• Swiss Re warnt vor weltweit zunehmenden Hochwasserrisiken


    Katastrophen haben im Jahr 2021 rund um den Globus grosse Schäden verursacht und bei Versicherungen hohe Zahlungen ausgelöst. Nicht zuletzt hatten zahlreiche Überschwemmungen dazu geführt. Die Experten des Rückversicherers Swiss Re gehen davon aus, dass nur ein Viertel der Hochwasserrisiken versichert sind.


    30.03.2022 10:04


    Im letzten Jahr hatten Katastrophen laut der am Mittwoch veröffentlichten Sigma-Studie des Swiss Re Institute wirtschaftliche Schäden in Höhe von 280 Milliarden US-Dollar ausgelöst nach 217 Milliarden im Jahr 2020. Davon waren 119 (Vorjahr: 99) Milliarden versichert. Im Dezember hatte das Insitut die Katastrophenkosten für die Versicherer noch auf 112 Milliarden geschätzt.


    Mit 111 Milliarden Dollar ging das Gros der versicherten Schäden auf das Konto von Naturkatastrophen. Das sei die vierthöchste Summe seit Beginn der Sigma-Aufzeichnungen und sie liege um 32 Milliarden über dem zehnjährigen Durchschnitt, schreibt die Swiss Re. Damit setze sich der langfristige Trend mit einem durchschnittlichen Wachstum der versicherten Schäden von 5 bis 7 Prozent fort.


    Zerstörerische Hochwasser


    Die schwerste Katastrophe war im vergangenen Jahr der US-Hurrikan "Ida". Ein Grossteil der Schäden sei aber auf mehrere sogenannte sekundäre Naturgefahren wie Dürre, Feuer, Hagel oder Überschwemmungen zurückzuführen. In Europa stiegen die Überschwemmungen vom letzten Juli zur teuersten Naturkatastrophe in der Region auf.


    Das Hochwasserrisiko habe in den letzten Jahren weiter zugenommen und sei grösstenteils nicht versichert, heisst es weiter. 2021 haben Überschwemmungen laut der Sigma-Studie rund um den Globus wirtschaftliche Schäden von 82 Milliarden Dollar verursacht, wovon nur etwas mehr als 20 Milliarden versichert waren.


    Das deutet auf eine sehr grosse Deckungslücke hin, von der ärmere Länder stärker betroffen sind. In den letzten zehn Jahren seien in den Schwellenländern nur 5 Prozent und in den Industrieländern immerhin 34 Prozent der schweren Hochwasserschäden versichert gewesen, so die Swiss Re.


    Ausserdem waren Überschwemmungen laut Swiss Re für mehr als einen Drittel aller Todesfälle durch Naturkatastrophen verantwortlich.


    Unterschätzte Überschwemmungsgefahr


    Fast ein Drittel der Weltbevölkerung sei von Überschwemmungen betroffen und im vergangenen Jahr habe es mehr als 50 schwere Hochwasserereignisse gegeben, wird Martin Bertogg, bei der Swiss Re für das Thema Katastrophen zuständig, in der Mitteilung zitiert. Angesichts des Ausmasses an Verwüstungen geniesse das Hochwasserrisiko etwa bei der Risikoprüfung zu wenig Aufmerksamkeit.


    Die Swiss Re rechnet mit einer Zunahme von Überschwemmungen und ihren Folgeschäden. Grund dafür seien nicht nur Klimawandel, sondern auch das Bevölkerungswachstum sowie die Anhäufung von wirtschaftlichem Wohlstand in gefährdeten Gebieten. Im ersten Quartal 2022 hätten dies die schweren Überschwemmungen in Australien bereits unter Beweis gestellt.


    mk/tv


    (AWP)

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  • Swiss Re sieht attraktive Wachstumschancen und bekräftigt Ziele


    Der Rückversicherer Swiss Re will profitabel wachsen und gepaart mit striktem Kostenmanagement die Ertragskraft steigern.


    07.04.2022 07:32


    Dazu hat sich der Konzern vor ein paar Wochen ambitiöse Ziele gesetzt, die er am heute (Donnerstag) stattfindenden Investorentag erläutern will.Konzernchef Christian Mumenthaler sieht in allen Geschäftsbereichen Möglichkeiten, um das Kapital für Wachstum einzusetzen. Gleichzeitig werde die Gruppe an ihrer strikten Kostendisziplin festhalten, heisst es in einer im Vorfeld veröffentlichten Medienmitteilung. Das angestrebte langfristige Gewinnwachstum sei auch die treibende Kraft für die Dividendenpolitik.


    Die Prioritäten im Kapitalmanagement sollen nicht angetastet werden. In erster Linie sei der Erhalt der "erstklassigen Kapitalausstattung" das Ziel, so die Mitteilung. Und darüber hinaus soll die Steigerung der Dividende mit den langfristigen Gewinnen und dem Kapitaleinsatz für profitables Wachstum im Einklang stehen.


    Zum Jahr 2021 schlägt der Verwaltungsrat - wie bereits bekannt - der nächste Woche stattfindenden Generalversammlung die Zahlung einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von 5,90 Franken je Aktie vor.


    Rendite von 14 Prozent im Visier


    Bei den Finanzzielen steht die Eigenkapitalrendite im Fokus. Diese soll im laufenden Jahr auf 10 Prozent steigen, nachdem sie im von Corona-Kosten belasteten Vorjahr bei 5,7 Prozent gelegen hatte. Bis 2024 wird ein Wert von 14 Prozent angestrebt. Weiter hält die Swiss Re an dem bereits früher gesetzten Wachstumsziel zum ökonomischen Eigenkapital fest, das je Aktie Jahr für Jahr um 10 Prozent wachsen soll.


    Verbessern will das Management die Profitabilität in der Sach- und Haftpflichtrückversicherung (P&C Re), in der Lebensrückversicherung (L&H Re) und auch im Erstversicherungsgeschäft von Corporate Solutions (Corso). Im 2022 strebt Swiss Re bei P&C Re bei einem "normalen" Schadenverlauf einen Schaden-Kosten-Satz von unter 94 Prozent an. Bei Corso soll dieser Wert unter 95 Prozent liegen und im Lebengeschäft wird ein Gewinn von rund 300 Millionen US-Dollar angepeilt.


    Der Investorentag startet um 10 Uhr mit den Ausführungen von CEO Christian Mumenthaler zur Strategie und den Zielen des Konzerns. Weiter zählen auch Rückversicherungs-Chef Moses Ojeisekhoba und Finanzchef John Dacey zu den Rednern.


    (AWP)

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  • Swiss Re meldet der Finma eine Solvenzquote von 223 Prozent per Ende 2021


    Der Rückversicherer Swiss Re hat am Donnerstag den bei der Finanzmarktaufsicht (Finma) eingereichten Financial Condition Report für das vergangene Jahr veröffentlicht.


    14.04.2022 08:19


    Demnach lag die Solvenzquote der Gruppe gemäss dem sogenannten Swiss Solvency Test (SST) - wie bereits früher bekannt gegeben - Ende 2021 bei 223 Prozent.


    Die Kapitalausstattung sei nach wie vor "sehr stark, trotz der Covid-Einflüsse" und die SST-Quote liege in etwa in der Mitte der Zielspanne von 200 bis 250 Prozent, schreibt der Konzern im Bericht. Per Ende 2020 lag die entsprechende Quote noch bei 215 Prozent.


    Der Anstieg sei insbesondere positiven Einflüssen aus den Investitionen und dem Underwriting zu verdanken sowie den höheren Zinsen. Teilweise aufgehoben wurde dies durch die Auszahlung der Dividende, geringere Absicherungen auf Investitionen und höheren Risiken aus Naturkatastrophen.


    (AWP)

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  • Swiss Re wird ein weiteres Mal einen Verlust ausweisen


    Das erste Quartal der Swiss Re ist durch gewinnbelastende Faktoren geprägt. In der Lebensrückversicherung dürften weitere Zahlungen zur Covid-Pandemie das Ergebnis drücken. Die Zahlen werden am Donnerstag veröffentlicht.


    04.05.2022 16:25


    Analysten erwarten laut dem AWP-Konsens 82 Millionen Dollar Verlust. Laut Swiss Re ist für 2022 mit einer Zusatzbelastung von rund 650 Millionen US-Dollar zu rechnen. Derweil drücken in der Nichtlebensrückversicherung einige Ereignisse wie die Überschwemmungen in der australischen Grossstadt Sydney oder Winterstürme in Nordamerika sowie Belastungen aus der Ukraine-Krise aufs Resultat.


    Im ersten Quartal stellten weitreichende Überschwemmungen in der australischen Grossstadt Sydney ein grösseres Naturereignis dar, für welches die Versicherungsbranche Schäden berappen muss. Ersten Schätzungen zufolge dürfte sich das Schadensausmass für die Branche auf rund 3 Milliarden US-Dollar belaufen.Allerdings sind diese Belastungen dank der guten Kapitalausstattung für die Swiss Re gut verkraftbar.


    Die Swiss Re hat sich erst im Februar ambitiöse Ziele gesetzt. Im Fokus steht die Eigenkapitalrendite, die im laufenden Jahr auf 10 Prozent und bis 2024 auf 14 Prozent steigen soll. Im von Corona erneut belasteten 2021 lag die Rendite bei 5,7 Prozent. Weiter hält die Swiss Re an dem bereits früher gesetzten Wachstumsziel zum ökonomischen Eigenkapital fest, das je Aktie Jahr für Jahr um 10 Prozent wachsen soll.


    Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler will mit einem strikten Kostenmanagement und mit dem Nutzen von Marktchancen profitabel wachsen. Dabei sollen die Prioritäten im Kapitalmanagement nicht angetastet werden. In erster Linie sei der Erhalt der "erstklassigen Kapitalausstattung" das Ziel und darüber hinaus soll die Dividende getragen von der Gewinnkraft künftig steigen.


    Die Swiss Re bleibt äusserst solide kapitalisiert. Im Rahmen des bei der Finanzmarktaufsicht (Finma) eingereichten Berichts zur Finanzlage belief sich die Solvenzquote der Gruppe gemäss dem Swiss Solvency Test (SST) per Anfang 2022 auf 223 Prozent und damit innerhalb er Zielspanne des Konzerns von 200 bis 250 Prozent.


    An der Generalversammlung Mitte April haben die Swiss-Re-Aktionäre wie erwartet allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Allerdings wurde Verwaltungsratspräsident Sergio Ermotti mit einem eher tiefen Ja-Stimmenanteil von 79,2 Prozent im Amt bestätigt. Im Vorfeld hatte etwa der Aktionärsberater ISS kritisiert, dass die Frauenquote im Verwaltungsrat zu tief sei und man daher Ermotti die Stimme nicht geben werden.


    Im April hat Swiss Re eine Transaktion zur Verlustabsicherung von Versicherungsrisiken im Umfang von 1,15 Milliarden Dollar abgeschlossen. Bei diesem "Stop-Loss"-Instrument handelt es sich um eine Kombination von Bankfinanzierung sowie von an Versicherungen gebundenen Wertpapieren.


    An der Börse hat sich die Swiss-Re-Aktie vom Schock des Kriegsausbruchs in der Ukraine nur leicht erholt. Bis Anfang März waren die Titel bis in den Bereich von 75 Franken abgerutscht. Und nachdem die Aktie sich bis Mitte April bis auf 90 Franken ein wenig erholen konnte, pendelt sie nun um die 80-Franken-Marke.


    (AWP)

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  • Swiss Re schreibt 248 Millionen Dollar massiv mehr Verlust als erwartet - Rückstellungen wegen Ukraine-Krieg


    Der Rückversicherungskonzern Swiss Re erleidet einen Quartalsverlust von 248 Millionen Dollar und nennt als Gründe den Ukraine-Krieg, volatile Finanzmärkte und die Kosten der Coronapandemie.


    Aktualisiert um 07:14


    Analysten erwarten laut dem AWP-Konsens 82 Millionen Dollar Verlust. Bei der Swiss Re erweisen sich Prognosen allerdings häufig als besonders schwierig. Die Swiss Re berichtet, das der Ukraine-Krieg 283 Millionen Dollar Rückstellungen zur Folge hatte.


    Am Ende verblieb nach drei Monaten unter dem Strich ein Minus von 248 Million US-Dollar nach einem Gewinn im Jahr davor von 333 Millionen, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Damit schloss der Konzern etwas schlechter ab von Analysten erwartet.


    In der Sachrückversicherung (P&C Re) verschlechterte sich aufgrund der erhöhten Katastrophenlast und den Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg der Schaden-Kosten-Satz um 2,7 Prozentpunkte auf 99,3 Prozent. Ein Wert über 100 Prozent zeigt an, dass mit dem operativen Geschäft rote Zahlen geschrieben werden.


    Im zweitgrössten Standbein, der Lebensrückversicherung (L&H Re), führten die nach wie vor zahlreichen Corona-Sterbefälle zu einem Verlust von 230 Millionen. Insgesamt ist die Swiss Re im Startquartal gewachsen: Die Nettoprämien der Gruppe nahmen um 4 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar zu.


    Konzernchef Mumenthaler: «Proaktiv» rückgestellt


    Das erste Quartal sei ein schwieriges gewesen, wird Konzernchef Christian Mumenthaler in der Mitteilung zitiert. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine sei ein Schock gewesen. "Obwohl die Situation in der Ukraine nach wie vor höchst ungewiss ist und wir nicht glauben, dass wir überdurchschnittlich exponiert sind, haben wir beschlossen, proaktiv und umsichtig Rückstellungen zu bilden."


    An der Börse hat sich die Swiss-Re-Aktie vom Schock des Kriegsausbruchs in der Ukraine nur leicht erholt. Bis Anfang März waren die Titel bis in den Bereich von 75 Franken abgerutscht. Und nachdem die Aktie sich bis Mitte April bis auf 90 Franken ein wenig erholen konnte, pendelt sie nun um die 80-Franken-Marke.


    (cash/AWP)

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  • Diese Aktie bringt viele Chancen - aber auch ein hartnäckiges Problem


    Ein weiches Kissen für Dividenden-Fans oder eine Firma mit nicht enden wollenden Problemen? Ein Engagement bei Swiss Re stellt Anlegerinnen und Anleger vor Herausforderungen.


    19.05.2022 19:15


    Von Marc Forster


    Verglichen mit dem, was am Markt gerade sonst passiert, hält sich der Aktienkurs der Swiss Re relativ gut. Innerhalb der vergangenen vier Wochen liess der Börsenwert um 4,3 Prozent nach. Das sind weniger als die 7,6 Prozent Vier-Wochen-Minusperformance des Swiss Market Index (SMI). Berücksichtigt werden muss noch, dass bei der Swiss Re Mitte April die Dividende ausbezahlt wurde und dabei der Kurs regulatorisch um 5,90 Franken herabgesetzt wurde.


    Allerdings ist die Swiss Re neben der Credit Suisse die einzige Aktie, bei der noch eine sehr deutliche Lücke zum Vor-Corona-Niveau klafft. Die Rückversicherungs-Grossmacht vom Zürcher Mythenquai ist an der Börse rund ein Fünftel weniger wert als Mitte Februar 2020. Darin spiegelt sich das grösste Problem für die Swiss-Re-Aktie: Der Markt ist bei den Perspektiven für das Unternehmen skeptisch. Der in den vergangenen Jahren fit getrimmten Zurich und der Vorsorgediensleisterin-Schrägstrich-erfolgreichen-Vermögensverwalterin Swiss Life ist zuletzt mehr zugetraut worden, was sich ja auch deutlich steigenden Kursen bei diesen beiden Versicherern gezeigt hat.


    Eine Häufung von Naturkatastrophen und höhere Sterblichkeitsrisiken im Zusammenhang mit der Pandemie kratzen das Image der an sich sehr gut kapitalisierten Swiss Re an. Hohe Kosten und eine schwache Profitabilität prägen Quartal für Quartal. Anders gesagt: Ein professioneller Risikomanager wie die Swiss Re ist mit Risiken konfrontiert, die nicht genau eingeschätzt werden können.


    Die Zunahme von Katastrophenrisiken präge die Branche allerdings schon seit den 1970er Jahren, sagt Simon Fössmeier, Versicherungsanalyst bei Vontobel. "Diese zu Modellieren ist ein laufender Prozess." Es gebe nur wenige Unternehmen auf der Welt, welche die Grösse, das notwendige Kapital und die Anzahl von Spezialisten hätten, die diese Aufgabe profitabel erfüllen könnten. "Die Swiss Re gehört dazu." Fössmeier, der Swiss Re zum Kauf empfiehlt, erinnert daran, dass 2021 der Naturkatastrophen-Bereich zwar nur 6 Prozent Eigenkapitalrendite auf Standalone-Basis erreicht hat, unter Berücksichtigung der Diversifikationseffekte in der Gruppe aber 26 Prozent: "Dies zeigt, dass die Swiss Re als einiges der wenigen Unternehmen der Welt sehr gut diviersifizieren kann."


    [Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/default/files/public/uploads/swissreaktiemai22.jpg]


    In etwa der Kursstand von 2013: Swiss Re an der Börse in den vergangenen neun Jahren (Grafik: cash.ch).


    Zurückgehalten werde der Kurs im Moment wegen der Unsicherheiten um den Ukrainekrieg, selbst wenn weder Russland noch die Ukraine zu den global wichtigsten Versicherungsmärkten zählten: "Und der Kriegsverlauf lässt sich nicht voraussagen." Kriegsschäden unterliegen zwar einem Versicherungsausschluss, aber Auswirkungen des Krieges auf die Wirtschaft können Kosten verursachen. Fössmeier nennt die Luftfahrt sowie auch Cyberrisiken, auch wenn die Münchener Rück ein drei Mal so grosses Cyber-Buch habe wie die Swiss Re.


    Weniger Gegenwind dürfte die Swiss Re durch die steigenden Zinsen erhalten. Weil höhere Zinsen respektive Renditen bei den Bonds spiegelbildlich die Kurse sinken lassen, reduzieren sich die Bewertungen bei den grossen Anleihen-Beständen in den Finanzanlagen von Versicherungen. Dabei handelt es sich aber vor allem um unrealisierte Verluste, welche für das Gesamtbild der Versicherer nicht so stark in Gewicht fallen. Umgekehrt nützen höhere Zinsen der Branche punkto Rendite in den Finanzanlagen.


    Zinseszins-Effekt dank der Dividende


    Bleibt noch die Dividende. Den Dividendenknick vom April hat die Swiss Re noch nicht aufgeholt. Die Rendite beläuft sich im Moment auf 7,3 Prozent - dies ist allerdings auch der Spitzenwert im SMI. Das Management versichert gebetsmühlenartig, dass eine üppige Ausschüttung zentraler Teil der Firmenpolitik sei. Und die hohen Kapitalreserven führen dazu, dass regelmässig mehr als nur die reguläre Dividende ausbezahlt wird.


    Je nach Standpunkt relativiert die Dividende die schwache Kursperformance - der Kurs derzeit ja nicht höher als vor neun Jahren. Aber: "Seit 2013 haben Aktionäre acht Mal eine Dividenden von etwa 6 Prozent bekommen, teilweise sogar höher", sagte der CEO von Agfif International, Mojmir Hlinka, in einem Interview mit cash.ch. Vor allem, wenn die Dividende reinvestiert wird, lässt sich über den Zinseszins-Effekt durchaus Vermögen aufbauen.


    Alles in allem sind Anlegerinnen und Anleger der Aktie der Zurich und der Swiss Life dieses Jahr bisher besser gefahren als mit jener der Swiss Re. Dafür hat der hin- und hergeprügelte Rückversicherer theoretisch mehr Aufwärtspotential. Solange primär Unsicherheiten den Kurs zurückhalten, und nicht erhebliche Probleme im Rückversicherungsgeschäft, ist bei Swiss Re das Glas halbvoll und nicht halbleer. Eine Normalisierung bei der Gewinnsituation, die im Zusammenhang mit den Unsicherheiten bezüglich der Grossrisiken steht, dürfte allerdings so schnell nicht zu erwarten sein.

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  • «Wenig Zuversicht»: HSBC stuft diesjährige Dividenden-Königin ab


    Das Gewinnpotential der Rückversicherer wird laut HSBC-Analyst Thomas Fossard zwar unterschätzt. Die Aussichten für den SMI-Titel Swiss Re sieht er aber dennoch skeptisch.


    14.06.2022 09:53


    Fossard senkt das Rating für die Swiss Re im Rahmen einer Branchenstudie der britisch-asiatischen Grossbank von "Buy" auf "Hold". Das Kursziel sieht der Analyst noch bei 90 Franken. Zuvor hatte er noch 115 Franken ausstehen.


    Rückversicherer weltweit kämpfen mit den Folgen der Coronaviruspandemie. Das Risiko hoher Kosten wegen Naturereignissen trübt die Perspektiven ebenfalls negativ ein. Fossard hält das Gewinnpotential in der Branche zwar für unterschätzt, verweist aber auch auf ein negatives Sentiment.


    Den Märkten fehle die Zuversicht. Darunter leidet laut HSBC besonders die Swiss Re: Innerhalb der Branche bevorzugt Fossard die Münchener Rück, Scor und neu auch die Hannover Rück gegenüber dem SMI-Mitglied Swiss Re.


    Der Rückversicherer hat am Markt aber noch andere Qualitäten. Im SMI ist die Swiss Re mit 7,9 Prozent Dividendenrendite im Moment Spitzenreiterin in Sachen Ausschüttung. Dies liegt allerdings auch am vergleichsweisen tiefen Kurs, der derzeit bei 75,46 Franken liegt. Seit Jahresanfang liegt der Titel um 16 Prozent im Minus. Den Dividenden-Knick vom April hat der Kurs bisher nicht aufgeholt.


    (cash)

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  • In die Gewinnzone zurückgekehrt

    Swiss Re in die Gewinnzone zurückgekehrt


    Nach dem happigen Verlust im Startquartal ist die Swiss Re in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.


    29.07.2022 07:42


    Im gesamten ersten Halbjahr erzielte der zweitgrösste Rückversicherungskonzern der Welt einen Reingewinn von 157 Millionen US-Dollar. Im Vorjahressemester hatte der Konzern noch einen Gewinn von 1 Milliarde Dollar eingefahren. Der Rückgang sei vor allem auf deutlich gesunkene Anlageergebnisse sowie auf Rückstellungen für den Ukrainekrieg im ersten Quartal zurückzuführen, teilte die Swiss Re am Freitag in einem Communiqué mit.


    Zum Jahresstart hatten die Auswirkungen der Coronapandemie, die Talfahrt der Börsen und die Rückstellungen für den Ukraine-Krieg aufs Ergebnis gedrückt. Im ersten Quartal hatte der Konzern deshalb einen Verlust von 248 Millionen Dollar erlitten.


    Immerhin stockte die Swiss Re die Rückstellungen für die Folgen des Ukraine-Kriegs, für die sie im ersten Quartal 283 Millionen Dollar auf die Seite gelegt hatte, nicht weiter auf. So gelang dem Konzern im zweiten Quartal ein Reingewinn von 405 Millionen Dollar.


    Die Einnahmen legten leicht zu: Die verdienten Nettoprämien und Honorareinnahmen der Gruppe stiegen in den ersten sechs Monaten um 1,9 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar.


    Sachversicherung mit Gewinneinbruch *shok*


    Gestützt worden sei das Ergebnis durch die Ertragsstärke der Lebensrückversicherung (L&H Re) und dem Firmen-Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions sowie eine robuste Underwriting-Performance bei der Sachrückversicherung (P&C Re), sagte Konzernchef Christian Mumenthaler.


    Im zweitgrössten Standbein, der Lebensrückversicherung (L&H Re), erzielte der Konzern wieder einen kleinen Gewinn von 2 Millionen Dollar nach einem Verlust von 139 Millionen im Vorjahressemester. Corporate Solutions (Corso) steuerte einen Gewinn von 220 Millionen bei. Das sind 42 Millionen weniger als vor einem Jahr.


    In der grössten Sparte, der Sachrückversicherung (P&C Re) sank der Gewinn dagegen deutlich auf 316 Millionen Dollar nach 1,3 Milliarden vor einem Jahr. Der Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich auf 98,5 Prozent von 94,4 Prozent. Bei Werten von unter 100 Prozent ist das operative Geschäft profitabel.


    (AWP)

  • Swiss Re in die Gewinnzone zurückgekehrt


    (Ausführliche Fassung) - Nach dem happigen Verlust im Startquartal ist die Swiss Re in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im gesamten ersten Halbjahr erzielte der zweitgrösste Rückversicherungskonzern der Welt einen Reingewinn von 157 Millionen US-Dollar.


    29.07.2022 07:36


    Im Vorjahressemester hatte der Konzern noch einen Gewinn von 1 Milliarde Dollar eingefahren. Der Rückgang sei vor allem auf deutlich gesunkene Anlageergebnisse sowie auf Rückstellungen für den Ukrainekrieg im ersten Quartal zurückzuführen, teilte die Swiss Re am Freitag in einem Communiqué mit.


    Zum Jahresstart hatten die Auswirkungen der Coronapandemie, die Talfahrt der Börsen und die Rückstellungen für den Ukraine-Krieg aufs Ergebnis gedrückt. Im ersten Quartal hatte der Konzern deshalb einen Verlust von 248 Millionen Dollar erlitten.


    Immerhin stockte die Swiss Re die Rückstellungen für die Folgen des Ukraine-Kriegs, für die sie im ersten Quartal 283 Millionen Dollar auf die Seite gelegt hatte, nicht weiter auf. So gelang dem Konzern im zweiten Quartal ein Reingewinn von 405 Millionen Dollar.


    Die Einnahmen legten leicht zu: Die verdienten Nettoprämien und Honorareinnahmen der Gruppe stiegen in den ersten sechs Monaten um 1,9 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar.


    Sachversicherung mit Gewinneinbruch


    Gestützt worden sei das Ergebnis durch die Ertragsstärke der Lebensrückversicherung (L&H Re) und dem Firmen-Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions sowie eine robuste Underwriting-Performance bei der Sachrückversicherung (P&C Re), sagte Konzernchef Christian Mumenthaler.


    Im zweitgrössten Standbein, der Lebensrückversicherung (L&H Re), erzielte der Konzern wieder einen kleinen Gewinn von 2 Millionen Dollar nach einem Verlust von 139 Millionen im Vorjahressemester. Corporate Solutions (Corso) steuerte einen Gewinn von 220 Millionen bei. Das sind 42 Millionen weniger als vor einem Jahr.


    In der grössten Sparte, der Sachrückversicherung (P&C Re) sank der Gewinn dagegen deutlich auf 316 Millionen Dollar nach 1,3 Milliarden vor einem Jahr. Der Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich auf 98,5 Prozent von 94,4 Prozent. Bei Werten von unter 100 Prozent ist das operative Geschäft profitabel.


    jb/ys


    (AWP)

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  • Swiss Re schätzt versicherte Naturkatastrophenschäden global auf 35 Milliarden


    (Titel angepasst, letzter Abschnitt um Zahlen von Munich Re ergänzt) - Katastrophen rund um den Globus haben während den ersten sechs Monaten des Jahres hohe Schäden verursacht. Haupttreiber waren dabei Naturgefahren wie Überschwemmungen und Stürme. Dies zeigen vorläufige Schätzungen des Swiss Re Institute.


    02.08.2022 11:57


    Insgesamt verursachten Naturkatastrophen weltweit versicherte Schäden in der Höhe von 35 Milliarden US-Dollar. Die Kosten liegen damit rund ein Fünftel über dem Schnitt der letzten zehn Jahre. Menschengemachte Ereignisse verursachten Schäden von weiteren drei Milliarden Dollar.


    Die Gesamtkosten liegen allerdings weit höher: Der Rückversicherer schätzt, dass im ersten Halbjahr durch Katastrophen wirtschaftliche Schäden von 75 Milliarden Dollar entstanden sind. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre lag bei 80 Milliarden Dollar.


    Winterstürme, Überschwemmungen und Waldbrände


    Sekundäre Naturgefahren wie Hagelstürme und Überschwemmungen treiben Versicherungsschäden in aller Welt weiter nach oben, schreibt der Rückversicherer. Anders als Hurrikane oder Erdbeben seien diese Gefahren allgegenwärtig und würden durch die rasche Urbanisierung in besonders gefährdeten Gebieten noch verschärft.


    Für diese Entwicklung nennt die Swiss Re mehrere Beispiele. So haben im Februar allein die Winterstürme in Europa versicherte Schäden von 3,5 Milliarden Dollar verursacht.


    Im Frühjahr führten sintflutartige Regenfälle in Australien zu weiträumigen Überschwemmungen. Die verursachten rekordhohe Hochwasserschäden von fast 3,5 Milliarden Dollar - für die Versicherungswirtschaft die teuerste Naturkatastrophe des ersten Halbjahrs 2022.


    Hitzewellen in ganz Europa im Sommer führten im Südwesten des Kontinents zu verehrenden Waldbränden. Da aufgrund der Klimaerwärmung mit verschärften Dürren zu rechnen ist, steige die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden, schreibt die Swiss Re.


    Die Experten des Konzerns sehen den Klimawandel als eines der grössten Risiken für die Gesellschaft und die globale Wirtschaft. Noch immer seien aber drei Viertel aller Naturkatastrophen nicht versichert.


    Der deutsche Rückversicherer Munich Re kommt zu ähnlichen Zahlen. Das Unternehmen schätzt, dass in der ersten Jahreshälfte Naturkatastrophen rund um den Erdball volkswirtschaftliche Gesamtschäden von 65 Milliarden Dollar verursacht haben. Fast die Hälfte der Gesamtschäden entfielen auf die USA. Die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen schätzt Munich Re auf 34 Milliarden Dollar.


    bol/mk


    (AWP)

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  • Swiss Re bündelt Anlagebratungsgeschäft neu

    Swiss Re-Aktie freundlich: Swiss Re bündelt Anlagebratungsgeschäft neu


    Dazu hat der Konzern eine hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet, die Swiss Re Insurance-Linked Investment Advisors Corporation (Sriliac). Diese ist bei der US-Börsenaufsicht SEC als Anlageberatungsgesellschaft registriert, wie die Swiss Re am Donnerstag mitteilte.


    Qualifizierten institutionellen Anlegern will der Konzern damit Investment-Management-Dienstleistungen anbieten. Die Anlagestrategie konzentriere sich auf versicherungsgebundene Wertpapiere, in erster Linie auf Katastrophenanleihen, heisst es weiter.


    Die Swiss Re handle und investiere seit rund zwei Jahrzehnten mit Versicherungsverbriefungen (Englisch: Insurance-linked securities, ILS). Jetzt öffne man die eigenen Ressourcen für institutionelle Investoren und ermögliche ihnen, vom bewährten Know-how in den Bereichen Risikoanalyse oder Portfoliomanagement zu profitieren.


    Die Anlagestrategie von Sriliac ergänze somit auch die andere Anlagestrategie von Swiss Re, die sich auf Naturkatastrophen-Rückversicherungsverträge konzentriere. Verwaltet wird diese von der Swiss Re Insurance-Linked Investment Management Ltd. (Srilim).


    Die Swiss Re-Aktie notiert am Schweizer Aktienmarkt zeitweise 0,30 Prozent im Plus bei 72,74 Franken.


    kw/uh


    Zürich (awp)

  • Swiss-Re-CEO: Müssen Prämien wegen zunehmender Naturkatastrophen anheben


    Laut Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler hat der Rückversicherer die Risikomodelle wegen des Klimawandels angepasst. "Die zunehmenden Naturkatastrophen führen dazu, dass wir die Versicherungsprämien anheben müssen", sagte er in einem Interview mit dem deutschen "Handelsblatt". Hingegen sei ein Rückzug aus Regionen wie Florida, die immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht werden, kein Thema. "Wir diskutieren hier eher über die Preise als über die Versicherbarkeit", so der CEO.


    07.09.2022 22:50


    Für Preiserhöhungen spreche auch, dass die Rückversicherer zuletzt keine hohen Gewinne erwirtschaftet hätten, "aber so ist es eben in Krisenzeiten". Um ökonomisch über längere Zeit bestehen zu können, müssten jedoch die Erträge stimmen. "Deshalb gibt es keine andere Wahl, als die Preise zu steigern."


    Am anstehenden Branchentreffen in Monte Carlo wird laut Mumenthaler abgesehen davon die Inflation das Hauptthema sein. Diese habe für die Versicherer negative Seiten. Auf der anderen Seite führe sie nun zu steigenden Zinsen, welche die Branche lange herbeigesehnt habe. "In der Wiederanlage von Geldern haben wir vor einem Jahr eine Rendite von 0,9 Prozent erhalten, jetzt sind es über 3 Prozent - ein Riesenunterschied."


    Dies werde sich zwar erst langfristig ausbezahlen, räumte der Konzernlenker ein. Und kurzfristig spürt die Branche bekanntlich die Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Solvenzquote sei aber weiterhin sehr hoch, betonte Mumenthaler. "Die Möglichkeit, Dividenden zu zahlen, bleibt also erhalten."


    Mumenthaler hält im Interview im übrigen am Ziel fest, in absehbarer Zeit keine Kohlenkraftwerke mehr zu versichern - trotz des aktuellen Gasmangels. Es sei genug Geld vorhanden, um in erneuerbare Energien zu investieren. "Nur die langen Genehmigungsverfahren müssen endlich verkürzt werden", so seine Forderung.


    In Sachen Ukrainekrieg hält er die früheren Schätzungen, wonach der Krieg der Versicherungsbranche Schäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar einbrocken könnte, für übertrieben. Inzwischen gehe er von Schäden am unteren Ende der Spanne von 10 bis 20 Milliarden aus.


    rw/


    (AWP)

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  • Swiss Re rechnet mit weiter steigenden Rückversicherungspreisen


    Die Swiss Re rechnet in der Rückversicherungsbranche mit weiteren Preissteigerungen. Im unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld dürfte die Nachfrage nach Versicherungen zunehmen.


    12.09.2022 07:27


    In einer Welt mit wachsenden geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und dem Klimawandel sei mit einer verstärkten Nachfrage nach Schutz vor Risiken zu rechnen, teilte Swiss Re am Montag anlässlich des Branchentreffens "Rendez-Vous de Septembre" in Monte Carlo in einem Communiqué mit. Aktuell sei die Branche besonders mit Themen wie Inflation oder Rezession konfrontiert. Hinzu kämen Energieschocks, Cyberrisiken oder Probleme in den Lieferketten.


    Rückversicherer und Versicherer müssten sich im Rahmen der Risikomodellierung auf eindeutige Vertragsbedingungen konzentrieren, um sicherzustellen, dass die Preise das Risikoumfeld widerspiegelten. "Da wir im aktuellen dynamischen Risikoumfeld eine Zunahme der Kostentreiber sehen, müssen die Prämien sorgfältig kalibriert werden, um damit Schritt zu halten", wird Swiss-Re-Rückversicherungschef Moses Ojeisekhoba mit Blick auf die Inflation zitiert.


    Steigende Nachfrage nach Versicherungsschutz


    Die Swiss Re erwartet für den Zeitraum von 2022 bis 2026 einen Anstieg des Prämienvolumens um 33 Milliarden US-Dollar in den gewerblichen Sparten, wie sie kürzlich gemeldet hat. Wenn zudem die Länder alle bisher geplanten Kapazitäten für erneuerbare Energien aufbauen, würden die Investitionen in diesem Bereich nach Schätzungen ihrer Experten im Energiesektor bis 2035 zusätzliche Prämien in Höhe gar von 237 Milliarden generieren.


    In diesem Umfeld will Swiss Re wachsen und plant unter anderem, das Naturkatastrophengeschäft auszubauen. Denn dieser Markt dürfte laut Swiss Re für die Rückversicherer in den nächsten vier Jahren von derzeit weltweit 35 Milliarden auf rund 48 Milliarden Dollar an Prämien wachsen. Swiss Re sei mit ihrem Kundenzugang und der Kapitalstärke gut positioniert. Allerdings sei angesichts der steigenden Katastrophenlast beim Abschluss von Geschäft ein diszipliniertes Verhalten wichtig.


    In Monte Carlo läuft seit Samstag und noch bis am Mittwoch (14.9.) das alljährlich stattfindende Treffen von Vertretern aus der Rück- und Versicherungsbranche. Unter den Teilnehmern wird unter anderem zu den Markt- und Preisentwicklungen diskutiert.


    (AWP)

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  • Swiss Re geht in Indonesien Partnerschaft im Daten-Management ein

    Der Rückversicherer Swiss Re hat in Indonesien mit Indonesia Re eine Kooperation abgeschlossen.


    03.10.2022 06:30


    Der Verwalter des nationalen Versicherungsdaten-Centers (National Insurance Data Center Management Agency - BPPDAN) könne dadurch seinen Mitgliedern Zugang zu Analyselösungen und Risikoberatungs-Services anbieten, teilte Swiss Re am Montag mit.

    Dem BPPDAN gehören den Angaben zufolge mehr als 70 Rückversicherer und Versicherer an. Das Center stelle Daten zur Verfügung, die eine faire und nachhaltige Preisgestaltung in der Sachversicherung ermöglichen sollen. Die Partnerschaft mit Swiss Re umfasst laut Mitteilung die Entwicklung eines Markt-Dashboards für BPPDAN, das Einblicke in Prämien und Schäden auf Markt- und Unternehmensebene biete.


    Die Daten aus den P&C-Analytics-Lösungen von Swiss Re sollen die BPPDAN-Mitglieder bei Underwriting-Entscheiden und der strategischen Planung unterstützen, wenn es etwa um das Risikomanagement und die Preisgestaltung in der Sachversicherung geht.

    (AWP)

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  • Swiss Re nach Hurrikan Ian in den roten Zahlen - Weniger Verlust als prognostiziert

    Allen voran ist Hurrikan "Ian" für die roten Zahlen verantwortlich. In der Rechnung verblieb nach neun Monaten ein Minus von 285 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 1,26 Milliarden vor Jahresfrist, wie die Swiss Re am Freitag mitteilte. Das war erwartet worden, nachdem der Konzern die Anleger vor einem Verlust von rund einer halben Milliarde im dritten Quartal gewarnt hatte. Im ersten Halbjahr hatte noch ein Gewinn von knapp 160 Millionen Dollar resultiert.


    Der Verlust fiel allerdings deutlich tiefer aus als von Analysten (AWP-Konsens) im Vorfeld erwartet worden war. Diese hatten mit einem Minus zwischen 302 Millionen und 663 Millionen Dollar gerechnet.


    Hagel und Dürre in Europa, Taifune in Asien, Überschwemmungen in Australien und vor allem die Hurrikane in Nordamerika bescherten den Versicherungen in diesem Jahr hohe Kosten, die sie zum Teil an die Rückversicherer weiterreichen können. Insgesamt hätten Grossschäden aus Naturkatastrophen bei der Swiss Re in den ersten neun Monaten mit 2,7 Milliarden Dollar auf das Ergebnis gedrückt, heisst es. Allein Hurrikan "Ian" belastete mit 1,3 Milliarden.


    Die im Zuge der Gewinnwarnung von Mitte Oktober nach unten revidierten Aussichten bleiben derweil intakt. Der Rückversicherer wird im Gesamtjahr die ursprünglich angepeilte Eigenkapitalrendite von 10 Prozent wohl nicht erreichen. Swiss Re dürfte trotz Verlust aber nach wie vor sehr gut kapitalisiert sein. Die Solvenzquote zum Schweizer Solvenztest (SST) lag Anfang Juli mit 274 Prozent noch klar über dem Zielband von 200 bis 250 Prozent.

    (AWP)

  • Swiss Re nach Hurrikan Ian in den roten Zahlen - Weniger Verlust als prognostiziert

    Der Rückversicherer Swiss Re hat in den ersten neun Monaten wie erwartet einen Verlust erlitten. Zahlreiche Naturkatastrophen belasteten die Rechnung schwer.


    28.10.2022 07:09


    Allen voran ist Hurrikan "Ian" für die roten Zahlen verantwortlich. In der Rechnung verblieb nach neun Monaten ein Minus von 285 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 1,26 Milliarden vor Jahresfrist, wie die Swiss Re am Freitag mitteilte. Das war erwartet worden, nachdem der Konzern die Anleger vor einem Verlust von rund einer halben Milliarde im dritten Quartal gewarnt hatte. Im ersten Halbjahr hatte noch ein Gewinn von knapp 160 Millionen Dollar resultiert.

    Der Verlust fiel allerdings deutlich tiefer aus als von Analysten (AWP-Konsens) im Vorfeld erwartet worden war. Diese hatten mit einem Minus zwischen 302 Millionen und 663 Millionen Dollar gerechnet.


    Hagel und Dürre in Europa, Taifune in Asien, Überschwemmungen in Australien und vor allem die Hurrikane in Nordamerika bescherten den Versicherungen in diesem Jahr hohe Kosten, die sie zum Teil an die Rückversicherer weiterreichen können. Insgesamt hätten Grossschäden aus Naturkatastrophen bei der Swiss Re in den ersten neun Monaten mit 2,7 Milliarden Dollar auf das Ergebnis gedrückt, heisst es. Allein Hurrikan "Ian" belastete mit 1,3 Milliarden.

    Die im Zuge der Gewinnwarnung von Mitte Oktober nach unten revidierten Aussichten bleiben derweil intakt. Der Rückversicherer wird im Gesamtjahr die ursprünglich angepeilte Eigenkapitalrendite von 10 Prozent wohl nicht erreichen. Swiss Re dürfte trotz Verlust aber nach wie vor sehr gut kapitalisiert sein. Die Solvenzquote zum Schweizer Solvenztest (SST) lag Anfang Juli mit 274 Prozent noch klar über dem Zielband von 200 bis 250 Prozent.

    (AWP)

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  • Bei der Aktie von Swiss Re gehen die Meinungen extrem auseinander

    Die UBS sieht die Aktie von Swiss Re bei 68 Franken, die Bank Vontobel dagegen bei 94 Franken. Wer ist näher am Konsens?


    Der Rückversicherer Swiss Re hat am Freitag die Neunmonatszahlen veröffentlicht. Wie erwartet ist Swiss Re im laufenden Jahr nach neun Monaten in die Verlustzone abgerutscht. Auf die Ergebnisse gedrückt haben Naturkatastrophen, die Börsenturbulenzen sowie die zur grassierenden Inflation gebildeten Reserven. Die Aktien verloren gleichentags 2,4 Prozent. Zu Wochenbeginn handelsn sie kaum verändert bei 75,3 Franken.


    Bei der Bewertung der Aktie gehen die Meinungen nun sehr weit auseinander. Die UBS senkte das Kursziel am Montag für Swiss Re auf 68 von 71 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin "Sell". Die Zahlen zum dritten Quartal hätten bestätigt, dass sich die Inflation negativ auf die zugrundeliegende Entwicklung auswirke und die Konsenserwartungen für das laufende Jahr wohl zu hoch seien, schreibt der zuständige Analyst. Auch bremse die hohe Verschuldung das Wachstum und es bestünden Fragezeichen bezüglich der Höhe des Katastrophen-Budgets. Von den erwarteten Prämienanstiegen dürfte auch Swiss Re profitieren,allerdings in einem geringeren Ausmass als die Konkurrenz.

    Anders sieht Vontobel die weitere Kursentwicklung der Aktie. Die Bank erhöhte das Kursziel für Swiss Re auf 94 von 88 Franken und beliess die Einstufung auf "Buy". Nach den Zahlen für das dritte Quartal senkte der Analyst zwar seine Schätzungen für das laufende Jahr. Die Dividenden-Erwartung bleibe aber unverändert und die Rendite sei unter den Schweizer Versicherern am höchsten. Durch die Inflation dürften die Prämien stärker anziehen und auch die steigenden Zinsen böten Rückenwind, so der Experte weiter. Für das Geschäftsjahr 2024 dürfte sich Umstellung auf IFRS 17 signifikant positiv auswirken.


    Vontobel liegt mit ihrer Einschätzung näher am durchschnittlichen Kursziel, das von 21 Analysten in den letzten drei Monaten für Swiss Re abgegeben wurde. Es beträgt 84,91 Franken.

  • Kurzfristig leidet die Gesellschaft unter Normalisierung der Zinslandschaft.

    Bei jeder Wiederanlage von Geld dürfte die erwartete Rendite steigen.

    Ich vermute, dass viele Analysten Seite 8 in 9m-2022-slides-presentation-doc.pdf in ihren Modellen nicht berücksichtigt haben.

    Dafür dass es bei der Firma viele Mathematiker und Modellierer gibt, war man am Anlagemarkt im eigenen Portfolio unterversichert.

    Man hätte auch mit Calls auf steigende USD Zinsen setzten können.

    Folie 28 macht mir etwas Sorge.

    Man ist relativ hoch in CH Immobilien investiert. Die Preise dürften nicht in den Himmel wachsen.

    Ob SwissRe die Miete erhöht und Objekte energetisch saniert, mit Solarzellen bestückt?

    In der Bilanz gab es einen Einbruch beim Eigenkapital.

    Für den Moment wäre ich mir nicht sicher, ob es weiterhin 5.9 CHF Dividende pro Aktie gibt.

    In Q4 könnten sich die Real Estate und Aktienmärkte stabiliseren - weiss man noch nicht.

    An der Zinsfront dürfte es weiterhin Druck auf die Bewertungen von langlaufenden Fixed Income Positionen geben.

    Ist SwissRe auch too big too fail.

    Oder ist das ein langlaufender Fail?

    Siehe Kursentwicklung seit 1998.

  • Kurzfristig leidet die Gesellschaft unter Normalisierung der Zinslandschaft.


    Ist SwissRe auch too big too fail.

    Oder ist das ein langlaufender Fail?

    Siehe Kursentwicklung seit 1998.

    Mittel- und Langfristig wird der Klimawandel für diese Branche zu einem grossen Problem.


    Die entscheidende Frage ist, ob die Rückversicherungen (und die Versicherungen) dafür genügend Reserven gebildet haben.


    Der Klimawandel verläuft zunehmend exponentiell.

    Bei langer Vertragslaufzeit ist das ganz schlecht.

  • Swiss Re-Aktie freundlich: Versicherte Katastrophenschäden liegen 2022 weit über Zehnjahresdurchschnitt

    Der Hurrikan Ian sowie Überschwemmungen und Hagelstürme haben 2022 weltweit erneut für grosse Zerstörung gesorgt.

    Der Rückversicherer Swiss Re schätzt die versicherten Schäden für Naturkatastrophen in diesem Jahr auf ganze 115 Milliarden US-Dollar.

    Damit liegt die Summe gemäss vorläufigen Schadenschätzungen weit über dem Zehnjahresdurchschnitt von 81 Milliarden Dollar, wie aus einer Medienmitteilung vom Donnerstag hervorgeht.


    2022 wäre damit das zweite Jahr in Folge mit geschätzten Versicherungsschäden von mehr als 100 Milliarden. Der Trend der vergangenen zehn Jahre setze sich fort, wonach die Summe pro Jahr um durchschnittlich 5 bis 7 Prozent steige, schreibt Swiss Re.

    Rund 45 Prozent der wirtschaftlichen Schäden würden in diesem Jahr von der Versicherungswirtschaft getragen. Mit anderen Worten erreichten die gesamten wirtschaftlichen Schäden über 250 Milliarden Dollar. Weltweit bestehe "also eine grosse Deckungslücke", so der Rückversicherer.

    Schlimmer war nur "Katrina"

    Den grössten Schaden als Einzelereignis verursachte der Hurrikan Ian mit geschätzten Versicherungsschäden von 50 bis 65 Milliarden Dollar. Der Wirbelsturm der Kategorie 4 traf Ende September im Westen des US-Bundesstaats Floridas auf Land, verbunden mit extremen Windstärken, sintflutartigen Regenfällen und einer Sturmflut.


    Die versicherten Schäden sind nach Schätzungen des "Swiss Re Institute" die zweithöchsten überhaupt in den Sigma-Statistiken - nach Hurrikan Katrina im Jahr 2005. Dies verdeutliche, welches Gefahrenpotenzial auch in einem ansonsten glimpflich verlaufenden Hurrikanjahr von einem einzelnen Hurrikan ausgehen könne, der auf eine dicht besiedelte Küste trifft, schreibt Swiss Re.

    So genannte sekundäre Naturgefahren wie Überschwemmungen und Hagelstürme verursachten derweil versicherte Schäden von über 50 Milliarden Dollar. Das war erneut ein erheblicher Beitrag zum weltweiten Gesamtvolumen. Swiss Re nennt als Beispiele für extreme Wetterereignisse die Winterstürme in Europa, die Überschwemmungen in Australien und Südafrika sowie die Hagelstürme in Frankreich und den USA.

    Zerstörerische Hurrikane

    "Extreme Wetterereignisse haben 2022 zu hohen Versicherungsschäden geführt und gezeigt, dass dieses Risiko auf dem Vormarsch ist und alle Kontinente betrifft", lässt sich Martin Bertogg von Swiss Re zitieren. "Die städtische Entwicklung, die Anhäufung von Werten in katastrophengefährdeten Gebieten, die Inflation und der Klimawandel sind Schlüsselfaktoren, die dazu führen, dass Extremwetter zu immer höheren Naturkatastrophenschäden führt."


    Als vor 30 Jahren Hurrikan Andrew zuschlug, hatte nie zuvor ein Ereignis Schäden von 20 Milliarden Dollar verursacht. Doch mittlerweile habe es allein in den vergangenen sechs Jahren sieben solcher Hurrikane gegeben.


    Die Sigma-Katastrophenschadenschätzungen von Swiss Re beziehen sich auf Sachschäden, wobei Covid-19-Schäden nicht berücksichtigt seien.


    An der SIX zeigt sich die Aktie der Swiss Re am Donnerstag zeitweise mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 84,88 Franken.

    ys/uh