Transocean

  • Dividende

    Denkst Du nicht, dass dies bereits im Kurs eigentlich enthalten sein sollte? Obwohl jede Nachricht, welche negativ ist, rasselt effektiv überproportional in den Keller...

  • ropav hat am 05.12.2014 - 09:35 folgendes geschrieben:

    Quote

    Denkst Du nicht, dass dies bereits im Kurs eigentlich enthalten sein sollte? Obwohl jede Nachricht, welche negativ ist, rasselt effektiv überproportional in den Keller...

    Vielleicht schon, aber so eine Nachricht könnte den Baum schon ein bisschen schütteln. Ich palte Transocean auf meiner "Watchlist", der Kurs kann nicht ewig senken, früh oder später muss eine Gegenreaktion kommen. Ich sehe gute Gewinnchancen das nächste Jahr.

  • sandrop74 hat am 05.12.2014 - 10:03 folgendes geschrieben:

    Quote

    ropav hat am 05.12.2014 - 09:35 folgendes geschrieben:

    Vielleicht schon, aber so eine Nachricht könnte den Baum schon ein bisschen schütteln. Ich palte Transocean auf meiner "Watchlist", der Kurs kann nicht ewig senken, früh oder später muss eine Gegenreaktion kommen. Ich sehe gute Gewinnchancen das nächste Jahr.

    Aber vermutlich nur wenn der Oelpreis steigt und da sieht es aktuell gar nicht gut aus.


    Die Saudis haben heute wieder ein Signal auf weiter sinkende Oelpreise gesendet.

    Besser reich und gesund als arm und krank!

  • Das ganze erinnert irgendwie an Petroplus. Aber das wurde ja schon gesagt.


    Nach Petroplus habe ich mir an Trico Marine Service die Finger verbrannt, auch der grösste und beste usw... Ausstatter von Service Schiffen, Ölplattformen etc... wow riesen Sache, tolle Dividende etc... und peng waren diese Konkurs.



    Es gibt auch bei Konkursen sehr grosse Profiteure. Der Dumme ist aber am Schluss immer der Aktionär.

  • Lage für Transocean wird immer brenzliger

    Die Aktie des Ölplattformbetreibers Transocean fallen ins Bodenlose, und ein Ende ist nicht in Sicht. Neben der Aktie werden nun auch die Obligationen negativ beurteilt.


    Am Freitag zu Handelsbeginn zählt die Transocean-Aktie erneut zu den grössten Verlierern im Swiss Market Index (SMI) – die Aktie gibt mit 1,5 Verlust so deutlich nach wie kein anderer SMI-Titel. Der Gesamtmarkt steigt 0,6 Prozent.


    Damit türmt sich bei der Transocean-Aktie ein Minus seit Jahresbeginn von fast 60 Prozent auf. Ein Ende ist nicht in Sicht. Mehrere Analysten haben in den letzten Tagen die Aktie heruntergestuft.


    [Blocked Image: http://www.cash.ch/sites/default/files/public/xmedia/transocean_1.jpg]


    Kursverlauf der Transocean-Aktie der letzten 12 Monate.


    Neuerdings sind auch die Obligationen von Transocean gefährdet. Laut einem Artikel des Investmentportals Seeking Alpha ist das Risiko eines Ausfalls deutlich gestiegen. Die Ausfallwahrscheinlichkeit betrage rund 10 Prozent. Das Misstrauen in die Transocean-Anleihen lässt sich am Kurszerfall ablesen. Der Preis für eine zu 6,8 Prozent verzinste Obligation fiel in den letzten fünf Handelstagen fast 8 Prozent.


    Dividendenkürzung wohl unvermeidlich


    Verantwortlich für die brenzlige Situation bei Transocean ist der Ölpreissturz. Am Freitag kostet ein Barrel der Norseesorte Brent rund 69 Dollar und damit so tief wie zuletzt vor fünf Jahren. Marktkenner gehen gar von einem Rückgang auf 60 Dollar oder tiefer aus.


    Anleger müssen sich wohl auf eine Dividendenkürzung gefasst machen. Die Konkurrenz hat diesen Schritt bereits vollzogen. Ende November gab der niederländische Rivale Seadrill die Streichung der Dividende bekannt.


    Auch diversen Investoren wird die Lage zu heiss. Am Freitag wurde bekannt, dass Franklin Resources ihre Beteiligung weiter senkt, und zwar von 4,6 auf 4 Prozent. Ursprünglich hielt die US-Investmentgesellschaft 6,2 Prozent. Und im Markt kursieren Gerüchte, dass Grossaktionär Carl Icahn dem Unternehmen bald den Rücken kehren dürfte. Er besitzt gut 9 Prozent der Transocean-Aktie.


    Der Kurssturz bei Transocean weckt ungute Erinnerungen an die Anfang 2012 Pleite gegangene Petroplus. Das Unternehmen hatte seinen Konzernsitz in Zug und war einst die grösste unabhängige Raffineriebetreiberin Europas. Die Aktien waren damals an der Schweizer Börse SIX kotiert.


    http://www.cash.ch/news/front/…er_brenzliger-3272467-449

  • Elias hat am 05.12.2014 - 10:48 folgendes geschrieben:


    Es gibt 3 mögliche Szenarien die bei Transocean den Kurs weiter unter Druck setzen könnten:


    1. Ölpreis sinkt weiter bis 60 Dollar


    2. Dividende werden verkürzt oder gestrichen


    3. Carl Icahn beginnt seine Beteiligung zu senken



    "... 4. die Erinnerung und den Vergleich mit Petrominus".


  • Wie lange noch wird Transocean im SMI aufgelistet? Wenn so weiter geht, es ist nur eine Frage der Zeit, und sie wird ersetzt. Das könntet einen weiteren Rückschlag verursachen.

  • Doch PK's und andere Institutionelle die den SMI abbilden müssen, können sich dann von Transocean trennen. Das könnte zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.
    Ich habe überhaupt nie verstanden, dass dieser amerikanische Oeltitel mit Sitz Zug in den SMI aufgenommen wurde.
    Immerhin auf Kosten von Lonza. Allerhöchste Zeit, dass Transocean aus dem SMI verschwindet.

  • RIG quo vadis?

    Immer noch in die gleiche Richtung. Wo nun auch ins Bewusstsein dringt, dass die Obligationen negativ bewertet werden, werden die Probleme sicher nicht kleiner. Meine Zockposition, oder sollte ich sie angemessener "Aasgeier-Position" nennen, werde ich jetzt noch ein wenig tiefer ansetzen, aber vor allem machen, was diese intelligenten Tiere in Perfektion beherrschen: warten und den richtigen Moment abwarten. Es mag nicht sympathisch sein, aber der Sympathie-Preis an der Börse ist mir auch unbekannt. Die Gegenbewegung wird kommen...

  • sandrop74 hat am 05.12.2014 - 12:58 folgendes geschrieben:

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    Wie lange noch wird Transocean im SMI aufgelistet? Wenn so weiter geht, es ist nur eine Frage der Zeit, und sie wird ersetzt. Das könntet einen weiteren Rückschlag verursachen.

    Die meisten Fondsmanager sind doch sicher bereits draussen oder steigen noch vor Jahresende aus, bekanntlich werden unter dem Begriff Windowdressing, Titel welche während des Jahres stark gefallen sind, vor Ende Jahr noch verkauft. Häufig werden sie dann Anfang Januar wieder gekauft was ihnen im Januar dann wieder Auftrieb gibt.

    Besser reich und gesund als arm und krank!

  • Call gekauft. High Risk wie letztes mal halt. Klarer Zock. Kleiner Betrag.


    Parameter: Strike nahe 20. Laufzeit mind. 9 Monate. Ratio möglichst tief. Nicht (gross) im Geld.


    Sollte bei Laufzeitende RIGN mind. 20 notieren hätte ich praktisch kein Verlust.


    Wer will kann ja selber überlegen was für ein Papier nehmen. Einfach zur Klarstelllung nochmal. Klarer Zock. Klar ziehe ich Chart zur analyse her... aber wirklich kaufsignale im kurzfristigen Bereich gibts noch keine. Mittelfristig ja sowieso nicht. Versuche hier mal die Bewegung für die nächsten 2Q zu antizipieren. Ist für mich mehr ein "Spiel" als grosse Rendite Überlegungen (eben... kleiner Betrag!).


    Wer Faktorzertifikate mag... nur zu. Halte ich aber nachwie vor für nicht geeignet hier und schon gar nicht die hier ständig erwähnten Faktor 5 und 6.


    Klappt es dieses mal auch nicht (Laufzeit 9 Monate)... ja dann lasse ich das Papier sein bis klare Kaufsignale. In diesem Sinne im Kellerchen verstaut und aber 25 evtl. Teilverkauf sollten diese 1Q kommen.


    Ich hoffe sie melden ihre Dividendenkürzung. Das diese wohl kommen wird war / ist (fast) so klar wie das Amen in der Kirche. Habe sehr oft darauf hingewiesen. Das man das als Grund für den Downer in den letzten Wochen / Tage nimmt finde ich gugugs. Aber die Finanzportale müssen ja was zu schreiben haben. Wenn die mal kommt gehen denen aber vielleicht mal bald die idiotischen Erklärungen aus...


    PS: Sollten wir auf die 15 zugehen kaufe ich dort nochmals eine kleine Tranche. Dann aber fertig.

  • hat schon was.... :evil: raus mit dem, ist wohl selbst nicht mehr überzeugt ;)


    Anstatt Dividende streichen, besser den Lohn streichen.



    Für Schlagzeilen sorgte am Montag Steven Newman. Gemäss einer Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX baute der CEO und Verwaltungsratspräsident seine Beteiligung um 9800 auf 109'000 Aktien aus.


    Mit einem Gesamtwert von 193'000 Franken hält sich die Signalwirkung dieser Transaktion für die Märkte allerdings in Grenzen. Wer dem widersprechen will, dem sei gesagt, dass Newman im letzten Jahr für seine Tätigkeit umgerechnet 4,7 Millionen Franken kassierte.


    Der CEO und Verwaltungsratspräsident von Transocean muss sich damit den Vorwurf gefallen lassen, dass das Bekenntnis zum Arbeitgeber und seinen Aktien nur halbherzig daherkommt. Kein Wunder also, befinden sich die Papiere des einstigen Börsenlieblings weiterhin auf Talfahrt.

  • Quote

    Ich danke dir sehr für deine Antwort, die sich wohltuend von so vielen abhebt ... ... ... ... Deine "Rückwärtsrechnung" macht mich neugierig. Vielleicht darf ich einmal mehr darüber erfahren, wie du das berechnen kannst/willst.

    Hallo domtom


    Danke für die Blumen :)


    Das ist schlicht meine Bezeichnung für ein simples Berechnungsmodell, das mit Sicherheit keine neue Erfindung ist, sondern von anderen so oder ähnlich auch gehandhabt wird. Es eignet sich am besten für Qualitätsaktien, also Anteile an Firmen, die über Jahrzehnte stabile Gewinne erwirtschaften und die Aktionäre daran teilhaben lassen. Es kann aber auch für Transocean herbeigezogen werden.


    Das Modell beginnt damit, dass 100 geteilt durch das KGV die Nettorendite einer einzelnen Aktie in % ergibt. Ein Teil dieser Nettorendite wird von vielen Firmen als Dividende ausbezahlt; man kann bei einer Qualitätsfirma davon ausgehen, dass dies der "stabile" Teil des Gewinnes ist, während die Differenz von der Dividende zum EPS (Earnings per Share) das "Zückerchen" darstellt welches zurückbehalten wird. Als Reserve, zur Investition, zum Schuldenabbau, was auch immer, es bleibt ein Überschuss, welcher sinnvoll eingesetzt wird.


    Mein Modell nimmt nur die Dividendenrendite als Basis und schliesst diesen "Überschuss" bewusst aus. Dies vor allem weil die Wachstumsaussichten generell nicht gut aussehen und es daher keine Gewähr gibt, dass in Zukunft nachhaltig "mehr als erwartet" verdient werden kann.


    Zurück zur Dividendenrendite: Diese beträgt für den Dow Jones zwischen 2% und 2.5%, für den SMI sind es zwischen 3% und 4%. Wenn man das aktuelle Nullzins-Umfeld bedenkt, verwundert es nicht, wenn so mancher Vermögende seine Bankguthaben in Aktien umschichtet.



    --> Transocean hat letztes Jahr zu 7-8% rentiert, anfangs 2014 auch, ebenso kurz vor dem Preiszerfall, und bei aktuellen Kursen unter Annahme einer halbierten künftigen Dividende ein weiteres Mal ... scheint auf den ersten Blick "fair enough", ABER (dazu später) ...



    In den USA stehen bald schrittweise Erhöhungen der Leitzinsen auf bis zu 2% bevor (während in Europa konträr Niedrigzinsen dominieren dürften und wohl gar QE [Quantitative Easing] eingeführt wird).


    Na: Wie viele konservative Sparer, die wegen Anlagenotstand Aktien gekauft haben, würden sofort wieder in Obligationen umschichten, wenn es statt 2.5% nur noch 2% gäbe, dafür auf "Nummer Sicher"?


    Und: Wie hoch müsste die Dividendenrendite denn ausfallen, damit sich auch diese risikoaversiven Anleger dazu entschliessen könnten, ihre Aktien zu behalten?


    Darauf gibt es keine klare Antwort, aber 4%-5% dürften einen recht vernünftigen Richtwert darstellen.


    Um dies zu erreichen, müsste allerdings der DJ um die Hälfte, der SMI mindestens um einen Viertel fallen. All die Crash-Propheten, die den Gesamtmärkten einen Einbruch von 30-50% vorhersagen, könnten also durchaus recht behalten - sei es früher oder später.



    --> Bei Transocean könnten man nun sagen: 7-8% ist doch super.


    Ja, wäre es, wenn alles Schlimme hinter uns stünde und man die Aussichten mit neutral bewerten könnte. Kann man aber derzeit nicht. Aussichten Ölpreis ungewiss, eher negativ denn positiv. Aussichten Auslastung der Plattformen, Energiebedarf weltweit, Konkurrenzfirmen und -energien, Flottenalterung ... alles ungewisse Szenarien.


    Bei SDRL hat man gut gesehen, dass auch eine Dividendenrendite von 13% die Anleger nicht beruhigen kann, wenn diese aufgrund schlechter Aussichten gefährdet ist.


    Bei RIGN muss sich nun zeigen, ob eine Dividende von USD 1.50 pro Jahr (bei einem von mir anvisierten Tiefstkurs von USD 15 entspräche dies 10%) nachhaltig (Qualität) genannt werden kann, oder ob es ein auf Dauer nicht einhaltbares Versprechen darstellt.


    Erst wenn Transocean die schwersten Zeiten mit akzeptablem Geschäftsgang entlasten und künftige Dividenden garantieren kann, werden die ersten Analystenhäuser ihre Empfehlungen von Sell auf Hold hochstufen - und dann erst kann die Bodenbildung abgeschlossen werden.


    Ich bleibe vorerst bei meiner Einstellung: bei USD 16 können Anleger, die gerne gestaffelt investieren und in etwa wissen, was da vor sich geht, eine erste Tranche kaufen.


    Alle anderen sollten den Titel einfach ignorieren, sich eine Novartis oder Zürich kaufen, oder am besten einfach Cash halten und abwarten, was sich 2015 abspielt.

  • ein Desaster sondergleichen

    Allen die meinen RIGN sei ein Zock-Papier für schnelle Gewinne und Turn-around Kandidat rate ich Hände weg.


    So ein Kurszerfall soll sich eines Gleichen suchen. Ich habe so etwas auf jeden Fall in meiner 20 jährigen Investmentkarriere noch nicht gesehen. Bei den allermeisten 'schlechten' Aktien oder fallenden Messern gibt es irgendwann immer die eine oder andere wenn auch kurze Gegenbewegung von 10-15% die man zum Ausstieg oder Trading nützen kann. Bei Transocean ist eine solche bisher vollständig ausgeblieben.


    Für die die es nicht lassen können: besser abwarten bis sich die Oelpreise stabilisieren/erholen und dann einsteigen, denn auch wenn die Aktie auf diesem Niveau einmal +20% an einem Tag steigen sollte ist der Zug dann noch lange nicht abgefahren.


    Ich habe mittlerweile über CHF50'000 Verlust realisieren müssen wegen Margin-Trades.


    Good luck mit diesem Desaster-Titel.