoneum, Aryzta, Transocean, Deutsche Bank, Teva Pharmaceuticals, Credit Suisse (vor zwei Jahren), Rieter, KraftHeinz, ja sogar GAM, LafargeHolcim seit 2016, usw.. Natürlich haben alle diese Firmen individuell mit speziellen Problemen zu kämpfen, meist mit temporären Problemen bei einer nicht allzu hohen Eigenkaptialquote, aber dies macht den Markt so nervös, dass die Bewertungen enorm tief sind, die Ausgangslage aber meiner Meinung nach vielversprechend (Marktführerschaft, Grösse, Produkte, neues Management, grundsätzliche Profitabilität usw.). "Unternehmensprobleme können durch gutes Management, Einsatz und Segen Gottes gelöst werden, eine zu hohe Börsenbewertung kann aber durch kein Mittel aus der Welt geschaft werden." Natürlich würde ich niemandem empfehlen nur Turnaroundkandidaten zu halten, aber 20% des Anlagevolumens schon.