• Anleihe: UBS AG London nimmt mit Greenbond 250 Mio Franken bis 2028 auf Die UBS AG London Branch begibt in Eigenregie eine Greenbond-Anleihe zu folgenden Konditionen: 22.06.2021 12:20 Betrag: 250 Mio Fr. (mit Aufstockungsmöglichkeit) Coupon: 0,15% Emissionspreis: 100,174% Laufzeit: 7 Jahre bis 29.06.2028 Liberierung: 29.06.2021 Yield to Mat.: 0,125% Swapspread: +32 BP Valor: 112'008'567 (0) Rating: A+/Aa3/AA- (S&P/Moody's/Fitch) Kotierung: SIX, ab 28.06.2021 pre (AWP)

  • UBS-Chef Hamers sieht in der Schweiz Nachholbedarf beim Strukturwandel


    Die Schweizer Banken haben nach Ansicht von UBS-Konzernchef Ralph Hamers Nachholbedarf bei Strukturwandel und Digitalisierung. In anderen Ländern und Branchen habe sich der Strukturwandel viel schneller vollzogen.


    28.06.2021 06:39


    So sei die Dynamik in Asien und in den nordischen Ländern deutlich grösser, sagte Hamers in einem Interview mit der Tageszeitung "Blick". Auch in Holland, dem Heimatland von Hamers, erledige die Bevölkerung heute vom Einkauf bis zu Bankgeschäften alles digital.


    Das habe auch mit der Kultur zu tun. Die UBS habe in der Schweiz fast drei Millionen Kunden. Die Grossbank wolle ihre Kundschaft nicht zu etwas zwingen, das sie nicht wolle. Der Schritt zur Digitalisierung funktioniere nur gemeinsam.


    Die Corona-Pandemie habe viele Vorbehalte ausgeräumt und die Digitalisierung beschleunigt. Im Strukturwandel seien Entlassungen nicht immer zu vermeiden. Aber es gebe auch neue Stellen und Umschulungen. Unter dem Strich bleibe der Personalbestand gleich.


    Die UBS brauche Mitarbeitende, die dem technologischen Wandel positiv begegneten. Und es brauche Fachleute, die mit künstlicher Intelligenz und Daten vertraut seien.


    Archegos-Debakel kein Systemfehler


    Aus dem Hedge-Fonds-Debakel Archegos habe die UBS ihre Lehren gezogen. Laut Hamers handelt sich bei Archegos nicht um einen Systemfehler, sondern um ein einzigartiges, kaum vergleichbares Ereignis. In diesem Fall habe es an Transparenz gemangelt. Die UBS hat durch das Archegos-Debakel 774 Millionen Franken verloren.


    Der neue UBS-Chef, der seit November 2020 im Amt ist und Sergio Ermotti an der Konzernspitze abgelöst hat, stellt den Banken ein gutes Zeugnis aus. Sie seien heute viel stabiler aufgestellt und verfügten über deutlich mehr Kapitalpolster und Liquidität.


    (AWP)

  • Ambitioniertes Kursziel für die UBS

    «Attraktive Aktien-Story»: US-Investmentbank setzt ambitioniertes Kursziel für die UBS


    Jefferies nimmt die Schweizer Grossbanken wieder ins Bewertungsportfolio auf. Und zieht eindeutige Schlüsse.



    Jefferies nimmt die Bewertung für UBS mit "Buy" und einem Kursziel von 20 Franken wieder auf. Das ergäbe vom heutigen Kursniveau ein Steigerungspotenzial von rund 30 Prozent.


    Die zuständige Analystin hält die die Grossbank für Anleger insgesamt für attraktiv. Jefferies sieht einerseits Gewinnüberraschungspotenzial gegenüber den Konsenserwartungen und der konkurrenz. Andererseits verfüge UBS über eine hohe Kapitalrückgabe an die Aktionäre sowie ein attraktives Bewertungsniveau. Die Bank spricht von einer attraktiven Aktienstory.


    Mit ihren Prognosen für den Gewinn pro Aktie für 2021-2023 liegt Jefferies um drei bis zwölf Prozent über den Konsensannahmen. Die Bank begründet dies mit ihren Erwartungen an die Erträge im Global Wealth Management sowie den Kostenannahmen im Investment Banking.


    Die Credit Suisse hat die Investmentbank ebenfalls wieder bewertet. Das Rating lautet "Hold" mit einem Kursziel bei 10 Franken. Bei der Bank stimme nach den diversen Skandalen das Risiko/Ertragsverhältnis nicht.


    Die Aktie der UBS ist am Donnerstag nahezu unverändert bei 13,80 Franken. Der Titel hat in diesem Jahr 9 Prozent gewonnen. Die Aktie der CS hat in diesem Jahr 21 Prozent verloren.

  • UBS übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen deutlich


    Die UBS hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im Vorjahr und damit die Erwartungen klar übertroffen. Sie profitierte von den günstigen Marktbedingungen und der positiven Anlegerstimmung.


    20.07.2021 06:53


    Unter dem Strich verdiente die grösste Schweizer Bank in der Periode von April bis Juni 2,01 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht. Vor Steuern erzielte sie einen Gewinn von 2,59 Milliarden Dollar nach 1,58 Milliarden in der Vorjahresperiode, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Schätzungen von Analysten gemäss AWP-Konsens wurden damit deutlich übertroffen.


    Die Bank ist im zweiten Quartal erneut deutlich gewachsen. So stieg der Geschäftsertrag um 21 Prozent knapp 9 Milliarden Dollar, während die Kosten deutlich geringer um 10 Prozent zulegten. Entsprechend verbesserte sich auch das Verhältnis aus Kosten und Erträgen um 4 Prozentpunkte auf 71,8 Prozent.


    UBS-CEO Ralph Hamers zeigte sich in der Mitteilung denn auch erfreut: "Unsere Geschäftsentwicklung nimmt immer mehr an Fahrt auf und unsere strategischen Entscheide und Initiativen tragen Früchte".


    Vermögensverwaltung boomt


    Zum guten Ergebnis im zweiten Quartal haben sämtliche Geschäftsbereiche und Regionen beigetragen. Besonders gut lief es im Kerngeschäft, der globalen Vermögensverwaltung (GWM). Hier stieg der Vorsteuergewinn auf 1,29 Milliarden Dollar nach 880 Millionen. Die UBS als weltgrösste Vermögensverwaltungs-Bank zog im Berichtsquartal gebührengenerierende Neugelder in Höhe von 25,0 Milliarden Dollar an und verwaltete damit zur Jahresmitte auf Gruppenebene 4485 Milliarden an Kundengeldern.


    Deutlich mehr verdiente die UBS auch in der Schweiz. Im hiesigen Personal & Corporate Banking fiel der Vorsteuergewinn mit 498 Millionen mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Und auch die Investment Bank und das Asset Management konnten ihre Vorsteuerergebnisse nochmals steigern.


    (AWP)

  • UBS ficht Bussenhöhe der EU-Kommission bezüglich Anleihenkartell an


    Die UBS will die Höhe der von der EU-Kommission verhängten Busse im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Handelskartell im Markt für europäische Staatsanleihen anfechten.


    20.07.2021 07:59


    Die Kommission hatte gegen die Grossbank im Mai eine Busse von 172 Millionen Euro ausgesprochen. Sie soll mit sechs weiteren Banken an einem Handelskartell im Markt für europäische Staatsanleihen teilgenommen haben. Insgesamt verhängte die EU-Kommission Bussen von 371 Millionen Euro.


    Wie dem Quartalsbericht weiter zu entnehmen ist, verfügt die UBS für den Fall per Ende Juni über Rückstellung in "angemessener" Höhe. Inwiefern zulasten des zweiten Quartals zusätzliche Rückstellungen in diesem Zusammenhang gebildet worden sind, geht aus dem Bericht nicht hervor.


    Man kann die Zahl aber ungefähr abschätzen. Gemäss Tabelle im Quartalsbericht wurden die Rückstellungen in der Investmentbank im vergangenen Quartal um 66 Millionen US-Dollar auf 282 Millionen per Mitte Jahr erhöht. Einige Millionen an Rückstellungen aufgelöst wurden derweil in der Vermögensverwaltung und im Schweiz-Geschäft, so dass insgesamt auf Gruppenebene die Rückstelungen um 47 Millionen auf 2,12 Milliarden per 30. Juni 2021 anstiegen.


    (AWP)

  • Ersteinschätzung

    UBS fährt mit vollen Segeln. Die Grossbank konnte vom anhaltend positiven Marktumfeld in allen Geschäftsbereichen profitieren. Bei einem um 21% höheren Geschäftsertrag resultierte im zweiten Quartal ein 64% höherer Vorsteuergewinn von 2,6 Mrd. $. Der Reingewinn belief sich auf 2 Mrd. $, was 63% über Vorjahresquartal liegt. Etliche Performanceindikatoren übertreffen den Zielbereich. Beispielsweise beträgt die Rendite auf das harte Kernkapital im Quartal 19,3%. Der Zielbereich liegt bei 12 bis 15%. Die Hälfte des Ergebnisses (1,3 Mrd. $) stammt aus der Kernsparte Global Wealth Management. Hier ermöglichten höhere Vermögenswerte eine Zunahme der vermögensabhängigen Einnahmen um 30%. Die verwalteten Vermögen der Division nahmen gegenüber dem Vorquartal um 4% zu. Dies zeigt, dass es UBS gelungen ist, den Kunden höhermargige Mandate und Produkte zu verkaufen.


    https://www.fuw.ch/article/ubs-mit-gewinnsprung/



    ich hatte gestern Call-Warrants gekauft..... Strike 15 Verfall März 2022

  • Neue Kursziele

    Diese Analysten bewerten die UBS-Aktie

    RBC Capital Markets 17.00CHF 23.20% 12:54
    Goldman Sachs Group Inc. 17.70CHF 28.27% 08:13
    Jefferies & Company Inc. 20.00CHF 44.94% 08:01
    JP Morgan Chase & Co. 18.00CHF 30.44% 07:54
    Barclays Capital 13.50CHF -2.17% 19.07.21
    Credit Suisse Group 17.00CHF 23.20% 28.06.21
    Kepler Cheuvreux 18.00CHF 30.44% 15.06.21
    Deutsche Bank AG 17.00CHF 23.20% 19.05.21
    Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) 16.50CHF 19.57% 28.04.21
    Morgan Stanley
  • UBS nutzt den Rückenwind

    Analyse | Die Grossbank hat im zweiten Quartal dank günstigen Marktbedingungen deutlich mehr verdient als erwartet. Sie will vor allem in den USA und in Asien expandieren.


    UBS konnte von der freundlichen Wetterlage in allen Geschäftsbereichen und Regionen profitieren. Bei einem um 21% höheren Geschäftsertrag resultierte im zweiten Quartal ein 64% höherer Vorsteuergewinn von 2,6 Mrd. $, auch weil Rückstellungen für Kreditrisiken aufgelöst werden konnten. Der Reingewinn belief sich auf 2 Mrd. $, 63% über Vorjahresquartal.


    Etliche Performanceindikatoren übertreffen die Zielwerte. Beispielsweise beträgt die Rendite auf das harte Kernkapital im Quartal 19,3%. Der Zielbereich liegt bei 12 bis 15%. Auch die Indikatoren für die Kapitalstärke übersteigen die Zielwerte. So beläuft sich die Quote des harten Kernkapitals nun auf 14,5% statt «über 13%». UBS habe im Quartal 2,5 Mrd. Überschusskapital geschaffen, erklärte dazu Finanzchef Kirt Gardner an der virtuellen Medienkonferenz. «Die Rückführung des Überschusskapitals an die Aktionäre bleibt Priorität», bekräftigte er. Im zweiten Quartal betrug der Wert der Aktienrückkäufe 400 Mio. $; im dritten Quartal stehen 600 Mio. $ dafür bereit.


    Organisches Wachstum hat Priorität


    CEO Ralph Hamers bestätigte, dass der gute Geschäftsgang die strategische Flexibilität der Bank erhöhe. «Priorität hat das organische Wachstum», erklärte er jedoch. UBS ist daran, sich von einer Bank zu einem «Ökosystem für Investitionen» zu wandeln. Der Schwerpunkt der strategischen Wachstumsinitiativen – und auch die Zielmärkte für allfällige Übernahmen – liege in den USA und der Region Asien/Pazifik, sagte Hamers, weil dort das stärkste Wachstum herrsche.


    https://www.fuw.ch/article/ubs-mit-gewinnsprung/

  • Zurich und UBS bauen Bancassurance-Angebot in der Schweiz aus


    Die Zurich und die UBS weiten ihre Zusammenarbeit im Heimmarkt Schweiz aus. Nachdem für Frimengründerinnen und -gründer eine Online-Plattform für den Verkauf von Bank- und Versicherungsprodukten lanciert worden ist, wird nun den Hypothekarkunden der UBS eine Versicherungslösung zu den Risiken Tod und Invalidität infolge Krankheit oder Unfall angeboten.


    18.08.2021 10:19


    Das Versicherungsangebot der Zurich werde in den Beratungsprozess der UBS eingebunden, heisst es in einer Mitteilung der Zurich Schweiz vom Mittwoch. Das Produkt soll Hinterbliebene vor dem drohenden Auszug aus dem Eigenheim schützen, falls die hauptverdienende Person im Haushalt schwer erkrankt oder stirbt und die Hypothekarzinsen nicht mehr bezahlt werden kann.


    In der Schweiz seien gemäss Marktschätzungen nur ein kleiner Teil der Eigenheimbesitzer gegen solche Schicksalsschläge abgesichert, heisst es weiter. Es sei wohl nur ein kleiner, zweistelliger Prozentsatz der Eigentümer, die einen solchen Versicherungsschutz geniessen.


    mk/rw


    (AWP)

  • Kanton Zug bleibt im Wettbewerbscheck der UBS an der Spitze


    Die Schweizer Kantone sind gut durch die Coronakrise gekommen. Die Pandemie habe die Wettbewerbsfähigkeit der Kantone nicht massgeblich beeinflusst, kommt die Grossbank UBS in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie zum Schluss. Spitzenreiter im kantonalen Ranking bleibt Zug.


    25.08.2021 11:54


    "Die Coronakrise dürfte die langfristige relative Wettbewerbsfähigkeit der Kantone gesamthaft nur geringfügig tangieren", sagte UBS-Ökonomin Katharina Hofer an einer Telefonkonferenz. Es bestehe aber ein Risiko, dass sich die Finanzen eines Kantons im Zuge der Krise deutlich verschlechtern.


    Doch die Budgets der Kantone sind laut UBS im Lot. Bis auf wenige Ausnahmen habe man in der Analyse der Kantonsbudgets 2021 keine grösseren Defizite erkennen können, fuhr Hofer fort. Sie gab allerdings zu bedenken, dass potenzielle Steuerausfälle in der Finanzrechnung mit Verzögerung zu sehen sein werden.


    Die Ausnahmen sind der Kanton Genf und etwas weniger deutlich der Kanton Tessin. Dort werde im Budget 2021 mit Defiziten zwischen 5 und 10 Prozent gemessen am Aufwand gerechnet. Das seien substanzielle Belastungen, die durch die Coronakrise ausgelöst worden seien.


    Zug behauptet Spitzenrang


    Seit 2012 erstellt die UBS ein Ranking zum kantonalen Wettbewerbsindikator (KWI), der in einem komplexen Verfahren aus insgesamt 56 Variablen berechnet wird. Wie bereits bei der letzten Erhebung zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Kantone im Jahr 2019 belegt Zug den ersten Platz, gefolgt von Basel-Stadt und Zürich.


    Zug punkte nicht nur mit Kostenvorteilen, wie den tiefen Steuersätzen. Der Kanton profitiere auch von einer guten Erreichbarkeit für Arbeitskräfte sowie vom Engagement des Kantons im Bereich Innovation, hiess es. Für Basel-Stadt und Zürich sprechen laut Hofer die grossen Einzugsgebiete zur Erschliessung des Arbeitskräftepotenzials oder auch die Stellung als grosse Absatzmärkte.


    Bergkantone im Hintertreffen


    Dank der Stärke der Pharmabranche habe Basel Spitzenreiter Zug beinahe eingeholt, sagte Hofer. Mit einigem Abstand auf das Spitzentrio folgen im Ranking die Kantone Aargau, Schwyz und Waadt. Zehn weitere Kantone, darunter Luzern, Genf oder St.Gallen bilden das dichte Mittelfeld mit soliden langfristigen Wachstumsaussichten. Solothurn rückte nach Annahme der Unternehmenssteuerreform um drei Ränge auf Platz 14 vor.


    Ein moderates Wachstumspotenzial schreibt die UBS den beiden Appenzell, Glarus, Uri, sowie Bern, Tessin und Neuenburg zu. Neuenburg dürfte vor allem die Schwäche der Uhrenindustrie während Corona zusetzen. Am schlechtesten schneiden im Ranking der UBS die Bergkantone Graubünden und Wallis sowie der Kanton Jura ab. Vor allem bezüglich Wettbewerb um Arbeitskräfte hätten es diese Kantone schwerer als andere.


    mk/ra


    (AWP)

  • UBS-CEO sieht nur "unwesentliche" Evergrande-Risiken - Einige Margin-Calls


    Das Exposure der Grossbank UBS gegenüber dem kriselnden chinesischen Immobilienkonzern Evergrande ist laut CEO Ralph Hamers "unwesentlich". Die Grossbank musste aber einige Nachforderungen an Kunden mit besicherten Krediten stellen - sogenannte Margin-Calls, wie Hamers gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg an einer Konferenz der "Bank of America" erklärte.


    24.09.2021 08:36


    Die Schwierigkeiten von Evergrande bereiteten ihm "keine schlaflosen Nächte", erklärte Hamers an der Konferenz weiter. Die Margin-Calls mit Bezug auf Evergrande sind gemäss dem CEO zudem "gut ausgeführt" worden.


    Das Engagement gegenüber dem gesamten chinesischen Bausektor über Evergrande hinaus liege vor allem auf der Kundenseite mit breit diversifizierten Fonds, sagte Hamers gemäss dem Bloomberg-Bericht. "Selbst dort wird das nicht zu wirklichen Problemen führen."


    Banken wollen beruhigen


    An der Finanzkonferenz der Bank of America betonten laut Bloomberg auch Vertreter weiterer Grossbanken, dass die Risiken aus einem allfälligen Evergrande-Zusammenbruch für ihr Institut nur gering seien. So erklärte etwa der Finanzchef der Deutschen Bank, dass die deutsche Grossbank von den Ereignissen "nicht wirklich direkt betroffen" sei.


    Die Credit Suisse hatte Mitte Woche Aussagen zum Exposure ihrer Fondskunden gegenüber Evergrande gemacht: Demnach hält sich das Engagement der CS-Fonds in engen Grenzen. Nur ein CS-Fonds halte Anleihen von Evergrande in Höhe von gerade 0,6 Prozent des Fondsvermögens.


    Allerdings hätten auch weitere Emerging-Markets- und Asien-Fonds in den chinesischen Immobilienmarkt investiert, so die CS weiter. Die entsprechenden Anteile am jeweiligen Fondsvermögen machten dabei zwischen 0,2 und 28,8 Prozent aus.


    Die Krise beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande sorgt seit Wochen für Verunsicherung auch an den Finanzmärkten. Der chinesische Konzern hat Schulden von umgerechnet mehr als 300 Milliarden Dollar. Anleger befürchten einen Zahlungsausfall. Für etwas Beruhigung hatte zuletzt eine Ankündigung gesorgt, wonach der Konzern eine fällige Zinszahlung für seine Anleihen bedienen werde.


    tp/ra


    (AWP)

  • In Paris steht viel auf dem Spiel

    UBS: In Paris steht viel auf dem Spiel


    Heute Nachmittag fällt das Appellationsgericht in Paris sein Urteil gegen die Grossbank. 2019 wurde sie zu einer rekordhohen Strafe verurteilt.


    Im Berufungsprozess gegen UBS wird heute Nachmittag das Urteil erwartet. Der Termin ist für 13.30 Uhr angesetzt, wie das Appellationsgericht in Paris auf Anfrage bestätigt hat.


    Für die Grossbank steht viel auf dem Spiel. Wegen Geldwäsche und Beihilfe zur Steuerhinterziehung wurde UBS zu einer rekordhohen Strafe von insgesamt 4,5 Mrd. € verurteilt. Die Bank bestreitet jegliches Fehlverhalten.


    Der Berufungsprozess, der aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben wurde, fand im vergangenen März statt. Im Juni 2021 hat UBS eine Teilniederlage einstecken müssen. Das Berufungsgericht hat den Antrag der Bank wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte abgelehnt: UBS argumentierte, dass aufgrund des Sachverhalts anstatt einer Anklage wegen Geldwäscherei auch eine wegen Beihilfe zum Steuerbetrug hätte erfolgen können, was nach französischem Recht mit einer deutlich tieferen Busse bestraft wird.


    Tiefere Busse ist möglich


    Trotzdem gehen Juristen davon aus, dass im Falle eines Schuldspruchs heute Nachmittag die Höhe der Busse reduziert wird. Bereits bei der Verhandlung im vergangenen März hatte die Staatsanwaltschaft die geforderte Strafe verringert. Auf dem Tisch ist nun eine Strafzahlung von rund 2 Mrd. €, zuzüglich 1 Mrd. € Schadenersatz für den französischen Staat. 2014 hat die Grossbank bereits eine Kaution in der Höhe von 1,1 Mrd. € hinterlegt.

  • UBS übertrifft mit Gewinnanstieg die Erwartungen deutlich - Aktie steigt vorbörslich


    Die UBS hat im dritten Quartal erneut von den günstigen Marktbedingungen und der zumeist positiven Anlegerstimmung profitiert.


    Aktualisiert um 08:04


    Unter dem Strich verdiente die grösste Schweizer Bank im Sommerquartal 2,28 Milliarden US-Dollar, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Im Vorjahresquartal wie auch im Vorquartal hatte die Bank knapp über 2 Milliarden eingenommen. Vor Steuern erzielte die UBS einen Gewinn von 2,87 Milliarden Dollar, was einem Plus von gut 10 Prozent entspricht.


    Gemäss Angaben der Bank waren die Resultate die besten seit dem ersten Quartal 2015. Nur auf das dritte Quartal - also das normalerweise schwächere Sommerquartal bezogen - war es gar das beste seit 2007. Die Schätzungen von Analysten gemäss AWP-Konsens wurden auf Gewinnstufe um rund 30 Prozent übertroffen.


    Die Aktie der UBS legt im vorbörslichen Handel um 2,3 Prozent zu.


    Die Erträge in den Monaten Juli bis September stiegen zum Vorjahr um rund 2 Prozent und erreichten 9,13 Milliarden Dollar. Da die Kosten jedoch leicht rückläufig waren (-1 Prozent), hat sich das Verhältnis von Kosten zu Erträgen - die für Banken wichtige Cost-/Income-Ratio - auf 68,7 Prozent verbessert, was klar unter der UBS-eigenen Zielgrösse liegt.


    Strategie-Update im Februar


    CEO Ralph Hamers zeigt sich in der Mitteilung mit den Zahlen entsprechend sehr zufrieden: "Trotz der zuletzt beobachteten Unsicherheit präsentierten sich Markt und wirtschaftliches Umfeld im dritten Quartal weitgehend positiv." Man habe im letzten Quartal "enorme Fortschritte dabei erzielt, die Kunden noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken".


    Wichtig für die Bank sind auch neue Kundengelder, sind sie doch das Fundament für zukünftige Erträge und Gewinne. Die UBS - als weltgrösste Vermögensverwaltungsbank - zog in ihrer Kernsparte "Global Wealth Management" (GWM) gebührengenerierende Neugelder in der Höhe von 19 Milliarden Dollar an. Konzernstufe verwaltete sie damit Ende September 4432 Milliarden an Kundengeldern.


    In der Zukunft will die Bank unter ihrem seit rund einem Jahr amtierenden neuen CEO Hamers die Digitalisierung weiter vorantreiben. Ein Update zur Strategie und was das für Kunden und Aktionäre bedeutet soll am kommenden 1. Februar - zusammen mit den Jahreszahlen 2021 - präsentiert werden.


    (AWP)

  • UBS einigt sich in Steuerverfahren mit belgischer Justiz


    Die UBS kann einen weiteren Rechtsstreit abhaken. Die Grossbank einigte sich in einem Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung mit der belgischen Staatsanwaltschaft auf einen Vergleich.


    18.11.2021 20:03


    Dies teilte ein Brüsseler Gericht am Donnerstag mit. Demnach bezahlt die UBS 49 Millionen Euro, erkennt aber keine Schuld in Zusammenhang mit den Vorfällen in den Jahren 2005 bis 2013 an. Der Vorwurf der Geldwäsche und des Betreibens einer kriminellen Organisation wurde fallengelassen.


    "Wir bestätigen die Einigung und sind erfreut, dass diese Angelegenheit beigelegt werden konnte", sagte ein Banksprecher. Die Bank habe das Geld bereits in der Vergangenheit zurückgestellt.


    Glimpflicher Ausgang


    Als die Vorwürfe gegen die Bank 2016 bekannt wurden, schlug der Fall hohe Wellen. Experten schlossen damals nicht aus, dass auf die Bank eine Strafzahlung von mehreren hundert Millionen Euro zukommen könnte. Doch nun ging das Verfahren für die UBS glimpflicher aus. Der belgischen Justiz zufolge konnte mit dem Vergleich ein jahrelanger Prozess mit dem Risiko der Verjährung vermieden werden.


    Ein grosses Steuerverfahren in Frankreich ist dagegen immer noch hängig. Ein Berufungsgericht in Paris wird voraussichtlich am 13. Dezember entscheiden, ob die UBS der rechtswidrigen Kundenanwerbung und der Beihilfe zur Geldwäsche der Erträge aus Steuerbetrug schuldig ist.


    Ein anderes Gericht hatte in dem Fall zuvor eine Rekordstrafe von insgesamt 4,5 Milliarden Euro gegen das Institut verhängt. Experten gehen allerdings davon aus, dass eine der Parteien auch gegen das jüngste Urteil Berufung einlegen wird.


    (AWP)

  • UBS Schweiz: Markus Ronner als VR-Präsident vorgeschlagen


    Im Verwaltungsrat von UBS Schweiz kommt es zu Veränderungen. Markus Ronner wird der kommenden Generalversammlung als neuer Präsident vorgeschlagen.


    06.12.2021 07:20


    Dies nachdem der bisherige Amtsinhaber Lukas Gähwiler zum neuen Vizepräsidenten der UBS Group nominiert wurde. Ausserdem wird Barbara Lambert als neues Verwaltungsratsmitglied vorgeschlagen.


    Markus Ronner stiess 1981 zur UBS und war seitdem in verschiedenen Führungspositionen tätig. 2018 wurde er als Group Chief Compliance and Governance Officer Mitglied der Konzernleitung. Diese Funktion werde er weiter ausüben, teilte das Institut am Montag mit.


    Barbara Lambert ist seit 2018 Mitglied des Verwaltungsrats der Genfer Banque Pictet & Cie. Sie soll im Verwaltungsrat der UBS Switzerland auf Hubert Achermann nachrücken, der sich nicht mehr zur Wiederwahl stellt.


    (AWP)

  • Frankreich-Prozess

    Der UBS-Aktie steht ein bewegter Montag bevor


    Am Montag gilt es ernst für die UBS: Das Urteil im Pariser Berufungsprozess steht an. Und das womöglich sogar im laufenden Handel. Was bedeutet dies für den Aktienkurs der Grossbank?


    Die Aktionärinnen und Aktionäre der UBS dürften sich den kommenden Montag dick in ihrer Agenda angestrichen haben. An diesem Tag steht in Paris nämlich das Urteil im Berufungsprozess an. Dann entscheidet sich, ob der Grossbank eine milliardenschwere Strafe wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung blüht.


    Die Staatsanwaltschaft fordert eine Maximalstrafe von 2,2 Milliarden Euro, mindestens aber 2 Milliarden Euro. Doch auch der französische Staat will Geld sehen. Er klagt seinerseits eine zivilrechtliche Entschädigung in Höhe von einer weiteren Milliarde Euro ein. In erster Instanz wurde die UBS zu einer Strafe von 3,7 Milliarden Euro und 800 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt.


    Eigenmittelausstattung bleibt in jedem Fall solide


    Es geht für die Grossbank also um einiges, wurde für den Prozess bisweilen doch nur 450 Millionen Euro zurückgestellt. Gut möglich deshalb, dass der UBS-Aktie – je nach Ausgang des Berufungsprozesses - ein bewegter Montag bevorsteht. Noch ist unklar, wann an diesem Tag genau das Gericht sein Urteil spricht. Beobachter schliessen jedenfalls nicht aus, dass dieses noch während der Handelssitzung bekannt wird und den Aktienkurs auf die eine oder andere Seite ausscheren lassen könnte.


    Vontobel-Analyst Andreas Venditti gibt sich im Vorfeld allerdings ziemlich entspannt. Da die Positionen von Staatsanwaltschaft und UBS im Berufungsprozess weit auseinanderliegen, rechnet er damit, dass die Grossbank ein ungünstiges Urteil an den französischen Kassationsgerichtshof weiterziehen würde. Venditti würde aber, wie wohl die ganze Börse, eine endgültige Beilegung des Streits begrüssen.


    Vendittis Berechnungen zufolge wäre für die UBS selbst eine Gesamtsumme von 3,2 Milliarden Euro zu verkraften. Mit einer Kernkapitalquote (CET1) von rund 13 Prozent und einer Leverage Ratio von mehr als 3,7 Prozent bliebe die Eigenkapitalausstattung der Grossbank solide und über den firmeneigenen Zielgrössen.


    2021 ein erfreulicher Börsenjahrgang für die UBS-Aktionäre


    Die Schätzungen anderer Analysten für die Gesamtsumme bestehend aus Strafe und Wiedergutmachung reichen von 600 Millionen Euro bis zum schlimmsten Fall von 3,2 Milliarden Euro. Läge das Urteil in der unteren Hälfte dieser Schätzungsbandbreite, wäre wohl eine positive Reaktion der Börse zu erwarten.


    Die UBS-Aktie wird bei Vontobel übrigens weiterhin mit einem Kursziel von 18,50 Franken zum Kauf empfohlen. Die Aktie notiert nur unwesentlich unter ihren Mehrjahreshöchstkursen von Anfang November bei 17,04 Franken. Mit einem Plus von fast 33 Prozent stellt sie seit Jahresbeginn nicht nur den um gut 20 Prozent höheren Swiss Market Index (SMI), sondern auch die um 22 Prozent tiefere Credit-Suisse-Aktie in den Schatten.

  • Wem die UBS-Präsidentenwahl nützt


    Lukas Gähwiler und Ralph Hamers profitieren von der Wahl von Colm Kelleher als UBS-Präsident. Die Analyse.


    12.12.2021 11:35


    Von Dirk Schütz


    Am Ende war es ein Entscheid für die Kompetenz. Wie schon die Credit Suisse setzt auch die UBS bei ihrem neuen Präsidenten vor allem auf Bankerfahrung. Mit Colm Kelleher übenimmt im April ein Veteran die Führung, der in seinen mehr als 30 Jahren beim Wall-Street-Haus Morgan Stanley zahlreiche Führungsjobs innehatte.


    Anders als der neue CS-Vormann António Horta-Osório schaffte es der Ire jedoch nie auf den CEO-Posten. Die Priorität des Fachwissens wird auch von der Finma eingefordert: Das CS-Doppel-Debakel in diesem Jahr wird dort auch an fehlendem Bank-Know-how im Verwaltungsrat festgemacht.


    Der Schweizer Pass ist da eher zweitrangig, zumal der heimische Markt keine Top-Leute mit internationaler Erfahrung mehr hergibt. Die Lösung mit dem ehemaligen Schweiz-Chef Lukas Gähwiler als Kellehers Vize ist da ein geschickter Zug des scheidenden Präsidenten Axel Weber.


    Formal hatte er die Suche zwar dem Vizepräsidenten Jeremy Anderson übertragen. Doch schon früh in dem Prozess liess er sich von Gähwiler die Bereitschaft zusichern, als Vizepräsident auf Gruppenebene die Schweiz-Flanke abzudecken. Seinen eher spannungsarmen Posten als VR-Präsident Schweiz gibt Gähwiler dafür gern auf. So bekam Anderson Beinfreiheit für die Suche nach einem internationalen Bankprofi.


    Kelleher war in der Bank bekannt: David Sidwell, Andersons Vorgänger als Vizepräsident, hatte ihn einst bei Morgan Stanley zu seinem Nachfolger als Finanzchef auserkoren, und Weber kannte ihn auch über den Bankenverband IIF, den er präsidiert. Dass die UBS keine Alterslimite mehr kennt, lässt Kelleher, mit 64 Jahren genauso alt wie Weber, von einer maximalen Amtszeit von zehn Jahren frohlocken, versüsst mit einem üppigen Salär von sechs Millionen Franken. Weber hat den Verwaltungsrat bereits verjüngt: Nur Swiss-Präsident Reto Francioni muss innerhalb der nächsten zwei Jahre gehen.


    Anderson gibt zwar den Titel des Vizepräsidenten ab, obwohl das Reglement durchaus zwei Vizes zulässt, bleibt aber als "Senior Independent Director" mindestens genauso mächtig wie Gähwiler – er beruft zwei Mal im Jahr Sitzungen ohne den Präsidenten ein. Und dass der Brite den Iren portiert hat, steigert seinen Einfluss intern.


    Und noch ein UBS-Mann ist durch die Wahl Kellehers gestärkt: CEO Ralph Hamers. Denn die Kür eines externen VR-Präsidenten im nächsten Frühling ist ein klares Signal, dass die Bank eine Ablösung ihres Chefs wegen des Rechtsverfahrens in seiner holländischen Heimat als sehr unwahrscheinlich taxiert.


    Dieser Artikel erschien zuerst in der "Bilanz" unter dem Titel: "UBS: Wer von Colm Kellehers Wahl zum Präsidenten profitiert"

  • Frankreich bestätigt Urteil - Aktie steigt

    Frankreich bestätigt Urteil im Steuerstreit - Aktie steigt


    Im Steuerstreit zwischen der UBS und Frankreich bestätigt die zweite Instanz das Urteil gegen die Schweizer Grossbank.


    Im Steuerstreit zwischen der UBS und Frankreich ist das Urteil der Zweiten Instanz da: Sie bestätigt die erste Urteil, das die Bank zu einer Zahlung von insgesamt 4,5 Milliarden Euro verurteilt hatte.


    Die Aktie der UBS dreht von 0,8 Prozent minus kurz vor der Bekanntgabe des Urteil auf 1,7 Prozent plus nach dem zweitinstanzlichen Urteil.


    (cash)

  • UBS prüft Gerichtsurteil und mögliche Berufung


    Die UBS hat das Gerichtsurteil im Steuerstreit mit Frankreich zur Kenntnis genommen. Ob sie dieses weiterziehen wird, hat die Grossbank allerdings noch nicht entschieden.


    13.12.2021 17:10


    Die UBS werde die Entscheidung prüfen und alle Optionen in Betracht ziehen - einschliesslich der Berufung, hiess es in einer Mitteilung vom Montagnachmittag.


    Die UBS war am Montag auch in zweiter Instanz vom Berufungsgericht wegen unerlaubter Geldgeschäfte und der Beihilfe zur Geldwäsche schuldig gesprochen worden. Der "Cour d'appel" in Paris verlangt eine Zahlung von insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Darin enthalten ist eine Geldstrafe in der Höhe von 1 Milliarde Euro und die Zahlung von 800 Millionen Euro Schadensersatz.


    Diese Strafe ist allerdings deutlich tiefer ausgefallen als in erster Instanz. Das Pariser Strafgericht hatte die Bank im Februar 2019 zu einer Zahlung von insgesamt 4,5 Milliarden Euro verurteilt, darin enthalten ebenfalls 800 Millionen Schadenersatz.


    Bereits 2014 hatte die UBS eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro zum Steuerfall in Frankreich hinterlegen müssen. Und in ihren Büchern hat sie dafür 450 Millionen Euro zurückgestellt.


    ys/mk


    (AWP)