Schuldenkrise Europa

  • Deutsche Freiberufler finden schwieriger Personal

    Die Personalsuche wird auch für Freiberufler schwieriger. Inzwischen geht gut jeder sechste davon aus, in den nächsten beiden Jahren weniger Beschäftigte zu haben als heute, wie aus der halbjährlichen Konjunkturumfrage des Bundesverbands der Freien Berufe in Deutschland hervorgeht.


    04.06.2023 17:43


    Gleichzeitig sinkt demnach der Anteil derer, die mit gleich viel oder gar mehr Personal rechnen. "Bei den Freien Berufen sind rund 340'000 Stellen unbesetzt", teilte der Verband am Sonntag mit. Das seien massive Lücken bezogen auf rund 4,5 Millionen Beschäftigte. Zu den Freien Berufen zählen etwa Ärztinnen, Anwälte, Architektinnen und Autoren./bf/DP/mis

    (AWP)

  • Deutschland: Exporte legen im April überraschend zu

    Der deutsche Aussenhandel ist solide ins zweite Quartal gestartet. Die Ausfuhren erhöhten sich gegenüber März um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.


    05.06.2023 08:14


    Analysten hatten dagegen im Schnitt einen Rückgang um 2,5 Prozent erwartet. Die Einfuhren gingen von März auf April um 1,7 Prozent zurück. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 18,4 Milliarden Euro aus.

    /bgf/stk

    (AWP)

  • EZB-Umfrage: Inflationserwartungen der Verbraucher gehen spürbar zurück

    Die Inflationserwartungen der Verbraucher in der Eurozone sind laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) merklich gesunken. Die Erwartungen für die Teuerung auf Sicht von zwölf Monaten fielen im April im Vergleich zum Vormonat von 5,0 auf 4,1 Prozent, wie die EZB am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im März waren die Inflationserwartungen noch deutlich gestiegen. Die Erwartung für die Teuerung in drei Jahren fiel im April nach dem Anstieg im Vormonat nun von 2,9 auf 2,5 Prozent.


    06.06.2023 11:17


    Die Inflationserwartungen der Verbraucher seien so deutlich zurückgegangen, dass sie den Anstieg des Vormonats grösstenteils wieder wettgemacht hätten, schrieb die EZB. Bereits in den Monaten vor März waren die Erwartungen auf hohem Niveau tendenziell gesunken. Nicht nur die Inflationserwartungen, auch die Unsicherheit über die künftige Inflationsentwicklung und die von den Verbrauchern wahrgenommene Inflation fielen im April. Letzteres galt insbesondere für jüngere Befragte im Alter zwischen 18 und 34 Jahren.


    Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Teuerung von zwei Prozent an. In den vergangenen Monaten ist die hohe Inflation tendenziell gefallen, im Mai betrug sie 6,1 Prozent. Die EZB hat ihre Leitzinsen seit Mitte 2022 deutlich angehoben. Zuletzt stellte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, weitere Leitzinserhöhungen in Aussicht. Das Ausmass allerdings ist ungewiss.


    Die Verbraucherumfrage ("Consumer Expectations Survey") erscheint monatlich. Befragt werden etwa 14 000 Personen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Belgien.


    Die Länder stehen für etwa 85 Prozent der Wirtschaftsleistung in der Eurozone.


    Inflationserwartungen spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der EZB./la/jsl/mis

    (AWP)

  • Eurozone: Einzelhandelsumsätze stagnieren im April

    Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben zuletzt stagniert. Im April lagen sie auf dem Niveau des Vormonats, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.


    06.06.2023 11:02


    Allerdings ist der Rückgang im März mit revidierten 0,4 Prozent merklich geringer als zunächst ermittelt ausgefallen. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang von 1,2 Prozent festgestellt worden.

    Besonders deutlich sanken im April die Umsätze mit Motorenkraftstoffen sowie mit Lebens- und Genussmitteln. Gestiegen sind sie im Versand- und Interneteinzelhandel.


    Im Jahresvergleich fielen die Umsätze im gesamten Einzelhandel im April um 2,6 Prozent. Hier war ein Rückgang um 3,0 Prozent erwartet worden./jsl/bgf/mis

    (AWP)

  • Deutsche Industrie erhält erneut weniger Aufträge

    (Ausführliche Fassung) - Die deutsche Industrie ist schwach ins zweite Quartal gestartet. Die Auftragseingänge fielen im April gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der Rückgang folgt auf einen Einbruch im März, der mit 10,9 Prozent sogar noch etwas deutlicher ausfiel als bisher bekannt. Zum Vorjahresmonat gingen die Auftragseingänge im April um 9,9 Prozent zurück.


    06.06.2023 09:45


    "Nach dem starken Einbruch im März entwickelten sich die Auftragseingänge auch am Anfang des zweiten Quartals insgesamt schwach", kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Allerdings sei der Auftragsbestand noch immer auf vergleichsweise hohem Niveau. "Insgesamt deuten die schwachen Auftragseingänge aber noch nicht auf kurzfristige Wachstumsimpulse für die Industrieproduktion hin."


    Im Detail stieg die Nachfrage aus dem Inland im April, die Auslandsnachfrage gab hingegen nach. Investitions- und Konsumgüter wurden jeweils weniger geordert als im Vormonat. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern zogen dagegen an. Für Belastung sorgten vor allem Grossaufträge. Ohne diese schwankungsanfällige Komponente wären die Gesamtaufträge um 1,4 Prozent gestiegen.


    Das Wirtschaftsministerium wies darüber hinaus darauf hin, dass die Entwicklung nicht in allen Bereichen schwach verlaufen sei. Zuwächse hätten die Bereiche Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile sowie chemische Erzeugnisse verzeichnet. Rückgänge habe es dagegen in den Bereichen pharmazeutische Erzeugnisse und Maschinenbau gegeben.


    Ökonom Ralph Solveen von der Commerzbank sprach von schwierigen Zeiten für die Industrie. Zwar dürfte die Produktion noch einige Monate durch die während der Corona-Pandemie liegengebliebenen Aufträge gestützt werden. "In der zweiten Jahreshälfte droht aber ein deutlicher Rückgang, der massgeblich dazu beitragen dürfte, dass die deutsche Wirtschaft insgesamt in der zweiten Jahreshälfte schrumpfen wird."/bgf/la/mis

    (AWP)

  • Deutschland: Erzeugerpreise steigen so schwach wie seit über zwei Jahren nicht

    In Deutschland schwächt sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene weiter ab. Im Mai stiegen die Produzentenpreise im Jahresvergleich um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der niedrigste Zuwachs seit Januar 2021. Im vergangenen Jahr waren die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, zeitweise mit einer Rekordrate von 45,8 Prozent gestiegen. Seither ist der Preisauftrieb rückläufig.


    20.06.2023 08:21


    Hauptverantwortlich für den jüngsten Preisanstieg seien Investitions- und Verbrauchsgüter gewesen, erklärten die Statistiker. Vor allem Maschinen sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile waren deutlich teurer als vor einem Jahr. Die Preise für Nahrungsmittel legten mit 11,9 Prozent erneut kräftig zu. Die Preise für Vorleistungsgüter gingen jedoch ebenso zurück wie die Energiepreise. Im vergangenen Jahr hatte sich Energie wegen des Ukraine-Kriegs stark verteuert.


    Die Erzeugerpreise erfassen den Preisdruck auf Herstellerebene, indem sie die Verkaufspreise der Produzenten abbilden. Die Entwicklung wirkt sich auch auf die Verbraucherpreise aus, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Aufgrund der hohen Teuerung hat die EZB ihre Leitzinsen seit vergangenem Sommer deutlich angehoben. Es werden weitere Anhebungen erwartet./bgf/men

    (AWP)

  • Eurozone: Leistungsbilanz mit geringerem Überschuss

    Die Leistungsbilanz der Eurozone hat im April einen geringeren Überschuss ausgewiesen. Der Saldo fiel von rund 31 Milliarden Euro im Vormonat auf rund 4 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Entwicklung geht vor allem auf die Handelsbilanz zurück, deren Überschuss kräftig zurückging. Die Dienstleistungsbilanz wies einen leicht geringeren Überschuss aus, die Einkommensbilanzen waren defizitär.


    20.06.2023 10:39


    In der Leistungsbilanz werden der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen abgebildet. Sie stellt den volkswirtschaftlichen Austausch der Eurozone mit Ländern ausserhalb des Währungsraums dar. Im vergangenen Jahr war die Bilanz zeitweise deutlich ins Minus gerutscht, was vor allem auf wesentlich teurere Energieimporte infolge des Ukraine-Kriegs zurückging. Mittlerweile sind die Energiepreise aber wieder gefallen./bgf/jsl/stk

    (AWP)

  • Geschäfte für EU-Unternehmen in China immer schwieriger

    Europäische Unternehmen finden das Geschäftemachen in China so schwierig wie noch nie. Als Investitionsstandort verliert die zweitgrösste Volkswirtschaft an Attraktivität, wie am Mittwoch aus einer Umfrage der Europäischen Handelskammer in China hervorging.


    21.06.2023 06:38


    Angesichts wachsender Risiken und eines unberechenbaren Umfeldes sagte eine Rekordzahl von 64 Prozent der befragten Firmen, dass es in China beschwerlicher geworden sei, Geschäfte zu betreiben.


    Als Konsequenz prüften die Unternehmen, "wie viele Eier sie in ihrem China-Korb behalten wollen", teilte die EU-Kammer in Peking bei der Vorlage der Ergebnisse mit. Elf Prozent hätten Investitionen schon aus China abgezogen. Zehn Prozent hätten bereits ihr Asien-Hauptquartier aus China verlegt oder planten eine Verlegung. 62 Prozent beklagten, wegen mangelnden Marktzugangs oder regulatorischer Hürden Geschäftsmöglichkeiten verpasst zu haben. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen.


    Geopolitische Spannungen

    Die Politik und geopolitische Spannungen beeinträchtigen zunehmend das Geschäft: 59 Prozent schilderten, dass das Umfeld politisiert sei - ein Zuwachs um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. "Die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine haben auch den Blick auf den chinesischen Markt verändert, indem sie Unternehmen gezwungen haben, ernsthaft darüber nachzudenken, ob oder wie sie im Falle einer Eskalation der Spannungen in der Taiwanstrasse betroffen sein könnten", teilte die Kammer mit.


    Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Taiwan besitzt hingegen seit mehr als sieben Jahrzehnten eine eigenständige Regierung und sucht mehr internationale Anerkennung als Staat. Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit der Insel verpflichtet und liefern Waffen. So könnte die Grossmacht leicht in den Konflikt hineingezogen werden.


    Drei von vier Unternehmen haben ihre Lieferketten in den vergangenen zwei Jahren überprüft. 64 Prozent gaben an, sie widerstandsfähiger machen zu wollen. Fast ein Drittel nannte geopolitische Faktoren als Grund. Ein Viertel verwies aber auch auf politische Entwicklungen in China, das sich stärker auf eigene Füsse stellen will. Zwölf Prozent der EU-Firmen haben Teile ihrer Lieferketten bereits aus China abgezogen, wie die Umfrage weiter ergab.


    Mehr Umsatzeinbussen

    Auch die Einnahmen laufen nicht mehr wie früher. 30 Prozent berichteten Umsatzeinbussen - dreimal mehr als im Vorjahr. Als einer der Gründe wurde das langsamere Wachstum in China genannt, das 2022 wegen Lockdowns und anderer Covid-Beschränkungen nur drei Prozent erreichte. Auch die Profitabilität ging zurück. Obwohl China im Dezember abrupt die Null-Toleranz-Politik beendet hatte, blicken die Unternehmen heute nicht optimistischer in die Zukunft. Vielmehr sind nur noch 55 Prozent zuversichtlich - ein Rückgang um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als in China noch Null-Covid galt.


    "Erhöhte Herausforderungen für Geschäfte in China, geopolitische Spannungen sowie die Schwäche der chinesischen und globalen Wirtschaft haben Chinas Attraktivität als Investitionsziel untergraben", teilte die Kammer mit. Der Exodus von Ausländern, der durch die Null-Covid-Politik verstärkt worden war, wurde als weiteres Problem beschrieben. 16 Prozent haben gar keine Ausländer mehr in ihrem Unternehmen arbeiten - fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Kleine und mittelgrosse Unternehmen sind besonders betroffen.


    "All diese Faktoren gehen mit erheblichen Kosten einher, da die Mitgliedsunternehmen von einem verringerten Know-how-Transfer, von Schwierigkeiten in der Kommunikation und sogar der Notwendigkeit berichten, Investitionen zu verschieben", teilte die Kammer mit. "Die Diskrepanz zwischen den Unternehmenszentralen und den Betriebsrisiken in China schädigen weiter das Vertrauen in den chinesischen Markt weiter und lösen einen Teufelskreis des Rückzugs aus."


    Die jährliche Umfrage, an der sich diesmal 570 Unternehmen beteiligt haben, wurde im Februar und Anfang März in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Roland Berger vorgenommen.

    (AWP)

  • Deutsche Patentanmeldungen in Digitaltechnik gehen zurück

    Die Patentanmeldungen deutscher Unternehmen in der Digitaltechnologie gehen zurück - im Gegensatz zur Konkurrenz aus den USA und China. Nach einer Auswertung des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) ist 2022 in fünf untersuchten Bereichen die Zahl der veröffentlichten Patentanmeldungen heimischer Unternehmen gesunken. US-Unternehmen liegen zahlenmässig überall vorn, wie die Münchner Bundesbehörde am Mittwoch vor der Veröffentlichung ihres Jahresberichts mitteilte.


    21.06.2023 06:43


    Die Fachleute des DPMA werteten sämtliche 2022 beim Deutschen und beim ebenfalls in München ansässigen Europäischen Patentamt veröffentlichten Anmeldungen mit Wirkung für Deutschland aus, ohne Doppelzählungen. Das waren in alphabetischer Reihenfolge audiovisuelle Technik, Computertechnik, Datenverarbeitung für betriebswirtschaftliche Zwecke, digitale Kommunikationstechnik und Halbleiter. Die Zahlen spiegeln nicht die ganz aktuelle Entwicklung wider, da Patentanmeldungen erst nach einer Frist von 18 Monaten veröffentlicht werden.


    Die zwei zahlenmässig stärksten Bereiche waren die Computertechnik mit 16 844 Anmeldungen und die digitale Kommunikationstechnik mit 16 368. Bei letzterer ist Deutschland unter den fünf anmeldestärksten Nationen nicht vertreten, zu diesem Bereich zählt unter anderem die drahtlose Kommunikation inklusive Mobilfunk.


    In der Computertechnik liegen heimische Unternehmen mit 1794 veröffentlichten Anmeldungen auf Platz drei hinter den USA mit 6789 und China mit 2298. Die Patentanmeldungen aus diesen beiden Ländern legten jedoch jeweils um etwa 14 Prozent zu, während die Zahl der deutschen um knapp zwei Prozent sank.


    DPMA-Präsidentin Eva Schewior sagte: "Wenn wir bei den digitalen Schlüsseltechnologien den Anschluss verlieren, wird unsere Innovationskraft in allen Branchen leiden." Deutschland habe mit starken Technologieunternehmen, guten Hochschulen und vielen talentierten technischen Absolventinnen und Absolventen auch in den digitalen Technologien enormes Potenzial. "Dieses Potenzial müssen wir besser in geschützte Innovationen und dann in attraktive Produkte umsetzen", sagte Schewior./cho/DP/zb

    (AWP)

  • Deloitte-Umfrage: Viele Deutsche sparen an Lebensmitteln

    Viele Bürger in Deutschland sparen einer neuen Umfrage zufolge wegen der Inflation beim Lebensmittelkauf. Die Teuerung führt demnach dazu, dass ein beträchtlicher Teil der Verbraucherinnen entweder günstigere Lebensmittel wählt oder bestimmte Produktgruppen vom Einkaufszettel streicht, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte am Mittwoch in München mitteilte.


    21.06.2023 06:51


    Demnach sagten 37 Prozent, dass sie mittlerweile bevorzugt die günstigeren Eigenmarken der Supermarktketten kaufen. Mehr als ein Drittel - 35 Prozent - kaufte demnach billiges Fleisch. Ein Fünftel sagte, dass sie schon weniger Lebensmittel gekauft hätten, als sie eigentlich wollten.


    Deloitte befragte im Rahmen des jährlichen "Global Consumer Pulse Survey" 25 000 Verbraucherinnen und Verbraucher in 25 Ländern, in Deutschland waren es 1000 im April. Hinzu kam laut Deloitte eine ergänzende Umfrage im Juni mit identischer Stichprobe.


    Die deutsche Bevölkerung gilt im Vergleich mit den Nachbarländern traditionell ohnehin als vergleichsweise sparsam beim Lebensmittelkauf. Die Umfrage bestätigte das: 35 Prozent sagte, dass sie bei Lebensmitteln vor allem aufs Geld achten. Laut Deloitte geben die Deutschen im Schnitt 15 Prozent ihres Monatsbudgets für Lebensmittel aus, verglichen mit 18 Prozent in Italien und 17 Prozent in Frankreich.


    Allerdings kauft demnach auch ein wachsender Anteil von Verbraucherinnen und Verbrauchern bevorzugt gesunde und damit teurere Lebensmittel - also etwa frische Lebensmittel anstelle günstigerer Fertiggerichte. Dem Ernährungstyp "gesund" ordneten sich 23 Prozent zu./cho/DP/zb

    (AWP)

  • Fast die Hälfte der Neubesetzungen in deutschen Vorständen sind Frauen

    Frauen kommen einer Studie zufolge bei der Neubesetzung von Topposten in börsennotierten deutschen Unternehmen zunehmend zum Zug. Nach einer Auswertung der gemeinnützigen Allbright-Stiftung wurden zwischen September 2022 und März 2023 für fast die Hälfte aller neu zu besetzenden Vorstandsjobs in Unternehmen der Dax-Familie Managerinnen ausgewählt. Das sei eine ungewöhnlich starke Dynamik. Im Schnitt werden demnach in jedem Jahr insgesamt etwa 100 Topposten in den 160 Firmen neu besetzt.


    21.06.2023 07:18


    Trotz des jüngsten Anstiegs ist die Topetage der Unternehmen aus den Börsenindices Dax, MDax und SDax weiterhin von Männern dominiert. Zum 1. März des laufenden Jahres lag der Frauenanteil in den 160 Firmen bei 17,1 Prozent, ein Jahr zuvor waren es 14,3 Prozent.


    Börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen müssen bei Neubesetzbesetzungen in dem Gremium inzwischen darauf achten, dass mindestens eine Frau in der Führungsetage sitzt. Dieses Mindestbeteiligungsgebot gilt seit dem 1. August 2022.


    Aus Sicht der Stiftung sollten Unternehmen mehr unternehmen, um weibliche Führungskräfte intern zu fördern. Während männliche Vorstände vor allem als "Eigengewächse" an die Spitze befördert würden, schafften es Managerinnen bislang in der eigenen Firma deutlich seltener an die Spitze. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der heutigen weiblichen Vorstandsmitglieder der Dax-Familie haben demnach nicht im eigenen Unternehmen Karriere gemacht, sondern wurden extern für den Vorstand oder die Ebene darunter rekrutiert. Dagegen waren 83 Prozent der in den letzten fünf Jahren intern beförderten Vorstandsmitglieder Männer.


    "Wenn wir deutlich mehr Frauen in den Vorständen sehen wollen, brauchen wir Parität nicht nur bei den externen Besetzungen, sondern auch bei den internen Beförderungen bis in die Unternehmensführung", mahnten Stiftungsgeschäftsfrüher Wiebke Ankersen und Christian Berg. "Die Unternehmen müssen selbst systematisch einen viel grösseren Pool an weiblichen Führungskräften auf allen Ebenen aufbauen, daran führt kein Weg vorbei."


    Die deutsch-schwedische Allbright-Stiftung setzt sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft ein./mar/DP/stk

    (AWP)

  • Fast eine Million Neuzulassungen auf dem EU-Automarkt im Mai

    Die spürbare Erholung auf dem EU-Automarkt hat sich auch im Mai weiter fortgesetzt. Mit einem Plus von 18,5 Prozent wurden im vergangenen Monat 938 950 Autos neu zugelassen, wie der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Es sei der zehnte Monat infolge gewesen, in dem mehr Fahrzeuge verkauft wurden als im Vorjahresmonat. Vor allem die Automärkte in Italien, Deutschland und Frankreich belebten sich merklich.


    21.06.2023 08:11


    Die Zahl der Neuanmeldungen von Elektroautos zog überproportional deutlich um rund 71 Prozent auf 129 847 Stück an, ihr Anteil an allen Neuzulassungen kletterte um fast vier Prozentpunkte auf 13,8 Prozent.


    In den ersten fünf Monaten lagen die Neuzulassungen mit gut 4,39 Millionen Fahrzeuge 18 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, nachdem die Produktion und die Verkäufe der Autobauer zuvor lange vor allem durch fehlende Elektronikchips und andere Teile gebremst worden waren./tav/nas/zb

    (AWP)

  • Frankreich will Wirtschaftsbeziehungen mit China ausbauen

    Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat bei einem Treffen mit Chinas Ministerpräsident Li Qiang für engere Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern geworben. "Wir sind wirtschaftliche Partner ersten Ranges, China und Frankreich", sagte Le Maire am Mittwochabend in Paris. Diese Zusammenarbeit zwischen zwei souveränen Nationen gelte es auf der Grundlage eines gleichberechtigten Wettbewerbs auszubauen.


    21.06.2023 21:28


    Französische Firmen liebten China, wollten dort investieren und zu fairen Konditionen Zugang zu den Märkten erhalten, sagte Le Maire bei der Begegnung mit Unternehmern aus beiden Ländern. "Die chinesischen Firmen sind in Frankreich willkommen", meinte er. Es gelte, die Kooperation auf neue Wirtschaftsbereiche wie etwa die Umwelttechnik auszudehnen. "Wir wollen mehr chinesische Investoren in Frankreich willkommen heissen", sagte Le Maire, und warb um Partnerschaften im Bereich von Elektroautos und der Batterietechnik.


    Das Treffen von Le Maire und Li Qiang fand am Vorabend des Internationalen Gipfels für einen neuen globalen Finanzpakt in Paris statt, an dem der chinesische Ministerpräsident teilnimmt./evs/DP/nas

    (AWP)

  • Europäische Autoindustrie verliert laut Studie an Boden

    Die europäische Autoindustrie dürfte nach Einschätzung der Unternehmensberatung BCG weltweit Marktanteile an chinesische und amerikanische Autobauer verlieren. Bei einem Rückgang des Weltmarktanteils von 26 auf 24 Prozent bis zum Jahr 2040 würden 300 000 Arbeitsplätze verloren gehen und die Wirtschaftsleistung um 37 Milliarden Euro schrumpfen, schrieben die Branchenexperten in einer am Freitag veröffentlichten Studie.


    23.06.2023 06:32


    Neue Konkurrenten mit kostengünstig produzierten, digitalisierten und voll vernetzten E-Autos könnten als innovative Marken Boden gewinnen und den Markenwert der europäischen Autobauer schmälern. Diese kämpften mit Fachkräftemangel und steigenden Energiepreisen. Die Entwicklung werde davon abhängen, ob die hiesige Autoindustrie die Technologieführerschaft behalten und weiter kosteneffizient produzieren kann, aber auch vom geopolitischen Umfeld und dem Absatzmarkt in China.


    Neben dem Basisszenario skizzierte BCG auch ein Best-Case- und ein Worst-Case-Szenario. "Neue Technologien und grüne Energie sind für die europäische Autoindustrie eine riesige Chance", sagte Branchenexperte Albert Waas: "Bis 2040 sind 800 000 neue Arbeitsplätze und Steuer-Mehreinnahmen von 25 Milliarden Euro möglich." Aber "insgesamt sind die Abwärtsrisiken höher als das Aufwärtspotenzial", heisst es in der Studie. Im schlechtesten Fall könnte sich der Marktanteil europäischer Autobauer bis 2040 halbieren und die jährliche Wirtschaftsleistung um ein Drittel oder 145 Milliarden Euro fallen. Dies würde mit dem Verlust von 1,5 Millionen Arbeitsplätzen einhergehen./rol/DP/zb

    (AWP)

  • Auch im April Auftragsflaute auf dem Bau in Deutschland

    Die Auftragsflaute auf dem Bau hat im April angehalten. Das Bauhauptgewerbe in Deutschland verzeichnete bereinigt um Preiserhöhungen (real) weniger Aufträge - sowohl im Vergleich zum März 2023 (minus 1,3 Prozent) als auch im Vergleich zum April des Vorjahres (minus 10,3 Prozent). Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.


    23.06.2023 08:24


    Hohe Baupreise und gestiegene Zinsen belasten seit Monaten die Nachfrage. Der nominale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker im April 2023 mit einem Volumen von 8,0 Milliarden Euro trotz der deutlich gestiegenen Baupreise nur um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.


    Von Januar bis einschliesslich April des laufenden Jahres sanken die Neubestellungen im Bauhauptgewerbe zum Vorjahreszeitraum kalender- und preisbereinigt (real) um 16,9 Prozent und nominal um 4,2 Prozent. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Strassen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau)./ben/DP/zb

    (AWP)

  • Stärkster Preisrückgang bei Wohnimmobilien in Deutschland seit 23 Jahren

    Wohnimmobilien in Deutschland haben sich zu Jahresbeginn so stark verbilligt wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Im ersten Quartal 2023 sanken die Preise um durchschnittlich 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Es war der stärkste Rückgang innerhalb eines Jahres seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Im Vergleich zum vierten Quartal 2022 waren Wohnimmobilien durchschnittlich 3,1 Prozent günstiger.


    23.06.2023 08:33


    Bereits im vierten Quartal 2022 hatte die Behörde spürbare Preisrückgänge nach dem jahrelangen Immobilienboom festgestellt. Hauptgrund für die Wende am Immobilienmarkt sind die kräftig gestiegenen Bauzinsen, die Kredite stark verteuert haben. Hinzu kommt die hartnäckig hohe Inflation, die die Kaufkraft der Menschen verringert. Viele Menschen können sich den Immobilienkauf nicht mehr leisten. Das Neugeschäft der Banken mit Wohnimmobilienkrediten an Privatleute liegt seit Monaten am Boden, im April brach es laut Bundesbank-Daten abermals um rund die Hälfte ein.


    Sowohl in den Städten als auch in den ländlichen Regionen sanken die Preise den Angaben zufolge zu Jahresbeginn. Dabei gingen sie in den Städten stärker zurück. Die grössten Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf verzeichnet. Hier verbilligten sich Ein- und Zweifamilienhäuser um 10,4 Prozent, für Wohnungen musste 6,4 Prozent weniger gezahlt werden als im ersten Quartal 2022./mar/DP/jha

    (AWP)

  • Unternehmensstimmung im Euroraum trübt sich deutlich ein

    (Ausführliche Fassung) - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im Juni deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global fiel zum Vormonat um 2,5 Punkte auf 50,3 Zähler, wie S&P am Freitag in London nach einer ersten Umfragerunde mitteilte. Damit liegt der Indikator nur noch leicht über der Grenze, die Wirtschaftswachstum von Schrumpfung trennt. Analysten hatten mit einem geringfügigen Rückgang des vielbeachteten Indikators auf im Schnitt 52,5 Punkte gerechnet.


    23.06.2023 11:27


    "Nach der kurzen Belebung im Frühjahr ist das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Juni nahezu zum Stillstand gekommen", kommentierte S&P die Zahlen. Der Auftragseingang sei erstmals seit Januar wieder gesunken, der Stellenaufbau habe sich abermals verlangsamt. Die Geschäftsaussichten verschlechterten sich ebenfalls. Positiv wird angemerkt, dass sich der Inflationsdruck spürbar abgeschwächt habe.


    Im Detail gaben die Indikatoren sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor nach. In der Industrie liegt die Kennzahl jedoch deutlich tiefer und klar unter der Wachstumsgrenze. In der größten Euro-Volkswirtschaft Deutschland trübte sich die Industriestimmung von bereits niedrigem Niveau aus weiter ein. In der zweitgrößten Volkswirtschaft Frankreich fiel der Indikator für die Dienstleister unter die Wachstumsgrenze von 50 Punkten.


    "Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone im ersten Quartal das zweite Mal in Folge gefallen war, ist die Wahrscheinlichkeit etwas gestiegen, dass im laufenden Quartal die BIP-Veränderung erneut ein negatives Vorzeichen tragen wird", erklärte Cyrus de la Rubia, Chefökonom des S&P-Partners Hamburg Commercial Bank. Ungeachtet dessen deute der rückläufige Trend der Unternehmensstimmung auf eine schwierige zweite Jahreshälfte hin, da sich die Auftragslage in allen Sektoren verschlechtere.


    Im Winterhalbjahr war die Rezession im Euroraum mit Rückgängen von jeweils 0,1 Prozent des BIP denkbar knapp ausgefallen. Zudem war die Entwicklung wesentlich auf das schwache Abschneiden der deutschen Wirtschaft zurückzuführen. Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte werden von vielen Volkswirten dennoch ungünstig bewertet. Zumal der bislang stabile Dienstleistungssektor jetzt zur Schwäche neigt.


    In der Industrie hinterlassen vor allem die Zinsanhebungen der Notenbanken und die geopolitischen Risiken Spuren, wie Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, erklärte. "Das Schlimmste an wirtschaftlicher Schwäche dürfte uns erst noch bevorstehen." Ähnlich äußerte sich Experte Christoph Weil von der Commerzbank: "Wir sehen uns in der Einschätzung bestätigt, dass die Wirtschaft im Euroraum in der zweiten Jahreshälfte erneut schrumpfen wird."

    /bgf/jsl/stk

    (AWP)

  • Spanische Wirtschaft wächst zu Jahresbeginn etwas stärker

    Die spanische Wirtschaft ist solide in das laufende Jahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mitteilte. Das waren sowohl 0,1 Prozentpunkte mehr als im Schlussquartal 2022 als auch 0,1 Punkte mehr als bisher ermittelt. Getragen wurde das Wachstum zu Jahresbeginn durch den Aussenhandel und die Investitionen der Unternehmen. Die Konsumnachfrage war hingegen rückläufig./bgf/tih


    23.06.2023 09:12

    (AWP)

  • Studie: Deutscher Handwerkermangel erreicht Rekordniveau

    Der Handwerkermangel in Deutschland hat im vergangenen Jahr laut einer Studie ein neues Rekordniveau erreicht. Insgesamt habe es 2022 durchschnittlich 236 818 offene Stellen in überwiegend handwerklichen Berufen gegeben - so viele wie noch nie seit Beginn des Beobachtungszeitraums im Jahr 2010, berichtete das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) am Samstag. Dem standen nur 121 993 Arbeitslose in diesen Bereichen gegenüber. "Das bedeutet, selbst wenn alle arbeitslosen Handwerkerinnen und Handwerker auf eine passende Stelle vermittelt worden wären, hätte über die Hälfte der offenen Stellen in überwiegend handwerklichen Berufen nicht besetzt werden können", heisst es in der Studie.


    24.06.2023 10:45


    Die meisten Fachkräfte fehlen der Untersuchung zufolge im Bauhandwerk - vor allem im Bereich Bauelektrik und bei der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Die Unternehmen reagierten inzwischen auf den Mangel, indem sie mehr Ausbildungsplätze anböten, heisst es in der Studie. Doch reiche die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber bislang nicht aus, um alle Lehrstellen zu besetzen.

    Am schwersten zu finden sind für Unternehmen laut Kofa aber derzeit Meisterinnen und Meister. Vor allem in den Bereichen Augenoptik, Hörgeräteakustik, Orthopädietechnik und Zahntechnik fehle es an qualifiziertem Personal. Hier konnten der Studie zufolge zuletzt sogar nahezu neun von zehn offenen Stellen rechnerisch nicht besetzt werden, weil es bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen gab. Doch auch an Gesellinen und Gesellen mangelte es in vielen Bereichen.


    Der Bedarf an Handwerkern steige seit einem Jahrzehnt fast kontinuierlich an, betonten die Kölner Experten. Gründe dafür seien unter anderem die politischen Ziele im Klimaschutz und im Wohnungsbau. Im Gesundheitshandwerk - etwa in den Bereichen Optik und Akustik - führe ausserdem der demografische Wandel zu einem steigenden Fachkräftebedarf./rea/DP/nas

    (AWP)

  • Deutscher Bauernverband sieht weiter angespannte Geschäftslage

    Der deutsche Bauernverband erwartet trotz leichter Entlastung bei den Ausgaben für Energie und Düngemittel eine weiter angespannte Geschäftslage. "Das höhere Kostenniveau belastet uns nach wie vor, auch wenn wir nicht mehr dieses extreme Niveau haben wie zuvor", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Deutschen Bauerntag in der neuen Woche in Münster. Zugleich seien bei mehreren Produkten rückläufige Erzeugerpreise zu sehen. "Bei Weizen hatten wir eine kurze Spitze von mehr als 350 Euro die Tonne, jetzt sind die Preise wieder auf etwa 240 Euro die Tonne eingebrochen." Auch bei Raps und Milch sei nun weniger zu erzielen.


    25.06.2023 07:57


    "Einzige Ausnahme ist der Schweine-Sektor, der ja aus einer tiefen Krise kommt", sagte Rukwied. "Es war längst überfällig, dass die Preise nach oben gegangen sind. Das hängt aber auch damit zusammen, dass die Erzeugung massiv zurückgegangen ist. Da haben wir jetzt langsam den Effekt, dass Ware am Markt knapper wird."


    Angesichts eines zuletzt schwächeren Anstiegs der Verbraucherpreise sagte der Bauernpräsident: "Ich gehe davon aus, dass aktuelle Kostensteigerungen bei den meisten Lebensmitteln inzwischen eingepreist sind." Dabei gelte: Je höher der Verarbeitungsgrad, desto geringer der Einfluss des Preises für das Rohprodukt. "Bei Brötchen ist der Anteil von Weizen, Roggen oder Dinkel marginal, da sind die anderen Kosten die wesentlichen Preistreiber gewesen", sagte Rukwied mit Blick auf Steigerungen bei Energie-, Lohn- und Logistikkosten./sam/DP/nas

    (AWP)