• Quote

    Year2000 hat am 15.08.2020 17:32 geschrieben:

    Das ist die allerwichtigste Aussage die hier im Forum geposted wurde - dieser Schmid ist einer wie der Kurer, der schon das Debakel Swissair und danach das Debakel Sunrise / upc mitverantwortet hat - solche Typen sind erfolgreiche Weichensteller um goldene Fallschirme und Gigabonis in die eigene Tasche umzuleiten ... *scratch_one-s_head**crazy**smile*

  • Rund 40% sind Ankteraktonäre wie Cobas und andere passive Investmentfonds, welche alle einen Einstandspreis um die Sfr. 3 oder höher haben. Credit Suisse, UBS oder Deutsche Bank Fonds sind wieder eingestegen, ausgestiegen, eingestiegen, haben aber doch einen Einstand kummulativ über Sfr. 3 ist, wenn man alles zusammenrechnet. Von Veraison hört man, dass sie erst ab einem Angebot von Sfr. 1 überhaupt sich überlegen würden, ihren Investoren Rechenschaft abzulegen und sich einen Übernahmepreis zu überlegen. Sie sind gewillt, Aryzta langfristig aufzubauen mit der neuen Strategie und verstärktem VR. Jordi, Bieri und Kamp sind ausgezeichnete Kandidaten und von den Kennzahlen her, kann Aryzta in 1-2 Jahren wieder 2-3 Milliarden wert sein. Veraison hat aber nur 7% der Aktien und die übrigen Ankeraktionäre sind zwar passiver, aber ihren Anlegern verpflichet. Von den Kennzahlen und dem Potenzial her ist es ihnen wohl gar nicht erlaubt, Aryzta im dümmsten Moment zu verscherbeln. Fazit. Kommt nicht ein Angebot in der Region von 1.5 bis 2 Milliarden (1.50-2.00 Kurs), fällt eine Übernahme ins Wasser und Aryzta wird selbständig in die Zukunft steuern. Von den Kennzahlen her müsste Aryzta 2-3 Millarden wert sein, der Abschlag ist der befriedigenden, statt guten EK Quote geschuldet. Für einen Käufer, der genug Geld hat, wäre die weitere Verstärkung des EK ja aber ein Kinderspiel und nur schon mit ca. 500 Mio. könnte er eine Firma, welche noch zu 700 Mio. Börsenkapitalisierung gehandet wird, wieder in eine hoffnungsvolle Perle von 2-3 Milliarden wert verwandeln. Darum ist ein Übernahmepreis viel höher als der gegenwärtige Kurs, weil der einzige Trumpf der Aktionäre ist ja, dass sie bestimmen, ob sie verkaufen wollen und zu welchem Preis und den Preis auf den fairen Wert hin verhandeln können. mit freundlichen Grüssen Tobi

  • Tobias007 hat am 11.09.2020 14:55 geschrieben:

    Quote

    ... eine hoffnungsvolle Perle von 2-3 Milliarden wert ...

    Wenn ein Käufer CHF1 bietet und wegen einer CoC Klausel die Hybriden ablösen muss kommt er in etwa auf Deine 2 Milliarden Kosten für diese Perle, Tobias007.


    Aus Sicht der Gläubiger ist der Fall klar.

  • Er muss doch nicht die Hybriden zurückzahlen. Wenn der EBITDA sich stabilisiert, ist die EK Quote genügend. Er kann die Zinsen der Hybriden bezahlen und allfällige Engpässe über eine Sicherheit lösen. Im dümmsten Moment kann man sicher nicht Schulden gegen EBITDA rechnen und dadurch einen tiefen Kaufpreis berechnen. Schaue, was jetzt bei Autoneum passiert. Eine ähnliche Situation, aber ohne Geldsorgen, weil Eigentümer im Hintergrund sind, welche das in jedem Fall abfedern können, würde eine Not enstehen. Darum stimmt meine Rechnung. EK Quote genügend, Kennzahlen so, dass Kaufpreis unter 1.5 bis 2 Millarden nicht vernünftig wäre. Aber ich verhandle ja nicht selber, kann nur bescheiden wählen, arum kann ich nicht sagen, wie die Geschichte ausgeht. Schau, der Wert von Aryzta ist mit den Schwankungen der letzten Jahre auch Ansichtssache, war 8 Milliarden wert, dann 300 Mio., ähnlich wie ein Liebhaberwert im Immobilienbereich, der sehr schwankt. Das kluge Verkaufen ist für den Preis wichtig. Warum freust du dich denn nicht, wenn Aryzta zu einem guten Preis verkauft würde? und deine Hybridzinsen bezahlt würden? Ich glaube nicht, dass auch ein Käufer die Hybriden zurückzahlen würde, aber die Zinsen sollten bezahlt werden. Am Markt kannst du ja Gertrud aussteigen, wenn du zu fest leidest. viele Grüsse und schönes Wochende Tobi

  • Danke

    Besten Dank für eure Antworten. Sollte es soweit kommen werde ich abstimmen.


    Wenn es zu einem Übernahmeangebot käme und der Preis für mich zu niedrig wäre und somit ablehnen würde, was wären die Folgen?


    Gruess und schöns Weekend


    Silverfox

  • @ Tobias007

    Ich weiss eben nicht, ob es eine Change of Control Klausel gibt. Aber ich nehme es eigentlich an, denn es gibt die Klausel, dass die Aktionäre keine Bardividende erhalten dürfen, solange die Zinsen nicht nachgezahlt sind.
    Bei einer Uebernahme z.B. durch einen Hedgefonds würde das ja nicht mehr greifen. Die Gläubiger wären nicht mehr geschützt, der Hedgefonds hätte keine Offenlegungspflichten, wenn keine Aktien mehr gelistet sind.
    Als Gläubigerin investiere ich quasi digital: 100% Nominale plus Zinsen zurück - und solange ich daran glaube, sind mir der Kurs der Anleihe und vor allem der Aktie egal.


    Ein Angebot von Singer wäre auf jeden Fall interessant. Der Mann ist skrupellos, ohne Ethik und macht keine Geschenke (Argentinien). Also wird man eine Einschätzung zum fairen Wert von Aryzta machen können, indem man einen Aufschlag (50% ?) aufs Angebot macht.

  • Wenn das Uebernahmeangebot

    Wenn das Uebernahmeangebot zustande kommt und die meisten Aktien angedient werden (da der Preis über dem Börsenkurs), wird Aryzta wohl von der Börse genommen. Das würde für dich bedeuten, dass du deine Aryzta Aktien später nur noch mit Mühe veräussern könntest

  • Krokodil: Du bist ja ein alter Fuchs hier, also was denkst Du - wird Singers Angebot über 0.80 CHF liegen? Würde das von allen Beteiligten angenommen? Oder wenn er CHF 1 bietet? Ich habe hier gelesen, dass gewisse Beteiligungsfirmen einen EP zu CHF 3 haben, war glaube von Gertrud. Würde das immer noch gelten, wo sie die Aktie für 0.29 CHF bekommen haben. Sie hätten also Kurspflege gemacht und die 3 wäre nicht mehr aktuell. Was meint Ihr?

  • gertrud

    Bei einem Change of Control ist bei Anleihen grundsätzlich ein Kündigungsrecht der Anleiheneigner vorgesehen. Falls Singer übernimmt, könntest du doch deine (und alle anderen) Hybridposition kündigen. Oder etwa nicht?


    Sollten im Aryztafall jedoch sehr viele Convenants vereinbart worden sein, könnte dies aus meiner Sicht Singer abschrecken.

  • Übernahme?

    Die ausscheidenden VR's wollen doch noch Kasse machen. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass sie jegliches Angebot von Singer annehmen werden. Das würde genau dem Charakter dieser Nichtsnutzer bzw. Wertvernichter entsprechen. Geschweige von den horrenden, unberechtigten Gehaltsbezüge der letzten Jahre. Bin gespannt, was die restlichen Eigner mit einem EK von 3 Stutz machen werden.


    Es ist ein Wirtschaftskrimi und hoffentlich zum Vorteil der Mitarbeitenden und dem Werkplatz Schweiz!

  • @Link

    Naja, würde denn das Angebot wirklich so hoch sein, wenns Fr. 1.00 ist wäre das wohl schon viel...


    Was ist wenn der Jordi gewählt wird, dass unrentable US Geschäft verkauft wird, dann haben sie paar hundert Mio. flüssige Mittel oder Schulden reduzieren und sein 5 Jahresplan umgesetzt wird, dann sehen wir höhere Kurse als nur Fr. 2.00 - Fr. 3.00...

  • BlackJack


    Spekulation, Wunschdenken.


    Wir haben noch COVID-19.


    Deine CHF 3.00, abgezinst, dann wären wir bei CHF 1.00 - 1.50 (-> blabla von mir, finanzmathematisch nicht berechnet).


    Wer Aryzta übernimmt kann Gewinnen, aber auch Verlieren. Die Schuldenlast ist enorm hoch.


    Ob der Jordi die Kurve kriegen kann, muss er noch beweisen. Und an der GV muss er ja auch noch zuerst gewählt werden (was wir alle hoffen).

  • Die Schuldenlast sollte....

    beim aktuellen VR und der Geschäftsführung eingetrieben werden. Das Miss-Management der letzten Jahre hat zu einem enormen Geldabfluss geführt. Gleichzeitig haben sie sich gegenseitig Millionensaläre zugespielt. Frechheit pur! Schmid würde dieses Schlamassel weiterführen.

  • Year2000 hat am 13.09.2020 07:37 geschrieben:

    Quote

    beim aktuellen VR und der Geschäftsführung eingetrieben werden. Das Miss-Management der letzten Jahre hat zu einem enormen Geldabfluss geführt. Gleichzeitig haben sie sich gegenseitig Millionensaläre zugespielt. Frechheit pur! Schmid würde dieses Schlamassel weiterführen.

    Die eigentlichen Fehler und auch die riesige Schuldenlast wurde vom Vorgängermanagement verschuldet.
    Dem aktuellen ist vorzuwerfen, dass es trotz gewaltiger KE und guter Saläre nicht geschafft hat, den Konzern zu sanieren.


    F1: Ich hoffe, dass es eine CoC Klausel gibt, aber ich weiss es nicht. Ja, dann könnte man kündigen. Die Kursanstiege der Hybride auf Uebernahmegerüchte lassen diese Vermutung zu.


    Das sind meine Lieblingsszenarien, leider nicht die wahrscheinlichsten in dieser Reihenfolge:


    1. Uebernahmeangebot kommt in den nächsten Tagen und wird angenommen.
    2. Nach der aoGV wird dem Management umgehend ein Angebot für den US Teil gemacht, das sie annehmen und die Schulden zurückzahlen.
    3. Neues Management übernimmt und macht erst mal wieder eine schöne, fette KE auf Kosten der Altaktionäre.
    4. Neues Management übernimmt und macht zur Entschuldung eine KE mit einem attraktiven Angebot an die Hybridgläubiger freiwillig in Aktien zu tauschen.
    5. Neues Management übernimmt und versucht ohne Teilverkauf und KE so lange in der Bäckerei rumzuwursteln, bis auch sie scheitern. Um schliesslich einzusehen, dass zwar Wurst zu Brot passt aber eben nicht Wursteln zur Bäckerei.

  • Hr. Jordi hat ja gesagt wie er sich die Zukunft vorstellt im Interview. Nicht so ein verzettelten Konzern. Klare Fokussierung. Gute Kontakte zu Partnern. Gewicht auf Qualität und neue Produkte. Im Moment nicht verkaufen von Einzelteilen unter Wert. Auf ca. 2 Jahre 500- 600 Mio Einnahmen durch Teilverkäufe welche nicht zur Strategie passen (Schuldenreduktion).


    ZKB meint, dass ein Angebot bei einer Übernahme unter 1.- keine Chance hätte.


    Veraison würde erst bei 1.10 - 1.20 schwach..?


    Wenn der VRP Präsident bei ca. 80Rp. zustimmen würde bei einem Angebot, dann hätte er sich seinen guten Ruf den er früher auf der Insel hatte total verspielt, ob er das riskieren wird..? Es wäre total unglaubwürdig, wenn er letztes Jahr letztes Jahr noch bei 1.- von einer massiven Unterbewertung gesprochen hat, dann müsste jetzt trotz oder wegen Corona wenigstens eine "normale" Bewertung von 1.- erreichen.