CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

  • Hallo brancusi! Das ist ja eine tolle Frage. Meine Antwort ist ganz klar NEIN. Moral wird gepredigt und über das Volk ausgeschüttet um es als Manipuliermasse weiterhin gefügig zu halten. Wer gerne mit fremden Gedanken durch Leben geht soll sich doch an die augenblickliche aktuelle Moral halten.


    Eine Kunststofffabrik stellt Seile her für 1000 verschiedene Anwendungen,- auch Rettungseile. In jedes Seil kann man einen Henkersknoten machen. Wollen wir diese Fabrik schliessen? Auf die Börse bezogen, darfst du mit deinen Ueberlegungen nie ein Aktie der Firma Bosshard kaufen. Diese Schrauben werden sicher auch gebraucht in den Konstruktionen für Kampfflugzeuge und Panzer. Ich nehme an, in deinem Kühlschrank steht ein Joghurt. Wegschmeissen! Dieselbe Fermentierungsanlage kann zur Herstellung von biologischen Kampfmitteln verwendet werden, - ohne Umbau. Der Banker vergibt Kredite für den Autokauf und täglich werden Leute über den Haufen gefahren. Kaufe nie eine Bankaktie!


    An der Börse kannst du lernen selbständig zu denken, selbständig zu hinterfragen und selbständig Entscheide zu treffen, die du als Gewinn oder Verlust auskosten kannst. Mit Wissen kann der Mensch nur wissen. Das Wissen in Erfahrung umstrukturieren und daraus lernen, das gibt dem Menschen die würzige Reife.

  • 'Mit Wissen kann der Mensch nur wissen.


    Das Wissen in Erfahrung umstrukturieren und daraus lernen:


    das gibt dem Menschen die würzige Reife'



    Diesen Deinen Satz werde ich mitnehmen. Danke!

  • SIX: Keine Veränderungen im SMI/SLI per September - Sunrise neu im SMIM

    09.07.2015 18:38

    Zürich (awp) - Im Rahmen der jährlichen Indexanpassungen gibt die SIX Swiss Exchange die Änderungen in der Zusammensetzung der verschiedenen Indizes bekannt. Bei den 30 wichtigsten Aktien in den Leitindizes SMI und SLI kommt es zu keinen Verschiebungen, wie die SIX am Donnerstag mitteilt.

    Im Midcaps-Index SMIM fallen Meyer Burger nach der letztjährigen Aufnahme bereits wieder raus und werden durch Sunrise ersetzt. Die Indizes werden am 18. September nach Börsenschluss angepasst, die Änderungen werden demzufolge ab 21. September 2014 wirksam.


    Weiter wechseln die Aktien von VZ Holding und Comet vom SPI Small zum SPI Middle, den umgekehrten Weg gehen die Titel von Zehnder und AFG Arbonia.


    Neu in den SXI Life Sciences und in den SXI Bio+Medtech werden Santhera, Ypsomed und IVF Hartmann aufgenommen, ebenso finden diese beiden Aktien Unterschlupf im SXI Bio+Medtech.


    cf


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • SMI

    Letzte Woche war spannend, man sah im SMI eine starke Unterstützung, und ich habe auch darauf eingekauft, die Kurse schnellten hoch, und habe mich am Freitagabend entschieden, schon wieder alles zu verkaufen, auch obwohl es überhaupt nicht danach aussah, dass nach oben alles ausgereizt ist. Die Kurse waren einfach nah an der oberen Linie der Bullenflagge, wie der Chart sich nun gibt.


    Wir wissen, dass die Sache mit Griechenland nun bestimmend ist. Es ist Börsenpsychologie, so dass selbst die Chinesen das Krachen ihrer Kurse es auf Griechenland schieben. Die US-Indices sehen etwas angeknacht aus, der Dax ist auch in einer Bullenflagge, aber ich zweifle, ob sie hält.


    Ich beobachte, was ich kann, und kann natürlich nie alles einbeziehen, ich bin ja nicht mal Ökonom. Ich sehe nun an diesem Wochenende wieder einmal die Euro-Minister ringen, vor Markterföffnung am Montag, sie sind im Stress. Sie wissen, dass sie bei einem Zuspruch an Griechenland sich lächerlich machen, vielleicht sogar mit einem Aufruhr aus ihren Ländern rechnen müssen, oder alternativ bei einem Nein könnte es einen Marktcrash geben (von dem ich als Ignorant allerdings nicht weiss, wie heftig er wäre, ich sage: Nicht mehr als 10 Prozent, die auch kurzfristig wären, aber für Trader interessant ...).


    Als ich am Freitag Abend darauf wettete, dass Griechenland nun eine heisse Kartoffel ist, an der man sich verbrennen kann, glaubte ich an fallende Kurse am Montag, sogar für einen kurzen heftigen Sell-Out. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass wenn diese Minister bei Sinnen sind, sie weitere 50 Milliarden Euros den Insulanern in den Hintern stopfen, um dann wieder dumm dazustehen, kurz danach.


    The week will be interesting anyway. Any more views?

  • @swissrain

    Sehr gut geschrieben. Bin auch hin- und hergerissen, wie es mit Griechenland weitergeht! Eigentlich sind die griechischen Politiker nicht zu gebrauchen. Haben keinen Lösungsansatz und schieben den schwarzen Peter der EU zu. Wollen einen Schuldenschnitt und weiteres Geld in Milliardenhöhe. Grundsätzlich wäre für eine Finanzierung nichts einzuwenden, aber wenn die wirtschaftliche Lage dadurch nicht ändert, ist es eben nichts Wert.


    Es gibt zwei Lager, die amerikanische und das deutsche Lager! Leben auf Pump oder Sparen auf noch schlechtere Zeiten! Ist eine verzwickte Lage, beides ist nicht wirklich gut.


    Somit Grexit? Kostet noch viel mehr! Man sieht es am Wertabfluss der griechischen Banken! Stand heute, 90 Milliarden!


    Es braucht eine Entscheidung, denn nichts machen ist sehr fahrlässig! Auch wenn es scheint, dass es ein fauler Kompromiss ist, es braucht jetzt eine starke Führung mit einem klaren Ziel vor Augen. Es darf nicht sein, dass diese Debatte vor der Bevölkerung geführt wird, denn das bringt nur Zwiespalt und Aufruhr. Aber man will sich eben in Szene setzen und sich behaupten. Gibt dann wieder die gewünschte Wählerstimme!


    Dabei sind die Gebernationen die Verlierer, werden so oder so in den sauren Apfel beissen, weil die Verträge nicht mal das Papier wert ist. Die Haushaltsbudget der EU-Nationen werden von Jahr zu Jahr manipuliert, wir sind mittendrin von Marktverzerrungen und Eurozerfall.

  • swissrain hat am 12.07.2015 - 08:23 folgendes geschrieben:

    Quote
    Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass wenn diese Minister bei Sinnen sind, sie weitere 50 Milliarden Euros den Insulanern in den Hintern stopfen, um dann wieder dumm dazustehen, kurz danach.
     

    Alles ist möglich um den EURO/EU-Traum nicht zu "gefährden"...


    Solange die Regierungen/Minister an ihrem EURO-Projekt festhalten,ist Griechenland nur ein Anfang und eine kleine Dummheit. Heftig wird es,wenn einer der grossen Kandidaten ins straucheln kommt. *blush*



    Die Mehrheit der EU_Mitglieder ist ja schon völlig unfähig,ihre EIGENEN Kriterien einzuhalten.


    "Der staatliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60 % des Bruttoinlandsprodukts betragen."


    https://de.wikipedia.org/wiki/EU-Konvergenzkriterien




    Italien wäre ein nächstligender Kandidat und ist auf gutem Wege..die Griechen einzuholen... *angel*


    https://de.wikipedia.org/wiki/…_nach_Staatsschuldenquote



    weico

  • bin Optimist

    gerade die harzigen Verhandlungen sind für die Börse positiv.



    Ein fauler Kompromiss hilft der Börse ein paar Tage.



    Hart weiterverhandeln hilft Griechen und Europa zu neuem Realismus.


    Eine Kleptokratenherrschaft wie in Ungarn,scheint mir im übrigen viel problematischer als ein Italien,das sich zu erneuern sucht.Wer hat in Europa die schnellsten Züge?



    ES BLEIBT VOLATIL !

  • Ab 16 h wird in Brüssel weiter verhandelt. Griechenland drängt erneut wieder auf einen Schuldenschnitt, die anderen EU-Staaten auf noch härtere Massnahmen. Es sieht ganz danach aus, dass man auch weiterhin zur keinen Lösung kommen wird. So wird man nie auf eine Endlösung kommen!

    MfG
    Schnitthelm Wachtvogel

  • Dieser gordische Knoten ist nicht zu lösen.


    Die Bereitschaft in Griechenland die Strukturen der Verwaltung auf eine brauchbare Ebene zu entwickeln ist nicht vorhanden.


    Die Bereitschaft in der EU, die endlose Misswirtschaft und Korruption in Griechenland weiterhin zu finanzieren, ist auch nicht vorhanden.


    Griechenland will nur Geld und Schuldenschnitt ohne verbindliche Zusagen.


    Dieser gordische Knoten kann nicht mit einer endlosen Kompromiss-Strategie gelöst werden. Es braucht das Schwert.


    Variante 1: Die Deutschen haben den Griechen für viele Milliarden schwere Waffen geliefert. Die kommen jetzt zum Einsatz. Das Militär übernimmt die Regierungsgewalt und setzt eine Technokraten-Regierung ein. Diese holt Hilfe bei der Weltbank um die Strukturen zu reformieren.


    Variante 2: Es wird in der EU weiter gewurstelt wie bisher und die Politiker klopfen weiterhin grosse Sprüche. (Die Verwandten im Urwald trommeln auf der Brust.)


    Variante 3: Da Variante 2 früher oder später scheitern wird, macht man einen Rückgriff auf die Variante 1. Das deutsche Material kommt zum Einsatz.


    Der schleichende Zerfall in Europa hat doch schon lange begonnen und wird jetzt sichtbar.


    Gleichzeitig zu Griechenland werden wir noch konfrontiert mit den Ereignissen in China. Da werden Märkte reguliert und dereguliert von den Politikern und Bürokraten in einem beängstigenden Ausmass. Der Kaufkraftverlust für die Bevölkerung ist hart und wird Auswirkungen haben.


    Am Montag werden die Börsen öffnen und dann sehen wir weiter.

  • Im Jahr 1974

    war ich während der Militärdiktatur in Saloniki.Es war in der touristischen Hochsaison.Um 10 Uhr Abends verliess ich das Hotel und lief durch die Stadt und der Strandpromenade entlang.Ich begegnete haargenau null Autos und null Menschen.Auf einer Bank am Meer sassen dann 2 Polizisten,die von mir wissen wollten,was meine Pläne wären?


    Eine Militärdiktatur ist das sicherste Mittel,die griechischen Rentner sang und klanglos verhungern zu lassen.


    Die Rentner mit den fettesten Einkommen sind schätzungsweise die Offiziere,die damals die Studenten in den Universitäten erschiessen liessen.



    Aber man weis ja nie,wie sagte mal Jürg Jegge:"Dummheit ist lernbar"

  • @Griechenland

    Suchttherapeuten verlangen von ihren Klienten ein aktives Zutun. Solange das nicht gegeben ist, endet jede Therapie im Misserfolg. „Kommen Sie wieder, wenn es ihnen ernst ist!“, heißt es dann. Auf Griechenland gemünzt und von Bundesfinanzminister Schäuble soeben vorgedacht, könnte das bedeuten: Grexit auf Zeit. Ob es dabei mit fünf Jahren getan sein wird, ist allerdings mehr als fraglich. Es will also gut überlegt sein.

    Hoffe nicht, dass hier das Militär eingreift, das Resultat kennt man zu genüge. Die kleben dann in ihren Stühlen und geben ihre Macht nicht mehr her.

  • Griechenland-Gipfel wohl vor Entscheidung


    Der Euro-Krisengipfel zur Lösung des griechischen Schuldendramas steuert möglicherweise auf eine Entscheidung zu. Nur noch die Frage eines griechischen Privatisierungsfonds ist offen.

    Der griechische Premier Alexis Tsipras hatte sich hartnäckig gegen diese Kernforderung der Europartner gewehrt. "Ich hoffe, dass wir bald eine Vereinbarung finden", sagte Sloweniens Regierungschef Miro Cerar am Montagmorgen in Brüssel nach gut 15-stündigen Verhandlungen.


    Der Privatisierungsfonds sollte nach ursprünglichen Plänen einen Umfang von rund 50 Milliarden Euro haben und ausserhalb Griechenlands angesiedelt werden. In diesen Fonds sollen staatliche Vermögenswerte übertragen werden.


    Auch die finanzielle Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds beim neuen Hilfspaket der Europäer war von Athen kritisiert worden. Laut Diplomaten wurde dieser Streit mittlerweile beigelegt.


    Häufige Unterbrechungen


    Zuvor hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Der Gipfel war in der Nacht häufiger unterbrochen worden, um Zeit für Beratungen in kleiner Runde zu geben. Zuletzt trafen sich am Montagmorgen Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef François Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras im kleinen Kreis.


    Die Staats- und Regierungschefs der 19 Euro-Länder waren am Sonntag um 16.00 Uhr zusammengekommen und verhandeln seitdem über einen Kompromiss für ein Spar- und Reformpaket für Athen.


    Das Krisentreffen dreht sich darum, ob Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket aufgenommen werden. Der Plan soll über drei Jahre laufen. Der Finanzbedarf wird auf bis zu 86 Milliarden Euro geschätzt.


    Einigung oder Staatspleite


    Von Athen wird im Gegenzug verlangt, einen vierseitigen Forderungskatalog der Euro-Finanzminister in die Tat umzusetzen. Dabei geht es neben den Privatisierungen von Staatsbesitz unter anderem auch um eine Verwaltungsreform.


    Falls beim Gipfel keine Einigung gelingt, droht Griechenland die Staatspleite und der Austritt aus der Eurozone. Athen braucht laut einem Papier der Finanzminister bis zum 20. Juli rund sieben Milliarden Euro.


    (SDA)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • brancusi-serrat hat am 09.07.2015 - 17:21 folgendes geschrieben:

    Quote

    Habe als Aktionär oft ein schlechtes Gewissen in gewissen Aktien-Titeln beteiligt zu sein aus moralischne Gründen.


    Wie geht das euch?

    Ich habe gewisse Titel welche ich nie investieren würde (z.B. Nestlé, ich boykottiere jedoch auch in meinem Leben jegliche Nestlé-Produkte), jedoch darfst du die Moral nicht zu Hoch bewerten, weil du sonst bei praktisch keiner Firma mehr Aktien kaufen dürftest (resp. das ganze "Wertschriften-Börse"-Konstrukt hinterfragen müsstest).

  • Tsipras: 'Wir haben das Beste erreicht, was möglich war'

    13.07.2015 10:09


    BRÜSSEL (awp international) - Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat nach eigenen Worten auf dem Gipfel der Eurogruppe das Beste erreicht, was für sein Land möglich gewesen sei. "Wir haben einen gerechten Kampf geführt", sagte der Regierungschef am Montag nach dem Treffen in Brüssel. "Wir stehen jetzt vor schweren Entscheidungen."

    Athen habe erreicht, dass die Schulden umstrukturiert und die Banken mit Kapital versorgt würden. Er habe in den Verhandlungen mit den Partnern im Ausland hart gekämpft, betonte Tsipras. Er werde nun im Inland ebenso hart kämpfen, damit die Gipfelbeschlüsse umgesetzt würden. "Griechenland braucht tiefgreifende Reformen", betonte er./hk/DP/stb



    ...vor ein paar Wochen führte Cash ja eine ziemlich doofe Umfrage durch - wer im Schuldenstreit gewinnen würde (obschon es nur Verlierer geben kann) - die EU oder Griechenland und hier ist nun die klare Antwort! Die harte Linie der EU und vor allem die Finanz- und Kapitalmärkte haben "gewonnen"! Danke der deutschen Vernunft - danke Schäuble, danke Mutti!


    Tsipras go home!!!



    http://www.cash.ch/news/top_ne…ben_skeptisch-3345691-771

  • Das blüht den Aktien im zweiten Halbjahr

    Trotz pessimistischer Vorhersagen verlief das erste Halbjahr für viele Schweizer Aktien erfreulich. cash zeigt nun, was in der kommenden Jahreshälfte auf die Finanztitel verschiedenster Branchen zukommen wird.

    Von Pascal Züger und Marc Forster

    Noch immer hallt die Wirkung der Auflösung der Frankenbindung in der Schweizer Wirtschaft nach. Exportorientierte Unternehmen leiden am starken Franken und grosse Touristenströme aus dem Ausland bleiben weitgehend aus. Trotzdem wird auch im zweiten Halbjahr nicht nur Trübsal geblasen. cash zeigt die Aussichten einiger Branchen mit investitionswürdigen Titeln.


    Banken und Versicherungen: Rechtsfälle, Reformen und Tiefzinsen


    Die Banken werden stark von der Zins- und Finanzmarktentwicklung geprägt. Good News haben den Kurs der UBS seit Jahresanfang um 25 Prozent angeschoben: Wichtige Rechtsfälle wurden einigermassen kostengünstig beigelegt. Dies dürfte die grösste Schweizer Bank in die zweite Jahreshälfte begleiten. Analysten schätzen den Rückstellungsbedarf nun tiefer ein, was die Kapitalbasis der Bank sichert. Dies wiederum verspricht höhere Dividenden und, obwohl vieles schon eingepreist ist, einen steigenden Aktienkurs.


    Mit den jüngst gebildeten 350 Millionen Dollar Rückstellungen für den US-Steuerstreit nimmt auch bei Julius Bär die Unsicherheit stark ab - und damit die Handlungsfähigkeit zu: Kursavancen für die Aktie, die seit Anfang Jahr um 17 Prozent zugelegt hat, liegen weiter drin. Nicht abgeschlossene Rechtsfälle sind namentlich noch bei EFG und den (teilweise börsenkotierten) Kantonalbanken weiter ein Thema.


    Bei der Credit Suisse richten sich alle Augen auf den neuen CEO Tidjane Thiam, der mit einigen Vorschusslorbeeren am Monatsanfang seine Funktion antrat. Die wichtigsten Themen der CS werden seit Monaten diskutiert: Kapitalaufbau, kleinere Investmentbank, Kosten, und der Markt wartet auf Antworten vom neuen CS-Chef. Der Kursanstieg von 12 Prozent seit Anfang Mai deutet darauf hin, dass die Anleger im Moment positiv gestimmt sind.


    Die Versicherungsaktien dürften sich laut Stefan Schürmann, Analyst bei der Bank Vontobel, neutral bis leicht positiv entwickeln. Das Tiefzinsumfeld belastet die Branche weiter, damit bleibt der Druck auf die Anlagerendite bestehen. Aufsichtsthemen wie Solvenz beschäftigen die Branche weiterhin. Sollten Zurich oder Swiss Re bis Ende Jahr wenig Schadenlasten schultern müssen, werden auch erneut sehr gute Dividendenausschüttungen ein Thema. Dies könnte zum Jahresende die Kurse stützen.


    Nahrungsmittel: Die Krise ist noch nicht gegessen


    Der SPI-Branchenindex "Nahrungsmittel und Getränke" konnte den Schock der Mindestkursauflösung von Mitte Januar noch nicht aufholen, verliert seit Jahresbeginn 0,33 Prozent. "Das Umfeld in der Nahrungsmittelbranche ist derzeit sehr herausfordernd", meint Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy. Trotzdem sind die Erwartungen im zweiten Halbjahr bei Lindt & Sprüngli hoch, dank einzigartiger Marktposition und grossem Wachstumspotential in Nordamerika. Die ZKB-Analysten stufen die Aktie von "Marktgewichten" auf "Übergewichten" hoch und sehen das Performancepotential bei plus 11 Prozent. Vontobel empfiehlt ebenfalls ein "Kauf".


    Auch Barry Callebaut hat trotz weltwirtschaftlich schwierigem Umfeld hohe Wachstumsziele. Diese könnten allerdings vom neuen CEO Antoine de Saint-Affrique noch nach unten korrigiert werden. Seit Jahresbeginn legte der Titel um 1,3 Prozent zu. Während die ZKB auch hier "Kaufen" rät, ist die Bank Vontobel mit "Halten" vorsichtiger. Vor allem der gegenwärtig hohe Kakaopreis könnte dem Schokoladeverarbeiter das Geschäft vermiesen.


    Nestlé-Titel haben seit Jahresbeginn 2,5 Prozent an Wert eingebüsst. Das schwierige Marktumfeld macht dem SMI-Schwergewicht zu schaffen. Positive Töne gibt es jedoch von Analyst Bertschy: Nestlé sei sehr gut positioniert und habe begonnen, nicht rentierende Unternehmensteile abzustossen. Vontobel empfiehlt "Kauf" und sieht das Potential der Aktie bei 80 Franken, bei einem aktuellen Wert von 71 Franken. Credit Suisse und Barclays hingegen bewerten den Titel mit "Halten", während Nomura gar zum Verkauf rät.


    Pharma: Die zuverlässigen Schwergewichte


    Die defensiven Pharma-Riesen Novartis und Roche aus dem SMI gelten als Fels in der Brandung in Krisenzeiten. Und Novartis hat diesem Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht: Die Aktien des Basler Grosskonzerns stiegen seit Jahresbeginn trotz Frankenschock um 6,8 Prozent auf aktuell 99 Franken an. Zahlreiche Analysten sehen für die zweite Jahreshälfte noch weiteres Potential nach oben, zum Beispiel die UBS mit einem Kursziel von 115 Franken – das wäre ein Aufwärtspotential von über 16 Prozent. Die Margen drücken könnten weitere Preisreduktionen bei Medikamenten und nicht durchsetzbare hohe Preise für Neulancierungen.


    Etwas harziger verlief die erste Jahreshälfte bei Roche. Die Aktien verloren mit minus 0,1 Prozent seit Jahresbeginn leicht an Wert. Der überraschende Durchbruch eines neuen Medikaments zur Behandlung von Multipler Sklerose könnte dem Biotechnologieunternehmen viel Geld in die Kassen spülen – das Marktpotential wird auf 18 Milliarden Dollar geschätzt. ZKB, Goldman Sachs und Jefferies räumen der Aktie in den nächsten zwölf Monaten noch eine Relativperformance von knapp 10 Prozent ein. Und geben entsprechend eine Kaufempfehlung ab.


    Telekommunikation: Dividendenkönig oder labiler Jungspund


    Der Telefoniemarkt zeigt sich von den Turbulenzen des ersten Halbjahres unbeeindruckt. Der SPI-Branchenindex "Telekommunikation" legt seit Jahresbeginn um 8,5 Prozent zu. Unumstrittener Marktführer bleibt Swisscom. Ein möglicher Preiskampf, ausgelöst durch den Besitzerwechsel beim Konkurrenten Salt traf nicht ein. Der Wettbewerb wird sich auch in Zukunft hauptsächlich auf Qualitätsebene abspielen. Und da kann Swisscom problemlos mit der Konkurrenz mithalten. Ausserdem spricht auch die konstante Dividendenausschüttung für den Titel.


    Die seit Februar 2015 an der Börse kotierte Konkurrentin Sunrise scheint hingegen weitaus labiler. Nach einer Achterbahnfahrt im ersten Halbjahr befindet sich der Titel inzwischen fast 15 Prozent über dem Ausgabepreis von 68 Franken bei aktuell 78 Franken. Die UBS schätzte jüngst das 12-Monats-Kursziel auf 88 Franken, was einem Aufwärtspotential von über 10 Prozent entspricht. Zusätzlich wird in Marktkreisen immer mal wieder gemunkelt, dass Sunrise und Salt zusammenspannen könnten. Konkretisieren sich diese Gerüchte, könnte der Sunrise-Aktienkurs abheben. Wer in Telekom-Firmen investieren will, fährt mit Swisscom auf der sichereren Schiene, hat mit der unberechenbareren Sunrise jedoch auch höhere Gewinnmöglichkeiten.


    Industrie: Wer trotz Frankenstärke Chancen hat


    Die anstehenden Halbjahreszahlen der Industriefirmen werden angesichts des erstarkten Frankens durchzogen sein. Dazu kommt, dass die Schwellenländer ins Stocken geraten und auch der Dollar vor einem Jahr noch stärker war. Schliesslich wird die erwartete Zinswende in den USA auch Auswirkungen auf die produzierenden Branchen haben. Für die Aktienkurse gut ist aber: Die Verwerfungen vom 15. Januar mit dem Ende der Euro-Franken-Wechselkursgrenze sind im Markt weitgehend eingepreist. Dazu werden der produzierenden Branche auch leichte Konjunkturverbesserungen in Frankreich und Italien helfen.


    Bei exportorientierten Unternehmen wie Swatch und Richemont werden die Turbulenzen zu spüren sein. Anlagechef Thomas Della Casa von der neuen Helvetischen Bank nennt weitere Firmen, die unter Druck stehen werden: "Firmen im Ölgeschäft wie Sulzer und Burckhardt Compression werden weiter leiden, vor allem aber auch im Inland produzierende, europalastige Exportunternehmen wie AFG und Belimo." In einer guten Ausgangslage sieht er indessen Sika, Schweiter oder auch u-Blox und Bobst. Bei den Schwergewichten sind Geberit gut aufgestellt, die weitverzweigte ABB als "Baustelle" dürfte weiter keine Überraschungen breithalten.


    Industrie-Analyst Sven Bucher von der Zürcher Kantonalbank fügt an: "Für den Markt generell sind wir immer noch moderat optimistisch, auch deswegen, weil es kaum Alternativen zu Aktien gibt."

    CASH

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  • Produzentenpreise im Juni leicht gesunken, Jahresteuerung bei -6,1%

    14.07.2015 09:45

    Neuenburg (awp) - Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) in der Schweiz ist im Juni 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,1% gesunken auf einen Indexstand von 91,6 Punkten (Dezember 2010 = 100). Während der Produzentenpreisindex im Durchschnitt unverändert blieb, sank der Importpreisindex leicht. Innert Jahresfrist fiel das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 6,1%.

    Der Produzentenpreisindex, der die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte zeigt, zeigte im Berichtsmonat gegenüber dem Vormonat keine Veränderung. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich hingegen ein deutlicher Preisrückgang um 4,3%.


    Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat verzeichneten laut Mitteilung des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom Dienstag insbesondere Textilien sowie Produkte der Bauschreinerei und des Innenausbaus. Höhere Preise registrierte man dagegen für Gemüse und Kartoffeln. Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie blieben die Preise für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat unverändert, während die Exportpreise um 0,1% sanken. Gegenüber dem Vorjahr lagen die Raten bei -3,5% bzw. -5,2%.


    Der Importpreisindex, der die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll zeigt, ging im Juni 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,2% zurück. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 10,0% tiefer.


    STABILISIERUNG BEI DER JAHRESRATE


    Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten laut BFS vor allem Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte. Dasselbe gilt für Erdöl und Erdgas, Getreide, Hülsenfrüchte und Ölsaaten, Gemüse, Gartenbauprodukte, Textilien, Leder, Lederwaren und Schuhe, Diesel, Roheisen und Stahl. Preiserhöhungen beobachtete man demgegenüber für sonstiges Obst, Nüsse und Computer.


    Die Jahresteuerung (Gesamtindex) ist seit dem SNB-Entscheid im Januar stark rückläufig, wobei sich der Juni-Wert gegenüber der Mai-Zahl allerdings nicht mehr gross verändert hat. In den letzten Monaten lagen die Jahres-Raten bei -6,0% (Mai), -5,2% (April), -3,4% (März), -3,6% (Februar) bzw. -2,7% (Januar). Im Jahresdurchschnitt 2014 waren die Produzentenpreise um 1,1% rückläufig gewesen.


    uh/cf


    (AWP)

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  • Iran: Diplomaten melden Einigung

    Abschluss eines Atomabkommens

    «Wir haben die Einigung»

    Die EU-Aussenbeauftragte Mogherini und der iranische Aussenminister Zarif haben den offiziellen Abschluss eines Atomabkommens mit Iran verkündet. «Wir haben die Einigung», gab Mogherini am Mittag bekannt. Beide betonten, es handele sich um eine gute Vereinbarung für alle Seiten.

    http://www.nzz.ch/internationa…mverhandlungen-1.18579615