CH-relevante Börsenthemen Jahr 2015

  • sarastro hat am 15.01.2015 - 14:58 folgendes geschrieben:

    Quote

    Hingegen musste auch der Bundesrat informiert werden

    Stimmt das? Muss die SNB den Bundesrat bei solchen Entscheiden informieren???


    Weiss das jemand?

  • Schnitthelm Wachtvogel hat am 15.01.2015 - 14:36 folgendes geschrieben:

    Quote

    Der Schweizer Export wird einbrechen, die Preise für ausländische Produkte steigen!

    Warum sollen die Preise für ausländische Produkte steigen?


    Produkte in Dollar oder Euro werden aktuell 14% billiger.


    Der CH-Export verteuert sich um 14%.

  • MarcusFabian hat am 15.01.2015 - 15:01 folgendes geschrieben:

    Quote

    sarastro hat am 15.01.2015 - 14:58 folgendes geschrieben:

    Stimmt das? Muss die SNB den Bundesrat bei solchen Entscheiden informieren???


    Weiss das jemand?

    Fragen und Antworten zur Unabhängigkeit der Nationalbank und ihrem Verhältnis zum Bund

    Was heisst funktionelle Unabhängigkeit?

    Die funktionelle Unabhängigkeit besteht im Verbot für die Nationalbank und ihre Organe, bei der Wahrnehmung der geld- und währungspolitischen Aufgaben Weisungen von Bundesrat, Bundesversammlung oder anderen Stellen einzuholen oder entgegenzunehmen (Art. 6 NBG). Folglich werden die geldpolitischen Entscheide allein vom Direktorium getroffen - dem gemäss NBG dafür zuständigen und verantwortlichen Organ (Fragen und Antworten zum Unternehmen Nationalbank).


    http://www.snb.ch/de/ifor/publ…id/qas_unabhaengigkeit#t3

  • MarcusFabian hat am 15.01.2015 - 15:01 folgendes geschrieben:

    Quote

    sarastro hat am 15.01.2015 - 14:58 folgendes geschrieben:

    Stimmt das? Muss die SNB den Bundesrat bei solchen Entscheiden informieren???


    Weiss das jemand?

    Bundesrat nimmt SNB-Entscheid zur Kenntnis

    Zürich (awp/sda) - Der Bundesrat hat die jüngsten Entscheide der Schweizerischen Nationalbank "zur Kenntnis genommen", wie Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Donnerstag vor den Medien sagte. Sie zeigte sich überzeugt, dass die SNB auch in Zukunft "für monetäre Rahmenbedingungen sorgen wird, die Inflation und Deflation verhinden und einer stabilen Entwicklung der Wirtschaft förderlich sind".

    Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates werde sich am Donnerstagnachmittag zu einer Sitzung treffen, so Widmer-Schlumpf weiter. Er werde den Entscheid der Nationalbank analysieren und "zu gegebenen Zeitpunkt" über die Erkenntnisse informieren. Dem Ausschuss unter Leitung von Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann gehören die Finanzministerin sowie Umweltministerin Doris Leuthard an.


    Als die Nationalbank den Mindestkurs im Jahr 2011 festlegte, begrüsste der Bundesrat den Schritt. Die Landesregierung stehe hinter dem Entscheid, sagte Schneider-Ammann damals. Später bezeichnete er den Mindestkurs als "absolut notwendig".

    Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

  • MarcusFabian

    Meines Wissens gibt es keine gesetzliche Regelung, wann der Bundesrat von der SNB informiert werden muss. Ich weiß nur, dass der Bundesrat bei weitreichenden Entscheidungen von der SNB informiert wird, bevor an die Öffentlichkeit gegangen wird. Es geht hier wohlverstanden nur um die Information. Der Entscheid selber liegt bei der SNB und nicht beim Bundesrat.

  • zur Enscheidungsfindung bei der SNB

    Es ist natürlich nicht so, dass bei der SNB das Direktorium einfach zusammentritt und dann isoliert in seiner Weisheit irgendwelche Entscheide für oder wider einen fixen Wechselkurs fällt. Vor solch wichtigen Entscheiden werden SNB-intern die Grundlagen erarbeitet (z.B. bei der volkswirtschaftlichen Forschungabteilung) und oft auch externe Experten um Rat gefragt (z.B. Prof. Ernst Baltensperger in Bern). Diese Leute sind aber sehr gut trainiert, zu schweigen...

  • Nicht zu verachten: Auch Gold ist für uns (CHF) um 13% billiger geworden, d.h. der CHF um 13% gegenüber Gold gestiegen! Also auch Goldaktien wären eventuell ein Kauf, obwohl ich denke, dass sie vielleicht bald noch billiger zu haben sein werden.

  • in_God_we_trust hat am 15.01.2015 - 15:53 folgendes geschrieben:

    Quote

    Nicht zu verachten: Auch Gold ist für uns (CHF) um 13% billiger geworden, d.h. der CHF um 13% gegenüber Gold gestiegen! Also auch Goldaktien wären eventuell ein Kauf, obwohl ich denke, dass sie vielleicht bald noch billiger zu haben sein werden.

    Ob das eine gute Nachricht ist sei dahingestellt.Goldanleger die in CHF gekauft haben schauen wieder einmal ziemlich doof aus der Röhre.Auch eine Umrechnung in Euro für die die Gold loswerden wollen lohnt sich so gut wie nicht mehr HAHA :rofl:


    Es gilt wieder einmal die Devise " Nur Bares ist Wahres" in diesem Fall CHF bunkern.

    querschuesse.de

  • orangebox hat am 15.01.2015 - 15:58 folgendes geschrieben:

    Quote

    Es gilt wieder einmal die Devise " Nur Bares ist Wahres" in diesem Fall CHF bunkern.

    Gute Diversifikation in allen Anlagenklassen ist besser. Dann kann man sich immer an irgendetwas freuen! Dann herrscht jeden Tag Freude. Noch besser, man diversifiziert noch weiter vom Physischen ins Geistige (aber das weisst Du ja schon, jedenfalls meine ich nicht Bitcoin).

  • Ja, die SNB war mutig und hat vorgemacht, dass man auch anders kann. Die Zinswende wird auch einmal kommen müssen, ob man will oder nicht!


    Ich bin stolz auf die SNB. Sie hat sich rechtzeitig vor dem 22. Januar aus der Anbindung an den Euro befreit. Wer weiss, wie tief der Euro nächste Woche fallen wird? Auf Parität mit dem Dollar oder gar darunter? Dann hiesse es für den CHF: Mitgefangen, mitgehangen!

  • MarcusFabian hat am 15.01.2015 - 16:53 folgendes geschrieben:

    Quote

    Elias hat am 15.01.2015 - 15:25 folgendes geschrieben:

    Zumindest einige Polen werden nicht so begeistert sein: Die haben nämlich zum Teil Hypotheken in Schweizer Franken. Volumen etwa $36 Mrd. Und der Zloty hat gegenüber dem CHF heute 16% verloren.


    http://www.bloomberg.com/news/2015-01-15/polish-banks-zloty-slump-as-swi...

    Auch einige Russen sind davon betroffen


    Schuldenberg statt Eigenheim

    Der Rubelverfall kostet viele russische Immobilienbesitzer ein Vermögen, weil sie den Hauskredit in Dollar oder Franken aufnahmen. Die Kreditlast wird damit untragbar – und das Eigenheim zum negativen Vermögenswert.


    Jetzt können sie wie Tausende andere Russen die monatlichen Raten nicht mehr bezahlen, selbst wenn sie auf alles andere verzichten, Überstunden machen oder sogar einen zweiten Job annehmen. Der Traum zerfällt.


    http://www.handelsblatt.com/fi…t-eigenheim/11228596.html

  • in_God_we_trust hat am 15.01.2015 - 16:09 folgendes geschrieben:

    Quote

    orangebox hat am 15.01.2015 - 15:58 folgendes geschrieben:

    Gute Diversifikation in allen Anlagenklassen ist besser. Dann kann man sich immer an irgendetwas freuen! Dann herrscht jeden Tag Freude. Noch besser, man diversifiziert noch weiter vom Physischen ins Geistige (aber das weisst Du ja schon, jedenfalls meine ich nicht Bitcoin).

    Was hat mir der liebe Gott, oder heisst er Jahwe oder wie, gegeben im Schlaf, dass ich erst kürzlich mein Depot praktisch geleert habe, bis auf ein paar Goldminers, (Yamana), geblieben etwas Dollar, Rest CHF. Wird sich zeigen.
    Natürlich sage ich vorerst tausend Dank.