Was ist mit der SNB los???????

  • SNB schreibt 2022 definitiven Verlust von 132,5 Milliarden Franken

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das Jahr 2022 einen definitiven Verlust von 132,5 Milliarden Franken aus. Im Jahr 2021 hatte noch ein Gewinn von 26,3 Milliarden resultiert.


    06.03.2023 07:35


    Der Verlust auf den Fremdwährungspositionen betrug dabei 131,5 Milliarden und derjenige auf den Frankenpositionen 1,0 Mrd. Franken. Auf dem Goldbestand resultierte derweil ein Bewertungsgewinn von 0,4 Milliarden Franken, wie die SNB am Montag mitteilte.


    Überraschend kommen die Zahlen allerdings nicht: Die SNB hate bereits Anfang Januar einen provisorischen Verlust von rund 132 Milliarden vermeldet. Wegen des hohen Verlustes gehen - wie ebenfalls bereits bekannt - Bund und Kantone leer aus. Eine Dividende an die Aktionäre - üblicherweise sind es 15 Franken pro Aktie - wird ebenfalls nicht ausbezahlt.


    Die Nationalbank hat ausserdem die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 9,6 Milliarden Franken festgelegt. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 102,5 Milliarden Franken resultiert somit ein Bilanzverlust von 39,5 Milliarden. Die Ausschüttungsreserve beträgt damit neu minus 39,5 Milliarden.

    uh/rw

    (AWP)

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  • SNB hat 2022 netto Devisen im Umfang von 22,3 Mrd. Fr. verkauft

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist im vergangenen Jahr weiter an den Devisenmärkten aktiv gewesen. Sie hat 2022 aber im Vergleich zu früheren Jahren netto Devisen verkauft und nicht mehr gekauft.


    21.03.2023 08:22


    Netto hat die SNB zwischen Januar und Dezember 2022 Fremdwährungen im Gegenwert von 22,3 Milliarden Franken veräussert, wie dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist.


    2021 hatte die SNB noch Devisen im Wert von 21,1 Milliarden gekauft, 2020 waren es sogar knapp 110 Millionen Franken gewesen. Sie hatte sich damit gegen eine zu starke Frankenaufwertung gestemmt.


    Deutliche Verkäufe im vierten Quartal

    Die Verkäufe fanden vor allem im vierten Quartal 2022 statt: Es waren insgesamt gut 27 Milliarden Franken. Denn die SNB hatte für die ersten neun Monate netto noch Käufe von rund 5 Milliarden vermeldet. Dies hat vor allem mit der Inflationsbekämpfung zu tun. Wenn die SNB Devisen verkauft, stärkt sie damit den Franken, was wiederum die importierten Güter in den Tendenz verbilligt.


    Bekanntlich hat die SNB im letzten Jahr wegen der deutlich angestiegenen Inflation auch bereits drei Mal die Leitzinsen erhöht: im Juni um 50 Basispunkte, im September um 75 Basispunkte und im letzten Dezember wieder um 50 Basispunkte. Mittlerweile liegt der Leitzins damit bei +1,00 Prozent nach -0,75 Prozent noch im letzten Juni.


    Der nächste Zinsentscheid steht bereits kommenden Donnerstag an: Ökonomen gehen zumeist davon aus, dass der Leitzins um weitere 50 Basispunkte angehoben wird. Die Inflation ist nämlich in den ersten beiden Monaten 2023 wieder deutlich angestiegen und lag zuletzt mit 3,4 Prozent weiterhin klar über dem von der Nationalbank angestrebten Zielband von 0 bis 2 Prozent.

    uh/ra

    (AWP)

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  • SNB-Präsident Jordan verdient 2022 mehr - Maechler weniger

    Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, hat im letzten Jahr mehr Lohn erhalten. Insgesamt belief sich die Vergütung Jordans auf 1,036 Millionen Franken. Das sind 91'000 Franken mehr als im Jahr davor.


    21.03.2023 10:10


    Inklusive Sozialbeiträgen belief sich der Lohn des SNB-Präsidenten sogar auf 1,349 Millionen Franken, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Der bis Ende Juli 2022 bei der SNB tätig gewesene Vizepräsident Fritz Zurbrügg erhielt für die sieben Monate, die er noch für die SNB arbeitete, eine Vergütung von 945'000 Franken (mit Sozialbeiträgen: 1,175 Mio Fr.).

    Das sind 48'000 Franken mehr als im Vorjahr. Nach Ende seiner Amtszeit habe er eine Lohnfortzahlung erhalten, während der Freistellungsdauer von sechs Monaten muss er sich aber auch an Einschränkungen für eine berufliche Tätigkeit gemäss Direktoriumsreglement halten.

    Martin Schlegel, der seit August das Amt des Vizepräsidenten bekleidet und somit auf Zurbrügg gefolgt ist, erhielt knapp 397'000 Franken Lohn (510'000 Fr. mit Sozialbeiträgen).


    Maechler verdient weniger

    Rund 24'000 Franken weniger als im Vorjahr verdiente das Ende Juni 2023 abtretende Direktoriumsmitglied Andréa Maechler. Sie erhielt eine Gesamtvergütung von 959'000 Franken oder 1,230 Millionen inklusive Sozialbeiträgen. Damit erhielt sie im Vergleich zu den anderen Direktoriumsmitgliedern 2022 den tiefsten Lohn.


    Im Vorjahr hatte sie jedoch noch fast 40'000 Franken mehr verdient als ihre Kollegen Thomas Jordan und Fritz Zurbrügg. Maechler, die vergangenes Jahr bei der Besetzung des Vize-Postens leer ausging, wechselt Mitte Jahr zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, wo sie Deputy General Manager wird. Diverse Medien gehen davon aus, dass ihr Rücktritt mit der Nicht-Ernennung zur Vizedirektorin bei der SNB zusammenhängt.


    tv/uh

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  • SNB erzielt im ersten Quartal Gewinn von 26,9 Milliarden Franken

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal einen hohen Gewinn eingefahren. Vor allem die gute Entwicklung an den Finanzmärkten war verantwortlich dafür.


    27.04.2023 07:29


    Laut Mitteilung vom Donnerstag beträgt der Gewinn für die Periode von Januar bis März 2023 26,9 Milliarden Franken. Während die Nationalbank auf ihren Fremdwährungspositionen ein Plus von 24,2 Milliarden erzielte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 4,3 Milliarden. Auf den Frankenpositionen resultierte dagegen ein Verlust von 1,6 Mrd Franken.


    Die SNB betonte wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.


    Im vergangenen Jahr 2022 etwa musste die SNB wegen der schwachen Entwicklung an den Finanzmärkten einen massiven Verlust von 132,5 Milliarden Franken ausweisen, wobei bereits das erste Quartal mit -32,8 Milliarden tiefrot war. In den Jahren davor erzielte sie dagegen jeweils einen relativ hohen Gewinn.

    uh/tv

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  • SNB-Chef: Die Marktbewertung einer Bank soll an Bedeutung gewinnen

    Bei der Einstufung einer Bank soll laut dem Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Thomas Jordan künftig die Marktperspektive mehr Gewicht erhalten. Denn sie berücksichtige die künftige Profitabilität, sagte Jordan im Interview mit der "SonntagsZeitung".


    11.06.2023 02:45


    Der Fall der Credit Suisse (CS) hat gemäss Jordan gezeigt: Die Bewertung der Kapitalisierung durch den Markt wich vom regulatorisch ausgewiesenen Kapital stark ab. "Der Börsenwert der CS war viel tiefer als der Buchwert", sagte Jordan im am Sonntag publizierten Interview.


    Die "Too big to fail"-Regulierung solle zudem die Geschwindigkeit der Geldabflüsse berücksichtigen. So sollen künftig Bankeinlagen nicht alle fast zeitgleich abgezogen werden können. "Ein wesentlicher Teil der Depositen bei Banken sollte künftig mit Kündigungsfristen versehen oder auf Termin gehalten werden", forderte Jordan.


    Liquidität hilft gegen Vertrauensverlust nicht

    Die Banken müssten sich auch besser auf Abflüsse vorbereiten, indem sie in ihren Bilanzen mehr Aktiven bereithalten. Bei Bedarf könnten sie diese als Sicherheit bei der Nationalbank hinterlegen, um Liquiditätshilfen zu erhalten.


    Die SNB könne die Depositen einer Bank nicht sichern, sagte der SNB-Chef. Liquidität gegen Sicherheiten geben aber schon. "Aber Liquiditätshilfe allein kann Vertrauen nicht wiederherstellen", sagte er. Grund für den Untergang der CS "war schlicht ein Verlust an Vertrauen in die Bank", sagte der SNB-Chef.

    (AWP)

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  • UBS-Experten prognostizieren erneuten Quartalsverlust für die SNB - Ausschüttung an Bund und Kantone fällt wohl aus

    UBS-Experten prognostizieren erneuten Quartalsverlust für die SNB - Ausschüttung an Bund und Kantone fällt wohl aus
    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte auch im dritten Quartal 2023 rote Zahlen geschrieben haben. Die Ökonomen der UBS erwarten ein Minus zwischen 5 und…
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