• Hier nur Trader unterwegs? :)

    Langfristig und fundamental gesehen, spricht ja sehr viel für Silber! *wink*


    Amidst OPEC Drama, Solar is to Silver What Ethanol Is to Corn


    http://www.silver-info.com/sol…at-ethanol-is-to-corn.htm


    ...Dieser Artikel zeigt z.b. auf WIE unglaublich wichtig Silber wird, allein für die Solarindustrie.

    Aber auch in der Computerindustrie und Medizin ist Silber schon heute unersätzlich...ohne Silber viel weniger elektrische Geräte! :(

  • Silber

    Silverchart


    Gestern an der 36.40 rumgeiert. Erst bei Durchbruch von 36.60 gehts an das 38retr.. Nach unten ist wie immer auch Platz offen. :lol:

    Und

    Das Silver Price Ocillator Chartbild hat bei mir nach oben gedreht, dies würde heissen der nächste Schub kommt, respektive ist in der Pipeline (aber beachte diesen für kurzfristige Engagement nur beschränkt)


    Gold

    Heute kommt noch der Jobreport. Intraday sind 1536 der 1ste Knackpunkt. Da wir aber normalerweise seasonal um diese Zeit eher schwache Preise sehen würde ein Anstiege >1544 die Bullen anlocken (und die Shorts würden Positionen werfen)

  • Silber

    Gibt es einen Grund, dass Silber die Bewegung des Goldes heute nicht mitgemacht hat? Vielleicht kann ja jemand von den Profis erklären, weswegen diese ausgeprägten Diskrepanzen entstehen und ggf. ausgeglichen werden?

  • Silber

    RP wrote:

    Quote
    Gibt es einen Grund, dass Silber die Bewegung des Goldes heute nicht mitgemacht hat? Vielleicht kann ja jemand von den Profis erklären, weswegen diese ausgeprägten Diskrepanzen entstehen und ggf. ausgeglichen werden?


    Silber ist auch ein Industriemetall und reagiert deshalb empfindlicher auf schlechte News.

    Weil Silber mehr Aspekten unterliegt als Gold trade ich weniger damit.

  • Silber

    ok, danke. Interessant diese unterschiedliche Marktreaktion auf die Arbeitslosenzahlen von Gold (wird ja anscheinend mit QE3 gerechnet, jedenfalls erklär ich mir so den Anstieg) und Silber. Wenn schon mit QE3 gerechnet wird, dann müsste jedenfalls auch mit anziehender industieller Nachfrage nach Silber gerechnet werden, oder? Ausser man befürchtet "nur" inflationäre Tendenzen ohne positive Auswirkungen für die Wirtschaft...Dann hätten wir also Inflation mit gleichzeitiger Rezession. Obwohl, das passt ja schon auch zusammen momentan :)

  • Silber

    RP: Es ist immer gut, als Lernender den Chart des USD (bsp. vs. CHF) geöffnet zu haben, während man den Chart des Goldes/Silbers betrachtet. Da sieht man, dass fast immer SILV steigt, wenn der USD fällt, und umgekehrt. Dass nun Silber am Freitag den Fall des USD nicht ganz wettmachte, kann auch erklärt werden, dass SILV schlechte Arbeitsmarktdaten antizipierte und drum nicht mehr darauf reagierte.

    Wie auch immer, Silber ist aus dem Abwärtstrend ausgebrochen. Theoretisch ist ein Retest der alten Lows möglich, aber ich rechne nicht damit.

    Es gibt noch Schlimmeres.

  • Silber

    RP wrote:

    Quote
    Ausser man befürchtet "nur" inflationäre Tendenzen ohne positive Auswirkungen für die Wirtschaft...Dann hätten wir also Inflation mit gleichzeitiger Rezession.


    Inflation mit gleichzeitiger Stagnation/Rezession = Stagflation.


    Es gibt zwei Möglichkeiten für Inflation (im Sinne von Teuerung).

    1. Die Wirtschaft boomt, Geld wird mehr nachgefragt, es wird wie wild konsumiert, die Produktion kommt kaum nach und entsprechend steigen die Preise.


    2. Es wird neues Geld gedruckt, das nicht investiert sondern verkonsumiert wird und das zu keinem Wachstum an Gütern und Dienstleistungen führt. Hier haben wir also steigende Preise bei stagnierender oder fallender Wirtschaft.


    Im Wirtschaftsboom der 50er und 60er Jahre hatten wir Fall 1.

    In den 90er Jahren eine Mischung aus 1 und 2.

    Derzeit haben wir eindeutig Fall 2.


    In den Köpfen vieler Menschen ist aus der Historie noch verankert: "Inflation und Wirtschaftswachstum gehen Hand in Hand". Entsprechend die Schlussfolgerungen:


    Wirtschaftswachstum muss zu Inflation führen. Ergo muss Inflation zu Wirtschaftswachstum führen.

    Diese Denkweise hat uns QE1 und QE2 beschert. Also den Versuch, über die Inflation der Geldmenge die Wirtschaft anzukurbeln. Mittlerweile wissen wir, dass dieses Experiment nicht nur gescheitert ist sondern sogar einen negativen Effekt hat. Nämlich den, dass die Bürger nun nicht nur arbeitslos werden und weniger verdienen sondern sich mit ihrem Geld auch weniger kaufen können (aka steigende Benzin- und Lebensmittelpreise).


    Weiterhin ist es sogar falsch, dass Wirtschaftswachstum zu Inflation führen muss. Beispielsweise gab es in den Jahren 1870-1914 sehr wohl ein hohes Wirtschaftswachstum in den USA allerdings - wegen Goldstandard - keine Inflation (weder Geldmengenausweitung noch Teuerung).


    Silber sitzt hier ein bisschen zwischen Stuhl und Bank.

    Einerseits müsste sein Preis als Industriemetall sinken wenn die Wirtschaft schwächelt, weil die Nachfrage sinkt.

    Andererseits steigt sein Preis als "gutes Geld", wenn die Geldmenge wächst und Papiergeld an Wert verliert.


    Der springende Punkt ist meiner Meinung nach, dass Silber und Gold nur sehr wenig von Angebot und Nachfrage getrieben werden sondern eher der monetären Schiene folgen.

    In jedem Handy stecken etwa 2-3 Gramm Silber. Also Silber im Wert von vielleicht 20-30 Rappen. Auch wenn sich der Silberpreis vervierfachen sollte, würden deshalb nicht weniger Handys produziert.


    Viel wichtiger scheint mir das Stock-to-Flow Ratio, das bei Gold und Silber sehr hoch ist. Also das Verhältnis der Lagerbestände zur Jahresproduktion, die die Preise gegen Angebots- und Nachfrageschwankungen geradezu immunisieren.


    [Blocked Image: http://img3.imageshack.us/img3/5182/snagprogram0182.png]

  • Silber

    @ learner und MF: Danke für die Infos und Ausführungen. Die Korrelation zwischen US-Dollar und Edelmetallen ist ja meistens vorhanden. Jedoch manchmal, und so auch am Freitag, spielen anscheinend andere Faktoren eine ebenso wichtige Rolle. Das ist halt noch interessant mitanzusehen: Die gleiche Relation, welche viellicht vor 1-2 Wochen noch galt, also zum Beispiel steigende Edelmetall Preise bei sinkendem Dollar, kann plötzlich ändern und zu gleichzeitig sinkenden Edelmetall Kursen führen. Vermutlich dann jeweils bei Silber mit der Überlegung, dass halt die Industrie weniger Silber nachfragt. Oder beim Gold mit der Überlegung, dass aufgrund von Rezessionsängsten auch der Inflationsdruck abnimmt. Im Nachhinein ist das immer schön zu begründen, aber ärgerlich, wenn man von so einem "Windumschwung" :) überrascht wird. Noch dazu läuft dann plötzlich das eine Edelmetall (Silber) in eine andere Richtung, wie halt Gold :) schon nicht ganz einfach das Ganze (aber halt dadurch ja auch so spannend)


    @MF: Dieser Chart betreffend der Lagerung ist wirklich ganz spannend. Könnte eine Erklärung sein für die viel volatileren Silberpreise. Ist dies nicht auch noch eine "Gefahrenquelle" für einen deutlichen Kursrückgang? Immerhin kann ja anscheinend das Angebot kurzfristig sehr stark erhöht werden, oder sind diese Lagerbestände quasi schon "verkauft"?


    Ist halt gerade bei Gold schon so...sobald es keinen "ideelen" Wert mehr hat, kann man es gleich für nichts mehr brauchen - im Gegensatz zu anderen Rohstoffen (Öl, Korn...)


    Was ich mich frage, bei der momentanen Betrachtung der "Problemzonen" der Weltwirtschaft: Was geht wohl in den Köpfen von Menschen wie Bernanke, Trichet...etc. vor? Da betrachtet Bernanke zum Beispiel die Wirtschaft im eigenen Land, sieht einerseit Arbeitslosigkeit, sinkende Immobilienpreise und gleichzeitig inflationäre Tendenzen (Öl, Rohstoffe...) und einen schwächer werdenden Dollar bei einem gleichzeitig riesigen Schuldenberg, bei dem klar ist, dass er nicht in diesr Form zurückbezahlt werden kann. Etwas vom einzigen, wo erfreulich aussieht, ist der Aktienmarkt. Was überlegt man sich jetzt, als "federführende" Person? Igendwie hätte ich kein gutes Gefühl dabei, wenn ich diese Entwicklungen verfolge...


    Hier bei den Gold und Silber"freunden" :) ist man sich ja ziemlich sicher, wie das enden wird - aber die anderen Marktteilnehmer und eben auch Leute wie Bernanke, Trichet sind ja um einiges versierter in diesem Fach und mich würde es einfach noch interessieren, welche realistischen Szenarien diese Menschen sehen - und eben auch markttechnisch Stellung beziehen. So ganz simpel, dass es fundamental gesehen nur eine Reform geben kann, scheint es ja nicht zu sein, sonst wären alle dementsprechend positioniert.

  • Silber

    RP wrote:

    Quote
    Die gleiche Relation, welche viellicht vor 1-2 Wochen noch galt, also zum Beispiel steigende Edelmetall Preise bei sinkendem Dollar, kann plötzlich ändern und zu gleichzeitig sinkenden Edelmetall Kursen führen.


    Nein kann sie nicht. Das wäre ja ein Widerspruch in sich: Was ist denn das, was Du als "Silberpreis" bezeichnest? Doch nichts anderes als den Betrag in Dollars, den Du für eine Unze Silber hinblättern musst!


    Wenn sich also dieser Preis erhöht, dann ist der Dollar halt schwächer bzw. Silber stärker geworden. Nicht mehr und nicht weniger.


    Anders sieht es aus, wenn Du den Silberpreis in Franken betrachtest und feststellst, dass er in Franken konstant bleibt aber in Dollar gestiegen ist. Aber dann wirst Du logischer Weise auch einen Anstieg von Franken in Dollar feststellen.




    RP wrote:

    Quote
    Im Nachhinein ist das immer schön zu begründen, aber ärgerlich, wenn man von so einem "Windumschwung" :) überrascht wird. Noch dazu läuft dann plötzlich das eine Edelmetall (Silber) in eine andere Richtung, wie halt Gold :)


    Das sehe ich insofern anders als es schlicht keine überraschende Wendungen geben kann.

    Edelmetalle werden wieder fallen, wenn die Realzinsen über +0.9% steigen. Letzteres ist aber kein Ereignis, das innert eines Tages vonstatten geht sondern eine Entwicklung über Monate, die mit einer Erhöhung der Leitzinsen beginnt und erst 6-12 Monate später erste Auswirkungen zeigt.

    Beispiel: 1980 hat Volcker die US Leitzinsen massiv angehoben aber erst 1981 hat Gold den Höhepunkt erreicht.

    Solange also die Zinsen künstlich tief gehalten werden und die Gelddruckerei weitergeht, werden Edelmetalle weiter steigen. Da darf man sich auch von mehrmonatigen Korrekturen nicht beeindrucken lassen.



    RP wrote:

    Quote
    @MF: Dieser Chart betreffend der Lagerung ist wirklich ganz spannend. Könnte eine Erklärung sein für die viel volatileren Silberpreise. Ist dies nicht auch noch eine "Gefahrenquelle" für einen deutlichen Kursrückgang? Immerhin kann ja anscheinend das Angebot kurzfristig sehr stark erhöht werden, oder sind diese Lagerbestände quasi schon "verkauft"?


    Die hohen Lagerbestände müssten den Silberpreis eigentlich sehr stark beruhigen und stabilisieren. An denen liegt es also nicht.

    Warum ist also der Silberpreis so hoch volatil?


    Der wichtigste Grund ist, dass der Silbermarkt extrem klein ist. Der weltweite Silbermarkt hat etwa ein Hundertstel des Volumens des SMI! Entsprechend kann man mit relativ geringen (Ver-)Käufen den Markt in die eine oder andere Richtung treiben.


    Noch einfacher geht das über Futures.

    Seit Jahren wird Silber über Futures gehandelt, ohne dass dabei Silber den Besitzer wechselt. Es ist ein reiner Papierhandel. Dabei liegt die Menge der monatlich gehandelten Silberkontrakte so um 1-1/2 Jahresproduktionen.


    Der Papierhandel hat sich völlig vom physischen Handel abgekoppelt.


    Das kannst Du Dir in etwa bildlich so vorstellen:


    Am Donnerstag morgen so gegen 6 Uhr treffen die Bauern aus der Umgebung auf dem Berner Bärenplatz ein, um den Gemüsemarkt zu eröffnen. Sie haben ihre eigenen Preisvorstellungen und beobachten auch die Preise der Konkurrenten und schlussendlich pendelt sich der Preis für Karotten auf Fr. 1.- ein.

    Nun fährt ein grosser Lastwagen vor, der gross angeschrieben hat: "Karotten nur Fr. 0.50!"


    Entsprechend werden auch die Bauern ihre Karottenpreise senken.


    Dass der grosse Lastwagen leer ist und statt Karotten nur Papier mit aufgemalten Karotten verkauft, spielt in diesem Moment nicht einmal eine Rolle. Die Preise werden durch das "Angebot" des grossen Konkurrenten kaputt gemacht. Auch wenn der die angebotene Ware gar nicht liefern kann.




    RP wrote:

    Quote
    Ist halt gerade bei Gold schon so...sobald es keinen "ideelen" Wert mehr hat, kann man es gleich für nichts mehr brauchen - im Gegensatz zu anderen Rohstoffen (Öl, Korn...)


    Das ist richtig. Und das ist auch genau die Eigenschaft, die Gold eben zur ultimativen Währung macht und nicht zum Rohstoff!


    Warum?


    Stell Dir vor, man würde eine Währung erfinden, die durch Kupfer gedeckt ist. Die weltweiten Kupferlager entsprechen etwa der Produktion von 3 Monaten (= sehr niedriges Stock-flow ratio).

    Nun wird eine grosse neue Kupfermine entdeckt. Die Produktion steigt um 10%, die Kupferpreise sinken.

    Entsprechend steigen weltweit alle Preise (für Lebensmittel etc.) um 10%, weil ja alles in Relation zum Kupfergeld bewertet wird.

    Oder eine grosse Kupfermine fällt aus und die Weltproduktion sinkt um 10%. Dann wird alles billiger, weil die Geldmenge sinkt.

    Oder noch schlimmer: Glasfaser wird erfunden und es werden weltweit 20% weniger Kupferkabel benötigt. ...


    Wir hätten also ein ausserordentlich volatiles Preisumfeld ohne, dass irgend jemand etwas falsch gemacht hätte. Einfach deshalb, weil das Geld selbst in Angebot und Nachfrage stark schwankt.


    Du siehst, es macht keinen Sinn, Geld auf einem Asset zu basieren, das zugleich auch ein Industrierohstoff ist.


    Bei Gold ist praktisch die gesamte jemals von der Menschheit geförderte Menge (150'000-170'000t) noch vorhanden. Die Goldmenge steigt pro Jahr seit Jahrhunderten konstant um 1.5%, was ziemlich exakt auch dem weltweiten Bevölkerungswachstum entspricht.

    Angenommen, eine neue Super-Goldmine würde entdeckt und die jährliche Goldmenge verdoppeln. Dann würde die Goldmenge für einige Zeit halt statt 1.5% um 3% ansteigen.


    Lies mal hier Kapitel 6, Seiten 24-26

    http://www.rottmeyer.de/wp-con…LD-we-TRUST-Juli-2011.pdf




    RP wrote:

    Quote


    Was ich mich frage, bei der momentanen Betrachtung der "Problemzonen" der Weltwirtschaft: Was geht wohl in den Köpfen von Menschen wie Bernanke, Trichet...etc. vor?


    Zumindest bei Bernanke wissen wir es:

    Er ist weltweit einer der Top-10 Experten, was den Crash von 1929 betrifft.

    Er hat verstanden, dass die FED damals die Depression hätte verhindern können, wenn sie mehr Dollars gedruckt hätte.

    Nach den Regeln des Goldstandards hätte die FED dies auch tun müssen. Denn die USA hatten damals einen hohen Handelsüberschuss mit GB und entsprechend floss Gold aus England in die Staaten.

    Im gleichen Mass, wie also die BoE gezwungen war, die Geldmenge entsprechend der abnehmenden Goldmenge zu reduzieren, hätte die Fed die Dollarmenge entsprechend dem Goldzufluss erhöhen müssen.

    Hätte sie das getan, wäre folgendes passiert: Inflation und steigende Preise in den USA, Deflation und sinkende Preise in GB. Entsprechend wäre die GB Industrie billiger und konkurrenzfähiger geworden. Der GB Export wäre gestiegen, der US Import aus GB gestiegen, US Exporte gesunken. Das Handelsungleichgewicht GB/USA hätte sich also aufgehoben und beide Währungsräume hätten sich stabilisiert.


    Wie dem auch sei, die Lehre aus der Deflation 1929 lautet: "Die Medizin, um die Depression zu verhindern, wäre das Drucken von Dollars gewesen."


    Aus der Panik heraus, die USA könnten in eine Deflation fallen, hat sich Bernanke an diese Medizin erinnert und ertränkt seither die USA in gedrucktem Papiergeld.


    Was er nicht verstanden hat ist, dass die Ursachen der Finanzkrise nicht eine zu geringe Geldmenge ist (wie 1929) sondern eine zu hohe. Denn schon Vorgänger Greenspan hat ab 2000 die USA in Geld ertränkt.

    Seither versucht er vergeblich, den Brand mit Benzin zu löschen und wundert sich, dass es nicht klappt.


    Desweiteren ist Bernanke der Meinung, die aktuelle Teuerung sei auf ein Anziehen der Wirtschaft zurückzuführen. Er hat schlicht nicht kapiert, dass der Grund für die Teuerung in der Inflation der Geldmenge zu suchen ist.




    RP wrote:

    Quote


    Hier bei den Gold und Silber"freunden" :) ist man sich ja ziemlich sicher, wie das enden wird


    Winston Churchill hat mal gesagt: „The farther backward you can look, the farther forward you are likely to see”.

    Es ist ja nicht das erste mal in der Zivilisationsgeschichte, dass eine Regierung (oder heute Zentralbank) versucht, sich durch Gelddruckerei und neue Schulden aus Schulden zu kaufen.

    Es liegt also an jedem von uns, ein bisschen in die Geschichte einzutauchen und zu beobachten, wie das damals jeweils ausgegangen ist.

    Und wenn ich dabei feststelle, dass es in der Vergangenheit in 100% der Fälle zu einem Kollaps der inflationierten Währung geführt hat, fällt es nicht schwer, auch für die jetzige Druckerei-Orgie dasselbe Ergebnis zu prophezeihen.

    Insbesondere dann, wenn man auch auf dem Weg zum Kollaps sehr viele Parallelen zwischen damals und heute sieht.


    Das einzige, was heute anders (schlimmer!) ist, ist, dass es sich heute um die Weltleitwährung handelt und somit der Kollaps nicht ein lokal begrenztes Problem sein wird sondern ein Tsunami globalen Ausmasses.

  • Silber

    Danke für die Ausführungen!


    Quote:

    Quote
    RP hat Folgendes geschrieben:

    Die gleiche Relation, welche viellicht vor 1-2 Wochen noch galt, also zum Beispiel steigende Edelmetall Preise bei sinkendem Dollar, kann plötzlich ändern und zu gleichzeitig sinkenden Edelmetall Kursen führen.




    Nein kann sie nicht. Das wäre ja ein Widerspruch in sich: Was ist denn das, was Du als "Silberpreis" bezeichnest? Doch nichts anderes als den Betrag in Dollars, den Du für eine Unze Silber hinblättern musst!



    Je nach Markerwartung kann es schon sein, dass Silber schwächer wird bei gleichzeitig sinkendem Dollar -> Wenn nämlich die Angst vor rezessiven Einflüssen überwiegt. Der einzige Grund, weswegen dann Edelmetalle steigen ist die Erwartung der Märkte, dass die Wirtschaftsschwäche durch mehr Gelddruckerei "behoben" wird. Jetzt ist es schwierig abzuschätzen, welche dieser Überlegungen zum jeweiligen Zeitpunkt im Mark vorherrscht.


    Quote:

    Quote
    Solange also die Zinsen künstlich tief gehalten werden und die Gelddruckerei weitergeht, werden Edelmetalle weiter steigen. Da darf man sich auch von mehrmonatigen Korrekturen nicht beeindrucken lassen.


    Eigentlich hatte ich gehofft, dass mit beendetem QE2 auch die Edelmetalle kurzzetig korrigieren würden - hätte auch saisonal gepasst :) aber eben, wäre zu einfach gewesen, jetzt muss ich mir einen guten Einstiegspunkt suchen.


    Quote:

    Quote
    Was er nicht verstanden hat ist, dass die Ursachen der Finanzkrise nicht eine zu geringe Geldmenge ist (wie 1929) sondern eine zu hohe. Denn schon Vorgänger Greenspan hat ab 2000 die USA in Geld ertränkt.

    Seither versucht er vergeblich, den Brand mit Benzin zu löschen und wundert sich, dass es nicht klappt.


    Desweiteren ist Bernanke der Meinung, die aktuelle Teuerung sei auf ein Anziehen der Wirtschaft zurückzuführen. Er hat schlicht nicht kapiert, dass der Grund für die Teuerung in der Inflation der Geldmenge zu suchen ist.


    Hmm, damit implizierst du, dass Bernanke, als hochqualifizierter und erfahrener Notenbanker dieselben Mechanismen, welche wir hier besprechen nicht nachvollziehen kann? Das ist ja nicht besonders realistisch. Auch wenn er das nicht wahrhaben will, dann gibts bestimmt noch tausende andere einflussreiche Personen, die das bestimmt auch durchgedacht haben. Und anscheinend kommen diese Leute nicht zum gleichen Resultat wie wir? Sonst wären alle Big Players schon lange dementsprechend positioniert...Daher frage ich mich schon, was diese Leute wissen und/oder beabsichtigen, denn immerhin sind das die "Schlüsselspieler". Ich bin einverstanden, dass all diese Schlüsselleute verschiedenen Interessen verfolgen (Dollarabwertung etc.) Trotzdem, wenn alles so schlüssig wäre, wie wir uns das vorstellen. Daher frage ich mich, was wir nicht wissen (Vielleicht der Zeitrahmen, in welchem sich das Ganze abspielen wird ? )

    Gerne erwarte ich Meinungen dazu.


    So und jetzt noch en kurzer Silberausblick :-):


    Nach dem Anstieg der vergangenen Tage, mitsamt steigenden Aktienmärkten, erwarte ich einen kurzen Rücksetzer beim Silber, Gold und Aktienmärkten. Wenn dann positive Quartalszahlen kommen, könnte sich der Anstieg fortsetzen, ansonsten rechne ich mit einer weiteren Korrektur. Allerdings denke ich nicht, dass QE3 oder ähnliches schon vor Herbst kommt.

    Europas Probleme werden wohl weiterhin im Mittelpunkt stehen, besonders, wenn sich jetzt Big Players auf Italiens Banken einsschiessen, was ja anscheinend am geschehen ist, wenn man die erratischen Kursverläufe ansieht, das würde dann übel werden.


    Fazit:

    - Bin short im DAX (Keine Ahnung welcher Teufel mich da geritten hat, ausgerechnet im stärksten Index short zu gehen - janu, bin ja noch am lernen ;)

    - Habe einen Put auf die Banco Santander in Spanien (mangels guter Produkte für - wenn also jemand einen Warrant oder Zertifikat kennt, mit welchen man fair!! an sinkenden Kursen bei italienischen/spanischen Banken partizipieren kann, dann bitte mitteilen :)

    - Bin seit Freitag nach dem Anstieg short im Gold (nur für die erhoffte kurze Korrektur :)

    - Möchte bald den Euro gegenüber Sfr. puten, da ich denke, wir sehen noch nochmals den Tiefststand.


    Wie immer nur mit engen Stop losses und Spielgeld, schliesslich gehts nur ums kennenlernen :)




    So jetzt muss ich meinen Laptop neu aufsetzen, gestern Service Pack 1 installiert und danach nur noch CPU overheating gehabt - Vielleicht werde ich ja auch noch Apple Anhänger :) - gäbe auch Schöneres an diesem Sonntag Nachmittag.

  • Silber

    RP wrote:

    Quote


    Hmm, damit implizierst du, dass Bernanke, als hochqualifizierter und erfahrener Notenbanker dieselben Mechanismen, welche wir hier besprechen nicht nachvollziehen kann? Das ist ja nicht besonders realistisch.


    Damit hast Du recht. Ich beziehe mich auf das was er sagt. Was er denkt und höchstens unter vorgehaltener Hand seinen Fed-Kumpels sagt, weiss ich nicht!


    Aber es ist völlig richtig, dass er offiziell die Meinung vertritt, die Teuerung in den USA sei auf anziehende Wirtschaft zurückzuführen.

    Mit Trichet ist es dasselbe Problem: Was er sagt ist auch bei ihm nicht die Wahrheit.


    Das ist ein Problem aller Notenbankchefs und Alan Greenspan war ein Meister darin, mit eloquenten und wagen Worten die Märkte ganz sanft zu steuern.




    RP wrote:

    Quote


    Auch wenn er das nicht wahrhaben will, dann gibts bestimmt noch tausende andere einflussreiche Personen, die das bestimmt auch durchgedacht haben. Und anscheinend kommen diese Leute nicht zum gleichen Resultat wie wir?


    Es gibt sehr viele intelligente Leute, die zur gleichen Ansicht gekommen sind. Unter anderem Fisher von der FED Dallas.

    Die Frage ist nur, wie einflussreich die sind, denn vor allem in den USA wurden ja die Böcke zu Gärtnern gemacht. Geithner kommt von der NY FED. Sein Nachfolger bei der NY Fed ist Steve Shafran, ehemalig Goldman Sachs. Hank Paulson, der sich gegen Regulierung von Derivaten stark gemacht hat kommt von Goldman Sachs. Und auch der Nachfolger von Trichet als Chef der EZB - Mario Draghi - arbeitet für Goldman Sachs.




    RP wrote:

    Quote


    Sonst wären alle Big Players schon lange dementsprechend positioniert.


    Wer sagt Dir, dass die das nicht sind?

    Eine der grossen Kongress-Anhörungen (27. April 2009) hat sich gegen Goldman Sachs gerichtet. Die hatten fleissig Subprimes verkauft und gleichzeitig den US-Immobilienmarkt massiv geshortet und somit massiven Gewinn mit dem Crash gemacht.


    Oder was ist mit JP Morgan, die seit einiger Zeit massiv physisches Gold kaufen?

  • Silber

    RP wrote:

    Quote


    Auch wenn er das nicht wahrhaben will, dann gibts bestimmt noch tausende andere einflussreiche Personen, die das bestimmt auch durchgedacht haben. Und anscheinend kommen diese Leute nicht zum gleichen Resultat wie wir?


    MarcusFabian wrote:

    Quote
    Es gibt sehr viele intelligente Leute, die zur gleichen Ansicht gekommen sind. Unter anderem Fisher von der FED Dallas.

    Die Frage ist nur, wie einflussreich die sind, denn vor allem in den USA wurden ja die Böcke zu Gärtnern gemacht. Geithner kommt von der NY FED. Sein Nachfolger bei der NY Fed ist Steve Shafran, ehemalig Goldman Sachs. Hank Paulson, der sich gegen Regulierung von Derivaten stark gemacht hat kommt von Goldman Sachs. Und auch der Nachfolger von Trichet als Chef der EZB - Mario Draghi - arbeitet für Goldman Sachs.


    Ok, kann gut sein, dass man gegen Aussen eine andere Meinung vertritt, wie die persönliche Anisicht ist. Jedoch ändert das nichts an der Tatsache, dass es ja neben den Notenbankern viele private Institutionen gibt, welche ihre Meinung kundtun können - wie gesagt, mich irritiert ja nur, dass etwas so offensichtliches wie die horrende Staatsverschuldung nicht mehr Resonance findet. Und wenn der Lauf der Dinge tatsächlich so unausweichlich ist, dann haben/hätten sich bestimmt schon viele wichtige Markteilnehmer auf das eingestellt und wir hätten wildeste Marktbewegungen - oder meinst du nicht? Immerhin sind da ja wohl Menschen am Markt, die ebenfalls mitdenken - und dann auch noch als Ihr Beruf. Würde ja niemand mehr Dollars halten, oder sonst eine Währung eines hoch verschuldeten Staates oder sämtliche Aktienmärkte crashen, aufgrund der riesigen Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung. Wieso läuft diese ganze Entwicklung so langsam ab? Was ist quasi der Strohhalm, wo alle die noch nicht dementsprechend positioniert sind danach greifen? Das die Wirtschaft wieder so gut läuft, dass man die Schulden zurückzahlen kann? Wenn ja, wie realistisch ist das?




    Quote:

    Quote


    Oder was ist mit JP Morgan, die seit einiger Zeit massiv physisches Gold kaufen?


    Wo sieht man das?

  • Silber

    RP wrote:

    Quote
    mich irritiert ja nur, dass etwas so offensichtliches wie die horrende Staatsverschuldung nicht mehr Resonance findet.


    Zum einen, weil sich 99% der Menschheit nur um den Fussballvereit, Germanys next top model oder Ophra-Show interessieren und ansonsten keine Fragen haben solange der Fernseher funktioniert, das Bier kalt und die Chips-Tüte voll ist.


    Zum anderen, weil die Medien grösstenteils in Händen jener Auguren sind, die uns solche Krisen gerne vorenthalten.


    Es gibt durchaus genügend Medien (Internet), die informieren. Aber die erreichen halt nicht die breite Masse sondern nur jene Minderheit wie wir, die sich explizit für die Probleme interessieren und auch nachforschen.




    RP wrote:

    Quote


    Und wenn der Lauf der Dinge tatsächlich so unausweichlich ist, dann haben/hätten sich bestimmt schon viele wichtige Markteilnehmer auf das eingestellt und wir hätten wildeste Marktbewegungen - oder meinst du nicht?


    Wenn sich wichtige Marktteilnehmer darauf einstellen, dann tun sie es möglichst leise. Erst wenn sie selbst abgesichert und abgedeckt sind, werden sie ihre Position preisgeben. Gutes Beispiel ist PIMCO. Die haben zuerst ihre US Treasuries verkauft und erst danach die Öffentlichkeit informiert.


    Während also ein paar Big-Boys die weltweiten Gold- und Silberbestände billig und heimlich aufkaufen, wird Otto Normalverbraucher die Birne vollgedröhnt, er möge doch sein "Altgold" und Tafelsilber zum Einschmelzen bringen. Dort kriegt er für Gold derzeit Fr. 6.- pro Gramm (Marktpreis Fr. 40.-/gr).

    Wenn es dann kein Gold und Silber mehr zu kaufen gibt, kann man die Bombe platzen lassen und dann dürfen die Kleinanleger die Preise nochmals in die Höhe treiben.


    Kurz: Die Anzahl der Menschen, die mitdenkt ist erschreckend gering.


    RP wrote:

    Quote


    Wo sieht man das?


    Goldkäufe/Verkäufe der Comex sieht man in den Lagerbewegungen der COMEX. Also wer liefert wieviel an wen etc.

  • Silber

    ""Zum einen, weil sich 99% der Menschheit nur um den Fussballvereit, Germanys next top model oder Ophra-Show interessieren und ansonsten keine Fragen haben solange der Fernseher funktioniert, das Bier kalt und die Chips-Tüte voll ist.""




    MF:

    Schon Juvenal, römischer Satirendichter, hat mit "Panem et circenses" (Brot und Zirkusspiele) die Beeinflussung des Volkes durch die herrschende Schicht verstanden. Insofern wiederholt sich die Geschichte auch hier immer wieder. Mich verwundert dies nicht, die Personen welche die schlechten Zeiten aktiv (39-45) erlebt haben sowie dies schildern könnten sind mittlerweilen 80 bis 90 Jahre alt, am aussterben und haben nichts mehr zu melden.

  • Silber ist definitiv noch nicht reif für den Upper, lasst und die Korrektur bis zum Tiefpunkt abwarten, dann werden unsere Calls auch immer günstiger.

    Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

    A. Schopenhauer



    Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

  • Silver = Risk-Trade vs. Gold "Safety"

    "Silver today was viewed as a risk trade as it sank sharply lower alongside of copper and the energies and softs. That market is so schizophrenic in nature that one never knows from day to day how it is going to be regarded by traders. Is it a safe haven or a risk asset? The answer depends on whatever the hedge funds say it is on any given day."


    solange wir noch in der Korrektur sind, und kein richtiger Trend erkennbar ist, und unsicher ist, ob wir nach unten oder oben ausbrechen werden, ist Vorsicht am Platz. m.E.