CH-relevante Börsenthemen Jahr 2016

  • «Später wird man sagen: Hätte ich doch gekauft»

    Hendrik Leber, Mitgründer und Portfoliomanager von Acatis, investiert nach den Prinzipien von Warren Buffett. Die Suche nach günstigen Aktien fällt ihm derzeit leicht.


    Herr Leber, finden Sie nach mehrjähriger Hausse noch unterbewertete Aktien?
    Im Moment ist die Suche leicht, Aktien sind günstig. Wir befinden uns in einer Situation, die nur alle paar Jahre vorkommt und von der man hinterher sagt: Hätte ich in der Krise doch nur zugeschlagen.


    http://www.fuw.ch/article/spat…n-hatte-ich-doch-gekauft/

  • Aufgepasst bei hohen Dividendenrenditen

    Hans Peter Portner, Leiter Thematische Aktien bei Pictet Asset Management, warnt im cash-Interview vor Aktien, die nach dem Kurssturz an den Börsen plötzlich attraktive Dividendenrenditen ausweisen.


    Die massive Korrektur an den Börsen in den letzten Monaten hat so einiges durcheinander gebracht. So sind mit gesunkenen Aktienkursen auch die Dividendenrenditen auf breiter Front gestiegen. Die Aktie von Zurich Insurance Group zum Beispiel - schon seit Jahren einer der Spitzenreiter an der Dividendenfront - weist heute plötzlich eine Rendite von gegen 8 Prozent auf. Üblich war in den letzten Jahren eine Zahl von etwa 5 Prozent.


    Doch es hat nicht alles absolut einwandfreie Qualität, was sich nun am oberen Ende der Skala bei Dividendenrenditen der Aktien aus dem Swiss Performance Index tummelt. Anleger sollten auf der Hut sein.


    "Wenn eine Gesellschaft nach Kursabstürzen plötzlich eine hohe Dividendenrendite aufweist, so kann dies ein Signal sein, dass etwas nicht stimmt. Solche Situationen stufe ich als gefährlich ein für Investoren", sagt Fondsmanager Hans Peter Portner von Pictet im cash-Video-Interview am Rande des Institutional Money Kongresses in Frankfurt. Solche Aktien führten oft zu Enttäuschungen und Korrekturen.


    Für Portner hat eine die Dividende eines Unternehmens ein wichtige Signalwirkung. "Das Management sagt damit: Es ist ein Niveau, das wir halten können unabhängig von zyklischen Schwankungen im Aktienkurs. Kann ein Dividendenversprechen nicht eingehalten werden, führt dies zu einem grossen Vertrauensverlust."


    Fondsmanager Portner arbeitet seit 1997 bei Pictet Asset Management in Genf und leitet dort ein Team mit 30 Aktienspezialisten. Sie fokussieren auf Megatrends und Themenfonds mit Schwerpunkten wie Wasser oder Dividenden.


    Auf Kontinuität achten


    Ein Unternehmen, das in den vergangenen Jahren immer hohe Dividenden ausschüttete und viele Investoren anzog, ist der Ölplattformbetreiber Transocean. Doch dann geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten, es folgte ein kolossaler Absturz an der Börse. Die Aktie wird am 30. März an der SIX dekotiert, viele Anleger sitzen auf Verlusten.


    Anleger sollten bei Dividendenzahlungen auf Kontinuität der Unternehmen achten. "Es gibt viele Gesellschaften, die stabile Geschäftsmodelle und Cashflows haben", sagt Portner. Anleger sollten aber auch auf die Kursentwicklung der Unternehmen in den letzten Jahren achten sowie auf die Tatsache, ob bei der Dividendenrendite auch Sonderausschüttungen enthalten sind. Bei diesen Einmalauszahlungen an die Aktionäre bleibt es oftmals. So hat die UBS mittlerweile eine Dividendenrendite von über 6 Prozent, darin enthalten ist aber eine Sonderzahlung an die Aktionäre.


    Auch in diesem Jahr prasselt ein wahrer Geldregen auf die Aktionäre der SMI-Firmen nieder. Rekordhohe 38 Milliarden Franken werden an die Eigner ausgeschüttet, das sind 5 Prozent mehr als im letzten Jahr. Nach wie vor wirken Dividenden wie ein magischer Anziehungspunkt für Investoren, denn in Zeiten von Tief- und Negativzinsen bringen sie im Gegensatz zu anderen Anlagen noch Rendite.


    Das Anlegen in Dividendenaktien war in den letzten Jahren "eine gewisse Modeerscheinung", sagt Portner im cash-Video-Interview. Er selber hat einen favorisierten Sektor für Dividendenaktien: "Der ganze Versorgungssektor, das heisst Unternehmen aus Elektrizität oder Gas, ist in den letzten Jahren stark abgestraft worden. Dort gibt es ein paar schöne Renditeperlen."


    Portner selber ist ein "grosser Fan" von englischen Wasseraktien. "Auch Elektrizitätswerte in den USA könnte man anschauen". Das US-Elektrizitätsunternehmen Exeleon sei ein Beispiel dafür.


    http://www.cash.ch/news/front/…endenrenditen-3422504-449

  • IWF plädiert für globales Konjunkturprogramm Der Internationale Währungsfonds rät den 20 grössten Industrie- und Schwellenländern zu einem gemeinsamen Konjunkturprogramm für die Weltwirtschaft. Die G20 sollten die Nachfrage durch koordinierte Maßnahmen ankurbeln, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten IWF-Bericht im Vorfeld des G20-Treffens in Shanghai Ende der Woche. Das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsame sich und die finanzielle Lage der Schwellenländer habe sich verschärft, weil China ihnen wegen der eigenen Konjunkturflaute weniger Rohstoffe abkaufe. Durch diese Entwicklungen steige das Risiko, dass die Erholung der Weltwirtschaft aus dem Tritt gerate. Angesichts jüngster Kurseinbrüche an den Aktienmärkten, Währungsschwankungen und Anzeichen für eine sich abkühlende Weltwirtschaft hat die Zusammenkunft der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Shanghai am Freitag einen neuen Stellenwert bekommen. Das Treffen wird mitunter bereits mit der Krisensitzung im April 2009 verglichen, als die Industrie- und Schwellenländer in der Finanzkrise ein gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen eine weltweite Depression vereinbarten. Die Erwartung eines Notfallplans könnte auch dadurch geschürt werden, dass der IWF dem Bericht zufolge schon im April seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft erneut senken könnte. Im Januar war sie auf 3,4 von 3,6 Prozent reduziert worden. (Reuters)

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  • «Das sind Zutaten für einen explosiven Cocktail»

    Der Chefökonom von Europas grösstem Vermögensverwalter zeichnet ein düsteres Bild. Didier Borowski über die Finanzpanik, die Macht der Notenbanken und die Gefahren von Brexit und Flüchtlingskrise.


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    Wie schlimm wird es?
    Das ist schwierig abzuschätzen und hängt stark von den Aktionen der Regierungen und der Notenbanken ab. Wenn es um die Eindämmung des Finanzstresses geht, können die Zentralbanken zwar sehr schlagkräftig sein. Allerdings können sie keine Investitionen in Gang setzen. Für mehr Potenzialwachstum sind parallel dazu weitere Strukturreformen und global koordinierte Fiskalmassnahmen erforderlich, um Wachstums- und Inflationserwartungen zu verstetigen. Die Zentralbanken haben dabei den Kreditkanal zur Realwirtschaft aufrecht zu erhalten. Dann könnten auch die Börsen eine Erholung erleben und ihre Verluste der letzten Monate weitgehend ausgleichen.


    Wie viel Munition haben die grossen Notenbanken heute noch?
    Sie können viel tun. Das gilt auch für die Europäische Zentralbank: Präsident Mario Draghi wird die Tür für weitere Massnahmen offenhalten, aber im März nicht alle Hebel in Gang setzen. Die EZB hat verschiedene Optionen: etwa eine weitere Senkung des Leitzinses, der heute bei minus 0,3 Prozent liegt, um einen Zehntel Punkt. Die EZB kann auch weitere Wertpapiere, wie beispielsweise ABS, Bank- oder Unternehmensanleihen, aufkaufen. Draghi hat keine Wahl als zu handeln, denn die Inflationserwartungen sind allein in den vergangenen zwei Monaten dramatisch gesunken.


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    http://www.handelszeitung.ch/k…plosiven-cocktail-1000556

  • Der Marktzyklus deutet auf weitere Kursverluste hin

    Fast lehrbuchmässig hat Corporate America die dritte Phase des Kreditzyklus durchschritten: Um trotz stagnierender Gewinne die Dividende zu erhöhen und eigene Aktien zurückzukaufen, haben die US-Konzerne immer mehr Fremdkapital auf ihre Bilanzen geladen. Die Schere zwischen Verschuldung und Geschäftsgang öffnet sich deshalb immer weiter. Allein bei den Gesellschaften im S&P Composite 1500 – ohne Finanztitel – steht einem Jahresgewinn auf Stufe Ebitda von 1,8 Bio. $ inzwischen ein Nettoschuldenberg von 2,7 Bio. $ gegenüber.


    Kurbelte dieses Leveraging am Anfang der dritten Phase die Aktienkurse an, werden nun verstärkt die Schattenseiten sichtbar. Immer öfter wird die Solidität der Unternehmen angezweifelt. Das zeigt die aktuelle Fondsmanagerumfrage von Bank of America (BAC 12.13 -0.25%) Merrill Lynch: Erstmals seit 2009 hält die Mehrheit der Profianleger die Bilanzen für überstrapaziert. Gleichzeitig würde es eine stark wachsende Zahl an Fondsmanagern begrüssen, wenn sich die Unternehmen primär der Verbesserung ihrer Bücher widmeten.


    Steigende Risikoprämien


    [Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/themes/finanzundwirtschaft/images/zoom_img.png][Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2016/02/G_S19_FH1.jpg]Die steigenden Risiken und die wachsende Nervosität («Risk off») zeigen sich auch in den Kreditrisikoprämien. Der Spread auf US-Anleihen mit Anlagequalität ist auf über 200 Basispunkte geklettert. Im High-Yield-Segment notiert er bereits bei rund 830 Basispunkten.


    Dennoch sind sich Beobachter uneins, ob der Markt bereits in die vierte Phase des Börsenzyklus übergetreten ist. Gerade in den USA sprechen die Aktienkursmuster für ein Ja: Typischerweise zeichnet sich die dritte Phase durch eine schwindende Marktbreite aus. Die Hausse wird kurz vor dem Übergang in Phase vier durch immer weniger Titel getragen. Tatsächlich haben über die letzten Monate nur noch vereinzelte Large Caps den Bullenmarkt am Leben erhalten.


    [Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/themes/finanzundwirtschaft/images/zoom_img.png][Blocked Image: http://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2016/02/G_S19_FH2.jpg]Andere Analysten wähnen den Markt noch in Phase drei. Eine hohe Verschuldung – so ihre Einschätzung – werde erst dann zum Problem, wenn die Bedienung nicht mehr gewährleistet sei. Zwar ist das Schuldzinsniveau tatsächlich weiterhin tief, liegen die globalen Kreditkosten (Borrowing Costs) mit rund 3% deutlich unter dem Zwanzigjahremittel von 4,5%. Der hohe Schuldenberg und die schwindende Gewinnkraft machen den Zinsdienst allerdings immer anspruchsvoller. So hat sich der Zinsdeckungsgrad von US-Unternehmen mit Anlagequalität auf die Tiefst von 2009 zurückgebildet.


    Europa ist weniger weit


    Auch die Kreditrisikoprämien notieren zurzeit höher als in den letzten Übergängen von Phase drei in Phase vier. Damals lagen sie für Anleihen mit Anlagequalität durchschnittlich bei rund 150, für High Yield Bonds bei rund 550 Basispunkten.


    Weniger fortgeschritten scheint der Kreditzyklus in Europa zu sein, wo Bond- und Aktienmärkte sich weiterhin in Phase drei bewegen dürften. Erstens hat sich der Schuldenaufbau der Unternehmen im Rahmen gehalten, was sich unter anderem in einem moderateren Verschuldungsgrad niederschlägt. Zweitens dürfte die EZB die Geldschleusen deutlich länger offen halten als die US-Notenbank.


    http://www.fuw.ch/article/der-…weitere-kursverluste-hin/

  • Ernüchternde Zwischenbilanz für Schweizer Aktien Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 ist in ganz Europa in vollem Gange. Eine Zwischenbilanz zeigt: Schweizer Firmen fallen gegenüber der ausländischen Konkurrenz zurück. Von Lorenz Burkhalter Obschon das neue Jahr schon fast zwei Monate alt ist, ist die Unternehmensberichterstattung für das Geschäftsjahr 2015 noch immer in vollem Gange. Bisweilen haben 387 der 600 im viel beachteten Stoxx Europe 600 Index vertretenen Firmen ihre Zahlenkränze vorgelegt. Für die Aktienstrategen der britischen Grossbank Barclays ein guter Zeitpunkt, eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Diese fällt sehr viel erfreulicher aus, als die Börsenentwicklung vermuten liesse: Von den 387 Unternehmen konnten nicht weniger als 68 Prozent die Konsensschätzungen auf Stufe Umsatz erfüllen oder gar übertreffen. Beim Gewinn je Aktie waren es immerhin noch 66 Prozent, so die Experten. Die Schweiz bleibt ein Sonderfall Insgesamt wurden die Erwartungen auf Stufe des Gewinns je Aktie durchschnittlich um knapp ein Prozent übertroffen. Dazu trugen vor allem Vertreter aus den Sektoren Automobile, Investitionsgüter, Nahrungsmittel, Technologie und Telekommunikation sowie Unternehmen aus Frankreich und Schweden bei. Anders in der Schweiz: Von den 54 von Barclays mitverfolgten Firmen liegt mittlerweile bei 29 das Jahresergebnis vor. Dabei hielten sich die positiven und die negativen Überraschungen in etwa die Waage. Neun Unternehmen übertrafen die bankeigenen Umsatzerwartungen, acht verfehlten diese hingegen. Beim Gewinn je Aktie legten allerdings nur vier Firmen ein besser als erhofftes Resultat vor. In acht Fällen kam es zu Gewinnenttäuschungen. Weitere Zahlenkränze zu erwarten Auf Stufe Umsatz wurden die Erwartungen der britischen Grossbank über alle 29 Firmen hinweg insgesamt erfüllt, beim Gewinn je Aktie hingegen um gut 4 Prozent verfehlt. In kaum einem anderen europäischen Land wurden die zukünftigen Konsensschätzungen im Anschluss an die Jahresergebnispräsentation derart stark zurückgenommen wie in der Schweiz. Das hat seine Gründe: Denn während Unternehmen aus dem umliegenden Ausland im letzten Jahr vom schwachen Euro profitieren konnten, hatten jene aus der Schweiz nach der Aufgabe des SNB-Mindestkurses mit einem starken Franken zu kämpfen. Im Laufe dieser Woche werden zahlreiche weitere im Stoxx Europe 600 Index berücksichtigte Firmen aus der Schweiz ihre Ergebnisse vorlegen. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf den Lebensversicherungskonzern Swiss Life und das Transportunternehmen Kühne + Nagel. Bei Swiss Life rechnen Analysten mit einem im Jahresvergleich um 2 Prozent höheren Reingewinn von 836 Millionen Franken und bei Kühne + Nagel auf das Schlussquartal bezogen mit einem leichten Gewinnrückgang um 3 Prozent auf 159 Millionen Franken. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Resultate in die bisherigen Beobachtungen der Barclays-Strategen einreihen. CASH

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  • Wegen Brexit Sturz auf unter 7000 Punkte befürchtet

    Die Kombination von sinkenden Aktienkursen, fallenden Anleihenrenditen und Devisenmärkten, die im Abwertungslauf ihr Gleichgewicht verlieren, schafft Ängste. Der SMI könnte in den kommenden Monaten wegen der Häufung von negativen Fakten unter 7000 Punkte fallen. Als grösster möglicher Crash-Auslöser wird eine Annahme des Brexit durch das britische Volk eingeschätzt. Der Handel in Europa würde nach der zwei Jahre dauernden Übergangsphase bis zum effektiven Austritt schrumpfen. Das grosse negative politische Signal eines britischen EU-Austritts kann die EU in ihrem Fundament erschüttern.


    Mit neuen Käufen von Bluechips zuwarten




    Sonntagszeitung

  • Düstere Wolken am Finanzhimmel der öffentlichen Hand 29.02.2016 11:38 Bern (awp/sda) - Die öffentlichen Finanzen der Schweiz sind 2014 zum zweiten Mal in Folge in die roten Zahlen gerutscht. 2015 dürfte sich die Lage etwas entspannt haben, vor allem dank des guten Abschlusses beim Bund. 2016 aber dürfte die Konjunkturschwäche wegen der Frankenstärke einen weiteren Taucher auslösen. Die Konjunkturschwäche wird in erster Linie die Sozialwerke belasten, wie die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) am Montag in ihrer neuen Finanzstatistik für die öffentlichen Haushalte 2014 bis 2016 ausweist. Die Situation in den Kantonen könnte sich im laufenden Jahr etwas aufhellen. 2014 schrieben die Haushalte von Bund, Kantonen, Gemeinden wie im Vorjahr insgesamt rote Zahlen. Der Bund war mit einem Defizit von 124 Mio CHF erstmals seit fast zehn Jahren wieder in die Verlustzone gerutscht. Die Defizitquote erreichte minus 0,1% des nominalen Bruttoinlandprodukts (BIP). 2013 waren es minus 0,2% gewesen. Mit einer Defizitquote von 0% dürfte sich die Lage 2015 nach EFV-Angaben etwas entspannt haben. Dazu trägt vor allem das überraschend gute Ergebnis beim Bund bei, das mit einem Überschuss von 2,3 Mrd CHF schloss. Budgetiert war ein Plus von 400 Mio. Ausschlaggebend für den guten Abschluss der Bundeskasse waren die Verrechnungs- und die Bundessteuer. Zudem war die Zinslast geringer. DOPPELTE NATIONALBANK-AUSSCHÜTTUNG Die Kantone profitierten im vergangenen Jahr einerseits von einer auf 2 Mrd CHF verdoppelten Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank für 2014, andererseits von den hohen Bundeseinnahmen. Allerdings sind sie mit den Pensionskassensanierungen erneut hohen Belastungen ausgesetzt, so dass die Kantone 2015 klar mit Defiziten abschliessen dürften. 2016 dürfte sich die Lage nach diesem Zwischenhoch vor allem beim Bund wieder eindunkeln, schreibt die EFV. Die Konjunkturschwäche wegen der Frankenaufwertung dürfte in Form höherer Ausgaben in der Arbeitslosenversicherung besonders auf den Sozialwerken lasten. Allerdings ist ein Defizit bei AHV, IV und Arbeitslosenversicherung aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Auch beim Bund dürften die Einnahmen schwach ausfallen und unter dem Strich ein knapper Überschuss stehen. Hingegen nimmt bei den Kantonen der Kostendruck etwas ab, was zu deutlich geringeren Defiziten führt. Insgesamt geht die EFV für 2016 von einer Defizit-/Überschussquote von 0% aus, gleich viel wie 2015. SCHULDENQUOTE VON ÜBER EINEM DRITTEL Vor diesem Hintergrund rechnet die EFV in den nächsten Jahren bei den öffentlichen Finanzen nicht mit einer Entschuldung. Einzig der Bund und die Sozialversicherungen können Schulden abbauen, während sich der Trend in den Kantonen verlangsamt. Nach einem leichten Anstieg 2014 wird sich die Bruttoschuldenquote der öffentlichen Hand etwas zurückbilden und im laufenden Jahr auf 34,1% des BIP zu liegen kommen. Zum Vergleich: In Griechenland liegt die Schuldenquote bei 175% des BIP. Portugal hat eine Quote von 127%. In Frankreich liegt sie bei 96% und in der Euro-Konjunkturlokomotive Deutschland bei rund 78%. Die EU-Regeln sehen eigentlich eine Höchstgrenze von 60% vor. Das EFV publiziert die Finanzstatistik mit provisorischen Daten für 2014 und prognostiziert die Finanzlage der öffentlichen Haushalte für 2015 und 2016. Zu den öffentlichen Haushalten zählen Bund, Kantone, Gemeinden und Sozialversicherungen. Definitive Zahlen für 2014 werden für alle Staatsebenen im September veröffentlicht. YR (AWP)

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  • MEM-Industrie leidet weiter unter Frankenstärke - Auftragseingänge -13,4% im Q4 29.02.2016 11:30 Zürich (awp) - Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) leidet weiter stark unter dem Frankenschock. Im vierten Quartal 2015 gingen die Auftragseingänge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,4% zurück. Der Index der Bestellungseingänge sank damit auf den zweittiefsten Stand der letzten zehn Jahre ab. Analog verlief die Umsatzentwicklung mit einem Minus von 7,3% im vierten Quartal. Unter dem Strich gehe 2015 als schwarzes Jahr in die Geschichte der Schweizer MEM-Industrie ein, teilte der Branchenverband Swissmem am Montag mit. Die Auftragseingänge nahmen im Gesamtjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 14% und die Umsätze um 7% ab. Grossfirmen und KMU seien von der negativen Entwicklung in ähnlichem Ausmass betroffen. Als Grund für die Rückgänge sieht Swissmem die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die damit verbundene massive Überbewertung des Schweizer Frankens. Noch dramatischer sei der Rückgang der Margen gewesen, der rund einen Drittel der Unternehmen in die Verlustzone gebracht habe. Der Rückgang der EBIT-Marge habe aufgrund einer Selbsteinschätzung der Swissmem-Mitglieder im Durchschnitt der Firmen 6 Prozentpunkte betragen. Die MEM-Firmen hätten nach dem 15. Januar 2015 rasch gehandelt und eine Vielzahl an Massnahmen zur Dämpfung der negativen Auswirkungen der Frankenstärke in die Wege geleitet. Der beschleunigte Strukturwandel habe aber Arbeitsplätze gekostet. Allein in den 1'050 Swissmem-Mitgliederfirmen gingen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 1,7% der Stellen verloren, was rund 2'500 Arbeitsplätze bedeutet. Der Strukturwandel werde in diesem Jahr weitergehen, heisst es. Wie viele Stellen diese Veränderungen kosten werden, werde sich aber frühestens in einem Jahr abschliessend beurteilen lassen. Der Exportrückgang der Industrie hat sich derweil gemäss den jüngsten Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) im Januar weiter fortgesetzt. Die Chancen der MEM-Industrie seien aber nach wie vor intakt, sie sei grundsätzlich gut aufgestellt, meint der Branchenverband. Sollten sich die Wechselkurse und der Konjunkturverlauf nicht wieder verschlechtern, sei mittelfristig mit einer Erholung zu rechnen. mk/uh (AWP)

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  • Was ich bereits am 15.1. des Vorjahres gesagt habe: Die Schweizer Exportindustrie wird hohe Verluste einfahren, zudem bleiben die Exporte in Zukunft weit hinter den Erwartungen zurück: Der Exporthandel ist uninteressant geworden! Arbeitsplätze müssen ins Ausland ausgelagert werden. Arbeitslosigkeit: Kaufkraft (Detailhandel!) geht in der Schweiz massiv zurück! Die Spirale dreht sich nach unten! In 3-4 Jahren wird die Schweiz zur Eigenversorgerin ohne Export. Importe können wir uns kaum mehr erlauben. Vielleicht noch wenige 2a-Rohstoffe? Auch politisch gibt es ein Erdbeben: Die Schweiz wird höchst sozialistisch! Betriebe werden verstaatlicht, den Banken geht die Substanz aus, unsere Vermögen verpuffen!

    MfG
    Schnitthelm Wachtvogel

  • Korr Detailhandelsumsätze in der Schweiz zumindest real nicht gesunken 01.03.2016 11:39 (Prozentzahlen in den Abschnitten 3., 4. und 5. korrigiert.) Neuenburg (awp/sda) - Die Detailhandelsumsätze in der Schweiz sind im Januar 2016 im Vergleich zum Vorjahr, zumindest unter Berücksichtigung der Teuerung und bereinigt um Verkaufstage leicht gestiegen. Nominal betrachtet dominiert jedoch weiterhin das Minus. Die Detailhandelsumsätze sind zu Jahresbeginn real, d.h. unter Berücksichtigung der Teuerung im Vorjahresvergleich leicht gestiegen. Insgesamt nahmen die Umsätze um 0,2% zu, ohne die Verkäufe an den Tankstellen um 0,6%, so die Zahlen, die das Bundesamtes für Statistik (BfS) am Dienstag veröffentlichte. In dieser Betrachtungsweise legten die Umsätze mit Nichtnahrungsmitteln gar um 2,7% zu, während jedoch die mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak um ein% abnahmen. Doch im Vergleich zum Dezember 2015 und saisonbereinigt sanken die realen Detailhandelsumsätze um 0,3%. Ohne die Umsätze an den Tankstellen fielen die Verkäufe im Detailhandel um 0,2%. Während die Umsätze mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak stagnierten, gingen jene mit Nichtnahrungsmitteln um 0,2% zurück. NOMINAL SINKENDE UMSÄTZE Weiterhin düster zeigt sich das Bild in der nominalen Betrachtungsweise: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze um 1,3% gefallen. Ohne Tankstellen resultierte gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 0,8%. Dabei nahm der nominale Umsatz mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak um 2,4% ab, während jener mit Nichtnahrungsmitteln um 0,8% anstieg. Im Vergleich zum Vormonat und saisonbereinigt sanken die nominalen Detailhandelsumsätze um 0,5%. Auch ohne Tankstellen sank der Umsatz um 0,3%. Mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak nahmen die Detailhändler 0,1% weniger ein als noch im Dezember und mit Nichtnahrungsmitteln sank der Umsatz um 0,6%. (AWP)

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  • Schweizer Wirtschaft überraschend stark Das reale Bruttoinlandprodukt der Schweiz stieg im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent. Schätzungen von Ökonomen werden damit übertroffen. Die Schweizer Wirtschaft ist gegen Jahresende 2015 wieder überraschend stark gewachsen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es ebenfalls +0,4 Prozent. Die neusten Werte liegen damit über den Ökonomen-Schätzungen. Von AWP befragte Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal auf -0,1 Prozent bis +0,2 Prozent und im Vorjahresvergleich auf -0,2 Prozent bis +0,1 Prozent geschätzt. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des öffentlichen Sektors hätten positiv zum BIP-Wachstum beigetragen, teilte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Mittwoch mit. Die Bauinvestitionen seien derweil praktisch stabil geblieben, während die Ausrüstungsinvestitionen rückläufig gewesen seien. Auch der Aussenhandel habe einen negativen Wachstumsbeitrag geliefert. Produktionsseitig gingen die stärksten BIP-Wachstumsbeiträge vom verarbeitenden Gewerbe aus. Laut Seco handelt es sich aber nicht um ein breit abgestütztes Wachstum, sondern geht massgeblich auf die Chemie- und Pharmabranche zurück. Der BIP-Deflator ging laut Seco im Vergleich zum vierten Quartal 2014 um 1,1 Prozent zurück. Im dritten Quartal 2015 war die Schweizer Wirtschaft laut revidierten Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Prozent geschrumpft, was leicht tiefer ist als die ursprünglich gemeldeten 0,0 Prozent. Die Wachstumszahl zum Vorjahresquartal blieb unverändert bei 0,8 Prozent. Anhand der Ergebnisse der Quartalsschätzungen ergibt sich für das ganze Jahr 2015 eine erste vorläufige Wachstumsrate des Bruttoinlandprodukts zu konstanten Preisen von 0,9 Prozent, nachdem im Jahr 2014 ein Wachstum von 1,9 Prozent erreicht worden war. Bei einem BIP-Deflator von -1,3 Prozent lautet die erste Schätzung zum BIP zu laufenden Preisen auf -0,4 Prozent. (AWP)

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  • Diese Aktien profitieren vom Urnengang Spekulations-Stopp-Initiative und zweite Gotthard-Tunnelröhre: Analysten sehen Aktien, die vom letzten Abstimmungs-Wochenende profitieren sollten. Von Lorenz Burkhalter Selten zuvor warf ein Abstimmungs-Wochenende in der Schweiz derart hohe Wellen im Ausland. Das ist nicht zuletzt auch damit zu erklären, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gleich über mehrere umstrittene Vorlagen entscheiden mussten. Mit der abgelehnten Spekulations-Stopp-Initiative und der angenommenen zweiten Gotthard-Tunnelröhre gelangten gleich zwei Vorlagen vors Volk, denen Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft nachgesagt werden. Für den Leiter der Aktienanalyse Schweiz von Kepler Cheuvreux steht fest: Das Abstimmungsergebnis dürfte den Ruf des Wirtschaftsstandorts Schweiz stärken. In einem Strategiepapier nennt er nun Aktien, welche vom Volksentscheid profitieren sollten. Obschon der Spekulations-Stopp-Initiative der Jungsozialisten von vornherein keine allzu gute Chancen an der Urne nachgesagt wurde, zeigt sich der Experte dennoch beruhigt vom klaren "Nein". Für ihn steht fest, dass bei den hiesigen Nahrungsmittelherstellern wie Aryzta, Barry Callebaut, Nestlé oder Lindt & Sprüngli ein entscheidender Risikofaktor wegfällt. Die betroffenen Unternehmen hätten sich bei einer Annahme durch das Stimmvolk nicht mehr über Termingeschäfte und ähnlichen Transaktionen absichern können und wären damit den stark schwankenden Agrarrohstoffpreisen ausgesetzt gewesen, so schreibt der Chefanalyst. Da jedoch bereits im Vorfeld des Abstimmungs-Wochenendes mit einem "Nein" gerechnet worden sei, würden sich die Auswirkungen auf die Kursentwicklung dieser Aktien wohl in Grenzen halten. Zweite Gotthard-Röhre: Klarer Favorit bei Aktien Was die zweite Gotthard-Tunnelröhre anbetrifft, so sieht er durchaus Fantasie vom mit 3 Milliarden Franken dotierten Bauvorhaben auf die hiesige Wirtschaft ausgehen. Als mögliche Gewinner bezeichnet der Experte den auf grosse Infrastrukturprojekte spezialisierten Baukonzern Implenia sowie den Innerschweizer Baustoffhersteller Sika. Er erachtet den Volksentscheid aber auch für die beiden Transportunternehmen Kühne+Nagel und Panalpina zumindest als geringfügig positiv. In den letzten Tagen ist die Implenia-Aktie denn auch schon kräftig gestiegen. Sie notiert derzeit um 7,6 Prozent über dem Schlussstand vom Freitag und steht bei 55,90 Franken. Bis zu den letztjährigen Höchstkursen bei 68,20 Franken besteht aber noch immer Luft. Bislang nicht reagiert hat die Aktie von Sika, was sich mit dem noch immer vor sich hin schwelenden Streit rund um den Verkauf der Kontrollmehrheit nach Frankreich erklären lässt. Was den Ruf des Wirtschaftsstandorts Schweiz bei ausländischen Grosskonzernen anbetrifft, so gibt man bei Kepler Cheuvreux noch keine Entwarnung. Es seien schliesslich weitere folgenschwere Initiativen, beispielsweise rund um das Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union, im Entstehen. CASH

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  • Optimistische Einschätzungen zur Entwicklung am Schweizer Arbeitsmarkt (Umfrage) 03.03.2016 08:34 Zürich (awp) - In einer Umfrage des Personalberaters Robert Walters Switzerland mit 87 Kunden und 81 Kandidaten äussern sich die meisten Befragten positiv zur Entwicklung am hiesigen Arbeitsmarkt. Dabei blickten drei Viertel der befragten Professionals mit Optimismus auf das Jahr 2016, bei den Unternehmen zeigten sich immerhin rund 55% optimistisch. Mit Blick auf die Sparten sei von beiden Seiten der Gesundheits und Health-Sektor am positivsten bewertet worden und gleich danach folge die IT-, Telekommunikations- und Medienbranche, wie das Beratungsunternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Weiter seien die Gehälter im vergangenen Jahr bei der Mehrheit angestiegen. Dies gaben 51% der befragten Kandidaten in der Umfrage an. Bei weiteren 30% sei die Vergütung stabil geblieben. Mit 40% hätten überraschend viele Kandidaten angegeben, dass sie mit ihrem derzeitigen Gehalt nicht zufrieden seien. Auf der Gegenseite glaubten knapp zwei Drittel der Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter mit ihrem Gehalt zufrieden sind, 36% verneinten diese Frage. Im laufenden Jahr erwarten derweil 80% der Unternehmen stabile Gehälter, von Gehaltserhöhungen gehen nur 18% aus. mk/ra (AWP)

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  • UBS senkt Prognose für BIP-Wachstum 2016 03.03.2016 14:27 Zürich (awp) - Die UBS-Ökonomen senken ihre Prognose für das BIP-Wachstum im laufenden Jahr auf 1,0%, nachdem sie zuletzt von einem Wirtschaftswachstum von 1,4% ausgegangen waren. 2017 soll die Wirtschaftleistung gemäss den Prognosen um 1,5% expandieren; zuvor wurde das Wachstum auf 1,8% veranschlagt. Sei das Wachstum im letzten Jahr von der starken Franken-Aufwertung belastet gewesen, so dürfte in diesem Jahr die erwartete Abschwächung des globalen Wachstums die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft trüben, heisst es in einem Bericht des UBS CIO Wealth Management Research vom Donnerstag. Trotz erhöhter globaler Unsicherheiten halten die UBS-Ökonomen aber einen Rückgang des BIP dank des robusten Privatkonsums für unwahrscheinlich. Das Wachstum in den USA und in der Eurozone müsste schon auf 0,5% fallen, um die Schweiz in eine Rezession zu stossen, heisst es. ra/uh (AWP)

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  • Onlinehandel wird in der Schweiz immer wichtiger 04.03.2016 06:34 Hergiswil NW (awp/sda) - In der Schweiz wird das Einkaufen über das Internet immer beliebter. Im vergangenen Jahr bestellten Schweizer Waren im Wert von 7,2 Mrd CHF im Online-Versandhandel. Das ist ein Anstieg von 7,5% im Vergleich zum Vorjahr. Mit 5,3 Mrd CHF entfiel der grösste Teil des Umsatzes auf die Schweiz, wie das Marktforschungsinstitut GFK in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Der Online- und Versandhandel wuchs damit erneut stärker als der klassische Handel. Er vereint mittlerweile 7,5% des gesamten Detailhandelsvolumens in der Schweiz auf sich. Während im Nahrungsmittelbereich erst 1,8% des Gesamtvolumens online eingekauft werden, bestellen die Schweizer Konsumenten Waren aus den übrigen Sortimenten bereits zu 14% online. Umsatzstärkste Sortimente sind die Heimelektronik mit 1,64 Mrd CHF und Mode und Schuhe mit 1,38 Mrd. EINKAUFSTOURISMUS LEGT ZU Wegen der Frankenstärke hat sich der Einkaufstourismus im Ausland im Online-Versandhandel noch einmal verstärkt. Die Online-Auslandseinkäufe stiegen mit 22% überproportional auf 1,1 Mrd CHF. 800 Mio Umsatz wurden über Auktionsplattformen generiert. Die Verlagerung des stationären Handels zum Online-Handel schreitet seit Jahren voran: 2010 bis 2015 legte der Online-Versandhandel insgesamt um 1,8 Mrd CHF zu. Der stationäre Handel büsste dagegen 2,5 Mrd an Umsatz ein. Schweizer Konsumenten bevorzugen immer noch den Kauf gegen Rechnung. Nach Angaben von GFK bezahlen über 80% der Kunden beim Online-Einkauf in der Schweiz gegen Rechnung. Im europäischen Vergleich sind die Schweizer damit Spitzenreiter. Rund 13% der Kunden bezahlten 2015 mittels Kreditkarte oder über den Online-Bezahldienst Paypal. yr (AWP)

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  • «Franken wird in diesem Jahr stark bleiben» Die Rezession kam 2015 zwar nicht, trotzdem hatte die Schweizer Wirtschaft am starken Franken zu beissen. Welche drei Sektoren auch künftig leiden werden, verrät Seco-Vizedirektor Eric Scheidegger im cash-Talk. Von Pascal Züger Die Schweizer Wirtschaft scheint nach dem Frankenschock mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Anstatt einer von vielen Ökonomen prognostizierten Stagnation wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) 2015 um 0,9 Prozent, wie die neuesten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigen. Besonders der private und der staatliche Konsum stützten die Konjunktur. Oder ist es vielleicht doch mehr als nur ein blaues Auge? Im Vorjahr wuchs die Wirtschaft noch 1,9 Prozent und vor dem Mindestkursende ging man für 2015 von einem dynamischen Wachstum von über 2 Prozent aus. "Wir haben eine starke Einbremsung der Konjunktur erlebt", redet Eric Scheidegger, Seco-Vizedirektor, im cash-Talk die Situation in der Schweiz keinesfalls schön. Die deutliche Differenz zwischen erwartetem und effektivem Wirtschaftswachstum zeige den starken Effekt der Mindestkursaufhebung. Gewisse Branchen kommen unter die Räder "Unter dem starken Franken leiden vor allem drei bestimmte Sektoren der Schweizer Volkswirtschaft", so Scheidegger. Er meint damit den Tourismus, die Maschinenindustrie und den Detailhandel. In diesen Branchen sei künftig von einem beschleunigten Strukturwandel auszugehen. Wenig wertschöpfungsintensive Produktionsteile würden ins Ausland verlagert oder ganz aufgegeben. Aber auch wenn die von Scheidegger erwähnten Branchen noch länger an der Frankenaufwertung zu beissen haben werden, ist der Franken doch einiges schwächer, als dies verschiedene Währungsexperten direkt nach dem Ende der Mindestkurspolitik prophezeiten. Von Kursen um die Parität oder gar darunter war die Rede. Davon ist man aktuell mit einem Euro bei 1,085 Franken doch ziemlich weit entfernt. Dass es nicht schlimmer kam, war laut Scheidegger auch der Verdienst der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die mit ihren Massnahmen einen stärkeren Aufwertungsdruck vermeiden konnte. Doch nicht nur. Auch die allgemein gute Erwartung für die amerikanische Wirtschaft habe den Dollar wieder attraktiver gemacht und gleichzeitig den Franken etwas entlastet. Kommt die nächste Geldschwemme im Euroraum? Frankenstärkend ist hingegen die Aussicht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am 10. März mehr Geld in die Märkte schiessen und gleichzeitig auch die Zinsen senken könnte. Damit soll die europäische Inflation angekurbelt und wieder mehr Schwung in die Wirtschaft gebracht werden. Mit dieser Aussicht vor Augen sieht Scheidegger - auch wenn er keine Prognose bezüglich EZB-Entscheid nächster Woche abgeben will - keine Erholung der hiesigen Währung kommen: "Der Franken wird zum Euro in diesem Jahr sicher stark bleiben." Doch der Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik beim Seco sieht auch einen Hoffnungsschimmer für Schweizer Exporteure: Die Eurozone als Ganzes sei konjunkturell besser unterwegs als noch vor einem Jahr und auch der amerikanische Raum habe eine gute Konjunkturlage, meint Scheidegger. "Und wie die Erfahrung zeigt, ist die Konjunkturlage in den Auslandsmärkten mindestens so wichtig wie der Wechselkurs." CASH

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  • UBS setzt auf ungewöhnliche Aktienideen Die Strategen der UBS warten mit nicht alltäglichen Aktienempfehlungen auf, darunter auch solche aus der Schweiz. Von Lorenz Burkhalter Seit seinem Rekordhoch vom August letzten Jahres hat der Schweizer Aktienmarkt, am breit gefassten Swiss Performance Index gemessen, gut 13 Prozent verloren. Unzählige Einzelaktien hat es noch viel stärker erwischt. Sie weisen seit damals sogar Kursverluste von 50 Prozent oder mehr auf. Wer jetzt denkt, dass es für Anleger einfacher geworden ist, an der Börse mitzumischen, der irrt gewaltig. Die Unsicherheit ist gross und bei schlechten Nachrichten werden "keine Gefangenen" gemacht. Während sich kaum eine Bank allzuweit aus dem Fenster lehnt, zeigt man sich bei der UBS kreativ. Die der quantitativen Strategieabteilung zurechenbaren Experten warten mit vier nicht alltäglichen Aktienthemen auf und nennen jeweils die passenden Einzeltitel. Fundamentales Wachstum In diese Gruppe fallen Aktien von Unternehmen, welchen die Schweizer Grossbank langfristig überdurchschnittlich gute Wachstumsaussichten nachsagt. Dabei konzentrieren sich die Strategen auf jene mit den jeweils stärksten Wachstums- und Kursimpulsen. Empfehlungen aus der Schweiz: Givaudan, Actelion, Partners Group, Galenica, Swiss Prime Site und Schindler Empfehlungen aus dem umliegenden Ausland: Adidas Qualität mit Substanz kombiniert Den Experten zufolge gibt es Firmen, deren Aktien sowohl als Qualitäts- als auch als Substanzwerte gelten. Sie kombinieren ein weitestgehend von der konjunkturellen Entwicklung unabhängiges Geschäftsmodell mit einer günstigen Bewertung und sind deshalb besonders interessant. Empfehlungen aus der Schweiz: keine Empfehlungen aus dem umliegenden Ausland: Sanofi, Christian Dior, BASF, Merck, Lufthansa und Orange Ideen für Leerverkäufer Bei den Aktien dieser Unternehmen setzt man bei der UBS auf eine rückläufige oder zumindest auf eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung. Es sind dies Firmen mit sich verschlechternden Aussichten, einem drohenden finanziellen Kollaps oder übertrieben hohen Erwartungen. Empfehlungen aus der Schweiz: Transocean Empfehlungen aus dem umliegenden Ausland: RWE, EDF, Deutsche Bank, Raiffeisen International und K+S Künstliche Intelligenz Diese Gruppe wird von einem von der Schweizer Grossbank entwickelten selbstlernenden Modell automatisch zusammengestellt. Eigenen Angaben zufolge hat sich dieses Modell in der Vergangenheit sehr bewährt. Empfehlungen aus der Schweiz: Ems-Chemie Empfehlungen aus dem umliegenden Ausland: RTL Group CASH

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  • SNB hat noch weitere Pfeile im Köcher Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und andere Notenbanken haben nach Einschätzung von SNB-Direktorin Andréa Maechler noch nicht alle verfügbaren Mittel zur Ankurbelung der Wirtschaft ausgeschöpft. Die Erwartungen an die Zentralbanken seien hoch, aber die Geldpolitik könne nicht alles leisten, sagte sie in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung "Le Temps". So könne sie Strukturreformen nicht ersetzen. "Wir haben die Grenzen der Geldpolitik nicht erreicht" Das bedeute aber nicht, dass es keine Grenzen gebe. Ein grosses Problem insbesondere für die Exportfirmen und den Tourismus in der Schweiz ist der starke Franken. Die Währung sei zwar immer noch überbewertet, doch habe sie sich seit dem Sommer abgeschwächt, sagte Maechler. "Wir bewegen uns in die richtige Richtung." Bei der Schwächung des Frankens hätten die von der SNB eingeführten Negativzinsen eine Rolle gespielt. Der zweite Pfeiler der SNB-Strategie seien Devisenmarkt-Interventionen. "Der Franken ist heute weniger eine Flucht-Währung als in der Vergangenheit", erklärte die SNB-Direktorin. (Reuters)

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  • SIX-Gruppe profitiert von unruhigen Börsen Die Börsenbetreiberin SIX Group hat das Jahr 2015 mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Sie profitierte von Devestitionen und von der Volatilität an den Aktienmärkten. Grund waren die Einnahmen aus dem Verkauf der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen STOXX und Indexium. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte die Schweizer Börsenbetreiberin auf 762,9 Mio CHF, verglichen mit 290,0 Mio im Vorjahr. Das Konzernergebnis erreichte 713,7 Mio nach 247,2 Mio, wie die Gruppe am Montag mitteilte. Der Betriebsertrag stieg demgegenüber im abgelaufenen Geschäftsjahr mit +0,5% nur geringfügig auf 1,81 Mrd CHF. Bereinigt um die negativen Währungseffekte wird jedoch ein Wachstum um 5,6% ausgewiesen. Mit deutlich höheren Umsätzen profitierte laut SIX der Wertschriftenhandel (+3,0%) und das Post-Trade-Geschäft (+8,0%) von der Volatilität an den Börsen sowie der historisch hohen Handelsaktivität, welche die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) nach sich gezogen habe. Starker Franken mit Negativeffekt Im Wertschriftenhandel sei es gelungen, bei rekordhohen Volumen den Marktanteil im Handel mit Schweizer Blue Chip Aktien mit 67,9% (68,1%) zu halten, heisst es weiter. Das Wachstum im Post-Trade-Geschäft (Securities Services) sei von deutlich mehr Clearing- und Settlement-Transaktionen im ersten Halbjahr getrieben gewesen. Im Geschäft mit Finanzinformationen (Umsatz -2,9%) sowie beim Zahlungsverkehr (-1,3%) habe sich die eingeschlagene Internationalisierungsstrategie ausgezahlt: zwar habe der starke Franken einen negativen Effekt auf die Erträge gehabt, in lokalen Währungen seien die Umsatzerlöse jedoch gestiegen. Im Ausblick auf das laufende Jahr nennt die Gruppe keine Guidance. Zahlreiche politische und ökonomische Herausforderungen seien noch nicht gelöst und würden die Märkte auch 2016 beeinflussen, so die Erwartung. Die gesamte Finanzbranche werde sich auch in diesem Jahr mit komplexen und zum Teil aufwändigen regulatorischen Änderungen der Rahmenbedingungen auseinandersetzen müssen. Für dieses anspruchsvolle Umfeld sieht sich die SIX Group gut gerüstet. (AWP)

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