Hypothek abschliessen oder warten..?

  • Medusa hat am 14.07.2015 - 19:43 folgendes geschrieben:

    Quote

    JA mein Sohn, die Systeme sind überall anders, nur die Abzocke ist die Selbe!

    1990 Schweiz und 2007 USA war definitiv nicht das selbe. Weder die Ursache noch der Verlauf oder das Ausmass.


    Bei uns ging nur die Spar- und Leihkasse Thun bankrott





    Als die Thuner ihre Bank stürmten


    Bankenbankrott in der Schweiz? - Undenkbar, sagten sich auch die Kunden der Spar- und Leihkasse Thun im Jahr 1991. Dann verloren sie auf einen Schlag praktisch ihr gesamtes Vermögen. Ein Betroffener, dem angesichts der aktuellen Ereignisse die Erinnerungen wieder hochkommen, erzählt.


    http://www.20min.ch/finance/news/story/14190613

  • «Wer gut schlafen will, sollte Festhypotheken abschliessen»

    ..


    ..


    Immobilienkäufer mit einer guten Bonität und Verhandlungsgeschick könnten bei zehnjährigen Festhypotheken durchaus Sätze von 1,5% heraushandeln, sagt Parmentier. Am Hypothekenmarkt stehen viele Anbieter im Wettbewerb. Gemäss ihm treten neben Banken auch Versicherungen viel aktiver am Markt auf.


    http://www.nzz.ch/wirtschaft/wer-gut-schlafen-will-sollte-festhypotheken-abschliessen-1.18579889$




    Ich habe zur Zeit nur 2-jährige Festhypotheken. Dieses Jahr 3 Tranchen zu 0.7% verlängert.
    Nächstes Jahr laufen die anderen 3 Tranchen aus.
    Kann also mit den kurzen Laufzeiten jedes Jahr neu entscheiden.

  • @ Elias

    Warum nicht Libor? Dynamischer und billiger!?


    Ich fahre so: ca 3/4 langfristig (10J) und 1/4 Libor. Ich sehe hier Parallelen zu den Krankenkassen-Franchisen: entweder Minimum oder Maximum. Das bedeutet für mich bei Hypotheken: Libor oder 10J. Oder hast du einen besonderen Grund für 2-Jährige?

  • Domtom01 hat am 15.07.2015 - 18:26 folgendes geschrieben:

    Quote

    Warum nicht Libor? Dynamischer und billiger!?


    Ich fahre so: ca 3/4 langfristig (10J) und 1/4 Libor. Ich sehe hier Parallelen zu den Krankenkassen-Franchisen: entweder Minimum oder Maximum. Das bedeutet für mich bei Hypotheken: Libor oder 10J. Oder hast du einen besonderen Grund für 2-Jährige?

    Libor unter 0.7% habe ich nicht bekommen. Darum eine 2jährige Festhypo zu 0.7%
    Und bei der SGKB muss ich zudem mindestens eine 3-jährige Laufzeit bei Libor nehmen.


    Mein Plan: Alles in 2jährige und das gesparte Geld (gegenüber den alten Hypozinsen vor der Tiefzinsphase) für die direkte Amortisation bereit halten. Wir können es z.B. in die Vorsorge einzahlen 2 x 30K und bei Bedarf wieder beziehen. Oder Steuern vorzeitig zahlen. Wir erhalten so steuerfreie Zinsen vom Steueramt.



    Das Problem mit den langfristigen Hypotheken ist bei uns, dass wir vermutlich nicht mehr so lange im Haus bleiben werden. Der Vertrag läuft auf unseren Namen. Wir können die Hypothek nicht weitergeben. Dadurch wird eine Vorfälligkeitsentschädigung (aka Penalty) fällig.

  • Elias hat am 16.07.2015 - 10:05 folgendes geschrieben:

    Quote

    Das Problem mit den langfristigen Hypotheken ist bei uns, dass wir vermutlich nicht mehr so lange im Haus bleiben werden.

    ... so schnell kann's gehen... *biggrin*



    weico

  • @ weico

    Schadenfreude ist wohl fehl am Platz. Ich schätze meine Freunde und achte meine Gegner.

  • Domtom01 hat am 16.07.2015 - 18:08 folgendes geschrieben:

    Quote

    Schadenfreude ist wohl fehl am Platz. Ich schätze meine Freunde und achte meine Gegner.

    ..es ist keine Schadenfreude-- sondern schlichte PUR FREUDE .!!!!!!! *kiss3*


    Für jemanden wie elias ,der sogar 10telchen Zinsunterschiede noch euphorisch kommentiert ... ist es ja auch nicht verwunderlich,dass er scheiten muss.


    Sogar für sein simples "Informatik-Geschäft", braucht er ja einen "Partner".. *angel* *blush*



    N.B...leider kann ich ihm keine meiner 12 Wohnungen anbieten..weil alles vermietet ist. *blush*



    weico

  • weico hat am 16.07.2015 - 18:40 folgendes geschrieben:

    Quote
    N.B...leider kann ich ihm keine der 12 Wohnungen meiner Frau auf den Philippinen anbieten..weil alles vermietet ist.

    Jaaaa, die Wohnungen deiner Frau auf den Philippinen. Das hat du auch mehrfach in den Philippinenforen erwähnt. Auf die Wohnungen deiner Frau warst du ja mächtig stolz.
    Zusammen mit deinem sparsamen Auto, weil es finanziell hinten und vorne nicht gereicht hat.
    Neben den medizinischen Gründen durftest du genau deswegen nicht einwandern.



    Dann haben sie dich in den Philippinen-Foren gesperrt und darauf hast du dich im Cash-Forum ein neues Tummelfeld ausgesucht. "Intelligenterweise" mit dem gleichen User-Namen aber mit neuen Attributen. Als armer Schlucker hat man im Cash-Forum nicht viel zu berichten.


    Ich finde es spannend zu sehen, wer dich ernst nimmt. Das können nur leichtgläubige sein.

  • Zinsanstieg bei langfristigen Hypotheken

    Die Sicherheit wird teurer

    Die Zinsen für langfristige Hypotheken sind zuletzt klar gestiegen. Die Konditionen für die Immobilienfinanzierung verschlechtern sich also. Am Markt gibt es eine klare Meinung, wie es weiter geht.

    Der Zug für Rekordjäger dürfte erst einmal abgefahren sein. Die Zinsen für Festhypotheken befinden sich in der Schweiz schon seit Monaten im Steigen und haben sich inzwischen deutlich von ihrem Tiefpunkt in diesem Januar entfernt. Somit ist die von vielen Eigenheimkäufern geschätzte Sicherheit, langfristig kalkulieren zu können, spürbar teurer geworden.

    Günstigere Libor-Hypotheken

    Besonders bemerkbar macht sich dies bei zehnjährigen Festhypotheken. Lag für diese der durchschnittliche Richtsatz im Januar noch bei 1,4%, so beträgt er inzwischen rund 2,0%, was zuletzt im Herbst 2014 der Fall war. Bei der Mehrheit der Anbieter, die ihre Konditionen regelmässig veröffentlichen, liegt er inzwischen jedoch über 2%. Vielerorts bedarf es also einer guten Bonität sowie eines gewissen Verhandlungsgeschicks der Kreditnehmer, um eine Hypothek unterhalb dieser Schwelle abschliessen zu können.

    Im Januar war es für ein kurzes Zeitfenster möglich gewesen, solche Hypotheken für weniger als 1% zu fixieren, derzeit beträgt der tiefste Richtpreis etwas mehr als 1,5%. Dabei finden sich unter den günstigsten Kreditgebern kaum noch traditionelle Bankinstitute, bei den meisten handelt es sich um Versicherungsgesellschaften oder Online-Anbieter.

    Ebenfalls gestiegen, wenngleich weniger stark, sind im genannten Zeitraum die Konditionen für fünfjährige Festhypotheken. Gerade einmal vier Kreditgeber – allesamt Online-Anbieter – offerieren diese standardmässig für weniger als 1%, im Durchschnitt werden dafür rund 1,3% verlangt. Gegen den Trend leicht verbilligt haben sich dagegen Libor-Hypotheken, deren Zins sich aus dem dreimonatigen Libor plus der Marge des Kreditgebers zusammensetzt. Da die Anbieter hier trotz dem seit Januar negativen Libor (derzeit –0,8%) als Basiszins null verwenden, bedeutet die Verbilligung auch ein Abschmelzen der Margen in gleichem Umfang, wie Sebastian Angst von der Finanzierungsberatung Pro Ressource erklärt.

    Für Jahre stabile Zinsen?

    Relativ zu langfristigen Festhypotheken sind Libor-Hypotheken damit jüngst attraktiver geworden. Dies auch deshalb, weil Erstere sich nur dann substanziell verteuern dürften, wenn der Libor wieder klar über den Nullpunkt steigt. Die Absicherung von langfristigen Hypotheken hat sich für die Banken durch die Einführung der Negativzinsen nämlich verteuert (NZZ vom 12. 2. 15), und deren Abschwächung würde die genannten Kosten wieder dämpfen. Der dadurch bestehende Puffer kann jedoch schnell verschwinden, wenn die Negativzinsen wieder abgeschafft werden, auch wenn der Markt davon ausgeht, dass dies noch einige Jahre dauern wird.


    http://www.nzz.ch/finanzen/imm…gen-hypotheken-1.18581201

  • Elias hat am 17.07.2015 - 09:39 folgendes geschrieben:

    *ROFL* *ROFL*



    ..geile Fantasie hat unser kinderloses Tieftaucherli. *preved*



    Wie immer hat er natürlich keinen Link zu seinen "genialen" Philippinenforum-Quellen ... ! *biggrin*




    weico

  • Elias hat am 17.07.2015 - 16:23 folgendes geschrieben:

    Quote


    Hier der Link


    *ROFL*



    ..dabei geht es um EINE der Immobilien/Grundstücke, die Wir auf den Philippinen haben.


    Die 12 Miet-Wohnungen sind hier in der Schweiz.. (siehe Archiv)


    Quote

    Es gibt auch noch einen Link hier im Cash-Forum zu deiner Philippinen-Immobilie.

    ..deiner Philippinen-Immobilie....? Es sind mehrere..!


    Quote


    Und Immobilien dürfen Ausländer nicht besitzen

    ..darum läuft ja alles ,ganz legal, über die Frau. *biggrin*



    N.B...herrlich anzuschauen, wie der Neid dich langsam zerfrisst.. ! Hoffentlich findest du bald meine wunderbaren Tauchberichte... *clapping* *good*



    weico

  • weico hat am 17.07.2015 - 17:49 folgendes geschrieben:


    Ach so.. es geht um EINE der Immobilien.....


    Im 2009 ging es aber noch meheherehehen Immobilien, weil viel besseres Preis/Leistungsverhältnis als in der Schweiz



    Siehe Archiv.....



    weico hat am 09.10.2009 - 17:33 folgendes geschrieben:

    Quote

    Umsonst ist mein Investment wohl kaum in 2 Liegenschaften (12 Wohnungen) und mehereren Grundstücke in den Philippinen (viel besseres Preis/Leistungsverhältnis als in der Schweiz)


    angelegt.

  • Elias hat am 20.07.2015 - 10:02 folgendes geschrieben:

    *boredom*



    ...dass bei Dir/Euch, seit 2009 ,nicht Viel bzw. Nichts geschehen ist... ist halt rein Dein/Euer Problem.*blush*



    Wir jedenfalls investieren die Rendite.. und es wird darum immer MEHR.... *biggrin*



    "Dank der Amortisation sind meine Schulden bzw. Schuldzinszahlungen praktisch vernachlässigbar, bin meine Mieteinnahmen dauernd am reinvestieren und monatlich kommen weitere Mieteinnahmen dazu."


    http://www.cash.ch/comment/568974#comment-568974



    weico

  • Viel besseres Preis/Leistungsverhältnis als in der Schweiz

    Quote

    Umsonst ist DEIN (nicht EUER) Investment wohl kaum in 2 Liegenschaften (12 Wohnungen) und mehereren Grundstücke in den Philippinen (viel besseres Preis/Leistungsverhältnis als in der Schweiz) angelegt.

    Du weisst nicht mehr, was du zu welchem Thema gepostest hast

  • Die gröbsten Hypotheken-Fehler

    Unlängst sind die durchschnittlichen Zinsen für zehnjährige Hypotheken auf die Marke von 2 Prozent geklettert – eine Verdoppelung im Vergleich zu Anfang Jahr. Doch im historischen Vergleich sind die Hypothekarzinsen immer noch tief, Wohneigentum ist dementsprechend günstig zu haben.


    Das allgemein tiefe Zinsniveau ruft auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) immer wieder als Mahnerin auf den Plan. Renditesuchende Investoren etwa könnten die Preise für Wohnimmobilien weiter ansteigen lassen. Banken könnten dazu verleitet werden, zu hohe Kreditrisiken einzugehen, teilte die SNB im Juni mit. Für Privatpersonen, die am Abschluss einer Hypothek interessiert sind, kann aber das eigene Fehlverhalten viel weitreichendere Konsequenzen haben. "Eine Hypothek muss sitzen wie ein Massanzug", schrieb der Immobilienberater Moneypark vor kurzem. Folgende Regeln sollten Hypo-Kunden demnach unbedingt befolgen:


    Den richtigen Partner wählen


    Bank oder Versicherung? Diese Frage steht oft am Anfang eines Hypothekenabschlusses. In der Regel sind Versicherungen bei langen Laufzeiten günstiger, Banken hingegen bei kurzen Laufzeiten oder Libor-Produkten (hier finden Sie eine Übersicht). Zudem nimmt die Anzahl Anbieter, die digital in Erscheinung treten, laufend zu (e-Hypo, Hypomat, Swissquote, Homegate usw.). In den meisten Fällen gehören sie ebenfalls zu den günstigsten Anbietern. Oft erhalten Sie attraktive Konditionen, wenn Sie von einer Bank oder einer Versicherung bereits andere Produkte haben.


    Auf jeden Fall: Von verschiedenen Anbietern Offerten einholen und die Institute miteinander vergleichen. Denn es kann sich lohnen. Je nach Laufzeit unterscheiden sich die Anbieter um bis zu 1 Prozent. Auf eine Hypothek von einer Million kann das im Jahr 10'000 Franken Differenz ausmachen.


    Strategie ist entscheidend


    Trotz tiefer Zinsen ist ein Eigenheim nicht jedermanns Sache. Die finanzielle Situation muss stimmen, ebenso die beruflichen und familiären Aussichten. Zudem sollte ein langfristiger, emotionsloser Blick in die Zukunft zum Schluss kommen, dass die Hypothekarschuld auch bei steigenden Zinsen getragen werden kann. Für einen Immobilienkauf zu Investmentzwecken muss das Finanzpolster noch dicker sein. Anhand solcher Abklärungen wird dann die Strategie festgelegt: variable, Libor- oder Festhypothek.


    Als Faustregel gilt: Libor-Produkte sind in Zeiten sinkender oder stabiler Zinsen ideal, bedürfen aber regelmässiger Überprüfung. Wenn steigende Zinsen erwartet werden, können günstige Festhypotheken hilfreich sein. Sie vermitteln zudem ein gewisses Sicherheitsgefühl. Bei einem vorzeitigen Ausstieg gehen die "Festen" allerdings ins Geld. Häufig bieten sich auch Mix-Strategien an – je nach Bedürfnis.


    Das letzte Hypotheken-Barometer von comparis hat ergeben, dass die Nachfrage nach langfristigen Laufzeiten (7-15 Jahre) jüngst deutlich zurückging – zugunsten mittlerer Laufzeiten (4-6 Jahre). Eine Umfrage unter 1500 cash-Lesern von letzter Woche zeitigte das Ergebnis, dass 47 Prozent der Teilnehmer auf Festhypotheken setzen, während 31 Prozent eine Libor-Strategie verfolgen.


    Mix kann den Ausschlag geben


    Beliebt sind Hypotheken, die aus Tranchen unterschiedlicher Laufzeiten bestehen, zum Beispiel langfristige Festhypotheken in Kombination mit einer Libor-Hypothek. "So hat man ein flexibles Instrument und eines, das langfristig Sinn macht", sagte Florian Schubiger von Vermögenspartner kürzlich zu cash.


    Wichtig ist auch die Refinanzierung. Bei gemischten Strategien sinkt das Risiko, die gesamte Hypothekarschuld genau dann refinanzieren zu müssen, wenn die Zinsen angestiegen sind. Wie Moneypark schreibt, sind zudem viele Kunden bei der Refinanzierung an ihren bisherigen Kreditgeber gebunden. Denn liegen die Tranchen bezüglich Laufzeit mehr als zwei Jahre auseinander, kann der Anbieter nicht gewechselt werden.


    Bei der Fest- wie der Libor-Hypothek gibt es Möglichkeiten, die günstige Zinssituation abzusichern. Diese Absicherung ist nicht gratis, kann sich aber lohnen. So lässt sich die Festhypothek bereits vor Ablauf auf Termin abschliessen (mehr dazu hier). Libor-Hypotheken wiederum lassen sich mit einer Zinsobergrenze versehen.


    Amortisieren oder nicht?


    In der Regel verlangen Kreditinstitute bei einem Immobilienkauf rund 20 Prozent der Anlagesumme als Eigenmittel. Während aber eine einzige Hypothek oft nicht abbezahlt wird, ist es bei einer zweiten Hypothek Pflicht. Ob und in welcher Höhe sich eine Amortisation auch bei der ersten Hypothek lohnt, hängt von der finanziellen Situation und den Anlage-Alternativen ab (ein Rechen-Beispiel finden Sie hier).
    Daneben besteht die Möglichkeit der indirekten Amortisation, wenn der Amortisationsbetrag nicht an das Hypotheken-Institut sondern in die Vorsorge einbezahlt wird. Der Vorteil dabei: Die Vorsorge wird aufgemöbelt und die Zinsen bleiben von den Steuern abzugsfähig.


    Wie viel darfs denn sein?


    Wer bei der Immobilien-Finanzierung Spielraum hat, sollte sich über die steuerlichen Konsequenzen bewusst sein. So kann es durchaus nützlich sein, die Eigenmittel tiefer anzusetzen. Denn mit einer hohen Hypothek sinkt das steuerbare Einkommen und somit auch die zu bezahlenden Steuern. Die ideale Höhe der Eigenmittel ist allerdings sehr individuell. Moneypark rät seinen Kunden eine Belehnung von mindestens 65 Prozent. Ebenfalls wichtig: Je mehr Eigenmittel Sie mitbringen, desto tiefer sind die Hypothekarzinsen, die Ihnen der Geldgeber anbietet.


    http://www.cash.ch/news/front/…othekenfehler-3350823-449

  • Die Hypothekarzinsen steigen wieder

    Die zehnjährigen Hypothekarzinsen in der Schweiz sind in der letzten Wochen wieder gestiegen. Ist das ein Signal zur Trendwende?

    Von Pascal Züger und Daniel Hügli

    Die langfristige Finanzierung von Wohneigentum ist in der Schweiz in den letzten Wochen wieder etwas teurer geworden. Die meisten Anbieter haben die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken angehoben, wie ein Vergleich des Hypothekenmaklers Moneypark zeigt (siehe Tabelle unten).


    Von den grossen Anbietern hat die Zürcher Kantonalbank die Zinssätze am konsequentesten angehoben - von 1,94 Prozent von letzter Woche auf 1,97 Prozent am 14. September. Anfang September, also vor zwei Wochen, lag der Wert noch bei 1,88 Prozent. Auch Swiss Life legt einen "Dreisprung" innerhalb von zwei Wochen hin: Von 1,66 Prozent Anfang September auf 1,71 Prozent letzte Woche und nun 1,73 Prozent diese Woche.


    Im Januar waren die Zinsen nach der Aufhebung der Kursuntergrenze vereinzelt auf unter 1 Prozent gesackt, stiegen dann aber in den folgenden Monaten gegen zwei Prozent, wie folgende Darstellung zeigt:


    [Blocked Image: http://www.cash.ch/sites/default/files/public/xmedia/festhypotheken_10und3_jahre_2015.jpg]


    Entwicklung zehnjähriger (grün) und dreijähriger (schwarz) Festhypotheken seit Jahresbeginn (Grafik: comparis.ch)


    Grund für den Anstieg in Richtung 2 Prozent waren die Absicherungskosten der Banken, welche ihnen durch die Einführung der Negativzinsen entstanden waren. Diese Kosten geben die Finanzinstitute seither den Kunden in Form von höheren Kreditkosten weiter.


    "Die ganze Refinanzierung der Banken funktioniert nicht mehr so wie zu 'normalen' Zeiten", sagt Claudio Saputelli, Leiter Immobilienresearch bei der UBS, auf Anfrage von cash. Die Finanzinstitute hätten die Wahl zwischen einem teureren Refinanzierungssatz bei Hypotheken oder dem Überwälzen der Negativzinsen auf die Sparer.


    Rendite der langfristigen Staatsanleihen geht aufwärts


    Aber warum der jüngste Anstieg bei den Zinsen für zehnjährige Hypothekarkredite? Das lässt sich mit der aktuellen Entwicklung der Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen der Schweiz erklären. Die Rendite des "Eidgenoss" zeigt seit drei Wochen wieder nach oben (siehe Grafik). Denn in der Regel steigen die Hypozinsen, wenn die Rendite der Staatsanleihe zulegt.



    [Blocked Image: http://www.cash.ch/sites/default/files/public/xmedia/bundesobligationen10jahre_2015.jpg]


    Entwicklung der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen seit Anfang Jahr (Grafik: cash.ch)


    Die Folge ist, dass ein Institut wie die BSP (Suisse) mittlerweile als eines der wenigen Institute wieder einen Zins von über 2 Prozent verlangt für Zehnjahreshypotheken - ein Wert, der zuletzt in diesem Sommer und vorher im Herbst 2014 erreicht worden war. Die Schwelle von 2 Prozent bei den Zehnjährigen wurde da und dort auch schon als "psychologische Schmerzgrenze" bezeichnet, weil vielen Hypothekenkunden dies zu einer Veränderung der Wahrnehmung führe.


    Auch Immobilienexperte Florian Schubiger vom Vermögenszentrum in Winterthur hat den Anstieg bei den Zinsen in den letzten Wochen beobachtet. Er bezeichnet den Anstieg jedoch als gering, und die Schwankungen bei den Richtsätzen der zehnjährigen Hypothekarzinsen seien immer noch tief.


    Für Saputelli von der UBS wird es bei den Hypothekarzinsen mehr oder weniger seitwärts gehen, solange die SNB die Negativzinsen beibehält. Die dabei beobachteten leichten Veränderungen im Hypothekarzinssatz seien nur kleinere Volatilitäten. "Banken schlagen einen fixen Betrag zum Nullpunkt auf, und 'that's it'", so Saputelli. Demnach werden die tiefen Hypothekarzinsen noch eine ganze Weile bestehen.


    Negativzinsen bis 2018?


    Strategen der Bank J. Safra Sarasin gehen sogar davon aus, dass die SNB ihren Leitzins noch bis 2018 im negativen Bereich halten wird. Begründet wird diese Haltung mit der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Und diese könnte ihr Lockerungsprogramm aufgrund der zögerlichen Wirtschaftserholung im Euroraum gar ausdehnen.


    Gemäss einer cash-Umfrage von Mitte Juli bevorzugen 47 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Festhypothek, 31 Prozent eine Libor-Hypothek und die restlichen 22 Prozent wählen eine Mix-Strategie.


    Jede Hypothekenform hat ihre Vor- und Nachteile. Steigen die Zinsen plötzlich rapide an, dann wäre eine Festhypothek die bessere Wahl, da man sich den heute noch tieferen Zinssatz für eine fixe Laufzeit sichert. Passen sich die Zinsen jedoch nur sehr langsam nach oben an, dann wäre eher die Libor-Hypothek die kostengünstigere Variante.


    Entwicklung der Zinsen der zehnjährigen Festhypotheken seit Anfang September

    Zinsen Festhypothek 10 Jahre, in %
    Anbieteram 1.9.am 7.9.am 14.9.
    Allianz Suisse1,801,801,80
    Bank Coop1,891,941,94
    BPS (Suisse)1,901,9752,025
    Migros Bank1,781,781,80
    PostFinance1,751,751,75
    Raiffeisenbank1,921,921,92
    Swiss Life1,661,711,73
    Zurich1,591,551,55
    Zürcher Kantonalbank1,881,941,97

    Quelle: Moneypark.ch

    CASH

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Wir sind ja jetzt in der Situation, dass trotz negativer Zinsen und unrentablen Staatsanleihen die Hypozinsen in dieser Phase gestiegen sind, da die Banken die Absicherungskosten und bzw. den Refinanzierungssatz den Hypothekenschuldnern weiterverrechnen.


    Was denkt ihr.......? Wie wird es in Zukunft aussehen wenn die Zinspolitik wieder ändert? Verzichten die Banken in naher Zukunft wieder auf die Gebühren für diese Refinanzierungskosten und könnten die Hypozinsen nochmals sinken wenn die Negativzinsen wieder abgeschafft werden oder werden wir diesen Zuschlag bei den Hypozinsen nun immer dabei haben?


    Aus meiner Sicht haben die Banken eine neue Einnahmequelle gefunden, die so schnell nicht wieder hergegeben wird.

  • Nein, so einfach lässt sich das nicht pauschalisieren. Es gibt mehrere wesentliche Faktoren, die bei der Berechnung des zu veranschlagenden Zinssatzes eine Rolle spielen: Bonität des Schuldners (sehr wichtig!), die Immobilie selbst und deren Lage (äusserst wichtig), das Finanzinstitut (Es gibt sehr grosse Unterschiede!) und so weiter. Mit von der Partie ist aber auch das persönliche Verhandlungsgeschick des Kreditnehmers. Es geht um viel Geld über die Jahre gerechnet! Und da stört es mich nicht, wenn die Zinsen um 0,03% steigen oder fallen, das ist Taubendreck. Da hol ich im Gespräch mit meinem Bankster mehr raus.

  • Danke für die Antwort.


    Ich weiss, dass das Verhandlungsgeschick einiges ausmachen kann bei der Festlegung eines Hypothekarzinses. Mich beschäftigt aber eine andere Frage..


    Die SNB hat Negativzinsen eingeführt. Eigentlich sollten wir bei dieser Konstellation ja für unsere Hypotheken von unseren Banken noch Geld erhalten. Oder die Zinsen sollten eben auf einem sehr tiefen Niveau bleiben. Bei der Mindestkursaufhebung war das ja kurzzeitig der Fall. Nun sind aber z.B. die Zinsen für langfristige Hypotheken z.B. 10 Jahre wieder gestiegen. Und das mit der Begründung, das die Refinanzierungskosten der Banken auf die Kunden abgewälzt werden.


    Es stellt sich nun die Frage... Falls die SNB wieder mal zu ihrem normalen Tagesgeschäft gelangen und die Negativzinsen aufgehoben werden, sinken dann auch wieder die Hypothekarzinsen? Sollte ja eigentlich der Fall sein, da die Refinanzierungskosten wegfallen würden oder tiefer ausfallen.

  • Ja, das sollten sie. Und sie werden es sicher so konsequent umsetzen wie die Fluggesellschaften die Kerosin-Zulage gesenkt haben, seit das Öl wieder gesunken ist.


    Leider werden sie es nicht tun, denn sie werden mit irgendwelchen Argumenten kommen.


    Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Kreditkonditionen historisch tief sind. Wenn die Zinsen steigen, drohen erhöhte Kreditausfälle, was die Banken wiederum nutzen könnten, um die Konditionen für die Kreditnehmer abermals zu verschlechtern.


    Ich fürchte, dass wir langfristig wieder in rauere Gewässer kommen werden. Langfristig günstig finanzieren und die Schulden abtragen, wird vor bösen Überraschungen einigermassen schützen.