CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

  • EZB: Anleihekäufe von 50 Milliarden pro Monat?

    Die Europäische Zentralbank (EZB) denkt Kreisen zufolge darüber nach, monatlich 50 Milliarden Euro an Zentralbankgeld in die Märkte zu pumpen.

    Dies sehe ein Vorschlag des EZB-Direktoriums vor, der dem geldpolitischen Rat vorgelegt werden solle, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf zwei mit dem Papier vertraute Personen.


    Demnach sollen sich die Wertpapierkäufe, mit denen sich die EZB gegen die Wachstums- und Inflationsschwäche im Euroraum stemmen will, auf Staatsanleihen konzentrieren und nicht vor März beginnen. Die Käufe sollen bis Ende 2016 laufen.


    Die geldpolitischen Entscheidungsträger treffen sich ab dem heutigen Mittwoch, um ihre Zinssitzung zu beginnen. Das Ergebnis des Treffens wird am Donnerstag bekanntgegeben. Viele Fachleute erwarten, dass Notenbankchef Mario Draghi ein umfassendes Wertpapierkaufprogramm verkünden wird.


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Warum Draghi seine letzte Schlacht vergeblich schlägt

    Der Kampf des Mario Draghi gegen die Krise des Euroraums neigt sich dem Ende zu. Mit dem wahrscheinlichen Beschluss zum massenhaften Ankauf von Staatsanleihen zieht er die letzte Karte der Geldpolitik. Es ist zu fürchten, dass er sie vergeblich ausspielen wird.


    Alle Krisenländer liegen mit ihrer gesamtwirtschaftlichen Produktion teilweise noch deutlich unter ihrem Vorkrisenniveau und mit der Arbeitslosigkeit deutlich darüber. Schlimmer noch, die Krise beginnt zu wandern und hat mittlerweile Italien und in Ansätzen Frankreich ergriffen.


    Dies zeigt, dass die Geldpolitik alleine die Krise des Euroraums nicht überwinden kann. Sie braucht Unterstützung. Die Mehrheit der europäischen Regierungen glaubt offenbar, dass die Kombination aus harter Sparpolitik und Strukturreformen eine hinreichende Unterstützung sei, um einen durchgreifenden Wachstumsprozess in Gang zu bringen. Eine große Selbsttäuschung.


    Ganzer Beitrag http://www.focus.de/finanzen/e…-schlaegt_id_4407365.html

  • Zyndicate hat am 21.01.2015 - 16:25 folgendes geschrieben:

    Quote

    Mit was für einem EUR/CHF Kurs rechnet Ihr morgen?


    Ich denke, wir nähern uns den 0.90!

    Es kommt auf den Entscheid an.



    Bei Putin liegen die Nerven blank

    20 Prozent Putin-Steuer! Reiche Russen müssen ihr Geld nach Hause holen

    http://www.focus.de/finanzen/s…use-holen_id_4418002.html

    Vorwurf aus dem Kreml: "Der Westen will Putin stürzen"

    http://www.spiegel.de/politik/…putins-vor-a-1014217.html



    Venezuela am Bankrott



    Es ist spannend. Alle orakeln sie herum.

  • Domtom01 hat am 21.01.2015 - 16:45 folgendes geschrieben:

    Quote

    morgen +/- unverändert, wurde heute und die letzten Tagen eingepreist

    Ich persönlich gehe davon aus, dass wir morgen nochmals starke Bewegungen sehen werden, nach oben oder nach unten, je nach Entscheidung EZB natürlich!


    Draghi wirds schon richten ;)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Der Kaiser ist nackt. Draghi hat sich selbst in die Nesseln gesetzt und kommt da nicht mehr raus. Ausgerechnet die SNB, welche Draghis letzte Deckung war, stimmte nun zum Schwanenlied an.


    Draghi war gezwungen mit offenen Karten zu spielen, weil er musste sich für sein Vorhaben, Staatsanleihen zu kaufen, zuerst vom EuGH die Erlaubnis erbetteln, dies tun zu dürfen und damit ist sein Überraschungsmoment der letzten Chance flöten gegangen. Die SNB musste darauf reagieren, auf die eine oder andere Weise. Sie hat sich dafür entschieden, der EZB zuvorzukommen und die Flucht nach vorne angetreten.


    Wenn Draghi nun also einen Rückzieher machen sollte, bricht der Euro ein und Panik setzt ein, da sich die Märkte darauf eingestellt haben. Kapitalflucht in andere Währungen und einbrechende Aktienkurse wären die Folge. Ich sehe zwei Gründe, warum Draghi über das QE Staatsrefinanzierungen betreiben will. Länder wie Spanien, Portugal, Italien erleiden Schiffbruch, wenn sie ihre Verschuldung nicht drastisch erhöhen, um wirtschaftliche Reformpakete wie Steuererleichterungen, Lockerung des Arbeitsrechts für Unternehmen etc. finanzieren zu können. Wenn sie weiterhin gezwungen werden, Sparpolitik zu betreiben, müssen sie auf Kurz oder Lang den ESM um Hilfe bitten. Was das für ein Signal wäre für den Euro, kann man sich denken. Was mit der Einführung des ESM damals beitrug, zusammen mit dem Mindestkurs des CHF, den Euroverfall vorläufig zu stoppen und die Zinsen für Staatsanleihen in zahlungsschwachen Südländer zu senken, hat nun das Gegenteil zum Zwecke, falls ein weiteres Land, nachdem Portugal erst seit letztem Jahr wieder ohne ESM-Hilfen auszukommen versucht, Hilfsgelder zu beantragen. Es würde Panik auslösen.


    Ein weiterer Grund, weshalb Draghi nun zu dieser Massnahme greifen muss, ist das TTIP. Solange das TTIP nicht steht, muss der Euro abwerten, um in den USA gegen den Yuan und Yen zu bestehen. Im Moment flüchtet alles in den Dollar, da man im Währungskrieg der grossen Währungen den Dollar im Vorteil sieht, da er vor allem mit Öl gedeckt ist. Der tiefe Ölpreis nützt den Chinesen und der USA und schadet gleichzeitig Russland und allen Ölproduzenten. Eine WinWin-Situation für China und USA. Die Chinesen können günstiger produzieren und gleichzeitig wertet der Dollar auf, weil in den USA plötzlich der Konsum ansteigt, da man billiger kaufen kann und demzufolge wird mehr produziert und mehr Öl in Dollar gekauft. Für die EU ein Desaster. Deshalb kommt Draghi da nicht raus. Im Gegensatz zum Dollar, kann man einem Euro in der Realwirtschaft ausweichen. Das Einzige, was Draghi bewegen kann, sind die Target2 Salden in die gewünschte Richtung zu bewegen.


    Ohne Rückendeckung wird Draghi morgen das QE verkünden, die europäischen Aktien wird es freuen, doch der Euro wird nun zur Persona Non Grata, einer Weichwährung, der man nicht mehr trauen kann. Insbesondere für ausländische Finanzinvestoren kein attraktives Vehikel, wenn man Rendite gegen Währungsverluste und -risiken hedgen muss, in einem wirtschaftlich nach wie vor schwachen Europa.


    Ich glaube zwar nicht, dass der Euro Morgen viel einbüsst zum Franken, weil schon eingepreist, doch aber bestimmt Übermorgen und Überübermorgen.... und der SMI sehe ich Morgen tauchen, weil er Morgen bereits das Übermorgen einpreisen muss.

  • sime hat am 21.01.2015 - 23:08 folgendes geschrieben:

    Quote
    ...

    Wenn Draghi nun also einen Rückzieher machen sollte, bricht der Euro ein und Panik setzt ein, da sich die Märkte darauf eingestellt haben.


    ...

    Sehr guter Beitrag, besten Dank.


    In einem Punkt bin ich nicht Deiner Meinung.
    Wenn Draghi widererwartet einen Rückzieher machen sollte, wird der Euro steigen nicht sinken.


    Das ganze QE Affentheater soll ja genau die Inflation anheizen.

  • waspch hat am 22.01.2015 - 00:10 folgendes geschrieben:

    Danke.


    Ja, da hast Du wohl Recht. Ich dachte da mehr an das Szenario: Die Ratten verlassen als Erste das sinkende Schiff, d.h. alles flüchtet in den Dollar. Die europäischen Anleihen oder auch Eurobonds, die die letzten beiden Jahre stark gestiegen sind, würden wohl implodieren und da das Vertrauen von Papierwährungen von Anleihen gespiegelt wird, würde das Kapital wohl in Gold oder Dollar umschichten. Da ja die EZB vorläufig zumindest die Schleusen dicht macht, würde das auch signalisieren, dass die EZB handlungsunfähig ist, was für den Wert des Euro unabsehbare Folgen nach sich ziehen könnte. Ist aber auch nur Spekulation meinerseits.

  • Preissenkungen werden schmerzhaft sein

    Thomas Bieger, Rektor der Uni St. Gallen und Wirtschaftsprofessor, beleuchtet im cash-Interview am WEF die nach dem SNB-Schock einsetzende Lohndebatte in der Schweiz und zeigt Wege für den Schweizer Tourismus auf.


    http://www.cash.ch/news/top_ne…merzhaft_sein-3285123-771



    Hoffen wir mal, dass es nicht so weit kommt. Und wenn, dann möge es die SNB-Basher treffen (aka die volkswirtschaftlicher Schaden Plauderis)

  • Adecco Job Index: Schweizer Stellenmarkt mit deutlichem Rückgang im Q4

    22.01.2015 10:50

    Zürich (awp) - Die Schweizer Firmen sind zuletzt bei der Personalsuche offenbar auf die Bremse getreten. Der Adecco Swiss Job Market Index (ASJMI) weist jedenfalls für das vierte Quartal 2014 einen Rückgang um 10% zum Vorquartal aus. Auch im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Rückgang um etwa 5%.

    Knapp die Hälfte des Rückgangs könne allerdings saisonalen Effekten zugeschrieben werden, heisst es in der von der Uni Zürich - im Auftrag von Adecco - durchgeführte Erhebung. Nach einer längeren Phase grosser Stabilität auf hohem Niveau präsentierten sich die Aussichten für 2015 auf dem Arbeitsmarkt also leicht eingetrübt.


    RÜCKGANG IN FAST ALLEN REGIONEN


    Die vorsichtige Haltung der Firmen auf dem Stellenmarkt betrifft den Angaben zufolge alle Regionen mit Ausnahme der Genferseeregion (+3%) sowie des Espace Mittelland (unverändert). Während andere Regionen einen Rückgang in den Bereichen Technik und Büro beklagen, weist die Genferseeregion hier keine Abnahme auf.


    Von den negativen Entwicklungen vergleichsweise wenig betroffen ist die Zentralschweiz (-6%). Besonders stark rückläufig ist das Angebot an offenen Stellen hingegen in der Ostschweiz (-20%), die damit den überdurchschnittlich starken Zuwachs des Vorquartals wieder mehr als verliert.


    Auch die Region Nordwestschweiz (-14%) und der Grossraum Zürich (-12%) verzeichnen einen deutlichen Rückgang. Gemeinsam ist den drei Regionen die verminderte Nachfrage nach kaufmännischem Personal. In der Ostschweiz seien auch die Berufe in Industrie und Technik stark betroffen, heisst es. In der Nordwestschweiz nehmen vorwiegend die Angebote im Bereich Handel und Verkauf sowie für Ingenieure ab, während im Grossraum Zürich die Personalnachfrage in den technischen Berufen sowie für Managementpositionen zurückgegangen ist.


    Auch im Vergleich zum Vorjahr weisen fast alle Regionen abnehmende Tendenzen auf. Der Rückgang ist dabei im Grossraum Zürich (-10%), in der Nordwestschweiz (-8%) sowie in der Ostschweiz (-7%) am deutlichsten. Gewachsen ist das Stellenangebot nur in der Zentralschweiz (+7%).


    uh/rw


    (AWP)

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • Die Zinsentscheidung des EZB-Rat wird wie immer am Donnerstag um 13.45 Uhr bekannt gegeben. Eine Änderung erwarten die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen jedoch nicht. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt bei 0,05 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,30 Prozent und der Einlagensatz bei minus 0,20 Prozent. Spannender wird die gegen 14.30 Uhr beginnende Pressekonferenz mit Draghi, in der er die Kaufpläne mitteilen wird.


    quelle finanzen.ch

  • MarcusFabian hat am 22.01.2015 - 11:56 folgendes geschrieben:

    Quote

    Gibt es eine Vermutung, wann (um welche Uhrzeit) Draghi den EZB-Enscheid bekannt geben wird?

    Du weisst doch: so Sachen werden auf's Alter schlimmer



    http://www.cash.ch/news/wirtschaftstermine/


    http://www.cash.ch/news/wirtsc…vorschau-international-83



    Zyndicate hatte die Termine eine Zeit lang ins Forum gestellt.



    Every Thursday the same procedure. Egal um welche Notenbank es sich handelt