Atomenergie; Wie weiter? Ausstieg oder .....................

  • Presse: Atom-Konzerne sollen 23 bis 26 Milliarden Euro in Fonds einzahlen 21.04.2016 18:48 BERLIN (awp international) - Die Atomkonzerne sollen für Zwischen- und Endlagerung des Atommülls laut Insidern deutlich mehr Geld in einen Staatsfonds einzahlen als bislang von ihnen angeboten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fordern Teile der von der Bundesregierung eingesetzten Atom-Kommission, dass Eon , RWE , EnBW und Vattenfall zwischen 23 und 26 Milliarden Euro (inklusive eines Risikoaufschlags) aus ihren Rückstellungen in den geplanten öffentlich-rechtlichen Fonds übertragen. Die Atomkonzerne, die damit das Risiko steigender Kosten bei der Entsorgung vom Hals hätten, böten derzeit 20 bis 21 Milliarden Euro an, hiess es aus Verhandlungskreisen. Für den Rückbau der Kernkraftwerke blieben sie verantwortlich. An diesem Montag wollen sich die drei Kommissionschefs, Jürgen Trittin (Grüne), Ole von Beust (CDU) und Matthias Platzeck (SPD), erneut mit den Spitzen der Energiekonzerne treffen. Ob eine Einigung gelingt, gilt als offen. "Auch ein Scheitern ist möglich", hiess es. Am Mittwoch will die 19-köpfige Regierungskommission in einer Pressekonferenz in Berlin über den Ausgang der Verhandlungen berichten. Sie soll vorschlagen, wie die Rückstellungen von insgesamt gut 40 Milliarden Euro langfristig gesichert werden können. Die Konzerne zögern, sich auf einen "Entsorgungskonsens" einzulassen - im Gegenzug sollen sie alle Klagen gegen den Atomausstieg zurückziehen. Derzeit befasst sich das Bundesverfassungsgericht mit einer Beschwerde von Eon, RWE und Vattenfall. Der schwedische Staatskonzern Vattenfall hat ausserdem Deutschland vor einem US-Schiedsgericht auf 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. Spätestens 2022 soll der letzte Atommeiler vom Netz gehen./tb/sl/DP/stw (AWP)

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  • Aus meiner Sicht ist die KKE die einzige Lösung für die Zukunft.


    Ja, es gibt einige Risiken dabei. Grundsätzlich ist die KKE aber im Verhältnis relativ sicher. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, verstrahlt zu werden durch eine Atomunfall, als durch einen Autounfall zu sterben?


    Abgesehen von meiner persönlichen Meinung sehe ich zudem keinen Weg an der KKE vorbei. Ich empfinde es als sinnvoll für die Umwelt, immer mehr weg von Öl hin zu elektro zu machen (Autos, Heizungen, etc.). Dadurch werden viele schädliche Ausstösse vermieden und das würde unserer Umwelt mehr als gut tun (Nebenbei, wer wusste alles, dass mehr als 50% des Feinstaubausstosses des Autos nicht von den Abgasen, sondern vom Verschleiss der Bremsen und Reiffen kommt? Was dachtet ihr, wo eure Bremsbeläge hingehen?).


    Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Elektrifizierung steigt jedoch auch unser Energiebedarf immer mehr an, sollten mehr Elektroautos gebraucht werden, umso mehr. Wind- und Solarkraft sind zu unflexibel. Wir heizen unser Warmwasser via Sonnenkollektoren auf dem Dach. Habt ihr die Temperatur in der Dusche jeden Tag gleich eingestellt, so merkt ihr recht schnell, was bei schlechtem Wetter passiert. Eigene Erfahrung.


    Zudem sind Windkraftanlagen einfach nur hässlich in der Landschaft. Wozu die Umwelt retten, wenn man sie dann komplett mit riesigen Rädern zustellt? Solarenergie ist zwar schön, aber hier kommt das Problem der Ressourcenknappheit zum Zuge. Woher die ganzen seltenen Erden nehmen für die Produktion? Ebenfalls ist das Problem der Entsorgung und der giftigen Inhaltsstoffe nicht geklärt. Wie kann man den Giftigen Abfall der Atomenergie bemängeln, gleichzeitig aber das Thema bei der Solarkraft aussen vor lassen? Irgendwie ein bisschen falsch.


    Dass Kohle- und Gaskraftwerke nicht die Lösung sind, steht wohl nicht zur Debatte. Wasserkraft ist rein kapazitätsmässig ebenfalls zu unbedeutend.


    Ich sehe also als Fazit keinen sinnvollen Weg an der Kernkraftenergie vorbei. KKE ist das geringste Übel und ist die beste Alternative. Man sollte sich nicht über die Risiken und Probleme beklagen, sondern lieber daran arbeiten, diese Probleme zu lösen und die Risiken weiter einzudämmen. Fortschritt ist die Lösung, anstatt Rückentwicklung.

  • CKW im Halbjahr 2015/16 mit weniger Umsatz und Gewinn - Neues GL-Mitglied 10.06.2016 08:18 Zürich (awp) - Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) hat auch im ersten Halbjahr 2015/16 unter den schwierigen Marktbedingungen gelitten. Es wurde weniger umgesetzt und weniger Gewinn gemacht. Neu gehört Ueli Felder als Leiter Installation- und Gebäudetechnik indes der Geschäftsleitung an. Per Ende März 2016 sank die konsolidierte Gesamtleistung um 1,3% auf 451,1 Mio CHF. Die Gesamtleistung im Segment Energie fiel um 8,7% auf 191,9 Mio, und das Betriebsergebnis (EBIT) der Division um 5,3 Mio auf 39,1 Mio CHF. Der tiefe Euro-Kurs dämpfe weiterhin Umsatz und Marge in Schweizer Franken, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Zudem sank die Produktion. Das Betriebsergebnis der gesamten Gruppe sank um 10% auf 87,7 Mio, während das Unternehmensergebnis lediglich um 6,3% auf 76,1 Mio zurückfiel. Dies sei auf hohe Wertminderungen in Fremdwährungsbeständen in der Vorjahresperiode durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zurückzuführen, so CKW. SCHWEIZER WASSERKRAFT UNTER DRUCK Tiefe Marktpreise prägten nach wie vor das Umfeld der Schweizer Energieversorgungsunternehmen: Allein zwischen Oktober 2015 und März 2016 habe der Preiszerfall an den europäischen Strombörsen rund 25% betragen. Schweizer Wasserkraftproduzenten stünden deshalb weiter stark unter Druck. Das Zentralschweizer Unternehmen sei es wegen einer "breiten Abstützung" trotzdem gelungen, "erfolgreich zu wirtschaften", heisst es. Der Installations- und Gebäudetechnik-Bereich liefere etwa einen wertvollen Beitrag zum Unternehmensergebnis. In diesem Zusammenhang übernimmt Ueli Felder, der heutige Geschäftsführer der CKW Conex AG, neu Einsitz in die Geschäftsleitung der CKW-Gruppe. Dieser sei seit der Ausgliederung operativ bei der CKW Conex AG tätig und habe das Unternehmen mit rund 700 Mitarbeitern als deren Geschäftsführer in den letzten 16 Jahren geführt. Die Geschäftsleitung setzt sich den Angaben nach somit aus folgenden fünf Personen zusammen: CEO Felix Graf, CFO Christian Hütwohl, Esther Denzler, Leiterin Geschäftsbereich Energie, Urs Meyer, Leiter Geschäftsbereich Netze, und Felder. CKW ist seit Ende Januar 2015 nicht mehr an der SIX kotiert und wird ausserbörslich gehandelt. ys/ra (AWP)

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  • Axpo mit deutlich weniger Gewinn Das angestammte Geschäft mit Strom bescherte dem Stromkonzern Axpo ein erstes Halbjahr (Oktober 2015 - März 2016) zum Vergessen. Nämlich eine tiefere Gesamtleistung und einen deutlich tieferen Betriebsgewinn. Gerettet haben den Konzern das Finanzergebnis, tiefere Steuern und steigende Erträge aus erneuerbaren Energien. Angesichts der "schwierigen Marktbedingungen" sei das Unternehmensergebnis von 350 Millionen Franken ansprechend, teilte Axpo am Montag mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Stromkonzern unter dem Strich jedoch noch 429 Millionen Franken verdient. Noch deutlicher sank das Betriebsergebnis (Ebit) im Vergleich zur Vorjahresperiode, auf 372 Millionen Franken von 623 Millionen Franken. Der Konzern begründete dies damit, dass "staatliche Eingriffe in den Energiemarkt im In- und Ausland" zu Marktverzerrungen geführt haben. Deshalb sei der Stromverkauf aus "konventioneller, nicht subventionierter Produktion nicht mehr profitabel". Als Hauptgründe für den Rückgang führte Axpo sinkende Grosshandelspreise für Strom, die tiefen Öl-, Gas- und Kohlepreise sowie den Stillstand von Block 1 des Kernkraftwerks Beznau ins Feld. Angestiegen sind hingegen die Erträge aus erneuerbaren Energien, sodass Axpo bereits für das kommende Geschäftsjahr damit rechnet, "mehr Geld aus erneuerbaren Energien zu verdienen als aus konventioneller Energieproduktion", hiess es in der Mitteilung. (SDA)

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  • Vontobel senkt Ausblick für Axpo-Kreditrating "A-" auf "negativ" 27.06.2016 13:46 Zürich (awp) - Für das Rating des Energiekonzerns Axpo von "A-" haben die Vontobel-Kreditanalysten den Ausblick auf "negativ" von zuvor "stabil" gesenkt. Grund sei die schwächer als erwarteten Halbjahreszahlen, heisst in einem Kommentar zum Schweizer Energieversorgungsunternehmen. Der erodierende Ertragsverlauf und fehlende neue Einnahmequellen von Axpo seien der Hauptgrund die EBIT-Schätzungen für die Jahre 2016 bis 2018 deutlich zu senken. Auch rechnen die Analysten neu mit einem erhöhten Cash-Bedarf bei Axpo. Dies vor allem aufgrund der Effekte aus dem strategischen Ausbau des Bereichs "Origination" und den steigenden Anforderungen an Bar-Sicherheiten bei den Handelspartnern. Ferner sehe man eine zunehmende Gefahr, dass der Kernreaktor Beznau 1 möglicherweise nicht wie derzeit geplant Ende 2016 wieder ans Netz angeschlossen werden kann. Erst im vergangenen Dezember hatte Vontobel das Kreditrating für die nicht an der SIX kotierte Axpo auf "A-" heruntergestuft. Für die Axpo-CHF-Anleihen bestätigt Vontobel indes am Montag "Market Outperform". sta/ys (AWP)

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  • Greenpeace geht im Streit um AKW-Messdaten ans Bundesgericht 29.08.2016 12:14 Leibstadt AG/Zürich (awp/sda) - Greenpeace will mit einer Beschwerde an das Bundesgericht erreichen, dass das AKW Leibstadt AG die Daten der radioaktiven Abgaben über den Abluftkamin veröffentlichen muss. Die Bevölkerung habe ein international verbrieftes Recht auf diese Informationen. Im Juni hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde der AKW-Betreiberin, der Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL), gegen eine Verfügung zur Publikation der Atomaufsichtsbehörde ENSI gutgeheissen. Es begründete den Entscheid vor allem mit einer Interessenabwägung. Das öffentliche Interesse an der Bekanntgabe der Daten, insbesondere deren Publikation im Internet, sei als geringer einzustufen als das Interesse an ihrer Geheimhaltung. Die KKL sehe sich regelmässig der mehr oder weniger heftigen Kritik von Organisationen und Parteien ausgesetzt, welche der Kernkraft gegenüber ablehnend eingestellt seien. ENSI WOLLTE PUBLIKATION DER DATEN Beim Rechtsstreit geht es im Kern um die Umsetzung des Bundesgesetzes über das Öffentlichkeitsprinzip (BGÖ). Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hatte im von Greenpeace angestrengten Verfahren im November verfügt, dass die KKL frühere Daten der Messungen veröffentlichen muss. Konkret geht es um die Daten im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 1. November 2014. Es handelt sich um Abluftdaten am Kamin des AKW Leibstadt. Diese so genannten EMI-Daten beinhalten Angaben zu Edelgasen, Aerosolen und Jod bei Normalbetrieb sowie zu Edelgasen bei einem Störfallbetrieb. GREENPEACE SETZT AUF KONVENTION Greenpeace stützt sich bei der Beschwerde an das Bundesgericht nach eigenen Angaben vom Montag auf die Aarhus-Konvention. Die von der Schweiz unterzeichnete Konvention regelt den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten. Der Text der Konvention halte fest, dass der Transparenzanspruch der Öffentlichkeit bei Schadstoffen über kommerziellen Interessen von Unternehmen stehe, hält Greenpeace fest. Weil radioaktive Emissionen zweifellos die Gesundheit von Menschen schädigen könnten, bestehe man auf den Zugang zu detaillierten Daten des AKW Leibstadt. mk (AWP)

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  • Betreiber von Atomkraftwerken müssen für Jodtabletten aufkommen 31.08.2016 12:24 St. Gallen (awp/sda) - Die Schweizer Kernkraftwerkbetreiber müssen auch für die Kosten der Jodtabletten-Verteilung im Umkreis zwischen 20 und 50 Kilometer um ein Kernkraftwerk aufkommen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Es hat eine Beschwerde der Betreiber abgewiesen. Als Folge der Katastrophe in Fukushima im Frühling 2011 wurden 2014 an alle Personen, die sich regelmässig im Umkreis von 50 Kilometern um ein Kernkraftwerk aufhalten, Jodtabletten verteilt. Vorher erfolgte die Direktverteilung an die Haushalte, Schulen, Betriebe sowie weitere öffentliche und private Einrichtungen innerhalb eines Radius' von 20 Kilometer. Die Axpo Power AG, die BKW Energie AG, die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG und die Kernkraftwerk Leibstadt AG haben die Berappung der Aufwendungen für den bisherigen Perimeter nicht angefochten. Gegen die Auflage der Kosten für den erweiterten Radius haben sie im Oktober 2015 jedoch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. ZUSATZKOSTEN VON 13,8 MIO CHF Wie aus dem am Mittwoch publizierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor geht, betragen die Ausgaben für den Umkreis bis 50 Kilometer insgesamt 20 Mio CHF. Für den Umkreis von 20 bis 50 Kilometer belaufen sie sich auf 13,8 Mio. Die Kernkraftwerkbetreiber kritisierten in ihrer Beschwerde, dass keine genügende gesetzliche Grundlage für die Auferlegung der finanziellen Lasten in der Zone ausserhalb von 20 Kilometern um ein Werk bestehe. Das Bundesverwaltungsgericht kommt jedoch zu einem anderen Schluss. Die entsprechenden Normen erlaubten sowohl die Ausweitung des Perimeters, als auch die Kostenauflage. Auch verstosse das Vorgehen des Bundes nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip. Die Einnahme von Jodtabletten sei ein geeignetes Mittel, um das Risiko von Schilddrüsenkrebs bei einer Atomkatastrophe zu senken. Diese Prophylaxe stimme mit den Empfehlungen der Internationalen Atomenergieorganisation überein. Zudem habe eine Neuüberprüfung ergeben, dass die Ausweitung des Radius im Sinne des Vorsorgeprinzips sei. Besonders in dicht besiedelten Kantonen sei es in einem Ernstfall kaum möglich, innerhalb von zwölf Stunden Jodtabletten an die gesamte Bevölkerung zu verteilen. Das Urteil kann an das Bundesgericht weitergezogen werden. (Urteil A-7711/2015 vom 23.08.2016) (AWP)

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  • Greenpeace sucht Insiderwissen zum AKW Beznau - Axpo: ein "Jux" 01.09.2016 13:48 (Meldung ausgebaut, neu: zwei Abschnitte am Schluss; Axpo-Standpunkt) Zürich/Döttingen AG (awp/sda) - Die Umweltorganisation Greenpeace ist auf der Suche nach "nicht öffentlich zugänglichen Informationen" zum Zustand des AKW Beznau im Kanton Aargau. Sie lancierte den Aufruf in einem Inserat. Der AKW-Betreiber und Energiekonzern Axpo spricht von einem "Jux". Greenpeace schreibt im Inserat, es würden "Insider mit Informationen aus der Blackbox Beznau" gesucht. Das Inserat erschien am Donnerstag in der "Aargauer Zeitung" und der "Weltwoche". Greenpeace begründet das Vorgehen damit, dass die Bevölkerung ein Recht habe zu wissen, wie grosse das Risiko bei Beznau 1 sei. Der Reaktor in Döttingen AG steht seit März 2015 still. Bei Revisionsarbeiten wurden im Reaktordruckbehälter rund 925 Materialfehler entdeckt. Es handelt sich um fehlerhafte Materialstellen mit einer Grösse von 5 bis 6 Millimetern. Der Block 1 ist mit 47 Betriebsjahren der älteste kommerzielle Reaktor der Welt. Der Energiekonzern Axpo rechnet als Betreiber damit, dass der Reaktor Ende Jahr hochgefahren werden kann. Axpo muss der Aufsichtsbehörde, dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), nachweisen, dass der Reaktor sicher betrieben werden kann. AXPO PLANT KEINE RECHTLICHEN SCHRITTE Greenpeace ruft "Beznau-Insider" auf, vertrauliche Dokumente zum Zustand des Reaktors anonym zu übermitteln. Dazu wurde eine eigene Website eingerichtet. Der Energiekonzern Axpo reagierte gelassen. Man betrachte das Inserat als "Jux", hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man sehe keine rechtlichen Schritte dagegen vor. "Die Mitarbeitenden im Kernkraftwerk Beznau wissen jederzeit, was sie zu tun haben", heisst es weiter. Axpo pflege eine offene und transparente Kommunikation. So informiere man regelmässig über das AKW Beznau. Auch lasse sich viel Informationsmaterial auf der Website des ENSI finden. BESCHWERDE HÄNGIG Greenpeace kämpft bereits vor Gericht für weiterreichende Informationen. Mit einer hängigen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht will die Organisation erreichen, dass die Atomaufsichtsbehörde ENSI einen Sicherheitsbericht des Energiekonzerns zum Zustand des AKW Beznau 1 herausrückt. Laut Greenpeace wurden 950 Seiten des Berichts geschwärzt. Die Beschwerde richtet sich gegen eine Verfügung des ENSI. Greenpeace hatte gemäss eigenen Angaben im Februar 2015 beim ENSI die Herausgabe des Berichts verlangt. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) habe die Forderung von Greenpeace im Dezember gestützt. Das ENSI müsse laut EDÖB den Bericht mit Ausnahme von Fabrikationsgeheimnissen entschwärzen. Ohne Begründung sperrte sich die Axpo gemäss Greenpeace im Januar gegen die Herausgabe des Berichts. Einen Monat später habe das ENSI mit einer Verfügung die Veröffentlichung des Berichts verhindert. Die Beschwerde von Greenpeace richtetet sich gegen diese Verfügung. GESCHÄFTSGEHEIMNISSE Der Energiekonzern Axpo hält dazu fest, man kommuniziere alle Informationen zum AKW Beznau lückenlos gegenüber der Aufsichtsbehörde ENSI. Es sei wichtig, dass die Aufsichtsbehörde jedes Detail sehe, auch Geschäftsgeheimnisse wie die Messverfahren der Lieferanten. Es verstehe sich von selbst, dass Axpo in einem Wettbewerbsumfeld agiere, wo jedes involvierte Drittunternehmen ein Recht auf Schutz seiner Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse habe und solche Informationen nicht an die Öffentlichkeit gehörten. Dies sei beim vorliegenden Fall auch so. (AWP)

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  • Energieanlagen in Schweizer Hand könnten Hälfte der AKW ersetzen 08.09.2016 08:20 Basel (awp/sda) - Schweizer Energieversorger und institutionelle Anleger haben in den letzten fünf Jahren im Ausland rund 7 Mrd CHF in Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie investiert. Diese liefern jährlich mehr als sechseinhalb Terawattstunden (TWh) Strom. Zum Vergleich: Die in der Schweiz betriebenen Anlagen, die von der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) profitieren, erzeugen insgesamt fast 3,4 TWh erneuerbare Energie pro Jahr, wie der Verein Energie Zukunft Schweiz (EZS) am Mittwochabend mitteilte. Demnach könnten Windparks und Solaranlagen in Schweizer Hand bereits knapp die Hälfte der Schweizer Kernkraftwerke ersetzen. Die Schweizer AKW lieferten im vergangenen Jahr 22 TWh Strom und deckten damit etwa einen Drittel des hiesigen Strombedarfs ab. Neben den bereits im Betrieb stehenden KEV-Anlagen hatten bis Ende Juni inländische Anlagen für zusätzliche 3,8 TWh Jahresproduktion einen positiven Finanzierungsentscheid erhalten. Projekte für weitere 6,4 TWh befinden sich auf der KEV-Warteliste. Dass gleichzeitig im grossen Stil in Anlagen im Ausland investiert wird, liegt laut EZS in den dortigen Rahmenbedingungen begründet. So winken attraktive Vergütung, schnellerer Bauabwicklung, günstigerer Planung sowie - insbesondere bei der Windenergie - oft besser geeignete Standorte. Im November entscheidet das Schweizer Stimmvolk bei der Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative, ob die AKW nach maximal 45 Jahren Laufzeit den Betrieb einstellen. Werde im gleichen Tempo wie bis anhin in erneuerbare Energien investiert, seien "in ungefähr sechs Jahren alle Schweizer Kernkraftwerke durch erneuerbare Energie ersetzt", schreibt die EZS weiter. (AWP)

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  • Grossbritannien macht Weg frei für Atomkraftwerk Hinkley Point 15.09.2016 12:55 (Ausführliche Fassung) LONDON (awp international) - Nach jahrelanger Debatte hat die britische Regierung dem Bau des umstrittenen Atomkraftwerks Hinkley Point zugestimmt. Die neue Regierung von Premierministerin Theresa May gab grünes Licht für den Deal mit dem französischen Energiekonzern EDF. Allerdings gebe es mehrere Bedingungen, teilte die Regierung am Donnerstag mit. So soll EDF seine Kontrollbeteiligung an dem Kraftwerk vor der Fertigstellung nicht ohne Zustimmung der Regierung verkaufen können. Auch nach Aufnahme des Betriebs soll Grossbritannien im Falle eines Verkaufs des EDF-Anteils an der Anlage eingreifen können. Paris begrüsste die Entscheidung als eine gute Nachricht für die französische Nuklearindustrie. "Diese Bestätigung ist ein bedeutender Schritt in der französisch-britischen Industrie- und Energie-Zusammenarbeit", sagte Wirtschafts- und Finanzminister Michel Sapin. Kritisch äusserte sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace. "Am Ende hat sich nicht energiewirtschaftliche Vernunft durchgesetzt, sondern die Interessen der Atomlobby und der beteiligten Investoren", meinte Sönke Tangermann von Greenpeace Energy. Die Investoren aus Frankreich und China hätten mächtig Druck gemacht. Noch Ende Juli hatten die Briten das Geschäft überraschend verschoben, nachdem sich der EDF-Verwaltungsrat bereits für die umstrittene Investition ausgesprochen hatte. Der britische Energieminister Greg Clark hatte angekündigt, alle Bestandteile des Projekts sorgfältig zu prüfen und im Frühherbst eine Entscheidung zu treffen. Das sorgte für erhebliche politische Spannungen auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Das Projekt mit zwei Reaktoren vom Typ EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) an der Westküste Englands soll nach früheren Angaben rund 21,5 Milliarden Euro kosten, rund ein Drittel soll der chinesische Partner China Nuclear Power Corporation (CGN) schultern. Im März war der EDF-Finanzchef Thomas Piquemal zurückgetreten, weil er Zweifel hatte, ob EDF die Milliardeninvestition stemmen kann. EDF ist zu mehr als 80 Prozent im Besitz des französischen Staates. Der Konzern musste im vergangenen Jahr deutliche Gewinneinbussen hinnehmen und will bis 2018 fünf Prozent seiner Arbeitsplätze in Frankreich abbauen. Gewerkschaften hatten daraufhin gefordert, den teuren Neubau in England zu stoppen./stw/stb/DP/fbr (AWP)

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  • Schweizer AKW sollen bis 2029 vom Netz gehen Alle AKW in der Schweiz sollen nach 45 Jahren Laufzeit abgeschaltet werden - wenn es die Sicherheit verlangt, auch schon früher. Mit der Atomausstiegsinitiative, die am Mittwoch ihre Kampagne startete, müssten die fünf AKW bis spätestens 2029 vom Netz gehen. Die Schweiz betreibe mit Beznau I und II und Mühleberg die drei ältesten Atomkraftwerke der Welt, teilte die Allianz "Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" mit. Beznau I sei mit seinen 47 Jahren der älteste Atomreaktor überhaupt und soll trotz Sicherheitsbedenken insgesamt 60 Jahre laufen. Noch nie sei ein AKW länger kommerziell betrieben worden. Das sei ein gefährliches Feldexperiment. Denn schwere Atomunfälle passierten immer wieder. Dieses Risiko sei unnötig. Atomausstieg unbestritten Der Atomausstieg sei im Grundsatz unbestritten, doch es fehle ein verlässlicher Plan. "Laufen lassen, so lange es geht, wie es das Parlament vorschlägt, ist fahrlässig und planlos", schreiben die Initianten weiter. Die Initiative verlangt deshalb, dass die Schweizer AKW nach spätestens 45 Betriebsjahren vom Netz genommen werden. Für Beznau I und II sowie Mühleberg hiesse das, dass sie 2017 abgestellt werden müssten, für Gösgen 2024 und für Leibstadt 2029. Dadurch erhielten die öffentliche Hand sowie die Unternehmen Investitionssicherheit für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Initianten sind überzeugt, dass die Stromversorgung nicht gefährdet wäre. Mit Strom aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse könne der Atomstrom naturverträglich und effizient ersetzt werden. Die neuen Technologien hätten sich bewährt. Ausserdem sei kaum ein anderes Land für die Energiewende besser positioniert als die Schweiz. Bereits heute seien zwei Drittel der Stromproduktion erneuerbar, nur ein Drittel müsste innerhalb der nächsten 13 Jahre noch ausgebaut werden. Die Grünen hatten das Volksbegehren nach der Atomkatastrophe von Fukushima von 2011 lanciert. Das Stimmvolk stimmt am 27. November darüber ab. Der Allianz "für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" gehören mehr als 40 Organisationen und Verbände an. Von den grösseren Parteien unterstützen die SP, die Grünen und die Grünliberalen das Begehren. (SDA)

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  • Umfrage sagt Ja zu Atomausstiegsinitiative voraus 21.10.2016 07:00 Bern (awp/sda) - Die Atomausstiegsinitiative findet gemäss einer ersten, online durchgeführten Tamedia-Abstimmungsumfrage eine Mehrheit. 55% der Befragten sagen Ja oder eher Ja, 43% Nein oder eher Nein. Der Anteil der Unentschlossenen beträgt 2%. Der Weiterbetrieb von AKW sei zu gefährlich, ein Super-GAU sei auch in der Schweiz nicht auszuschliessen, war mit 43% das am meisten genannte Argument der Ausstiegsbefürworter. 23% begründen ihr Ja mit dem Argument, dass die Entsorgung von radioaktivem Atommüll noch nicht gelöst sei. Mit 22% ebenso häufig wurde von den Befürwortern ins Feld geführt, dass der Atomausstieg ohne Laufzeitbeschränkung noch jahrzehntelang auf sich warten lasse. Auf der anderen Seite sind 33% der Initiativgegner der Meinung, dass Kernenergie klimafreundlich sei und dass ein verfrühter Ausstieg zum Import von dreckigem Kohlestrom führe. 31% der Ausstiegsgegner glauben, dass die Initiative die Stromversorgung in der Schweiz gefährde. 19% finden, dass eine starre Laufzeitbeschränkung keinen Sinn mache, sondern dass es auf den Zustand der einzelnen AKW ankomme. Befragt wurden Anfang dieser Woche online knapp 20'000 Personen in allen Landesteilen der Schweiz. Die Daten wurden für die Analyse nach demographischen, geographischen und politischen Variablen gewichtet, wie Tamedia am Freitag mitteilte. (AWP)

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  • Axpo schreibt erneut Milliardenverlust - Neue Einheit "Axpo Solutions" 21.12.2016 07:48 Zürich (awp) - Axpo hat im Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende September) erneut einen Riesenverlust erlitten. Dieser fiel mit -1,25 Mrd noch einmal höher aus als in den beiden Vorjahren. Im Geschäftsjahr 2014/15 hatte Axpo einen Fehlbetrag von 990 Mio CHF und 2013/14 einen solchen von 730 Mio geschrieben. Neben den Kraftwerken und Energiebezugsverträgen sei diesmal auch das eben erst eingeweihte Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern massiv von den Wertberichtigungen betroffen, teilte der Energiekonzern am Mittwoch mit. Insgesamt beliefen sich diese auf netto 1,6 Mrd CHF. Bereits Mitte September 2016 hatte Axpo hohe Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark angekündigt, weil die Preise am Grosshandelsmarkt für Strom länger tief bleiben dürften als ursprünglich angenommen. Die Gesamtleistung sank in der Berichtsperiode auf 5,42 Mrd CHF nach 5,86 Mrd im Vorjahr. Der Free Cashflow erreichte -529 Mio CHF nach -238 Mio. Axpo verfüge nach wie vor über eine solide Bilanz, heisst es. Angesichts des herausfordernden Marktumfelds müsse man sich allerdings auch in den kommenden Jahren darauf ausrichten, Kosten zu senken, das Kerngeschäft zu optimieren und über Weiterentwicklung und Innovation neue, rentable Ertragsquellen zu erschliessen. "Die nachhaltige Sicherung der Profitabilität, Liquidität und der Kapitalmarktfähigkeit bleibt das oberste strategische Ziel von Axpo." Kapital solle künftig nicht nur von Axpo, sondern auch von neuen Investoren kommen, heisst es weiter. Statt bestehende Kraftwerke an Dritte zu verkaufen, will die Gesellschaft Investoren am Geschäftserfolg mit erneuerbaren Energien und dem internationalen Geschäft mit massgeschneiderten Kundenlösungen teilhaben lassen. Wegen der zurückgehenden Cashflows in der konventionellen Stromproduktion könne nämlich nicht im gewünschten Ausmass in die neuen Geschäftsfelder investiert werden. Unter dem Arbeitstitel "Axpo Solutions" werden daher diese Kompetenzen zusammen mit den Netzen und der Asset-Vermarktung in einer neuen Einheit gebündelt. Investoren sollen mit einem noch zu bestimmenden Minderheitsanteil an der neuen Firma beteiligt werden. Für den Aufbau rechnet Axpo mit einem Zeitbedarf von gut zwei Jahren und sieht den Gang an den Kapitalmarkt für das Jahr 2019 vor. ys/uh (AWP)

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  • Atomkraftwerk Leibstadt ist wieder am Netz 20.02.2017 18:07 Leibstadt (awp/sda) - Das Atomkraftwerk Leibstadt AG ist wieder am Netz. Der Reaktor, der wegen einer Fehlfunktion an der Abgasanlage am Samstag abgeschaltet worden war, wurde am Montag wieder hochgefahren. Es war das zweite Wiederanfahren innerhalb weniger Tage. Nachdem die Anlage am Freitag nach einem halben Jahr Stillstand wieder eingeschaltet worden war, musste sie in der Nacht auf Samstag von Hand wieder abgeschaltet werden. Grund war eine über das Wochenende behobene Fehlfunktion in der Abgasanlage im Maschinenhaus. Bevor es am Freitag wieder angeschaltet worden war, hatte das Atomkraftwerk wegen oxydierter Brennstäbe rund ein halbes Jahr lang stillgestanden. Die Brennstäbe waren zeitweise ungenügend gekühlt gewesen. (AWP)

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  • Frankreich / Frankreich besiegelt Schliessung von AKW Fessenheim nahe Basel 09.04.2017 17:08 (Meldung durchgehend ausgebaut, u.a. mit Reaktionen aus Deutschland und Basel) Paris (awp/sda/dpa/afp) - Frankreich hat die Schliessung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim rund 40 Kilometer nördlich von Basel besiegelt. Das am Sonntag von der Regierung im Amtsblatt veröffentlichte Dekret knüpft die Stilllegung indes an die Inbetriebnahme des neuen Atomkraftwerks in Flamanville. Energie- und Umweltministerin Ségolène Royal hatte die Schliessung des AKW Fessenheim bereits angekündigt und die Abschaltung für 2018 versprochen. Royal würdigte das Dekret am Sonntag als Beitrag zur Energiewende, die Frankreichs Abhängigkeit von der Atomkraft verringern soll. Der Beschluss könnte allerdings von einer künftigen Regierung durch eine Gesetzesänderung rückgängig gemacht werden, dies hatte Ministerin Royal am Freitag selbst eingeräumt. Der Streit um Frankreichs ältestes Atomkraftwerk - es ging 1977 ans Netz - ist jedenfalls noch lange nicht erledigt. Fessenheims Bürgermeister Claude Brender kündigte im Regionalsender "France Bleu Alsace" Beschwerde beim Staatsrat an, der in Frankreich oberster Verwaltungsrichter ist. Das Regierungsdekret nimmt Bedingungen auf, die der Betreiber EDF gestellt hatte. So soll Fessenheim erst dann geschlossen werden, wenn der Europäische Druckwasserreaktor (EPR) in Flamanville am Ärmelkanal ans Netz geht - er soll nach bisherigen Ansagen Ende 2018 fertig sein. Das Projekt sorgte allerdings bisher mit Verzögerungen und Kostensteigerungen für Schlagzeilen. So prüfte die Atomaufsicht Materialprobleme am Reaktorbehälter. Solange sie keine Zustimmung gibt, kann es nicht losgehen. Eine Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet. "TEUFLISCHE BINDUNG" Im Atomkraftwerk Fessenheim gibt es immer wieder Pannen und Zwischenfälle. Kritiker verweisen zudem auf das Erdbebenrisiko in der Region. Ein Reaktor ist bereits seit vergangenem Jahr vom Netz, weil Materialfehler an einem Dampferzeuger überprüft werden. Mit dem Dekret vom Sonntag verlängert sich die Laufzeit von Fessenheim zunächst weiter. Die beiden Reaktoren sind seit 40 Jahren in Betrieb. Umweltschützer in Frankreich, Deutschland und der Schweiz kämpfen seit langem für ihre Stilllegung. Auch die deutsche Regierung fordert schon länger die Abschaltung. Die deutschen Grünen bezeichnen das Kraftwerk als "Schrottreaktor". Die deutsche Grünen-Chefin Simone Peter sprach in Berlin von einem wichtigen energiepolitischen Schritt in Frankreich. "Faktisch steht der endgültige Abschalttermin allerdings in den Sternen, denn die Aufhebung der Betriebserlaubnis bleibt an den Starttermin des Europäischen Druckwasserreaktors in Flamanville gebunden." Diese "teuflische Bindung" erlaube es, dass Fessenheim noch lange weiterlaufen könne. WAHLVERSPRECHEN VON HOLLANDE Die Schliessung von Fessenheim war ein Wahlversprechen von Präsident François Hollande, der im Mai aus dem Amt scheidet. Französische Gewerkschaften wehren sich gegen die Abschaltung. Bereits im Januar hatten sich der Stromkonzern EDF und der französische Staat auf eine Entschädigung von rund 490 Millionen Euro für die Kosten der Schliessung verständigt. Der EDF-Verwaltungsrat machte am vergangenen Donnerstag den Weg für die Schliessung grundsätzlich frei. Der Antrag zur Aufhebung der Betriebserlaubnis soll aber frühestens sechs Monate vor der geplanten Schliessung gestellt werden. Das Thema Fessenheim spaltet auch französische Präsidentschaftskandidaten. Der sozialliberale Anwärter Emmanuel Macron kündigte an, er wolle die Entscheidung nach einem Wahlsieg beibehalten. Seine rechtspopulistische Kontrahentin Marine Le Pen kritisierte hingegen eine "ideologische Entscheidung". Frankreich setzt seit Jahrzehnten auf die Nuklearenergie. Drei Viertel des Strombedarfs kommen aus Atommeilern. BASLER REGIERUNG ZUFRIEDEN Die baselstädtische Regierung zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zufrieden. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) liess auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda ausrichten, er habe das Dekret noch nicht lesen können. Wenn sich das so bestätige, sei die Schliessung von Fessenheim eine gute Nachricht für die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung in der Region. Es gelte nun abzuwarten, wie das Dekret umgesetzt werde. (AWP)

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  • Hier eine Zusammenfassung in 6 Zeilen:


    Das Energieproblem wäre ganz einfach zu lösen.
    1. Auf allen Dächern Solarziegel montieren.
    2. Stauseen ausbauen und als Batterie betreiben.
    3. Atomkraftwerke abschalten.

    Was wollen die Lobbyisten ?
    Alles, nur das nicht !

  • Atomenergie muss ersetzt werden, aber wie ?

    Atomenergie hat nach jetziger Technik in der Schweiz keine Zukunft mehr, schon weil dies niemand mehr finanzieren würde.
    Nun muss Ersatz her. Sonne, Wind, Wasserkraft, etc. sind meist ausreichend vorhanden, aber eben an einigen Winterwochen NICHT. Speicherstauseen, Accumulatoren, Gas und Holz, etc. helfen für einen beschränkten Ausgleich, auch bei täglichen Schwankungen.
    In der Privatwirtschaft muss dies aber ausgebaut und vorfinanziert werden. Diese Anlagen müssen die Kosten decken und einen Gewinn erwirtschaften können. Wenn sie nun nur kurzzeitig gebraucht werden, sind die Kosten enorm; d.h. diese Lückenbüsser-Energie kann bis 100 MAL TEURER sein, oder muss subventionniert. Deshalb sollte man KEINE SOLAR- oder WINDANLAGEN subventionnieren, sondern nur ENERGIESPEICHER, wie Stauseen, Accus, Wasserstofftanks, Gasspeicher, etc. Ob dies dann ausreicht, werden wir sehen. Unser Stromnetz muss unbedingt stabil gehalten werden, sonst bricht die Wirtschaft ein: Lifte bleiben stehen, Computer, TV und Licht fallen aus, Kühlaggregate und Heizungen, Wasserversorgung fallen aus, u.v.m.
    Die Stromversorgung ist kein Spielzeug für grüne Umweltspinner ! Es braucht ein flexibles Netz mit vielen kurzfristigen Regulierungen. Wir schaffen das !