CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

  • Das Anleihen-Kaufprogramm umfasst 60 Milliarden Euro pro Monat.


    Man habe die Aussichten über die Preisentwicklung analysiert. Beschlossen worden sei ein Kaufprogramm bis Ende September 2016.

    Das gesamte Kaufprogramm beläuft sich also auf 1140 Milliarden Euro.

  • Interessant, dass der Euro daraufhin nicht stärker eingebrochen ist. Die EZB hat die Erwartungen ja massiv übertroffen (erwartet worden waren ja ca. 550 Mrd.) und jetzt wird die Berta doppelt so dick.


    Weiterhin wäre interessant, auszurechnen, wie viele Euros die SNB nun hätte aufkaufen müssen, um die 1.20 zu halten.

  • EZB hievt Dax auf Rekord - Euro fällt

    Die neue Flut billigen Geldes der EZB gibt dem Dax am Donnerstag Auftrieb. Er steigt um bis zu ein Prozent auf ein Rekordhoch von 10'399,67 Punkte. Im Gegenzug rutscht der Euro.


    Die neue Flut billigen Geldes der EZB gibt dem Dax am Donnerstag Auftrieb. Er steigt um bis zu ein Prozent auf ein Rekordhoch von 10.399,67 Punkte. Im Gegenzug rutscht der Euro um bis zu 0,8 Prozent auf 1,1511 Dollar ab.


    Der SMI reagierte kaum auf die EZB-Ankündigungen. Er steht um 14.50 Uhr minus 1,2 Prozent bei 7910.51 Punkten.


    Der Franken gewinnt leicht an Stärke und steigt auf 0.9928 Franken.


    http://www.cash.ch/news/top_ne…d_euro_faellt-3285781-771

  • Der heutige Entscheid ist für die Schweizer Börse denkbar schlecht: Der Euro wird noch mehr verwässert und verliert drastisch an Wert! Im Gegenzug steigt der CHF! Der Schweizer Export ist nicht mehr konkurrenzfähig!

    MfG
    Schnitthelm Wachtvogel

  • Notenbanken sind mit ihrer traditionellen Politik am Ende

    Weil sie mit ihrer traditionellen Politik kaum noch etwas ausrichten können, kaufen die Notenbanken Anleihen an, die sie früher links liegen liessen. Längerfristige Papiere von Staaten und Unternehmen etwa. Das soll die Wirtschaft ankurbeln und drohende Deflationsgefahren eindämmen. Die amerikanische Notenbank Fed legte in den vergangenen Jahren gleich drei QE-Programme auf, Japans Notenbank intervenierte ebenfalls im grossen Stil. Heute soll die Europäische Zentralbank (EZB) damit beginnen, Investoren warten gespannt auf Mario Draghis Ankündigung.


    http://www.handelszeitung.ch/k…chen-zum-thema-snb-728492

  • waspch hat am 22.01.2015 - 00:10 folgendes geschrieben:

    Quote

    Das ganze QE Affentheater soll ja genau die Inflation anheizen.

    Die Inflation anzuheizen wäre eigentlich nicht das geringste Problem. Der Urvater der FED- und EZB-Geldpolitik (Robert Mugabe, einst Chef der Zimbabwe Zentralbank, dann Regierungschef) hat es ja vorgemacht:


    Man muss das Geld halt nicht in die Banken bzw. Staatsanleihen- und Aktienmärkte pumpen sondern im Volk verteilen. Dann nämlich wird es auch ausgegeben und sorgt somit für die gewünschten 2-3-stelligen (oder im Falle Zimbabwes sogar für 12-stellige) Inflationsraten.


    Die älteren von uns (40+) werden sich daran erinnern, dass es einmal eine Zeit gab, wo die Inflation als grösstes und bekämpfenswertestes Problem angesehen wurde (1980er Jahre unter Reagan und Thatcher). Heute hat sich die Mode gedreht und Deflation gilt als das grösste aller Probleme und Inflation ist erstrebenswert.


    Aber über Mode kann man bekanntlich nicht streiten. Es gab mal eine Zeit, da waren dünne Krawatten Mode, dann eine Zeit, wo breite Krawatten Mode waren. Wer hatte jeweils recht? :P


    Entsprechend gab es eine Zeit, wo eine starke Währung erstrebenswert war (so grob geschätzt die letzten 3000 Jahre) und nun gibt es eine Zeit wo eine schwache Währung das Nonplusultra sein soll (so die letzten 7 Jahre).


    Auch hier: Wer recht bekommt, wird sich weisen: Historische Erfahrung oder New-Age? ;)

  • roc71 hat am 22.01.2015 - 21:10 folgendes geschrieben:

    Quote

    Was sind eure Einschätzungen wie es sich in nächsten Tagen entwickelt?



    Volatil mit Tendenz rauf/runter/seitwärts?


    Nach den massive Kursstürzen an der schweizer Börse habe ich in den letzten Tagen 50% meiner Cashbestände in Roche, Gold, Oil Futures und etwas Euro investiert.


    Eventuell werde ich noch Aussidollar kaufen und dann 5% Zins kassieren.
    Den sollte man immer bei 0.70 Fr pro AUD kaufen.


    Meiner Meinung nach sollte man die goldige Gelegenheit nutzen um sein Cash vor den bösen Nationalbanken zu schützen, welche nur ein Ziel haben. Enteignung !

  • Dann sollte man eventuell eine Glückskette organisieren. Vor allem für die gebeutelten Pensionskassen und die AHV, die mitten in der Börsenhandelszeit völlig unvorbereitet über den den Tisch gezogen worden sind.

    Bestimmt spendet die SNB den Hauptbeitrag dazu, da sie Nötli drucken kann, soviel sie will. Schaut ja keiner zu? Unsere Grossbanken werden bestimmt ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, haben sie doch bei der Aktion gute Gewinne erzielt. Die diversen Stoploss-Verkäufe brachten fette Gebühren. Das alles vor dem Januar Verfall muss höchst lukrativ gewesen sein, ebenfalls gewonnen hat, wer so richtig fett in SMI Puts investiert war.

    Abgesehen davon, dass das QE der EZB längst auf der Agenda stand, hätte man sich auch längst drauf vorbereiten können und die Dinge zeitkonformer angehen müssen. Nun aber sind wir doch alle wieder vereinte Freunde und haben Freude, dass wir wieder einmal so richtig erfahren dürfen, wie es ist, wenn man verliert, nicht nur Cash. Das motiviert enorm. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen. Amen.-

    Dirol

  • Es bleibt die Frage offen, was die SNB hätte tun können:


    * Die 1.20 Untergrenze beibehalten? Wie viele neue Franken müsste die SNB dann wegen der 1 Billionen-Bazooka, die Draghi gestern bekannt gegeben hat, drucken?


    * Die Untergrenze völlig überraschend auf einen tieferen Wert - z.B. 1.15 oder 1.10 senken?


    * Vorankündigung über Senkung der Untergrenze oder ratierter Ausstieg hätte nicht funktioniert. In diesem Fall hätten Spekulanten z.B. einen Kredit über 1 Mrd. Euro aufgenommen, in Franken zum Kurs von 1.20 gewechselt und nach Senkung die 1.2 Mrd. Franken wieder in Euros getauscht und einen satten Gewinn einkassiert.

  • Ich sehe keine Alternative. Das wäre auch mit gestaffeltem Rückzug nicht besser geworden.


    Bei dem Programm der EZB wird der Euro unter 90 Rappen sinken, ausser eine Erholung der Wirtschaft zeichnet sich ab.


    Wie schon mehrfach erwähnt: wir haben weltweite Überkapazitäten und teilweise übersättigte Märkte. China nimmte den Fuss vom Gas.


    Wir bekommen jetzt das Umfeld, welches wir ohne Intervention schon ab 2011 gehabt hätten, inkl Negativzinsen. Hätte die SNB damals nichts gemacht, wäre Hiltebrand auch wieder der Depp gewesen.

  • Ich glaube es ist Sonnenklar, dass der SMI heute noch über 2% zulegt!!! Am Montag dann noch mehr!!!


    Zusammen mindestens 5% vom Kursverlust zurück!!!!


    Griechenland interessiert die Schweiz nicht!


    Meine Prognose. Andere Meinungen?

    Ich bin der mit dem gefährlichen Halbwissen! Also aufpassen!

  • Es kommt auf den Franken / die Wettbewerbsfähigkeit an.




    Hier ein anderes Szenario


    Medusa hat am 23.01.2015 - 11:03 folgendes geschrieben:

  • Im nachhinein ist man immer schlauer. Trotzdem bin ich vom Entscheid der SNB nicht begeistert. Nach meinem wirtschaftlichen Empfinden hätte ich bei der schockartigen Finanzkrise den Franken kurz gestützt, circa ein halbes Jahr lang. Als sich danach der Pulverdampf verzog, hätte ich den Franken wieder sugsesive dem freien Markt übergeben. Trotz dem grossen Jammern der KMU's. Die Herren Zurbrügg, Jordan, Danthine, notabene ein Doktor und zwei Professoren, sollten wissen, das solche Wechselkursmanipulationen früher oder später in einem Desaster enden. Bildlich gesprochen entsprach diese Aktion einer Seifenkistenfahrt ohne Bremsen!

  • Zum Thema "Sollte man wissen ...."

    nachtfalter hat am 23.01.2015 - 11:41 folgendes geschrieben:

    Quote

    sollten wissen, das solche Wechselkursmanipulationen früher oder später in einem Desaster enden. Bildlich gesprochen entsprach diese Aktion einer Seifenkistenfahrt ohne Bremsen!

    Bei der D-Mark hatte es funktioniert


    Der Coup von 1978

    Die damalige Ausgangslage sah wie folgt aus: Im Januar 1973 hatte die Nationalbank den Schweizer Franken aus dem Bretton-Woods-System genommen, bei dem alle Währungen an den Dollar gebunden waren. Von da an begann die Ära des flexiblen Wechselkurses, die bis heute andauert. Der flexible Wechselkurs erlaubte der Nationalbank, die Inflation wirksam zu bekämpfen. Gleichzeitig aber musste sie sich mit enormen Wechselkursschwankungen herumschlagen. Besonders starke Aufwertungsschübe fanden von November 1975 bis Mai 1976, im Sommer 1977 und vom Mai bis Oktober 1978 statt. Der letzte der drei Schübe war besonders heftig: Der reale Wechselkurs gegenüber der D-Mark und dem US-Dollar stieg um rund 40 Prozent.


    Angesichts der heftigen Fieberschübe auf den Devisenmärkten wurden die schweizerischen Exporteure zunehmend besorgter und forderten von der Nationalbank Massnahmen. Zunächst experimentierte man mit einer Reihe von Massnahmen, die den Kapitalimport verteuerten (z. B. mit Negativzinsen: Eine ausführliche Darstellung findet man in der neusten Jubiläumsschrift der Nationalbank auf den Seiten 195 bis 197). Im Laufe des Sommers 1978 aber setzte sich innerhalb der Nationalbank immer mehr die Meinung durch, dass nur durch eine unlimitierte Devisenmarktintervention in Kombination mit einem öffentlich geäusserten Wechselkursziel die Aufwertung gegenüber der D-Mark gebremst werden könne. Das Unterfangen war riskant, aber letztlich überwog die Zuversicht, dass die Schwäche der D-Mark auf einer falschen Einschätzung des Marktes beruhte. Ausserdem konnte man auf diese Weise die eingeführten administrativen Massnahmen gegen den Einfluss von ausländischen Geldern elegant los werden.


    Am 1. Oktober 1978 begann die Nationalbank ihr Experiment.


    Sie kündigte an, dass sie mit Devisenmarktinterventionen dafür sorgen werde, dass die Schwelle von 80 Rappen pro DM nicht unterschritten werden dürfe. In der letzten Septemberwoche war der Kurs auf 75 Rappen pro DM gesunken. Die Nationalbank verkaufte insgesamt mehr als 10 Milliarden Franken, die Geldmenge M1 stieg um 17 Prozent (statt um 5 Prozent, wie man zu Beginn des Jahres erklärt hatte). Der Frankenkurs gab bald nach. 1979 pendelte sich der DM-Kurs bei 90 Rappen ein und sank bis zur Einführung des Euro 1999 nie mehr unter die Grenze von 80 Rappen. Die Operation erreichte ihr Ziel.


    http://blog.tagesanzeiger.ch/n…p/2304/der-coup-von-1978/

  • Dachte, Schweizer wären sicherste Verbündete

    Denn Essen hat 450 Millionen an Franken-Krediten in den Büchern stehen. Sie zurückzuzahlen ist seit dem SNB-Entscheid Dutzende Millionen Euro teurer geworden.


    http://www.handelszeitung.ch/p…herste-verbuendete-727903


    Die Verdauung findet immer in 64283 (Darmstadt)


    Ihm ist das 8853 (Lachen) vergangen


    Nun kann er ein Lied davon 78224 (Singen)


    Zur 8670 (Hölle) mit diesen Fremdwährungswetten.