PostFinance

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    WARSICS wrote:

    Quote


    die die sich ärgern, dass sie heute morgen nicht zuschlagen konnten. immer dran denken es gibt eine korrektur und ob du 10 rappen verpasst, ist dann auch nicht mehr so schlimm... oder es geht gar wieder ins rote, dann bedanken wir uns ja auch nicht beim systemausfall, oder?
    Klar, aber wenn Du verkaufen wolltest um dem Verlust zu entgehen und nicht reinkommst, machst Du Verluste und beisst in der Tisch... und wenn Du die Verkaufsorder reingestellt hast und diese dann vom System einfach gelöscht und nicht ausgeführt wurde... machst Du Verluste und beisst in der Tisch - und wer zahlt dann zu den ganzen Verlusten noch die Zahnarzt Rechnung???


    Malina wrote:

    Quote
    Da fällt mir wiklich nur folgendes Sprichwort ein: "Vom Regen in die Traufe".
    Du meinste es ist eine schlechte Idee?? :shock:

    "Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler." -- Kenneth Boulding

  • Hallo zusammen. Ich wollte meine Erfahrungen mit der Postfinance teilen.


    Die Postfinance hat den Verkauf einer Position im sehr hohen 5 stelligen Bereich mit der folgenden Begründung verweigert, obwohl die Position gemäss SIX offiziell handelbar ist.

    Daher muss hier eindrücklich vor der Postfinance gewarnt werden und rate jedem von der Postfinance ab.


  • Also einen Verkauf einer Position zu verweigern, finde ich dann mehr als grenzwertig. Bei der Migros Bank konnte ich wenigstens einen Auftrag mittels Telefon platzieren. (erhöhte Courtage).
    Es gibt übrigens einen Banken-Ombudsam (Googeln). Es wäre noch interessant dessen Meinung zu hören.

  • Ich finde z.B. im Depotreglement von Swissquote keine entsprechende Bestimmung. Das ist wirklich absurd, was sich Pf/BCV hier erlauben. Vor allem, falls es um den VERkauf eines Titels geht.

  • Auch Postfinance ist nun systemrelevant

    Die Postfinance gehört jetzt ebenfalls zu den systemrelevanten Finanzinstituten der Schweiz.

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat dies per 29. Juni 2015 verfügt. Die Verfügung sei nach vorgängiger Anhörung der Postfinance und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) erlassen worden und sei in Rechtskraft erwachsen, teilte die SNB am Dienstag mit.


    Für den Vollzug der regulatorischen Folgen, die sich aus dem Entscheid über die Systemrelevanz ergeben, sind gemäss Mitteilung primär die Postfinance und subsidiär die FINMA zuständig.


    Als Gründe für die Einstufung als systemrelevante Bank nenne die SNB bedeutende Stellung des Finanzinstituts im inländischen Einlagegeschäft und die starke Position im Zahlungsverkehr in der Schweiz, schreibt Postfinance in einer Mitteilung. Die Einstufung als systemrelevante Bank unterstreiche die wichtige Bedeutung des Unternehmens für das schweizerische Finanzsystem und trage zu dessen Stabilität und einer robusten Schweizer Volkwirtschaft bei.


    Systemrelevant heisst: Banken sind so gross und vernetzt, dass sie bei einer Schieflage vom Staat und damit den Steuerzahlern gerettet werden müssen, um Schlimmeres zu verhindern. PostFinance muss nun zusätzlich Eigenkapital und Liquidität vorhalten und einen Notfallplan erstellen.


    Bereits im August 2014 hatte die SNB ein Verfahren zur Feststellung der Systemrelevanz und der systemrelevanten Funktionen von Postfinance eröffnet. Damit befindet sich die Postfinance in guter Gesellschaft: Als systemrelevant gelten auch die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS, die Zürcher Kantonalbank sowie die Raiffeisen.


    (AWP/Reuters)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Postfinance tritt Bankiervereinigung SBVg bei 20.05.2016 12:10 Bern (awp) - Postfinance ist neues Mitglied der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg). Der Verwaltungsrat der SBVg habe an seiner Sitzung vom 19. Mai dem Beitrittsgesuch der Finanzdienstleisterin zugestimmt, teilte die Post-Tochter am Freitag mit. Mit dem Beitritt zur SBVg schliesst sich Postfinance auch der Institution Schweizerischer Bankenombudsman an. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, "dass im derzeit äusserst anspruchsvollen wirtschaftlichen, politischen und regulatorischen Umfeld eine gemeinsame Interessenvertretung der Schweizer Banken im Sinne des gesamten Schweizer Finanzplatzes ist". Des Weiteren habe man dadurch die Möglichkeit, in den verschiedenen Arbeitsgruppen der SBVg die Interessen der Postfinance-Kunden zu vertreten. Postfinance als Marktführerin im Schweizer Zahlungsverkehr war im vergangenen Jahr von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) als systemrelevant für das Schweizer Finanzsystem und die hiesige Volkswirtschaft erklärt worden. Das Finanzinstitut muss daher wie die beiden Grossbanken UBS und CS sowie die ZKB und Raiffeisen besondere Anforderungen bei den Eigenmitteln und der Liquidität erfüllen sowie einen Notfallplan in der Schublade haben. uh/ys (AWP)

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  • Postfinance hält Börsengang für «intelligente Lösung» Die Postfinance-Spitze tut sich schwer damit, dass die Politik der Post-Tochter keine Kredit- und Hypothekenvergabe erlauben will. Um dies zu ermöglichen, sei auch ein Börsengang oder eine Privatisierung möglich. Die Postfinance-Spitze tut sich schwer damit, dass die Politik der Post-Tochter keine Kredit- und Hypothekenvergabe erlauben will. Um dies zu ermöglichen, seht Postfinance-Chef Hansruedi Köng auch einer Privatisierung und einem Börsengang positiv gegenüber. Als Postfinance-Chef sollte er sich zwar nicht über die optimale Besitzerstruktur auslassen, sagte Hansruedi Köng in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Doch er macht seine Haltung doch klar: "Ich würde mich überhaupt nicht gegen eine Privatisierung wehren", sagte er. Auch ein Börsengang wäre eine "intelligente Lösung". Er weist aber darauf hin, dass nach heutiger Gesetzgebung die Post mindestens 51 Prozent an Postfinance halten müsste. Ein Börsengang sollte laut Köng sicherstellen, "dass keine Werte mehr vernichtet werden". Genau das geschieht heute aus Köngs Sicht durch das Kreditvergabeverbot. Die Postfinance verliere täglich Ertragssubstanz, weil sie keine Kredite und Hypotheken vergeben dürfen. Das benachteilige sie gegenüber anderen Banken, erst recht seit der Aufhebung des Mindestkurses zum Euro. "Klassische Retail-Banken können ganz andere Zinsmargen erzielen." Dadurch, dass die Postfinance auf die Münchner Hypothekenbank ausweicht, um Hypotheken anbieten zu können, fällt zudem in Deutschland statt in der Schweiz Marge an. "Das müsste nicht so sein. Wir könnten die Kredite und Hypotheken problemlos auf die eigene Bilanz nehmen", sagte er. Konsequenzen des Verbots Er habe aber den Entscheid der Politik für das Kreditverbot - zuletzt bekräftigte der Bundesrat im November seine Haltung - zu akzeptieren, sagte Köng. "Aber sie sollte sich zugleich der Konsequenzen bewusst sein". Die "Benachteiligung" werde im Jahresabschluss 2016 "deutlich erkennbar" sein, kündigte er an. Schon im ersten Quartal musste Postfinance eine Ertragseinbusse hinnehmen, wofür sie vor allem Wertberichtigungen auf Finanzanlagen verantwortlich machte. "Leider sind im zweiten Quartal auch weitere Wertberichtigungen denkbar", sagte Köng nun. Sollte Grossbritannien für einen Austritt aus der EU stimmen, rechnet Köng zudem mit "Abschreibungen im zweistelligen Millionenbereich". Postfinance kämpft seit Jahren gegen das Verbot der Kredit- und Hypothekenvergabe. Damit Postfinance voll in den Wettbewerb zu anderen Banken treten kann, wäre aus Sicht vieler Politiker ein Verzicht auf die implizite Staatsgarantie und damit auf die heutige Besitzstruktur mit der bundeseigenen Post als Alleineignerin nötig. Dafür gilt ein Börsengang als mögliche Lösung. (AWP)

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  • Postfinance beteiligt sich an deutscher Finanzplattform moneymeets 20.06.2016 11:20 Bern/Köln (awp) - Der Finanzdienstleister Postfinance verstärkt sich im Bereich Finanztechnologie und beteiligt sich am Kölner Fintech-Unternehmen moneymeets. Zu den Beteiligungsmodalitäten werden keine Details genannt. Motivation des Investments sei die Überzeugung, dass Multibanking-Plattformen als Point of Sale für Käufer von Finanzprodukten immer stärker an Bedeutung gewinne, schreibt moneymeets in einer Mitteilung am Montag. Sogenannte Multibanking-Plattformen als Verkaufsinstrument für Käufer von Finanzprodukten erfreuen sich demnach zunehmender Beliebtheit. Die Postfinance versuche nun am wachsenden Markt zu partizipieren und durch die Beteiligung an moneymeets das Know-how im Bereich des Digital Bankings auszubauen, sagte laut Mitteilung Postfinance-CEO Hansruedi Köng. Die deutsche Finanzplattform moneymeets sieht sich nach eigener Darstellung als ein digitaler Vorreiter mit breitem Kundenstamm und zählt laut dem Wirtschaftsmagazin Capital zu den Marktführern im Bereich Digitalisierung von Finanzdienstleistungen. Seit der Gründung im Jahr 2011 habe moneymeets in vorhergehenden Finanzierungsrunden bereits Investoren wie die deutsche Dieter von Holtzbrinck Ventures und die Schweizer Woodman Asset Management Group gewinnen können. Diese werden zusammen mit Postfinance auch in dieser Kapitalgeberrunde ihr Engagement nochmals erhöhen, heisst es weiter. Zum ersten Mal investiere nun mit der Postfinance eine Bank direkt in das Fintech-Unternehmen, was laut moneymeets ein Novum auf dem europäischen Markt ist, da bisherige Investitionen überwiegend mittels Investitionsvehikel getätigt wurden. sta/yr (AWP)

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  • Verflechtungen unter der Elite

    Das die Postfinance einen Börsengang für Sinnvoll halten ist ja klar. Wenn die Löhne von politisch platzierte Spitzen-Bundesangestellte korrigiert werden muss eine neue Quelle geöffnet werden. Mit einem Börsengang kann man Aktien an die Obersten verteilen als Erfolgsstory. Nur; die Erfolgsstory der Postfinance wurde zu 80% von den Schalterleuten bei den noch existierenden Postfilialen durch Beratung, Eröffnungen und Vermittlungen erst möglich. Der Erfolg feiern können sie diese aber nicht. Statt an den 600 Millionen Gewinn teil zu haben und ihren Deckungsgrad zu erreichen wird den Poststellen den Einnahmekanal verweigert um eine Begründung zu haben für weiteren Abbau. Klar ist, dass die oberste Hirachiestufe unverdient und unverschämt sich bereichert am erarbeiteten Gewinn an der Basis. Mein Vorschlag an Frau Bundesrätin Leuthard, sofort alle Geschäftsbereiche der Post CH AG in Genossenschaften umzuwandeln. Die Bundesbetriebe gehören dem Volk und nicht wenige Elite-Möchtegerne. An die Spitze gehört Fachwissen und nicht Interressen-Jongleure. Niemand kann einem den erreichten Leistungsausweis der Spitzenleute bei SBB, Post oder auch Swisscom aufzeigen. Gewerkschaften und Parlamentarier haben den bequemen Geldhahnen der Bundesbetriebe auch angezapft und lassen sich Fürstliche Honorare auszahlen auf dem Buckel der Basis. Man sagt ja, Eier braucht es und einen breiten Rücken für unbequeme Entscheide.

  • FuW: Postfinance plant Einstieg in Firmenkredit-Geschäft 06.07.2016 08:26 Bern (awp) - Postfinance will neu Firmenkredite anbieten. Dies berichtet die "Finanz und Wirtschaft" und beruft sich dabei auf drei unabhängige Quellen. Der Start des Geschäfts sei für das vierte Quartal geplant. Ein Postfinance-Sprecher wollte die Meldung gegenüber AWP weder bestätigen noch dementieren: "Wir kommentieren keine Gerüchte." Laut dem Gesetz darf Postfinance bekanntlich nicht selber Kredite vergeben. Sie sei daher auf der Suche nach einem Kooperationspartner, heisst es im Bericht weiter. Im Fokus stünden Anbieter von Internetplattformen, die KMU-Kredite von privaten und institutionellen Investoren finanzieren lassen. Gemäss der FuW ist der deutsche Anbieter Lendico ein möglicher Partner. rw/cp (AWP)

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  • Postfinance steigt mit Lendico ins Firmenkredit-Geschäft ein 11.07.2016 09:30 Bern (awp) - Die Gerüchte um einen Einstieg der Postfinance ins Firmenkreditgeschäft haben sich bestätigt. Der Finanzdienstleister beteiligt sich über ein Joint Venture an der neu gegründeten Lendico Schweiz AG, einem Schweizer Ableger des Onlinekreditmarktplatzes Lendico. Ab dem vierten Quartal 2016 soll das anfangs Juli gegründete Unternehmen KMUs in der Schweiz Crowd-Finanzierungen ermöglichen. Über finanzielle Details der Beteiligung ist nichts bekannt. Laut dem Gesetz darf Postfinance bekanntlich nicht selber Kredite vergeben. Die nun erfolgte Kooperation soll Schweizer KMUs über das Joint Venture mit Lendico eine Alternative zur traditionellen Bankenfinanzierung bieten, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag. Postfinance erwirtschaftet gemäss eigenen Angaben rund zwei Drittel ihrer Erträge im Zinsdifferenzgeschäft. Im aktuellen Marktumfeld sei es daher für die Profitabilität von Postfinance nötig die Ertragsstruktur zu diversifizieren und neue Ertragsquellen zu erschliessen. Gleichzeitig kann Postfinance ihren Geschäftskunden durch Lendico Zugang zu Unternehmenskrediten verschaffen, heisst es weiter. sta/cf (AWP)

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  • Postfinance soll vom Kreditgeschäft ausgeschlossen bleiben Postfinance hat eine Banklizenz, darf aber keine Kredite und Hypotheken vergeben. Daran will die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates nichts ändern. Sie lehnt eine Motion des Solothurner SP-Ständerats Roberto Zanetti mit 8 zu 3 Stimmen ab. Zanetti will das Verbot der Gewährung von Krediten und Hypotheken aufheben. Dieses zwinge Postfinance zu überproportionalen Anlagen in ausländische Unternehmen und zu hohen Einlagen bei der Nationalbank. Wegen der Einstufung als systemrelevante Bank müsse Postfinance ausserdem volkswirtschaftliche Risiken minimieren. Zanetti kritisiert auch, dass Postfinance Kredite und Hypotheken in Zusammenarbeit mit der Münchner Hypothekarbank vergeben muss. Diese Marge falle zu einem grossen Teil in Deutschland an. Zanetti spricht von einer "kumulierten Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit". Die Kommission hingegen ist der Ansicht, dass der Markt heute gut funktioniert, wie es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Dienstag heisst. Mit Kredit- und Hypothekenvergaben würde das Risiko für den Bund und damit die Steuerzahlenden unnötig steigen. (AWP)

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  • Postfinance verliert die Staatsgarantie

    Per Ende September gibt es für die Postfinance-Kunden keine Haftung durch den Staat mehr. Der Zinserfolg der Firma minimiert sich zudem jährlich um 60 bis 80 Millionen Franken.


    Die drei Millionen Kunden der Postfinance müssen sich ab Oktober mit einem geringeren Schutz ihrer Spareinlagen begnügen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, fällt ab diesem Zeitpunkt die Staatsgarantie weg, welche eine Spätfolge des vor fünf Jahren revidierten Postorganisationsgesetzes sei. Dieses führte auch zu einer Umwandlung der Postfinance in eine Aktiengesellschaft.


    Gemäss der Zeitung werden die Kunden des Instituts über den Verlust der Staatsgarantie nicht informiert, auch auf der Internetseite stehe nichts dazu. Gemäss Firmensprecher Johannes Möri ist dies auch nicht nötig. «Für die Kunden ergibt sich durch das Auslaufen der Staatshaftung keine Veränderung, weil die Spargelder bis 100'000 Franken weiterhin durch die Einlagensicherung der Banken geschützt sind», sagt er zur Zeitung.


    Deckung von maximal 6 Milliarden


    Das bedeutet: Ab Oktober würde im Falle eines Konkurses der für den Einlagenschutz zuständige Verein Esisuisse in die Lücke springen. Die Zeitung erklärt, dass sich bei einem Konkurs die Garantie des zuständigen Vereins Esisuisse auf maximal 6 Milliarden Franken beschränke und zwar nicht pro Einzelfall, sondern im Total aller Banken. Dem Bericht zufolge erreicht das Volumen der Postfinance-Kundengelder, die unter die Limite von 100'000 Franken fallen, rund 50 Milliarden Franken. Laut Esisuisse bleibt die Garantiesumme von 6 Milliarden Franken auch für die zusätzlichen Spareinlagen der Postfinance angemessen.


    Postfinance-Chef Hansruedi König sprach sich im Interview mit der «SonntagsZeitung» für eine Privatisierung der Postfinance und einen Zugang zum Hypothekarmarkt aus. Postfinance leide immer stärker darunter, dass sie keine Kredite vergeben dürfe. Der Gewinn breche weg. Aktuell schmelze der Zinserfolg jedes Jahr um 60 bis 80 Millionen Franken. Ginge die Entwicklung so weiter, würde das Unternehmen mittelfristig in die Verlustzone rutschen.

  • Postfinance hält an Personalabbau fest - 45 Stellen im 2018


    Postfinance hält an den für 2018 geplanten Restrukturierungen fest. In einem per 20. Oktober abgeschlossenen Konsultationsverfahren seien keine Vorschläge eingegangen, welche die vier für das kommende Jahr geplanten Massnahmen ersetzen könnten, teilt das Unternehmen am Dienstag mit.


    14.11.2017 08:30


    Konkret kommt es wegen der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung zu einem Abbau von 45 Stellen. Dieser solle soweit als möglich ohne Kündigungen über die natürliche Fluktuation erfolgen, schreibt Postfinance.


    Ausserdem würden die Standorte Kriens und Münchenstein Mitte 2018 geschlossen, und das Kontaktcenter St. Gallen werde per Ende 2018 in jenes von Netstal integriert. Ausserdem plant Postfinance weiterhin die Auslagerung von Arbeiten an die Post-Tochter Swiss Post Solutions. Laut früheren Angaben geht es dabei um die Auslagerung von 120 Angestellten, die für die Bearbeitung von Dokumenten und Belegen zuständig sind. Vierte und letzte Massnahme ist die Überprüfung des Filialnetzes.


    Bezüglich der konkreten Ausgestaltung der Massnahmen spreche Postfinance derzeit mit den Sozialpartnern Syndicom und Transfair, heisst es weiter.


    rw/uh


    (AWP)

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  • Postfinance erhöht Preise für Privatkunden deutlich


    Bisher mussten viele Privatkunden von Postfinance nichts für die Führung ihres Kontos zahlen. Das ändert sich jetzt.


    10.10.2018 10:55


    Die Postbankentochter führt auf das nächste Jahr mit drei Ausnahmen für alle eine Kontoführungsgebühr von 5 Franken monatlich ein. Eine Ausnahme macht Postfinance bei Privatkunden, die Anlageprodukte im Umfang von mindestens 25'000 Franken halten oder bei der Postfinance eine Lebensversicherung oder eine Hypothek abgeschlossen haben, wie Postfinance am Mittwoch mitteilte.


    Bisher zahlten auch Privatkunden mit einem Vermögen von über 7500 Franken keine Kontoführungsgebühren. Auch für Privatkonto-Plus-Kunden mit einem Gesamtvermögen über 25'000 Franken war die Kontoführung kostenlos.


    Gebühr für Kontoauszüge


    Postfinance bittet zudem neu auch die Kunden für monatliche Kontoauszüge auf Papier zur Kasse. Sie kosten neu 1 Franken pro Monat. Saldoauskünfte via Telefon und am Postschalter ohne Postfinance Card kosten künftig 4 Franken. Geschäftskunden zahlen neu 30 Franken pro Jahr für jede Postfinance Card.


    Postfinance begründet die Preiserhöhungen mit dem wirtschaftlich und regulatorisch schwierigen Umfeld der Postbank. Die seit Jahren sehr tiefen Zinsen und das Kreditverbot hätten die Zinsmarge von Postfinance erodieren lassen, heisst es in der Mitteilung. Die Bank führe darum ab dem 1. Januar 2019 auf einzelnen, nicht mehr kostendeckenden Produkten und Dienstleistungen "branchenübliche Preise" ein.


    Dass die Preiserhöhung bei den Privatkunden auf wenig Freude stossen wird, ist der Postbank klar. "Wir sind uns bewusst, dass diese Preismassnahmen zu Kundenabgängen führen können. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass wir unseren Kundinnen und Kunden auch weiterhin ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis bieten", sagte Postfinance-Sprecher Johannes Möri auf Anfrage von AWP.


    Bisher sehr günstiger Anbieter


    Postfinance gehörte bei den Privatkonten bisher zu den günstigsten Anbietern in der Schweiz. Gemäss einem am heutigen Mittwoch in der "Finanz und Wirtschaft" veröffentlichten Gebührenvergleich des Vergleichsdienstes Moneyland fallen bei vielen Kontoprofilen bei der Postbank die tiefsten Kosten an.


    Das wird sich nach Einschätzung des Moneyland-Geschäftsführers Benjamin Manz nicht grundsätzlich ändern. "Die Postfinance gehört damit mit ihren Privatkonten nach wie vor zu den günstigeren, aber nicht mehr zu den günstigsten Anbietern", sagte er auf Anfrage.


    Wegen des Kreditverbots hat die Postfinance in den letzten Jahren stärker als andere Schweizer Banken unter den tiefen Zinsen und dem damit einhergehenden Margenschwund gelitten. Im ersten Halbjahr 2018 hatte die Postbank einen Gewinn von 125 Millionen Franken geschrieben. In der Vorjahresperiode waren es noch 372 Millionen Franken.


    Um den Margenschwund zu begegnen, hat der Bundesrat Anfang September entschieden, dem Parlament die Aufhebung des Hypotheken- und Kreditverbots von Postfinance zu beantragen. Gleichzeitig soll die Postbank teilprivatisiert werden.


    (AWP)

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