Deflation oder Inflation?

  • MarcusFabian hat am 24.05.2013 - 02:30 folgendes geschrieben:

    Eine Lohn-Preis-Spirale entsteht, wenn die Löhne der Teuerung angepasst werden.


    Japan hätte ja gerne eine Inflation und auch Bernanke ist der Meinung, sie sei mit 1% zu tief.



    Sollen sie jetzt die Berechnung ändern, damit es nach mehr aussieht und dann die Löhne ankurbeln?



    Wäre die Berechnung falsch, könnten sich die Leute mit der Zeit immer weniger leisten.

  • Elias hat am 24.05.2013 - 08:25 folgendes geschrieben:

    Quote

    Sollen sie jetzt die Berechnung ändern, damit es nach mehr aussieht und dann die Löhne ankurbeln?

    Die offizielle Antwort lautet: ja. Schliesslich wurde die Berechnungsmethode ja etwa alle 10 Jahre geändert.


    Bisher wurde sie angepasst, wenn die Teuerung zu hoch war. Warum sie jetzt nicht anpassen, wenn die Teuerung zu niedrig ist bzw. auf eine der alten Berechnungsmethoden (z.B. ohne Substitution, Hedonistik) zurückgehen?


    Die Quintessenz aus diesen drei Grafiken dürfte wohl sein, dass man es tunlichst vermeiden sollte, die aktuelle Teuerung mit jener der 90er oder 80er Jahre zu vergleichen, da sie mit anderen Massstäben und Berechnungsmethoden ermittelt wurden.

  • MarcusFabian hat am 24.05.2013 - 18:56 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 24.05.2013 - 08:25 folgendes geschrieben:

    Die offizielle Antwort lautet: ja. Schliesslich wurde die Berechnungsmethode ja etwa alle 10 Jahre geändert.

    Das hätte dann eine Lohn-Preisspirale zur Folge, weil die Gewerkschaften dann auf den Teuerungsausgleich pochen würden. Die höheren Löhne würden auf die Preise überwälzt.


    Ganz offensichtlich scheint die Berechnung in etwa zu stimmen, da sich in den letzten 10 Jahren vieles geändert hat. Nicht nur die Berechnung mussperiodisch angepasst werden, auch der Warenkorb und die Gewichtung.

  • Angriff auf das Vermögen


    Mehr als 100 Milliarden Euro verlieren die Sparer auf der ganzen Welt jedes Jahr, weil die Zinsen niedriger sind als die Inflation. Das ist der Preis für die Rettung der Schuldenstaaten.


    http://www.faz.net/aktuell/fin…s-vermoegen-12194676.html

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    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

  • Nebukadnezar hat am 26.05.2013 - 12:04 folgendes geschrieben:

    Quote

    Angriff auf das Vermögen


    Mehr als 100 Milliarden Euro verlieren die Sparer auf der ganzen Welt jedes Jahr, weil die Zinsen niedriger sind als die Inflation. Das ist der Preis für die Rettung der Schuldenstaaten.


    http://www.faz.net/aktuell/fin…s-vermoegen-12194676.html

    Es trifft also nicht die Ärmsten. Wer hat, dem wird scheinbar genommen.


    Ich weiss nicht, wie es bei euch aussieht, aber bei mir nimmt es zu. Sogar bei den Vorsorgegeldern habe ich einen Zuwachs (Swisscanto BVG I und II)

  • Warum niemand Inflation erwartet

    Warum ist es für die Zentralbanken so schwierig, die Erwartungen zu verändern? Die Liquidität steigt auf historisch einmalige Höhen, aber die Banken parkieren das neu geschaffene Geld auf ihren Konten bei der Zentralbank. Selbst in der Schweiz, wo die Staatsfinanzen in guter Verfassung sind und die Binnenwirtschaft boomt, machen sich keine Inflationserwartungen breit. Im Gegenteil, die Konsumentenpreise sind gemäss Bundesamt für Statistik im Mai 2013 weiter gesunken (im Vergleich zum Mai 2012).


    [Blocked Image: http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/wp-content/uploads/2013/06/nm1_2.jpg]


    Die Antwort scheint einfach zu sein: Niemand scheint der Zentralbank zu glauben, dass es ihr ernst ist. Man geht davon aus, dass die Liquidität sofort wieder zurückgefahren wird, wenn der Aufschwung in Gang kommt. Die Ausweitung der Notenbankgeldmenge wird als vorübergehende Massnahme bezeichnet, nicht als Zeichen für einen permanenten geldpolitischen Wechsel.


    Die Ernüchterung über die Macht der Zentralbanken kommt allerdings nicht ganz überraschend. Die Schweizerische Nationalbank (SNB ) hat bereits in den späten 1970er-Jahren diese Erfahrung gemacht. Als sie die Untergrenze von 80 Rappen pro DM einführte und deshalb in grossem Stil DM aufkaufen musste, kam es nicht zu einem Anstieg, sondern einer Senkung der Marktzinsen. Die Anleger machten die korrekte Beobachtung, dass die Ausweitung der Liquidität nur vorübergehend war. Die SNB-Ökonomen schrieben dazu einen wegweisenden Artikel (Büttler Schiltknecht 1983). Die Schlussfolgerung lautete, dass der Zusammenhang zwischen Geldmengenaggregaten und Inflationserwartungen nicht so eng sei, wie gemeinhin angenommen werde (S. 172):

    Quote

    This observation indicates that the link between money-supply figures and inflationary expectations is certainly not as close as naive advocates of rational expectations contend.

    Auch die 1930er-Jahre bieten zu diesem Thema interessanten Anschauungsunterricht. Die Befreiung aus der Weltwirtschaftskrise gelang erst, wenn ein Land bereit war, den Goldstandard aufzulösen und die Währung kräftig abzuwerten. Nur mit einer extremen Massnahmen konnten die Behörden die Anleger, Firmen und Konsumenten davon überzeugen, dass die Geldpolitik von nun an fundamental ändern würde. Besonders eindrücklich war die Wende in den USA nach dem Amtsantritt von Roosevelt im Frühling 1933, wie die folgenden Grafiken zeigen (Eggertsson 2008). Investitionen, Rohstoffpreise, Aktienkurse, Konsumenten- und Grosshandelspreise sowie die Industrieproduktion nahmen schnell zu. Die Erwartungen hatten sich permanent geändert. :bye: Und um dies zu erreichen, musste die Zentralbank nicht einmal die Geldmenge erhöhen (Grafik D) – was wiederum beweist, dass der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflationserwartungen nicht so eng ist, wie oft angenommen wird.


    [Blocked Image: http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/wp-content/uploads/2013/06/nm2_2.jpg]


    Eine Auflösung des Goldstandards in Verbindung mit einer kräftigen Abwertung steht heute den Währungsbehörden nicht zur Verfügung. Japan versucht es nun, mit Abenomics einen ähnlichen Effekt zu erzielen wie Roosevelt in den 1930er-Jahren. Es wird sehr schwierig werden.


    http://blog.tagesanzeiger.ch/n…emand-inflation-erwartet/

  • Die Welt steht vor einem Zeitalter der Inflation

    Seit fünf Jahren rotieren die Notenpressen. Zu Inflation auf breiter Front ist es aber bislang nicht gekommen. Das könnte sich jetzt ändern – denn in den Schwellenändern kippt gerade ein Megatrend.

    Sie haben Gold gehortet. Sie haben Immobilien gekauft. Sie haben in Franken investiert. All das, um der großen Inflation vorzubeugen, denn schließlich drucken die Notenbanken seit Jahren Geld wie nie zuvor.

    Und die Europäische Zentralbank kündigte erst in der vergangenen Woche an, dass der rekordniedrige Zins noch auf Jahre so tief bleiben werde. Da muss nach Ansicht der vielen Geldentwertungspropheten früher oder später ein zweites 1923 folgen, eine Zeit, da wir mit Milliarden- und Billionen-Scheinen bezahlen. Das Problem ist nur: Auch im fünften Jahr der rotierenden Notenpressen ist keine Preisexplosion zu erkennen, nicht mal ansatzweise. Die Inflation kommt und kommt einfach nicht.

    Oder doch? Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass die Preise doch in nicht allzu ferner Zukunft deutlich anziehen könnten, dass es vorbei ist mit den Jahren der extrem niedrigen Inflationsraten, dass der Wert des Geldes rasant verfallen könnte. Die Mahner der vergangenen Jahre bekämen damit doch noch recht. Allerdings lägen sie weiterhin völlig falsch, was die Ursachen angeht. Denn die Politik der Notenbanken hat nichts damit zu tun. Der Grund liegt ganz woanders

    Langer Trend nach unten bei der Preissteigerung

    Seit rund 30 Jahren befinden sich die Preissteigerungsraten in den westlichen Industriestaaten auf einem Trend nach unten. Zunächst wurden sie durch die Notenbanken gedrückt, indem diese sich feste Inflationsziele setzten und Geld gezielt verknappten.

    Auf diese Weise verlangsamten sie den Wertverfall des Geldes drastisch. So lag die durchschnittliche Inflationsrate in den Industriestaaten in der ersten Hälfte der 80er-Jahre bei durchschnittlich neun Prozent. Rund 20 Jahre später war sie auf zwei Prozent gesunken.

    Spätestens zu diesem Zeitpunkt schlug aber ein zweiter, mindestens ebenso wichtiger Faktor durch: Die Integration von 1,5 Milliarden Menschen in den globalen Arbeitsmarkt. China, das 2001 der Welthandelsorganisation WTO beitrat, hatte den größten Anteil daran, aber auch andere Schwellenländer trugen dazu bei. Durch die Öffnung der Grenzen und die Liberalisierung des Welthandels konnten Unternehmen ihre Produktion dorthin verlagern, wo es für sie am günstigsten war.

    Schweizer Ökonomen haben 2010 sogar versucht, konkret auszurechnen, wie groß der Preisdruck dadurch ist. Das Ergebnis: Wenn China in Europa in einem Markt einen Anteil von einem Prozent erobert, so fallen dadurch die Produzentenpreise um fünf Prozent. Dieser Wert ist besonders hoch, weil China viele arbeitsintensive Güter exportiert. Für alle Schwellenländer liegt der Wert daher im Schnitt mit drei Prozent etwas tiefer. Dennoch hat dies bewirkt, dass die Inflationsrate in Deutschland zwischen 1995 und 2006 um etwa 0,7 Prozentpunkte pro Jahr gesenkt wurde, so die Schätzung der Autoren der Studie.

    In China sind die Löhne bereits drastisch gestiegen

    "Diese Phase geht aber jetzt zu Ende", sagt Alfred Roelli, Chefanlagestratege beim Schweizer Vermögensverwalter Pictet. Denn in China sind die Löhne in den vergangenen Jahren bereits drastisch gestiegen. Und dieser Trend wird anhalten, dafür sorgt alleine schon die Tatsache, dass die Zahl der Arbeitnehmer in China sinkt.

    Die Ein-Kind-Politik, die vor fast 35 Jahren eingeführt worden war, fordert nun ihren Tribut. Denn wird die Zahl der Arbeiter knapp, können diese höhere Löhne fordern und erhalten sie auch. Vor allem lohnintensive Branchen wie die Textilindustrie sind daher längst dabei, die Produktion in andere Länder zu verlagern, etwa nach Bangladesch, Vietnam oder Kambodscha. China hat jedoch 1,3 Milliarden Einwohner, diese drei Länder kommen dagegen zusammen gerade mal auf 250 Millionen.

    Eine einzelne Industriebranche hat daher noch kein Problem, ihre Produktion aus dem Reich der Mitte in eines der anderen Länder zu verlagern. Kommen nach und nach jedoch weitere Branchen hinzu, dann wird es schnell eng. Zumal die Infrastruktur in diesen Regionen meist weit schlechter ist als in China. Das Reservoir an billigen Arbeitskräften geht damit allmählich zur Neige. Das könnte einen Wendepunkt einleiten, die 30-jährige Phase sinkender Inflationsraten könnte damit an ihr Ende kommen – auch wenn das auf den ersten Blick wenig plausibel erscheint. Denn wenn die Preise durch die Globalisierung doch nur um 0,7 Prozentpunkte gedämpft wurden, dann würde die Preissteigerung künftig eben 2,7 statt 2,0 Prozent betragen. Wo ist dabei das Problem?

    Doch Inflation entsteht nicht linear, die Preise steigen nicht parallel zur Entwicklung von Angebot und Nachfrage. Inflation entsteht vielmehr in den Köpfen. "Sobald die Erwartungen drehen, beginnt Inflation explosionsartig", sagt Roelli, "dann werden Preise schon antizipatorisch erhöht."

    Sprich: Zunächst ist es für Firmen sehr schwer, steigende Preise an die Kunden weiterzugeben. Wenn aber der Druck groß genug ist, dann müssen sie es tun – und dann tun es alle gleichzeitig, und umso stärker. Dies wiederum setzt eine Art Domino-Effekt in Gang, sodass sich am Ende eine Spirale ständig weiter steigender Preise in Gang setzt: Ich erhöhe die Preise, weil es alle anderen auch tun.

    Es kann noch bis zu zehn Jahre dauern

    Dies ist kein Prozess, der heute oder morgen beginnen wird. Er kann in drei oder fünf oder zehn Jahren einsetzen. Und ob dies am Ende zu einer Inflationsrate von vier, sechs oder acht Prozent führt, kann ebenfalls niemand wissen. Doch eines ist sicher: Es wäre eine Trendwende.

    Und diese hätte auch dramatische Konsequenzen für die Finanzmärkte. Denn so wie die Inflation 30 Jahre lang zurückging, so sanken parallel die Renditen an den Anleihemärkten. Investoren konnten also über drei Jahrzehnte hinweg mit Anleihen prächtig verdienen.

    Bei steigenden Inflationsraten müssten jedoch über kurz oder lang auch die Renditen anziehen. Eine Ära am Finanzmarkt ginge damit zu Ende. Das wäre umso dramatischer, als praktisch alle Profi-Investoren, die heute bei Lebensversicherern, Pensionskassen oder Investmentgesellschaften sitzen, nur diese Ära kennen.

    Kaum ein Finanz-Profi, der heute aktiv ist, hat die 70er-Jahre noch erlebt. Sie alle müssten nun aber lernen, mit einer neuen Anlagewelt umzugehen. Das Gleiche gilt für Kleinsparer und Privatanleger. Länger laufende Anleihen, sei es von Staaten oder Unternehmen, würden zum Verlustgeschäft. Für Firmen würde es generell schwerer, an Kapital zu kommen, sie müssten höhere Zinsen und höhere Löhne zahlen, ihre Gewinne würden schrumpfen und damit ihre Aktienkurse sinken.

    Gold und Immobilien dagegen könnten am Ende doch wieder zu den Gewinnern gehören, wenngleich eben aus anderen Gründen als die meisten Inflationspropheten heute vermuten.


    http://www.welt.de/finanzen/ge…talter-der-Inflation.html

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    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

  • Nebukadnezar hat am 07.07.2013 - 11:16 folgendes geschrieben:

    In 10 Jahren arbeite ich nicht mehr.


    Dann sind vielleicht die OLED-Fernseher schon wieder veraltet. Viele werden selber Strom produzieren können. Schon jetzt produzieren die Deutschen über Mittag so viel Strom, dass sie für deren Abnahme zahlen müssen, das sonst das Netz zusammenbrechen würde. Die Nebenkosten werden bei uns sinken, da wir später in effizientere Solaranlagen umgestiegen sind.


    Preissteigerungen in einer globalisierten Welt werden schwierig durchzusetzen sein.

  • Nebukadnezar hat am 07.07.2013 - 11:16 folgendes geschrieben:

    Quote

    Schweizer Ökonomen haben 2010 sogar versucht, konkret auszurechnen, wie groß der Preisdruck dadurch ist. Das Ergebnis: Wenn China in Europa in einem Markt einen Anteil von einem Prozent erobert, so fallen dadurch die Produzentenpreise um fünf Prozent.


    Wird hier der Import aus China (allgemein: Asien) nicht überbewertet?


    Klar: Wir haben sinkende Preise für Produkte, die a.) von Maschinen produziert werden oder b.) aus Billiglohnländern stammen. Wie z.B. TV-Geräte.
    Andererseits beziehen wir auch Produkte aus dem eigenen Land wo die Lohnkosten vergleichsweise hoch sind. Seien es Lebensmittel oder z.B. der Haarschnitt beim Coiffeur.


    Nun ist es z.B. so, dass ich häufiger in der Schweiz zu einem Schweizer Coiffeur gehe als dass ich mir einen in China produzierten Fernseher kaufe. Vom Einkauf von Lebensmitteln mal ganz abgesehen.

  • BEI UNS IN TOKIO Gut geparkt

    Sechs Jahre ist es her, dass das alte Holzhaus abgerissen wurde. Er wolle ein Mietshaus bauen, hatte der Besitzer damals gesagt. Stattdessen ist die Parzelle zum Zahlparkplatz für zehn Pkw geworden. Für 100 Yen, knapp 80 Cent, kann man seinen Wagen hier 20 Minuten lang stehen lassen (in der Innenstadt kostet es das Doppelte, manchmal noch mehr). Nachts ist es billiger, 80 Cent reichen da für eine Stunde. Am Straßenrand darf man sein Auto in Tokio nicht stehen lassen, Laternenparken ist verboten. Wer keinen festen Stellplatz nachweisen kann, der erhält erst gar kein Autokennzeichen.

    Das Haus im traditionellen japanischen Baustil war morsch, das Dach leckte. Im Winter war es kaum zu heizen. Auf dem Klo war es ebenso kalt wie draußen. Die Sommerhitze dagegen war gut zu ertragen, denn das Haus lüftete sich selbst. Überdies boten ein Kaki- und ein Mandarinen-Baum im Garten Schatten. Der Besitzer, ein Reishändler, hatte das Schmuckstück bewusst verfallen lassen. Alte japanische Häuser könne man nicht vermieten, sagte er.

    Vor zehn Jahren war es in der Nachbarschaft noch eines von vielen; als es abgerissen wurde, war es das letzte seiner Art. Danach lag das Grundstück lange brach. Die Zeit zum Bauen sei nicht günstig, sagte der Besitzer. Damit meinte er aber nicht die Wirtschaft, sondern Rokuyo, den alten Kalender, ähnlich unserem Horoskop. Wer Rokuyo befolgt, darf nur an einem sogenannten Taian-Tag zu bauen beginnen, und in manchen Jahren gar nicht. Während er auf seinen Glückstag wartete, rechnete der Besitzer nach: Ein Haus mit zehn 28-Quadratmeter-Studios für Alleinstehende - mehr bringt er auf dem kleinen Grundstück nicht unter - bringe etwa 600000 Yen Mieteinnahmen im Monat. Der Zehner-Parkplatz, wenn er zur Hälfte ausgelastet ist, 500000 Yen, also 4000 Euro. Ohne Baukosten. Und während die Parkplatzpreise eher steigen, stagnieren die Mieten; oder geben sogar nach.

    Das werde jetzt alles anders, behauptet die Regierung, die die Deflation mit der Geldpresse bekämpft.


    In der Tat scheinen die Preise von Luxuswohnungen und kommerziellen Immobilien an bester Lage in Tokio anzuziehen - allerdings vor allem, weil die Regierung mit ihrer Propaganda ausländisches Kapital nach Japan lockt. Der Zerfall der Landpreise dagegen konnte bisher bloß gebremst werden, in ganz Japan, sogar in Tokio. Unser Besitzer wird daher weiterhin nicht in ein Mietshaus investieren, sondern sein Land an parkende Autos vermieten. Christoph Neidhart.


    http://www.sueddeutsche.de/m5B…IN-TOKIO-Gut-geparkt.html





    Die Häuserpreise werden bei uns irgendwann auch wieder mal fallen. mit oder ohne demographischen Wandel

  • Was kann man aus der Geschichte der Hyperinflation lernen?

    [Blocked Image: http://blog.fuw.ch/nevermindthemarkets/wp-content/uploads/2013/07/Nevermind1.jpg]

    Zu Hyperinflationen kam es vor allem nach Kriegen: Geldberge mit wenig Wert während der deutschen Hyperinflation in den 1920ern. (Foto: Bundesarchiv)

    Welche Elemente sind notwendig, damit eine Hyperinflation auftreten kann?

    Die Diskussion wird seit Jahren intensiv geführt, aber die Hinweise auf historische Episoden sind manchmal etwas willkürlich. Wenn zum Beispiel von der deutschen Hyperinflation die Rede ist, konzentriert sich das Argument oft nur auf die angeworfene Notenpresse. Es fehlt der Hinweis, dass sich das Land innen- und aussenpolitisch in einem Ausnahmezustand befand und das Angebot knapp war.


    Genau diese beiden Bedingungen – politisches Chaos und knappes Angebot – sind heute in Grossbritannien, Japan und den USA nicht gegeben. Weder müssen diese Länder eine verheerende Kriegsniederlage verarbeiten, noch sind die Produktionskapazitäten voll ausgelastet. Die Notenbankgeldmenge kann noch so stark zunehmen, das Kreditwachstum bleibt mehr oder weniger flach. :ok:


    Die Bedeutung der politischen Instabilität für das Auftreten einer Hyperinflation lässt sich verallgemeinern. So zeigt die Liste aller Hyperinflationen und der Hochinflationsepisoden im 20. Jahrhundert, dass sie meistens während Kriegszeiten oder unmittelbar nach einem Krieg auftreten. Auch das Ende des Kalten Kriegs in Osteuropa war eine innen- und aussenpolitische Ausnahmesituation. (Quelle: Peter Bernholz/Peter Kugler, The Success of Currency Reforms to End Great Inflations: An Empirical Analysis of 34 High Inflations, German Economic Review, 2009, 165-175).

    [Blocked Image: http://blog.fuw.ch/nevermindthemarkets/wp-content/uploads/2013/07/nmtm_bearbeitet-1.jpg]


    Ein typisches, aber oft vergessenes Beispiel ist China in den späten 1940er Jahren. Der Sieg der Kommunisten unter Mao wäre kaum möglich gewesen, wenn China nicht im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg eine Hyperinflation erlebt hätte. China hatte 1935 den Silberstandard aufgehoben und war nicht in der Lage, die Geldmenge während der japanischen Bestzung und des Bürgerkriegs zu kontrollieren.


    Die einzige Ausnahme, wo hohe Inflationsraten in normalen Friedenszeiten aufgetreten sind, ist Lateinamerika, wie die Liste zeigt. Ausgelöst wurde das monetäre Chaos durch die Schuldenkrise, die 1982 ausgebrochen war und zu grossen innenpolitischen Konflikten führte. In der Folge trauten sich die Regierungen nicht mehr, die Inflation zu bekämpfen, und so lief alles aus dem Ruder.


    Diese Ausnahme ist allerdings zu bedeutend, um ganz vergessen zu werden. In der Eurozone ist durchaus ein Szenario denkbar, bei dem sich die hohen Inflationsraten Lateinamerikas wiederholen könnten. Sollten nämlich einzelne südeuropäischen Länder dereinst ihre eigene Währung wieder einführen, ist alles andere als sicher, dass sie eine hohe Inflation zu verhindern in der Lage sind. Die Kombination von Währungsabwertung, hohen Staatsschulden und instabiler politischer Situation könnte genau dieselbe finanzpolitische Blockierung herbeiführen, die in Lateinamerika am Anfang der hohen Inflation stand.


    Dieses Szenario muss aber keineswegs eintreten. Es gibt ein paar Beispiele, wo die Wiedereinführung der nationalen Währung ohne hohe Inflation geglückt ist. Besonders gut gelang der Austritt Slowakiens aus dem tschechoslowakischen Währungsraum zu Beginn der 1990er Jahre. Auch der halbe Austritt Zyperns durch die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen ist erstaunlich ruhig verlaufen.


    Dennoch gilt nach wie vor: Die Situation in der Eurozone bleibt äusserst labil, so dass sich extreme Szenarien nicht von vorneherein ausschliessen lassen. Wer in Südeuropa lebt, muss mit Allem rechnen – zunächst mit einer langjährigen Depression und später vielleicht mit einer hohen Inflation.

    http://blog.fuw.ch/nevermindth…er-hyperinflation-lernen/

  • MarcusFabian hat am 07.07.2013 - 15:29 folgendes geschrieben:

    Nebukadnezar hat am 07.07.2013 - 11:16 folgendes geschrieben:


    Schweizer Ökonomen haben 2010 sogar versucht, konkret auszurechnen, wie groß der Preisdruck dadurch ist. Das Ergebnis: Wenn China in Europa in einem Markt einen Anteil von einem Prozent erobert, so fallen dadurch die Produzentenpreise um fünf Prozent.

    Wird hier der Import aus China (allgemein: Asien) nicht überbewertet?

    Klar: Wir haben sinkende Preise für Produkte, die a.) von Maschinen produziert werden oder b.) aus Billiglohnländern stammen. Wie z.B. TV-Geräte.
    Andererseits beziehen wir auch Produkte aus dem eigenen Land wo die Lohnkosten vergleichsweise hoch sind. Seien es Lebensmittel oder z.B. der Haarschnitt beim Coiffeur.

    Nun ist es z.B. so, dass ich häufiger in der Schweiz zu einem Schweizer Coiffeur gehe als dass ich mir einen in China produzierten Fernseher kaufe. Vom Einkauf von Lebensmitteln mal ganz abgesehen.

    @MF: Da hast Du völlig recht! Was m.E. ausgeblendet und unterschätzt wird sind die laufenden Produktivitätsgewinne sowie die Veränderung der Warenkörbe wenn von Konsumentenpreisinflation gesprochen wird. Inflation wird viel zu eng interpretiert. Die Preise der Immobilien und Aktien sind in den letzten Jahren stark gestiegen, AUCH DAS IST INFLATION!! Aber das wird von der Lehrmeinung schlichtweg ausgeblendet. Ich bin überzeugt, wenn die Märkte so offen bleiben wie sie jetzt sind (Protektionismus ist eindeutig auf dem Vormarsch!!) werden wir in der Konsumentenpreisinflation noch längere Zeit keine höheren Zahlen zu sehen bekommen. Für uns in der CH wird sich der tendenziell schwächer werdende Euro dämpfend auswirken (auf 10-20 Jahre hinaus).

    Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit. André Kostolany

  • «Risiko einer Deflationsspirale ist nicht verschwunden»

    Das Risiko einer Deflationsspirale ist noch nicht verschwunden, was die Folgen der Geldpolitik in Japan sind, ist unbekannt, und in China droht eine Kreditklemme. Es gibt also immer noch Risiken, die gegen eine stabilere Wachstumsrate der Wirtschaft sprechen. Darum glauben wir, die Geldpolitik bleibt locker.


    http://www.fuw.ch/article/das-…-noch-nicht-verschwunden/

  • Rookie65 hat am 18.07.2013 - 16:52 folgendes geschrieben:

    Quote

    @MF: Da hast Du völlig recht! Was m.E. ausgeblendet und unterschätzt wird sind die laufenden Produktivitätsgewinne sowie die Veränderung der Warenkörbe wenn von Konsumentenpreisinflation gesprochen wird. Inflation wird viel zu eng interpretiert. Die Preise der Immobilien und Aktien sind in den letzten Jahren stark gestiegen, AUCH DAS IST INFLATION!! Aber das wird von der Lehrmeinung schlichtweg ausgeblendet. Ich bin überzeugt, wenn die Märkte so offen bleiben wie sie jetzt sind (Protektionismus ist eindeutig auf dem Vormarsch!!) werden wir in der Konsumentenpreisinflation noch längere Zeit keine höheren Zahlen zu sehen bekommen. Für uns in der CH wird sich der tendenziell schwächer werdende Euro dämpfend auswirken (auf 10-20 Jahre hinaus).

    Teile die Ansicht. Sehr gut der Hinweis auf die Produktivitätsgewinne. Jedes Prozent mehr kommt einer Teuerung von einem Prozent gleich, sofern dieses nicht durch Lohnerhöhungen von einem Prozent ausgeglichen wird (leistungsgerechte Entlöhnung), was nicht geschieht, da die Kapitalisten (Aktionäre, Obligationäre, Kredithaie etc etc.) der Ansicht sind, dass Ihnen dieses Prozent zusteht, da die Produktivität - so die Kapitalisten . durch Investition (Maschinen, Computer etc. etc.), also den Einsatz von Kapital, erzielt wurde.


    Gut finde ich auch den Begriff 'Konsumentenpreisinflation'. Eine gute Differenzierung. Auf den Umstand, dass die Art und Weise, wie hier gemessen wird, realitätsfremd ist, habe ich bereits mehrfach hingeweisen. Die erwähne Veränderung der Warenkörbe ist das eine Übel, das andere die Unvollständigkeit.


    Selbstverständlich sind Aktien- und Immobilienpreise AUCH Ausdruck der Kaufkraft.


    Bezüglich dämpfender Wirkung der Währung, würde ich dir auch Recht geben, hätte die natibank nicht die 1.20 Grenze eingeführt


    Fine-Tuner

  • Fine-Tuner hat am 21.07.2013 - 02:53 folgendes geschrieben:

    Quote
    Die erwähne Veränderung der Warenkörbe ist das eine Übel, das andere die Unvollständigkeit.

    Selbstverständlich sind Aktien- und Immobilienpreise AUCH Ausdruck der Kaufkraft.

    Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne. Aktien haben nur einen Buchwert, keine Kaufkraft.


    Wegen der Zusammensetzung des Warenkorbes: dass die Zusammensetzung nicht auf den einzelnen zutreffen kann, wurde schon mehrfach diskutiert und wird auch auf der bfs-Seite erwähnt.


    Beispiel Miete: Kein Volk von Mietern mehr http://www.tagesanzeiger.ch/sc…etern-mehr/story/12752942



    Wir zahlen weniger Hypozins als unsere Eltern in den 70er-Jahren für die kleine Migrosgenossenschaftswohnung bezahlt haben.

  • Rookie65 hat am 18.07.2013 - 16:52 folgendes geschrieben:

    Quote
    Inflation wird viel zu eng interpretiert.

    Klar.Aber jeder interpretiert halt "Inflation" ,wie es ihm gerade beliebt und .....wie er es eben selbst erlebt.


    Schlussendlich zählt halt nur,ob einem am Ende mehr (auf dem Konto) bleibt als im Vorjahr und nicht ,......wass irgendwelche Ökonomen und Statistiker von sich geben.


    MIR geht es jedenfalls ..., dank MEINER erlebten Preisentwicklung.... von Jahr zu Jahr BESSER. :yahoo:



    Inflation und Deflation stehen zurzeit,"dank" den ZB's, ja sehr nahe zusammen . Solches wird aber ,von den Allermeisten, schlicht nicht gesehen, weil das Erlebte einem den (Weit)Blick versperrt (selektive Wahrnehmung).



    Wunderbar von Heinsohn beschrieben:


    "Eine Wirtschaft ohne Deflation muss genau unterschieden werden von einer Wirtschaft, deren Deflation künstlich verzögert wird. Diese Verzögerung kann nur durch Käufer erfolgen, die unendlich tiefe Taschen haben. Solche Käufer gibt es unter den Sterblichen nicht. Auch Zentralbanken gehören nicht zu ihnen. Ganz anders steht es um missbrauchte Zentralbanken. Dabei handelt es sich um Häuser, die politisch genötigt werden, Geschäftsbanken gegen Nullzins und obendrein für schlechte Pfänder Geld zu leihen und/oder um Zentralbanken, die solche schlechten Sicherheiten zur Vermeidung ihrer weiteren Deflation direkt ankaufen und dadurch frisches Geld in Umlauf bringen. "..............................................


    "Insofern ist die Aussage von einer ausbleibenden Deflation genauso haltlos wie die Aussage, dass keine Inflation stattfände. Die bleibt nur solange unsichtbar, wie man auf den Preise für ein Pfund Butter schaut. Doch der gewöhnliche Butterkäufer kommt nicht an den Tresen einer Zentralbank, wo es Geld für Nullzins gibt. Die Geschäftsbanken jedoch, die sich dort vollsaugen, kaufen Aktien oder Staatspapiere und bewirken dort als kräftige Inflation, was dann als „Wertzuwachs“ gepriesen wird. Für den Statistiker bleibt die Deflation unsichtbar, weil sie durch künstliche Inflation verdeckt wird, während ihm die Inflation entgeht, weil sie vom Deflationssog neutralisiert wird. Inflation ist also nicht nur vorhanden, sondern wird für die Verzögerung der Deflation gezielt eingesetzt."



    http://www.achgut.com/dadgdx/i…eintraechtig_beieinander/




    Die Parole heisst auch weiterhin...:


    "Hochschulden so lange es geht....."



    ...und dieses "ZB-Verzögerungen","Hochschulden","Schuldenschnitte" usw... kann noch ziemlich lange gehen ,bevor die simplen (Geld)Systemfehler das Unvermeidliche eintreten lassen ..:


    "Danach muss es von vorne losgehen und weder Politiker noch ihre Wähler wollen das persönlich erleben."




    weico

  • weico hat am 21.07.2013 - 11:21 folgendes geschrieben:

    Quote
    Inflation und Deflation stehen zurzeit,"dank" den ZB's, ja sehr nahe zusammen . Solches wird aber ,von den Allermeisten, schlicht nicht gesehen,

    Das hast Du jetzt sehr schön formuliert und ich muss mir eingestehen, dass ich diesen Widerspruch (= steigende und zugleich auch fallende Geldmenge) sehr lange auch nicht erkannt habe.


    Infla/Defla im Sinn von Geldmenge: Die Geldmenge steigt aber das Geld landet am "falschen" Ort.


    Infla/Defla im Sinn von steigenden Preisen hingegen ist soweit logisch: Es gibt und gab immer Bereiche, in denen die Preise stiegen, während sie in anderen Bereichen gefallen sind. Typischer Weise steigen die Preise, wo Energie, Rohstoffe, Nahrungsmittel und Löhne die Preise diktieren, während sie in Bereichen fallen, wo technologischer Fortschritt (also Skaleneffekte, Rationalisierung, Automatisierung) den Preis bestimmen.


    Nicht einverstanden bin ich mit dem Satz: "Schlussendlich zählt halt nur,ob einem am Ende mehr (auf dem Konto) bleibt als im Vorjahr" , denn das hat nichts mit Teuerung alleine zu tun sondern auch mit Deiner Fähigkeit, Deinen Verdienst zu erhöhen. Aber letzteres ist ein anderes Thema und hat mit der Infla/Defla-Debatte nichts zu tun.


    Oder anders formuliert: Wenn die Preise um 5% steigen, dann haben wir nun mal eine Teuerung (oder Inflation) von 5%. Und diese Zahl gilt für den Durchschnitt der Bürger eines Landes. Würden sich die Einkommen für alle Bürger nun um 5% erhöhen, würde die Teuerung steigen (Stichwort: Lohn-Preis-Spirale). Wenn Du persönlich in der Lage bist, Dein Einkommen um 10% zu steigern, ist das für Dich persönlich natürlich etwas tolles aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die Inflation 5% beträgt.


    Ich schreibe das, weil wir meiner Meinung nach klar unterscheiden sollten, ob wir hier makroökonomisch diskutieren (also den Landesdurchschnitt betreffend) oder unsere persönliche Situation zum Besten geben.


    Klar: Wer kein Auto hat, wird unter steigenden Ölpreisen weniger leiden als der Durchschnitt. Ein Taxifahrer hingegen mehr.
    Wer viel verdient, den interessieren steigende Lebensmittelpreise weniger als jemanden, der knapp so durchkommt.

  • MarcusFabian hat am 28.07.2013 - 05:18 folgendes geschrieben:

    Quote
    Wenn Du persönlich in der Lage bist, Dein Einkommen um 10% zu steigern, ist das für Dich persönlich natürlich etwas tolles aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die Inflation 5% beträgt.

    Ich schreibe das, weil wir meiner Meinung nach klar unterscheiden sollten, ob wir hier makroökonomisch diskutieren (also den Landesdurchschnitt betreffend) oder unsere persönliche Situation zum Besten geben.

    Klar.Aber da liegt eben genau das Problem.


    Warum soll es jemanden stark interessieren,ob ein "zusammengeschusterter Landesdurchschnitt" nun eine Inflaltion bzw. Deflation "anzeigt".Nur schon beim Landesdurchschnitt/Index gehen doch schon die Diskussionen dann wieder los,was bzw. wie etwas darin gewichtet wird und was jetzt noch alles so rein- bzw. raus müsste und welche Region des Landes betroffen ist usw..


    Schlussendlich ist es ja PERSÖNLICH ausschlaggebend,wie man es selber (wie alles im Leben ) erlebt.




    weico

  • MarcusFabian hat am 28.07.2013 - 05:18 folgendes geschrieben:

    Quote
    aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die Inflation 5% beträgt.

    Teuerung ist INDIVIDUELL, das steht auch auf der bfs-Seite.



    Einige haben z.B. kein Auto. Gerade wer in der Stadt Zürich lebt, braucht oftmals keines.

    Quote

    Fast 8000 fahren ohne gültiges «Billett»


    «Vielen jungen Leuten ist das Autofahren schlicht zu teuer und andere machen vielleicht einen Auslandaufenthalt.» http://www.20min.ch/schweiz/news/story/25938246

  • Quote


    Fast 8000 fahren ohne gültiges «Billett»

    Wer heute die Autoprüfung macht muss noch einen Verkehrskundekurs besuchen? Der soll über CHF 100.- kosten? Das Gabs zu meiner Zeit nicht. Zudem müssen die einen Schleuderkurs besuchen, der soll CHF 500.- kosten? .....und nach bestandener Prüfung müssen sie ein Art WK machen, das soll auch kosten? .....WURDEN DIESE KOSTEN JE IN EINEN INDEX AUFGENOMMEN?.....nein!


    .....die etwas unschmeichelhafte Behauptung, wonach der Durchschnittsmensch nicht in der Lage sein soll, sein persönliches Inflationsbefinden von volkswirtschaftlichen Realitäten zu differenzieren, kann ich nicht teilen. Das Gegenteil ist der Fall, der Statistiker in seinem Elfenbeinturm ist von den Realitäten völlig überfordert.


    Fine-Tuner