CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

  • in_God_we_trust hat am 16.01.2015 - 13:09 folgendes geschrieben:

    Quote

    cashflow hat am 16.01.2015 - 12:13 folgendes geschrieben:

    Sozusagen ist die Schweiz das erste Land, das aus der Eurozone ausgetreten ist und den Euro aufgegeben hat und zum Franken zurückgekehrt ist.

    Das ist eine interessante Sichtweise, so hab ichs gar noch nicht gesehen!


    Betreffend Griechenland neige ich im Moment aber eher zu keinem Euroaustritt, sondern zu folgendem Szenario:


    Tsiparis gewinnt am 25.1., schafft es dann aber keine Koalition zu bilden, danach verhandelt er solange mit der Troika um Schuldenschnitt und Auflockerung des Sparkurses, bis (Ende März glaub ich), Griechenland dann pleite gehen würde, weil es die sistierten 10 Mia. an restlichen Hilfsgeldern bräuchte.. wieder mal im letzten Moment, wird dann die Troika und die Sirizakoalition irgendeinen Deal machen, dass Griechenland die Sparpolitik weiterführt, da doch beide Parteien im Endeffekt geblufft haben und Angst vor den Konsequenzen haben..


    Schlussendlich also alles gut (bis auf weiteres!) aber bis Ende März natürlich begleitet von dauernden Kursturbulenzen an den Märkten aufgrund der ständigen Unsicherheit.


    Ist natürlich nur reine Spekulation aber erscheint mir das Wahrscheinlichste. Es wird auf jeden Fall spannend bleiben.

  • Jetzt streiten sie sich schon wer die Bibel besser kennt.. tststs..


    Verstanden haben sie in dem Fall wohl beide nicht :fool:

  • TeeTasse83 hat am 16.01.2015 - 13:20 folgendes geschrieben:

    sehr interessant....also haben sie gestern ihre eigenen Schock hoffentlich auch lohnenswert abgesichert, wenn sie schon Insiderhandel betreiben dürfen;)

  • TeeTasse83 hat am 16.01.2015 - 11:14 folgendes geschrieben:

    Quote

    Gerard hat am 16.01.2015 - 09:39 folgendes geschrieben:

    Gerard - sorry aber das war kein Crash. Die KGVs und wie sie noch so heissen sind noch gleich gross. Das war im Prinzip ein FX Hair-Cut in die andere Richtung. Die Märkte haben jedoch noch nicht sonderlich korrigiert... ja gut ev. plus oder minus 3, 4 % wobei das muss sich dann erst mal zeigen wenn die Märkte die News verdaut haben. Somit: Die Regeln welche normalerweise nach einem Crash gelten sind hier ausser Kraft gesetzt. NICHT NACHKAUFEN.

    Gruss

    Das war (ist) ein Crash nach Noten. Genau wie 1987!


    Was bewegt zu einem Verkauf?


    Angst


    Aktien auf Pump


    Propieren wieder billiger einzusteigen (Baissiers)


    Die Nase voll


    Da kann mir jeder erzählen was er will, die SNB hat richtig gehandelt (über die Art und Weise kann mann diskutieren). Momentan war die Wirtschaft einigermassen subventioniert durch die Kursanbindung, jetzt wird es sich zeigen welche Firmen während über 3 Jahren ihre Hausaufgaben gemacht haben.


    Es wird natürlich schon brutal ausfallen in gewissen Sektoren momentan, dann erwacht der Phönix aus der Asche.


    Und glaube mir, ich habe momentan auch grosse Buchverluste, habe jedoch Zeit, oder das zeitliche sei bei mir am Ende.


    Gerard

  • 2brix hat am 16.01.2015 - 13:24 folgendes geschrieben:

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    Jedenfalls ein düsterer Tag für CH Investoren. CH-Titel down, EU und US-Titel durch Währungsverlust down....einfach mal 1/4 des Depotwertes verpufft.


    Hätte man doch wohl anders machen können oder gestaffelt, langsamer, was weiss ich...mit einem Währungskorb usw.

    Es ist nun mal geschehen. Was nützt es lange darüber herumzuzanken? Der liebe Gott meldet einen Sturm, Flugzeugabsturz, Krieg, ein Erdbeben oder Tsunami etc. auch nicht vorher an. Man muss vorwärts schauen, nicht zurück. Freu Dich einfach auf die nächsten Ferien!

  • Vielen Dank für deine Einschätzung TeeTasse. Ist wirklich sehr interessant.



    Wie siehst du die Auswirkungen auf den Kurs, wenn die EZB beginnt die ~1000 Millarden Euro in den Markt zu pumpen. Aus meiner Sicht müsste der Euro dann ja nochmehr verbilligen bzw demgegenüber der CHF erstärken. Jedoch rechnen ja alle schon damit, ist hier also auch schon vieles eingepriesen? schwierig...

  • TeeTasse83 hat am 16.01.2015 - 13:26 folgendes geschrieben:

    Quote

    Meine Markt- Einschätzung: Ich erwarte einen "Crack-Up Boom"... will bedeuten dass der SMI nochmals schön stark ansteigt. Beachtet, bereinigt um den CHF anstieg hatten wir bereits schon einen Anstieg von 4, 5 %. Heute kommt die technische Reaktion auf diesen Anstieg (will bedeuten dass die Kurse sinken). Ab Anfangs- Woche geht der Anstieg weiter. Um das zu sehen, muss man den SMI aus der Perspektive eines Auslands- Anlegers beobachten.

    Wie lange der Anstieg weitergeht ist schwer zu sagen. Meine Prognose ist 25. Januar.

    Stimmt, eine kurzfristige Gegenreaktion könnte noch drin liegen, solange noch die positiven Aspekte des QE im Vordergrund sind. Nach der Maxime "Desinteresse nach Raum und Zeit", wird dann die Medienlandschaft um den 25. auf Griechenland einschwenken und Nachrichten um das QE nachlassen, was wiederum die Stimmung beeinflusst.

  • in_God_we_trust hat am 16.01.2015 - 13:36 folgendes geschrieben:

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    2brix hat am 16.01.2015 - 13:24 folgendes geschrieben:

    Es ist nun mal geschehen. Was nützt es lange darüber herumzuzanken? Der liebe Gott meldet einen Sturm, Flugzeugabsturz, Krieg, ein Erdbeben oder Tsunami etc. auch nicht vorher an. Man muss vorwärts schauen, nicht zurück. Freu Dich einfach auf die nächsten Ferien!

    Ich bin nicht erbost darüber und kann auch gut damit leben.


    Mich nimmt mehr Wunder, wieso die SNB das genau so und genau an diesem Tag und Uhrzeit gemacht hat.

  • SNB benachteiligt Schweizer Anleger

    Der cash Insider sagt, weshalb ausländische Anleger nach dem gestrigen SNB-Entscheid besser dastehen - Und: Eine Welle von Schätzungsreduktionen bricht über den Schweizer Aktienmarkt herein.


    Freuen konnten sich zumindest die amerikanischen Marktakteure. Anders als bei uns sorgte der starke Franken bei den in New York gehandelten Aktien hiesiger Unternehmen für positive Vorzeichen. Die Valoren von Logitech gingen um 5 Prozent höher aus dem Handel, gefolgt von jenen von Syngenta und Novartis mit einem Plus von je gut 4 Prozent, und selbst die Papiere von ABB gewannen 3,2 Prozent.


    Ganzer Beitrag http://www.cash.ch/news/top_ne…eizer_anleger-3283651-771

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • @iGwt

    Zur Terminfrage: Meines Wissens tagt das SNB-Direktorium jeden Donnerstag morgens. Deshalb ist der 15.1.14 keine Überraschung. Nur fallen dort nicht immer derart spektakuläre Entscheidungen.


    Es stellte sich nur die Frage, in welcher Woche es passieren wird. Nachdem ich in der NZZ das Interview mit Ernst Baltensperger gelesen hatte und im insideparadeplatz.ch Hans Geiger angeklickt hatte, rechnete ich auf den Donnerstag nächster Woche mit einer Entscheidung. Das erklärt übrigens meinen ersten Post in diesem Forum unter "Übrige Geldanlagen", was einen selbsternannten Propheten offenbar erzürnte. Nachdem ich leider kein Prophet bin, habe ich mich um eine Woche getäuscht.

  • Erste Pleiten nach SNB-Entscheid

    Das Ende des Mindestkurses hat bereits zwei Pleiten in der Finanzwelt ausgelöst. Devisenhändler mussten zusehen, wie die Währungsverluste das Kapital ihrer Firmen auffrassen. Weitere dürften folgen.

    Nur 2 Prozent abgedeckt

    In Japan kontrollierte offenbar das Finanzministerium, wie hoch die Verluste der heimischen Handelsfirmen sei, berichtet das Wall Street Journal. Demnach befragten auch die Aufsichtsbehörden in Hongkong, Singapur und Neuseeland Broker.


    Kunden von Devisenhändlern können je nach den jeweiligen Aufsichtsvorschriften das Vielfache ihres bei dem Händler eingezahlten Kapitals für den Handel nutzen. In den USA müssen nur 2 Prozent der gehandelten Währungssumme abgedeckt sein, denn üblicherweise schwanken Währungen nicht so stark wie etwa Aktien. Die Kundenverluste, die über die Einlagen hinaus gehen, müssen vom Händler ausgeglichen werden.


    Ganzer Beitrag http://www.handelszeitung.ch/u…nach-snb-entscheid-725580

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • Prinzip Hoffnung

    Die Aufhebung des Mindestkurses zeugt von dem grossen Druck, unter dem die Nationalbank steht.

    http://www.tagesanzeiger.ch/wi…p-Hoffnung/story/17249875





    Quote

    UBS sieht massiven Wachstumseinbruch kommen


    Nach der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die Nationalbank senken die Ökonomen der UBS ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf mickrige 0,5 Prozent.


    http://www.tagesanzeiger.ch/wi…uch-kommen/story/12332783



    Das würde meine Prognose, die ich für diesen Fall schon vor geraumer Zeit gemacht habe, bestätigen. Andererseits könnten solche Prognosen auch den Franken wieder etwas schwächen.

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    Fiat pecunia, et pereat mundus!

  • @iGwt

    Nachträglich ist mir ein Grund eingefallen, weshalb bereits am 15.1.2014 der Beschluss bei der SNB getroffen wurde und nicht erst am 22.1.2014.


    Am 22.1.2014 wird die EZB wahrscheinlich den Kauf von Staatsanleihen pleitegefährdeter EU-Staaten einläuten. Dann wird eine noch größere Euro-Lawine losgetreten, die die SNB mit unbegrenzten Frankenverkäufen kaum noch auf einem Frankenkurs von 1.20 stützen könnte. Am 22.1.2014 wäre das Chaos bei der EZB noch verheerender, wenn gleichzeitig die SNB auch noch den Frankenausstieg beschlossen hätte.



    PS. Am 25.1.2014 wird in Griechenland gewählt. Es war also "letzte Eisenbahn" für die SNB.

  • Elias hat am 16.01.2015 - 16:10 folgendes geschrieben:


    Auch grössere Broker wie z.B. FXCM (news Bloomberg) erwarten Nachzahlungen von > $200M


    Bin mal gespannt wie die aktiven Banken (die grossen FX Player) mit ihren Leveraged Produkten (OTC-Options, EFPs, Strukis undsw) auch ihre Kunden bedienen, da raus kommen. Werden wieder jede Menge Juristen anstellen müssen um alles zurechtzubiegen.

  • Ja weico,


    es wird auch in der Schweiz Krisengewinner geben!


    Selbst bei 0.50 Euro / CHF.


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass z.B. der Lehrberuf zum Melker ein Revival erfahren wird.



    Los los... fahrt billig in die Ferien und kauft günstig im Ausland ein!


    Solange ihr noch Geld habt...