Was ist mit der SNB los???????

  • MarcusFabian hat am 29.01.2015 - 17:21 folgendes geschrieben:

    Bravo Marcus, schön, dass du es gemerkt hast. Weil, unsere MitbürgerInnen haben sonst eher eine etwas lange Leitung.

    Gruss vom Eptinger

  • SNB verfügte Ende 2014 über 196 Mrd EUR - Bestand im Schlussquartal gestiegen

    30.01.2015 10:58

    (Meldung umgeschrieben und ausgebaut)

    Zürich/Bern (awp/sda) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Devisenbestände per Ende 2014 nach Währungen offengelegt. Sie verfügte über Devisenanlagen von damals umgerechnet 510 Mrd CHF. Allein die Euro-Bestände sind im letzten Quartal um 22,2 Mrd auf 196,5 Mrd EUR gestiegen.


    Damals, noch vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 CHF, wurden diese Euro-Anlagen umgerechnet mit 236,3 Mrd CHF bewertet.


    Am Freitagmorgen notierte der Euro zeitweise bei 1,05 CHF, so stark wie nie, seit die SNB ihren Euro-Mindestkurs am 15. Januar aufgegeben hat. Ein gegenüber Ende 2014 unveränderter Euro-Bestand wäre damit noch rund 206 Mrd CHF wert. Die SNB müsste also alleine hier momentan einen Bewertungsverlust von 30 Mrd CHF hinnehmen.


    WEITERE EURO-KÄUFE VERMUTET


    Allerdings gehen diverse Analysten davon aus, dass die SNB weiterhin mit Euro-Käufen am Markt interveniert und damit die Bestände der Gemeinschaftswährung nochmals erhöht hat. Die Währungshüter hatten sich dies vorbehalten, um der Franken-Aufwertung entgegenzuwirken. Auf weitere Interventionen deuten zudem die zuletzt weiter gestiegenen Giroguthaben hin.


    Die SNB hatte bestätigt, Ende 2014 erstmals seit September 2014 wieder Euros gekauft zu haben, um den Mindestkurs durchzusetzen. Angesichts der angekündigten Käufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) und dem erwarteten Machtwechsel im Euro-Krisenstaat Griechenland erhöhte sich der Druck im Januar weiter.


    Die SNB wurde zu weiteren Devisenkäufen gezwungen. Sie entschied sich dann zur Aufgabe des Mindestkurses. Laut SNB-Direktionsmitglied Fritz Zurbrügg hätte die Nationalbank zur Aufrechterhaltung mit immer höheren Beträgen am Devisenmarkt intervenieren müssen. Wie er dem "Blick" sagte, "hätten wir allein im Januar für rund 100 Mrd CHF intervenieren müssen".


    REKORDGEWINN WEG


    Doch auch auf den anderen Devisenanlagen drohen der SNB drastische Bewertungsverluste: Zum Jahresende verfügte die Nationalbank über 148,3 Mrd USD (damals 147,2 Mrd CHF), 4,7 Billionen Yen (39,3 Mrd CHF), 22,1 Mrd Pfund (34,2 Mrd CHF) und 24,4 Mrd kanadische Dollar (20,9 Mrd CHF). Hinzu kamen weitere Währungsbestände, die mit 32 Mrd CHF bewertet wurden.


    Alleine bei den Dollar-Anlagen stehen derzeit Bewertungsverluste von rund 11 Mrd CHF an. Die Einbussen bei Euro und Dollar alleine übertreffen damit momentan den Rekordgewinn der SNB von 38 Mrd CHF im vergangenen Jahr.


    Der Euro machte zum Jahresende 46,3% der Devisenanlagen der SNB aus. Ende des dritten Quartals waren es 44,6% gewesen, Ende 2013 noch 49,2%.


    Der Dollar-Anteil ist gegenüber dem Vorquartal mit 28,9% unverändert. Ende 2013 waren es 25,9% gewesen. Neben dem Euro-Beständen sind auch die Dollar-Anlagen im Schlussquartal 2014 deutlich gestiegen, und zwar um 6 Mrd USD.


    mk


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Eptinger hat am 29.01.2015 - 18:13 folgendes geschrieben:

    Quote

    Bravo Marcus, schön, dass du es gemerkt hast. Weil, unsere MitbürgerInnen haben sonst eher eine etwas lange Leitung.

    Na ja, mir ist das schon lange bewusst. Aber wenn es Dir gelingt, iGwt diesen Zusammenhang nahe zu bringen, werde ich Dich anbeten und Dir die Füsse küssen ;)

  • Zyndicate hat am 30.01.2015 - 11:03 folgendes geschrieben:

    Quote
    Sie verfügte über Devisenanlagen von damals umgerechnet 510 Mrd CHF. Allein die Euro-Bestände sind im letzten Quartal um 22,2 Mrd auf 196,5 Mrd EUR gestiegen.

    Das kann irgendwie nicht stimmen:


    Devisenreserven von 510 Mrd CHF sind plausibel:


    [Blocked Image: http://content.screencast.com/…be1a/01.30.2015-15.27.png]


    http://www.snb.ch/ext/stats/st…hrungsreserven_der_CH.pdf



    Aber ...


    [Blocked Image: http://content.screencast.com/…e522/01.30.2015-15.30.png]


    http://www.snb.ch/de/iabout/assets/id/assets_reserves



    46% von 510 Mrd = 234 Mrd. also weit entfernt von 196.5 Mrd.

  • MarcusFabian hat am 30.01.2015 - 15:31 folgendes geschrieben:

    Quote

    Zyndicate hat am 30.01.2015 - 11:03 folgendes geschrieben:

    Das kann irgendwie nicht stimmen:



    46% von 510 Mrd = 234 Mrd. also weit entfernt von 196.5 Mrd.


    Zum Jahresende standen 196,58 Milliarden Euro im Wert von 236,4 Milliarden Franken in der SNB-Bilanz


    http://www.cash.ch/news/top_ne…rt_mehr_euros-3288763-771



    Es ist vielleicht doch besser, wenn man es zuerst in Gold und dann in Broten oder Toga umrechnet.

  • Ok, Punkt geht an Dich. (Wer lesen kann ist klar im Vorteil).


    In der Konsequenz bedeutet das, dass sich der Euro-Anteil der SNB-Aktiven von 46% nach unten korrigiert. Nicht, weil die SNB weniger Euros hätte sondern, weil die Dinger weniger Wert sind.

  • Ich schätze mal, die Dinger haben sich ca. 40 Milliarden CHF in Luft aufgelöst (Verlust)

    Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.

  • Auch noch etwas zu den Reichen die von den Dummen leben.



    "Die Kunst der Mitarbeiterführung ist es, die Mitarbeiter so schnell wie möglich über den Tisch zu ziehen, damit diese die Reibungshitze als Nestwärme empfinden"


    Oder


    "Wenn Sie glauben, dass ein Abteilungsleiter die Abteilung leitet, glauben Sie dann auch, dass ein Zitronenfalter die Zitronen faltet?"


    So... allen ein schönes Wochenende wünsche ich. Gruss Mev.

  • martinidrink hat am 30.01.2015 - 20:07 folgendes geschrieben:

    Die Geldpolitik der Zentralbanken besser zu verstehen hier ein kurzes Video dazu:

    http://www.youtube.com/watch?v=BKYT2VsIBVQ

    Sag mal, kann die SNB auch unbegrenzt viele CHF erzeugen wie sie will, wenn Bedarf angemeldet wird? Und wie lautet unser Abkommen mit dem IWF wörtlich? Wer weiss Bescheid?

    SNB-Gesetzt:

    http://www.snb.ch/de/iabout/snb/legal/id/snb_legal_law#t3

    https://www.news.admin.ch/mess…html?lang=de&msg-id=54780

    ?

    https://de.answers.yahoo.com/q…qid=20081015050835AAkw7nl

  • Verfolgt die SNB einen neuen Mindestkurs?

    Nach der offiziellen Aufgabe des Mindestkurses zum Euro operiert die Schweizerische Nationalbank nunmehr offenbar mit einer Art inoffiziellen Mindestkurs.

    Dies hat die "Schweiz am Sonntag" aus SNB-nahen Kreisen erfahren. Von einem Korridor von 1,05 bis 1,10 CHF sei die Rede, heisst es in dem Artikel. Dieses Ziel werde aber nicht nach aussen kommuniziert. Um den Franken in diesem Korridor zu halten, dürfte die SNB Verluste von bis zu 10 Mrd CHF in Kauf nehmen, verriet eine "gut unterrichtete Quelle" dem Blatt.


    Zu Wochenbeginn hatte SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine gegenüber verschiedenen Zeitungen (u.a. "Tagesanzeiger") erklärt, dass man grundsätzlich bereit sei, auf dem Devisenmarkt zu intervenieren. Im Verlauf der Woche hatte sich der Franken deutlich abgeschwächt und war dabei am Freitag auf über 1,05 gestiegen. Ein SNB-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äussern.


    Ein starker Franken begünstigt zwar Exporte in die Schweiz, belastet aber Schweizer Firmen auf dem Weltmarkt und die wichtige Tourismusbranche des Landes. Die SNB hatte Mitte Januar völlig überraschend ihren Euro-Mindestkurs aufgehoben und damit dem Franken zu einem Höhenflug verholfen. Zuletzt konnte sich der Euro aber etwas erholen und stieg bis auf rund 1,04 Franken. Seit Tagen spekulierten Devisenhändler, dass die SNB interveniert haben könnte.


    (Reuters/AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • MarcusFabian hat am 31.01.2015 - 02:47 folgendes geschrieben:

    Quote

    martinidrink hat am 30.01.2015 - 17:53 folgendes geschrieben:

    Siehe hierzu auch: http://www.cash.ch/comment/600594#comment-600594

    Wenn ich bedenke, wie oft alleine nur über die Deflation diskutiert wurde, ganz abgesehen zum Thema Deflation / Inflation.


    Die Waren fliessen von A nach B bis die Preise gleich sind. QE-Treppchen, Toga und Broten. Grafiken wurden auf den Kopf gestellt.



    Euch kann man ja jeden Bären aufbinden. Da werden die Dividenden voll reinvestiert und Mieten, Krankenkasse, Auto, Lebensunterhalt, Ferien, Steuern, etc. zahlen sich von selber.



    Wir haben ein sattes Einkommen und können darum alles reinvestieren. Und da wären noch die Steuern. Interessanterweise, ist das bei den Reinvestoren kein wichtiges Thema.

  • Sichtguthaben der SNB in der vergangenen Woche erneut stark gestiegen

    02.02.2015 09:54

    Zürich (awp) - Die Giro- und Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind in der vergangenen Woche erneut stark gewachsen.

    Die Giroguthaben inländischer Banken nahmen um fast 18 Mrd CHF auf 383,3 Mrd CHF zu, und das Total der Sichtguthaben bei der SNB erhöhte sich um knapp 15 Mrd CHF auf 443,0 Mrd CHF, wie die SNB am Montag mitteilte. Bereits in der Vorwoche waren die Giroguthaben bzw. Sichtguthaben stark angeschwollen, und zwar um je rund 26 Mrd CHF.


    Die Entwicklung der Giroguthaben gilt als Indiz dafür, ob und wie stark die SNB im Devisenmarkt interveniert, um eine zu starke Franken-Aufwertung zu verhindern. Denn wenn die Notenbank Devisen kauft, wird der Franken-Gegenwert dem Konto der jeweiligen Bank gutgeschrieben.


    Der Schweizer Franken hat in der vergangenen Woche zu den wichtigsten Währungen deutlich an Wert verloren, etwa zum Euro auf zuletzt rund 1,05 von noch 0,98 CHF am vorletzten Freitag und zum US-Dollar auf 0,93 von 0,88 CHF. Dies liess im Handel Spekulationen aufkommen, die SNB könnte im Markt interveniert bzw. Fremdwährungen gegen den Franken gekauft haben. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es allerdings nicht.


    In der Wochenendpresse war davon die Rede, dass die SNB nun mit einer Art inoffiziellen Mindestkurs operiere, wobei von einem Korridor von 1,05 bis 1,10 CHF zum Euro die Rede war.


    uh/gab


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • 06-02-2015 09:48 DJ BNP Paribas Suggests Bracing For A Swiss Cut -- Market Talk

    0848 GMT [Dow Jones]--Swiss reserves are on the up again, leading BNP Paribas to conclude that it intervened "to the tune of at least CHF58 billion" in January. "The January pace of interventions may make the SNB feel at unease. ECB QE, which has not even started yet and will last for at least 18 months, is likely to keep up the pressure on the SNB. We therefore expect another deposit rate cut by 50 bps to -1.25%. The next regular monetary policy meeting is on 19 March, but we think the rate cut could come before." EUR/CHF trades at around 1.05. (katie.martin@wsj.com)

    3 Mia. CHF - mach keine Witze - bzw. hier werden Falschinfos gestreut und mittels copy und kopflosem paste verbreitet!

  • onenightinbangkok hat am 06.02.2015 - 11:36 folgendes geschrieben:

    Quote
    mach keine Witze - bzw. hier werden Falschinfos gestreut und mittels copy und kopflosem paste verbreitet!

    so ist es. Vermutungen. Und dann noch auf englisch. Unglaublich, was es für Leuchten gibt

  • 3 Milliarden? In der Realwirtschaft recht viel. Ein Viertel Gotthardtunnel.
    Im Finanzcasino heutzutage eher Peanuts (sorry für englisch, auf deutsch: Erdnüsschen).


    Mir bereitet dieser Anachronismus zwischen dem "Wert" von Währung nach wie vor Sorge. Auch wenn das nur sehr wenige nachvollziehen können.

  • SNB kauft im Januar massiv Fremdwährungen

    Mit anderen Worten muss die SNB im Januar relativ viel Devisen dazugekauft haben, damit sich der Gesamtbestand der Reserven im Januar überhaupt erhöhen konnte. Andere Faktoren wie Veränderungen der Aktien- oder Anleihenkurse oder Zins- und Dividendenzahlungen dürften ebenfalls eine Rolle gespielt haben, sind aber schwierig zu quantifizieren, da die Details des SNB-Portfolios nicht bekannt sind.


    http://www.finanzen.ch/nachric…remdwaehrungen-1000485208



    Wenn die SNB nach Aufhebung des Mindestkurses massiv gekauft hat, darf man sich schon die Frage stellen, warum sie nicht am Mindestkurs festgehalten hat.



    Wie dem auch sei: das Umfeld war noch selten so schwierig. Sei es politisch oder wirtschaftlich.