• Kosten bei Zeichnung

    Danke, danke für die Reaktionen, aber mich nimmt es wunder wie das nach Ablauf des Bezugrechts usw. läuft...?


    Wenn ich zum Bsp. 700 Titel hatte und nun 400 Anrechte wahrnehme, was kostet mich das nach Ablauf all dieser Dinge?


    Muss ich ausser der Standardgebühren des Brokers noch 700 x 268 CHF hinzuzahlen? Wie stellt denn eine Bank sicher wenn jemand seine Anrechte wahrnehmen will, diese nicht mit Kapital auf dem Konto gedeckt sind? Geht das Konto dann einfach ins Minus oder verliert man einfach die Bezugsrechte weil nicht genügend Kapital vorhanden.


    Ihr merkt ich habe nicht viel Erfahrung mit solchen Situationen (eigentlich Null Ahnung). Ich bin eher der Typ: "Man kaufe Aktien und wenn bestimmter Gewin oder Verlust da ist, einfach wieder verkaufen". Kein shorten und keine andere Finanzvehikel.



    Danke euch wirklich vielmals fallls mich jemand aufklären könnte

  • Colundro hat am 30.05.2018 11:15 geschrieben:


    Anhand Deiner Formulierung bin ich nicht sicher ob Du es richtig verstanden hast. 7 Bezugsrechte (er) geben nicht einfach 4 Aktien. Sondern 7 Bezugsrechte geben Dir das Recht 4 Aktien zum Preis von 268 zu kaufen.


    Für mich als Nicht-Aktionär lohnt es sich z.B. derzeit nicht extra Bezugsrechte an der Börse zu kaufen. Denn für 4 Aktien müsste ich 7x30CHF (=210 CHF) für die Bezugsrechte und 4x268 (1072 CHF) für den Bezugspreis bei Ausübung der Bezugsrechte bezahlen. Macht also total 1'282 für 4 Aktien oder 320.50 je Aktie. Beim aktuellen Aktienkurs von 321.50 ergibt sich also nicht unbedingt ein Preisvorteil.


    Bei Dir ist die Ausgangslage anders, da Du als Bestandsaktionär die Bezugsrechte "Geschenkt" bekommen hast. Du kannst die Bezugsrechte entweder Verkaufen oder Ausüben. Aber unter dem Strich bleibt die Rechnung die selbe. Ob Du jetzt die Bezugsrechte verkaufst und die Aktien direkt zum aktuellen Börsenkurs kaufst oder die Bezugsrechte ausübst macht eigentlich keinen Unterschied.


    Ich persönlich würde insbesondere wenn sich Deine Bezugsrechte nicht durch 7 teilen lassen, diese verkaufen. Also wenn ich z.B. 100 Rechte hätte aber nur 98 ausüben kann und 2 (im Wert von Total 60 CHF) verfallen. (Aufgrund der Courtage wird sich der Verkauf dieser 2 Stück nicht lohnen)

  • Colundro hat am 30.05.2018 12:53 geschrieben:

    Quote

    Wenn ich zum Bsp. 700 Titel hatte und nun 400 Anrechte wahrnehme, was kostet mich das nach Ablauf all dieser Dinge?

    Wenn Du 700 Aktien hattest, kannst Du die erhaltenen 700 Anrechte ausüben um 400 Aktien zu erhalten. Dafür Zahlst Du 400x268 = 107'200 CHF plus Standardcourtage (vermute ich mal. evtl. Abhängig vom Broker).


    Oder du verkaufst die 700 Anrechte zu aktuell 30CHF und erhältst 21'000 CHF abzüglich Courtage.

  • Toubi hat am 30.05.2018 13:07 geschrieben:

    Quote

    Colundro hat am 30.05.2018 12:53 geschrieben:

    Wenn Du 700 Aktien hattest, kannst Du die erhaltenen 700 Anrechte ausüben um 400 Aktien zu erhalten. Dafür Zahlst Du 400x268 = 107'200 CHF plus Standardcourtage (vermute ich mal. evtl. Abhängig vom Broker).


    Oder du verkaufst die 700 Anrechte zu aktuell 30CHF und erhältst 21'000 CHF abzüglich Courtage.

    Das wollte ich eben auch schreiben. Im Normalfall, Aktien bei einer CH-Bank deponiert, sollte die Zeichnung der neuen Aktien keine Courtage zur Folge haben. Da wird "netto" abgerechnet.

  • Nun ist alles klar :)

    Nun habe ich doch mal etwas gelernt :) Danke euch vielmals


    Was wenn jemand das nötige Cash nicht auf dem Konto hat, aber trotzdem die Bezugsrechte wahrgenommen hat?


    Minus auf dem Konto oder Verfall der Rechte ohne Option auf die 30.- CHF / anteil die aktuell gehandelt werden?

  • Alles klar

    Danke nun ist wirklich alles klar. Tja somit haben die Bellaktien summa summarum seit Montag Abend ja krass verloren (ca. -15%) obwohl es theoretisch ein Nullsummenspiel hätte werden sollen. Passt eigentlich nicht zu Bell und daher überlege ich mir nun ernsthaft einen Totalausstieg nachdem alles vorbei ist.


    Jaja irgendwie fühle ich mich schon um mindestens 10 - 12 % betrogen. ein paar %te rauf oder runter ok, aber 15% in 2 Handelstagen ohne neue Infos seit Montag abend? Werde meine Lehren daraus ziehen und da schon sehr lange investiert immer noch anständig im Plus ;)


    Danke euch nochmals für die sehr guten Infos


    PS: Kein Witz, wollte Montag Abend alles verkaufen und volle Kanne in Meyer Burger einsteigen. Das wäre ja krass geil geworden, aber eben so ist das nun mal mit der Börse...

  • Erholung läuft...

    Denke die Aktie ist nun reif für eine Erholung auf CHF 340. Auf diesem Level wäre das Anrecht dann rund CHF 41 (aktuell CHF 33) wert. Zur Erinnerung: Theoretisch hätte der Aktienkurs nach Anrechtsabgang nur in Richtung CHF 358 fallen dürfen. Ich sehe derzeit eine gute Gelegenheit auf einen schnellen Gewinn.

  • Hoffe ich auch

    Blaues Hufeisen hat am 31.05.2018 15:06 geschrieben:

    Quote

    Denke die Aktie ist nun reif für eine Erholung auf CHF 340. Auf diesem Level wäre das Anrecht dann rund CHF 41 (aktuell CHF 33) wert. Zur Erinnerung: Theoretisch hätte der Aktienkurs nach Anrechtsabgang nur in Richtung CHF 358 fallen dürfen. Ich sehe derzeit eine gute Gelegenheit auf einen schnellen Gewinn.


    Das erwarte ich auch. Meine Anrechte habe ich unterdessen trotzdem alle verkauft und mit dem Erlös neue Titel gekauft. War mir etwas zuviel Kapital welches ich als kleiner Aktionär einschiessen müsste.


    Ja ich glaube, dass sich die Bell-Titel wieder erholen (mindestens Stand Dienstag morgen = 358 CHF) und mittelfristig rechne ich mit noch höheren Kursen.


    Immerhin ist der Titel nun dividendentechnisch wieder etwas ineressanter geworden.

  • Gute Kaufgelegenheit

    Ueber die letzten rund 12 Jahre ist Bell im Umsatz, Gewinn und in der Dividende annualisiert über 7% gewachsen. Das ist sehr respektabel. Der Aktienkurs ist im selben Zeitraum um 10% p.a. gestiegen (vor Kapitalerhöhung) und hat in der letztjährigen Spitze auch etwas viel positives vorweggenommen. Auf dem aktuellen Kurs von +/- 325 sehe ich ein vernünftiges Kaufniveau erreicht.


    Uebrigens die Kurszielreduktionen wie z.B. von Vontobel sollte man nicht falsch interpretieren. Durch die Kapitalerhöhung musste ja das KZ um rund CHF 50 reduziert werden....

  • Bell-Kapitalerhöhung erfolgreich - Über 99 Prozent der Bezugsrechte ausgeübt


    Die Kapitalerhöhung der Bell Food Gruppe scheint problemlos über die Bühne zu gehen. Über 99% der Bezugsrechte für neue Namenaktien wurden ausgeübt.


    06.06.2018 19:50


    Konkret wurden mit Ablauf der Bezugsfrist am (heutigen) Mittwoch Bezugsrechte für 2,27 Millionen neue Aktien ausgeübt, was ca. 99,15 Prozent der neuen Aktien entspricht. Die 19'524 Aktien, für welche das Bezugsrecht nicht innerhalb der Bezugsfrist ausgeübt wurde, werden über den Markt verkauft, wie der Fleischverarbeiter am Mittwochabend mitteilte.


    Coop als Mehrheitsaktionär von Bell hat den Angaben zufolge - und wie angekündigt - sämtliche der ihr zugeteilten Bezugsrechte ausgeübt und hält nach Abschluss der Kapitalerhöhung neu 4,17 Millionen Bell-Aktien, was einer unveränderten Beteiligungsquote von 66,3 Prozent entspricht.


    Durch die Kapitalerhöhung wird sich das Aktienkapital von Bell um 1,14 Millionen auf neu 3,14 Millionen Franken erhöhen, eingeteilt in 6,29 Millionen Namenaktien mit einem Nennwert von je 0,50 Franken. Als erster Handelstag der neuen Aktien an der Schweizer Börse SIX ist der kommende Freitag, 8. Juni 2018 vorgesehen. Die Lieferung der neuen Aktien gegen Bezahlung des Bezugspreises ist ebenfalls für diesen Tag geplant.


    Mit dem Abschluss der Kapitalerhöhung wird Bell ein Bruttoerlös von 612,6 Millionen Franken zufliessen. Die Mittel sollen gemäss Bell zur Refinanzierung der Hügli-Übernahme, zur Finanzierung des angekündigten strategischen Investitionsprogramms für die Produktionsstandorte in der Schweiz sowie des weiteren Wachstums im Bereich Convenience verwenden will.


    uh/


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Gewinn von Bell ist rückläufig - trotz Übernahme


    Der Fleischverarbeiter Bell hat im ersten Semester 2018 vor allem dank der Übernahme des Nahrungsmittelherstellers Hügli den Umsatz markant gesteigert. Die Gewinnzahlen fielen dagegen zurück.


    16.08.2018 07:40


    Der Umsatz stieg um knapp 19 Prozent auf 2,10 Milliarden Franken und auch das Absatzvolumen legte um knapp 20 Prozent zu. Für das Umsatzplus verantwortlich seien Akquisitionen, Währungseffekte und das organische Wachstum, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Betriebsgewinn (EBIT) ging dagegen um knapp 16 Prozent auf 55,2 Millionen Franken zurück.


    Bell bestätigte damit die Angaben einer Vorankündigung von Mitte Juli. Das Wachstum im Geschäftsbereich Bell Schweiz sei vor allem in Sortimenten und Absatzkanälen mit tieferen Margen erfolgt, begründet Bell den Gewinnrückgang. Und im Geschäftsbereich Bell International habe das Geflügelgeschäft unter höheren Futtermittelpreisen und gestiegenen Personalkosten gelitten.


    Unter dem Strich fiel der Reingewinn wegen eines schwächeren Finanzergebnisses - u.a. wegen eines Währungsverlusts von 1,4 Millionen - um knapp 18 Prozent auf 32,5 Millionen Franken.


    Massnahme in der Schweiz und in Österreich eingeleitet


    Mit Blick nach vorne zeigt sich das Unternehmen wenig konkret. Die Reorganisationsmassnahmen bei Bell Deutschland und bei Bell Frankreich seien erfolgreich angelaufen und sollen auch im zweiten Halbjahr 2018 weitergeführt werden, hiess es. Um den Ergebnisrückgang im zweiten Quartal 2018 aufzufangen, seien zudem in der Schweiz und in Österreich verschiedene Massnahmen eingeleitet worden. Dadurch soll eine Ergebnisverbesserung im zweiten Halbjahr erzielt werden.


    Die eingeschlagene Wachstumsstrategie im Segment Convenience verläuft laut Bell planmässig und soll ebenfalls im zweiten Halbjahr fortgesetzt werden.


    Um dem gesellschaftlichen Gegenwind in Sachen Fleischkonsum zu begegnen, hat sich Bell erst vor kurzem am niederländischen Unternehmen Mosa Meat beteiligt und ist damit in den Markt für Kunstfleisch eingestiegen. Mosa Meat ist auf die Herstellung von "kultiviertem Rindfleisch" spezialisiert, das heisst das Fleisch wird direkt aus tierischen Zellen hergestellt.


    (AWP)

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  • Gewaltfreie Räumung des besetzten Bell-Schlachthofes in Oensingen


    (Nach Ende der Räumung aktualisiert) - Über 100 Aktivisten haben in Oensingen SO einen Schlachthof blockiert: Die Polizei hat die Protestierenden, die das Areal nicht freiwillig verlassen wollten, in einem Grosseinsatz während mehreren Stunden "geordnet vom Gelände geführt".


    21.11.2018 21:54


    Die Auflösung der Protestaktion habe um zirka 20 Uhr beendet werden können, teilte die Polizei des Kantons Solothurn am Mittwochabend mit. Über 130 Personen seien aus dem Gebäude gebracht worden. Dabei sei es zu einzelnen Zwischenfällen gekommen und einige Personen hätten sich leicht verletzt. Ein Ambulanzteam habe die Betroffenen vor Ort verarztet.


    Von den beteiligten Personen sind, laut Polizeimitteilung, die Personalien erhoben worden. Sie werden sich, unter anderem wegen Hausfriedensbruch, strafrechtlich verantworten müssen.


    Illegaler Zutritt


    In der Nacht auf Mittwoch war gegen 2.15 Uhr die Meldung eingegangen, dass sich vor den Gebäuden der Bell Food Group Personen zu einer Protestaktion versammeln würden. Noch vor dem Eintreffen der Polizei hatten sich über 100 Personen illegal Zutritt in eines der Firmengebäude verschafft.


    Sie besetzten den Bereich, in dem Rinder zur Schlachtung angeliefert werden. Die Aktivisten protestierten mit ihrer Blockade gegen die Tierausbeutung und die Tiertötung; sie verlangten "Gerechtigkeit für Tiere". Laut Polizeiangaben sollen sie vorwiegend aus Belgien und Frankreich angereist sein.


    Die Solothurner Kantonspolizei suchte zunächst - zusammen mit der Geschäftsleitung des Betriebs - das Gespräch mit den Protestierenden. Diese verliessen jedoch trotz mehrfacher Aufforderungen das Firmengelände nicht freiwillig.


    Das besetzte Schlachthofgebäude wurde in der Folge ab Mittag geräumt. Verschiedene Tierschützer hatten sich in den Treibgängen angekettet und mussten zunächst mit einem Bolzenschneider losgemacht werden.


    Am Bell-Standort in Oensingen werden Tiere geschlachtet und Frischfleisch verarbeitet. Die Aktivisten haben gemäss eigenen Angaben Oensingen als "Symbol für die Fleischproduktion" ausgewählt.


    (AWP)

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  • Bell gibt sich eine neue Konzernstruktur


    Der Fleischverarbeiter Bell gibt sich eine neue Konzernstruktur und baut dabei auch die Geschäftsleitung um.


    19.12.2018 07:30


    Bell Deutschland und Bell International werden dabei in den neuen Geschäftsbereich Bell International zusammengeführt. Ausserdem will Bell Teile der Herstellung von Fleisch-Convenience-Produkten von Deutschland nach Österreich verlagern.


    Der neue Geschäftsbereich Bell International wird vom bisherigen Finanzchefs Marco Tschanz geleitet, wie Bell am Mittwoch mitteilte. Er übernimmt zudem die Leitung des "Zentralbereichs" IT, der aus dem Geschäftsbereich Finanzen herausgelöst wird. Damit solle die IT organisatorisch gestärkt werden, heisst es. Die organisatorischen Änderungen werden per Anfang Juli 2019 vollzogen.


    Zum Nachfolger von Tschanz als Finanzchef ist Xavier Buro ernannt worden, der bisher für den Finanzbereich der Transgourmet Central and Eastern Europe zuständig ist. Er werde auf Anfang Mai ins Unternehmen eintreten und ab Anfang Juli die Funktion des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen.


    Der Geschäftsbereich Bell Schweiz wird weiterhin vom CEO Lorenz Wyss geleitet. Neu per Mitte Jahr bei Bell eintreten wird auch Volker Baltes als Leiter des Geschäftsbereiches Convenience. Er ist derzeit Geschäftsführer der Firmen Herta und Garden Gourmet in Deutschland. Aufgrund der geänderten Konzernstruktur sind die bisherigen Mitglieder der Gruppenleitung Daniel Böhny und Christian Schröder neu Divisionsleiter.


    Für den deutschen Standort Bad Wünnenberg werde aktuell ein Konzept erarbeitet, welches auf die Herstellung von Frisch-Convenience ausgerichtet sei, heisst es weiter. Ein Bestandteil dieses Konzeptes sei es, Teile des bisher hergestellten Sortiments an Fleisch-Convenience ins österreichische Marchtrenk zu verlagern. In Marchtrenk entstehe zurzeit ein moderner Conveniencebetrieb.


    Mit der geplanten Sortimentserweiterung werde den Kunden in Deutschland durch Bell zusätzlich ein attraktives, zeitgemässes Sortiment an Frisch-Convenience angeboten. Momentan würden neben dem Konzept auch schon die detaillierten Sortiments- und Produktionsprogramme erarbeitet, die den Kunden im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 vorgestellt werden sollen.


    (AWP)

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  • Bell trotz mehr Umsatz mit weniger Gewinn


    Der Fleischverarbeiter Bell ist im vergangenen Jahr zwar kräftig gewachsen, hat unter dem Strich aber deutlich weniger verdient. Der Umsatz stieg vor allem dank Übernahmen.


    13.02.2019 06:55


    Der Umsatz kletterte dank der Übernahme des Ostschweizer Nahrungsmittelherstellers Hügli und von Sylvain & Co. um 15 Prozent auf 4,143 Milliarden Franken.


    Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg um 8,8 Prozent auf 305,4 Millionen Franken, wie das zur Coop-Gruppe gehörende Unternehmen am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Ein schwaches erstes Halbjahr, höhere Abschreibungen sowie Fremdwährungseinflüsse führten allerdings zu einem tieferen Jahresgewinn. Unter dem Strich schrumpfte der Reingewinn um 16 Prozent auf 89,3 Millionen Franken.


    Damit hat Bell die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz etwas übertroffen, beim Gewinn aber verfehlt. Analysten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Umsatz von 4,137 Milliarden Franken und einem EBITDA von 310,1 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 100,5 Millionen Franken prognostiziert.


    Wegen der Zukäufe von Hügli und Sylvain & Co würden die Abschreibungen mit 164,7 Millionen Franken höher ausfallen als im Vorjahr, hiess es. Zudem stand Bell bei den Fremdwährungen im Gegenwind, was auf das Finanzergebnis durchschlug. So tauchte das Jahresergebnis um 16 Prozent. Ohne Fremdwährungseinflüsse wäre es lediglich um 2,8 Prozent gesunken.


    Schwaches Halbjahr schlägt durch


    Die nach dem schwachen ersten Halbjahr ergriffenen Massnahmen hätten im zweiten Semester 2018 ihre Wirkung gezeigt, schrieb Bell. "Sie konnten den Ergebnisrückstand aus dem ersten Halbjahr zwar stoppen, jedoch aufgrund eines insgesamt unbefriedigenden Weihnachtsgeschäfts bis zum Jahresende nicht vollständig kompensieren."


    Die Aktionäre sollen eine Dividende von 5,50 Franken je Aktie erhalten. Durch die höhere Anzahl an Aktien aus der Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Akquisition von Hügli erhöht sich der Ausschüttungsbetrag im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,5 Millionen Franken.


    Die Integration von Hügli und Sylvain & Co. werde im laufenden Jahr abgeschlossen, hiess es weiter. Die Synergien aus dem Kauf von Hügli sollen 2019 und darüber hinaus einen substanziellen Beitrag am Ergebnis des Segmentes Convenience leisten. Darüber hinaus würden die im vergangenen Jahr eingeleiteten Massnahmen zur Ergebnisverbesserung 2019 ganzjährig ihre Wirkung entfalten, schrieb Bell. Gleichzeitig baue die Gruppe das Wachstum mit dem neuen Convenience-Betrieb im österreichischen Marchtrenk aus.


    (AWP)

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  • Bell darf deutsches Wurstgeschäft verkaufen


    Bell darf das Wurstgeschäft in Deutschland an die Zur Mühlen Gruppe verkaufen. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden hätten diesem Plan "ohne Auflagen oder Bedingungen" zugestimmt.


    25.07.2019 07:26


    Das teilte Bell am Donnerstag mit. Damit seien alle Voraussetzungen für den Vollzug des Verkaufs erfüllt. Und der Deal könne voraussichtlich bereits nächste Woche am 1. August stattfinden, hiess es weiter.


    Bell hatte vor gut einem Monat den Verkauf angekündigt. Die deutsche Bell-Tochter will sich nun laut den Angaben auf den Ausbau der Position im Bereich hochwertiger deutscher und internationaler Rohschinken fokussieren. Mit dem Verkauf gehen zwei Produktionsbetriebe in Börger und Suhl mit rund 400 Mitarbeitern an die Zur Mühlen Gruppe über.


    Zu den Kaufmodalitäten haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart, wie es vor einem Monat geheissen hatte. Der Verkauf werde aber in der Rechnung von Bell Spuren hinterlassen, wurde damals betont. Damit verbunden verringere sich der Nettoerlös um rund 85 Millionen Franken, und für das laufende Jahr rechne man mit Einmalkosten in Höhe von rund 35 Millionen.


    (AWP)

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  • Schweinepest und Deutschland-Geschäft führen Bell in rote Zahlen


    Bell schreibt knapp 10 Millionen Franken Verlust. Analysten hatten dem Coop-Fleischverarbeiter trotz Schwierigkeiten im Geschäft einen kleinen Gewinn vorausgesagt.


    14.08.2019 07:25


    Der Fleischverarbeiter Bell schreibt im ersten Halbjahr einen Verlust. Grund sind die wegen der in China ausgebrochenen Schweinepest gestiegenen Preise für Schweinefleisch sowie Kosten vor allem für den Ausstieg aus dem deutschen Wurstwarengeschäft.


    Vor den negativen Auswirkungen der hohen Rohmaterialpreise hatte Bell im Juni gewarnt. Sie hätten gemeinsam mit weiteren Kosten mit 12 Millionen Franken aufs Ergebnis gedrückt, teilte Bell am Mittwoch mit. Ausserplanmässig seien dagegen die beim Verkauf des Wurstwarengeschäfts in Deutschland angefallenen Wertberichtigungen in Höhe von 25 Millionen, während Restrukturierungskosten mit 10 Millionen belasteten.


    Prognose verfehlt


    Unter dem Strich resultierte den Angaben zufolge ein Verlust von 9,6 Millionen Franken nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn in Höhe von 32,5 Millionen ausgewiesen werden konnte. Der Betriebsgewinn EBIT ging auf 11,0 nach 55,2 Millionen und der EBITDA auf 116,8 von 136,6 Millionen zurück.


    Die Nettoerlöse lagen derweil mit 1,99 Milliarden Franken nur leicht unter dem Wert des Vorjahres. Hier hätten sich die ungünstigen Wetterbedingungen bemerkbar gemacht. Insgesamt hat Bell ein Volumen im Umfang von 266,7 Millionen Kilogramm abgesetzt, was gegenüber den leicht nach unten korrigierten Angaben des Vorjahres einem Anstieg von 2,2 Prozent entspricht. Einen klarer Zuwachs verzeichnete etwa das Convenience-Food-Geschäft, wogegen ein verhaltener Start in die Grillsaison auf den Fleischabsatz in der Schweiz drückte.


    Mit den Ergebniszahlen verfehlte Bell die Erwartungen der Analysten. Diese hatten wohl im Vorfeld der Publikation nicht mit ganz so hohen Sonderkosten gerechnet und im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen EBITDA von 127,3 Millionen Franken und einem kleinen Gewinn von 1,7 Millionen erwartet.


    Kein konkreter Ausblick


    Damit für die künftige Geschäftsentwicklung ein klareres Bild entsteht, weist Bell um die Entwicklungen in Deutschland bereinigte Zahlen aus. Bereinigt ergibt sich ein Gewinn von 27,4 Millionen Franken und ein EBIT von 46,0 Millionen. Die dazugehörige Betriebsmarge beläuft sich auf 2,3 Prozent.


    Mit Blick nach vorne zeigt sich das Unternehmen wenig konkret: Es sei weiterhin mit hohen Rohmaterialpreisen beim Schweinefleisch zu rechnen, die man im Rahmen weiterer Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben möchte. Zudem strebt Bell operative Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen an. Dabei werden man sich auf die Inbetriebnahme neuer Produktionsbetriebe, die Umnutzung des deutschen Standorts in Bad Wünnenberg sowie den Verkauf des deutschen Wurstwarengeschäfts konzentrieren.


    (AWP/cash)

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  • «Wollen beim Fleischersatz bedeutender europäischer Anbieter werden»


    Der Fleischverarbeiter Bell setzt zunehmend auf Fleischersatz. In einem Interview mit der «SonntagsZeitung» formuliert Bell-Chef Lorenz Wyss hohe Ziele.


    06.10.2019 16:45


    Der eigene Pflanzenburger soll spätestens Anfang des nächsten Jahres in die Coop-Regale kommen. Coop - zugleich Hauptaktionärin von Bell - hat bereits die Konkurrenzprodukte von Beyond und Nestlé im Angebot. "Unser Burger schmeckt mindestens ebenso gut", sagte Wyss dazu. Zudem habe Bell immer gesagt, dass man mit dem Burger zuerst in die Gastronomie wolle und dann in den Detailhandel.


    Darauf angesprochen, ob der Burger optisch zu wenig überzeugt habe, erklärte er: "Die erste Version war tatsächlich etwas blass." Der Green Mountain Burger der zweiten Generation sei aber schön rot. Wyss hofft zudem, auch mit grossen Restaurant-Ketten wie McDonald's ins Geschäft zu kommen.


    Investition in Laborfleisch


    Vor einem Jahr ist Bell zudem mit einer Beteiligung am niederländischen Unternehmen auch in den Markt für Laborfleisch eingestiegen. Bell wolle dabei sein, wenn Laborfleisch zum Erfolg werde. "Bei uns war die Investition von zwei Millionen Franken intern zunächst umstritten", räumte Wyss aber ein.


    Er glaube aber solche Produkte hätten eine Chance auf dem Markt, wenn es gelinge, das Preisniveau auf leicht über dem von herkömmlichen Fleisch zu bringen. "Konsumenten sind bereit, etwas mehr zu bezahlen, wenn für ihr Fleisch kein Tier geschlachtet wird."


    Bell bekommt derzeit den gesellschaftlichen Gegenwind in Sachen Fleischkonsum zu spüren. Vor allem junge Menschen würden weniger Fleisch essen, so der Bell-Chef. Aber auch beim internen Nachwuchs gibt es Probleme: "Wir können seit Jahren nicht mehr alle Lehrstellen besetzen. Metzger und Köche sind vom Aussterben bedroht." Der Beruf sei hart. Auf dem Land sei es einfacher, Nachwuchs zu begeistern als etwa in Basel.


    (AWP)

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  • Bell-CEO: Wir verdienen Geld in Deutschland


    Der Fleischverarbeiter Bell hat den Turnaround in Deutschland geschafft. "Ja, wir verdienen Geld in Deutschland", sagte CEO Lorenz Wyss in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (Mittwochausgabe). Doch er fügte an: "Aber fragen Sie lieber nicht wie viel."


    19.11.2019 22:25


    Bell werde aber in Deutschland, wo man sich nach dem Verkauf der Wurstwerke auf Rohschinken konzentriert, weiter verbessern, betonte er. "Wir wollen unsere Abläufe optimieren. Auch hier ist Automation ein Thema."


    In Frankreich hingegen ist Bell laut dem CEO derzeit nicht profitabel. Als Grund nannte er die hohen Rohstoffpreise. "Wir konnten das teilweise weitergeben. Die Performance ist besser, aber wir sind nicht dort, wo wir sein wollen."


    Säfte als Option


    Vegane Ernährung hält der Bell-Chef zwar für eine Zeiterscheinung, die wieder verschwinden wird. Vegetarisch sei hingegen ein Trend, der anhalte. Langfristig sei es daher das Ziel, mit Convenience gleich viel Umsatz zu machen wie mit Fleisch. "Da fehlen uns knapp 2 Milliarden", so Wyss.


    Die Lücke will er mit neuen Produktionsstätten schliessen. "Dann wollen wir noch das eine oder andere akquirieren, um dieses Ziel zu erreichen." Als "Abrundung" im Portfolio könnte er sich "gewisse Warengruppen wie etwa Säfte" vorstellen, erklärte er.


    rw/


    (AWP)

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  • Fleischverarbeiter Bell mit markantem Gewinnrückgang wegen Sondereffekten


    Der Fleischverarbeiter Bell hat im Geschäftsjahr 2019 eine leichte Umsatzeinbusse erlitten, dies vor allem wegen des Verkaufs des Wurstwarengeschäfts in Deutschland. Der Gewinn brach wegen verschiedener Sondereffekte deutlich ein, die Dividende soll dennoch stabil gehalten werden.


    13.02.2020 07:00


    Der Warenumsatz reduzierte sich um 1,6 Prozent auf 4,08 Milliarden Franken, wie das zur Coop-Gruppe gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um die Effekte aus Akquisitionen und Devestitionen ergab sich hingegen ein organisches Plus von 1,5 Prozent. Von den drei Geschäftsbereichen verzeichnete einzig Bell International ein Minus (-10,2%), wogegen die Bereiche Bell Schweiz und Convenience je leicht mehr umsetzten als im Vorjahr.


    Der Betriebsgewinn (EBIT) ging um knapp einen Drittel auf 95,3 Millionen Franken zurück und der Reingewinn brach gar um über 44 Prozent auf 49,6 Millionen Franken ein. Dafür sind Sondereffekte von insgesamt 53,9 Millionen für die Reorganisation der Division Bell Deutschland, die Rohmaterialpreise sowie Anlaufkosten für neue Betriebe verantwortlich.


    Bell übertrifft Erwartungen


    Dennoch hat Bell die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 3,98 Milliarden, für den EBIT bei 80,9 Millionen und für den Reingewinn bei 44,3 Millionen Franken.


    Damit für die künftige Geschäftsentwicklung ein klareres Bild entsteht, wies Bell auch um die Sondereffekte bereinigte Zahlen aus. So gesehen ergab sich beim EBIT ein Plus von 6,0 Prozent auf 149,1 Millionen und das Reinergebnis legte um knapp 16 Prozent auf 103,5 Millionen Franken zu.


    Zur verbesserten operativen Ertragslage hätten alle Geschäftsbereiche beigetragen, hiess es dazu. Die Fortschritte seien erzielt worden dank gestiegenen Absätzen von Produkten mit höherer Wertschöpfung, effektivem Kostenmanagement, Prozessoptimierungen sowie der teilweise erfolgten Überwälzung von höheren Beschaffungskosten.


    Im vergangenen Juni hatten der negative Einfluss der Afrikanischen Schweinepest noch eine Gewinnwarnung ausgelöst. Die Pest brach in China, dem Land mit dem weltweit grössten Schweinefleischverzehr, aus. Daraufhin wurde das Angebot weltweit knapp und die Preise stiegen, was nur teilweise auf die Kunden abgewälzt werden konnte.


    Mutationen im Verwaltungsrat


    Bell bezeichnet denn auch mit Blick nach vorne "die zeitnahe Realisierung höherer Beschaffungskosten in den Verkaufspreisen entscheidend für die Ergebnisentwicklung". Konkrete Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2020 nennt Bell nicht. In allen Geschäftsbereichen würden weitere operative Fortschritte angestrebt, hiess es lediglich. Zudem werde in Europa mit weiterhin volatilen Rohmaterialpreisen gerechnet. Bell sieht aber dank der neuen Produktionskapazitäten für Rohschinken und Frisch-Convenience in diesen Märkten Wachstumschancen.


    Weiter gibt das Unternehmen Veränderungen im Verwaltungsrat bekannt. Neu für das Gremium vorgeschlagen werden Thomas Hinderer und Joos Sutter. Sie sollen die zurücktretenden Irene Kaufmann und Andreas Land ersetzen, welche auf eigenen Wunsch zurücktreten. Sutter soll für den Fall seiner Wahl von Kaufmann das Vizepräsidium übernehmen.


    cf/kw


    (AWP)

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  • Die Richtung stimmt!

    leider wird die Aktie (noch!) zu wenig beachtet. Bewertung allerdings sehr tief, was v.a. nach den heute präsentierten Jahreszahlen nicht gerechtfertigt ist. Sehe ein deutliches Aufwärtspotenzial bis CHF 350. Übernahme durch Grossaktionär Coop übrigens nicht ausgeschlossen!