Hypothek abschliessen oder warten..?

  • «Der Zeitpunkt für eine Festhypothek ist völlig falsch»

    Die Differenz zwischen langfristigen Festhypotheken und dem Libor-Zinssatz ist so klein wie noch nie. Das spricht für eine langfristige Zinsfixierung. Doch das wäre ein falscher Entscheid, warnt ein Experte.


    Derzeit liegen die Zinsen für Festhypotheken mit einer Laufzeit von zehn Jahren im Durchschnitt bei 1,07 Prozent - ein neuer Tiefpunkt. Liborhypotheken dagegen kosten leicht unter 0,9 Prozent, sind also nur noch knapp 20 Basispunkte günstiger.


    Das bedeutet: Wer jetzt eine zehnjährige Festhypothek über 500'000 Franken abschliesst, zahlt im Jahr nur 1000 Franken mehr als bei einer Liborhypothek. Und hat dafür seinen Zins fix, ohne eine plötzliche Verteuerung befürchten zu müssen.


    In anderen Worten: So attraktiv wie jetzt waren Festhypotheken im Vergleich zum Libor in den letzten Jahren nie. Die Zinskurven der beiden Hypothekartypen haben sich in den letzten Jahren immer weiter angenähert. Hier die Entwicklung seit dem Jahr 2011 als Chart:


    [Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/default/files/public/uploads/cash/redaktion/grafiken/20190709_vermoegenspartner_ab2011.jpg]Kursentwicklung von zehnjährigen Festhypotheken (orange) und der dreimonatigen Libor-Hypothek (rot), Quelle: Vermögenspartner


    "Es ist ein guter Moment, um in eine langfristige Festhypothek zu wechseln", sagt Dominique Ackermann, Hypothekenexperte von Avobis Hypothekenbörse, zu cash. Derzeit seien sogar zehnjährige Festhypotheken für klar unter 1 Prozent möglich. "Das ist fünfmal weniger, als Banken für ihre Tragbarkeitsrechnung einkalkulieren."


    Und gemäss Ackermann wird es auch in den nächsten 18 Monaten zu keinem Zinsanstieg kommen. Das Zinsniveau bleibe etwa auf dem aktuellen Stand, vielleicht sogar noch etwas darunter, meint er. Allerdings würden allfällige Senkungen so gering ausfallen, dass diese nur noch einen kleinen Unterschied ausmachen würden.


    Zinsanstiegsrisiko fällt weg


    Auch ein anderer Experte, Adrian Wenger vom Hypothekenzentrum, glaubt nicht an einen baldigen Zinsanstieg. Er sieht momentan aber nicht nur einen leichten, sondern gar einen starken Zinsdruck nach unten, da die US-Notenbank und auch die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen bald senken würden. Umgekehrt falle das Zinsanstiegsrisiko, was der beste Grund für den Abschluss von Festhypotheken sei, weg.


    "Der Zeitpunkt für einen Festhypothek ist völlig falsch", sagt Wenger. Im Moment gebe es am Hypothekenmarkt eine "erfundene" Zinskurve, die sich Banken zurechtgelegt hätten. Finanzinstitute würden auf "Teufel komm raus" versuchen, Festhypotheken abzuschliessen zwecks Margensicherung. Doch sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Hypothekenzinsen schon bald deutlich fielen. "In einem Jahr sind zehnjährige Festhypotheken womöglich für 0,2 Prozent erhältlich", so seine Vermutung.


    Der Hintergrund: Banken geben die derzeitigen Negativzinsen nicht in Form von negativen Hypothekarzinsen an ihre Kunden weiter. Vielmehr gehen sie in ihren Berechnungsmodellen von null Prozent Zins aus und schlagen darauf noch eine fixe Marge darauf. Wenger glaubt nun, dass die Banken diese (zu) hohen Hypothekarzinssätze durch den zunehmenden Zins- und Konkurrenzdruck bald nicht mehr aufrechterhalten werden können.


    Fix oder Libor? Der schwierige Entscheid


    Zwei Experten, zwei Meinungen: Wengers und Ackermanns Ratschläge könnten unterschiedlicher nicht sein. Das erleichtert den Entscheid für künftige Hausbesitzer, die sich für die eine oder andere Finanzierungsform entscheiden müssen, natürlich nicht.


    Fakt ist aber, dass Hausbesitzer mit der Liborhypothek - die in den frühen 1990er Jahren eingeführt wurde - im Vergleich zu langjährigen Festhypotheken immer günstiger wegkamen. Was aber nicht heisst, dass dies auch künftig so sein wird: Festhypotheken wären bei einem raschen Zinsanstieg die bessere Variante, da man sich den noch tieferen Zinssatz für eine fixe Laufzeit sichern kann, was bei Libor-Produkten nicht möglich ist.


    In der Praxis ist aber natürlich auch die persönliche Situation entscheidend bei der Wahl des idealen Hypothekenmodells. Käufer von Wohneigentum, bei denen Planbarkeit und Sicherheit weit oben stehen, fahren mit einer Festhypothek besser. Risikofreudige Hausbesitzer, die auch einen künftigen Zinsanstieg locker wegstecken, können weiterhin auf die Liborfinanzierung setzen.


    Hypothekarnehmern bietet sich darüber hinaus die Option, beide Formen zu mischen. Laut Ackermann lohnt sich eine solche Teilung gegenwärtig aber kaum mehr, da die Zinsdifferenz zwischen Libor und Fest schlicht zu gering sei. Von Mehrfach-Splittings auf unterschiedliche Festlaufzeiten, also etwa zwei, fünf und zehn Jahre, rät er gar gänzlich ab: "Das ist eine reine Kundenbindungsmassnahme der Banken."

  • So können Sie eine Hypothek mit der Säule 3a abzahlen


    Ähnlich wie ein Pfand kann die Säule 3a zur Finanzierung eines eigenen Zuhauses dienen.


    16.07.2019 23:10


    Von Marc Forster


    Vor einigen Monaten schrieb ein Leser zu einem Vorsorge-Beitrag von cash folgenden Kommentar: "Für Eigenheimbesitzer wäre es sicher auch prüfenswert, alle zehn Jahre die angesparten Säule-3-Guthaben zur Amortisation der Hypothek zu verwenden." Darauf scheibt ein anderer Leser: "Darf man das?"


    Die Antwort ist: Ja, man darf. Die Säule 3a erlaubt regelmässiges und steuerlich begünstigtes Sparen mit einem definierten jährlichen Höchstbetrag. Sie kann aber auch für die Abzahlung einer Hypothek verwendet werden.


    In der Regel nimmt jemand für einen Haus- oder Wohnungskauf zwei Hypotheken auf. Die Ersthypothek deckt normalerweise 65 bis 70 Prozent der Belehnung, der Rest wird über Eigenkapital und eine zweite Hypothek finanziert. Der Unterscheid zwischen der ersten und der zweiten Hypothek ist, dass letztere normalerweise komplett amortisiert werden muss.


    Möglich ist, beim Hypothekenfinanzierer ein Säule-3a-Konto einzurichten, das gewissermassen als Pfand für den Hauskredit gilt. Jahr für Jahr wird in diese 3. Säule einbezahlt - aktuell maximal 6826 Franken für Angestellte. Durch den Bezug der Guthaben wird dann die Hypothekarschuld mindestens für die zweite Hypothek getilgt.


    Im Detail verhält es sich aber einiges komplexer. Folgende Fragen sind im Zusammenhang mit Wohnfinanzierung und 3a-Vorsorge wichtig:


    In welcher Höhe soll man Hypotheken amortisieren?


    Eine allgemeingültige Antwort lässt sich darauf nicht geben. Generell lässt sich sagen: Die Hypothek zurückzahlen lohnt sich dann, wenn das Geld auf andere Weise nicht besser rentieren würde. Vom Hypothekarzins abgezogen werden muss noch der Grenzsteuersatz (Steuerbelastung durch zusätzliches Einkommen). Bei einem Hypothekarzins von 1,2 Prozent und einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent bleibt ein Wert von 0,9 Prozent.


    Wenn andere Anlagen mehr als 0,9 Prozent Rendite einbringen, lohnt sich die Amortisierung streng genommen nicht. Über die Frage der Amortisierung entscheidet aber auch die Frage, wie gross die verfügbaren Mittel sind und wie finanziell flexibel Hypothekarnehmer sind.


    Was sind die Vorteile der indirekten Amortisation über die Säule 3a?


    Mit Einzahlungen in die dritte Säule können Jahr für Jahr steuerliche Abzüge getätigt werden. Die Steuerersparnis ist unter anderem vom Einkommen, Wohnort und Höhe der Einzahlung abhängig, kann aber schnell 1500 bis 2000 Franken im Jahr betragen. Ausserdem sind Säule-3a-Gelder prinzipiell höher verzinst als Sparguthaben. Nur ist in der heutigen Tiefzinswelt dieser Vorteil leider (sehr) gering geworden.


    Für Hypothekarschuldner mit höheren Einkommen steigt die Attraktivität der Amortisation über die Säule 3a - wegen des höheren Grenzsteuersatzes.


    Was sind Nachteile der indirekten Amortisation?


    Bei der indirekten Amortisation verändern sich die Höhe der Hypothek und die Zinsbelastung nicht. Bei der direkten Amortisation – wenn periodisch Teile der Hypothekarschuld abbezahlt werden – sinkt die Höhe des Kredits und die Zinslasten sinken dabei mit. Allerdings verringert sich auch der Schuldzins, der in der Steuererklärung angegeben werden kann.


    Kann oder soll man gleichzeitig direkt und indirekt amortisieren?


    Ja, das kann man. Gleichzeitiges direktes und indirektes Abzahlen der Hypothek wird dann zum Thema, wenn der Hypothekarfinanzierer eine jährliche Amortisation verlangt, die den maximalen Betrag der Säule 3a übersteigt. Um gleichzeitig direkt und indirekt zu amortisieren, müssen genügend verfügbares Einkommen und Vermögen vorhanden sein.


    Wird eine 3a-Auszahlung zugunsten der Hypothek bevorzugt besteuert?


    Die Kapitalauszahlungssteuer beim Bezug der Säule 3a ist niedriger als der normale Einkommensteuersatz. Die Besteuerung des Bezugs hängt ab vom Kanton, der Progression sowie der Ausgestaltung der Progression. Ob das bezogene Geld ins eigene Vermögen fliesst oder zur Amortisation einer Hypothek verwendet wird, macht hier keinen Unterschied.


    Können Säule-3a-Gelder für die Abzahlung der ersten Hypothek verwendet werden?


    Ja. Alle fünf Jahre ist ein Teilbezug möglich. Erst wenn jemand fünf Jahre vor der Pensionierung steht, muss der ganze Betrag bezogen werden. Säule-3a-Gelder sind zwar in der Tat bis zum Bezugsalter gesperrt, aber eine der wenigen Ausnahmen für den vorzeitigen Bezug besteht, wenn Geld für selbstbewohntes Wohneigentum benötigt wird. Voraussetzung für Teilbezüge ist aber, dass mehrere Säule-3a-Konten geführt werden.


    Wenn eine Liegenschaft einem Ehepaar gehört, dürfen die beiden Ehepartner jeweils alle fünf Jahre einen Bezug tätigen. Auf diese Weise kann im Schnitt alle zweieinhalb Jahre ein Bezug getätigt werden.


    Lohnt sich eine solche schrittweise Abzahlung über die dritte Säule?


    Normalerweise ist der Hypothekarzins höher als die Verzinsung der Säule 3a. Dadurch reduziert sich der steuerliche Vorteil, wenn das Geld länger in der dritten Säule bleibt. Somit lohnt es sich, Säule-3a-Geld periodisch für Rückzahlungen zu verwenden. Anders verhält es sich unter Umständen, wenn ein Teil des Säule-3a-Guthabens in Wertpapiere investiert ist. Dann kann die Rendite durchaus höher sein als bei der Verzinsung von Sparguthaben.


    Wie verhält es sich bei Säule-3a-Konten mit Wertschriftenanteil?


    Auch mit Wertschriftenkonten kann eine Hypothek amortisiert werden. Man muss sich einfach bewusst sein, dass Aktien und andere Wertschriften Kursschwankungen unterliegen.


    Können auch Selbständige diesen Weg gehen?


    Ja, auch Selbständigerwerbende können einen Eigenheimkredit über die dritte Säule amortisieren. Für sie ist der erlaubte jährliche Maximalbetrag für die dritte Säule wesentlich höher als bei Angestellten. Sie können bis zu 20 Prozent ihres Erwerbseinkommens einzahlen, wobei der Betrag 34'128 Franken im Jahr nicht übersteigen darf. Voraussetzung ist, dass Selbständigerwerbende keiner Pensionskasse, sprich keiner Vorsorgeeinrichtung der zweiten Säule angehören.

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  • Hypozinsen ­sinken im Juli ­erneut deutlich

    Die Richtsätze für Wohnbaukredite sind über alle Laufzeiten gefallen und erreichen bei den kürzeren Fristen Tiefstwerte.


    Wohneigentum zu finanzieren, ist im Juli einmal mehr günstiger geworden. Der Anfang Jahr eingesetzte Rutsch bei den Hypothekarzinsen fand im Mai zwar zeitweilig einen Boden, doch anschliessend hat sich die Abwärtsbewegung fortgesetzt. Bei den von FuW beobachteten dreizehn Anbietern sind die Bauzinsen im Durchschnitt gegenüber Mitte Juni über alle Laufzeiten gesunken – für zwei- bis fünfjährige Wohnbaukredite etwas mehr als für zehnjährige Hypotheken.



    [Blocked Image: https://www.fuw.ch/wp-content/themes/fuw-2016/images/icons/zoom.png][Blocked Image: https://www.fuw.ch/wp-content/uploads/2019/07/tab_hypozins_beg-600x856.jpg]


    Bei den kürzeren Laufzeiten hat das Immobilienportal Homegate die Richtsätze auf einen Tiefstwert herabgesetzt. Zwei- und dreijährige Kredite kosten statt wie vor Monatsfrist 0,63 und 0,66% pro Jahr jetzt nur noch 0,46 respektive 0,45%. Auch die Migrosbank hat ihre zwei- und dreijährigen Bauzinsen gesenkt, und zwar beide gleichermassen von 1,05 auf 0,9%. Der Versicherer Axa Winterthur ermässigt den dreijährigen Zins gar um 0,3 Prozentpunkte auf 0,65%.


    Auch bei den längerfristigen Hypotheken sind die Sätze teilweise markant gefallen. Axa Winterthur hat den Richtsatz für fünf Jahre von 1,06 auf 0,77% nach unten gesetzt, und ein zehnjähriger Immobilienkredit kostet nur noch 0,95%. Für die längste Laufzeit am geringsten ist der Satz bei der Personalvorsorge des Kantons Zürich (BVK) mit 0,84%. Nur unwesentlich höher ist der Zins für die Onlinehypothek der Glarner Kantonalbank (GLKBN 29.3 0%) (Hypomat) und für den Kredit des Versicherers Swiss Life (SLHN 492.5 0.26%).


    Deutlich steigende Hypothekarzinsen sind nicht zu erwarten, denn eine Zinswende ist nicht in Sicht, weder bei den zehnjährigen Anleihen der Eidgenossenschaft noch beim Leitzins der Schweizerischen Nationalbank. Sie könnte ihn sogar senken, falls die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen wie erwartet herabsetzen.


    Der Schweizer Leitzins ist seit Juni nicht mehr der Dreimonatslibor. Nun legt die Nationalbank den «SNB-Leitzins» als Ziel fest und steuert am Geldmarkt den Tagessatz Saron. Die Umstellung darf grundsätzlich gemäss Obligationenrecht nicht zum Nachteil des Kunden ausfallen. Das gilt auch für Libor-Hypothekarnehmer.

  • Die Festhypothek und der Erbsenzähler

    Ein Immobilienspezialist rät jetzt zum Abschluss einer Festhypothek, ein anderer findet den Zeitpunkt völlig falsch. Was gilt nun?


    "Noch nie war es in der Schweiz so günstig, Hypotheken aufzunehmen", lässt uns der Vergleichsdienst Moneyland wissen. Im Schnitt kosteten fünfjährige Festhypotheken 0,96 und zehnjährige 1,08 Prozent. Im Februar letzten Jahres lag die zehnjährige bei 1,75 Prozent, was im historischen Vergleich ebenfalls sehr tief war.


    Noch am gleichen Tag belehrt uns Adrian Wenger vom Hypothekenzentrum auf cash.ch: "Der Zeitpunkt für eine Festhypothek ist völlig falsch."


    Ich reibe mir die Augen. Was will man denn noch? Soll man warten, bis man für Hypotheken einen Zins erhält, statt dass man einen bezahlen muss? Nun, wer weiss, es gibt ja auch so etwas wie Negativzinsen.


    Wenger geht davon aus, dass der Druck auf die Zinsen anhält. Er sieht nicht nur einen leichten, sondern sogar einen starken Zinsdruck auf uns zukommen, ausgelöst durch die Notenbanken Europas und der USA.


    In einem Jahr seien die zehnjährigen Festhypotheken womöglich für 0,2 Prozent erhältlich, mutmasst der Hypothekenspezialist. Vielleicht hat er Recht - vielleicht auch nicht.


    cash.ch zitierte auch Dominique Ackermann von der Avobis Hypothekenbörse. Für ihn ist heute ein "guter Moment", um in eine langfristige Festhypothek zu wechseln. Zumal Liborhypotheken, deren Zinsen kurzfristig schwanken können, nicht viel weniger kosten.


    Fragen Sie mich nicht, was ich davon halte. Ich bin - vielleicht im Unterschied zu anderen - kein Hellseher. Und wenn mich jemand aus meinem Bekanntenkreis fragt, was ich ihm empfehlen würde, dann sage ich ihm ohne gross nachzudenken: "Nimm die Hypothek, mit der Du dich am besten fühlst." Ich gebe zu: Erbsenzähler wissen mit diesem Tipp nichts anzufangen. Doch wer heute eine Festhypothek zu 1 Prozent abschliesst und sich in einem Jahr darüber aufregt, dass sie inzwischen noch um ein paar Prozentpunkte günstiger zu haben wäre, dem ist kaum zu helfen.


    Nur eines möchte ich doch noch ans Herz legen: Gehen Sie shoppen. Lassen Sie sich Angebote verschiedener Banken unterbreiten. Denn die Unterschiede von Bank zu Bank können erheblich sein. Gemäss Moneyland ist die günstigste zehnjährige Festhypothek für 0,83 Prozent, die teuerste für 1,3 Prozent zu haben. Das sind aber nur Richtwerte. Gewisse Banken lassen mit sich reden. Und vergessen Sie die Versicherungen nicht. Sie sind tendenziell günstiger als die Banken. Swiss Life und die Zurich haben derzeit interessante Angebote. Wobei sie nur dann interessant sind, wenn sie nicht mit Gegengeschäften, zum Beispiel dem Abschluss einer Lebensversicherung, gekoppelt sind. Aber das ist eine andere Geschichte.


    Und wenn der Vertrag für die Festhypothek unterschrieben ist, kann man sich durchaus ob der Gewissheit freuen, für viele lange Jahre nur einen bescheidenen Zins entrichten zu müssen.

  • Kann es zu negativen Hypothekarzinsen kommen?

    In Europa und den USA stehen wegen der schwächelnden Weltkonjunktur Zinssenkungen vor der Tür. In letzer Konsequenz könnten damit auch Schweizer Hypothekarzinsen ins Minus rutschen - aber nur, wenn die Banken es wollen.


    Die Leitzinsen werden aller Voraussicht nach weiter sinken. Ganz sicher in den USA, wahrscheinlich sogar in Europa. Alles andere wäre eine Überraschung. Die Gründe sind in erster Linie in einer abflauenden Weltkonjunktur und den andauernden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China zu finden.


    Wegen des Negativzinsumfeldes sind die Kapitalmarktzinsen – also die Zinssätze, zu denen sich Banken refinanzieren (Swap-Sätze) – seit Jahren im Sinkflug. Seit Jahren leiden die Banken dadurch unter erhöhten Margendruck. Dies wirkt sich auf Hypothekarzinsen aus. Experte Adrian Wenger vom Beratungsunternehmen Hypothekenzentrum sagte kürzlich zu cash.ch, dass die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken schon in einem Jahr bei 0,2 Prozent leigen könnten. Im Moment liegt der Schnitt noch bei rund 1,1 Prozent.


    Negative Hypo-Zinsen kein Hirngespinst mehr


    Aber könnte es noch weiter gehen? Für viele Experten sind negative Hypo-Zinsen zumindest in der Theorie kein Hirngespinst mehr. Eine Analyse von MoneyPark erhebt allerdings grosse Zweifel, dass solch ein Szenario eintreffen wird. Der Hypothekenvermittler im Besitz des Helvetia-Versicherungskonzerns merkt an, dass eine Reduktion der Hypothekenzinsen schlicht und einfach mit zu hohen Margeneinbussen verbunden wäre.


    "So lange auf den Sparguthaben bei Schweizer Banken keine Negativzinsen auf breiter Front verlangt werden, können die Hypothekarzinsen nicht unbegrenzt sinken", sind die Analysten von MoneyPark überzeugt.

  • «Negative Hypozinsen würden einen Bankrun auslösen»


    Was bisher Dänemark vorenthalten war, gibt es laut einem Medienbericht nun vereinzelt auch in der Schweiz: negative Hypozinsen. Eine flächendeckende Einführung wäre gemäss Immobilien-Experte Donato Scognamiglio fatal.


    23.07.2019 14:18


    Von Pascal Züger


    Mindestens zwei Kantonalbanken haben in Ausnahmefällen bereits Minuszinsen bei Hypothekarkrediten gewährt, schreibt der "Tages Anzeiger" in seiner Dienstagsausgabe. Konkret soll es sich dabei um die Zuger und Graubündner Kantonalbank handeln.


    Während sich erstere über die Einzelheiten zugeknöpft zeigt, gibt Thomas Müller von der Graubündner Kantonalbank dem Tages Anzeiger etwas mehr Details preis: "Bei institutionellen Kunden mit sehr grossem und gleichzeitig sehr kurzfristigem Finanzierungsbedürfnis können bei der GKB, je nach aktueller Refinanzierungssituation, Minuszinsen zur Anwendung kommen."


    Bisher waren nur in Dänemark Fälle von Immobilienfinanzierungen mit negativen Verzinsungen bekannt. Dort aber nicht nur für auserwählte Institutionelle, sondern auch für Privatpersonen (cash berichtete). Variable Hypotheken in Dänemark sind teilweise mit einem Zins von minus 0,3 Prozent erhältlich - allerdings fressen Gebühren diese Einnahmen wieder weg. So betrachtet trifft es demnach nicht zu, dass Hypothekarnehmer in Dänemark für ihren Hauskredit von der Bank noch Geld bekommen.


    Kommen jetzt die flächendeckenden Negativzinsen?


    Derzeit kosten zehnjährige Schweizer Festhypotheken im Schnitt noch knapp unter 1,1 Prozent, fünfjährige sogar nahe bei 0,9 Prozent - das ist günstig wie nie. Der jüngste Tabubruch in der Immobilienfinanzierung wirft nun unweigerlich die Frage auf, ob auch in der Schweiz Hypotheken bald flächendeckend mit negativen Verzinsungen erhältlich sind.


    Ein Szenario, vor welchem Donato Scognamiglio warnt: "Wenn Banken das Businessmodell mit Negativzinsen im Hypothekarbereich durchziehen würden, müssten sie umgekehrt auch Sparguthaben von Retailkunden mit Guthaben unter 500'000 Franken negativ verzinsen", sagt der Immobilien-Experte auf cash-Anfrage. Mit fatalen Konsequenzen: "Kunden würden dann ihr Geld abheben, ein Bankrun wäre die Folge."


    Bisher ist die Alternative Bank das einzige Finanzinstitut, welches Negativzinsen von 0,75 Prozent für Retailkunden eingeführt hat. Andere sind zurückhaltender, geben diese direkt nur an Kunden mit einem Vermögen ab 500'000 oder gar 1 Million Franken weiter. Kunden bekommen jedoch die Tiefzinssituation mit Nullverzinsungen und höheren Gebühren indirekt zu spüren.


    Scognamiglio glaubt nicht, dass es tatsächlich zu negativen Hypozinsen für Privatkunden kommen wird. Vielmehr handle es sich bei den aktuell gewährten negativen Hypothekarzinsen um vereinzelte Spezialsituationen, in denen Banken kurzfristig über zu viel Liquidität verfügten. Anstatt diese bei der Schweizerischen Nationalbank zu Negativzinsen von minus 0,75 Prozent zu hinterlegen, würden diese für kurze Zeit an Insitutionelle ausgeliehen.


    In einer Analyse erhebte auch der Hypothekenvermittler Moneypark grosse Zweifel, dass ein solches Negativzins-Szenario bei Hypotheken eintreffen wird. Eine Reduktion der Hypothekenzinsen sei schlicht und einfach mit zu hohen Margenbussen verbunden. Und: "So lange auf den Sparguthaben bei Schweizer Banken keine Negativzinsen auf breiter Front verlangt werden, können die Hypothekarzinsen nicht unbegrenzt sinken", so die Analysten von MoneyPark.

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  • Dänische Bank bietet Hypothek mit negativem Zins an

    Dänemarks drittgrößte Bank, die Jyske Bank, bietet seinen Kreditnehmern nun Hypotheken zu negativen Zinsen an, so berichtet Zero Hedge. Damit werden Kunden tatsächlich bezahlt, sich Geld für den Kauf eines Hauses zu leihen. Laut Angaben der Bank seien Kunden nun in der Lage eine festverzinsliche Hypothek mit 10 Jahren Laufzeit aufzunehmen, dabei belaufe sich der Zinssatz auf negative 0,5%.

    "Das ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Hypotheken", so Volkswirtschaftler der Bank Mikkel Høegh. "Vor einigen Monaten hätten wir noch gesagt, dass das nicht möglich sei, doch wir wurden wieder und wieder überrascht, und das eröffnet Hausbesitzern eine neue Möglichkeit."

    Praktisch würden die negativen Zinsen als eine "Subvention" zur Rückzahlung dienen. Das Geld, das zurückgezahlt werden muss, wird somit immer geringer, während die Schulden reduziert werden, meinte Høegh.

    "Ja, ich verstehe es auch kaum. Tatsächlich meinte ich, dass es das so nicht geben kann. Doch wir haben herausgefunden, wie wir eine Hypothek mit negativen Zinsen einführen können", kommentierte er.

  • Eine teure Hypothek vorzeitig auflösen: Lohnt sich das?


    Aktuell sind Hypotheken so günstig wie nie. Doch was macht man, wenn man auf einer eine teuren, langlaufenden Hypothek sitzt und diese ablösen möchte? Das geht. Aber es ist nicht günstig.


    17.09.2019 21:30


    Von Pascal Züger


    Jetzt eine Hypothek abschliessen ist äusserst lukrativ. Gemäss Moneypark betragen die jährlichen Zinsen bei zehnjährigen Festhypotheken in der Schweiz im Schnitt noch 1,08 Prozent, bei fünfjährigen sind es gar nur noch 0,94 Prozent. Es handelt sich um rekordtiefe Niveaus.


    Noch vor einigen Jahren hätte man so tiefe Zinsen praktisch für unmöglich gehalten: 2008 waren beim Abschluss zehnjähriger Festhypotheken noch Zinssätze von rund 4,5 Prozent üblich, vor fünf Jahren solche von 2,5 Prozent.


    Ärgern werden sich da vor allem Immobilienbesitzer, die sich vor einigen Jahren für eine langlaufende Festhypothek entschieden haben. Aus freien Stücken, oder weil ihr Bankberater schon damals von einmalig günstigen Finanzierungskonditionen sprach, die man unbedingt fixieren sollte. Dadurch sind diese Kunden nun an Hypotheken gebunden, die im Vergleich zu heute deutlich höhere Zinssätze aufweisen.


    Wer beispielsweise auf einem Betrag von 500'000 Franken eine noch drei Jahre laufende Festhypothek mit einem Zinssatz von 3 Prozent abgeschlossen hat, zahlt jedes Jahr 15'000 Franken an Zinsen an die Bank. Insgesamt bis zum Ablauf noch 45'000 Franken. Attraktiver wäre da eine Festhypothek von 1 Prozent für die nächsten drei Jahre, was derzeit bei Neuabschlüssen durchaus realistisch ist. Die Zinskosten lägen dann nur noch bei 5'000 Franken pro Jahr, bis zum Laufzeitende bei 15'000 Franken. Das ist dreimal günstiger als die bisherige Hypothek.


    Vorzeitig auflösen hat seinen Preis


    Optimal wäre es aus Hypothekarnehmersicht daher, die bestehende Hypothek per sofort aufzulösen und eine neue, deutlich günstigere abzuschliessen. Die gute Nachricht: Eine vorzeitige Auflösung ist tatsächlich möglich. Die schlechte Nachricht: Es kostet viel.


    "Eine vorzeitige Auflösung einer Festhypothek lohnt sich nur in den seltensten Fällen und setzt eine gewisse Fachkenntnis oder gute Beratung voraus", sagt Dominique Ackermann von Avobis Hypothekenbörse zu cash. In der Praxis habe er bisher erst einen solchen Fall erlebt. Die Bank habe den Kunden nicht verlieren wollen, dank guter Verhandlung sei das Kreditinstitut in der Folge finanziell etwas entgegengekommen. "Das ist aber eine grosse Ausnahme und war nur möglich, weil auch die neue Hypothek wieder beim gleichen Anbieter abgeschlossen wurde."


    Ins gleiche Horn bläst Hypothekenexperte Florian Schubiger von Vermögenspartner: Die Banken würden die Zinsen für die Restlaufzeit verrechnen. Hinzu komme in der aktuellen Zinssituation ein negativer Wiederanlagesatz, der die vorzeitige Auflösung zusätzlich verteure. "Ein frühzeitiges Auflösen, um eine günstigere Hypothek abzuschliessen, lohnt sich eigentlich nie", so sein ernüchterndes Fazit.


    Negativzinsen verteuern Ausstieg zusätzlich


    Wird eine Hypothek aufgelöst, müssen dem Anbieter die für die Restlaufzeit anfallenden Zinsen trotzdem bezahlt werden. Darüber hinaus muss die Bank das frühzeitig erhaltene Geld wieder am Markt platzieren. Und da sichere Anlagen derzeit negativ verzinst sind, wird dem Hypothekarnehmer hier noch ein zusätzlicher Betrag verrechnet - quasi eine Entschädigung an die Bank für anfallende Negativzinsen.


    Wie teuer eine vorzeitige Hypothekenauflösung zu stehen kommt, hat Vermögenspartner für cash für verschiedene Restlaufzeiten und Zinssätze ausgerechnet:


    [Blocked Image: https://www.cash.ch/sites/default/files/public/uploads/cash/redaktion/bilder/vorfaelligkeitsentschaedigung_hypothek_vermoegenspartner.jpg]Je länger die Restlaufzeit und je höher der Zinssatz der bisherigen Hypothek, desto teurer wird auch der Ausstieg. So beträgt die Vorfälligkeitsentschädigung einer Hypothek mit einem Zinssatz von 4 Prozent und einer Restlaufzeit von 5 Jahren saftige 121'000 Franken. Die Bank verrechnet hier 100'000 Franken für die restlichen Zinsen (je 20'000 Franken pro Jahr), plus rund 21'000 Franken für bei der Bank durch die Rückführung des Geldes anfallende Negativzinsen.


    Das ist teuer. Und lohnt sich nicht. Denn zusätzlich dazu, dass man die Restlaufzeit der alten, teureren Hypothek dennoch bezahlen muss und eine Entschädigung an die Bank bezahlt, muss ja auch eine neue Hypothek abgeschlossen und berappt werden. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass die Vorfälligkeitsentschädigung bis zu einem gewissen Betrag von den Steuern abgezogen werden kann.


    So bleibt dem normalen Immobilienbesitzer nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beissen und die bestehende Hypothek abzusitzen, so schlecht die Konditionen auch sein mögen. Nur wer sehr gute Argumente vorweisen kann, etwa weil er gleichzeitig sein Aktiendepot in der Höhe von mehreren Millionen Franken in die Bank einbringt, kann auf ein gewisses Entgegenkommen hoffen. Doch in der Realität sind Kulanzfälle sehr selten.

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  • Goldman Sachs drängt in den Schweizer Hypothekenmarkt

    Ein neuer Hypo-Player für die schwierigen Fälle


    Mit Goldman Sachs spielt erstmals eine ausländische Grossbank bei Eigenheim-Krediten mit. Und sie hat ein spezielles Angebot.


    Seit heute ist der Schweizer Hypothekarmarkt um einen Anbieter reicher: Gemeinsam mit dem Hypothekarvermittler Moneypark bietet Goldman Sachs Hauskredite an. Das schreibt Moneypark in einer Mitteilung. Die US-Investmentbank ist die erste ausländische Grossbank, die damit auf dem Hypomarkt mitmischt.


    Selber wird Goldman Sachs jedoch nicht in der Schweiz auftreten. Die Hypogeschäfte laufen über die Schweizer Elan Suisse Hypotheken AG, die einzig zu diesem Zweck gegründet wurde. Moneypark übernimmt die Beratung der Kunden.


    Die Hypothek richtet sich speziell an Käufer, die sich trotz gutem bis sehr gutem Einkommen bisher kein Eigenheim leisten konnten. In den meisten Fällen hiess der Grund: Tragbarkeitsberechnung. Denn die Hypovergabe ist in der Schweiz streng reguliert. So besagen die Tragbarkeitsregeln, dass nur der eine Finanzierung erhält, der die Raten auch dann zahlen kann, wenn der Zins auf 5 Prozent steigen sollte. Die Zinszahlungen dürfen dann zudem nicht mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen.


    Festhypothek mit Laufzeit zwischen 10 und 15 Jahren


    Das könnte sich mit Goldman Sachs ändern: Wer sich bei einem Jahreseinkommen von 150'000 Franken in der Schweiz heute eine Wohnung für 830'000 Franken leisten könne, würde durch die Konditionen bei der Investmentbank – je nach individueller Situation – eine Immobilie im Wert von über 1 Million Franken erwerben können, sagt Moneypark-Chef Stefan Heitmann.


    Der Grund: Bei der Berechnung der Tragbarkeit werde die individuelle Situation des Kunden berücksichtigt. Das könne zum Beispiel heissen, dass nicht immer mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent gerechnet werde wie sonst zwar üblich, gesetzlich aber nicht festgesetzt. «Das führt dazu, dass sich mehr Menschen ein Eigenheim leisten können», sagt Heitmann.


    Die Goldman-Hypothek ist eine Festhypothek mit einer Laufzeit zwischen 10 und 15 Jahren, der Eigenkapitalanteil bleibt bei den marktüblichen 20 Prozent. Der Zins jedoch liege rund ein halbes Prozent über den Standardsätzen, die je nach Kreditwürdigkeit bei Moneypark zwischen 0,7 bis 1,3 Prozent ­betragen. Sobald ein gewisses Volumen erreicht sei, wolle ­Goldman Sachs die Hypotheken internationalen Investoren wie Pensionskassen zum Kauf anbieten, schreibt die «NZZ am Sonntag».


    Das Risiko, dadurch nach Ablauf der Hypothek schlechtere Konditionen für eine neue zu erhalten, steige für den Hypothekarnehmer laut Heitmann aber nicht: «Nach Ende einer Laufzeit muss man sich immer wieder neu finden, egal bei welchem ­Anbieter.»

  • Richtzinsen für zehnjährige Festhypotheken erstmals unter 1 Prozent


    In der Schweiz sind die Richtzinsen zehnjähriger Festhypotheken weiter gesunken. Gemäss dem Hypothekenbarometer von Comparis sind sie sogar erstmals kurzzeitig unter die 1-Prozent-Marke gerutscht.


    03.10.2019 07:11


    Diverse Anzeichen deuteten nun aber auf eine Bodenbildung bei den Hypothekarzinsen hin. Erreicht worden seien die Tiefstwerte im August, teilte der Vergleichsdienst Comparis am Donnerstag mit. Per Ende September 2019 kostete eine 10-jährige Festhypothek im Schnitt dann wieder 1,05 Prozent. Das seien aber trotzdem noch 5 Basispunkte weniger als Ende Juni 2019.


    Die Richtzinsen fünfjähriger Hypotheken hätten sich derweil im Vergleich zum Vorquartal von 0,95 auf 0,91 Prozent reduziert. Zweijährige Hypotheken lägen mit 0,87 Prozent hingegen nur minimal unter dem Stand von vor drei Monaten.


    "Diverse Anzeichen deuten nun auf eine Bodenbildung bei den Hypothekarzinsen hin", wurde Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp in der Meldung zitiert. Dafur sprächen beispielsweise die Swap-Sätze. So habe der zehnjährige Swap-Satz Mitte August mit -0,7 Prozent ein Rekordtief markiert und liege mit -0,4 Prozent per Ende September immer noch deutlich unter den Werten des Vorquartals.


    Der Begriff Swap-Satz wird im Zusammenhang mit Hypotheken oft verwendet. Er beschreibt die Kreditabsicherungskosten, zu denen sich Banken gegenseitig Geld leihen.


    (AWP)

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  • Zinsen für Festhypotheken steigen seit Mitte August wieder


    Die Talfahrt der Festhypotheken scheint gestoppt. Seit Mitte August ziehen die Zinssätze wieder an. Davon betroffen sind nach Angaben des Online-Vergleichsdienstes Moneyland vom Mittwoch sowohl fünf- als auch zehnjährige Festhypotheken.


    23.10.2019 08:43


    Am 18. August hatten die Hypothekarzinssätze gemäss Moneyland ein historisches Tief erreicht. Fünfjährige Festhypotheken kosteten damals durchschnittlich 0,92 Prozent und zehnjährige 1,01 Prozent. Seitdem haben sie sich wieder etwas erholt und sind (per 22. Oktober) für fünf Jahre auf durchschnittlich 0,96 Prozent und für zehn Jahre auf 1,12 Prozent gestiegen. Vor rund einem Jahr lagen die entsprechenden Werte bei 1,19 beziehungsweise bei 1,70 Prozent. Aktuell sind sie nun wieder so hoch wie im Juli 2019.


    Zinssatz je nach Anbieter doppelt so hoch


    Die Zinsdifferenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Hypothekarzinsangebot hat sich seit Anfang Jahr laut Moneyland leicht vergrössert. Die Richtzinssätze für zehnjährige Festhypotheken bewegen sich zwischen 0,75 Prozent beim günstigsten und 1,40 Prozent beim teuersten Anbieter. Im fünfjährigen Bereich lagen die Zinsen zwischen 0,58 und 1,25 Prozent.


    Banken teurer als Versicherungen


    Versicherer offerieren laut der Erhebung des Online-Vergleichsdienstes eine zehnjährige Festhypothek derzeit im Mittel zu 0,99 Prozent, während Banken dafür durchschnittlich 1,14 Prozent verlangen. Zinssätze von zehnjährigen Festhypotheken von reinen Online-Angeboten lagen tiefer bei durchschnittlich 0,92 Prozent.


    Der Hypotheken-Index basiert auf den Richtzinsen, die moneyland.ch jeden Tag zweimal automatisch erhebt. Insgesamt werden mehr als 110 Festhypotheken, variable Hypotheken und Libor-Hypotheken indexiert.


    pre/uh


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  • Was mit dem Saron auf Schweizer Hypothekarkunden zukommt


    Banken und andere Hausfinanzierer werden in den nächsten zwei Jahren bei Geldmarkthypotheken mehr und mehr vom Referenzzins Libor auf den Saron umstellen. In einem Punkt müssen Bankkunden aufpassen.


    13.01.2020 07:00


    Von Marc Forster


    Nationalbank-Direktorin Andréa Maechler schimpfte letzten Monat ein bisschen mit den Banken: Die Finanzinstitute sollten bei der Vergabe ihrer Geldmarkthypotheken zügig damit anfangen, vom Referenzzinssatz Libor abzukehren.


    Denn der Libor – voll ausgeschrieben "London Interbank Offered Rate" – wird definitiv nur noch bis Ende 2021 erstellt. Der Libor gibt wieder, zu welchem Zins sich grosse Banken Geld auszuleihen bereit sind. Auf Basis dieses Zinses werden alle viele Finanzprodukte berechnet.


    Libor wird Bedeutung verlieren


    Beispielsweise steuerte die Schweizerische Nationalbank lange Jahre mithilfe des Libor ihren Leitzins. In einer anderen Anwendung sind sie auch Basis für Hypothekarzinsen: In der Schweiz werden neben Festhypotheken mit fixem Zins auch Hypotheken angeboten, deren Rate sich eben am Libor orientiert. Bis zu 20 Prozent des Schweizer Hypothekenvolumens basiert auf dem Libor.


    Weil Banken den Libor mit bewusst falschenZahlenangaben in der Vergangenheit manipuliert haben, ist er in Verruf gekommen und wird Ende 2021 aller Voraussicht nach seine überragende Bedeutung verlieren. In der Schweiz wurde Abhilfe geschaffen: Statt des Libor wird der Saron – "Swiss Average Rate Overnight" – zum Zug kommen. Dieser basiert einem Tagessatz, zu dem sich Finanzinsitute in der Schweiz im Refinanzierungsgeschäft (Repo-Markt) Mittel ausleihen.


    Die SNB empfahl den Banken letztes Jahr den Saron offiziell. Daher rührt vielleicht auch, dass Direktorin Maechler Mitte Dezember mit etwas Nachdruck den Wechsel anregte.


    Erste Saron-Hypotheken gibt es schon


    Noch sind Saron-Hypotheken eine Rarität. Die UBS hat bisher nach eigenen Angaben schon 2019 zwei Mal an Grosskunden eine Saron-Hypothek verliehen und kündigte an, auf dem Schweizer Referenzzins basierende Hauskredite im Laufe von 2020 auch der Kundschaft generell zugänglich zu machen.


    Auch Raiffeisen kündigt die Saron-Hypothek für 2020 an. Mit der UBS und Raiffeisen sind damit schon zwei der wichtigsten Wohnfinanzierer der Schweiz an Bord. Auch weitere Banken werden den Saron Ende 2020 wohl im Angebot haben.


    Geht es nach Florian Schubiger, Immobilienexperte von der Vergleichsplattform Hypotheke.ch, können Hypothekarnehmer der Umstellung relativ gelassen entgegensehen: "Die Basis der Zinsberechnung ist zwar eine andere, aber die Kunden werden dies nicht gross merken."


    Denn, wie Schubiger beobachtet hat, sind der Libor und Saron in den vergangenen Monaten de facto gleich verlaufen. Also in etwa dort, wo die SNB die Zinssätze haben will: Bei grosso modo -0,75 Prozent.


    «Banken tun sich schwer»


    Libor- und Saronhypotheken sind so genannte Roll-Over-Kredite. Der zugrundeliegende Referenzzins ändert sich laufend, womit sich natürlich auch die Zinszahlung der Kunden immer wieder ändert. Bei der Liborhypothek wird der Zins alle drei Monate, seltener auch jeden Monat, alle sechs oder alle zwölf Monate angepasst.


    Beim Saron ist es etwas komplizierter. Der Schweizer Referenzzins ist ein Tagessatz und eine Berechnungsgrundlage für Laufzeiten kann von sich aus zunächst nicht so leicht erstellt werden. So müssen sich Banken für eine Methode entscheiden, mit der ein Zins für eine Laufzeit definiert werden kann. Die SNB hat sieben Methoden ermittelt, wie dies geschehen könnte. An Umsetzungsmöglichkeiten fehlt es demnach nicht.


    Trotzdem, wie Adrian Wenger vom Beratungsunternehmen VZ Vermögenszentrum sagt, tun sich die Banken schwer mit der Umstellung. Wenger geht aber davon aus, dass im Lauf des Jahres 2020 bekannt geben werden, wie sie den Wechsel vollziehen werden. Umstellen dürften sie wohl spätestens im Sommer 2021.


    Margenausweitung droht


    Für die Kunden droht laut Wenger aber eine Klippe der besonderen Art: Neben den 20 Prozent Geldmarkhypotheken kämen nächstes Jahr vom gesamten Hypothekarvolumen weitere 30 Prozent zur Erneuerung. Also dürften 2021 insgesamt 50 Prozent der Schweizer Hypotheken erneuert werden. "Das birgt die Gefahr, dass die Banken dies zu einer Ausweitung ihrer Margen zum Anlass nehmen", sagt Wenger zu cash.


    Geldmarkthypotheken sind für Hausfinanzierer grundsätzlich weniger lukrativ als Festhypotheken. Schon seit einiger Zeit stellen Kunden fest, dass sie mit dem Argument, dass der Libor nicht mehr verwendet werde, zu Festhypotheken gedrängt werden. Die Saron-Einführung wiederum könnte dann bedeuten, dass die vom Zinsgeschäft abhängigen Schweizer Banken dort ihre Einnahmen zulasten des Kunden erhöhen könnten.


    Um ein gründliches Studieren und Vergleichen der Angebote kommen Hauskäufer also auch im anbrechenden Zeitalter des Saron nicht herum.

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  • Die Hypothekarzinsen sind trotz Corona-Krise seit Anfang Monat gestiegen


    Die Hypothekarzinsen sind in der Schweiz trotz der eskalierenden Coronavirus-Krise seit Anfang Monat wieder gestiegen.


    25.03.2020 10:50


    Am 5. März lagen die durchschnittlichen Hypothekarzinssätze für fünf Jahre bei 0,93 Prozent und für zehn Jahre bei 1,02 Prozent, wie der Internetvergleichsdienst Moneyland in einer Auswertung feststellte, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.


    Damit erreichten sie beinahe wieder das Allzeittief vom 19. August 2019, als eine fünfjährige Hypothek im Schnitt für 0,92 Prozent und eine zehnjährige für 1,01 Prozent zu haben waren.


    "Unter anderem führten die erwarteten Zinssenkungen durch die Notenbanken aufgrund der Corona-Krise zu den tiefen Zinswerten. Marktbeobachter erwarteten deshalb bis vor kurzem noch deutlich tiefere Hypothekarzinssätze infolge der Krise", schrieb Moneyland.


    Seit dem 5. März geht es allerdings wieder bergauf und das geliehene Geld für Eigenheime wird teurer. Grund dafür seien die gestiegenen Zinsen am Kapitalmarkt, sagte UBS-Chefökonom Schweiz Daniel Kalt auf Anfrage.


    In den Tagen der Börsenpanik hatte auch an den Bondmärkten wegen Gewinnmitnahmen der Ausverkauf eingesetzt nach dem Motto: "Nur Bares ist Wahres." Dies liess die Renditen wieder steigen, auch wenn sich die Lage in den letzten Tagen wieder etwas beruhigt hat.


    Dies schlägt auf die Hypozinsen durch, weil sich die Banken am Kapitalmarkt refinanzieren. Mittlerweile kostet eine fünfjährige Hypothek im Schnitt wieder 1,0 Prozent, während für eine zehnjährige 1,2 Prozent verlangt werden.


    (AWP/cash)

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  • Noch ist die Lage für Hypothekarkunden ruhig


    Wer eine Hypothek hat, muss wegen der Coronakrise noch nicht das Schlimmste befürchten. Aus einem bestimmten Grund führt die Krise aber zu Hindernissen in der Vergabe von Wohnkrediten.


    05.05.2020 22:10


    Von Marc Forster


    Die in diesen aufgeregten Zeiten herumgereichte Frage "Gehen die Hypothekarzinsen auf Null?" kann mit grosser Sicherheit mit einem "Nein" beantwortet werden. Die Coronakrise hat die Zinsen für Eigenheimkredite im März gar ansteigen lassen.


    Im Fall von Festhypotheken mit zehn Jahren Laufzeit ereignete sich ein Anstieg um 0,25 Prozentpunkte, was kein geringer Wert ist. Im grösseren Zusammenhang fiel aber auch dieser Anstieg moderat aus. Das gesamte Niveau war Ende März so noch wie zwölf Monate davor.


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    Der Durchschnittszins für Festhypotheken mit zehn Jahren Laufzeit in den vergangenen 36 Monaten (Daten: Moneypark, Schweizerische Nationalbank).


    Im April ist es bereits wieder zu einer Absenkung des Zinsniveaus gekommen. Auch dies ein moderater Schritt. Hypotheken sind nach wie vor sehr billig zu haben. Das Vergleichsportal Valuu führt die günstigste 10-Jahres-Festhypothek mit 0,76 Prozent, 5-Jahres-Kredite mit 0,6 Prozent und die günstigste Liborhypothek mit 0,54 Prozent Zins an.


    Die Faktoren, welche die Hypothekarzinsen in der Schweiz beeinflussen, entwicklen sich im Grunde genommen zugunsten der Hypothekarnehmer. Die Rendite der zehnjährigen Bundesobligation, genannt auch "Eidgenoss", hat sich von einem Zwischenhoch bei -0,252 Prozent Anfang April wieder auf ein Niveau um -0,51 zurückbewegt. Der Eidgenoss ist einer der Haupttreiber der Hypozinsen in der Schweiz.


    Auch die Leitzinsen der Notenbanken dürften sich bis auf weiteres wenig ändern. Die wegen der Corona-bedingten Stützmassnahmen nochmals nach oben schnellende Staatsverschuldung wird kaum zu höheren Zinsen führen. Hochverschuldete Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien haben genug Einfluss bei der Europäischen Zentralbank, einen solchen Schritt zu verhindern. Und damit dürfte auch die Minuszinsphase in der Schweiz in eine unbestimmte Verlängerung gehen.


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    Die Rendite der 10-jährigen Bundesobligation in den vergangenen zwölf Monaten (Grafik: cash.ch).


    Sollten allerdings die Kreditausfallrisiken infolge der aufziehenden Rezession einmal anders bewertet werden, könnte dies auch auf den Schweizer Hypothekenmarkt Einfluss haben, sagt Florian Schubiger vom Beratungsportal Hypotheke.ch: "Davon sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt."


    Ein Hindernis hat der Hypothekenberater und Finanzplaner allerdings an anderer Stelle beobachtet: "Hypothekarabteilungen vieler Banken sind mit den Bürgschaftskrediten des Bundes für Unternehmen im Moment anderweitig beschäftigt." Dies behindere die Hypothekenvergabe und habe auch zu einem ganz leichten Anstieg der Zinsen geführt. Insgesamt sei der Effekt auf die Zinsen aber unerheblich.


    Wer schon eine Hypothek habe, besitze dank der über die Jahre deutlich gestiegenen Immobilienpreise ein Sicherheitspolster, sagt Schubiger. Generell sieht erdie Aussichten sowohl im Immobilienmarkt als auch bei der Hypothekarzinsentwicklung als relativ stabil an, trotz der Unsicherheiten der anhaltenden Krise um das Coronavirus.


    Preise im Immobilienmarkt stabil


    Auch andere Beobachter des Immobiliensektors sehen noch keine Marktabschwächung. "Ein weiterhin stabiles Angebot in Kombination mit einer sinkenden Nachfrage vergrössert allerdings den Verhandlungsspielraum für die Käuferschaft", schreibt das Hypothekenportal Moneypark in einer diese Woche veröffentlichten Studie.


    Preisrutsche am Immobilienmarkt dürften sich dann abzeichnen, wenn die Rezession länger andauern sollte und die Zahl der Arbeitslosen sich stark erhöht. Trotz des ungewissen Ausgangs der Coronakrise hat sich der Schweizer Immobilenmarkt bisher als krisenfest erwiesen. Unter Experten herrscht die Meinung vor, dass er sich von allen konjunkturellen Grössen als einer der robustesten erweisen dürfte.

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  • So schliessen Sie im zweiten Halbjahr eine Hypothek ab


    Die Coronakrise verunsichert viele, die eine Finanzierung für ein Eigenheim im Auge haben. Auf dem Hypothekenmarkt wird sich in den nächsten Monaten das eine oder andere ändern. Aber es gibt gute Nachrichten.


    09.06.2020 21:25


    Von Marc Forster


    Einer der wichtigsten Indikatoren für die Wohnfinanzierung hat sich in den vergangenen drei Wochen sichtbar bewegt. Die Rede ist von den Zinsen zehnjähriger Obligationen der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Rendite der Schuldtitel des Bundes ist von von -0,55 Prozent am 18. Mai auf rund -0,32 Prozent angestiegen.


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    Die Rendite zehnjähriger Bundesobligationen der Schweiz in den letzten zwölf Monaten (Grafiken: Bloomberg).


    Was einerseits ein Hinweis auf einen gewissen Optimismus der Märkte in der Corona-Wirtschaftskrise ist (steigende Renditen zeigen, dass Anleger sichere Häfen wie die "Bundesoblis" etwas weniger ansteuern), ist auf der anderen Seite ein potenziell unguter Vorbote für Immobilienbesitzer. Denn Hypothekarzinsen orientieren sich grob am Niveau der Marktzinsen.


    Die Kosten für einen Kredit für ein Haus oder eine Eigentumswohnung sind im bisherigen Jahresverlauf in der Tat etwas höher geworden. Der Durchschnittszins aller angebotenen Hypotheken in der Schweiz liegt im Moment nachfragegewichtet bei 1,07 Prozent, wie das Beratungsunternehmen Vermögenspartner/Hypotheke.ch ermittelt hat. Im Januar und Februar hatte der Durchschnittszins noch weitgehend unter 1 Prozent gelegen.


    Die Coronakrise löste im März einen Anstieg der Hypothekarzinsen aus. Als Gründe gelten neben einer nervösen Marktlage die Tatsache, dass die Banken im grossen Stil mit der Vergabe von staatlichen garantierten Hilfskrediten an Unternehmen beschäftigt waren und so die Hypothekenvergabe ins Stocken geriet. Zudem dürften sich die Bedingungen, zu denen sich die Banken selbst am Markt refinanzieren, zu jenem Zeitpunkt leicht verschlechtert haben.


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    Der Durchschnitt der Hypothekarzinsen in den vergangenen zwölf Monaten (Grafik: Hypotheke.ch).


    Allerdings: "Die Hälfte des Anstiegs von März ist schon wieder zurückgekommen", sagt Immobilienexperte Florian Schubiger von Vermögenspartner/Hypotheke.ch. Auch wenn sich die Entwicklung der Hypothekarzinsen kurzfristig nicht leicht vorhersagen lässt, glaubt Schubiger, dass sich das Zinsniveau im Lauf des Jahres nicht dramatisch ändern wird.


    Billigangebote dank neuen Playern?


    Was vor einem Jahr noch möglich schien, habe sich durch die Coronakrise völlig geändert: "Als in den USA die Zinsen nach oben gingen, ging man noch davon aus, dass sie auch in der Eurozone und in der Schweiz mit der Zeit steigen würden", so Schubiger. "Nun, mit der weiter steigenden Staatsverschuldung durch die Coronakrise, wird es eher noch länger gehen, bis hier die Zinsen anziehen werden."


    Allerdings würden in den nächsten Monaten durchaus noch neue Player auf den Markt kommen, beispielsweise Pensionskassen: "Da sich diese nur über den Preis im Markt etablieren können, ist es möglich, dass sie mit sehr günstigen Angeboten aufwarten werden."


    Immer noch sind die Zinsen sehr tief. Für ein Haus im Wert einer Million Franken mit einer Hypothek über 800'000 Franken ist eine 5-jährige Festhypothek für 0,7 Prozent zu haben. Voraussetzung ist, dass das Haushaltseinkommen der Hypothekarnehmer brutto bei 150'000 Franken im Jahr liegt. Eine auf zehn Jahre gefixte Hypothek gibt es bei den gleichen Umständen für 0,87 Prozent. Unter Idealbedingungen geht es noch tiefer, wie die Übersicht zeigt:


    Top-Zinsen für Hypotheken in der Schweiz

    Hypothek Zins Hypothek Zins
    Variabel 2 Prozent Fest 4 Jahre 0,37 Prozent
    Libor 3 Monate 0,46 Prozent Fest 5 Jahre 0,34 Prozent
    Fest 2 Jahre 0,46 Prozent Fest 8 Jahre 0,44 Prozent
    Fest 3 Jahre 0,35 Prozent Fest 10 Jahre 0,54 Prozent

    Daten: Hypotheke.ch, Stand 9. Juni, 16 Uhr


    Aber werden Banken der Versuchung erliegen, angesichts einer Wirtschaftskrise zum Nachteil der Kunden auf ihre Marge zu schauen? Erleichtert würde es Banken und anderen Hypothekenfinanzierern theoretisch deswegen, weil sie durchs Band hindurch den Referenzzins für Hypotheken mit ändernden Zinssätzen umstellen werden.


    Die in London ermittelte und zwischenzeitlich wegen Manipulationen skandalträchtige "London Interbank Offered Rate", kurz Libor, wird ihre Bedeutung auf Ende nächsten Jahres verlieren. Als Ersatz wird der "Swiss Average Rate Overnight" verwendet, kurz Saron. Er wird mithilfe der Repo-Geschäfte ermittelt, bei denen Banken über Nacht bei der Nationalbank Geld leihen. Wie beim Libor ist es auch bei einer Saron-Hypothek möglich, Hypotheken mit einer bestimmten Laufzeit zu definieren. Beim Libor sind bisher vor allem dreimonatige Laufzeiten beliebt gewesen. Sechs oder gar zwölf Monate werden zum Teil auch angeboten.


    Der Libor und der Saron sind heute beide negativ. Im Moment bezahlen die Kunden bei einem solchen Roll-Over-Kredit wie einer Libor- oder einer Saron-Hypothek nur die Marge der Bank. Und dies wohl noch ziemlich lange. Es bräuchte auch ziemlich schockartige und von heute aus schwer vorhersehbare Entwicklungen im Weltwirtschaftsgefüge, dass die Referenzzinsen plötzlich ins Plus drehen würden.


    «Margen werden nicht sinken»


    Für Bewegung wird aber eher sorgen, dass sich die Banken umorientieren müssen. Für Roll-Over-Kredite wenden sich Banken vermehrt - wenn wohl auch noch eher zögerlich - der Saron-Hypothek zu. Die Raiffeisenbanken sowie die Glarner Kantonalbank bieten sie schon an, UBS, Credit Suisse, und die Kantonalbanken von St. Gallen und Zürich gehören zu jenen, die sie ankündigt haben. Den Banken stehen sechs verschiedene Möglichkeiten offen, einen Saron-Hypothekenzinssatz zu berechnen. Welche Methode Banken wählen, kann bei den Zinssätzen kleinere Unterschiede bedeuten.


    Geldmarkthypotheken wie Libor- oder Saron-Hypotheken haben nur etwa 10 bis 15 Prozent Marktanteil. Adrian Wenger vom Hypothekenzentrum geht davon aus, dass künftig noch weniger Geldmarkthypotheken abgeschlossen werden. Banken würden vermehrt zu Festhypotheken raten. "Kunden, die auf Geldmarkthypotheken beharren, erhalten Finanzierungen ohne Rahmenlaufzeit oder mit Laufzeiten bis 2021."


    Dazu komme, dass im nächsten Jahr sehr viele Hypotheken in der Schweiz ihr Laufzeitende erreichen würden: Fast alle Geldmarkthypotheken und ein grosser Teil der Festhypotheken. Dies bedeute, dass Banken ein grosses Hypothekenvolumen erneuern und fast alle Kreditverträge umschreiben müssten, so Wenger. Unter diesen Voraussetzungen leide wohl der Wettbewerb: "So kann auch erwartet werden, dass die Margen nicht sinken werden."

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  • Moneypark sieht keine Anzeichen für steigende Hypothekarzinsen


    Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht ausgestanden und hinterlässt negative Spuren in der Wirtschaftsentwicklung. Auf die Hypothekenzinsen dürfte ihr Einfluss aber eher gering ausfallen.


    30.06.2020 10:46


    Moneypark erwartet in den nächsten Monaten einen verstärkten Konkurrenzkampf unter den Hypothekaranbietern und sieht daher keinen Spielraum für einen Zinsanstieg.


    Im Juni seien die richtungsweisenden Swapssätze zwar leicht gestiegen und notierten im Juni über alle Laufzeiten hinweg um vier bis sechs Basispunkte höher, heisst es in einer Mitteilung von Moneypark am Dienstag. so lag beispielsweise der zehnjährige Satz am 29. Juni bei -0,30 Prozent.


    Doch habe der Anstieg der Kapitalmarktzinsen nicht zu höheren Hypothekarzinssätzen geführt. Diese befänden sich seit rund einem Monat stabil auf dem Niveau von Anfang Jahr.


    Hypothekarzinsen werden nicht weiter steigen


    Die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen - auch Richtsatz genannt - hätten während der Corona-Krise im März vorübergehend angezogen. Der Zins für eine zehnjährige Festhypothek erreichte dabei mit 1,31 Prozent den diesjährigen Höchststand. Seitdem ist der Richtsatz aber wieder auf das Vorjahresniveau gesunken und liegt per Ende Juni bei 1,20 Prozent und der fünfjährige Richtsatz bei 1,02 Prozent.


    Moneypark geht nicht davon aus, dass die Hypothekarzinsen wieder steigen werden. "Ganz im Gegenteil", betont der Hypothekenvermittler. Weil die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrem Negativzins festhalte, gebe es keinen Spielraum für grosse Zinserhöhungen.


    Gegen höhere Sätze spricht auch, dass das Hypothekargeschäft heisst umkämpft bleibt und alternative Kapitalgeber wieder zurück in den Markt drängen. Es komme zu mehr Preisdruck, da viele Anbieter die Kapazitäten wieder in den normalen Vor-Corona-Bereich hochgefahren hätten und damit auch vermehrt konkurrenzfähige Konditionen offerieren könnten.


    Das Risiko für Hypothekarkreditausfälle ist gering


    Obwohl der Schweizer Arbeitsmarkt von der zu erwartenden Rezession ebenfalls negativ getroffen werden dürfte, erachtet Moneypark das Risiko für einkommensbedingte Hypothekarkreditausfälle, vor allem bei Eigenheimen, als begrenzt. Die Arbeitssituation dürfte sich resistenter als in anderen Ländern präsentieren.


    Ähnlich sehen es die Wohneigentümer. Die Mehrheit setzt ebenfalls auf stabile Hypothekarzinsen, wie aus den Ergebnissen einer Befragung des Online-Marktplatz Scout24 Schweiz von 517 Hypothekenbesitzerinnen und -besitzer hervorgeht, die ebenfalls am Dienstag veröffentlicht wurde.


    Knapp drei Viertel der Befragten sehen die Hypothekarzinsen in den nächsten zwölf Monaten ungefähr auf dem gleichen Niveau. Dabei gehen 18- bis 44-Jährige eher von höheren Hypothekarzinsen aus als die älteren Altersgruppen.


    Fast alle Befragten können sich einen Abschluss einer Hypothek über den persönliche Kontakt mit einer Bank oder Versicherung vorstellen. Etwas mehr als die Hälfte ziehe den Abschluss einer Hypothek online oder telefonisch via Bank oder Versicherung in Betracht und bereits für jede fünfte Person kämen ausserdem Online-Vermittlungsdienste für den Hypothekenabschluss infrage.


    Dabei kann sich die Altersgruppe der 18- bis 44-Jährigen sowie Männer könnten sich den Abschluss einer Hypothek via Online-Portal deutlich häufiger vorstellen als 45- bis 75-Jährige und Frauen.


    (SDA)

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  • Zwei Trends, die Hypothekarzinsen (noch) billiger machen


    Die Hypothekarzinsen sind schon tief. Aber es wird noch tiefer gehen: Zum einen drängen weitere Anbieter auf den Markt, zum anderen werden die Angebote im Zuge der Digitalisierung immer einfacher vergleichbar.


    26.08.2020 07:25


    Von Marc Forster


    Eine Hypothek mit zehn Jahren Laufzeit bekommt man, unter Top-Bedingungen versteht sich, heute zu einem Zinssatz von 0,47 Prozent. Bei fünf Jahren Laufzeit gibt das Vergleichsportal Hypotheke.ch 0,3 Prozent an. Wer einen Libor-basierten Kredit sucht, findet ihn für 0,46 Prozent.


    Aber auch jene, die die nicht ganz die Top-Anforderungen der Hypothekenfinanzier erfüllen, können mit etwas Geschick einen attraktiven Zins für ihre Wohnfinanzierung herausholen. Der günstigste offizielle Zins für eine Zehn-Jahres-Hypothek steht derzeit bei 0,8 Prozent. Wer gut verhandelt, kommt darunter.


    Nachdem zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Coronaviruskrise die Geldschleusen der Zentralbanken noch weiter geöffnet wurden, wird das Zinsniveau wohl für längere Zeit tief bleiben. Doch auch der Markt wird für noch attraktivere Zinsen sorgen.


    Die Digitalisierung baut eine Brücke


    Der Schweizer Hypothekenmarkt ist riesig. Das Volumen beträgt 1,1 Billionen Franken, das jährliche Wachstum liegt von Krisen unbeeindruckt zwischen 3 und 5 Prozent. Von diesem Kuchen wollen viele Anbieter ein Stück, und auch das ist zum Vorteil der Kunden.


    Neben Banken und Versicherungen haben in den vergangenen Jahren Pensionskassen als Hypothekaranbieter an Bedeutung gewonnen. Diese bieten oft besonders günstige Zinsen an. Unter den Top Ten der offiziellen Angebote, wie Hypotheke.ch sie auflistet, rangieren fünf Pensionskassen.


    Top Ten der offiziellen Hypothekarzinsen der Anbieter

    Anbieter Festhypothek
    10 Jahre Laufzeit
    Anbieter Festhypothek
    Zehn Jahre Laufzeit
    sgpk St. Galler
    Pensionskasse
    0,8 Prozent Pensionskasse Post 0,85 Prozent
    Zurich 0,84 Prozent hypoclick 0,858 Prozent
    Axa 0,85 Prozent Homegate 0,86 Prozent
    BVK 0,85 Prozent APK Aargauische
    Pensionskasse
    0,87 Prozent
    Pensionskasse Bühler 0,85 Prozent e-Hypo 0,87 Prozent

    Daten: Hypotheke.ch / Stand: 25. August 2020 / Bei den Zinsen haltet es sich um so genannte Schaufensterpreise, also die offiziellen Angebote auf der Internetseite.


    Das Interesse der Vorsorgeeinrichtungen ist klar: Statt die Versichertengelder in schwach oder negativ rentierende Anleihen zu investieren, vergeben sie lieber Hypotheken, die ihnen Zins einbringen. Weil ihre Vermögenswerte langfristig angelegt sind, haben sie den Banken gegenüber bestimmte Vorteile bei der Refinanzierung über die Bilanz: Sie müssen beispielsweise weniger für Absicherungen aufwenden. Dies kommt letztlich den Kunden zugute. Dafür pochen Pensionskassen in aller Regel auf eine besonders gute Bonität und Eigenmittelausstattung bei den Kunden: Pensionskassen sind deshalb nur für etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Hypothekarnehmer eine mögliche Adresse.


    Die günstigeren Anbieter wie Pensionskassen sind aber auch deswegen auf dem Vormarsch, weil die Digitalisierung ihnen eine Brücke baut. Denn auch Vergleichsplattformen und Online-Hypotheken gewinnen an Bedeutung. Über Vergleichs- und Onlinedienste können sich auch kleinere Anbieter wie eben die Pensionskassen besser und schneller am Markt etablieren. Pensionskassen, die Hypotheken bisher nur ihren eigenen Versicherten angeboten haben, winkt hier die Chance, ihren Markt zu vergrössern.

    Die Digitalisierung im Hypothekenmarkt verläuft noch eher langsam. In der Schweiz tickt man in Bankfragen bekanntermassen weitgehend traditionell. Und ein Haus zu bauen oder eine Wohnung zu finanzieren ist eine ernste Sache. Bei den laufend steigenden Preisen für Schweizer Eigenheime geht es fast immer um hohe Summen. Für den Grossteil der Hypothekarkundinnen und -kunden in der Schweiz will ein Hauskauf ausgiebig mit dem Kreditgeber besprochen sein. Dafür wendet man sich gerne an die Bank des Vertrauens, auch wenn diese nicht zwingend den attraktivsten Zins anbietet.


    Deswegen besteht eine Skepsis gegenüber Online-Hypotheken weiter. Eine Hypothek aufnehmen ist psychologisch betrachtet etwas anderes als Online-Shopping für Kleider oder Konsumelektronik. Im Prinzip funktioniert es aber ähnlich: Der Kredit wird letztlich per Mausklick abgeschlossen. Im Moment werden nur 3,1 Prozent aller Hypotheken online abgeschlossen, aber der Markt wächst.


    Die Lebensgewohnheiten ändern sich. Laut der Plattform Moneypark nutzt heute einer von zehn Hypothekarkunden in der Schweiz einen Vermittler. Die Helvetia-Tochter Moneypark selbst ist Marktführer bei der Hypothekenvermittlung.


    Zu den wichtigsten Anbietern gehören auch Financescout24, Hypotheke.ch und Hypoplus, aber auch Valuu von Postfinance sowie die neu aufgezogene Plattform Key4 von der UBS. Die UBS wird auch nicht die letzte Bank sein, die auf diesen Kanal setzt. Dem Vernehmen nach baut auch Raiffeisen an einer solchen Plattform, weitere Banken werden folgen.


    Situation arbeitet für Kunden


    Dass immer noch 70 Prozent sich bei ihrer Hausbank persönlich beraten lassen, hat einige Gründe: Neben einer mentalitätsbedingt höheren Vorsicht bei umfangreichen Geldgeschäften mag es auch daran liegen, dass die Hausbank einen Hypothekarkredit und anderen Bank- oder Vorsorgedienstleistungen im Paket günstiger anbietet – so genanntes "Cross-Selling".


    Dazu kommt: Viele Bankkunden gehen zu einer regionalen Bank, mit der sie sich persönlich verbunden fühlen. Es ist auch nach wie vor so, dass nicht alle Arten von Hypotheken online abgeschlossen werden können, etwa bei verschiedenen Laufzeiten.

    Kommentar von Handelszeitungs-Redaktor Michael Heim zur Digitalisierung bei den Banken:


    Apps statt Granit: Die Credit Suisse zeigt ihr neues Gesicht

    Doch solche Hürden werden langsam abgebaut, währenddem die Datenverfügbarkeit besser und so die Vergleichbarkeit immer höher wird. Die Immobilienpreise selbst steigen zwar zum Leidwesen vieler weiter: Auf lange Sicht aber arbeiten zumindest tiefe Zinsen, grössere Konkurrenz unter den Anbietern und vor allem die Digitalisierung zugunsten der Hypothekarnehmer.

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  • Hypothekarzinsen sinken im dritten Quartal leicht


    Die Hypothekarzinsen bewegen sich in der Schweiz weiterhin auf sehr tiefem Niveau. Dabei haben sich die Zinsen von kürzeren und längeren Laufzeiten im dritten Quartal weiter angenähert.


    06.10.2020 06:52


    Der bereits im Vorquartal beobachtete Seitwärtstrend bei den Zinsen am Hypothekarmarkt habe sich in den Monaten Juli bis September fortgesetzt, schreibt Comparis am Dienstag. Die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken etwa bewegten sich in einer engen Bandbreite.


    Einen ähnlichen Verlauf hätten auch die Hypothekarzinsen für mittlere und kürzere Laufzeiten gezeigt, heisst es weiter. Zwar habe die Corona-Pandemie im März für gewissen Aufwärtsdruck gesorgt, doch habe sich dieser in den Folgemonaten wieder abgebaut.


    Kleinere Differenzen


    Die im Comparis-Barometer gemessenen Richtzinsen für kurz-, mittel- und langfristige Festhypotheken sind hierzulande im dritten Quartal allesamt leicht zurückgegangen. Für die Laufzeit von zehn Jahren liegen sie bei 1,05 nach 1,11 Prozent im zweiten Quartal, für fünf Jahre bei 0,91 nach 0,95 Prozent und für zwei Jahre bei 0,86 nach 0,89 Prozent.


    Im Berichtsquartal habe sich somit die Differenz zwischen fünf- und zehnjährigen Hypotheken reduziert, und zwar auf 14 von 16 Basispunkten, schreibt Comparis weiter. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Preisvergleich von zehn- zu zweijährigen Hypotheken. Da nahm die Zinsdifferenz um drei Punkte auf noch 19 Basispunkte ab.


    Weiterhin tiefes Niveau erwartet


    "Die Hypothekarzinsen werden auch in den kommenden Monaten auf tiefem Niveau stagnieren", glaubt Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp laut Mitteilung. Für einen weiteren signifikanten Rückgang fehle es am Markt unter anderem an Konkurrenzdruck.


    In der Vergangenheit hatten Pensionskassen und Versicherer ihr Hypothekargeschäft teils stark ausgebaut und so die Zinsen ins Rutschen gebracht. Doch offerierten Banken nun ähnlich tiefe Hypozinsen, stellt Papp fest. Und der Hunger der Pensionskassen und Versicherer nach zusätzlichem Hypothekargeschäft sei mittlerweile mehr oder minder gestillt.


    Die Angaben zu den Zinssätzen des Hypothekenbarometers von Comparis basieren gemäss den Angaben auf den Richtzinssätzen von über 50 Kreditinstituten.


    (AWP)

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  • Korr: Günstigste Zinssätze für Festhypotheken im November gestiegen


    (Stellt klar, dass die günstigsten Zinssätze gestiegen sind) - Die momentan am Markt verfügbaren günstigsten Hypothekarzinssätze sind gemäss Moneypark im November deutlich angestiegen. Die Richtsätze für Festhypotheken blieben derweil praktisch unverändert.


    03.12.2020 12:48


    Der Wettbewerb um zusätzliches Volumen bei Hypotheken sei gegen Ende des Jahres schwächer geworden, heisst es in einer Mitteilung des Hypothekarvermittlers vom Donnerstag zur Begründung.


    Dies zeige sich insbesondere beim Anstieg der für Hypothekarnehmer günstigsten Sätze bei zehnjährigen Laufzeit. Diese verzeichneten laut Moneypark einen Anstieg um 14 Basispunkte auf 0,79 Prozent innert 3 Wochen und erreichten damit fast den Jahreshöchststand von 0,82 Prozent vom Juni 2020.


    "Schaufenstersatz" leicht höher


    Die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen, auch Richtsatz oder "Schaufenstersatz" genannt, stiegen im November indes nur leicht an. Hier registrierte Moneypark bei den zehnjährigen Festhypotheken einen Anstieg um zwei Basispunkte auf 1,17 Prozent. Bei den zweijährigen betrug dieser den Angaben nach nur einen Basispunkt auf 0,93 Prozent.


    Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung, die eine weitere expansive Geldpolitik begünstige, sei zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Zinsniveau in den nächsten Monaten auf dem aktuell äusserst tiefen Niveau bleibe.


    Einzig bei den bereits etwas anziehenden Top-Sätzen könnten insbesondere Pensionskassen und Anlagestiftungen wieder vermehrt mit attraktiven Konditionen auf den Markt kommen - falls sich die Hoffnung auf eine baldige Impfung bewahrheite, heisst es weiter.


    sta/


    (AWP)

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