• Nestlé wächst stärker als erwartet - Einbussen beim Gewinn

    Nestlé übertrifft beim Umsatz und beim organischen Wachstum die Analystenprognosen.


    Das grösste in der Schweiz börsenkotierte Unternehmen berichtet einen Umsatz von 45,580 Milliarden Franken und ein organisches Wachstum von 8,1 Prozent.


    Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP 45,105 Milliarden Franken Umsatz erwartet. Das organische Wachstum schätzten sie auf 7,5 Prozent.


    Der Reingewinn von 5,247 Milliarden Franken liegt 12 Prozent unter Vorjahr und tiefer als die Analystenprognose, die bei 5,508 Milliarden Franken gelegen hatte.


    Die Papiere von Nestlé haben im bisherigen Jahresverlauf einen Rückgang um gut 8 Prozent verzeichnet. Damit schneidet der Konzern jedoch deutlich besser ab als der Gesamtmarkt (SMI) mit einem Minus von knapp 13,8 Prozent.



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    (cash/AWP)

  • Deswegen sinkt der Kurs der Nestlé-Aktie nach der Zahlenvorlage


    Die Nestlé-Aktien sind am Donnerstag nach Vorlage der Halbjahreszahlen schwächer in den Handel gestartet.


    28.07.2022 09:36


    Analysten stellen dem Nahrungsmittelriesen zwar erneut ein gutes Zeugnis aus. Doch grössere Überraschungen blieben aus. Dazu ist Nestlé nun als erstes europäisches Konsumgüterunternehmen mit der Senkung des Margenausblicks vorausgegangen. Die Nestlé-Titel verlieren um 9.30 Uhr 1,6 Prozent auf 115,62 Franken, während der Leitindex SMI 0,21 Prozent höher steht. Allerdings hatten die Aktien seit Ende Juni auch stetig zugelegt.


    Nestlé hat zwar mit dem starken Wachstum im zweiten Quartal die Erwartungen ein weiteres Mal übertroffen. Angesichts ähnlicher Meldungen von Branchennachbarn in den letzten Tagen habe der Markt dies wohl aber bereits vorweggenommen, glauben Analysten.


    Der eine oder andere Investor habe dabei bereits wohl auch auf eine positive Überraschung beim Mengenwachstum RIG gehofft und sei diesbezüglich enttäuscht worden. Zudem hoben Vontobel und Goldman Sachs enttäuschende Wachstumszahlen bei Nespresso hervor, auch wenn dies teilweise durch hohe Vergleichszahlen bedingt gewesen sei.


    Für das Gesamtjahr rechnet Nestlé nun neu gruppenweit mit 7 bis 8 Prozent Wachstum statt wie bisher rund 5 Prozent. Auch diese Erhöhung kommt für die Branchenexperten nicht überraschend, sie mache allerdings Mut für die Zukunft. Nestlé habe weiter die Nase vorn, schreibt etwa die ZKB.


    Bei der Marge allerdings zeigt sich Nestlé vorsichtiger: Diese soll nun mit 17 Prozent am unteren Ende der bisherigen Bandbreite zu liegen kommen. Zwar sind sich die Analysten einig, dass Nestlé damit immer noch eine starke Profitabilität aufweise und diese im Jahresvergleich weniger leiden dürfte als bei den Branchennachbarn. Doch: Nestlé ist das erste europäische Konsumgüterunternehmen, das in dieser Berichtsaison die Margenerwartungen zurücknimmt. Dies dürfte weniger gut ankommen, schreibt RBC.


    Auch wenn das heutige Zahlenset die Nestlé-Aktien nicht gerade beflügelt: Viele Analysten sehen Nestlé weiterhin als gutes Investment. Im aktuell herausfordernden Umfeld sei Nestlé dank der defensiven Ausrichtung, der hohen Diversifikation und der soliden Bilanz geradezu die ideale Aktie, schreibt etwa Baader Helvea.


    (AWP)

  • Nestlé nimmt erste Wertberichtigungen auf Russland-Geschäft vor


    (Extra) - Nestlé sieht sich aufgrund des Kriegs von Russland gegen die Ukraine mit einigen Risiken konfrontiert. Erste Wertberichtigungen hat der Nahrungsmittelriese bereits vorgenommen und er will die weitere Situation genau im Auge behalten.


    28.07.2022 12:47


    Nestlé beschreibt im am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht diverse Probleme, die wegen des Krieges entstanden sind. So erlitten Firmen, die in der Region tätig seien, beispielsweise Reputationsschäden und das Risiko von Cyberangriffen steige. Zunehmende Risiken sieht Nestlé auf sich zukommen, wenn es zu weiteren Sanktionen, Ausfuhrkontrollen oder anderen Vorschriften, wie etwa Beschränkungen für den Transfer von Geldern nach und aus Russland, kommt.


    Noch keine Enteignungen


    Auf öffentlichen Druck hin hatte Nestlé im März einen Grossteil der Produktion in und Lieferungen nach Russland eingestellt - mit Ausnahme von Grundnahrungsmitteln oder medizinischer Tiernahrung. Dabei wurden auch Befürchtungen laut, Russland könnte Nestlé-Fabriken enteignen.


    Bislang gibt es dafür zwar keine Anzeichen: Zwar sei die Handlungsfreiheit der Geschäfte von Nestlé in Russland erheblich eingeschränkt, heisst es. Allerdings habe die Bewertung ergeben, dass die Veränderungen im rechtlichen und operativen Umfeld Russlands und der Ukraine die Fähigkeit zur Ausübung der Kontrolle über die Unternehmen in diesen Ländern nicht beeinträchtigt hätten.


    Allerdings musste Nestlé 71 Millionen Franken auf Sachanlagen in Russland abschreiben. Das Unternehmen hatte dort noch sich im Bau befindliche Gebäude, die nun nicht fertiggestellt werden. Aber auch bei gemieteten Immobilien gab es Wertverminderungen, wie aus dem Bericht hervorgeht. Zudem fiel auch die Schliessung von Verkaufsstellen ins Gewicht.


    Weitere Wertminderungen möglich


    Bei den immateriellen Vermögenswerten und dem Goodwill stellte das Unternehmen hingegen keine Wertbeeinträchtigungen fest - noch. "Der anhaltende Krieg könnte die Produktion und die Konsumentennachfrage weiter beeinflussen oder zu weiteren Wertbeeinträchtigungsaufwendungen oder dem Verlust von Vermögenswerten führen", heisst es in dem Bericht.


    Neben dem Russland-Geschäft musste Nestlé zudem im ersten Halbjahr noch gewichtigere Wertberichtigungen in anderen Bereichen vornehmen. Im Zusammenhang mit geistigen Eigentumsrechten bei der Gesundheitssparte Nestlé Health Science resultierte eine Wertminderung von 314 Millionen Franken, in den USA gab es einen Markenverlust in der Höhe von 285 Millionen Franken. Zusammen mit höheren Steuern liessen diese Effekte den Reingewinn um gut 11 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken absacken.


    tv/tt


    (AWP)

  • UBS erhöht nach starken Zahlen Kursziel für Nestlé-Aktien - Renditepotenzial von 21 Prozent


    Der Nahrungsmittelkonzern konnte mit seinen Halbjahresresultaten auch die UBS überzeugen. Ein Analyst der Grossbank zeigt sich zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf und nimmt eine Kurszielerhöhung vor.


    29.07.2022 12:35


    Die Aktie von Nestlé steigt um 0,32 Prozent und steht bei 117,38 Franken. In den letzten 4 Wochen hat der Anteilsschein um 4 Prozent zugelegt.


    UBS erhöht das Kursziel für Nestlé von 140 auf 142 Franken und bestätigt die Einstufung "Buy". Damit sieht die Grossbank bei Nestlé auf Sicht von zwölf Monaten ein Aufwärtspotenzial von 21 Prozent.


    Aufgrund der starken Halbjahresresultate habe der Nahrungsmittelkonzern die Guidance für das Gesamtjahr erhöht, schreibt Analyst Guillaume Delmas.


    Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte sieht der Analyst Nestlé nun besser positioniert als die Konkurrenz. Dabei profitiere der Konzern im zweiten Semester wohl von einer Erholung in China, einer tieferen Vergleichsbasis für Nespresso und von Portfolio-Anpassungen. Delmas erhöht seine EPS-Prognosen für 2022 um 2 Prozent.


    Mehr Umsatz, aber Inflationsdruck


    Nestlé hat im ersten Halbjahr zwar mehr umgesetzt, aber unter dem Strich weniger verdient. Der Umsatz stieg um 9,2 Prozent auf 45,6 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab. Der Reingewinn sank dagegen um 11,7 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken.


    Momentan macht dem Konzern vor allem der Inflationsdruck zu schaffen: Die Kosten für Transport, Verpackungen und Rohstoffe haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Um die Konsumenten nicht zu stark zu belasten, gibt Nestlé die Preise aber nicht vollständig weiter.


    (AWP/cash)

  • Preiserhöhungen: Für Nestlé scheint das Gesetz der Preiselastizität nicht länger zu gelten

    Nestlé steigert die Verkaufspreise im dritten Quartal so stark wie seit Jahren nicht mehr. Entgegen der Lehrmeinung hat das allerdings kaum Folgen für die Mengenentwicklung. Die Börse reagiert jedoch unterkühlt.


    Nestlé weiss auch im dritten Quartal zu überzeugen. Auf die ganzen ersten neun Monate betrachtet erzielt der Nahrungsmittelkonzern aus Vevey ein organisches Umsatzwachstum von 8,5 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Plus von 8,3 Prozent gerechnet.


    Treibende Kraft hinter diesem Anstieg sind Preiserhöhungen. So war es dem Unternehmen in der Zeitspanne zwischen Anfang Juli und Ende September möglich, die Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent zu steigern. Und dennoch waren die Absatzmengen nicht rückläufig.


    Das Gesetz der Preiselastizität scheine für die Waadtländer nicht länger zu gelten, wie aus Analystenkreisen verlautet. Damit wird auf die gängige Lehrbuchmeinung angespielt, wonach Preiserhöhungen für gewöhnlich mit negativen Folgen für die Absatzvolumen einhergehen. Nestlé zeigt im zurückliegenden dritten Quartal allerdings einmal mehr, dass sich steigende Preise und stabile bis höhere Absatzvolumen nicht zwangsläufig widersprechen müssen.


    Die leichte Wachstumsbeschleunigung im dritten Quartal erlaubt es dem Unternehmen nun sogar, die diesjährigen Wachstumsvorgaben ans obere Ende der bisherigen Zielbandbreite von 7 bis 8 Prozent anzuheben. Zumindest die Zürcher Kantonalbank hatte einen solchen Schritt schon im Vorfeld der Umsatzveröffentlichung für möglich gehalten. Sie selber geht sogar von einem organischen Umsatzwachstum von 8,5 Prozent aus.

    Mehrheitlich lobende Worte aus dem Analystenlager

    Das erklärt auch, weshalb die Nestlé-Aktie zur Stunde 0,3 Prozent auf 107,50 Franken nachgibt. Seit Jahresbeginn errechnet sich damit noch immer ein Minus von 15 Prozent, was Beobachter angesichts des defensiven Geschäftsmodells sowie des überzeugenden Tagesgeschäfts doch etwas überrascht.


    Wie die Zürcher Kantonalbank schreibt, stimmt beim organischen Umsatzwachstum auch die Qualität. Sprich: Es wissen vor allem margenstarke Produktkategorien wie Kaffee (+8 Prozent), Heimtiernahrung (+14 Prozent) oder Nutrition (+8 Prozent) zu überzeugen. Trugen diese drei Kategorien im Jahr 2010 noch 44 Prozent zum Gruppenumsatz bei, waren es zuletzt bereits 63 Prozent. Die Zürcher Bank stuft die Aktie wie bis anhin mit "Übergewichten" ein und sieht den fairen Wert bei 117 Franken liegen.


    Auch die Bank Vontobel lobt die vorliegenden Umsatzzahlen und sieht darin einen klaren Anhaltspunkt dafür, dass Nestlé gut für das zusehends schwierigere Branchenumfeld gerüstet ist. Der Konzernumbau der vergangenen fünf Jahre in Richtung höhermargiger und schnell wachsender Produktkategorien zahle sich nun aus. Auch Vontobel preist die Nestlé-Aktie mit "Buy" und sogar einem Kursziel von 140 Franken an.


    Bei der UBS wird darauf hingewiesen, dass die durchschnittlichen Markterwartungen schon heute bei einem organischen Umsatzwachstum von 8,2 Prozent liegen. Ihres Erachtens nehmen diese Erwartungen die leichte Erhöhung der diesjährigen Wachstumsvorgaben deshalb bereits vorweg. Ausserdem stösst sich die Grossbank etwas an der leicht rückläufigen Volumenentwicklung im dritten Quartal. Dennoch stuft sie die Aktie unverändert mit "Buy" und einem 12-Monats-Kursziel von 118 Franken ein.

  • Nestlé ruft in den USA erneut Guetzliteig wegen Plastikteilen zurück

    Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat in den USA erneut Guetzliteig zurückgerufen. Einige Chargen des Produkts "Edible Chocolate Chip Cookie Dough tubs" der Nestlé-Marke Toll House könnten weiche Plastikteile enthalten, teilte Nestlé USA am Donnerstag mit.


    03.11.2022 18:46


    Der freiwillige Rückruf beziehe sich auf drei Chargen, die vom 1. bis zum 3. August produziert worden seien, heisst es in der Mitteilung. Nestlé sei von einer "kleinen Anzahl" von Konsumenten auf das Problem aufmerksam gemacht worden, Krankheiten oder Verletzungen seien keine bekannt. Bereits Mitte Oktober hatte der Nahrungsmittelkonzern in den USA das Produkt "Stuffed Chocolate Chip Cookie Dough mit Fudge-Füllung" wegen der gleichen Probleme zurückgerufen.

    Nestlé arbeite mit der US-Gesundheitsbehörde FDA zusammen und werde mit ihr "in vollem Umfang kooperieren".

    tp/ra

    (AWP)

  • Nestlé-Aktie gefragt: Nespresso will Kaffee-Papierkapsel auf den Markt bringen

    Nespresso will im nächsten Frühling eine kompostierbare Kaffeekapsel aus Papier lancieren.

    Das sei keine Reaktion auf die Kaffeekugel der Migros: "Wir haben seit drei Jahren an den Papierkapseln getüftelt", so Nepresso-Chef Guillaume Le Cunff im "Blick".


    Zunächst soll die Papierkapsel in zwei Testmärkten in der Schweiz und Frankreich eingeführt werden. Sie werden zunächst auch nur im Nespresso Original-System funktionieren, wie Le Cunff im am Montag veröffentlichten Interview sagte. "Wir gehen davon aus, dass wir die neuen Kapseln in den nächsten zwei Jahren auch für die Systeme Vertuo und Nespresso Professional anbieten können."


    Die neuen Papierkapsel werden im bestehenden Werk in Orbe VD hergestellt. Auf Aluminiumkapseln will der Kaffee-Konzern aber auch in Zukunft nicht verzichten.

    An der SIX steigt die Nestlé-Aktie zeitweise um 0,21 Prozent auf 111,11 Franken.


    Bern (awp/sda)

  • Nestlé investiert 1,8 Milliarden Franken in Saudi-Arabien

    Der Nahrungsmittelmulti Nestlé will rund 1,8 Milliarden Franken in den Lebensmittelindustriesektor Saudi-Arabiens investieren.


    25.11.2022 07:21


    Dies solle dazu beitragen, Ernährungssicherheit zu erreichen und lokale Industrien und Innovationen in der Lebensmittelindustrie zu entwickeln, teilten Nestlé und das saudische Ministerium für Investitionen mit.

    Es sei eine Absichtserklärung zwischen dem Investitionsministerium und Nestlé über 7 Milliarden saudische Riyal unterzeichnet worden, heisst es. Geplant sei der Bau einer mit neuesten Technologien ausgestatteten Fabrik, eines Zentrums für Forschung und Entwicklung sowie eines Schulungszentrums.

    Die Investitionen werden über zehn Jahre verteilt. Den Beginn macht das Forschungs- und Entwicklungszentrum, welches eine erste Tranche von rund 375 Millionen saudischen Riyal (knapp 96 Millionen Franken) in Anspruch nimmt. Das Zentrum soll laut der Mitteilung im Jahr 2025 eröffnet werden. Über die gesamten zehn Jahre sollen insgesamt 3'500 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen und in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und anderen Einrichtungen umgesetzt werden.

    Angesprochen auf die vielfach geäusserte Kritik am Königreich, weil es grundlegende Menschenrechte missachtet, sagt eine Nestlé-Sprecherin: "Wir verpflichten uns, die Menschenrechte zu respektieren und unserem Ziel gerecht zu werden, die Menschen vor Ort mit hochwertigen, nahrhaften und nachhaltig produzierten Lebensmitteln zu versorgen."

    Nestlé ist den Angaben zufolge seit mehr als 65 Jahren in dem Königreich vertreten und war 2011 das erste Unternehmen, welches einen Direktvertrieb aufbaute. Nestlé Saudi-Arabien ist Teil der Unternehmensregion Naher Osten und Nordafrika, in der die Firma in 19 Ländern 24 Fabriken betreibt. In Saudi-Arabien hat Nestlé aktuell schon zwölf Niederlassungen sowie sieben sogenannte Wasserfabriken. Der Konzern beschäftigt bereits jetzt über 5000 Menschen in dem Land.

    (AWP)

  • Nestlé strebt in den kommenden Jahren weiteres Wachstum an

    Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé strebt in den kommenden Jahren weiteres Wachstum an und hat sich dazu neue Ziele gesetzt. Dabei soll auch die operative Marge auf hohem Niveau gehalten werden.


    29.11.2022 07:29


    Bis im Jahr 2025 will Nestlé die Umsätze organisch, also Zukäufe und Wechselkursveränderungen herausgerechnet, auf nachhaltiger Basis jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern, wie der Konzern am Dienstag im Vorfeld eines Investorentreffens in Barcelona mitteilte.

    Im 2022 wird derweil ein Wachstum von 8 bis 8,5 Prozent angestrebt, dies nachdem der Ausblick auf rund 8 Prozent gelegen hatte. Die operative Marge soll sich in den kommenden Jahren im Bereich von 17,5 bis 18,5 Prozent bewegen.

    (AWP)

  • Konzern ändert Strategie nach Milliarden-Flop mit Medikamenten

    Die Übernahme der US-Firma Aimmune Therapeutics hat die Erwartungen von Nestlé-Konzernchef Schneider verfehlt. Neue Zukäufe im Pharmabereich soll es nun vorerst nicht mehr geben.


    Zürich Nestlé-Chef Mark Schneider vollzieht in der Gesundheitssparte des Nahrungsmittelriesen eine Kurskorrektur. Der Konzern mit Sitz im schweizerischen Vevey prüft den Verkauf des Unternehmens Aimmune Therapeutics. Das teilte Nestlé am Dienstag auf seinem Investorentag in Barcelona mit.

    Die Biotechfirma hatte eine Therapie gegen Erdnussallergie unter dem Namen Palforzia entwickelt. Nestlé hatte Aimmune vor zwei Jahren für rund 2,6 Milliarden Dollar übernommen. Doch der Zukauf erfüllte die Erwartungen nicht, wie Schneider einräumte.


    „Wir hatten große Hoffnungen in dieses Geschäft gesetzt“, sagte der Manager. Statt als Blockbuster, also ein Medikament mit einem jährlichen Umsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Dollar, habe sich Palforzia eher als Nischentherapie erwiesen.

    Gesundheitssparte Nestlé Health Science ändert Fokus

    In Zukunft soll sich die Gesundheitssparte Nestlé Health Science auf Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Ernährung konzentrieren. Zuletzt hat Nestlé etwa Marken für Vitaminpräparate oder Proteindrinks zugekauft. Zudem stellt der Konzern medizinische Nahrung etwa für Krebspatienten her. Die Gesundheitssparte hält noch einige verschreibungspflichtige Medikamente im Portfolio. Doch neue Zukäufe im Pharmabereich plant Schneider in Zukunft nicht mehr.