• UBS

    Murphy wrote:

    Quote
    er hat 0 Ahnung vom Bankengeschäft ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen...


    Die Idee "Blocher als VR-Präsident" ist gar nicht so abwegig. Blocher ist ein ausgewiesener und hervorragender Wirtschaftsführer und bürgt für eine Strategie mit konservativer Bodenhaftung. Dies ist genau das, was die UBS zur Wiedererlangung des verlorenen Vertrauens bedarf. Detailkenntnisse über den in jüngster Zeit auf den Markt gelangten Derrivateplunder, mit dem den Leuten Erspartes aus dem Sack gezogen wurde, stehen kaum im Vordergrund der Bedürfnisse.

    Die Bank ist unter dem ehemaligen Börsenhändler von Warburg Dillon Read (Ospelt) auf eine Gamblerschiene geraten.

    Die Börsenwelt muss reformiert werden, denn sie dient nur noch zum Teil den wirtschaftlichen Interessen. Wie unser Uhrenguru in der gestrigen NZZ am Sonntag richtig festgestellt hat, tummeln sich dort neben einigen Genies viele Kriminelle, welche einzig das rücksichtslose Abzocken im Sinn haben.

  • CB wäre gut für die UBS

    Ich hoffe auf CB als VRP! Sein traditionelles und antizyklisches Denken kann die UBS retten. Das es für die "Beamten" bei der UBS zwar ein Gräuel wäre, kann ich nachvollziehen. CB würde die Kosten der Bank drastisch herunterfahren. Die Löhne würden wieder normalisiert. Boni gäbe es wohl vorerst keine mehr. Damit würde bei den Banken eine Lohnrunde eingeläutet - aber gegen unten. Vom Bankgeschäft muss er nicht viel verstehen. Das können andere Leute. CB hat auch im Bundesrat bewiesen, dass er eine enorme Sachkompetenz hat. Das ist unbestritten. Wenn sich die Gerüchte bestätigen, dann bin ich gespannt, was der Kurs der UBS macht. Selber tendiere ich zu 60% auf einen sofortigen Anstieg bis auf ca. 35.

  • UBS

    Danke für die sinnvolle Ergänzung meiner Bemerkungen! *wink*


    UBS: Wenn du mit Beamten die vielen unnützen Kleinkundenberater meinst, einverstanden. Beamte sitzen normalerweise im Öffentlichen Dienst und haben unbeachtet ihrer Nützlichkeit Lebensstellen...

  • UBS

    Mit Beamten meine ich nicht die Kleinkundenberater. Ich glaube, dass die Leute an der Front einen guten Job machen. Im mittleren und oberen Kader gibt es aber sehr viele Bank-Manager, die in den letzten paar Jahren die Bodenhaftung verloren haben. Das führte zu einer masslosen Selbstüberschätzung. Dabei machen die meisten Banker ja nichts anderes, als fremdes Geld verwalten. Das ist nun einmal so. Es sind keine Unternehmer, sondern Verwalter, die durch das Unternehmertum reich geworden sind. Natürlich kann man das nicht verallgemeinen. Es gibt auch hervorragende Leute. Um in einer Grossbank wie die UBS nach oben zu kommen, braucht es schon Einiges (nicht nur Glück). Aber im Grunde genommen sind die Banker stock konservativ. Wenn sie einmal da sind, wo sie hinwollten (und so 300k und mehr Basislohn haben), dann kommt die schleichende Selbsverherrlichung und der innere Ego. Das ist irgendwie auch menschlich. Plötzlich geht es nur noch darum, die eigene Position und den Status zu verwalten.

  • UBS

    mit 300k biste auf der ubs nur guter durchschnitt. das ist ja nur knapp über dem durchschnittsgehalt aller ma's von circa 230k. auf 12 mit 100 k kommen so 4 mit 200k und 2 mit 500k und 1er nochmals deutlich drüber. die obersten 15% zocken doch circa die hälfte der lohnsumme ab.

  • UBS

    Danke für den Hinweis. Meinst Du nun Basislohn oder Gesamtbezug (inkl. Bonus und Nebenleistungen)? Ich meine mit 300k den simplen Basislohn. Mit den variablen Komponenten (aber immer noch ohne Nebenleistungen) ist man dann schnell bei deinen Beträgen.

  • UBS

    mag sein, dass ich falsch liege, aber die zahlen interpretier ich so: der ausgewiesene personalaufwand 2007 lautet auf knapp 25 mia. das wären bei 80'000 mitarbeitern also ca. die erwähnten 300'000.- im schnitt!!! da müssten dann die boni etc drinsein. aber es ist ja klar: die boni werden oben abgezockt. wenn sich so ca. 70'000 ma die hälfte teilen, ergibt das nen schnitt von ca. 170'000.-, bleiben für die andern 10'000 im schnitt 1.25 mio. in tat und wahrheit wirds noch krasser sein, bzw. noch unausgeglichener zwischen spitze und basis. also basis ca. 1/3, macht pro kopf ca. 120k. inkl. jedem stift, bürohilfe, interne post etc. bleiben 8mia für das mittlere kader mit so 250-500k im schnitt und 8 mia für die spitze. das sind dann die 2000 -3000 mit mehreren mio / schnitt.


    es lohnt sich schon, bei der ubs zu arbeiten :D

  • UBS

    Deine Überlegungen sind absolut plausibel. Eins ist sicher. Auf der Bank ist man so gut bezahlt wie sonst nirgends. Dazu kommen dann noch die Vorzüge im Bereich Verpflegung, Hyopozinsen, PW-Leasings und Rabatte bei bestimmten Waren u.a.m. Hoffe, dass es nun mit diesen masslosen Übertreibungen schnell zu Ende geht. CB wäre da der richtige Mann.

  • UBS

    mal 2 beispiele aus dem ganz normalen ma bereich (oben siehts ja bekanntlich noch ganz anders aus)


    mitarbeiterin ubs, marketing wealth management, 33, keine kaderfunktion, basissalär jährlich = 110k, bonus 12k, inkl. lohnnebenkosten all in aufwand 140k


    mitarbeiterin ubs, kader marketing wealth management, 37, basissalär jährlich 160k, kaderversicherung/auto/fringe benefits 40k, bonus 30k macht all in aufwand ca. 250k


    und noch ein hammerbeispiel von der cs:


    sponsoring kadermitglied cs, salär ähnlich wie oben, all in ca. 200k aufwand. arbeitete innerhalb von 24 monaten ganze 12 monate: wurde infolge geplanter abteilungsverlegung ins ausland, die dann nicht stattfand, nach 6 monaten für 6 monate freigestellt, bei vollen bezügen. dann wieder intern neu angestellt und nach 6 monaten entlassen und wieder für 6 monate freigestellt. erhielt schliesslich zu guter letzt gemäss einer damals existierenden regelung nach vorlage eines businessplans noch einen start up kredit in höhe eines 1/3jahressalärs (50k) a fonds perdu...


    hatte selber leider nie das glück, vo diesen insitutionen angestellt zu werden

  • UBS

    Die Lohnsummen können so schon stimmen, nur vergisst Du folgendes. Die arbeiten nicht 42h sondern eher 52h, überzeit ist nicht abgegolten, die wahrscheinlichkeit dass die stelle wegrationalisiert wird ist viel grösser als bei anderen betrieben, Du musst gewissen standards entsprechen (ein anzug kostet in etwa chf 1'000.--- hemden chf 100.-- kravatten chf 60.--, als mann musst Du täglich gepflegt rasiert sein), und dann hast Du auch einen höheren lebensstandard, deraber auch wiederum erwartet wird. (skiferien werden dann in verbier, gstaad, st. moritz und nicht in elm oder dem toggenburg gemacht).


    all das relativiert die lohnsummen bei banken.

  • Eilmeldung: Chicago-Einkaufsmanagerindex besser als erwartet

    31.03.2008 - 15:48



    Chicago – Der von der Association of Purchasing Management (Nationaler Verband der Einkaufsmanager) ermittelte Chicago-Einkaufsmanagerindex notiert im März bei 48,2 Zähler, Volkswirte sind von einem Wert von 46,7 Punkten ausgegangen.



    Quelle; © BörseGo AG 2008

    So wie einem das Licht nicht ohne die Dunkelheit bewusst würde, so gibt es keine Situation, in der nicht etwas POSITIVES zu entdecken wäre.



    Frei nach I Ging

  • Re: CB wäre gut für die UBS

    florida wrote:

    Quote
    Ich hoffe auf CB als VRP! Sein traditionelles und antizyklisches Denken kann die UBS retten. Das es für die "Beamten" bei der UBS zwar ein Gräuel wäre, kann ich nachvollziehen. CB würde die Kosten der Bank drastisch herunterfahren. Die Löhne würden wieder normalisiert. Boni gäbe es wohl vorerst keine mehr. Damit würde bei den Banken eine Lohnrunde eingeläutet - aber gegen unten. Vom Bankgeschäft muss er nicht viel verstehen. Das können andere Leute. CB hat auch im Bundesrat bewiesen, dass er eine enorme Sachkompetenz hat. Das ist unbestritten. Wenn sich die Gerüchte bestätigen, dann bin ich gespannt, was der Kurs der UBS macht. Selber tendiere ich zu 60% auf einen sofortigen Anstieg bis auf ca. 35.


    ich stell mir gerade vor, ob dieses szenario so enden wird wie bei der swissair?

    Führungsqualitäten besitzt, wer es versteht, Prinzipien an bestehenden Umstände anzupassen.

  • UBS

    Lohndiskussionen amüsieren mich immer wieder aufs Neue.


    Viele, die hohe Löhne in Frage stellen, scheinen davon auszugehen, dass dieses Geld den Arbeitskräften in den Schoss gelegt wird.


    Allerdings hat alles im Leben seinen Preis. Ich kenne einige Leute, die bei Banken arbeiten. Ein Arbeitstag dauert da auch mal von Morgens um 10 bis Nachts um 1. Dies ist keine Ausnahme... ;) 60 Stundenwochen sind bei hohen Gehältern schnell erreicht.


    Der Preis für ein hohes Gehalt ist wenig bis keine Freizeit. Der Beruf steht im Zentrum des Lebens, Beziehung, Sport und Freizeit kommen am Rande vor, wenn überhaupt.

    Der Preis für einen hohen Lohn ist der Verzicht in anderen Bereichen des Lebens... Den einen ist er's wert, den andern nicht.


    Der Spruch, dass gerade jene, die am meisten verdienen, leider keine Zeit haben, ihr Geld auszugeben und den Reichtum zu geniessen kommt nicht von ungefähr... ;)

    "Große Dinge werden durch Mut errungen,

    größere durch Liebe,

    die größten durch Geduld. "
    Peter Rosegger

  • UBS

    Da haben sich offensichtlich ein paar arme Banker gemeldet, die glauben tatsächlich, dass sie mehr arbeiten müssen als andere in Führungspositionen. Die armen Kerle müssen ja Überzeit machen. Unglaublich.

  • UBS

    primär gings um die salärstruktur all over bzw. die geschätzte verteilung der 25 mia personalaufwand. angesichs eines miliardenverlustes eine berechtigte frage. der durchschnittspersonalaufwand von 300 000 pro kopf ist logo ein extrem verzerrter wert. die basislöhne der ubs inkl. basisboni liegen weit darunter und sind ok. wirklich überrissen sind eben nur die spitzensaläre und spitzenboni der obersten paar tausend. hier werden milliarden ausbezahlt, die aktuell in der bilanz besser investiert wären. schon der banker morgan hat zu beginn des letzten jahrhunderts festgestellt, dass die bestrentierenden seiner firmen diejenigen waren, bei denen das verhältnis vom schlechtbezahltesten zum bestbezahltesten angestellten einen bestimmten faktor nicht überschritten hat. ein faktor 100 (z.bsp. 50'000 versus 5 mio) scheint heute okay. ein faktor 500 -1000 (also ceo kassiert 25- 50 mio) scheint doch etwas übertrieben.


    in den meisten kmu dürfte dieses verhältnis 10 nicht überschreiten, wenn überhaupt. eher weniger.


    und übrigens: bei den arbeitszeiten und belastungen etc, da steckt auch viel mythos drin, so nebenbei bemerkt. sind viele dieser armen überlasteten kreaturen um 19h im apero und nicht mehr im büro.


    statement einer dieser deux-pieces mäuse nach vorstellung eines jobs im marketingbereich(beratung): "da bleib ich doch lieber im private banking, da komm ich vor ladenschluss raus und kann noch shoppen".

  • Apropos Bankerlöhne

    Es wurde noch der Aspekt der Pensionskassen Beiträge der Arbeitgeber vergessen. Die Versicherunglösungen der 2.Säule sind bei den Grossbanken extrem gut und Arbeitnehmerfreundlich. Bei längerer Einzahlung bzw. Anstellung (was in der Regel der Fall ist) braucht sich da ab 55 kein höherer Angestellter mehr Sorgen zu machen. Beim Unternehmer, der effektiv 60h und mehr pro Wo gearbeitet hat liegt das Geld meistens in der Unternehmung selber und nicht in seiner 2. Säule. Bei der Unternehmensnachfolge kann da in den wenigsten Fällen soviel Kasse gemacht werden, dass die Leistung nur annähernd so gut wie bei einem Kaderbanker bei der Pension rekompensiert wird. Der Unternehmer hat aber Arbeitsplätze geschaffen, wobei der Banker schlussendlich nur das Geld des Unternehmers und seiner Angestellten verwaltet hat. Letztendlich ist die Diskussion aber müssig. Die Meisten verdienen in der Regel soviel wie sie sich erarbeiten. Das kann durchaus auch bei Bankern so der Fall sein. Ich bin keine Banker-Hasser. Wenn jemand gut ist und viel arbeitet, darf er auch mehr verdienen. Mit Glück verdient er dann vielleicht noch etwas mehr. Im Bankenbereich ist es aber einfach so, dass in den letzten Jahren masslos übertrieben wurde. Insbesondere wurden auch junge Leute buchstäblich vergoldet. Die Bodenhaftung ging verloren. Eine tiefgreiffende Korrektur ist dringend notwendig und wohl auch schon eingeleitet.

  • UBS

    Adrian Roba wrote:

    Quote
    Viele, die hohe Löhne in Frage stellen, scheinen davon auszugehen, dass dieses Geld den Arbeitskräften in den Schoss gelegt wird.

    ...

    Der Spruch, dass gerade jene, die am meisten verdienen, leider keine Zeit haben, ihr Geld auszugeben und den Reichtum zu geniessen kommt nicht von ungefähr.


    Forget das Erstgesagte, und das Zweitgesagte.

    Wenn du ja jene am besten entlöhnen wolltest, die am meisten arbeiten, wären es jene, die ab ihrer Arbeit am frühsten verrecken. Z.B. Bauarbeiter.

    Sie haben auch weder das Geld noch die Zeit, um es zu vertun.


    Blödsinnige Polemik, was du sagst.


    Was du meinst, Roba (nomen est omen): die besten Gauner sollten für ihre viele Arbeit besonders entlöhnt werden. Forget it! Sie sollten dafür enteignet werden.

    Es gibt noch Schlimmeres.

  • UBS

    learner wrote:



    :lol: :lol: :lol: