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  • Migros bereitet sich auf Ansturm im Online-Geschäft vor


    Der Detailhandelskonzern Migros bereitet sich angesichts der Corona-Pandemie auf eine anhaltend grosse Nachfrage im Online-Geschäft vor. In diesem Verkaufskanal sei mit Rekordumsätzen zu rechnen, sagte Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen in einem Interview.


    23.11.2020 06:38


    Die Logistik sei eine grosse Herausforderung. Der "Black Friday" am kommenden Freitag werde ein erster Test sein. Die Migros sei gut darauf vorbereitet. Der Konzern arbeite eng mit der Post zusammen, sagte Zumbrunnen im Gespräch mit den Zeitungen der CH Media.


    Noch sei nicht klar, wie das wichtige Weihnachtsgeschäft verlaufen werde. Aus heutiger Sicht würde er sagen, dass 2020 ein gutes Jahr für die Migros sei. Aber ohne die Corona-Pandemie würde es noch besser aussehen. Insgesamt glichen die positiven Effekte, die die Coronakrise mit sich bringe, die negativen Effekte praktisch aus.


    Die Migros habe im laufenden Jahr vor allem im E-Commerce Hunderte neuer Arbeitsplätze geschaffen. Dieser Trend werde sich 2021 fortsetzen. Zugleich seien nach wie vor viele Mitarbeitende in Kurzarbeit. Leider fielen auch Stellen weg. Mit 90'000 Angestellten ist die Migros der grösste Arbeitgeber der Schweiz.


    Eine Entlassungswelle sei nicht geplant. Die Migros sei ein stabiler und verlässlicher Arbeitgeber - auch in Krisenzeiten. Der Konzern investiere und schaffe in zukunftsträchtigen Bereichen neue Jobs. Zudem bemühe sich der Grossverteiler, Mitarbeitende aus Firmen mit Umsatzeinbrüchen in wachsenden Geschäftsfeldern einzusetzen.


    Der Trend zu Home Office sei deutlich erkennbar und wirke sich auf den Detailhandel aus. Es gehe Richtung Kleinformate. Personen im Home Office erledigten ihre Einkäufe in der Nähe. Davon profitierten auch kleinere Läden. Zumbrunnen geht davon aus, dass die Arbeit im Home Office auch nach der Corona-Krise teilweise bestehen bleibt.


    (AWP)

  • Aldi erhöht in der Schweiz den Mindestlohn


    Der deutsche Discounter Aldi hebt in der Schweiz den Mindestlohn an. Ab Anfang 2021 soll dieser mindestens 4440 Franken pro Monat betragen. Aktuell liegt er bei 4'387 Franken.


    26.11.2020 10:49


    Je nach Region und Arbeitspensum bewege sich der Mindestlohn im Monat neu in einer Bandbreite von 4440 bis 4684 Franken für 42 Arbeitsstunden pro Woche, teilte Aldi am Donnerstag mit. Damit biete Aldi den höchsten Mindestlohn im Schweizer Detailhandel.


    Zum Vergleich: Bei Coop beträgt der Mindestlohn für einen 20-Jährigen mit Vollanstellung 3900 Franken im Monat. Coop will diesen Lohn auf das neue Jahr hin um 100 Franken erhöhen, wie der Detailhändler im Oktober mitteilte. Bei der Migros liegen die Mindestlöhne auch in diesem Bereich.


    An den bisher bezahlten Lehrlingslöhnen hält Aldi Schweiz im neuen Jahr fest. Im Monat sollen einem Lehrling im ersten Lehrjahr 1'130 Franken bezahlt werden. Im dritten Lehrjahr gibt es 1'883 Franken.


    mk/ra


    (AWP)

  • Coop erleidet wegen Corona leichten Umsatzrückang


    Coop hat im vergangenen Jahr wegen der Coronakrise etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der Umsatz nahm 2020 um 1,6 Prozent auf 30,2 Milliarden Franken ab, wie der Detailhändler am Mittwoch mitteilte.


    06.01.2021 09:42


    Dabei konnte der Detailhandel allerdings noch einiges kompensieren, wie Coop schreibt. Der weitaus grösste Geschäftsbereich ist um 6,2 Prozent gewachsen und erzielte einen Nettoerlös von 19,1 Milliarden Franken. Dabei hätten vor allem die Supermärkte zugelegt. Sie erreichten mit einem Nettoerlös von 12,0 Milliarden ein Wachstum von 14,4 Prozent. Das Onlinegeschäft wuchs sogar um gut 35 Prozent.


    Die verordneten Schliessungen wirkten sich hingegen auf die Fachformate aus: Sie haben noch 7,1 Milliarden Nettoerlös erzielt nach 7,5 Milliarden im Vorjahr. Die grössten Einbussen musste Coop allerdings im Bereich Grosshandel/Produktion, zu dem Transgourmet-Gruppe gehört, hinnehmen. Hier hat der Nettoerlös auf 12,6 Milliarden abgenommen gegenüber 14,2 Milliarden im Vorjahr.


    tv/rw


    (AWP)

  • Mehrere Grossverteiler rufen Fertigsalate wegen Listerien zurück


    Aldi, Migros und Denner rufen verschiedene Fertigsalate wegen Listerien zurück. Ein Gesundheitsrisiko könne nicht ausgeschlossen werden, teilten die Grossverteiler am Donnerstag mit. Sie empfehlen, diese Produkte nicht zu verzehren.


    07.01.2021 15:08


    Die drei Aldi-Artikel Fresh Cut Family Salat, Fresh Cut Salat Cup Vegetarisch und Fresh Cut Ultrafrische Salate (Sorte Wurst-Käse) wurden aus Gründen des vorsorglichen Konsumentenschutzes schweizweit zurückgerufen. Die Produkte betreffen die Mindesthaltbarkeitsdaten vom 6. bis 10. Januar 2021. Bei internen Kontrollen seien bei einzelnen dieser Produkte Listerien nachgewiesen worden, hiess es.


    Bei Migros sind sieben Fertigsalate betroffen, darunter M-Budget Mischsalat und mehrere Produkte der Marke Anna's Best. Die Salate wurden vor allem in Migros-Filialen in Luzern, Basel, Ostschweiz, Tessin, Zürich sowie online verkauft.


    Denner rief drei Artikel der Mmmh Mischsalate zurück, alle mit Verbrauchsdatum vom 8. und 9. Januar. Betroffen waren alle Verkaufsstellen. Kundinnen und Kunden können die entsprechenden Produkte in Aldi-, Migros- respektive Denner-Filialen zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet.


    Eine Infektion mit Listerien verläuft bei gesunden Erwachsenen meist symptomlos. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Listeriose aber lebensbedrohlich werden. Gefährdet sind vor allem Kranke und Ältere, Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Schwangere.


    (AWP)

  • Migros setzt Rekordjagd auch im Coronajahr fort


    (Zusammenfassung) - Die Migros hat auch während der Coronapandemie ihre Rekordjagd fortgesetzt. Hamsterkäufe und Onlineboom verhalfen dem "orangen Riesen" zu einem Umsatzplus von 4 Prozent auf 29,8 Milliarden Franken.


    19.01.2021 10:42


    Damit hat die Migros ihren Rekord von 28,7 Milliarden Franken aus dem Jahr 2019 nochmals verbessert. Und die Migros kratzt erstmals an der Marke von 30 Milliarden.


    Diese Grenze hatte Konkurrentin Coop im 2018 dank des damals in mehreren europäischen Ländern florierenden Grosshandels überschritten. Nun erwies sich dieser im 2020 als Bremsklotz. Der Umsatz von Coop schrumpfte im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 30,2 Milliarden Franken. Das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden "orangen Riesen" ist somit neu lanciert.


    Migros-Chef: "Extremjahr gut gemeistert"


    "Die Migros hat das Extremjahr gut gemeistert", erklärte Konzernchef Fabrice Zumbrunnen am Dienstag in einem Communiqué. Man habe von der in den Vorjahren gestarteten Bereinigung des Unternehmensportfolios profitiert. Die kriselnde Warenhauskette Globus und der Gastro-Grosshandelsbelieferer Saviva wurden im vergangenen Jahr verkauft. Auch der Möbelhändler Interio wurde dicht gemacht.


    Zum neuen Rekord hat der Boom im Online-Handel und das florierende Detailhandelsgeschäft beigetragen. Diese hätten die massiven Rückschläge etwa im Reise- und Gastronomiegeschäft sowie im Fitness- und Freizeitgeschäft mehr als wettgemacht, schrieb die Migros weiter.


    Das grösste Wachstum gelang im Online-Handel. Hier schoss der Umsatz über alle Bereiche der Migros-Gruppe hinweg um 31 Prozent auf knapp 3 Milliarden Franken nach oben. Insbesondere die Onlineplattform Digitec Galaxus konnte ein Plus von über 50 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken erzielen. Auch der Internet-Supermarkt Migros Online (früher LeShop) blühte mit einem Wachstum von 40 Prozent.


    Insgesamt legte der Detailumsatz aller Migros-Unternehmen, die an die Endkonsumenten liefern, um 2,6 Prozent auf 24,4 Milliarden Franken zu. Ohne den Verkauf von Globus sowie des Einrichtungsgeschäfts Deco wäre man gar um gut 7 Prozent gewachsen, hiess es weiter.


    Einkaufsverhalten hat sich verändert


    Dabei steigerten die zehn Genossenschaften im Inland den Umsatz um 3 Prozent auf 14,9 Milliarden Franken. Die Coronapandemie habe das Einkaufsverhalten vieler Konsumenten verändert. "Diese verbrachten mehr Zeit zu Hause und erledigten ihre Einkäufe vermehrt in kleineren quartiernahen Läden, die ein Wachstum im zweistelligen Bereich erreichten", schrieb die Migros.


    Die Warenkörbe seien grösser geworden, allerdings sank die Zahl der Einkäufe. Besonders gefragt waren regionale und nachhaltige Produkte sowie Bio-Lebensmittel oder Produkte mit ökologischem oder sozialem Mehrwert.


    Die Super- und Verbrauchermärkte mit dem orangen M steigerten den Umsatz um 7,4 Prozent auf 12,5 Milliarden Franken. Auch beim Discounter Denner kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 3,8 Milliarden Franken. Migrolino legte gar um über ein Fünftel zu.


    Die Fachmärkte Micasa, SportXX, Melectronics, Do it + Garden und OBI erhöhten trotz des Lockdowns im Frühjahr ihren Umsatz um 5,6 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken. Die Bestellungen übers Internet konnten die vorübergehende Schliessung der Märkte im Frühjahr kompensieren. Die Anzahl Online-Bestellungen habe sich im Laufe des Jahres mehr als verdoppelt, während des Lockdowns zeitweise sogar verzehnfacht, schrieb die Migros.


    Restaurants und Reisegeschäft eingebrochen


    Dagegen brach in den Restaurants in der Schweiz der Umsatz um über 40 Prozent ein. Die Tankstellenkette Migrol erlitt einen Umsatzrückgang, weil die Treibstoffpreise sanken und die Menschen weniger Auto fuhren.


    Der Reiseveranstalter Hotelplan erlebte gar das schwärzeste Jahr seiner Geschichte. Der Umsatz brach wegen der Reiserestriktionen um 38 Prozent auf 732 Millionen Franken ein. Ohne eine Übernahme wäre der Umsatz gar um fast 60 Prozent gefallen.


    Die Migros will ihre Gewinnzahlen am 30. März an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich bekannt geben.


    jb/rw/tt


    (AWP)

  • Swiss Retail Federation erhält neue Mitglieder


    Die Swiss Retail Federation erhält Zuwachs: Der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband SBVV und der Lebensmittel-Detaillisten-Verband Veledes schliessen sich rückwirkend auf den 1. Januar dem Detailhandelsverband als assoziierte Mitglieder an.


    25.01.2021 11:20


    Der SBVV ist den Angaben zufolge der grösste und älteste Buchbranchenverband der Schweiz und zählt rund 450 Mitglieder. Veledes vertritt als Verband der selbstständigen Lebensmittel-Detaillisten die Interessen von fast 700 Verkaufsstellen. Damit repräsentiere die Swiss Retail Federation neu 5'500 Geschäfte und 48'000 Arbeitsplätze, teilte der Verband am Montag mit. Die Mitglieder setzen zusammengezählt jährlich rund 21 Milliarden Franken um.


    Der Schweizer Detailhandel eine sich damit noch mehr und erhöhe seine Schlagkraft weiter. Zu den Mitgliedern der Swiss Retail Federation zählen unter anderem Manor, Loeb, Lidl, Aldi, Müller, Ochsner Sport und Ikea. Nicht dabei sind die beiden grössten Detailhändler Migros und Coop, die gemeinsam mit der Migros-Tochter Denner in der Interessengemeinschaft Detailhandel organisiert sind.


    tt/rw


    (AWP)

  • Migros-Tochter Denner profitiert stark von Coronakrise


    Denner hat seinen Umsatz im Corona-Jahr 2020 um 15,7 Prozent gesteigert und einen Nettoumsatz von 3,8 Milliarden Franken erzielt. Das ist rund eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr. Dabei hat unter anderem der Mehrkonsum im Inland dem Discounter in die Hände gespielt, wie Denner am Montag mitteilte.


    25.01.2021 10:22


    Die 570 eigenen Denner-Filialen hätten rund 3 Milliarden zum Umsatz beigetragen und seien um 15,6 Prozent gewachsen, hiess es weiter. Die 268 Partnerbetriebe wuchsen mit 16,2 Prozent und einem Umsatz von 0,8 Milliarden noch etwas stärker. Dieses Wachstum sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung während der Coronakrise mehrheitlich im Inland einkaufte.


    Die Kundenfrequenz ging zwar laut der Mitteilung um 0,4 Prozent zurück, weil die Kunden weniger oft einkaufen gingen. Sie haben jedoch pro Besuch im Laden deutlich mehr eingekauft. Der Wert des durchschnittlichen Warenkorbs sei entsprechend um 16 Prozent gestiegen.


    Zum starken Wachstum beigetragen habe aber auch, dass Denner an 16 neuen Standorten Filialen eröffnet hat. Zudem wurden beim Discounter im vergangenen Jahr 479 Stellen geschaffen, wie es weiter hiess.


    tv/rw


    (AWP)

  • Migros-Online-Chefin sieht in Corona-Krise riesige Chance


    Das Online-Bestellen von Lebensmitteln boomt in der Corona-Krise. Davon profitiert auch Migros Online. Als sie im März als Chefin anfing, habe sie noch Angst vor den hohen Wachstumszielen gehabt, sagte Katrin Tschannen in einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen (Ausgabe vom 8. Februar). "Diese haben wir jetzt längst überholt."


    08.02.2021 08:25


    Die zwei Lager in Bremgarten und Ecublens würde aus allen Nähten platzen. "Aktuell geht es darum, möglichst viele zusätzliche Lieferkapazitäten zu schaffen. Jede neue Kapazität, die wir hinzufügen, ist sofort ausgebucht", so die Chefin von Migros Online weiter. Vor der Corona-Pandemie zählte das Unternehmen rund 400 Mitarbeitende. Inzwischen seien es über 700, davon die meisten in der Logistik und im IT-Bereich.


    Die Krise stelle eine riesige Chance für Migros Online dar. Denn der Onlinehandel mit Lebensmitteln sei in der Schweiz immer noch ein kleiner Teil des gesamten Food-Marktes. "Vor Corona lagen wir bei 2 Prozent, jetzt sind es vielleicht 4 Prozent", sagte Tschannen.


    Momentan fokussiere sich das Unternehmen auf die Digitalisierung des Supermarktes. Bei Non-Food-Artikeln setzte die Migros auf die Onlineshops ihrer Fachmärkte sowie Digitec Galaxus. "Logistisch macht diese Trennung Sinn, denn Lebensmittel sind diesbezüglich viel anspruchsvoller", so Tschannen weiter.


    Zufrieden zeigt sich Tschannen bezüglich der Kooperation mit der Post. "Je nach weiteren Lagerstandorten kann es aber sein, dass wir gewisse Haushalte selber beliefern werden", ergänze sie. Momentan sei ein neues Verteilzentrum in Regensdorf in Planung.


    sig/tt


    (AWP)

  • Migros Aare übernimmt Kilcher Transporte AG


    Die Genossenschaft Migros Aare hat die Transport- und Entsorgungsfirma Kilcher Transporte AG aus Utzenstorf gekauft. Die 36 Mitarbeitenden von Kilcher behalten ihre Arbeitsverträge und werden weiterbeschäftigt. Urs Schumacher übernimmt die Geschäftsführung, wie die Migros Aare am Donnerstag mitteilte.


    11.02.2021 12:16


    In den vergangenen Monaten hätten die Eigentümer der Kilcher Transporte zur Regelung der Geschäftsnachfolge eine Käuferschaft gesucht, die eine langfristige Weiterführung des Betriebes gewährleiste, heisst es im Communiqué. Die Migros Aare habe genau in diesem Bereich Verstärkung gesucht.


    "Mit der Entwicklung des Areals der ehemaligen Papierfabrik Utzenstorf und dem Ausbau des Verteilzentrums Schönbühl benötigen wir zusätzliche Kapazität und Leistungen in den Bereichen Transport/Logistik, Abfallbewirtschaftung und Werkstatt", wird Migros Aare-Geschäftsleiter Anton Gäumann in der Mitteilung zitiert. Auf dem ehemaligen Papieri-Areal sollen laut Gäumann bis zu 1'000 neue Arbeitsplätze entstehen.


    Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.


    tv/rw


    (AWP)

  • Coop steigert im Krisenjahr 2020 den Gewinn


    Der Grossverteiler Coop hat im vergangenen Jahr 2020 trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr Gewinn erzielt. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um knapp 7,2 Prozent auf 838 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein um 1,5 Prozent höherer Reingewinn von 539 Millionen Franken.


    16.02.2021 10:50


    Geholfen haben Coop dabei unter anderem die Hamsterkäufe der Bevölkerung während der Coronakrise. Die Coop-Supermärkte wuchsen mit einem Nettoerlös von rund 12 Milliarden nämlich um über 14 Prozent. Hier habe Coop Marktanteile gewonnen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.


    Bei den Fachmärkten war die Entwicklung sehr unterschiedlich. Während manche Formate wie beispielsweise die Import Parfümerien, die Schmuckgeschäfte von Christ oder die Marché Restaurants unter den Schliessungen während der Pandemie litten, sind andere, darunter Coop Bau + Hobby, Lumimart oder Fust, in der Krise gewachsen. Insgesamt lag der Umsatz der Fachmärkte mit knapp 7,2 Milliarden rund 5 Prozent unter Vorjahr.


    Als Hemmschuh erwies sich das Grosshandelsgeschäft: Mit einem Umsatz von 12,6 Milliarden schrumpfte dieses Geschäft um fast 11 Prozent. Bei Transgourmet, das im Grosshandel den grössten Anteil ausmacht, betrug der Rückgang knapp 17 Prozent auf 8,1 Milliarden Franken. "Dieser Umsatz konnte trotz umfassender pandemiebedingter Beschränkungen in der Gastronomie erreicht werden", betonte Coop in der Mitteilung. Transgourmet beliefert vor allem Restaurants und bekam deshalb die Auswirkungen der Pandemie natürlich zu spüren.


    Online-Boom im Detailhandel


    Auf der anderen Seite kurbelte die Krise das Onlinegeschäft kräftig an. Laut der Mitteilung ist der Online-Supermarkt Coop.ch vergangenes Jahr um 45,5 Prozent gewachsen und hat neue Marktanteile gewonnen. Ebenfalls stark gewachsen sei der Online-Umsatz bei der Heimelektronik mit einem Plus von 33 Prozent, heisst es.


    Über alle Sparten hinweg erzielte Coop einen Online-Umsatz von 2,6 Milliarden Franken, was etwas weniger (-0,15%) ist als im letzten Jahr. Auch hier war für den Rückgang vor allem der Grosshandel und die Produktion verantwortlich.


    tv/tt


    (AWP)

  • Migros Luzern schreibt 2020 zweitbestes Ergebnis ihrer Geschichte


    Die Genossenschaft Migros Luzern hat im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn deutlich gesteigert. Unter dem Strich blieben 53 Millionen Franken. Besonders der Nahrungsmittelsektor, der in der Coronapandemie florierte, bescherte der Migros das zweitbeste Ergebnis der Geschichte.


    23.03.2021 12:10


    Der Umsatz wuchs um 5 Prozent auf 1,52 Milliarden Franken, wie die Migros Luzern am Dienstag mitteilte. Das Ergebnis (EBIT) betrug 53,3 Millionen Franken, was einer Steigerung um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.


    Es sei das zweitbestes Ergebnis in der Geschichte der Migros Luzern, sagte Finanzchef Bruno Bieri in einer Online-Medienkonferenz. Dies sei aber nicht der Massstab für künftige Jahre. Verantwortlich für das gute Abschneiden war der Nahrungsmittelsektor, der Dreiviertel des Umsatzes ausmache.


    Alleine dank des "Food-Booms" wuchs das Ergebnis um 100 Millionen Franken oder 9,8 Prozent und damit gar stärker als der Markt. Die Pandemie trug ihren Teil dazu bei. "Die Zentralschweiz blieb daheim. Davon haben wir sehr stark profitiert", sagte Geschäftsleiter Guido Rast.


    Kein Einkaufstourismus


    Der Einkaufstourismus fiel weg, die Gastronomie war im Lockdown und die Menschen befanden sich im Home Office und verbrachten Ferien zu Hause. Gleichzeitig habe die Migros Luzern von der Expansion profitiert und von ihrem dichten Filialnetz. Denn das sei eine der Erkenntnisse aus der Pandemie: Es wurde vermehrt in den kleinen Filialen eingekauft.


    Auch war der Samstag nicht mehr der umsatzstärkste Tag. Die Kunden kauften weniger häufig ein, wenn dann dafür im grösseren Stil. Nach jahrelangem Kundenwachstum kam es 2020 coronabedingt zu einer Abnahme.


    Stark nachfragt waren laut Rast einerseits Budget-Produkte, anderseits habe man auch etwas für die Gesundheit tun wollen: So stieg bei den regionalen Produkte der Absatz um 8,4 Prozent und bei den Bio-Produkten gar um 20,2 Prozent.


    Ein Nachteil sei gewesen, dass man beim Verkauf von Alkohol, der wegen des Lockdowns vorwiegend zu Hause konsumiert wurde, nicht teilhaben konnte. Dafür erlebe man einen Nachfrageboom bei Pflanzen-basierter Ernährung.


    Verlust überkompensiert


    Mit diesem Wachstum habe die Migros den Rückgang in den von der Pandemie getroffenen Unternehmensbereichen überkompensieren können. Dazu zählen etwa die Fachmärkte, der Gastronomiebereich, die Freizeitanlagen und die Klubschulen, wo 30 Prozent weniger Kursgelder flossen.


    Insgesamt investierte die Migros knapp 70 Millionen Franken, fast die Hälfte davon in das neue Einkaufszentrum Herti in Zug. Sie lieferte 6,9 Millionen Franken Gewinn- und Kapitalsteuern ab.


    Die grösste private Arbeitgeberin im Kanton Luzern, die dieses Jahr ihr 80-Jahr-Jubiläum feiert, beschäftigt 5836 Personen, 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Man habe Abgänge nicht ersetzt, damit nicht so viele in die Kurzarbeit mussten. Die Lohnsumme stieg um 0,5 Prozent, die Mitarbeitenden erhalten zudem eine Erfolgsprämie von 500 Franken bei Vollzeitbeschäftigung.


    (AWP)

  • Coop-Chef prognostiziert gutes Jahr für den hiesigen Detailhandel


    In der Corona-Pandemie konnte der Schweizer Detailhandel profitieren, waren die Grenzen zu Deutschland doch lange geschlossen. Und gemäss Coop-Chef Joos Sutter könnte auch 2021 für seine Branche ein gutes Jahr werden, wie er am Freitag in einem Interview mit "20 Minuten" sagte.


    30.04.2021 07:54


    "Was wir im Detailhandel gewinnen, könnten wir im Grosshandel allenfalls verlieren, weil dieser stark von der Hotellerie und Gastronomie und damit von der Pandemie abhängig ist", gibt er in dem Gespräch jedoch zu bedenken. Ausserdem intensiviere sich der Preiskampf in der Branche. "Verglichen mit früher geben die Menschen weniger Geld für Lebensmittel aus."


    Für sein Unternehmen heisse das: Als Supermarkt wolle man für alle Preislagen etwas anbieten können. "Unsere Preise müssen auf dem Niveau der Konkurrenz sein", so der Noch-Coop-Chef, der sein Amt im Mai an Nachfolger Philipp Wyss abgeben wird.


    Preiskampf nicht zu Lasten der Natur


    In gewissen Bereichen sei aber nicht mehr viel Luft drin. Ausserdem fordert Sutter, dass der Preiskampf nicht zulasten der Natur geht. Im ganzen Wertschöpfungsstrang gebe es aber immer wieder Möglichkeiten, Einsparungen zu erzielen, etwa in der Logistik, bei Zwischenhändlern oder bei Herstellern.


    Insgesamt, so der Manager, sei er mit seiner Karriere bei Coop zufrieden. "Wir hatten sehr gute zehn Jahre. 2010 zählten wir 20 Milliarden Franken Umsatz, jetzt sind es 30 Milliarden, über fünf Milliarden davon machen nachhaltige Produkte aus." Zudem habe Coop den Personalbestand von 50'000 auf 90'000 Mitarbeitende ausgebaut.


    kw/ra


    (AWP)

  • Neuer Coop-Chef will Zahl der Supermärkte auf 1000 steigern


    Coop will sein Filialnetz in der Schweiz erneuern und ausbauen: Ziel sei es, von derzeit 950 auf 1000 Supermärkte zu wachsen, sagt der neue Coop-Chef Philipp Wyss. Insbesondere in den Agglomerationen, Quartieren und Dörfern gebe es noch Potential, sagte er in einem Interview mit "20 Minuten".


    17.05.2021 11:45


    Das Gespräch wurde sowohl auf Deutsch, Französisch wie auch auf Italienisch publiziert. "Es werden aber nicht mehr die ganz grossen Filialen sein", sagte Wyss weiter zu den Ausbauplänen seines Konzerns.


    Ausserdem äusserte er sich zur Übernahme von Jumbo. Diese hatte Coop im April bekannt gegeben. Die Baumarktkette passe gut zum bestehenden Angebot von Coop, vor allem in der Romandie. Denn die Gruppe sei dort in dem betreffenden Bereich noch nicht sehr präsent sei.


    kw/ra


    (AWP)

  • Migros ruft Schokolade-Joghurt zurück


    Die Migros ruft das Bio-Fairtrade-Joghurt Schokolade zurück. Auf dem Produkt sind Inhaltsstoffe nicht ausgewiesen. Bei einer internen Kontrolle ergab sich, dass in dem Joghurt die Allergene Haselnuss, Mandel und Soja stecken und nicht deklariert waren.


    16.06.2021 19:15


    Allergikerinnen und Allergikern ist somit vom Genuss abzuraten, wie die Migros am Mittwochabend mitteilte. Die Migros nimmt das Produkt zurück und ersetzt den Kaufpreis. Nicht-Allergiker können das Joghurt problemlos verzehren. Vertrieben wurde das Produkt landesweit.


    (AWP)

  • Ire McGrath soll neuer Lidl-Chef werden


    Der Ire Kenneth McGrath soll künftig den Discounter Lidl führen. Die Schwarz-Gruppe mit ihren Supermarktketten Lidl und Kaufland teilte am Mittwoch in Neckarsulm mit, dass der 46-Jährige zum 1. Oktober zunächst den stellvertretenden Vorstandsvorsitz übernehmen und künftig das internationale Geschäft des Handelsunternehmens verantworten werde. Damit ist klar, dass der Ire dem künftigen Konzernchef Gerd Chrzanowski als Lidl-Vorstandschef nachfolgen soll.


    21.07.2021 20:17


    McGrath war ab 2009 Chef des Irland-Geschäfts von Lidl und kümmerte sich ab 2013 um den Markteintritt von Lidl in den USA. 2015 wechselte er zu der Digitalfirma Digicel. Zuletzt leitete er die amerikanische Discountmarke Save-A-Lot. Chrzanowski erklärte: "Ich freue mich sehr, dass wir mit Kenneth McGrath einen internationalen Handelsexperten und Manager mit langjähriger Erfahrung zurückgewinnen konnten, der bereits zu unserem Erfolg beigetragen hat."


    Erst kürzlich hatte der Chef von Europas grösstem Lebensmittelhändler, Klaus Gehrig, überraschend sein Amt bei der Schwarz-Gruppe niedergelegt. Schon im vergangenen Jahr war verkündet worden, dass Gehrigs Vize Chrzanowski (49) aufrücken soll. Früheren Angaben zufolge will Eigentümer Dieter Schwarz die von Gehrig geräumte Funktion so lange selbst wahrnehmen, bis Chrzanowski das Mandat übernehmen kann./hot/DP/stk


    (AWP)

  • Kaum jemand stört sich an der Machtfülle der Migros


    Wenn uns Schweizer Unternehmen mit einer zu grossen Marktmacht Sorgen bereiten, so sind das die Grossbanken.


    29.08.2021 17:34


    Von Claude Chatelain


    Die Cembra-Money-Bank hat am Montag einen Kurssturz um 30 Prozent hinnehmen müssen. Schuld daran ist die Migros. Sie will ihre Cumulus-Mastercard-Kreditkarte nicht mehr über die Cembra abwickeln, sondern dies mit ihrer eigenen Bank tun. Ein nachvollziehbarer Schritt. Flugs waren Befürchtungen zu hören, Migros könnte zu mächtig werden. Der Argwohn blieb leise. Früher war das noch anders.


    Leute meines Alters mögen sich an den "M-Frühling" erinnern, einen vom streitbaren Hans A. Pestalozzi gegründeten Verein, der die Migros zur Mässigung bewegen wollte. Häufig waren KMU total abhängig von der Migros, nur um dann vom Riesen geschluckt zu werden: friss oder stirb.


    1978 erschien im Leonis Verlag in Zürich das Buch "M – wer denn sonst?". Claude M. Beck tadelt darin nicht nur die Macht der Migros im Detailhandel, sondern deren Macht auf fast allen Ebenen.


    Die Migros ist:


    – die grösste Abnehmerin landwirtschaftlicher Produkte


    – grösste Herstellerin konsumierter Produkte



    – das grösste Detailhandelsunternehmen


    – mit 156 Gaststätten der grösste Restaurateur


    – die "Grösste" im Blumenhandel


    – das grösste Unternehmen für Erwachsenenbildung


    Zudem zählt die Migros zu den grössten Reiseunternehmen in Europa und zu den grössten Versicherungsgesellschaften und Banken in der Schweiz.


    Zu guter Letzt ist die Migros die wichtigste Institution für Kulturförderung und dank dem "Migros-Magazin", das damals "Wir Brückenbauer" hiess, ist die Migros die grösste Kommunikationsmacht. Das schrieb Claude M. Beck vor 43 Jahren.


    An dieser Machtfülle hat sich wenig geändert. Die Versicherungsgesellschaft Secura wurde zwar verkauft, dafür gehört Denner nun zum M-Imperium. Auch Globus durfte den Migros Genossenschaftsbund ins Sortiment aufnehmen, hat sich aber von der Warenhauskette wieder getrennt.


    "Die Migros ist gross, gefährlich gross für unsere kleinen Verhältnisse", schrieb Claude M. Beck im Vorwort zum genannten Buch. "Gottlieb Duttweiler hat uns einen kleinen Bären ins Schweizerhaus gesetzt, der lustige Purzelbäume zu schlagen wusste. Nun sehen wir uns in unserer Wohnung einem ausgewachsenen Bären gegenüber und müssen uns fragen, wie lange er gutmütig bleibt."


    Heute, 43 Jahre später, können wir getrost feststellen: Der Bär ist gutmütig geblieben. Kaum jemand stört sich an der Machtfülle der Migros. Wenn uns Schweizer Unternehmen mit einer zu grossen Marktmacht Sorgen bereiten, so sind das die Grossbanken. Sie sind systemrelevant und damit "too big to fail". Das wissen wir seit 2008.


    Was wir aber spätestens seit den 70er-Jahren wissen: Es ist kein Erfolg versprechendes Geschäftsmodell, vom Grosskunden Migros abhängig zu sein.

  • Migros wächst 2021 coronabedingt vor allem im Online-Handel


    Der Migros läuft es trotz der Coronapandemie nicht schlecht. Ihren Umsatz vom Vorjahr konnte sie 2021 wegen einigen Beteiligungs- und Immobilienverkäufen jedoch nicht ganz halten.


    18.01.2022 11:53


    Konkret sank der Umsatz der gesamten Migros-Gruppe laut Mitteilung vom Dienstag auf 28,9 Milliarden nach 29,8 Milliarden Franken im 2020. Auf vergleichbarer Basis legte der Gruppenumsatz hingegen um 2,2 Prozent zu. Herausgerechnet wurden hier die Umsätze und Erträge aus den Veräusserungen von Globus, des Gastro-Grosshändlers Saviva und des Einkaufszentrums Glatt im Jahr 2020.


    Die Marke von 30 Milliarden bleibt für die Migros jedoch vorerst unüberwindbar. Diese Grenze hatte Coop 2018 erstmals überschritten. Und die grösste Konkurrentin ist - wie seit Anfang Jahr bekannt - auch 2021 klar über dieser Marke verblieben.


    Coop mit Rekord


    So erzielte Coop im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 31,8 Milliarden Franken (+5,4 Prozent) und hat somit beim Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden "Orangen Riesen" die Nase derzeit vorne. Gemäss Angaben von Coop bewegten sich dabei die Umsätze der Supermärkte erneut auf dem Rekordniveau des ersten Coronajahres. Bei den Fachmärkten und anderen Ladenformaten resultierte sogar ein sattes Umsatzplus von 8,6 Prozent.


    Unzufrieden ist man bei der Migros trotz des zweiten Platzes nicht. "Wir sind stark aufgestellt. Es ist gelungen, das hohe Vorjahresniveau im Detailhandel zu übertreffen", erklärte Konzernchef Fabrice Zumbrunnen im Communiqué. Insgesamt stieg der Detailumsatz aller Migros-Unternehmen, die an Endkonsumenten liefern, auf bereinigter Basis um 2,3 Prozent auf 24,7 Milliarden Franken.


    Allerdings gilt auch hier: Die zehn Genossenschaften im Inland mussten einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent auf 14,7 Milliarden Franken hinnehmen.


    Boom im Onlinehandel


    Einen Boom erlebte die Migros hingegen erneut im Online-Handel. Hier knackte sie erstmals die Schwelle von 3 Milliarden Franken. So wuchs der gesamte Online-Detailhandelsumsatz über alle Bereiche der Gruppe hinweg um 15,6 Prozent auf 3,2 Milliarden.


    Das Online-Warenhaus Digitec Galaxus knackte gar zum ersten Mal die 2-Milliarden-Grenze und legte dabei um 17,7 Prozent zu. Der Supermarkt Migros Online steigerte sich um 24,5 Prozent auf 330 Millionen Franken zu. Die Anzahl gelieferter Bestellungen stieg gar um 38,0 Prozent. Der Online-Supermarkt der Migros sei damit die Nummer 1 in der Schweiz, betonte der Konzern in seinem Communiqué.


    Gut lief es der Migros auch mit der Discount-Tochter Denner. Deren Umsatz wuchs um 1,3 Prozent auf 3,8 Milliarden. Den Discountmarkt bezeichnete die Migros in der Meldung dabei als umkämpft, streiten mit Aldi Suisse und Lidl Schweiz doch auch starke internationale Konkurrenten um die hiesige Kundschaft.


    Noch etwas stärker als Denner wuchs die Convenience-Tochter Migrolino. Ihr Umsatz legte um 4,3 Prozent auf 747 Millionen Franken zu. Dabei hätten sich sowohl das Geschäft in den Shops als auch der Grosshandel gut entwickelt.


    Sorgenkind Hotelplan


    Erneut ein mieses Jahr war 2021 hingegen vor allem für den Reiseveranstalter Hotelplan. Die Reisetätigkeit war wegen der Auswirkungen der Coronapandemie nach wie vor stark eingeschränkt. Entsprechend fielen die Verkäufe weiter zurück auf noch 645 Millionen Franken, nachdem sie im Vorjahr auf 732 Millionen abgesackt waren.


    Insbesondere im Winterhalbjahr hätten die Kundinnen und Kunden sehr wenig gebucht. Erst im Sommer und Herbst habe sich die Situation dann etwas entspannt. Der Buchungseingang in dieser Zeitspanne habe immerhin wieder über der Vorjahresperiode gelegen, teilweise in einigen Bereichen sogar über dem Wert von 2019.


    (AWP)

  • Spanische Coop-Tochter Transgourmet Ibérica hat 87 Filialen in 2021 eröffnet


    Die Coop-Tochter Transgourmet Ibérica, die frühere GM Food, hat im Jahr 2021 expandiert. Der im letzten Frühjahr von Coop gekaufte spanische Grossverteiler eröffnete in dem Land insgesamt 87 neue Franchise-Filialen.


    18.01.2022 18:15


    Insgesamt seien 367 neue indirekte Arbeitsstellen geschaffen worden und die Verkaufsfläche seien um mehr als 17'000 Quadratmeter vergrössert worden, teilte Transgourmet Ibérica am Dienstag mit. Damit sei die Zahl der Franchisebetriebe unter ihrem Schirm auf 850 gestiegen. Zudem habe man mit verschiedenen Detailhandelsketten einen Vertrag als Hauptlieferant abgeschlossen.


    jg/ra


    (AWP)

  • Coop steigert 2021 den Gewinn


    Coop hat im vergangenen Jahr unter dem Strich mehr verdient. Der Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 21 Millionen auf 599 Millionen Franken an. Wie bereits im Januar angekündigt haben vor allem die Coop-Supermärkte zugelegt und Marktanteile gewonnen, was sich laut einer Mitteilung vom Dienstag nun auch beim Gewinn zeigt.


    15.02.2022 09:37


    Der Bereich Grosshandel/Produktion konnte sich von der Coronakrise wieder erholen und legte um 13,7 Prozent zu. Und auch der Umsatz im Onlinegeschäft legte um 353 Millionen auf 3 Milliarden Franken zu.


    tv/kae


    (AWP)

  • Lidl Schweiz erhöht Gesamtlohnsumme - aber Aldi-Lohn bleibt höher


    Der Discounter Lidl hat in der Schweiz die Gesamtlohnsumme für seine Mitarbeitenden um 1 Prozent erhöht. Doch beim Mindestlohn hat die Konkurrenz noch immer die Nase vorn.


    16.02.2022 09:40


    Lidl erhöht das Gehalt von allen Mitarbeitenden um 0,7 Prozent. Ausgenommen sind einzig ganz neu eingestiegene Mitarbeitende, Langzeitabwesende sowie Filial- und Gruppenleiter der höchsten Gehaltsstufe, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Weitere 0,3 Prozent setzt Lidl zudem für "strukturelle Erhöhungen auf individueller Ebene" ein.


    Der Mindestlohn der Angestellten bei Lidl Schweiz bleibt derweil unverändert: Laut GAV beträgt dieser für ungelernte Mitarbeitende im Vollzeitpensum 4360 Franken, für Mitarbeitende mit einer zweijährigen Berufsausbildung 4400 und mit einer dreijährigen Lehre 4500 Franken. Er wird 13-mal ausbezahlt. Neu wurden zudem laut der Mitteilung auch Lernende und Praktikanten in den Gesamtarbeitsvertrag aufgenommen.


    Aldi mit höherem Mindestlohn


    Im Dezember hatte auch Aldi eine Lohnerhöhung bekanntgegeben. Der grösste Konkurrent von Lidl erhöhte die Lohnsumme noch stärker, nämlich um über 2 Prozent. Alle Mitarbeitenden erhalten im Jahr 2022 mindestens 1 Prozent mehr Lohn, hiess es damals in der Mitteilung.


    Mit einem Mindestlohn von 4600 Franken für 13 Monatslöhne reklamiert Aldi für sich, den höchsten Mindestlohn der Branche zu bezahlen. Je nach Lohnregion liegt der Einstiegslohn beim Unternehmen zwischen 4600 und 4730 Franken. Aldi beschäftigt mit rund 3900 deutlich weniger Angestellte als Lidl mit 4500 Angestellten.


    tv/rw


    (AWP)