Was ist mit der SNB los???????

  • SNB: Verlust von 23 Milliarden Franken Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erwartet für das Geschäftsjahr 2015 nach vorläufigen Berechnungen einen Verlust von 23 Milliarden Franken. Damit wetzte sie die hohen Verluste des ersten Halbjahrs im dritten und vierten Quartal teilweise aus. An Bund und Kantone fliesst 1 Milliarde Franken. Diese ordentliche Ausschüttung erfolgt, weil die Ausschüttungsreserve hoch ist, wie die SNB am Freitag mitteilte. Der Hauptteil des Verlustes entfällt auf Fremdwährungspositionen. Er beläuft sich im Gesamtjahr nach provisorischen Berechnungen auf 20 Milliarden Franken. Beim Goldbestand ergab sich ein Bewertungsverlust von 4 Milliarden Franken. Auf den Frankenpositionen resultierte dagegen ein Gewinn von 1 Milliarde Franken. Den Rückstellungen für Währungsreserven weist die SNB rund 1,4 Milliarden Franken zu. Die Rückstellungen und der Jahresverlust von zusammen 24,5 Milliarden Franken sind geringer als die Ausschüttungsreserve von 27,5 Milliarden. Der daraus resultierende Bilanzgewinn ermöglicht der Notenbank trotz Jahresverlust eine Dividendenauszahlung von 15 Franken je Aktie sowie eine Ausschüttung von 1 Milliarde Franken an Bund und Kantone. Danach beträgt die Ausschüttungsreserve 2 Milliarden Franken. Dass die Nationalbank den grossen Verlust des ersten Halbjahrs zum Jahresende teilweise auswetzen konnte, liegt vor allem an den Währungskursen mit der Abschwächung des Frankens. Im dritten Quartal hatte die Rechnung ins Plus gedreht. Allein der Gewinn auf Fremdwährungspositionen betrug damals 15,9 Milliarden, insgesamt belief sich der Gewinn auf 16,2 Milliarden Franken. Im ersten Halbjahr hatte die Notenbank 50,1 Milliarden Franken Verlust geschrieben. Nach neun Monaten standen noch 33,9 Milliarden Franken Verlust in den Büchern. Den ausführlichen Jahresbericht und die definitiven Zahlen legt die Nationalbank am 4. März vor, der Geschäftsbericht wird am 24. März publiziert. (SDA)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Unsere Nationalbank ?

    Eigentlich sollte unsere CH-Nationbank unsere Währung so betreuen, sodass wir Schweizer erfolgreich arbeiten, handeln,
    verdienen etc. können. Es ist aber nicht ihre Aufgabe, den Schweizerfranken zum teuersten Geld zu machen und unsere
    Absatzmärkte und Binnenkonjunktur derart zu gefährden.
    Ja, sie stützt teilweise den Franken wieder, aber jetzt ohne erkennbare Zielsetzung und macht dabei noch empfindliche
    Verluste. Die Aufgabe des 1.20 Mindestkurses hat immense Wertkorrekturen gebracht. Die Industrie kämpft tapfer dagegen, die Hotellerie und das Gastgewerbe suchen nach Auswegen, die Landwirtschaft braucht zusätzliche Subventionen, Löhne
    und Preise stagnieren, Negativzinsen belasten Sparbatzen, Pensionkassen und Vermögen, etc. Nur wenige Schweizer
    dürften von der Aufwertung profitiert haben, aber alle ausländischen Besitzer und Anleger in Schweizerfranken wurden
    um 10 % reicher.
    Wie wird es nun weitergehen ? Es braucht Ideen, Visionen, vielleicht auch eine neue Führung.

  • Man kann sich ja schlau machen auf SF1 (TV), Dienstag, 13.1.2016, im Cub, nach 10 vor 10. Der Clown soll dort seine Weisheiten zum Besten geben, wie ich hörte. Bin gespannt, was diesmal zusammengeschwindelt wird. Sein Vorgänger war ja bereits, nach meiner Meinung, kriminell, der da ist einfach unfähig. Am vorteilhaftesten wäre, finde ich, den ganzen Stall dort ausräumen. Aber da so viele 'Wirtschafts-Politiker' zu blöd und zu denkfaul sind zu merken, wie und warum und wonach es stinkt, bleibt uns die Deppen-Crew wohl noch etwas erhalten. Zudem, hätten wir was Besseres in dieser stinkigen und verblödeten geldgeilen sog. Führungselite zu bieten? Eher nicht. Schwmierige Sache, finde ich. *dirol*

    Gruss vom Eptinger

  • Der SNB-Entscheid bleibt umstritten Genau ein Jahr ist es her, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) alle überrascht hat: Am 15. Januar 2015, um 10.30 Uhr, mitten im Vormittagshandel, verschickte sie ein folgenschweres Communiqué. Darin hiess es: "Nationalbank hebt Mindestkurs auf". Ein Jahr, hunderte Medienberichte und unzählige Podiumsgespräche später sind die Meinungen dazu so gespalten wie kurz danach. Die Frage, ob der Entscheid der Nationalbank nun richtig war oder nicht, ist nach wie vor in erster Linie eines: Eine Glaubensfrage. Die Gewerkschaften und Teile der politischen Linken wollen einen neuen Mindestkurs. Die Geldpolitik eines Landes sollte diesem nützen und nicht schaden, argumentieren sie. Was bringe eine eigene Währung, wenn sie Arbeitsplätze vernichte und die Deindustrialisierung befeure. Die bürgerlichen Kräfte und grosse Teile der Wirtschaft halten hingegen das Prinzip der unabhängigen Nationalbank hoch. Die Geldpolitik dürfe kein Spielball der Interessen sein, argumentieren sie. Die Nationalbank müsse autonom entscheiden können - und genau das habe sie getan. Offenbar sei sie zum Schluss gekommen, dass das Festhalten am Mindestkurs riskanter gewesen wäre als der Ausstieg. Ob der Schritt richtig war oder nicht, mag umstritten sein, seine Folgen sind es nicht: Die Wirtschaft wurde ausgebremst. Besonders die Industrie, der Tourismus und der Detailhandel leiden heftig unter dem starken Franken. Es gibt auch Gewinner Die meisten Beobachter sind der Ansicht, der Entscheid habe bisher einige tausend Stellen gekostet. Laut Ökonomen der Credit Suisse waren es im letzten Jahr etwa 10'000 Jobs, welche der Frankenaufwertung zum Opfer fielen. Und die Tendenz dürfte sich fortsetzen. "Zwar gibt es auch Gewinner", sagt David Marmet, Leiter Volkswirtschaft bei der Zürcher Kantonalbank. Die Schweizer Volkswirtschaft insgesamt gehöre - zumindest in der kurzen Frist - aber klar zu den Verlierern. Zu den Gewinnern zählen einige binnenorientierte Unternehmen - und die Konsumenten. Bereits wenige Tage nach dem SNB-Entscheid senkten die Detailhändler im grossen Stil die Preise. Zahlreiche Produkte des täglichen Lebens wurden deutlich billiger, weil die Detailhändler Währungsvorteile beim Einkauf weitergaben. Manch gewitzter Konsument wartete indes nicht auf die Preisnachlässe im hiesigen Detailhandel, sondern profitierte gleich direkt vom Währungsvorteil: Der Einkaufstourismus erfreute sich grosser Beliebtheit. Es hätte noch schlimmer kommen können Zwei Tage nach dem SNB-Entscheid - der Franken notierte gegenüber dem Euro noch nahe der Parität und das Shoppen ennet der Grenze war besonders lohnend - verdichteten SBB und die Basler Verkehrs-Betriebe gar den Fahrplan auf den Strecken nach Deutschland, um den erwarteten Ansturm bewältigen zu können. Der "Frankenschock" - unterdessen ein geflügeltes Wort, das sogar im Englischen verwendet wird - hat die Schweizer Wirtschaft im letzten Jahr durchgeschüttelt. Und dennoch: Es hätte noch schlimmer kommen können. Wo sich der Euro-Franken-Kurs letztlich einpendeln würde, wusste vor einem Jahr nämlich keiner. Viele sprachen von 1,05. Mittlerweile sind es rund 1,09. Wie stark die SNB heute noch eingreift, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen, ist nicht bekannt. Mit der Zinswende in den USA nimmt der Druck auf die Nationalbank jedoch etwas ab. An den Negativzinsen hält die SNB jedoch vorerst fest. Denn die Europäische Zentralbank (EZB), von deren Geldpolitik die SNB stark abhängig ist, hat erst im Dezember ihre Geldschleusen noch weiter geöffnet. (SDA)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • SNB soll gut 600 Mio USD in Atomwaffenproduzenten investiert haben 27.01.2016 11:50 Bern/Zürich (awp/sda) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) soll letztes Jahr insgesamt 607,52 Mio USD in Firmen investiert haben, die Atomwaffen produzieren. Dies geht aus einer Untersuchung der niederländischen Friedensorganisation PAX hervor. PAX veröffentlicht alljährlich den Bericht "Don't Bank on the Bomb", der zeigt, welche Banken in Unternehmen investieren, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. Die SNB wird im letzten solchen Bericht zwar nicht erwähnt. Gemäss den Autoren allerdings nur deshalb nicht, weil sie den gesetzten Schwellenwert nicht erreiche. Nun haben die Autoren die Zahlen für die SNB dennoch veröffentlicht. "Tages-Anzeiger" und "Der Bund" haben am Mittwoch darüber berichtet. Die Autoren des "Don't Bank on the Bomb"-Berichts zählen 14 Unternehmen, in welche die SNB investiert hat und die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt seien. In der Liste finden sich etwa die US-amerikanischen Rüstungskonzerne Lockheed Martin, Northrop Grumman oder Raytheon, der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems, aber auch der US-Flugzeugbauer Boeing. Letzterer figuriert wohl auf der Liste, weil er nukleare Interkontinentalraketen der US-Armee wartet. KEIN KOMMENTAR DER SNB Die Investitionen der SNB werden kritisiert. PAX, die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GsoA) und die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) werfen der SNB in einer Mitteilung vom Mittwoch vor, sie umgehe ihre eigene Richtlinien. Tatsächlich heisst es in den Investitions-Richtlinien der SNB, dass auf Investitionen in Unternehmen verzichtet werde, "die international geächtete Waffen produzieren, grundlegende Menschenrechte massiv verletzen oder systematisch gravierende Umweltschäden verursachen". Die SNB hat in der Vergangenheit bereits auf den Umstand verwiesen, dass es unterschiedliche Interpretationen von "geächteten Produkten" gibt. Zu den neuesten Zahlen der "Don't Bank on the Bomb"-Autoren wollte die SNB am Mittwoch nicht Stellung nehmen. (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Bilanzsumme der SNB schliesst zum BIP auf - Gefahren kurzfristig gering 28.01.2016 12:53 Zürich (awp/sda) - Die Bilanzsumme der Schweizerischen Nationalbank SNB ist in den vergangenen Jahren derart stark gewachsen, dass sie inzwischen ähnlich gross wie das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz ist. Das Verhältnis ist damit deutlich höher als in den USA und in der Eurozone. Die Bilanzsumme der SNB hat laut einer Untersuchung der Grossbank UBS vom Donnerstag am Ende des vergangenen Jahres zum Schweizer BIP in Höhe von rund 620 Mrd CHF aufgeschlossen. Vor zehn Jahren betrug die Bilanzsumme der Nationalbank gerade mal ein Fünftel der Schweizer Wirtschaftsleistung. Das neue Verhältnis ist auch im internationalen Vergleich ein enormer Wert, wie die Bankökonomen in ihrer Studie herausstreichen. Die Bilanzsummen der amerikanischen Notenbank und der Europäischen Zentralbank, die immer wieder für ihre expansive Geldpolitik in der Kritik stehen, machen gerade einmal rund 25% der jeweiligen Wirtschaftsleistung eines Jahres aus. Die Aufblähung der Bilanzsumme in der Schweiz ist auf die anhaltenden Devisenkäufe der SNB, also den Interventionen am Kapitalmarkt, zurückzuführen. Angesichts der neuen Grössenverhältnisse warnen die UBS-Ökonomen vor zwei enormen Risiken. Einerseits könnte der Nationalbank gewisses Unheil dahingehend drohen, dass ihr Eigenkapital aufgefressen wird oder dieses sogar in den negativen Bereich rutschen könnte. Letzteres käme einer Überschuldung der Nationalbank gleich, da sie als Aktiengesellschaft geführt wird. Zum anderen könnte die Geldmenge, welche die Notenbank in das System gepumpt hat, zu Inflation führen. Die Geldmenge hat sich laut der UBS seit 2008 fast verzehnfacht und dies habe die Angst ausgelöst, dass in der mittleren Frist ein starker Anstieg der Inflation folge. Kurzfristig seien allerdings die Gefahren, die vom Aufblähen der Bilanz der SNB sogar bis zur Höhe des Schweizer BIP ausgehen, eher gering, betonen die Bankexperten. uh (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Devisenreserven der SNB im Januar um knapp 16 Mrd CHF gestiegen 05.02.2016 09:43 Zürich (awp) - Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Januar um 15,9 Mrd CHF gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag der Wert bei 575,4 Mrd CHF, nachdem es Ende Dezember noch (leicht revidierte) 559,5 Mrd CHF gewesen waren. Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte am Ende des Berichtsmonats 582,0 Mrd nach 565,9 Mrd CHF im Vormonat, wie die SNB am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Daten sind gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt. Die Währungsreserven sind damit im Januar wieder gestiegen, nachdem sie im Dezember erstmals nach längerer Zeit wieder zurückgegangen waren. Der Rückgang im Dezember belief sich auf knapp 3 Mrd CHF, demgegenüber ergab sich im November ein Plus von 11 Mrd, im Oktober ein solches von 9,5 Mrd und im September eine knappe Zunahme um 1,1 Mrd. Ob und wie stark die SNB im Januar am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht genau abzulesen. Ein wichtiger Faktor hierbei sind zumeist die Wechselkursveränderungen. So hat sich die hiesige Währung etwa gegenüber dem US-Dollar zwischen Ende Dezember auf Ende Januar von rund 1,00 auf 1,02 CHF abgeschwächt, was den Gegenwert der US-Anlagen in Franken erhöht hat. Gegenüber dem Euro schwächte sich Franken ebenfalls ab, und zwar von knapp 1,09 per Ende Dezember auf über 1,11 CHF per Ende Januar. cf/uh (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Die Negativzinsen sind eine schleichende Enteignen der Schweizer Sparer, soviel steht heute fest. Das Ausmass ist gewaltig.


    Sie sind zudem eine Subvention von Betrieben, die ihre Arbeitsplätze früher oder später so oder so ausgelagert hätten.....dank der Negativzinsen und des dadurch angeblich tieferen CHF, werden Gelder direkt von den Sparern zu den Betrieben verlagert und verschwinden dort in Form von Boni, Abgangsentschädigungen, Aktienplänen, BVG-Einzahlungen, Geschenken usw. in den Taschen der Eigentümer, denen das Wohl der Schweizer links am Axxxx vorbeigeht.


    Vor allem die Vorsorgegelder der 1. und 2. Säule MÜSSEN wieder mit mindestens 3% verzinst werden. Würde die Nationalbank dies beschließen, würde der CHF --- und darauf wette ich mein Hemd --- subito 10% an Wert verlieren.....ja,verlieren!!.....da Spekulationsgelder weiter negativ bezinst werden und es für Spekulanten nicht möglich ist in die 1. und 2. Säule zu investieren!!!!.....das wären dann zwei Fliegen auf einen Schlag (gesichertere Vorsorge und tieferer CHF)!!


    Dass die Nati-Bank, diese Unterscheidung nie gemacht hat, zeigt wie überhastet all diese Entscheide --- von der 1.20iger Grenze bis zur Auflösung ---- gefällt wurden. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm.......bezahlen werden ihn - nicht nur aber vor allem - die Jungen.



    Schon heute können viele, die sich eigentlich früher pensionieren lassen wollten, dies glatt vergessen....eine direkte Folge der Negativzinsen......krass wie direkt die Nati-Bank in das Leben der Bürger eingreift.....und alle stehen Spalier.......in dieser Sache hat das Volk die Ausmasse noch nicht erkannt.....das wird ein böses Erwachen......am Schluss verlieren wir Alles: Unsere Kaufkraft, unsere Arbeitsplätze und unser Altersvorsorge.....die Nati-Bänkbeamten sind dann wahrscheinlich in Panama am sünnele.


    Fine-Tuner

  • Elias hat am 05.04.2016 - 09:14 folgendes geschrieben:

    Quote

    Natürlich leben wir in einem Tiefzinsumfeld. Tiefe Nominalzinsen. Aber Hand aufs Herz: ist nicht der eigentlich relevante Zins der Realzins, sprich: Nominalzins minus Inflationsrate. Hier sieht die Geschichte ziemlich anders aus.


    http://www.fintool.ch/warum-wir-hohe-zinsen-haben

    Das wäre korrekt, wenn der Konsumentenpreisindex ein repräsentatives Mass für die Entwicklung der Lebenshaltungskosten wäre. Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen, während der Konsumentenpreisindex eine Senkung vorgaukelt. Grund ist, dass die grössten Kostentreiber gar nicht im Index erfasst werden.


    Da die Löhne nicht in gleichem Mass steigen, wie die Lebenshaltungskosten, sinkt die Kaufkraft und folglich die Sparquote......wenn man jetzt noch die Negativzinsen ins Spiel bringt muss man erkennen, dass man für immer Weniger (Spar-/Vorsorgegelder) immer Mehr (Negativzinsen) bezahlen muss. Das ist der Todesstoss für jede umlagefinanzierte Vorsorgeeinrichtung. Das halten die Kassen nicht lange durch. Künstliche Negativzinsen sind volkswirtschaftlich massiv schädlicher als eine durch den Markt überbewertete Währung (wenn der CHF wirklich überbewertet wäre, würde er früher oder später von alleine korrigieren).


    Fine-Tuner

  • Fine-Tuner hat am 06.04.2016 - 00:57 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 05.04.2016 - 09:14 folgendes geschrieben:

    Das wäre korrekt, wenn der Konsumentenpreisindex ein repräsentatives Mass für die Entwicklung der Lebenshaltungskosten wäre.


    Da die Löhne nicht in gleichem Mass steigen, wie die Lebenshaltungskosten, sinkt die Kaufkraft und folglich die Sparquote.....

    1. Der individuelle Teuerungsrechner http://www.portal-stat.admin.ch/indivrechner/d/


    2. Kaufkraft https://www.google.ch/?gws_rd=…ufkraft+schweiz&tbs=qdr:y



    Seit 2002 habe ich Deflation. Sei es wegen der sinkenden Hypo, sinkenden Steuern oder sinkenden Lebenshaltungskosten.


    Nie war es so günstig wie heute.


    Wer in dem Umfeld noch hadert, hat was falsch gemacht

    ----


    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Noch nie habe ich so hohe Mieten bezahlt wie heute. ---> Machen bei 80% der Haushalte rund 25% des Lohnes aus!


    Noch nie habe ich so hohe Krankenkassenprämien bezahlt wie heute. Für 4 Köpfige Familie ohne Prämienverbillig rund +200% in 5 Jahren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Noch nie musste ich für einen Bancomatbezug 2.- bezahlen.


    Noch nie musste ich, als ich die Autoprüfung machte noch drei Nachkurse besuchen und rund 2'000.- hinblättern.


    Noch nie, musste ich für die Bahnbillette so viel bezahlen wie heute.


    Noch nie habe ich für mein Geld so wenig Zins erhalten.


    Noch nie habe ich für die stetig steigende Produktivität eine Lohnerhöhung gesehen.


    Noch nie musste ich so viel AHV/IV/ALV/EO bezahlen.


    Noch nie musste ich so viel MWST bezahlen.


    Noch nie musste ich für einen neuen Pass so viel wie heute bezahlen.


    Noch nie musste ich für Tabak so viel bezahlen wie heute.


    Noch nie musste ich so hohe Selbstbehalte bei allen Versicherungen bezahlen wie heute.


    Noch nie musste ich so hohe Gebühren für mein Auto bezahlen wie heute.


    Noch nie musste ich so hohe Steuern bezahlen wie heute


    .....mindestens 50 weitere Punkte kommen mir in den Sinn.......hat aber keinen Sinn.



    ...wer behauptet, er habe heute - bei gleichem Lohn - Ende Monat mehr in der Tasche als vor einem Jahr.........lebt in einem anderen Land als ich.


    Nochmals: Der Konsumentenpreisindex widerspiegelt die wahre Teuerung in keinster Weise. Im Gegenteil, er ist irreführend. Wer diesen Index als Massstab für die Geldpolitik verwendet ist, entweder ein Idiot oder ein Betrüger. Und hier schließe ich die Herren vom Direktorium der Natibank nicht aus. Fairerweise muss man erwähnen, dass die Natibank den KPI des schweizerischen statistischen Amtes schon längst nicht mehr verwendet.



    Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Negativzinspolitik ein Skandal sondergleichen. Berechnungen zeigen, dass durch diese Politik die zukünftigen Renten (also unsere) derart sinken (fehlt der dritte Zahler, Herr Zins), dass die Anträge auf Ergänzungsleistungen explodieren werden....und wir- die wir heute einzahlen wie blöd - als armengenössige Rentner noch betteln gehen dürfen (aufs Sozialamt).....ich verstehe nicht, wieso hier niemand eingreift.....wo ist die SVP, sie, die sich immer als Kämpfer für das Volk und Beschützer der Bürger vor dem Staat aufspielen


    ......und last but not least kommt noch dieser Sozi Berset und will das Volk völlig enteignen und die jetzt schon stark eingeschränkten Möglichkeiten der 2. Säule völlig verbieten......da geschehen unglaubliche Dinge.....und keiner merkt's. Krass.


    Fine-Tuner

  • Noch nie war es so billig

    Noch nie habe ich so wenig für das Haus bezahlt wie heute. Dank den tiefen Hypozinsen ---> Wir sind nicht mehr ein Volk von Mietern


    Noch nie musste ich für einen Bancomatbezug 2.- bezahlen. Und das werde ich auch nie.


    Noch nie musste ich, als ich die Autoprüfung machte, noch drei Nachkurse besuchen und rund 2'000.- hinblättern. Ich werde auch keine Autoprüfung mehr machen. Und wenn doch, werde ich keine Nachkurse brauchen.


    Noch nie musste ich für die Bahnbillette so wenig bezahlen wie heute. Die Sparbillete sind ein Knaller. 13 Franken für den 9-Uhr-Pass.


    Noch nie musste ich so wenig Selbstbehalte bei allen Versicherungen bezahlen wie heute.


    Noch nie musste ich so tiefe Gebühren für mein Auto bezahlen wie heute.


    Noch nie musste ich so tiefe Steuern bezahlen wie heute


    Noch nie habe ich so wenig für den täglichen Unterhalt ausgegeben, wie heute. Cumulus sei Dank.


    Noch nie habe ich so wenig für Telefonie ausgegeben, wie heute. Fr. 18'000 in den 90er Jahren, heute noch knapp Fr. 3'000


    Noch nie habe ich so wenig für Internet ausgegeben.


    Noch nie habe ich so wenig für Benzin ausgegeben. Der Verbrauch der Autos ist viel tiefer als früher, der Benzinpreis nur marginal höher.


    Noch nie habe ich so wenig für den Strom bezahlt. Habe alle Standby-Geräte abgeschaltet


    .....mindestens 100 weitere Punkte kommen mir in den Sinn.......



    Wer Geld für Tabak hat, soll nicht nur mehr Krankenkasse zahlen sondern auch für alles andere. Richtig so


    Rauchen macht offensichtlich doof.
    Die Reichen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit.



    *clapping* Für mich sind es die besten Spar-Zeiten. die es jemals gab.

    ----


    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Hat die SNB den Franken geschwächt? Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Franken in den vergangenen Tagen nach Einschätzung von Experten mit gezielten Devisenkäufen geschwächt. Ein Anzeichen dafür seien die gestiegenen Sichtguthaben von Banken und Bund bei der Zentralbank: Sie waren in der vergangenen Woche um 2,6 Milliarden auf 486,4 Milliarden Franken geklettert. "Es riecht nach Intervention. Die SNB ist ständig am Markt. Aber der Anstieg der Sichtguthaben zeigt, dass es diesmal etwas mehr gewesen sein könnte", sagt ein Händler. Auch Credit-Suisse-Ökonom Maxime Botteron vermutet hinter der stärksten Zunahme der Einlagen seit Ende Februar Eingriffe der Währungshüter: "Der wahrscheinlichste Grund ist, dass das zunehmende Anlagenkäufe in Fremdwährungen widerspiegelt." Die SNB selbst wollte sich nicht äussern. Die Schweizer Notenbanker halten den Franken für überbewertet und versuchen die Währung mit Devisenkäufen und Negativzinsen von aktuell minus 0,75 Prozent zu schwächen. Denn ein starker Franken schadet der exportorientierten Wirtschaft der Alpenrepublik. Ende vergangener Woche hatte die Schweizer Währung an Wert gewonnen: Der Euro schwächte sich auf bis zu 1,0845 Franken und damit auf den tiefsten Stand seit gut einem Monat ab. Brexit-Diskussionen stärken den Franken Grund dafür war zum einen Kommentare von EZB-Chefökonom Peter Praet, der bei Bedarf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Euro-Zone in Aussicht gestellt hatte. Die EZB hatte ihren Leitzins im Kampf gegen die chronische Wachstumsschwäche Anfang März bereits auf 0,00 Prozent gesenkt, den Strafzins für Banken verschärft und die monatlichen Anleihenkäufe aufgestockt. Zudem gilt der Franken bei Investoren als sichere Anlage in unsicheren Zeiten. "Sobald Unsicherheiten in der Euro-Zone, wie etwa dem Brexit, aufkommen, wertet die helvetische Währung auf", erklären die Experten der Valiant-Bank. Entsprechend viel Beachtung findet die Entwicklung der SNB-Sichtguthaben: Sie gilt als Indiz dafür, ob die Notenbank am Devisenmarkt interveniert, um den Franken gegenüber dem Euro zu schwächen. Die Zentralbank kauft Euro und schreibt den Banken den entsprechenden Franken-Betrag auf deren SNB-Konten gut. (Reuters)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Gold beschert SNB Milliarden-Gewinn Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Quartal 2016 einen Gewinn von 5,7 Milliarden Franken aus. Hauptverantwortlich dafür waren die Erträge auf dem Goldbestand. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal positiv abgeschlossen. Sie weist für die Periode von Januar bis März 2016 einen Gewinn in Höhe von 5,7 Mrd CHF aus, nachdem im Vorjahr aufgrund der Aufhebung des Euro-Mindestkurses und der anschliessenden Frankenstärke ein Fehlbetrag von 30,0 Mrd resultiert hatte. Sowohl auf den Fremdwährungs- als auch auf den Goldpositionen erzielte die SNB im laufenden Jahr wieder Gewinne. Der Erfolg aus den Fremdwährungspositionen belief sich auf 1,2 Mrd CHF nach einem Minus von gut 29 Mrd im Vorjahr. Dabei hat die Aufwertung des Frankens zu wechselkursbedingten Verlusten von insgesamt 6,9 Mrd geführt, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Diesem Rückgang standen Zinserträge in Höhe von 2,1 Mrd und Dividendenerträge von 0,5 Mrd gegenüber. Weiter führte das allgemein tiefere Zinsniveau zu Kursgewinnen von 6,2 Mrd auf den Zinspapieren und -instrumenten. Auf den Beteiligungspapieren und -instrumenten resultierte dagegen ein Verlust von 0,7 Mrd. Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand der SNB errechnet sich im ersten Quartal ein Bewertungsgewinn von 4,1 Mrd CHF. Demgegenüber hatte im Vorjahr noch ein Verlust von rund 1 Mrd verbucht werden müssen. Das Gold hat in der Berichtsperiode an Wert zugelegt, es wurde per Ende März 2016 zu einem Kilopreis von 38'091 CHF gehandelt nach 34'103 CHF Ende 2015. Einen positiven Beitrag leisteten auch die Frankenpositionen. Dort erzielte die SNB einen Gewinn von 439 Mio CHF (VJ 328 Mio). Das Plus setzt sich im Wesentlichen aus den seit Januar 2015 erhobenen Negativzinsen auf Girokontoguthaben im Umfang von 333 Mio sowie aus Kursgewinnen von 93 Mio und Zinserträgen von 16 Mio auf den Wertschriften zusammen. Mit dem Gewinn aus dem ersten Quartal steigt das Eigenkapital der SNB auf nunmehr 66,8 Mrd CHF an, nachdem es Ende 2015 noch 61,1 Mrd bzw. Ende März 2015 56,3 Mrd gewesen waren. Die Bilanzsumme beläuft sich auf per Ende der Berichtsperiode auf 646,4 Mrd nach 640,2 Mrd per Ende 2015. (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • SNB dürfte Pulver für Brexit trocken halten Nach einem Treffen mit Vertretern der Schweizerischen Nationalbank (SNB) rechnet Ökonom Nouriel Roubini bei der nächsten Lagebeurteilung nicht mit einer Änderung der Geldpolitik durch die Währungshüter. Um einen Anstieg des Frankens zum Euro zu verhindern, dürfte die Notenbank weiterhin am Devisenmarkt intervenieren, hiess es in einer am Montag verfügbaren Studie von Roubinis Firma Roubini Global Economics. Die SNB dürfte Pulver für den Fall trocken halten, dass der Franken etwa in Zusammenhang mit der britischen Abstimmung über den Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) anziehe. Stimmen die Briten für den Brexit, rechnet Roubini mit einem Anstieg des Frankens zum Euro in Richtung Parität. Möglicherweise könnte die Landeswährung vorübergehend sogar über diese Marke hinausschiessen, sollten die Währungshüter nicht sofort die Zinsen senken. Um sich gegen die Zuflüsse in den Franken zu wehren, könnten dann Devisenmarkt-Interventionen nicht ausreichen. Das naheliegende Instrument wäre dann eine Ausweitung der Negativzinsen auf minus 1,0 oder sogar minus 1,25 Prozent von gegenwärtig 0,75 Prozent. In einem ersten Schritt schlossen die SNB-Vertreter Roubini zufolge aber auch kleinere Senkungen von zehn oder 15 Basispunkten nicht aus, wie das die Schwedische Reichsbank erfolgreich vorexerziert habe. Um weitere Zinssenkungen wirksamer zu machen könnte die SNB zudem dazu übergehen, Banken das Umschichten ihrer Reserven in Barmittel zu untersagen. Gegenwärtig fehle der Notenbank dazu eine rechtliche Handhabe. Doch die SNB-Vertreter zeigten sich Roubini zufolge zuversichtlich, dass die entsprechenden Rechtsvorschriften geändert werden könnten. Ein SNB-Sprecher wollte sich zur Studie nicht äussern. (Reuters)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • SNB hat wohl am Devisenmarkt interveniert Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im April um rund elf Milliarden Franken gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag der Wert bei 587,6 Mrd CHF, nachdem es Ende März noch (leicht nach oben revidierte) 576,5 Mrd CHF gewesen waren. Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte am Ende des Berichtsmonats 593,7 Mrd nach 582,6 Mrd CHF im Vormonat, wie die SNB am Freitag auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Daten sind gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt. Die Devisenreserven waren zuletzt meist gestiegen. Im März war etwa war ein Plus von 4,9 Mrd CHF ausgewiesen worden, im Januar eines von 16 Mrd CHF, im November von 11 Mrd und im Oktober von 9,5 Mrd. Einzig im Februar hatte ein leichter Rückgang von knapp 4 Mrd CHF resultiert. Die SNB hat offenbar interveniert Ob und wie stark die SNB im April am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht genau herauszulesen. Oft ist die Entwicklung der wichtigsten ausländischen Währungen zum Franken ein Hauptgrund für die Veränderungen. Damit ist aber in diesem Monat wenig zu erklären, da sich der Franken sowohl zum US-Dollar wie auch zum Euro (per Saldo) nicht gross bewegt hat (0,96 bzw. knapp 1,10). Mit anderen Worten: Die SNB dürfte im April Devisen dazu gekauft haben, anders ist der Anstieg der Reserven um 11 Mrd CHF kaum zu erklären. Dass sie vermutlich am Markt interveniert und damit versucht hat, den Franken zu schwächen, zeigt sich aber auch am klaren Anstieg der Sichtguthaben der Banken bei der SNB. Diese legten im April um insgesamt rund 7,5 Mrd CHF zu. Diese Veränderung gilt als starkes Indiz dafür, dass die SNB im Devisenmarkt aktiv war. Denn wenn die Notenbank Devisen kauft, wird der Franken-Gegenwert dem Konto der jeweiligen Bank gutgeschrieben, bei der die SNB gekauft hat. In Marktkreisen wird vor allem der mögliche Brexit, also der Austritt Grossbritanniens aus der EU, als Grund genannt, warum es zu Kapitalzuflüssen in den Franken gekommen ist, welche die SNB nun zum Handeln veranlasst haben. (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Der SNB droht ein herber Rückschlag Die seit Monaten anhaltenden Bemühungen der SNB, den Franken zu schwächen, könnten durch einen Brexit schlagartig zunichte gemacht werden. Wieder einmal droht eine externe Krise, um Thomas Jordan und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) das Leben schwer zu machen. Seit Abschaffung des Franken-Deckels im Januar 2015 kämpft die Notenbank gegen die Attraktivität ihrer Währung als sichere Anlage an. Mit Interventionen und Zinssenkungen drückte sie die Devise, um die eigene Volkswirtschaft wettbewerbsfähig zu halten. Und endlich zeigen sich Erfolge: Der Franken hatte jüngst seinen schwächsten Monat gegenüber dem Euro seit Abschaffung der Obergrenze. Das alles ist jetzt in Gefahr. Vor dem britischen Referendum zum Verbleib in der Europäischen Union zeigte sich bei Umfragen zuletzt ein Vorsprung des Austritts-Lagers, und die Kosten zur Absicherung gegen Frankenstärke nach dem Referendum am 23. Juni sind auf ein Elf-Monats-Hoch angestiegen. Optionen zum Schutz vor einer starken Schweizer Währung sind teurer als bei allen anderen Devisen ausser dem Yen. "Ist ein Brexit und ein Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung denkbar? Absolut ja", sagt Peter Rosenstreich, Leiter Marktstrategie bei Swissquote im schweizerischen Gland, der vor einem Jahr prognostiziert hatte, dass der Franken allmählich seinen Status eines "sicheren Hafens" verlieren werde. "Es gibt deutliche Schwäche in der Schweiz, darum wissen wir, dass der Franken immer noch tiefgreifende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage hat. Sie machen sich Sorgen, und das sollten sie auch." Druckventil Der Franken hatte den Weltmärkten die letzten zehn Jahre als Druckventil gedient. Er wertete in Stresszeiten auf, wenn Geld hereinströmte, angezogen vom Schweizer Leistungsbilanzüberschuss und dem stabilen Rechtssystem. Er stieg zum Euro um fast 50 Prozent zwischen Ende 2007 und September 2011, als auf die weltweite Kreditklemme die Schuldenkrise im Euroraum folgte, woraufhin die eidgenössische Zentralbank begann, die Franken-Deckelung bei 1,20 Franken je Euro zu verteidigen. Zuflüsse in die Vermögenswerte des Landes sind seit Langem eine Herausforderung für die Schweiz, die dafür mit eineinhalb Jahren fallender Verbraucherpreise und einem Wachstum etwa halb so stark wie in der EU bezahlen mussten. Am Montag gab es einen Vorgeschmack darauf, was ein Brexit bringen könnte. Der Franken war einer der grössten Gewinner gegenüber dem Pfund, nachdem drei Umfragen einen Vorsprung für die Befürworter eines Austritts gezeigt hatten. Der Aufschlag auf Ein-Monats-Optionen für den Kauf von Franken zum Euro gegenüber entsprechenden Verkaufskontrakten stieg auf 2,6 Prozentpunkte, die grösste Spanne seit Juli, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen. «Unter dem Bett verkriechen» "In den nächsten drei Wochen geht es beim Franken nicht um die SNB", sagt David Bloom, Leiter weltweite Devisenstrategie bei HSBC in London. "Wenn man glaubt, dass Grossbritannien austritt und dass es Ansteckungen geben wird, dann ist er die Anlage der Wahl. Wenn man sich unter dem Bett verkriechen und einen Schutzhelm aufsetzen will, dann muss man Franken kaufen." Bloom erwartet eine Aufwertung der Schweizer Währung auf 1,02 Franken je Euro - binnen sechs Monaten, falls Grossbritannien EU-Mitglied bleibt, und binnen "sechs Minuten", wenn es sich für einen Austritt entscheidet. Das wäre der höchste Stand seit kurz nach der Abschaffung des Deckels, als die Währung um bis zu 41 Prozent zulegte. Am Mittwoch notierte der Franken um 09:25 Uhr MESZ bei 1,0979 Franken je Euro. HSBC erwartet einen Kursanstieg, weil Turbulenzen anderswo die Schweiz zum Investmentziel machen - ganz unabhängig von der britischen Abstimmung. Die Bank ist unter mehr als 50 Prognostikern in einer Bloomberg-Umfrage für den Franken am stärksten positiv gestimmt; die Median-Schätzung aller Befragten liegt bei einer Seitwärtsentwicklung des Franken bis Jahresende. Falls Grossbritannien für einen Austritt votiert und der Pfund- und Euro-Absturz, den viele Strategen vorwegnehmen, eintritt, dann ist die Schweiz der natürliche Fluchtort für Geld. Doppelte Gefahr Die Franken-Verkäufe zum Drücken des Kurses bedeuten, dass die SNB Rekordreserven an Auslandswährung angehäuft hat - viel davon in Euro. Das macht einen Brexit zu einer doppelten Gefahr für die Schweiz: Der Wert ihrer Auslandsbestände könnte fallen, und eine stärkere Währung könnte Exporte weniger wettbewerbsfähig machen und die Preise niedrig halten. SNB-Präsident Thomas Jordan hatte wiederholt gesagt, der Franken sei deutlich überbewertet, und Vizepräsident Fritz Zurbrügg erklärte in einem Interview mit der Basler Zeitung, weitere Zinssenkungen seien möglich. Er sagte zudem, dass die Zentralbank in ihrer Planung einen möglichen Brexit berücksichtigt habe. "Das ist eine der Hauptsorgen der SNB", sagt Esther Reichelt, Devisenstrategin bei der Commerzbank in Frankfurt. Sie erwartet bis Jahresende einen Anstieg auf 1,07 Franken je Euro. "Alle fürchten einen Zufluss in die sichereren Währungshäfen, wenn es tatsächlich ein Brexit-Ergebnis gibt. Ganz klar schaut die SNB ganz genau auf den Franken." (Bloomberg)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!